| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 458 922 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
07.06.1995 Patentblatt 1995/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.12.1990 |
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/CH9000/285 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9109/409 (27.06.1991 Gazette 1991/14) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES OBERFLÄCHENBESCHICHTETEN BAUTEILS, INSBESONDERE EINES
KONTAKTSTÜCKS FÜR EINEN VAKUUMSCHALTER, UND VORRICHTUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DIESES VERFAHRENS
PROCESS FOR PRODUCING A SURFACE-COATED COMPONENT, ESPECIALLY A CONTACT MEMBER FOR
A VACUUM SWITCH, AND DEVICE FOR IMPLEMENTING THE PROCESS
PROCEDE DE FABRICATION D'UN COMPOSANT ENDUIT SUPERFICIELLEMENT, NOTAMMENT D'UN ELEMENT
DE CONTACT POUR INTERRUPTEUR A VIDE, ET DISPOSITIF POUR LA MISE EN OEUVRE DE CE PROCEDE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE GB LI |
| (30) |
Priorität: |
15.12.1989 CH 4513/89
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.12.1991 Patentblatt 1991/49 |
| (73) |
Patentinhaber: CALOR EMAG ELEKTRIZITÄTS-AG |
|
D-40878 Ratingen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SCHADE, Ekkehard
CH-5405 Baden (CH)
|
| (74) |
Vertreter: Lück, Gert, Dr. |
|
Asea Brown Boveri AG
Immaterialgüterrecht(TEI)
Haselstrasse 16/699 I 5401 Baden 5401 Baden (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 661 616 US-A- 4 750 947
|
DE-A- 3 541 584
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 10, no. 204 (M-499)(2260) 17 Juli 1986, & JP-A-61 46385
(MITSUBISHI ELECTRIC CORP) 06 März 1986
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 8, no. 40 (M-278)(1477) 21 Februar 1984, & JP-A-58
196188 (MITSUBISHI) 15 November 1983
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Verfahren zur Herstellung eines oberflächenbeschichteten
Bauteils, insbesondere eines Kontaktstücks für einen Vakuumschalter, gemäss dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1. Die Erfindung betrifft auch Vorrichtungen zur Durchführung dieses
Verfahrens.
STAND DER TECHNIK
[0002] Hierbei nimmt die Erfindung auf einen Stand der Technik Bezug, wie er etwa in DE-A1-3541584
beschrieben ist. Ein in dieser Patentveröffentlichung angegebenes Verfahren dient
der Herstellung von Metall-Verbundwerkstoffen aus einem Grundwerkstoff mit wenigstens
einem Metall und weiteren Wirkkomponenten. Hierbei wird ein Substrat aus dem Grundwerkstoff
mittels Energiestrahlung örtlich gezielt bis in vorgegebene Tiefe geschmolzen und
dem Schmelzvolumen die Wirkkomponente zugeführt. Hierzu bedarf es Strahlen mit äusserst
hoher Strahlstromdichte, wie etwa Laserstrahlen, und spezieller Energieübertragungvorrichtungen,
mit denen die Wirkkomponenten auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt werden können.
[0003] Eine zur Durchführung dieses Verfahrens verwendete Vorrichtung weist einen das Substrat
haltenden xy-Vorschubtisch auf, welcher gegenüber einem die Energiestrahlung erzeugenden
ortsfesten Laserstrahl und einer Metalloxidpulver als Wirkkomponente zuführenden Kanüle
bewegt wird.
[0004] Aus CH-A5-661616 ist es bekannt, einen Chrom und Kupfer enthaltenden Sinterkörper
im Vakuum oder einer Inertgasatmosphäre einem konzentrierten, etwa durch einen Lichtbogen
gebildeten, Wärmestrom mit einer Strahlstromdichte von 10 - 1000 kW/cm² auszusetzen.
Während der ca. 21 - 100 ms dauernden Einwirkung des Wärmestroms wird die Oberfläche
des Werkstückes aufgeschmolzen. Durch anschliesendes Abkühlen des Sinterkörpers mit
einer Geschwindigkeit von 10⁴ - 10⁵ °K/s wird sodann ein Kontaktstück für einen Vakuumschalter
mit einer bis zu 3 mm starken Oberflächenschicht aus einem feindispersen und einen
geringen Gasgehalt aufweisenden Kupfer-Chrom-Material gebildet. Solchermassen hergestellte
Kontaktstücke steigern die Betriebszuverlässigkeit von Vakuumschaltern erheblich,
bedingen jedoch bei der Herstellung grossflächiger Kontaktstücke einen erheblichen
apparativen Aufwand.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Die Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen definiert ist, löst die Aufgabe, ein
Verfahren zur Herstellung eines oberflächenbeschichteten, Bauteils, insbesondere eines
Kontaktstücks für einen Vakuumschalter, anzugeben, mit dem auch grossflächige Bauteile
mit geringem apparativem Aufwand hergestellt werden können, sowie Vorrichtungen zu
schaffen, die zur Durchführung dieses Verfahrens besonders geeignet sind.
[0006] Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht mit geringem apparativem Aufwand die Herstellung
hochbelastbarer oberflächenbeschichteter Bauteile. An die Wärmestromquelle werden
hierbei geringe Anforderungen gestellt, da deren Strahlstromdichte gering gehalten
werden kann. Bedingt durch die geringe Strahlstromdichte der Wärmestromquelle werden
bei der Herstellung der Bauteile Verdampfen und Wegspritzen von Zusatzstoff weitgehend
vermieden. Die angestrebte Stöchiometrie der Oberflächenschicht wird daher nicht beeinträchtigt.
Es lassen sich problemlos Oberflächenschichten bis zu mehreren Millimetern erreichen.
Solche Oberflächenschichten sind insbesondere bei Ausbildung als Kupfer-Chrom-Schicht
hervorragend geeignet als Lichtbogenkontaktschicht der Kontaktstücke von Vakuumschaltern.
[0007] Die zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geschaffenen Vorrichtungen
ermöglichen eine besonders einfache Einstellung einer erwünschten Temperatur bei der
Herstellung der Oberflächenschichten.
WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0008] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig.1
- eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf einen senkrecht zur Zeichenebene, vertikal geführten Schnitt durch
ein in der Vorrichtung gemäss Fig.1 befindliches Substrat 1 an einer Stelle, an der
durch einen Energiestrom 12 ein lokal aufgeschmolzener Bereich 15 im Substrat 1 gebildet
ist, und
- Fig.3
- eine Draufsicht auf die in Fig.2 geschnitten dargestellte Stelle des Substrates 1.
[0009] In den Figuren befindet sich ein Substrat 1 auf einer Auflagefläche 2 einer etwa
als Tisch oder aber lediglich nur als säulenförmige Abstützung ausgebildeten Auflagevorrichtung
3. Das Substrat 1 ist beispielsweise eine Kupferscheibe von ca. 40 mm Durchmesser
und ca. 8 mm Dicke, kann aber auch irgendein anderer geeigneter metallischer Körper
sein. Die Auflagevorrichtung 3 besteht beispielsweise aus einem gut wärmeleitenden
Material, wie vorzugsweise Kupfer oder Silber, und weist eine auf einer etwa mit Wasser
gekühlten Drehvorrichtung 4 gelagerte Stütze 5 auf. 6 bezeichnet eine Wärmestromquelle.
Diese Wärmestromquelle sendet mit Vorteil energiereiche Korpuskularstrahlen, wie Elektronen-
oder Ionenstrahlen aus, kann aber auch als Hallgenerator oder irgendeine andere geeignete
Vorrichtung ausgebildet sein. Mit Vorteil weist diese Wärmestromquelle eine Strahlstromdichte
von wenigen bis zu einigen hundert Kilowatt pro Quadratzentimeter auf. Mit Vorteil
verfügt die Wärmestromquelle über eine Gesamtleistung von einigen hundert Watt bis
zu ca. 20 Kilowatt. 7 bezeichnet eine Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung zur Aufnahme eines
pulverförmigen Zusatzstoffes 8, welcher in Richtung der Pfeile 9 unter Bildung einer
Pulverschicht 10 auf die Oberfläche des Substrates 1 herabgerieselt wird. Der Zusatzstoff
hat vorzugsweise geringere Wärmeleitfähigkeit als das Substrat 1 und kann bei der
Herstellung eines Kontaktstückes für einen Vakuumschalter mit einer überwiegend aus
Kupfer bestehenden Rückseite Chrom oder eine Legierung auf der Basis Chrom und Kupfer
enthalten.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren wird nun wie folgt ausgeführt:
[0011] Soll als Bauteil beispielsweise ein Kontaktstück für einen Vakuumschalter hergestellt
werden, so befinden sich das dann überwiegend Kupfer enthaltende Substrat 1, der dann
überwiegend Chrompulver enthaltende Zusatzstoff 8 und die etwa auf der Basis von Elektronenstrahlen
arbeitende Wärmestromquelle 6 in einem Vakuum von ca. 10⁻⁶ mbar. Die Auflagevorrichtung
3 dreht sich hierbei derart um eine Achse 11, dass ein mittlerer Vorschub des Substrates
1 gegenüber der Wärmestromquelle 6 von beispielsweise 5 - 10 cm/s erreicht wird. Ein
von der Wärmestromquelle 6 emittierter Energiestrom 12 fällt gleichzeitig auf einen
Teil der Substratoberfläche. Dieser Energiestrom hat beim Auftreffen eine Ausdehnung
von beispielsweise 0,25 bis 1 cm² und weist an der Auftreffstelle eine Stromdichte
von beispielsweise 20 kW/cm² auf.
[0012] Der Energiestrom 12 wird nahezu vollständig vom Substrat 1 absorbiert und führt daher
dem Substrat 1 Wärme zu. Die dem Substrat 1 zugeführte Wärme wird aus dem Auftreffbereich
des Energiestromes 12 durch Wärmeleitung in das gesamte Substrat 1 geführt. Hierdurch
und durch die Rotation des Substrates 1 sowie durch eine etwaige Pendelung des Energiestromes
wird eine Überhitzung des Auftreffbereiches vermieden. Auf diese Weise wird das Substrat
1 auf eine Temperatur vorgewärmt, welche erheblich über Raumtemperatur jedoch unter
seiner Schmelztemperatur liegt. Bei der zuvor beschriebenen Kupferscheibe beträgt
diese Vorwärmtemperatur ca. 700 - 1000 °C. Während des Vorwärmens des Substrates 1
wird die abgegebene Leistung der Wärmestromquelle 6 reduziert. Nach Erreichen der
Vorwärmtemperatur weist der Strahl 12 eine Stromdichte von nur noch einigen kW/cm²
auf.
[0013] Bedingt durch Wärmestrahlung von der Oberfläche (durch Pfeile 13 angedeutet) und
Wärmeleitung in die Auflagefläche 2 (durch Pfeile 14 angedeutet) bleibt diese Vorwärmtemperatur
während der nachfolgend beschriebenen Phase des erfindungsgemässen Verfahrens nahezu
unverändert. Hierbei kann die Vorwärmtemperatur bei vorgegebener Leistung der Wärmestromquelle
6 durch geeignete Wärmeableitung über die Auflagevorrichtung 3 eingestellt werden.
Zu diesem Zweck kann die Auflagefläche 2 durch geeignete Vergrösserung oder Verkleinerung
des Querschnitts der Stütze 5 auf der erwünschte Temperatur gehalten werden. In einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung ist es zu empfehlen, die Einstellung der erwünschten
Temperatur dadurch zu erreichen,dass zwischen dem Substrat 1 und der zu einer Kühlung
führenden Stütze 5 ein Teil 17 aus einem gegenüber dem übrigen Material der Auflagevorrichtung
3 vergleichsweise schlecht wärmeleitendem Material, wie beispielsweise rostfreiem
Stahl, angeordnet wird. Die geeignete Einstellung der Temperatur lässt sich selbstverständlich
auch durch gemeinsame Anwendung beider zuvor beschriebener Massnahmen erreichen.Bei
einem im wesentlichen Kupfer enthaltenden und unmittelbar auf der Auflagefläche 2
aufliegenden Substrat 1 sollte die Auflagefläche 2 eine Temperatur von 500 - 600 °C
aufweisen.
[0014] Sobald die Vorwärmtemperatur erreicht ist, reicht die vom Energiestrom 12 in das
Substrat 1 geführte vergleichsweise geringe Energie aus, um das Material des Substrates
in einem lokalen Bereich 15 aufzuschmelzen. Nach Aufschmelzen des lokalen Bereiches
15 wird die Pulverschicht 10 auf die Oberfläche des Substrates 1 gebracht. Bei Verwendung
eines Chrompulvers mit einer mittleren Teilchengrösse von ca. 100 »m, welches aus
der Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung 7 in Richtung der Pfeile 9 auf die Substratoberfläche
gerieselt wird, beträgt die durch loses Pulver gebildete Auflage typischerweise 25
- 50 mg/cm². Der lokale Bereich 15 wird durch Rotation der Auflagevorrichtung 3 zur
und durch die Pulverschicht 10 geführt. Im lokal aufgeschmolzenen Bereich befindliches
flüssiges Material, beispielsweise Kupfer, benetzt hierbei in der Pulverschicht 10
befindliches Pulver bzw. tränkt durch überwiegend wirksame Kapillarkräfte die Pulverschicht
10. Diese Wirkung kann bei Bedarf durch weitere Zusatzstoffe erhöht werden.
[0015] Es entsteht so eine Chrom und Kupfer enthaltende Oberflächenschicht 16, deren zuvor
erläuterter Bildungsmechanismus besonders gut aus den Figuren 2 und 3 zu ersehen ist.
Da der Energiestrom 12 eine vergleichsweise geringe Energiedichte aufweist, wird eine
Überhitzung sowohl der im lokalen Bereich 15 befindlichen Kupferschmelze als auch
des Chrompulvers vermieden. Da das Chrompulver lediglich auf der Oberfläche des Substrates
1 aufliegt, ist nämlich sein Wärmekontakt zum Substrat gering und ein intensiver Energiestrom
würde daher eine extreme Überhitzung hervorrufen. Ein Verdampfen bzw. Verspritzen
von Chrompulver entfällt daher weitgehend.
[0016] Durch Rotation der Auflagevorrichtung 3 oder der Wärmestromquelle 6 und der Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung
7 um die zentral durch den Auflagetisch 3 geführte, vertikal erstreckte Achse 11 sowie
durch zusätzlich radial, vorzugsweise pendelnd, ausgeführte Bewegungen von Wärmestromquelle
6 und Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung 7 kann erreicht werden, dass nahezu die gesamte
Oberfläche des Substrats 1 sukzessive aufgeschmolzen und beschichtet wird.Das Aufschmelzen
des Substrates 1 kann selbstverständlich auch durch eine in einer horizontalen xy-Ebene
erfolgende translatorische Verschiebung ausgeführt werden, wobei beispielsweise die
Wärmestromquelle 6 in x- und y-Richtung zwischen den Kanten des Substrates 1 hin-
und hergeführt wird, und die Auflagefläche 2 etwa in y-Richtung verschoben wird. Hierbei
sollte die Zusatzstoff-Zuführvorrichtung 7 entsprechend ihrer Verschiebung bei rotierendem
Substrat 1 bewegt werden. Nach vollständigem Überfahren der freiliegenden Oberfläche
des Substrates 1 kann auf diese Weise eine ca. 50 - 100 »m dicke Oberflächenschicht
16 erzeugt werden. Diese Schicht zeichnet sich unter anderem auch dadurch aus, dass
wegen des vergleichsweise langsam und grossflächig erfolgenden Aufschmelzens das Substrat
1 und damit auch die Oberflächenschicht 16 weitgehend gasfrei sind.
[0017] Ist der Querschnitt des Energiestromes 12 gering, so kann eine nahezu vollständige
Beschichtung der Oberfläche dadurch erreicht werden, dass etwa die Wärmestromquelle
6 zusätzlich quer zur und/oder in Verschiebungsrichtung des Substrates 1 periodisch
hin und her bewegt wird.
[0018] Durch zyklisches Wiederholen des vorstehend beschriebenen Verfahrensschrittes können
so problemlos Schichtdicken bis zu mehreren Millimetern erzeugt werden. Durch geeignete
Steuerung der Leistung und der Stromdichte des Energiestromes 12, der Aufheizzeit
des lokalen Bereiches 15 und/oder der Menge des zugeführten Zusatzstoffes 8 können
unterschiedliche Schichtdicken und/oder vorgegebene Oberflächenprofile hergestellt
werden. Mit solchermassen hergestellten Kontaktstücken ausgerüstete Vakuumschalter
weisen gegenüber Vakuumschaltern mit vergleichbaren Abmessungen aber mit nach herkömmlichen
Verfahren hergestellten Kontaktstücken wesentlich verbesserte Abschaltleistungen auf.
[0019] Weitere Verbesserungen der Abschaltleistungen können gegebenenfalls noch dadurch
erzielt werden, dass die Oberflächenschicht 16 wenigstens über einen Teil ihrer Aussenfläche
und ausgehend von ihrer Aussenfläche zumindest über einen Teil ihrer Tiefe kurzzeitig
auf eine wesentlich über der Schmelztemperatur des Substrates 1 liegende Temperatur
erwärmt wird.
1. Verfahren zur Herstellung eines oberflächenbeschichteten Bauteils, insbesondere eines
Kontaktstücks für einen Vakuumschalter, aus einem metallischen Substrat (1), und mindestens
einem dem Substrat (1) zugeführten Zusatzstoff (8), bei dem das Substrat (1) an der
Oberfläche mittels eines Energiestromes (12) in mindestens einem lokalen Bereich (15)
aufgeschmolzen und der Zusatzstoff (8) mit aufgeschmolzenem Material des lokalen Bereiches
(15) zusammengeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) vor dem Aufschmelzen
des lokalen Bereiches (15) auf eine erheblich über Raum-, jedoch unter seiner Schmelztemperatur
liegende Temperatur vorgewärmt wird, dass nach dem Vorwärmen an der Substratoberfläche
der lokale Bereich (15) aufgeschmolzen und der Zusatzstoff (8) in Form einer losen
Pulverschicht (10) auf die Substratoberfläche aufgebracht wird, und dass der lokale
durch den Energiestrom aufgeschmolzene Bereich (15) zur und durch die Pulverschicht
(10) geführt und hierbei in der Pulverschicht (10) befindliches Pulver benetzt bzw.
die Pulverschicht (10) getränkt wird mit flüssigem Material aus dem aufgeschmolzenen
lokalen Bereich (15), wodurch das Pulver der Pulverschicht (10) in die Oberfläche
des Substrates (1) eingebunden und die angestrebte Oberflächenschicht (16) gebildet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (1) durch eine
vorzugsweise Elektronen emittierende Wärmestromquelle (6) mit steuerbarer Strahlstromdichte
vorgewärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmestromquelle (6) beim
Vorwärmen des Substrates (1) zunächst mit einer mehrfach höheren Leistung betrieben
wird als beim Beschichten des mindestens einen lokalen Bereiches (15).
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmestromquelle
(6), eine Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung (7) und das Substrat (1) relativ zueinander
verschieblich angeordnet sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebung durch eine
Rotation oder Translation des Substrates (1) ausgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmestromquelle (6) zusätzlich
quer zur und/oder in Verschiebungsrichtung des Substrates (1) periodisch hin und her
bewegt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung
(7) zusätzlich quer zur Verschiebungsrichtung des Substrates (1) periodisch hin und
her bewegt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Bildung
der Oberflächenschicht (16) zur Erhöhung ihrer Dicke Zusatzstoff (8) in Form einer
weiteren Pulverschicht auf die Oberflächenschicht aufgebracht und entsprechend der
zur Oberflächenschicht (16) führenden Pulverschicht (10) behandelt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Leistung und Stromdichte des
Energiestromes (12), Aufheizzeit des lokalen Bereiches (15) und/oder Menge des aufgebrachten
Zusatzstoffes (8) derart gesteuert werden, dass unterschiedliche Dicken der Oberflächenschicht
(16) und/oder vorgegebene Oberflächenprofile herstellbar sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht
(16) wenigstens über einen Teil ihrer Aussenfläche und ausgehend von ihrer Aussenfläche
zumindest über einen Teil ihrer Tiefe kurzzeitig auf eine wesentlich über der Schmelztemperatur
des Substrates (1) liegende Temperatur erwärmt wird.
11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mindestens einer Wärmestromquelle
(6), mindestens einer Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung (7) und mindestens einer Auflagevorrichtung
(3) für das Substrat (1), bei der Wärmestromquelle (6), Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung
(7) und Substrat (1) relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind und die Auflagevorrichtung
(3) eine Auflagefläche (2) für das Substrat (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperatur der Auflagefläche (2) einstellbar ist durch ein Wärme vergleichsweise
schlecht leitendes Teil (17) der Auflagevorrichtung (3), welches zwischen dem Substrat
(1) und einer zu einer Kühlung führenden Stütze (5) der Auflagevorrichtung (3) angeordnet
ist.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit mindestens einer Wärmestromquelle
(6), mindestens einer Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung (7) und mindestens einer Auflagevorrichtung
(3) für das Substrat (1), bei der Wärmestromquelle (6), Zusatzstoff-Zufuhrvorrichtung
(7) und Substrat (1) relativ zueinander verschiebbar angeordnet sind und die Auflagevorrichtung
(3) eine Auflagefläche (2) für das Substrat (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Temperatur der Auflagefläche (2) einstellbar ist durch Änderung des Querschnitts
mindestens einer Wärme von der Auflagefläche (2) zu einer Kühlung führenden Stütze
(5) der Auflagevorrichtung (3).
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auflagevorrichtung (3) drehbar ausgebildet ist.
1. Method for producing a surface-coated component, in particular a contact piece for
a vacuum switch, composed of a metal substrate (1) and at least one additive (8) fed
to the substrate (1), in which the substrate (1) is melted down at the surface in
at least one local region (15) by means of a current (12) of energy and the additive
(8) is brought together with melted down material of the local region (15), characterized
in that before the melting-down of the local region (15) the substrate (1) is preheated
to a temperature which is substantially above room temperature but below its melting
temperature, in that after the preheating the local region (15) is melted down at
the substrate surface and the additive (8) is applied to the substrate surface in
the form of a loose powder layer (10), and in that the local region (15) melted down
by the current of energy is led to and through the powder layer (10) and in the process
powder located in the powder layer (10) is wetted or the powder layer (10) is saturated
with liquid material from the melted down local region (15), as a result of which
the powder of the powder layer (10) is bound into the surface of the substrate (1)
and the targeted surface layer (16) is formed.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the substrate (1) is preheated
by a heat flux source (6), preferably emitting electrons, having a controllable beam
current density.
3. Method according to Claim 2, characterized in that during preheating of the substrate
(1) the heat flux source (6) is firstly operated at a power which is several times
higher than during coating of the at least one local region (15).
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the heat flux source
(6), an additive feed device (7) and the substrate (1) are arranged capable of displacement
relative to one another.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the displacement is carried out
by the rotation or translation of the substrate (1).
6. Method according to Claim 5, characterized in that the heat flux source (6) is additionally
moved to and fro periodically at right angles to and/or in the displacement direction
of the substrate (1).
7. Method according to one of Claims 5 or 6, characterized in that the additive feed
device (7) is additionally moved to and fro periodically at right angles to the displacement
direction of the substrate (1).
8. Method according to one of Claims 1 to 7, characterized in that after formation of
the surface layer (16), for the purpose of increasing its thickness additive (8) is
applied to the surface layer in the form of a further powder layer and treated in
a fashion corresponding to the powder layer (10) leading to the surface layer (16).
9. Method according to Claim 8, characterized in that the power and current density of
the current (12) of energy, the heating time of the local region (15) and/or the quantity
of the additive (8) applied are controlled in such a way that different thicknesses
of the surface layer (16) and/or prescribed surface profiles can be produced.
10. Method according to one of Claims 1-9, characterized in that at least over a part
of its outer surface and, starting from its outer surface, at least over a part of
its depth, the surface layer (16) is heated briefly to a temperature substantially
above the melting temperature of the substrate (1).
11. Device for carrying out the method according to Claim 1, having at least one heat
flux source (6), at least one additive feed device (7) and at least one support device
(3) for the substrate (1), in which the heat flux source (6), additive feed device
(7) and substrate (1) are arranged capable of being displaced relative to one another
and the support device (3) has a support surface (2) for the substrate (1), characterized
in that the temperature of the support surface (2) can be set by a part (17) of the
support device (3) which is a relatively poor conductor of heat and which is arranged
between the substrate (1) and a support (5) of the support device (3) which leads
to cooling.
12. Device for carrying out the method according to Claim 1, having at least one heat
flux source (6), at least one additive feed device (7) and at least one support device
(3) for the substrate (1), in which the heat flux source (6), additive feed device
(7) and substrate (1) are arranged capable of being displaced relative to one another
and the support device (3) has a support surface (2) for the substrate (1), characterized
in that the temperature of the support surface (2) can be set by changing the cross-section
at least of a support (5) of the support device (3) which leads heat from the support
surface (2) for the purpose of cooling.
13. Device according to one of Claims 11 or 12, characterized in that the support device
(3) is constructed to be capable of turning.
1. Procédé de fabrication d'un composant revêtu superficiellement, en particulier d'un
élément de contact pour un interrupteur à vide, en un substrat métallique (1) et au
moins une matière d'addition (8) ajoutée au substrat (1), dans lequel le substrat
(1) est fondu en surface dans au moins une plage locale (15) au moyen d'un faisceau
énergétique (12) et la matière d'addition (8) est combinée à la matière fondue de
la plage locale (15), caractérisé en ce que le substrat (1) est, avant la fusion de
la plage locale (15), préchauffé à une température située nettement au-dessus de la
température ambiante mais en dessous de sa température de fusion, en ce qu'après le
préchauffage la plage locale (15) est fondue à la surface du substrat et la matière
d'addition (8) est déposée sur la surface du substrat sous la forme d'une couche de
poudre (10) libre, et en ce que la plage locale (15) fondue par le faisceau énergétique
est intimement mélangée à la couche de poudre (10) et qu'ainsi la poudre se trouvant
dans la couche de poudre (10) est mouillée respectivement la couche de poudre (10)
est imprégnée avec la matière liquide de la plage locale (15) fondue, la poudre de
la couche de poudre (10) étant ainsi incorporée dans la surface du substrat (1) et
la couche superficielle (16) recherchée étant ainsi formée.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le substrat (1) est préchauffé
par une source de faisceau thermique (6), de préférence émettant des électrons, avec
une densité de faisceau réglable.
3. Procédé suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la source de faisceau thermique
(6) fonctionne lors du préchauffage du substrat (1) d'abord avec une puissance plusieurs
fois plus élevée que lors du revêtement de la au moins une plage locale (15).
4. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la
source de faisceau thermique (6), un dispositif (7) pour ajouter la matière d'addition
et le substrat (1) sont disposés de manière déplaçable l'un par rapport à l'autre.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce que le déplacement est opéré
par une rotation ou une translation du substrat (1).
6. Procédé suivant la revendication 5, caractérisé en ce que la source de faisceau thermique
(6) est en plus déplacée périodiquement en un mouvement de va-et-vient transversalement
à et/ou dans la direction de déplacement du substrat (1).
7. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que
le dispositif (7) pour ajouter la matière d'addition est en plus déplacé périodiquement
en un mouvement de va-et-vient transversalement à et/ou dans la direction de déplacement
du substrat (1).
8. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'après
la formation de la couche superficielle (16), on dépose de la matière d'addition (8)
sous la forme d'une autre couche de poudre sur la couche superficielle en vue d'augmenter
son épaisseur et on la traite d'une manière correspondant à la couche de poudre (10)
conduisant à la couche superficielle (16).
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la puissance et la densité
du faisceau énergétique (12), la durée de chauffage de la plage locale (15) et/ou
la quantité de la matière d'addition (8) déposée sont réglées de telle manière que
l'on puisse réaliser différentes épaisseurs de la couche superficielle (16) et/ou
des profils superficiels prédéterminés.
10. Procédé suivant l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la
couche superficielle (16) est chauffée pendant une courte période, au moins sur une
partie de sa surface extérieure et à partir de sa surface extérieure au moins sur
une partie de sa profondeur, à une température située nettement au-dessus de la température
de fusion du substrat (1).
11. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant la revendication 1 avec au moins
une source de faisceau thermique (6), au moins un dispositif (7) pour ajouter une
matière d'addition et au moins un dispositif de support (3) pour le substrat (1),
dans lequel la source de faisceau thermique (6), le dispositif (7) pour ajouter une
matière d'addition et le substrat (1) sont disposés de manière déplaçable l'un par
rapport à l'autre et où le dispositif de support (3) présente une surface de support
(2) pour le substrat (1), caractérisé en ce que la température de la surface de support
(2) est réglable par une pièce (17) du dispositif de support (3) relativement mauvaise
conductrice de la chaleur, qui est disposée entre le substrat (1) et un appui (5)
du dispositif de support (3) conduisant à un refroidissement.
12. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé suivant la revendication 1 avec au moins
une source de faisceau thermique (6), au moins un dispositif (7) pour ajouter une
matière d'addition et au moins un dispositif de support (3) pour le substrat (1),
dans lequel la source de faisceau thermique (6), le dispositif (7) pour ajouter une
matière d'addition et le substrat (1) sont disposés de manière déplaçable l'un par
rapport à l'autre et où le dispositif de support (3) présente une surface de support
(2) pour le substrat (1), caractérisé en ce que la température de la surface de support
(2) est réglable par variation de la section d'au moins un appui (5) du dispositif
de support (3) conduisant la chaleur de la surface de support (2) à un refroidissement.
13. Dispositif suivant l'une quelconque des revendications 11 ou 12, caractérisé en ce
que le dispositif de support (3) est rotatif.

