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(11) |
EP 0 460 386 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.11.1993 Patentblatt 1993/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.1991 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F04B 43/00 |
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Membran für eine hydraulisch angetriebene Membranpumpe
Membrane for hydraulically driven membrane pump
Membrane pour une pompe à membrane entraînée hydrauliquement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
08.06.1990 DE 4018464
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.12.1991 Patentblatt 1991/50 |
| (73) |
Patentinhaber: LEWA Herbert Ott GmbH + Co. |
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71229 Leonberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Horn, Waldemar, Dipl.-Ing.
W-7251 Wimsheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Zeitler, Giselher, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Zeitler & Dickel
Postfach 26 02 51 80059 München 80059 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 800 018 DE-C- 943 739
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DE-C- 710 320
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Membran für eine hydraulisch angetriebene Membranpumpe
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei derartigen Membranpumpen, die aus Sicherheitsgründen mit einer Membranbruchsignalisierung
ausgestattet sind, ist die Membran üblicherweise aus zwei oder mehr Einzellagen aufgebaut,
um im Fall eines Membranbruchs so schnell wie möglich Kenntnis hierüber zu erhalten
und durch Ergreifen entsprechender Maßnahmen einen Austausch von Förder- und Hydraulikflüssigkeit
zu verhindern. Die schnelle Signalisierung des Membranbruchs wird hierbei durch eine
Verbindung von dem zwischen den Membraneinzellagen gebildeten Membranzwischenraum
zu einer Anzeigevorrichtung ermöglicht.
[0003] Um insbesondere im Saughub ein unerwünschtes Lösen der Einzellagen der Membran voneinander
zu verhindern, ist es erforderlich, die Einzellagen der Membran in geeigneter Weise
anzuordnen und miteinander zu koppeln. In diesem Zusammenhang ist es bereits bekannt
(DE-C-710 320), die Membran aus drei Einzellagen zu bilden, die lose aufeinander liegen.
Dies hat jedoch den Nachteil, daß bei Saugbetrieb eine mangelnde Betriebssicherheit
gegeben ist, da sich die Einzellagen der Membran voneinander lösen können.
[0004] Zur Beseitigung dieses Nachteils ist es schon bekannt (DE-B-12 26 740), den zwischen
zwei Einzellagen der Membran gebildeten Membranzwischenraum zu evakuieren. Diese Maßnahme
gewährleistet zwar eine gewisse Kopplung der Membranlagen, insbesondere im Saugbetrieb.
Jedoch ist der Nachteil gegeben, daß ein großer apparativer Aufwand erforderlich ist,
weil u.a. eine Vakuumpumpe vorgesehen sein und praktisch ständig betrieben werden
muß, um den Membranzwischenraum evakuiert zu halten und die Kopplung zu gewährleisten.
[0005] Der vorerwähnte Nachteil wird bei einer weiteren bekannten Membrananordnung (DE-C-1
800 018) wirkungsvoll dadurch vermieden, daß der zwischen den Einzellagen der Membran
gebildete Membranzwischenraum mit einem Hydraulikmedium gefüllt ist, wobei der Membranzwischenraum
nach außen durch ein Rückschlagventil verschlossen ist, derart, daß das Hydraulikmedium
lediglich nach außen austreten kann. Hierdurch ergibt sich eine einwandfreie hydraulische
Kopplung der Membranlagen im Saughub, wobei gleichzeitig eine mechanische Kopplung
im Druckhub vorliegt. Eine derartige Ausbildung erfordert jedoch eine einwandfreie
Befüllung des Membranzwischenraums mit Hydraulikmedium. Außerdem kann bei großer Ansaughöhe
im Membranzwischenraum Gasbildung auftreten, was zum Leistungsabfall der Pumpe führt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die für eine hydraulisch angetriebene
Membranpumpe vorgesehene Membran der gattungsgemäßen Art derart auszugestalten, daß
mit einfachen Mitteln sowohl im Druckhub als auch im Saughub eine einwandfreie, zuverlässige
Kopplung der Membranlagen in einem von der randseitigen Einspannzone umgebenen Membranbereich
erzielt ist und gleichzeitig mit Sicherheit eine Rißbildung in einer Membranlage sofort
signalisiert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Membran mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren
Ansprüchen beschrieben.
[0008] Der Membran gemäß der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die einzelnen Membranlagen
zur rein mechanischen Kopplung sowohl im Druckhub als auch im Saughub über eine Vielzahl
von Verbindungsflächen unter Bildung von dazwischenliegenden Freiflächen bzw. Freiräumen
miteinander zu verbinden. Um dies praktisch zu erreichen, wäre zwar denkbar, die Membranlagen
miteinander zu verkleben. Jedoch wäre die zwischen den Membranlagen angeordnete Klebschicht
bei hohem Druck großen Scherkräften unterworfen, was zu vorzeitigem Ausfall der Verbindung
führen würde.
[0009] Stattdessen sieht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung vor, daß die Membranlagen
aus Kunststoff, insbesondere aus Fluorkunststoff, bestehen und daß die Verbindungsflächen
durch Verschweißen der Membranlagen gebildet sind. Derartige Fluorkunststoffe ermöglichen
eine kompakte und preisgünstige Pumpenbauform. Vorzugsweise gelangt als Fluorkunststoff
Polytetrafluoräthylen (PTFE) zum Einsatz, das sich durch eine fast uneingeschränkte
Beständigkeit gegen Medien sowie durch gute Flexibilität auszeichnet.
[0010] Reines PTFE läßt sich aufgrund seiner hohen Schmelzviskosität zwar nur schwer verschweißen.
Diesem Umstand läßt sich jedoch wirkungsvoll dadurch begegnen, daß beispielsweise
als Material für die Membranlagen modifizierte PTFE-Sorten verwendet werden, die aus
der Verkaufsinformation VM423, S. 11, der Firma Hoechst AG, Frankfurt, bekannt sind
und gute Schweißeigenschaften aufweisen. Hierbei erfolgt der Schweißvorgang bei etwa
360 bis 390°C.
[0011] Stattdessen ist es auch möglich, zwischen den Membranlagen eine oder mehrere dünne
Zwischenlagen aus Copolymeren mit 90 bis 99,5 Gew.-% PTFE und 0,5 bis 10 Gew.-% Perfluoralkyl-perfluorvinyläther
vorzusehen. Hierbei entsteht die Schweißverbindung unter Druck und Temperatur, wobei
die Temperatur bei 360 bis 390°C liegt, d.h. oberhalb des Schmelzpunktes von PTFE
(325°C).
[0012] Mit derartigen Schweißverbindungen lassen sich Schweißfaktoren von bis zu 1,0 erreichen.
Dies bedeutet, daß die Festigkeit der die jeweilige Verbindungsfläche bildenden Schweißstelle
derjenigen des Grundwerkstoffes entspricht.
[0013] Es ist von Vorteil, wenn die Verbindungsflächen unter Bildung größtmöglicher Freiflächen
bzw. Freiräume so klein wie möglich ausgestaltet sind. Hierbei empfiehlt es sich gleichzeitig,
die Ausgestaltung derart zu treffen, daß die Verbindungsflächen einen geringstmöglichen
Abstand zwischen sich aufweisen. Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Verbindungsflächen
weitgehend gleichmäßig verteilt sind.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Verbindungsflächen entweder als - radial verlaufende
- Verbindungsstreifen auszubilden oder als Verbindungspunkte auszugestalten. In jedem
Fall sind hierbei die einzelnen Verbindungsstellen bzw. -flächen in ihrem Durchmesser
so dimensioniert, daß einerseits eine sichere Verbindung gebildet ist und daß andererseits
Membranrisse, die innerhalb einer Schweißverbindungsstelle entstehen, sich auf den
Bereich außerhalb der Schweißverbindungsstelle ausbreiten, bevor ein durch alle Schichten
durchgehender Riß entsteht. Dadurch ist eine einwandfreie Membranbruchsignalisierung
gewährleistet.
[0015] Im Fall der Ausbildung der Verbindungsstellen als Schweißpunkte lassen sich gute
Ergebnisse erzielen, wenn die Schweißpunkte einen Durchmesser von 3 bis 5 mm aufweisen.
Der Abstand zwischen den Verbindungspunkten, der vorzugsweise ein geringstmögliches
Ausmaß aufweist, soll so gewählt sein, daß die Membranlagen zwischen den Verbindungspunkten
während des Saugvorganges nicht nennenswert voneinander abheben, da sich bei zu großem
Abstand mit zunehmender Saughöhe die Förderleistung der Pumpe vermindern würde. Es
hat sich gezeigt, daß ein günstiger Abstand zwischen den Schweißverbindungspunkten
beispielsweise im Bereich von etwa 10 bis 15 mm liegt.
[0016] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Membran,
die üblicherweise eine randseitige Einspannzone, eine die Förderung aktiv bewirkende
Auslenkzone und eine Biege- oder Übergangszone zwischen Einspannzone und Auslenkzone
aufweist, die Verbindungsflächen ausschließlich in der Auslenkzone angeordnet sind,
derart, daß die Auslenkzone der Membran randseitig einen verbindungsfreien umlaufenden
Bereich, beispielsweise von 5 bis 10 mm Breite, aufweist.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die äußeren Membranlagen
unter Anordnung einer Zwischenlage mechanisch miteinander verbunden sein. Hierbei
ist die Anordnung entweder derart getroffen, daß die Zwischenlage aus einem Trenngewebe
oder einem Trennvlies besteht, bei dem die jeweils vorgesehenen Zwischenräume zusammen
mit den Freiräumen zwischen den Membranlagen den mit der Anzeigevorrichtung in Verbindung
stehenden Membranzwischenraum bilden. Stattdessen ist es auch möglich, als Zwischenlage
eine solche zu verwenden, die aus dem Werkstoff der äußeren Membranlagen besteht und
mit Schlitzen versehen ist. Hierbei bilden dann die Schlitze zusammen mit den Freiräumen
zwischen den Membranlagen den Membranzwischenraum.
[0018] In jedem Fall wird aufgrund der Membran gemäß der Erfindung eine einfache Handhabung
bei der Membranmontage sowie beim Membranwechsel erzielt, da die Membran als Verbundteil
in der Handhabung sehr einfach ist und keinerlei gesonderten Aufwand zu ihrer Inbetriebnahme
erfordert. Die zwischen den Membranlagen vorgesehene rein mechanische Kopplung funktioniert
im Saughub auf Dauer störungsfrei, und zwar unabhängig von den jeweiligen Betriebsparametern.
Hierbei haben hohe Betriebstemperaturen, z.B. 150°C, und hohe Drücke, z.B. 350 bar,
auf die erfindungsgemäß vorgesehene Verbindung keinerlei Einfluß. Schließlich ist
auch zwischen den einzelnen Membranlagen jegliche Relativbewegung unterbunden, so
daß somit kein Reibverschleiß auftritt.
[0019] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- im Querschnitt eine mit der erfindungsgemäßen Membran ausgestattete, hydraulisch angetriebene
Membranpumpe;
- Fig. 2
- die Membran gemäß der Erfindung schematisch in Draufsicht sowie
- Fig. 3
- im Querschnitt;
- Fig. 4
- im Querschnitt das randseitige Detail der Membran gemäß Fig. 3 in vergrößertem Maßstab;
- Fig. 5
- eine abgewandelte Ausführungsform der Membran in teilweise geschnittener Draufsicht
und
- Fig. 6
- im Querschnitt;
- Fig. 7
- eine weitere abgewandelte Ausführungsform der Membran mit als Verbindungsstreifen
ausgestalteten Verbindungsflächen schematisch in Draufsicht und
- Fig. 8
- im Querschnitt sowie
- Fig. 9
- im Querschnitt eine weitere abgewandelte Ausführungsform der Membran.
[0020] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die dargestellte hydraulisch angetriebene Membranpumpe
eine noch näher zu beschreibende Membran 1 auf. Diese ist mit einer randseitigen Einspannzone
A versehen, an der sie zwischen einem Pumpengehäuse 2 sowie einem hieran stirnseitig
lösbar festgelegten Pumpendeckel 3 eingespannt ist. Die Membran 1 trennt einen Förderraum
4 von einem mit Hydraulikflüssigkeit gefüllten Druckraum 5. Letzterer steht über mehrere
gehäuseseitige axiale Bohrungen 6 mit einem Hydraulikraum 7 in Verbindung. Die dargestellte
Membranpumpe weist einen hydraulischen Membranantrieb in Form eines oszillierenden
Verdrängerkolbens 8 auf, der im Pumpengehäuse 2 abgedichtet zwischen dem Hydraulikraum
7 und einem Vorratsraum 9 für die Hydraulikflüssigkeit verschiebbar ist.
[0021] Wie ersichtlich, wird der Druckraum 5 einerseits durch die Membran 1 sowie andererseits
durch eine hintere kolbenseitige Kalotte 10 begrenzt. Die Membran 1 liegt dieser hinteren
Begrenzungskalotte 10 am Ende des Saughubes an.
[0022] Der Pumpendeckel 3, in dem auch eine vordere Begrenzungskalotte 11 gebildet ist,
weist in der üblichen Weise ein Einlaßventil 12 sowie ein Auslaßventil 13 auf. Diese
beiden Ventile 12, 13 stehen über einen Einlaßkanal 14 sowie einen Auslaßkanal 15
derart mit dem Förderraum 4 in Verbindung, daß das Fördermedium bei dem nach rechts
gemäß Fig. 1 erfolgenden Saughub des Verdrängerkolbens 8 und damit der Membran 1 in
Pfeilrichtung über das Einlaßventil 12 und den Einlaßkanal 14 in den Förderraum 4
angesaugt wird. Bei dem nach links gemäß Fig. 1 erfolgenden Druckhub der Membran 1
wird dann das Fördermedium über den Auslaßkanal 15 und das Auslaßventil 13 in Pfeilrichtung
dosiert aus dem Förderraum 4 herausgedrückt.
[0023] Um am Ende des Saughubs eine Überlastung der Membran 1 sowie das Auftreten von Kavitation
zu verhindern, ist im Pumpengehäuse 2 ein übliches federbelastetes Schnüffelventil
16 vorgesehen, das über Kanäle 17, 18 mit einer der axialen Bohrungen 6 bzw. mit dem
Vorratsraum 9 in Verbindung steht und somit - einstellbar - bei einer zu großen Saughubwirkung
des Verdrängerkolbens 8 die Verbindung zwischen dem Vorratsraum 9 und dem Druckraum
5 bzw. dem Hydraulikraum 7 öffnet.
[0024] Die Membran 1 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Zweilagenmembran mit
zwei Einzellagen 20, 21 ausgestaltet, zwischen denen ein Membranzwischenraum 19 gebildet
ist. Dieser Membranzwischenraum 19 dient im Fall eines Bruchs einer der Membranlagen
20, 21 zur schnellen Membranbruchsignalisierung, und zwar mittels einer entsprechenden
Anzeigevorrichtung 22, die mit dem Membranzwischenraum 19 in Verbindung steht. Zu
diesem Zweck sind die einzelnen Membranlagen 20, 21 in ihrer randseitigen Einspannzone
A durch einen Ring 23 auf Abstand gehalten, wie gleichfalls deutlich aus Fig. 4 ersichtlich.
Dieser Ring 23 ist mit einem oder mehreren Kanälen 24 versehen, welche die Verbindung
zwischen dem Membranzwischenraum 19 und dem Innern der Membranbruchanzeigevorrichtung
22 herstellen.
[0025] Diese Anzeigevorrichtung 22 ist beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Membrandruckschalter
ausgebildet, der anspricht, sobald sich beim Bruch einer der Membranlagen 20, 21 der
Flüssigkeitsdruck - entweder vom Förderraum 4 oder vom Druckraum 5 - in den Membranzwischenraum
19 und von da aus zum Membrandruckschalter 22 fortpflanzt. Durch eine entsprechend
angeschlossene akustische Anzeige 25 und/oder eine optische Anzeige 26 kann dann der
Membranbruch ferngemeldet werden.
[0026] Wie im einzelnen aus Fig. 2 - 4 ersichtlich, sind die Einzellagen 20, 21 der Membran
1 über eine Vielzahl von Verbindungsflächen in Form von Verbindungspunkten 27 unter
Bildung von dazwischenliegenden Freiflächen bzw. Freiräumen miteinander verbunden,
derart, daß sowohl im Druckhub als auch im Saughub der Membran 1 eine rein mechanische
Kopplung vorliegt. Diese Verbindungspunkte sind in der schon erwähnten Weise durch
Verschweißen der Membranlagen 20, 21 gebildet, wobei die Membran zu diesem Zweck aus
geeignetem Fluorkunststoff in der ebenfalls bereits beschriebenen Weise besteht. Die
Verbindungspunkte 27 sind in einem von der randseitigen Einspannzone A umgebenen Membranbereich
angeordnet, der die aktive Auslenkzone B der Membran 1 darstellt und mittels einer
Biege- oder Übergangszone C mit der Einspannzone A verbunden ist. Da diese Übergangszone
C durch die Membranbewegung am stärksten belastet ist, ist dieser Bereich vorteilhafterweise
überhaupt nicht durch Verbindungspunkte 27 beeinträchtigt. Stattdessen weisen die
jeweils am weitest außen liegenden Verbindungspunkte 27, wie aus Fig. 2 ersichtlich,
einen gewissen Mindestabstand, beispielsweise 5 - 10 mm, zur Übergangszone C auf.
[0027] Die Verbindungspunkte 27 weisen einen Durchmesser von beispielsweise 3 - 5 mm auf,
sind weitgehend gleichmäßig verteilt und besitzen einen geringstmöglichen Abstand
zwischen sich, beispielsweise 10 - 15 mm, wobei gleichzeitig aber gewährleistet sein
muß, daß die zwischen den Verbindungspunkten 27 gebildeten Freiräume den Membranzwischenraum
19 bilden.
[0028] Bei der aus Fig. 5 und 6 ersichtlichen abgewandelten Ausführungsform der Membran
1 sind die äußeren Membranlagen 20, 21 unter Anordnung einer Zwischenlage 28 mittels
der Verbindungspunkte 27 mechanisch miteinander verbunden. Bei dieser Ausführungsform,
die sich insbesondere für Niederdruckanwendungen der Membranpumpe eignet, ist die
Zwischenlage 28 aus dem Werkstoff der Membranlagen 20, 21 hergestellt und mit Schlitzen
29 versehen, die beispielsweise in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise verlaufen. Diese
Schlitze 29 weisen eine mindestens der Breite der Einspannzone A entsprechende Länge
auf. Es bilden somit die in der Zwischenlage 28 vorgesehenen Schlitze 29 zusammen
mit den zwischen den Verbindungspunkten 27 gebildeten Freiräumen Kanäle, welche die
Verbindung von der aktiven Auslenkzone B durch die Einspannzone A nach außen, z.B.
zur Membranbruchanzeigevorrichtung 22, herstellen.
[0029] Bei dieser Ausführungsform kann der Sandwichaufbau der Membran 1 in größeren Abmessungen
als Halbzeug hergestellt bzw. erreicht werden. Die einzelnen Membranlagen 20, 21 sowie
auch die Zwischenlage 28 lassen sich durch einfaches Ausstanzen fertigen, so daß insgesamt
eine einfache Herstellung gewährleistet ist.
[0030] Bei der weiterhin abgewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 7 und 8 sind die Verbindungsflächen
nicht in Form von Verbindungspunkten, sondern als Verbindungsstreifen 30 ausgestaltet,
die in der dargestellten Weise radial verlaufen und ebenfalls sowohl im Druckhub als
auch im Saughub der Membran 1 eine rein mechanische Kopplung der Membranlagen 20,
21 bewirken.
[0031] Wie schließlich aus der weiterhin abgewandelten Ausführungsform gemäß Fig. 9 ersichtlich,
sind hier die beiden Membranlagen 20, 21 der Membran 1 ebenfalls durch eine Zwischenlage
31 auf Abstand gehalten. Diese Zwischenlage 31 besteht aus einem Trenngewebe oder
einem Trennvlies, das mit seinen Zwischenräumen ein Kanalsystem zwischen den Membranlagen
20, 21 bildet. Bei einem Membranbruch kann sich der Flüssigkeitsdruck äußerst schnell
in Richtung der Membranbruchanzeigevorrichtung 22 fortpflanzen, so daß auch der Membranbruch
schnellstmöglich angezeigt wird. Wie dargestellt, sind die Membranlagen 20, 21 über
Verbindungspunkte 27 - ähnlich wie bei den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 oder 5 -
miteinander verbunden.
1. Membran für eine hydraulisch angetriebene Membranpumpe, die mit einer Vorrichtung
zur Anzeige eines Membranbruchs versehen ist, wobei die randseitig zwischen Pumpengehäuse
und Pumpendeckel eingespannte Membran aus wenigstens zwei Einzellagen besteht, zwischen
denen ein Membranzwischenraum gebildet ist, der mit der Anzeigevorrichtung in Verbindung
steht,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Membranlagen (20,21 ) in einem von der randseitigen Einspannzone
umgebenen Membranbereich zur rein mechanischen Kopplung sowohl im Druckhub als auch
im Saughub über eine Vielzahl von Verbindungsflächen (27,30) unter Bildung von dazwischenliegenden
Freiflächen bzw. Freiräumen miteinander verbunden sind.
2. Membran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranlagen (20,21 ) aus
Kunststoff, insbesondere aus Fluorkunststoff, bestehen und daß die Verbindungsflächen
(27,30) durch Verschweißen der Membranlagen (20,21) gebildet sind.
3. Membran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
(27,30) unter Bildung größtmöglicher Freiflächen bzw. Freiräume so klein wie möglich
ausgestaltet sind.
4. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
(27,30) einen geringstmöglichen Abstand zwischen sich aufweisen.
5. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
(27,30) weitgehend gleichmäßig verteilt sind.
6. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
als Verbindungspunkte (27) ausgebildet sind.
7. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflächen
als Verbindungsstreifen (30) ausgebildet sind, die radial verlaufen.
8. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 7, die eine randseitige Einspannzone (A), eine
die Förderung aktiv bewirkende Auslenkzone (B) und eine Übergangszone (C) zwischen
Einspannzone und Auslenkzone aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsflächen (27,30) ausschließlich in der Auslenkzone (B) angeordnet
sind, derart, daß die Auslenkzone (B) der Membran (1) randseitig einen verbindungsfreien
umlaufenden Bereich, beispielsweise von 5 - 10 mm Breite, aufweist.
9. Membran nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Membranlagen
(20,21) unter Anordnung einer Zwischenlage (28,31) mechanisch miteinander gekoppelt
sind.
10. Membran nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (28) aus dem
Werkstoff der äußeren Membranlagen (20,21) besteht und mit Schlitzen (29) versehen
ist, die zusammen mit den Freiräumen zwischen den Membranlagen (20,21) den mit der
Anzeigevorrichtung (22) in Verbindung stehenden Membranzwischenraum bilden.
11. Membran nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenlage (31) aus einem
Trenngewebe oder einem Trennvlies besteht.
1. A diaphragm for a hydraulically driven diaphragm pump, which is provided with a device
for indicating a fracture of the diaphragm, wherein the diaphragm, which is clamped
at its periphery between pump housing and pump cover, is composed of at least two
single layers between which is formed an intermediate diaphragm space which is in
communication with the indicating device, characterized in that the individual diaphragm
layers (20,21) in an area of the diaphragm enclosed by the perhiperal clamping zone,
for purely mechanical coupling, both in the pressure stroke and also in the suction
stroke, are connected together via a plurality of connecting areas (27,30) forming
intermediately situated free surfaces or free spaces.
2. A diaphragm as claimed in Claim 1, characterized in that the diaphragm layers (20,21)
are composed of plastics, especially fluoroplastic, and in that the connecting areas
(27,30) are formed by welding of the diaphragm layers (20, 21).
3. A diaphragm as claimed in Claim 1 or 2, characterized in that the connecting areas
(27,30) are designed to be as small as possible, the largest possible free surfaces
or free spaces being formed.
4. A diaphragm as claimed in one of Claims 1 to 3, characterized in that the connecting
areas (27,30) have the smallest possible spacing between them.
5. A diaphragm as claimed in one of Claims 1 to 4, characterized in that the connecting
areas (27,30) are completely uniformly distributed.
6. A diaphragm as claimed in one of Claims 1 to 5, characterized in that the connecting
areas are designed as connecting points (27).
7. A diaphragm as claimed in one of Claims 1 to 5, characterized in that the connecting
areas are designed as connecting strips (30) which run radially.
8. A diaphragm as claimed in one of Claims 1 to 7, which has a clamping zone (A) at the
periphery, a deflecting zone (B) which actively brings about delivery, and a transition
zone (C) between the clamping zone and deflecting zone, characterized in that the
connecting areas (27,30) are arranged exclusively in the deflecting zone (B), in such
a way that the deflecting zone (B) of the diaphragm (1) has a connection-free encircling
area, for example, from 5 to 10 mm wide, at the edge.
9. A diaphragm as claimed in one Claims 1 to 8, characterized in that the outer diaphragm
layers (20,21) are mechanically coupled together, an intermediate layer (28 and 31)
being formed.
10. A diaphragm as claimed in Claim 9, characterized in that the intermediate layer (28)
is composed of the material of the outer diaphragm layers (20,21) and is provided
with slots (29), which together with the free spaces between the diaphragm layers
(20,21), form the diaphragm intermediate space which is in communication with the
display device (22).
11. A diaphragm as claimed in Claim 9, characterized in that the intermediate layer (31)
is composed of a dividing fabric or a dividing fleece.
1. Diaphragme pour une pompe à diaphragme à commande hydraulique pourvue d'un dispositif
de signalisation de rupture du diaphragme, le diaphragme serré, du côté du bord, entre
le carter de pompe et le couvercle de pompe, se composant d'au moins deux couches
individuelles entre lesquelles est défini un espace intermédiaire de diaphragme relié
à un dispositif de signalisation, caractérisé en ce que les couches de diaphragme
individuelles (20, 21) sont reliées entre elles, dans une zone de diaphragme entourée
par la zone de serrage prévue du côté du bord, par plusieurs surfaces de liaison (27,
30), définissant entre elles des surfaces ou espaces libres, en vue d'un accouplement
purement mécanique aussi bien pendant la course de compression que pendant la course
d'aspiration.
2. Diaphragme selon la revendication 1, caractérisé en ce que les couches de diaphragme
(20, 21) se composent de matière synthétique, notamment de matière synthétique fluorée,
et en ce que les surfaces de liaison (27, 30) sont formées par soudage des couches
de diaphragme (20, 21).
3. Diaphragme selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les surfaces de liaison
(27, 30) ont une configuration aussi petite que possible en définissant des surfaces
ou espaces libres aussi grands que possible.
4. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les surfaces
de liaison (27, 30) présentent entre elles un écartement minimum.
5. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les surfaces
de liaison (27, 30) sont réparties de façon très régulière.
6. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les surfaces
de liaison sont conçues comme des points de liaison (27).
7. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les surfaces
de liaison sont conçues comme des bandes de liaison radiales (30).
8. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 7, qui possède une zone de serrage de
bord (A), une zone de déviation (B) qui entraîne de façon active l'alimentation, et
une zone de transition (C) entre la zone de serrage et la zone de déviation, caractérisé
en ce que les surfaces de liaison (27, 30) sont disposées exclusivement dans la zone
de déviation (B), de sorte que la zone de déviation (B) du diaphragme (1) possède,
sur son bord, une zone circulaire sans liaison, de 5 à 10 mm de large, par exemple.
9. Diaphragme selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les couches
de diaphragme extérieures (20, 21) sont accouplées mécaniquement entre elles moyennant
l'adjonction d'une couche intermédiaire (28, 31).
10. Diaphragme selon la revendication 9, caractérisé en ce que la couche intermédiaire
(28) se compose de la matière des couches de diaphragme extérieures (20, 21) et est
pourvue de fentes (29) qui définissent, avec les espaces libres prévus entre les couches
de diaphragme (20, 21), l'espace intermédiaire de diaphragme relié au dispositif de
signalisation (22).
11. Diaphragme selon la revendication 9, caractérisé en ce que la couche intermédiaire
(31) se compose d'un tissu de séparation ou d'un non-tissé de séparation.