| (19) |
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(11) |
EP 0 460 490 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.1994 Patentblatt 1994/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.05.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B07B 7/083 |
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Sichter
Air classifier
Séparateur pneumatique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE DK FR |
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Priorität: |
08.06.1990 DE 4018361 12.04.1991 DE 4112018
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.12.1991 Patentblatt 1991/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Fischer-Helwig, Frank
W-5000 Köln 21 (DE)
- Süssegger, Albert
W-5060 Bergisch Gladbach (DE)
- Wolter, Albrecht, Dr.
W-5000 Köln 1 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 250 747 DE-A- 3 838 871 GB-A- 2 176 426
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DE-A- 3 038 625 FR-A- 2 597 766
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- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED SectionCh, Week 9106, 27. März 1991, Derwent Publications
Ltd., London, GB; Class D, AN 91-042163/06
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stabkorbsichter zum Sichten von körnigem Gut in wenigstens
drei Fraktionen, bestehend aus einem im wesentlichen vertikal angeordneten Gehäuse
mit Sichtluftzuführung und Sichtgutzuführung, mit im Gehäuse konzentrisch angeordneten
Sichterrädern sowie mit Sichtluftabführung und Austrägen für das Feingut und das Grobgut.
[0002] Ein bekannter Sichter der eingangs genannten Art (EP-A-0 250 747) weist einen oberen
Vorsichtungsraum mit einem rotierenden Stabkorb und einen sich nach unten anschließenden
unteren Nachsichtungsraum ebenfalls mit einem rotierenden Stabkorb auf, wobei die
Drehachsen beider Stabkörbe ineinanderliegen. Aus dem von oben dem Sichter aufgegebenen
Aufgabegut wird im Vorsichtungsraum mit dem oberen Stabkorb das Feingut im wesentlichen
koaxial zusammen mit der Sichtluft abgesaugt, und das restliche Gutmaterial wird in
den separaten unteren Nachsichtungsraum mit dem unteren Stabkorb eingeführt und dort
in Grobgut und Mittelgut getrennt. Der bekannten Sichter ist zwar in der Lage, ein
Gutmaterial in drei Kornfraktionen zu sichten, jedoch wird dieses Ergebnis durch die
Hintereinanderschaltung eines oberen Stabkorbsichters (Vorsichters) und eines unteren
Stabkorbsichters (Nachsichters) erreicht, so daß der bekannte Sichter durch eine große
Bauhöhe characterisiert ist. Eine Trennung des Aufgabegutes gar in vier Kornfraktionen
wäre mit der bekannten Sichterkonstruktion schon nicht mehr denkbar bzw. praktisch
nicht mehr realisierbar. Außerdem müssen beim bekannten Sichter sowohl der obere Vorsichter
als auch der separate untere Nachsichter jeweils mit eigenen Sichtluftzuführungsgehäusen
einschließlich Sichtluftregulierorganen ausgestattet sein, was zur Aufwendigkeit der
bekannten Sichterkonstruktion beiträgt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stabkorbsichter zu schaffen, der
durch eine kompakte Bauweise ausgezeichnet ist, und der trotzdem die Sichtung eines
Aufgabegutes in sogar auch mehr als drei Kornfraktionen bei hohem Ausbringen und scharfer
Trennung der jeweils gewünschten Kornfraktionen voneinander zuläßt.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Maßnahmen des Kennzeichnungsteils
des Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, daß die Sichterräder gemäß der Erfindung im Gehäuse
mit Abstand konzentrisch ineinandergeschachtelt sind, so daß sie nacheinander von
der Sichtluft durchströmt werden, wird bei gleich hohem Ausbringen und scharfer Trennung
der jeweils gewünschten Kornfraktionen, wie beim vorhin genannten Sichter, eine erhebliche
Reduzierung des Sichters in seiner Bauhöhe erreicht. Ferner wird durch diese erfindungsgemäße
Ausbildung des Sichters die Betriebsweise des Sichters wesentlich vereinfacht und
Energie eingespart.
[0005] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Sichterräder
im Gehäuse getrennt und unabhängig voneinander antreibbar gelagert. Dies ermöglicht
den Antrieb der Sichterräder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und/oder mit
untereinander entgegengesetzten Drehrichtungen und damit eine optimale Einstellung
des Sichters auf das jeweils zu sichtende Gut.
[0006] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist am äußeren Sichterrad oben
ein Gutverteilerteller angeordnet, der mit dem Aufgabegut von oben beschickt wird.
Mit Hilfe des Gutverteilertellers wird nicht nur eine über den Umfang besonders gleichmäßige
Verteilung und Beschickung des Sichtluftstromes mit dem Aufgabegut erreicht, sondern
es erfolgt hierbei auch eine Auflockerung und Desagglomerierung des Aufgabegutes,
was sich besonders günstig auf den Sichteffekt auswirkt.
[0007] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist unterhalb der
Sichterräder am Gehäuse wenigstens eine weitere Sichtluftleitung angeschlossen, die
von unten in den jeweils zwischen den Sichterrädern befindlichen freien Raum mündet.
Auf diese Weise kann die jeweils aus dem Hauptsichtluftstrom nach unten hin austretende
Kornfraktion durch Zuführung von sekundärer Sichtluft von unten durch die unterhalb
der Sichterräder am Gehäuse angeordnete Sichtluftleitung einer Nachsichtung unterzogen
und dadurch die Trennschärfe verbessert werden.
[0008] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Erläuterung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0009] Es zeigt:
- Fig. 1:
- einen Stabkorbsichter ohne Gutverteilerteller gemäß der Erfindung im Längsschnitt.
- Fig. 2:
- einen Stabkorbsichter mit Gutverteilerteller gemäß der Erfindung im Längsschnitt und
teils in Perspektive.
[0010] Wie Fig. 1 zeigt, besteht der Sichter zum Sichten von körnigem Gut aus einem im wesentlichen
senkrecht stehenden Gehäuse (1) mit darin konzentrisch ineinandergeschachtelt und
mit Abstand voneinander drehbar angeordneten Sichterrädern (2, 3, und 4). Das innere
Sichterrad (2) ist hierbei mit einer zentralen Antriebswelle (5) fest verbunden und
die äußeren Sichterräder (3 und 4) sind auf diesem, wie auch untereinander, mittels
Stützlager (6 und 7) drehbeweglich abgestützt. Ferner sind die Sichterräder (3 und
4) mit Hohlwellen (8 und 9) verbunden, die ihrerseits gegenüber der zentralen Welle
(5) und untereinander in Lagern (10 und 11) rotationsbeweglich gehalten sind. Diese
erfindungsgemäße Anordnung und Lagerung der Sichterräder (2, 3 und 4) untereinander
ermöglicht sehr vorteilhaft einen voneinander unabhängigen Antrieb der Sichterräder
(2, 3 und 4).
[0011] Die Sichterräder (2, 3, und 4) sind sehr vorteilhaft mit Stabkörben (12, 13 und 14)
ausgerüstet, deren Öffnungen zwischen den in der Zeichnung nicht näher dargestellten
Stäben für den Durchtritt der Sichtluft vom jeweils äußeren Stabkorb zum jeweils inneren
benachbarten Stabkorb abnehmend ausgebildet sind. Ein Ausgleich für die bei gleicher
Länge der Sichterräder von außen nach innen abnehmende Durchtrittsfläche für die Sichtluft
kann durch von außen nach innen zunehmende Länge der Sichträder geschaffen werden,
so daß die Durchtrittsgeschwindigkeit der Sichtluft bei allen Sichträdern entweder
annähernd gleich bleibt oder sogar noch abnimmt. Für denselben Zweck kann auch die
Dicke der Korbstäbe von Sichtrad zu Sichtrad nach innen abnehmend variiert werden.
Seitlich oben am Gehäuse (1), und zwar in Höhe des äußeren Sichterrades (4), ist für
die Sichtluftzuführung eine in das Sichtergehäuse (1) mündende Leitung (15) mit darin
an sich bekannten, nicht näher dargestellten, jalousieartig einstellbaren Luftleitelementen
angeordnet, während für die Sichtluftabführung aus dem Sichter eine Leitung (16) unterhalb
des innersten Sichterrades (2) vorgesehen ist. Ferner sind oben am Sichtergehäuse
Öffnungen (17) für die Zuführung des zu sichtenden Gutes und im unteren Bereich unmittelbar
unterhalb der Sichterräder (2, 3 und 4) schräg nach unten außen verlaufende Kanäle
(18, 19 und 20) für den Austrag der im Sichter voneinander getrennten Kornfraktionen
angeordnet. Die innere lichte Weite der Kanäle (18 und 19) ist hierbei genau auf den
jeweils zwischen den Stabkörben (12, 13 und 14) befindlichen Abstand bzw. freien Ringraum
abgestellt, so daß jegliche Vermischung zwischen den bereits aus dem Sichtluftstrom
ausgeschiedenen und voneinander getrennten Kornfraktionen mit Sicherheit vermieden
wird.
[0012] Im Betrieb dieses in Fig. 1 dargestellten Sichters gemäß der Erfindung werden die
Sichterräder (2, 3 und 4) über eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Antriebsvorrichtung,
die mit den Wellen (5, 8 und 9) in Verbindung steht, in Umdrehungen versetzt. Anschließend
wird durch die Leitung (15) Sichtluft dem Sichter zugeführt und das jeweils zu sichtende
Gut dem Sichter in Pfeilrichtung (21) von oben durch die Öffnungen (17) aufgegeben.
Im Sichter wird das gesichtete Gut vom Sichtluftstrom erfaßt und von diesem in Pfeilrichtung
(22) mitgenommen, wobei es aufgrund der nach innen zunehmenden Umlaufgeschwindigkeit
der Stabkörbe (14, 13) sowie des Stabkorbes (12) zur Trennung des Aufgabegutes in
drei Fraktionen, nämlich in Grobgut (Pfeil 23), Mittelgut (Pfeil 24) und Feingut (Pfeil
25) kommt, die nach unten in die Kanäle (20, 19 und 18) fallen und getrennt voneinander
aus dem Sichter abgeführt werden. Das von der Sichtluft hierbei mit in das Innere
des Stabkorbes (12) transportierte und von dort über die Leitung (16) nach außen abgeführte
Gut stellt als vierte Fraktion die feinste Fraktion dar, die in einer geeigneten separaten
Einrichtung, z. B. Filter oder Zyklon, von der Sichtluft getrennt und auf diese Weise
gewonnen werden kann.
[0013] Ferner ist hierbei am Gehäuse (1) des Sichters, und zwar unterhalb der Leitung (15)
eine weitere Sichtluftleitung (26) angeschlossen, von der mit Ventilen versehene Zweigleitungen
(27, 28, 29) in die Kanäle (18, 19, 20) führen. Durch diese Zweigleitungen (27, 28,
29) kann mit Hilfe der Ventile je nach Bedarf in die Kanäle (18, 19, 20) mehr oder
weniger zusätzliche sekundäre Sichtluft eingeführt werden, die dann entgegen den nach
unten fallenden Fraktionen (23, 24, 25) nach oben in den jeweils zwischen den Sichterrädern
(2, 3, 4) befindlichen freien Raum strömt, von wo sie zusammen mit dem Sichtluftstrom
(22) in das Innere des Stabkorbes (12) gelangt und von dort über die Leitung (16)
mit nach außen abgeführt wird. Die hierbei jeweils im Sichter ausgeschiedene und nach
unten fallende Fraktion (23, 24, 25) wird durch die von unten nach oben strömende
sekundäre Sichtluft sehr vorteilhaft einer Nachsichtung unterzogen, wobei noch etwaiges
Fehlkorn, das sich in der nach unten fallenden Fraktion (23, 24, 25) befindet, mit
Sicherheit erfaßt und von der Fraktion getrennt wird. Die Trennschärfe des Sichters
kann auf diese Weise erheblich verbessert werden.
[0014] Wie Fig. 2 zeigt, ist am äußeren Sichterrad (4) oben ein Gutverteilerteller (30)
angeordnet, der von oben mit dem zu sichtenden Aufgabegut (Pfeil 31) beschickt wird.
Vom Verteilerteller (30) wird das Aufgabegut erfaßt und etwa radial nach außen abgeschleudert.
Das vom Verteilerteller (30) nach außen geschleuderte Aufgabegut trifft hierbei auf
einen im Sichtergehäuse (1) mit Abstand vom Verteilerteller (30) angeordneten Prallring
(32), von dem es in Pfeilrichtung (33) nach unten hin in den Sichtluftstrom (22) fällt.
Durch den Aufprall des Gutes am Prallring (32), der sehr vorteilhaft aus hochverschleißfestem
Material besteht, oder innen mit einer hochverschleißfesten Schutzschicht versehen
sein kann, werden die im Aufgabegut eventuell noch vorhandenen Agglomerate oder gröberen
Gutstücke zerkleinert bzw. desagglomeriert, bevor sie in den Sichtluftstrom (22) gelangen.
Zur Unterstützung der Zerkleinerung bzw. Desagglomerierung von im Aufgabegut vorhandenen
Gutstücken und/oder Agglomeraten kann der Verteilerteller (30) im äußeren Bereich
oben zusätzlich mit an sich bekannten Schleuderflügeln oder Schlagelementen ausgestattet
werden. Das auf diese Weise vorbehandelte Aufgabegut gelangt in den Zwischenraum zwischen
den Sichtluftleitelementen (34) und den Leitelementen bzw. Stäben des Stabkorbes (14)
des äußeren Sichterrades (4), wo es vom Sichtluftstrom (Pfeile 22) erfaßt und von
diesem in Pfeilrichtung (22) nach innen mitgenommen und dabei in der oben bereits
in Verbindung mit dem Sichter gemäß Fig. 1 geschilderten Betriebsweise in drei Fraktionen
voneinander getrennt wird. Da sich der in Fig. 2 dargestellte Sichter in seinen übrigen
Bauelementen, insbesondere hinsichtlich der Ausbildung und Anordnung der Sichterräder
(2, 3, 4), des Antriebes, der Sichtluftzu- und Abführung sowie der Zuführung von Primär-
und Sekundärluft von dem in Fig. 1 dargestellten Sichter nicht unterscheidet, wurden
der Einfachheit halber auch diese in Fig. 2 dargestellten und somit identischen Bauelemente
und Antriebe mit ebendenselben Bezugsziffern versehen.
[0015] Der Antrieb der Sichterräder (2, 3, 4) erfolgt bei den in den Figuren 1 und 2 dargestellten
Sichtern von oben. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Antrieb der Sichterräder
von unten, oder aber insbesondere bei einem Sichter mit nur zwei Sichterrädern ein
Sichterrad von oben und das zweite Sichterrad von unten anzutreiben. Auch zumindest
die Sichtluftabführung (16) kann dann in diesem Zusammenhang nach obenhin verlegt
werden bzw. nach oben aus dem Sichter erfolgen. Darüber hinaus kann es gegebenenfalls
auch zweckmäßig sein, den Austrag der mittleren Fraktion (Pfeil 24) und/oder den Austrag
der feinen Fraktion (Pfeil 25) durch Abzug eines Teilluftstromes vorzunehmen.
[0016] Im übrigen kann der Sichter gemäß der Erfindung auch vorteilhaft als sogenannter
Zweischnittsichter bei der Teilfertigmahlung von Zementklinker eingesetzt und betrieben
werden. Hierzu wird beispielsweise der in einer Hochdruck-Walzenpresse zu Schülpen
gepreßte und anschließend desagglomerierte, zerkleinerte Zementklinker dem in Fig.
2 dargestellten Sichter von oben in Pfeilrichtung (31) aufgegeben. Die im Sichter
anfallende erste Fraktion, nämlich das Grobgut (Pfeil 23) wird in die Hochdruck-Walzenpresse
zurückgeführt, während das Mittelgut (Pfeil 24) einem Nachmahlaggregat z. B. Kugelmühle
aufgegeben und in diesem entsprechend nachzerkleinert wird. Das nachgemahlene Gut
wird dann entweder dem Sichter von oben (Pfeil 35) durch entsprechende Öffnungen (36,
37) im Sichtergehäuse und Gutverteilerteller (30) aufgegeben und in den von der Sichtluft
durchströmten freien Raum zwischen den Sichterrädern (3) und (4) eingeführt und darin
gesichtet oder direkt dem Fertiggut zugemischt. Die aus dem Sichtluftstrom nach unten
fallende Kornfraktion (Pfeil 25), die aus dem Kanal (18) nach außen abgeführt wird,
stellt dann die zweite Fraktion, nämlich das Fertigprodukt dar. Eine dritte, von der
Sichtluft durch die Korbstäbe des Sichterrades (2) nach innen getragene Feinstfraktion
wird dann als drittes Fertigprodukt über die Sichtluftabführung (16) ausgetragen.
Bei einem Sichter mit nur zwei Sichterrädern wird die zweite Fraktion als Fertigprodukt
mit dem Sichtluftstrom aus dem Sichter ausgetragen und in einem an den Sichter angeschlossenen
Abscheider (Filter) von der Sichtluft getrennt. Um zu vermeiden, daß von einem Sichteraufgabegut
Anteile vom Gutverteilerteller (30) nach außen abgeschleudert werden, ist auf dem
Gutverteilerteller (30) hinter den Öffnungen (37) ein ringförmiger Steg (38) angebracht.
[0017] Es besteht auch die Möglichkeit, als Alternative zum Ausführungsbeispiel der Fig.
2, das Aufgabegut (35) über die Welle (5), sofern diese als Hohlwelle ausgebildet
ist, und über entsprechende Öffnungen in der Hohlwellenwandung auf das Deck des Sichterrades
(2) aufzugeben.
[0018] Im übrigen können die Sichterräder (2, 3 und 4) bei den in den Zeichnungsfiguren
dargestellten Sichtern je nach Bedarf mit gleicher Drehrichtung und gleicher oder
ungleicher Umlaufgeschwindigkeit oder auch mit gegenläufiger Drehrichtung und gleicher
oder ungleicher Umlaufgeschwindigkeit angetrieben werden, um dadurch den Sichter optimal
an das jeweils zu sichtende Gut anzupassen oder z. B. Zerkleinerungs- und/oder besondere
Desagglomerationseffekte zu erzielen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit,
den Sichter gemäß der Erfindung zum Sichten von besonders feinkörnigem Gut in mehrere
Fraktionen einzusetzen, wobei zur schärferen Trennung der einzelnen Fraktionen voneinander
anstelle von Sichtluft, Gase, wie z. B. Argon und dergleichen, heranzuziehen sind.
Auch kann zur Homogenisierung der Sichtluftströmung durch die Durchtrittsöffnungen
zwischen den Stäben der Stabkörbe (12, 13 und 14) und damit zur Verbesserung der Trennschärfe
eine entsprechende Profilierung der Stäbe, wie sie beispielsweise aus dem Turbinenbau
bekannt sind, vorgenommen werden. Ferner können gegebenenfalls die freien Öffnungen
zwischen den Stäben für den Durchtritt der Sichtluft vom jeweils äußeren Stabkorb
zum jeweils inneren benachbarten Stabkorb durch Anpassen von Stabform, Anzahl der
Stäbe und Höhe der einzelnen Stabkörbe anstatt zunehmend auch abnehmend oder auch
im wesentlichen gleichbleibend ausgebildet sein. Schließlich können im Bedarfsfalle
auch beliebig mehr Sichterräder gemäß der Erfindung im Sichtergehäuse konzentrisch
ineinandergeschachtelt und mit entsprechendem Abstand voneinander angeordnet und mit
unterschiedlichen Drehrichtungen betrieben werden. Auch kann der Zerkleinerungseffekt
durch die Anordnung von Streuelementen und/oder Schlagelementen auf dem Gutverteilerteller
(30) intensivert werden. Somit bietet der
in den Zeichnungsfiguren dargestellte, im Aufbau sehr einfach und kompakt ausgebildete
Sichter gemäß der Erfindung wie sie in den Ansprüchen definiert ist viele Variations-
und Einsatzmöglichkeiten.
1. Stabkorbsichter zum Sichten von körnigem Gut in wenigstens drei Fraktionen, bestehend
aus einem im wesentlichen vertikal angeordneten Gehäuse (1) mit Sichtluftzuführung
und Sichtgutzuführung, mit im Gehäuse (1) konzentrisch angeordneten Sichterrädern
(2 bzw. 3 bzw. 4) sowie mit Sichtluftabführung und Austrägen für das Feingut und Grobgut,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sichterräder (2, 3, 4) im Gehäuse (1) mit Abstand konzentrisch ineinandergeschachtelt
sind, so daß sie nacheinander von der Sichtluft durchströmt werden, und daß jedem
der ineinandergeschachtelten Sichterräder ein eigener Gutaustrag (25, 18 bzw. 24,
19 bzw. 23, 20) zugeordnet ist.
2. Sichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichterräder (2, 3, 4) im Gehäuse getrennt und unabhängig voneinander antreibbar
gelagert sind.
3. Sichter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (15) für die Sichtluftzuführung seitlich oben am Gehäuse (1) angeordnet
ist, während die Leitung (16) für die Sichtluftabführung im Gehäuse (1) unterhalb
des innersten Sichterrades (2) angeordnet ist.
4. Sichter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichterräder (2, 3, 4) mit Stabkörben (12, 13, 14) ausgerüstet sind, wobei
der freie Durchtrittsquerschnitt zwischen den Stäben für den Durchtritt der Sichtluft
durch veränderte Stabdicke und/oder Stabkorbhöhe vom jeweils äußeren Stabkorb zum
jeweils inneren benachbarten Stabkorb den jeweiligen Anforderungen an die Trennaufgabe
entsprechend, entweder zunehmend, abnehmend oder auch im wesentlichen gleichbleibend
gestaltet ist.
5. Sichter nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß am äußeren Sichterrad (4) oben ein Gutverteilerteller (30) angeordnet ist, der
mit dem Aufgabegut (31) von oben beschickt wird.
6. Sichter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gutverteilerteller (30) mit Öffnungen (37) versehen ist, die in den zwischen
zwei Sichterrädern (3, 4) befindlichen freien Raum münden.
7. Sichter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Sichterräder (2, 3, 4) am Gehäuse (1) wenigstens eine weitere
Sichtluftleitung (26) angeschlossen ist, die von unten in den jeweils zwischen den
Sichterrädern (2, 3, 4) befindlichen freien Raum mündet.
8. Sichter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtluftleitung (26) an wenigstens einen der Sichtgutausträge (18, 19,
20) angeschlossen ist.
1. A bar-cage classifier for the classification of granular material into at least three
fractions, comprising a housing (1) arranged substantially vertically with an inlet
for classifier air and an inlet for the material to be classified, with concentrically-arranged
classifier wheels (2, 3, 4) in the housing (1) as well as outlets for the discharge
of classifier air and fine material and coarse material, characterised in that the classifier wheels (2, 3, 4) in the housing (1) concentrically inter-penetrate
one another and are spaced such that the classifier air flows through them sequentially,
and that each of the inter-penetrating classifier wheels is provided with its own
material discharge outlet (25, 18 or 24, 19 or 23, 20).
2. A classifier according to claim 1, characterised in that the classifier wheels (2, 3, 4) are arranged separately in the housing and
are drivable independently of each other.
3. A classifier according to either claim 1 or 2, characterised in that the conduit (15) for the feed of classifier air is arranged laterally at
the top of the housing (1) while the conduit for the removal of classifier air is
arranged in the housing (1) beneath the innermost classifier wheel (2).
4. A classifier according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the classifier wheels (2, 3, 4) are provided with bar-cages (12, 13, 14)
and - in order to satisfy separation requirements - the free passage cross-section
between the bars for the passage of classifier air is adaptable, i.e., increased,
reduced or kept substantially constant, by varying the thickness of the bars and/or
the depth from the outer bar-cage to its inner neighbouring bar-cage.
5. A classifier according to claims 1, 2, 3 or 4, characterised in that a material distribution plate (30) is arranged on top of the outer classifier
wheel (4) and is fed with the material (31) to be classified from above.
6. A classifier according to claim 5, characterised in that the material distribution plate (30) is provided with apertures (37) which
open into the free space between two classifier wheels (3, 4).
7. A classifier according to any one of the preceding claims, and especially claim 3,
characterised in that at least one further classifier air conduit (26) is arranged on the housing
(1) beneath the classifier wheels (2, 3, 4), the conduit (26) opening from below into
the free space between the classifier wheels (2, 3, 4).
8. A classifier according to claim 7, characterised in that the classifier air conduit (26) is connected to at least one of the classified
material discharge outlets (18, 19, 20).
1. Séparateur à panier à barres, pour séparer un produit granuleux en trois fractions
au moins, constitué d'un boîtier essentiellement vertical équipé d'une amenée d'air
de séparateur et d'une amenée du produit à trier, contenant trois roues concentriques
de séparation (2, 3, 4) et muni d'une sortie d'air de séparation ainsi que de boîtier
pour le matériau à grains fin et pour le matériau à gros grains, caractérisé en ce
que les roues de séparation (2, 3, 4) située dans le boîtier (1) sont logées concentriquement,
avec un certain intervalle, l'une dans l'autre, de sorte qu'elles sont traversées
successivement par l'air de séparation et en ce qu'une sortie du matériau (25, 18
ou 24, 19 ou 23, 20) est spécifiquement associée à chacune des roues de séparation.
2. Séparateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les roues (2, 3, 4) situées
dans le boîtier peuvent être entraînées séparément et indépendamment les unes des
autres.
3. Séparateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la conduite (15) amenant
l'air de séparation est montée latéralement et en haut sur le boîtier, tandis que
la conduite (16) de sortie d'air est située dans le boîtier, en dessous de la roue
de séparation (2) la plus centrale.
4. Séparateur selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que les roues de séparation
(2, 3, 4) sont équipées de paniers à barres (12, 13, 14), la section libre entre les
barres offertes au passage de l'air de séparation étant accordées aux exigences de
la séparation, par différenciation du diamètre des barres ou de la hauteur d'un panier
par rapport aux dimensions correspondantes du panier qu'il content, cette section
libre étant plus grande, plus petite ou sensiblement égale.
5. Séparateur selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que la roue externe
de séparation (4) est recouverte en haut par un plateau distributeur (30) alimenté,
par le haut, en produit de chargement (31).
6. Séparateur selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'assiette distributrice
de produit (30) est percée d'ouvertures (37) débouchant dans les volumes libres situés
entre les deux roues de séparation (3, 4).
7. Séparateur selon une des revendications précédentes en particulier la revendication
3, caractérisé en ce que sur le boîtier (1), en dessous des roues de séparation (2,
3, 4), est raccordée au moins une autre conduite d'air de séparation (26), débouchant
par-dessous dans les volumes libres situés entre des roues (2, 3, 4).
8. Séparateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que la conduite d'air de séparation
(26) est raccordée à au moins une des sorties de produit séparé (16, 19, 20).

