[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Drucktechnik und insbesondere Befeuchtungseinrichtungen
für Bogen- und Rotationsdruckmaschinen.
[0002] Es ist wohl bekannt, daß das Funktionsprinzip der Rotationsdruckmaschinen darauf
beruht, daß fette Farbe von einer feuchten Fläche abgestoßen wird. Deshalb sind diese
Druckmaschinen also zwangsläufig mit einer Befeuchtungseinrichtung ausgerüstet, deren
Hauptaufgabe es ist, einen gleichmäßigen Feuchtmittelfilm auf die um den Plattenzylinder
gespannte Druckplatte zu verteilen. Dieser Film muß sehr dünn (in der Größenordnung
eines Mikrons) und auch sehr gleichmäßig sein. Die geringste Ungleichmäßigkeit würde
tatsächlich zu einer Änderung der optischen Dichte des Druckergebnisses führen (die
Gleichmäßigkeit dieser Dichte verändert sich) und daraus ergibt sich ein mehr oder
weniger sichtbarer Fehler bei dem Druckergebnis. Die benutzte wässrige Lösung enthält
im allgemeinen eine gewisse Anzahl von Zusatzstoffen, insbesondere um die Oberflächenspannung
(mit Isopropylalkohol) zu verringern und/oder die Platte (mit Zitronensäure) zu reinigen.
[0003] Es gibt eine gewisse Anzahl von Befeuchtungseinrichtungen, die auf geläufige Art
und Weise die Bogen- und Rotationsdruckmaschinen ausrüsten.
[0004] Hier sind zuerst die Befeuchtungseinrichtungen mit einem sich hin- und herbewegenden
Heber zu erwähnen.
[0005] Die Befeuchtungseinrichtungen dieses Typs bestehen aus einer Metalltauchwalze, die
zum Teil in einen Feuchtwasserkasten eintaucht und die mit langsamer Geschwindigkeit
von einem unabhängigen Elektromotor angetrieben wird und aus einem Walzenpaar, welches
sich mit der Geschwindigkeit der Maschine (mit schneller Geschwindigkeit) dreht, nämlich
aus einer verchromten Metallwalze, die die Feuchtreibwalze ist, und aus einer mit
Gummi beschichteten Feuchtauftragwalze (die gewöhnlich mit einem überzug beschichtet
ist, einer Art Textilhülle, der als Reservespeicher dient), die mit dem Plattenzylinder
in Kontakt steht. Eine weitere Walze, die Heberwalze genannt wird, ist auf einem sich
hin- und herbewegenden Kontaktbügel angeordnet und berührt also abwechselnd die Tauch-
sowie die Feuchtreibwalze, wodurch der Feuchtmittelfilm von einer Walzengruppe auf
die andere übertragen wird.
[0006] Solche Befeuchtungseinrichtungen werden immer weniger benutzt, denn sie liefern keinen
gleichmäßgien Feuchtfilm und machen den Gebrauch einer Textilhülle, die schnell verschleißt
und regelmäßig ersetzt werden muß, auf der Feuchtauftragswalze notwendig.
[0007] Ebenso sind Bürsten-Befeuchtungseinrichtungen zu erwähnen, in welchen das Feuchtwasser
mittels einer Rundbürste auf die Feuchtreibwalze aufgebracht wird, deren Borstenspitzen
in den Feuchtwasserkasten eintauchen und mit fest angebrachten Abstreifern in Berührung
kommen, welche die Borsten krümmen und das Sprühen von Tröpfchen auf die Feuchtreibwalze
erzeugen. Auf diese Weise wird das Walzenpaar (nämlich die verchromte Feuchtreibwalze
und die mit Gummi beschichtete Feuchtauftragswalze), das sich mit der Geschwindigkeit
der Maschine dreht, ständig mit Feuchtwasser versorgt. Eine Variante dieser Einrichtung
besteht darin, daß die Rundbürste mit einer zum Teil in die Lösung eingetauchten Tauchwalze
in Berührung kommt und daß die Borsten dabei ein Sprühen von Tropfen erzeugen.
[0008] Solche Einrichtungen, wie übrigens die feuchtwasserzerstäubungseinrichtungen, sind
nicht wirklich befriedigend, denn der erhaltene Film ist nie völlig regelmäßig und
das Aufsprühen von Tröpfchen ziemlich unsicher.
[0009] Um die zuvor erwähnten Nachteile der Befeuchtungseinrichtungen mit sich hin- und
herbewegenden Hebern oder mit Bürstenbefeuchtungseinrichtungen zu vermeiden, werden
Filmfeuchwerke vorgeschlagen.
[0010] Im allgemeinen bestehen die Filmbefeuchtungseinrichtungen aus zwei Walzengruppen.
Eine erste Walzengruppe entnimmt dem Feuchtwasserkasten Feuchtwasser und dreht sich
mit veränderlicher Geschwindigkeit, die aber in jedem Fall viel niedriger als die
Geschwindigkeit der Maschine ist (die auf dem Plattenzylinder angeordnete Platte weist
eine lineare Geschwindigkeit auf), wobei diese erste Walzengruppe so angeordnet ist,
daß eine der Walzen dieser Gruppe mit einem gleichmäßigen Feuchtfilm bedeckt wird.
Eine zweite Walzengruppe berührt die auf dem Plattenzylinder angeordnete Platte, dreht
sich mit der gleichen linearen Geschwindigkeit wie diese und ermöglicht dem Feuchtwasser
sich auf dieser Platte abzulagern.
[0011] Die Feuchtmittelübertragung zwischen diesen beiden Walzengruppen erfolgt über einen
Gleitkontakt. In der Tat stehen alle Walzen parallel zueinander und berühren sich
entlang einer Mantellinie (oder einer transversalen Kontaktzone) derart, daß der Feuchtmittelfilm,
der gleichmäßig auf die Platte aufgetragen werden soll, von einer Walze zur anderen
transportiert wird, nämlich von der Tauchwalze der ersten Gruppe zur Feuchtauftragwalze
der zweiten Gruppe.
[0012] In den Filmbefeuchtungseinrichtungen können zwei Fälle auftreten, wenn zwei Walzen
sich entlang einer Mantellinie berühren:
- die beiden Walzen drehen sich im wesentlichen mit der gleichen linearen Geschwindigkeit,
aufgrund eines konstanten Verhältnisses und können fest aneinander angestellt werden;
- die beiden Walzen drehen sich mit sehr unterschiedlichen linearen Geschwindigkeiten
und berühren sind schwächer aneinander angestellt, um das relative Gleiten der Walzen
zu gestatten.
[0013] Allgemein lassen sich die heutzutage auf dem Markt verfügbaren Filmbefeuchtungseinrichtungen
in zwei große Gruppen einteilen: in die Emulsionsbefeuchtungseinrichtungen mit drei
Walzen bzw. in die unabhängigen Befeuchtungseinrichtungen mit vier Walzen.
[0014] Die Filmemulsionsbefeuchtungseinrichtungen umfassen drei nacheinander angeordnete
Walzen: eine Tauchwalze, welche mit Elastomer beschichtet ist und zum Teil eingetaucht
wird, eine verchromte Dosierwalze und eine mit Elastomer beschichtete Farb- oder Feuchtauftragswalze.
Die Feuchtfilmdicke auf der Dosierwalze wird in dieser Einrichtung durch den Durchlauf
des Feuchtwassers zwischen der mit Elastomer beschichteten Tauchwalze und der verchromten
Dosierwalze, die aneinander gepreßt sind, bestimmt. Ein Elektromotor mit veränderlicher
Geschwindigkeit treibt die Tauchwalze und die verchromte Dosierwalze an, welche mit
ihm über Zahnräder verbunden ist, während die Farbauftragwalze mit der Platte des
Plattenzylinders und mit der sich hin- und herbewegenden Farbreibwalze in Kontakt
steht, die sich mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine dreht. Die Feuchtauftragwalze
der Emulsionsbefeuchtungseinrichtung ist also die einzige der drei Walzen in der besagten
Einrichtung, die mit der Geschwindigkeit der Maschine angetrieben wird, wobei der
Gleitkontakt direkt auf der Oberfläche der Feuchtreibwalze beim Kontakt mit der Dosierwalze
erfolgt. Filmemulsionsbefeuchtungseinrichtungen des zuvor erwähnten Typs sind zum
Beispiel aus den französischen Patenten Nr. 1 374 410, Nr. 1 547 536, Nr. 2 058 506,
Nr. 2 196 249, Nr. 2 274 366 und Nr. 2 448 978 bekannt.
[0015] Diese Filmemulsionsbefeuchtungseinrichtungen, auf welche sich nachfolgend Figur 1
der beigefügten Zeichnungen bezieht, haben den Vorteil, die kanalbedingten überträge
zu begrenzen, indem das überschüssige Feuchtwasser, das auf der Feuchtauftragwalze
beim Passieren des Kanals der Platte aufgrund des Gleitkontakts mit der Dosierwalze
verbleibt, verteilt wird. Diese Befeuchtungseinrichtungen haben jedoch den Nachteil,
daß sie mit hohem Isopropylalkoholanteil arbeiten, um die Oberflächenspannung herabzusetzen
(die Wasser-Farbe-Emulsion erfolgt tatsächlich vor dem Kontakt mit der Platte).
[0016] Die unabhängigen Filmbefeuchtungseinrichtungen umfassen vier nacheinander angeordnete
Walzen: eine Chromtauchwalze (oder mit einem wasserfreundlichen Material beschichtet),
die zum Teil eingetaucht ist, eine mit Elastomer beschichtete Dosierwalze, eine Chromfeuchtreibwalze
(oder mit einem wasserfreundlichen Material beschichtet), die sich hin- und herbewegt,
und eine mit Elastomer beschichtete Feuchtauftragwalze. Die Feuchtfilmdicke wird bei
dieser Befeuchtungseinrichtung von dem Zusammenpressen der Chromtauchwalze und der
mit Elastomer beschichteten Dosierwalze bestimmt. Der Elektromotor treibt, wie bei
der Emulsionsbefeuchtungseinrichtung, die Tauch- und die Dosierwalze mit veränderlicher
Geschwindigkeit an, die mit ihm über Zahnräder verbunden ist, während die Feuchtreibwalze
mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine angetrieben wird. Der Gleitkontakt erfolgt
also bei dieser Befeuchtungseinrichtung zwischen der mit Elastomer beschichteten Dosierwalze
und der Chromfeuchtreibwalze (die starke Anpressung der Dosierwalze auf der Feuchtreibwalze
wird folglich absichtlich "schwach" eingestellt). Die Feuchtauftragwalze der unabhängigen
Befeuchtungseinrichtung bleibt also schlupfrei mit der Feuchtreibwalze in Kontakt,
und das Gleiten erfolgt auf der Oberfläche der Feuchtreibwalze zwischen der besagten
Feuchtreibwalze und der Dosierwalze.
[0017] Solche unabhängigen Filmbefeuchtungseinrichtungen des bereits erwähnten Typs sind
zum Beispiel in den französischen Patenten Nr. 1 491 977 und Nr. 2 211 348 beschrieben.
[0018] Derartige unabhängige Filmbefeuchtungseinrichtungen, auf welche sich nachfolgend
die Figuren 2 und 3 der beigefügten Zeichnungen beziehen, haben den Vorteil, daß sie
relativ schwache Alkoholkonzentrationen, insbesondere dank der Hin- und Herbewegung
der Feuchtreibwalze zu benutzen, sie haben jedoch den Nachteil die kanalbedingten
überträge schlecht zu eliminieren (das überschüssige Feuchtwasser, das beim Passieren
des Kanals der Platte auf der Feuchtauftragswalze verbleibt, wird tatsächlich beim
Kontakt zwischen der Walze und der Feuchtreibwalze abgequetscht, aber nicht nivelliert,
daß kein Gleitkontakt erfolgt.
[0019] Jede der beiden zuvor erwähnten Filmbefeuchtungseinrichtungen weist also Vorteile
und Nachteile auf, und der Benutzer muß am Anfang die zu benutzende Befeuchtungseinrichtung
wählen.
[0020] Das ist in sofern nicht gerade einfach, als die zu benutzende Druckform und ihr Flächendeckungsanteil
sowie der vorrangig zu behebende Mangel nicht immer definitiv sind, derart, daß es
sehr interessant zu sein scheint, die eine oder andere Befeuchtungsart je nach den
gegebenen Umständen benutzen zu können.
[0021] Nun aber lassen sich die bekannten Einrichtungen nicht leicht abändern, um von der
einen auf die andere Ausführung umzustellen und sind sogar auch nicht umwandelbar
zu diesem Zweck.
[0022] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine kombinierte umstellbare Filmbefeuchtungseinrichtung
vorzuschlagen, die wahlweise zwei Befeuchtungsarten, nämlich die Emulsionsbefeuchtung
und die Befeuchtung mit vier Walzen umfaßt, so daß jede Situation die Vorteile jeder
Einrichtung bestens nutzen kann.
[0023] Eine der Aufgaben der Erfindung ist es, eine Filmbefeuchtungseinrichtung vorzusehen,
die leicht umstellbar ist, d. h., bei der beim Umstellen von einer Betriebsart auf
die andere keine langwierigen und schwierigen Demontage- und Einstellarbeiten erforderlich
sind.
[0024] Die Aufgabe der Erfindung besteht schließlich auch darin, eine kombinierte und umstellbare
Befeuchtungseinrichtung vorzusehen, die wahlweise sowohl an eine Bogen- als auch an
eine Rotationsdruckmaschine angebracht werden kann.
[0025] Es handelt sich insbesondere um eine Filmbefeuchtungseinrichtung für Rotationsdruckmaschinen,
die nacheinander umfaßt:
- eine Tauchwalze, die von einem Elektromotor mit veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben
wird, wobei diese uchwalze mit einem wasserfreundlichen Material beschichtet und zum
Teil in den Feuchtwasserkasten eingetaucht ist, der das Feuchtwasser enthält;
- eine mit Elastomer beschichtete Dosierwalze, deren Drehgeschwindigkeit der der Tauchwalze
entspricht;
- eine mit wasserfreundlichem Material beschichtete Feuchtreibwalze;
- eine mit Elastomer beschichtete Feuchtauftragwalze, die mit der Feuchtreibwalze und
mit dem Plattenzylinder der Druckmaschine in Kontakt steht, wobei diese Befeuchtungseinrichtung
dadurch gekennzeichet ist, daß die Feuchtreibwalze entweder von der Dosierwalzeangetrieben
wird, derart, daß ein Differentialglieten zwischen der besagten Feuchtreibwalze und
der Feuchtauftragswalze erzeugt wird, oder von einem Plattenzylinder angetrieben wird,
derart, daß ein Differentialgleiten zwischen der besagten Feuchtreib- und der Dosierwalze
stattfindet, derart, daß aufgrund des selektiven Antriebs der besagten Feuchtreibwalze
auf die gleiche Weise benutzt werden kann.
[0026] Gemäß einem ersten Auführungsbeispiel umfaßt die Befeuchtungseinrichtung eine lösbare
Kupplung, die die Feuchtreibwalze entweder mit dem Elektromotor, welcher die Tauch-
und die Dosierwalze antreibt, oder mit dem Plattenzylinder verbindet.
[0027] Vorteilhafterweise trägt die Welle der Feuchtreibwalze ein kleines erstes Zahnrad,
das mit der Abtriebswelle des Elektromotors kämmt und ein zweites kleines Zahnrad,
das mit der Welle des Plattenzylinders kämmt, wobei die lösbare Kupplung die besagte
Welle der Feuchtreibwalze mit dem ersten oder dem zweiten kleinen Zahnrad drehbar
verbindet, wobei das jeweils andere kleine Zahnrad beweglich auf der besagten Welle
vorgesehen ist. Die lösbare Kupplung umfaßt insbesondere eine Scheibe, die an jedem
Ende der Welle der Feuchtreibwalze angeordnet ist, wobei jede Scheibe an das erste
oder das zweite Zahnrad grenzt, wobei das Kuppeln zwischen der jeweiligen Scheibe
und dem jeweiligen Zahnrad mittels Verbindungsbolzen erfolgt.
[0028] Vorzugsweise umfaßt die lösbare Kupplung ein Verriegelungsmittel, das das Kuppeln
der Feuchtreibwalze mit dem Elektromotor und dem Plattenzylinder gleichzeitig verhindert;
so sind die zuvor erwähnten Verbindungsbolzen in einer genau ausreichenden Anzahl
für das Kuppeln einer einzelnen Scheibe mit dem betreffenden Zahnrad vorgesehen, um
ein mögliches gleichzeitiges Kuppeln der zwei Scheiben auszuschließen.
[0029] Gemäß einer interessanten Variante umfaßt die Befeuchtungseinrichtung einen anderen
Elektromotor mit veränderlicher Geschwindigkeit, der die Feuchtreibwalze direkt antreibt,
wobei dieser Elektromotor entweder mit der Geschwindigkeit der Dosierwalze oder mit
der des Plattenzylinders läuft. Insbesondere ist ein Tachogenerator, der auf der Welle
des Plattenzylinders gelagert ist, und ein Drehzahlgeber, der mit jedem der Elektromotoren
verbunden ist, vorgesehen, wobei der Antriebsmotor der Feuchtreibwalze mit einer elektronischen
Regelungsvorrichtung ausgerüstet ist, die die entweder von dem Drehzahlgeber des Antriebsmotors
der Tauchwalze oder dem Tachogenerator des Plattenzylinders kommenden Signalen erhält.
[0030] Gemäß einer anderen Variante ist die Dosierwalze auch zum Teil in einen Feuchtwasserkasten
eingetaucht und mechanische Mittel sind vorgesehen, um die Welle der Tauchwalze zu
verschieben, wopbei das Differentialgleiten entweder zwischen der Feuchtreib- und
der Feuchtauftragwalze, wenn die Tauch- von der Dosierwalze angestellt wird, oder
zwischen der Feuchtreib- und der Dosierwalze erzeugt wird, wenn die Tauchwalze mit
der Dosierwalze in Kontakt kommt.
[0031] Vorzugsweise bestehen also die mechanischen Mittel, die ein ein Verschieben der Welle
der Tauchwalze ermöglichen, im wesentlichen aus den auf dem Gestell der Druckmaschine
drehbar gelagerten Kontaktbügel, die auf beiden Seiten der Tauchwalze angeordnet sind,
wobei jeder Kontaktbügel ein Positioniermittel aufweist. Insbesondere drehen sich
die Kontaktbügel um eine Achse die koaxial zu der Welle der Dosierwalze verläuft,
wobei das Positioniermittel in Form einer Knebelschraube ausgeführt ist, die sich
durch zwei Lager erstreckt, welche auf der jeweiligen Welle der Tauch- bzw. der Dosierwalze
angeordnet sind.
[0032] Vorteilhafterweise umfaßt die Befeuchtungseinrichtung außerdem einen unabhängigen
sich hin- und herbewegenden Mechanismus, nämlich ein Schneckengetriebe, der mit der
Feuchtreibwalze verbunden ist, derart, daß die Feuchtreibwalze sowohl bei der einen
bzw. anderen Befeuchtungsart mit einer vorbestimmten sich abwechselnden Hin- und Herbewegung
bewegt wird.
[0033] Gemäß einem anderen vorteilhaften Merkmal wird die Befeuchtungseinrichtung von einer
Brückenwalze ergänzt, die zwischen der Feuchtauftragwalze und der nächstliegenden
Farbauftragwalze angeordnet ist, wobei die Brückenwalze bei der einen bzw. anderen
Befeuchtungsart den Kontakt zwischen der Feuchtauftrag- und der Farbauftragwalze herstellt
und auch an dem Antrieb der Feuchtauftragwalze mitwirkt. Insbesondere ist die Brückenwalze
entweder beweglich angeordnet oder wird mit der Geschwindigkeit des Plattenzylinders
angetrieben.
[0034] Vorteilhafterweise ist die Brückenwalze auf dem Gestell der Druckmaschine mit einer
exzentrischen Einrichtung angeordnet, welche es gestattet, den Kontakt zwischen der
Brückenwalze und der Feuchtauftragwalze herzustellen oder zu unterbrechen.
[0035] Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in der folgenden Beschreibung und
in den beigefügten Zeichnungen deutlicher herausgearbeitet, die sich auf ein spezielles
Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die folgenden Figuren beziehen:
- Fig. 1
- ist eine schematische Schnittansicht einer einer bekannten Emulsionsbefeuchtungseinrichtung
mit drei Walzen,
- Fig. 2
- ist eine schematische Schnittansicht einer einer unabhängigen Filmbefeuchtungseinrichtung
mit vier Walzen,
- Fig. 3
- zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der das Problem des kanalbedingten Übertrags veranschaulicht,
mit der Erhöhung, die von dem überschüssigen Feuchtwasser auf der Farb- bzw. Feuchtauftragwalze
beim Passieren des Kanals der Platte gebildet wird.
- Fig. 4
- ist eine schematische Schnittansicht einer erfindungsgemäßen umstellbaren Befeuchtungseinrichtung,
- Fig. 5
- zeigt zum Teil eine Schnittansicht von Fig. 4, die gemäß Ebenen, die durch die Achsen
der Walzen (Linie AA, BB, CC, DD der Fig. 4) gehen, entwickelt wurde; diese Schnittansicht
läßt den Antriebselektromotor der Tauchwalze sowie die lösbare Kupplung (hier mit
einer Scheiben-Zahnradanordnung, die man an jedem Ende der Welle der Feuchtreibwalze
durch Verschraubung befestigen kann) sowie den sich hin- und herbewegenden Mechanismus
der Feuchtreibwalze erkennen,
- Fig. 6
- ist eine Fig. 5 entsprechende Schnittansicht, die eine Variante aufweist, bei der
die Feuchtreibwalze separat von einem zweiten Elektromotor angetrieben wird, der entweder
mit der Geschwindigkeit der Tauchwalze oder mit der des Plattenzylinders umläuft,
- Fig. 7
- ist eine Fig. 4 entsprechende schematische Schnittansicht, die eine andere Variante
der Erfindung aufweist, bei der auch die Dosierwalze zum Teil eingetaucht ist; die
Tauchwalze kann von der Dosierwalze an- bzw. abgestellt werden, je nach dem welche
Filmbefeuchtungsart man wählt.
[0036] Fig. 1 zeigt eine Emulsionsbefeuchtungseinrichtung 1 mit drei Walzen.
[0037] Wie oben erwähnt, umfaßt die Filmbefeuchtungseinrichtung 1 aufeinander eine mit Elastomer
beschichtete Tauchwalze 2, eine verchromte Dosierwalze 3 und eine mit Elastomer beschichtete
Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 4. Die Tauchwalze 2 ist zum Teil in in den Feuchtwasserkasten
7 eingetaucht, welcher das Feuchtwasser 8 enthält; außerdem ist ein konstanter Wasserzufluß
(einem Wasserhahn 9) und ein Überlauf (Rohr 10) vorgesehen, die fortwährend das Feuchtwasserniveau
in dem Wasserkasten oder in dem Feuchtwasserkasten 7 konstant halten. Eine der Walzen
2 bzw. 3 (hier ist es die Tauchwalze 2) wird von einem Elektromotor 11 mit veränderlicher
Geschwindigkeit mittels eines Riemens 12 (oder überdies mittels einer hier nicht dargestellten
Kardaneinrichtung) angetrieben. Die Tauchwalze 2 steht in Kontakt mit der verchromten
Dosierwalze 3, wobei diese beiden Walzen durch kämmende Zahnräder 13, 14 (hier strichpunktiert
abgebildet) miteinander verbunden sind. Da die Zahnräder der Tauch- 2 und der Dosierwalze
3 miteinander kämmen, ist die Geschwindigkeit dieser beiden Walzen proportional (im
allgemeinen im Verhältnis von 1:3).
[0038] Die Feuchtauftragwalze 4 steht in Kontakt mit dem Plattenzylinder 5, auf welchen
die Druckplatte 6 aufgespannt ist. Die Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 4 steht auch
in Kontakt mit einer sich hin- und herbewegenden Farbreibwalze 15, der mit der Geschwindigkeit
der Maschine angetrieben wird, und diese Farbreibwalze steht wiederum in Kontakt mit
einer Farbverteilwalze 17 und einer angrenzenden Farbauftragwalze 16 (die erste einer
Gruppe von drei oder vier Farbauftragwalzen), wobei diese letztgenannten Walzen zu
dem Farbwerk der Offsetrotationsdruckmaschine gehören. Die Farb- bzw. Feuchtauftragwalze
4 wird also mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine angetrieben und die verchromte
Dosierwalze 3 wird ihrerseits von dem Elektromotor 11 angetrieben; die Farb- bzw.
Feuchtauftragwalze 4 berührt sehr leicht die verchromte Dosierwalze 3, auf der sie
gleitet und der sie einen feinen Feuchtwasserfilm entnimmt. In einer solchen Filmbefeuchtungseinrichtung
bestimmt der Durchlauf des Feuchtwassers zwischen der Tauch- 2 und der Chromwalze
3, die aneinander gepreßt sind, die auf der Dosierwalze vorhandene Feuchtwasserfilmdicke.
Die Differentialgleitzone 20 entspricht im konkreten Falle der Kontaktzone zwischen
der Dosierwalze 3 und der Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 4 (der Kontakt zwischen der
Tauch- 2 und der Dosierwalze 3 erfolgt seinerseits entweder schlupffrei oder mit einem
Gleiten in einem festen Verhältnis, das aber ohne Differentialgleiten stattfindet).
[0039] Wie oben erwähnt, hat diese Befeuchtungsart den Vorteil, den kanalbedingten übertrag
zu begrenzen. In der Tat ist der Plattenzylinder 5 mit einem Kanal 18 versehen, der
das Aufspannen der Platte 6 möglich macht, derart, daß überschüssiges Feuchtwasser
auf der Farb- bzw. Feuchtauftragswalze 4 beim Passieren des Kanals 18 verbleibt, aber
dieser Fehler wird mit dem Gleitkontakt 20 zwischen der Dosierwalze 3 und der Farb-
bzw. Feuchtauftragwalze 4 aufgrund des Differentialgleitens zwischen den Walzen nivelliert.
Wie oben erwähnt, erfordert aber dieser Befeuchtungsart für ein einwandfreies Funktionieren
große Isopropylalkoholanteile. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Wasser-Farbe-Emulsion
vor dem Kontakt mit der Druckplatte 6 erfolgt.
[0040] Fig. 2 zeigt eine andere bekannte Filmbefeuchtungseinrichtung, die nachfolgend als
unabhängige Befeuchtungseinrichtung mit vier Walzen bezeichnet wird.
[0041] Eine solche Befeuchtungseinrichtung 50 umfaßt nacheinander eine Tauchwalze 51, die
verchromt (oder mit einem wasserfreundlichen Material beschichtet) ist und zum Teil
in einen das Feuchtwasser 58 enthaltenden Feuchtwasserkasten 57 eingetaucht ist, eine
mit Elastomer beschichtete Dosierwalze 52 eine verchromte sich hin- und herbewegende
Feuchtreibwalze 53 (oder mit einem wasserfreundlichem Material beschichtet) und eine
mit Elastomer Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 54. Wie oben erwähnt, erfolgt der Antrieb
durch einen Elektromotor 61 mit veränderlicher Geschwindigkeit und durch einen Riemen
62; eine Einrichtung mit einem Wasserhahn 59 und einem überlaufrohr 60 gewährleistet
ein angemessenes Feuchtmittelniveau. Die Tauch- 51 und die Dosierwalze 52 arbeiten
über kämmende Zahnräder 63, 64 zusammen, wie dies bei dem ersten Walzenpaar in der
bereits erwähnten Emulsionsbefeuchtungseinrichtung der Fall war.
[0042] Die Filmdicke wird jedoch von dem Zusammenpressen zwischen der Chromtauchwalze 51
und der mit Elastomer beschichteten Dosierwalze 52 bestimmt. Die Farb- bzw. Feuchtauftragwalze
54 steht - wie in einem vorhergehenden Beispiel - mit dem Plattenzylinder 55, der
die Druckplatte 56 trägt und dessen Kanal 68 zu erkennen ist. In einer solchen Befeuchtungseinrichtung
wird die Feuchtreibwalze 53 angetrieben und hin- und herbewegt; sie wird leicht an
die angrenzende Dosierwalze 52 angestellt: so erfolgt der Gleitkontakt (nämlich das
Differentialgleiten) zwischen der Dosier- 52 und der Feuchtreibwalze 53 in einer Zone
70. Die Feuchtauftragwalze 54, die den Feuchtwasserfilm auf die Druckplatte 56 aufträgt,
liegt zwischen Elementen, die sich mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine drehen,
d. h., einerseits zwischen der Platte 56 und anderseits zwischen der verchromten Feuchtreibwalze
53, derart, daß der von dem Kanal 68 der Platte verursachte Wasserüberschuß nicht
beseitigt oder nicht einmal zum Teil nivelliert wird (im Gegensatz zu der bereits
erwähnten Emulsionsbefeuchtungseinrichtung erfolgt der Kontakt zwischen der Feuchtreib-
53 und der Feuchtauftragwalze 54 schlupffrei oder mit einem Gleiten in einem festen
Verhältnis und zeigt also kein Differentialgleiten).
[0043] Fig. 3 weist deutlich den durch den Kanal 68 der Platte verursachten Mangel auf:
man erkennt in der Tat in dieser Figur auf der Oberfläche der Feuchtauftragwalze 54
einen Teil des Films 69, der eine einzige Erhöhung 71 aufweist, die dem Übertrag des
Kanals 68 der Druckplatte 56 entspricht. Diese Erhöhung 71, die einem Wasserüberschuß
entspricht, der auf der Oberfläche der Feuchtauftragwalze 54 verbleibt und erst beim
weiteren Kontakt mit der Feuchtreibwalze 53 zusammengepreßt wird, ohne dabei mangels
des Differentialgleitens beim diesen Kontakt nivelliert zu werden.
[0044] Die Fig. 2 und 3 weisen auch eine Brückenwalze 65 auf, die zwischen der Feucht- 54
und der ersten Farbauftragwalze 66 angeordnet ist. Diese Brückenwalze 65 verbessert
den Betrieb der Befeuchtungseinrichtung 50; bei bestimmten Druckformen funktioniert
diese Befeuchtungseinrichtung besser als die Emulsionsbefeuchtungseinrichtung 1. Die
Brückenwalze macht tatsächlich das Drucken mit Alkoholersatzmitteln statt mit hochprotzentigem
Alkohol, über diesen können aufgrund der Hin- und Herbewegung der Befeuchtungseinrichtung
die auf dem Druckprodukt vorhandenen Fehler eliminiert werden, welche von örtlichen
Streifen bzw. Kratzern der Feuchtauftrag- oder der Chromwalze verursacht werden.
[0045] Wie es aus der vorangegangenen Beschreibung hervorgeht, die sich auf die bekannten
Befeuchtungseinrichtungen bezieht, ist es wichtig festzustellen, daß bei der Emulsionsbefeuchtungseinrichtung
1 in Fig. 1 nur die Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 4 sich mit der Geschwindigkeit der
Druckmaschine dreht, und daß das Gleiten mit den anderen Walzen auf ihrer Oberfläche
erfolgt (Differentialgleiten bei dem Gleitkontakt 20), während bei der unabhängigen
Befeuchtungseinrichtung 50, die in den Fig. 2 und 3 mit vier Walzen abgebildet ist,
die Farb- bzw. Feuchtauftragwalze 54 schlupffrei (oder mit einem Gleiten in einem
festen Verhältnis) mit der Feuchtreibwalze 53 in Kontakt bleibt, wobei diese beiden
Elemente mit der Geschwindigkeit der Maschine angetrieben werden, und das Gleiten
mit den übrigen Feuchtauftragwalzen auf der Oberfläche der Feuchtreibwalze 53 erfolgt
(bei dem Gleitkontakt 70, entspricht das der Differentialgleitzone zwischen der Dosier-
52 und der Feuchtreibwalze 53). Bei der Befeuchtungseinrichtung 50 mit vier Walzen
umfaßt das Feuchtwerk außerdem eine sich hin- und herbewegende Feuchtreibwalze 53,
wodurch die Befeuchtungsunregelmäßigkeiten in der Richtung der Rollenbreite reduziert
werden.
[0046] Nachfolgend wird eine erfindungsgemäße kombinierte und umstellbare Filmbefeuchtungseinrichtung
beschrieben, die wahlweise über zwei verschiedene Betriebsarten, nämlich die Emulsionsbefeuchtung
und die unabhängige Befeuchtung mit vier Walzen verfügt, dadurch können die Vorteile
jeder Befeuchtungsart für jede spezielle Situation optimal genutzt werden.
[0047] In Fig. 4 erkennt man eine Filmbefeuchtungseinrichtung 100, die nacheinander eine
zum Teil in einen Feuchtwasserkasten 107 eingetauchte Tauchwalze 101 umfaßt, welcher
das Feuchtwasser 108 enthält, wobei die Tauchwalze von einem Elektromotor mit veränderlicher
Geschwindigkeit (nicht abgebildet) angetrieben wird und mit einem wasserfreundlichen
Materiel (z. B. einer verchromten Außenoberfläche) beschichtet ist, sowie eine mit
Elastomer beschichtete Dosierwalze 102, deren Drehgeschwindigkeit der der Tauchwalze
101 entspricht, und eine mit einem wasserfreundlichen Material beschichtete Feuchtreibwalze
103 (z. B. außen verchromt) und eine mit Elastomer beschichtete Feuchtauftragwalze
104, die mit der Feuchtreibwalze 103 und mit dem Plattenzylinder 105 der Druckmaschine
in Kontakt steht. Die Tauch- 101 und die Dosierwalze 102 sind über kämmende Zahnräder
113, 114 miteinander verbunden, derart, daß ihre Geschwindigkeiten proportional zueinander
sind. Der Feuchtwasserkasten 107 umfaßt auch einen konstanten Wasserzufluß (Wasserhahn
109) und einen Überlauf (Rohr 110), die den zuvor beschriebenen Elementen entsprechen.
[0048] Bis dahin verhält sich die erfindungsgemäße Filmbefeuchtungseinrichtung 100 wie eine
Befeuchtungseinrichtung mit vier Walzen, die mit den bekannten unabhängigen Befeuchtungseinrichtungen
verwandt ist, die bereits in Zusammenhang mit Fig. 2 und 3 erwähnt worden sind. Dennoch
besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen der Befeuchtungseinrichtung 100 gemäß
der Erfindung und der unabhängigen Befeuchtungseinrichtung 50 mit vier Walzen, wobei
dieser Unterschied in der Antriebsweise der Feuchtreibwalze liegt.
[0049] In der Tat kann die Feuchtreibwalze 103 der Befeuchtungseinrichtung 100 gemäß eines
Hauptmerkmals der Erfindung entweder wahlweise von der Dosierwalze 102 angetrieben
werden, derart, daß ein Differentialgleiten zwischen den Walzen, nämlich zwischen
der Feuchtreib- und der Feuchtauftragwalze 104 (durch den Gleitkontakt 120) erfolgt,
oder von dem Plattenzylinder 105, derart, daß ein Differentialgleiten zwischen den
Walzen, nämlich zwischen der Feuchtreibwalze 103 und der Dosierwalze 102 (durch einen
Gleitkontakt 119) erzeugt wird, wobei der selektive Antrieb der Feuchtreibwalze 103
auf die gleiche Weise die eine oder andere der beiden verschiedenen Befeuchtungsarten
benutzt.
[0050] Beim Bereitstellen eines selektlven Antriebs für die Feuchtreibwalze 103 entweder
über die Dosierwalze 102 oder über den Plattenzylinder 105 läßt sich eine kombinierte
und umstellbare Filmbefeuchtungseinrichtung realisieren, die wahlweise zwei verschiedene
Befeuchtungsarten aufweist, nämlich eine Emulsionsbefeuchtung bzw. eine unabhängige
Befeuchtung mit vier Walzen.
[0051] Ein erstes Ausführungsbeispiel dieses selektiven Kuppelns der Feuchtreibwalze 103,
das nachfolgend beschrieben wird, ist in Fig. 5 veranschaulicht.
[0052] Der Schnitt durch Fig. 5 zeigt die zum Teil in den Feuchtwasserkasten 107 eingetauchte
Tauchwalze 101, wobei die Walze mit einem Elektromotor 111 mit veränderlicher Geschwindigkeit
angetrieben wird. Zu diesem Zweck umfaßt die Abtriebswelle 126 des Elektromotors 111
ein kleines Zahnrad 125, das mit einem anderen kleinen Zahnrad 127, das koaxial zu
der Tauchwalze 101 angebracht ist, kämmt, aber mit der Welle 123 der Tauchwalze mittels
Kardanantriebe 124 gekuppelt ist. Die Dosierwalze 102 dreht sich ihrerseits um ihre
Welle 128, die an den Gestellen der Druckmaschine befestigt ist (das Gestell 121 wird
oft die Antriebsseite und das Gestell 122 die Bedienungsseite genannt). Die Zahnräder
113 und 114 verbinden die Tauchwalze 101 mit der Dosierwalze 102. Die verchromte Feuchtreibwalze
103 ist auf den Gestellen 121 und 122 durch ihre Welle 141 drehbar gelagert, wobei
an einem Ende dieser Welle eine sich hin- und herbewegende Einrichtung 155 vorgesehen
ist, die noch näher beschrieben wird. Die Feuchtauftragwalze 104 ist ihrerseits durch
ihre Welle 147 auf zwei Kontaktbügeln 148 und 149 angeordnet, die auf den Gestellen
121 bzw. 122 drehbar gelagert sind. Der Plattenzylinder 105, der die Druckplatte 106
trägt, ist seinerseits durch seine Welle 151 auf den Gestellen 121 und 122 drehbar
gelagert.
[0053] Die Befeuchtungseinrichtung 100 umfaßt in diesem Fall eine lösbare Kupplung 150,
über die die Feuchtreibwalze 103 entweder mit dem Elektromotor 111, der die Tauch-
101 und die Dosierwalze 102 antreibt, oder mit dem Plattenzylinder 105 verbunden ist.
[0054] Im konkreten Falle trägt die Welle 141 der Feuchtreibwalze 103 ein erstes kleines
Zahnrad 144, das mit der Abtriebswelle des Elektromotors 111 kämmt (oder genauer gesagt,
mit dem kleinen Zahnrad 125, das auf der Abtriebswelle 126 des Motors gelagert ist)
und ein zweites kleines Zahnrad 145, das mit der Welle 151 des Plattenzylinders 105
kämmt (genauer gesagt, mit einem Zahnrad 152, das fest mit der Welle 151 des Plattenzylinders
105, mittels eines kleinen Zwischenzahnrads 153, das beweglich auf einem Zapfen 154
angeordnet ist, der sich auf der Bedienungsseite 122 befindet). Die lösbare Kupplung
150 macht es möglich, daß sich die Welle 141 der Feuchtreibwalze 103 entweder zusammen
mit dem ersten Zahnrad 144 dreht, derart, daß das zweite Zahnrad 145 beweglich auf
der Welle 141 gelagert ist, oder mit dem zweiten Zahnrad 145, derart, daß das erste
Zahnrad genauso beweglich auf der Welle 141 angeordnet ist.
[0055] Es bestehen natürlich mehrfache Möglichkeiten, eine solche lösbare Kupplung zu verwirklichen,
indem man bekannte Zahn- oder Reibungskupplungen mit elektrischem, mechanischen, pneumatischem
oder hydraulichem Antrieb benutzt. Ein besonderes Ausführungsbeispiel dieser lösbaren
Kupplung wird hier vorgestellt, das besonders einfach ist, und das außerdem ein Verriegelungsmittel
umfaßt, das das Kuppeln der Feuchtreibwalze 103 mit dem Elektromotor 111 und mit dem
Plattenzylinder 105 gleichzeitig verhindert.
[0056] Die lösbare Kupplung 150 umfaßt eine Scheibe 142 bzw. 143, die an jedem Ende der
Welle 141 der Feuchtreibwalze 103 gelagert ist; jede Scheibe 142 bzw. 143 grenzt an
das erste Zahnrad 144 bzw. das zweite Zahnrad 145, und das Kuppeln zwischen der Scheibe
und dem betreffenden Zahnrad 142, 144, bzw. 143, 145 erfolgt mittels Bolzenschrauben
146. Man stellt fest, daß hier jedes Zahnrad 144 bzw. 145 mit einer Aussparung versehen
ist, die die angrenzende Scheibe 142 bzw. 143 aufnimmt, die Löcher mit Innengewinde
aufweisen, die mittels Bolzenschrauben 146 die Scheibe mit dem Zahnrad fest verbinden.
Es versteht sich von selbst, daß, wenn man von einer Befeuchtungsart zu der anderen
übergeht, die Druckmaschine angehalten, die Bolzenschrauben 146 aus der von dem Zahnrad
und der Scheibe gebildete Einheit entfernt und auf der anderen Seite der Druckmaschine
in der Zahnrad-Scheiben-Einheit wieder angeschraubt werden müssen.
[0057] Wenn die lösbare Kupplung 150 die Scheibe 142 mit dem ersten Zahnrad 144 (linke Seite
Fig. 5) in Rotation versetzt wird, wird die Feuchtreibwalze 103 direkt von der Dosierwalze
102 angetrieben, derart, daß das Differentialgleiten zwischen Walzen, nämlich zwischen
der Feuchtreibwalze 103 und der Feuchtauftragwalze 104, die Kontaktzone 120 erzeugt.
Diese Befeuchtungsart entspricht folglich der zuvor erwähnten Emulsionseinrichtung,
mit der Ausnahme daß diese aus vier und nicht aus drei Walzen besteht. Wenn die Bolzenschrauben
146 jedoch benutzt werden, um die Scheibe 143 mit dem zweiten Zahnrad 145 zu verbinden
(rechte Seite Fig. 5), so ermöglichen die Zahnräder 152 und 153, die Welle 141 der
Feuchtreibwalze 103 mit der Welle 151 des Plattenzylinders 105 zu verbinden, derart,
daß die Feuchtreibwalze 103 direkt von dem Plattenzylinder 105 angetrieben wird, und
das Differentialgleiten zwischen den Walzen, nämlich zwischen der Feuchtreibwalze
103 und der Dosierwalze 102 gemäß einer Befeuchtungsart der der oben beschriebenen
unabhängigen Einrichtung mit vier Walzen erzeugt wird.
[0058] Außerdem umfaßt die lösbare Kupplung 150, wie oben beschrieben, ein Verriegelungsmittel,
das das Kuppeln der Feuchtreibwalze 103 mit dem Elektromotor 111 und dem Plattenzylinder
105 gleichzeitig aufgrund einer gerade aureichenden Anzahl von Verbindungsbolzen 146,
die für das Kuppeln einer einzigen Scheibe 142 bzw. 143 mit dem betreffenden Zahnrad
144 bzw. 145 nötig sind, verhindert. So kann man auf einfache und zuverlässige Weise
jedes Risiko eines gleichzeitigen Kuppelns der beiden Scheiben 142, 143 ausschließen.
[0059] Folglich umfaßt die Filmbefeuchtungseinrichtung 100 gemäß einem sehr bedeutenden
Merkmal der Erfindung eine Feuchtreibwalze 103 (hier eine verchromte Walze), die nach
Wunsch des Benutzers entweder mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine oder mit der
linearen Geschwindigkeit der Dosier- 102 und der Tauchwalze 101 angetrieben werden
kann, welche von einem unabhängigen Elektromotor 111 geliefert wird.
[0060] Wenn man jetzt auf Fig. 4 zurückkommt, ist auch festzustellen, daß eine Brückenwalze
115 zwischen der Feuchtauftragwalze 104 und der nächstliegenden Farbauftragwalze 116
angeordnet ist. Sowohl bei der einen als auch bei der anderen zuvor erwähnten Befeuchtungsart
stellt die Brückenwalze 115 den Kontakt zwischen der Feucht- 104 und der ersten Farbauftragwalze
116 her und wirkt auch an dem Antrieb der Feuchtauftragwalze 104 mit. Eine solche
Brückenwalze ist also insofern vorteilhaft, als sie nicht nur auf traditionelle Weise
eine Brücke zwischen Wasser und Farbe sichert, sondern auch den Antrieb der Feuchtauftragwalze
104 unterstützt, wodurch ein zu starker Druck zwischen der Feuchtauftragwalze und
dem Plattenzylinder verhindert wird (denn ein übermäßiger Druck könnte tatsächlich
zu einem Abquetschen des Films führen). Die Tauchwalze 101, die sich in Richtung des
Pfeils dreht, überträgt einen Feuchtmittelfilm auf die Berührungslinie zwischen der
Tauch- 101 und der Dosierwalze 102; die Dosierwalze verteilt die Dicke dieses flüssigen
Films und begrenzt sie, indem sie zwischen den beiden Walzen nur einen dosierten Film
durchläßt, der viel feiner und regelmäßiger ist. In einer Emulsionsbefeuchtungseinrichtung
erweist sich die Brückenwalze 115 als besonders vorteilhaft, denn sie sichert einen
guten Antrieb der Feuchtauftragwalze 104. In der Tat steht die Brückenwalze 115 in
Kontakt mit der Farbauftragwalze 116 und unterstützt den Antrieb insbesondere beim
Passieren des Kanals 118, in der Drucklinie zwischen der Feuchtauftragwalze 104 und
der Druckplatte 106.
[0061] Wie bereits oben erwähnt, ist überdies ein sich hin- und herbewegender Mechanismus
155 vorgesehen, der mit der Feuchtreibwalze 103 verbunden ist; ein Ausführungsbeispiel
ist in Fig. 5 beschrieben. Man erkennt tatsächlich einen sich hin- und herbewegende
Mechanismus 155, der im wesentlichen ein Schneckenrad 156 und eine Schnecke 157 umfaßt,
deren Schnecke fest mit der Welle 141 der Feuchtreibwalze 103 verbunden ist und deren
Schneckenrad mit einer exzentrischen Einrichtung 160 versehen ist, die eine Verbindung
mit dem Gestell 122 über eine Pleuelstange 159 möglich macht, welche im Drehpunkt
161 auf dem Gestell 122 beweglich gelagert ist. Ein solches Schneckengetriebe ist
auf dem beweglichen Gehäuse 158 so montiert, daß die Drehbewegung der Feuchtreibwalze
103 abwechselnd eine Vor- und Rückwärtstransationsbewegung erzeugt. Eine solche Einrichtung
kann außerdem mit anderen entsprechenden Mitteln ausgeführt werden, die dem Fachmann
gewöhnlich unter dem Namen einer sich hin- und herbewegenden Einrichtung bekannt sind.
Zweck dieser Einrichtung ist es, der Feuchtreibwalze 103 eine abwechselnde Hin- und
Herbewegung von einer geringen Größe (von ca. 8 mm) und mit einer Frequenz von 5 bis
6 Feuchtwalzeumdrehungen zu erteilen, um eine Vor- und Rückwärtstranslationsbewegung
möglich zu machen. Diese Frequenz wird in der Praxis von dem Schneckengetriebe bestimmt.
Hier sollte bemerkt werden, daß der mit der Feuchtreibwalze 103 verbundene sich hin-
und herbewegende Mechanismus 155 so ausgebildet ist, daß er in den beiden Befeuchtungsarten
benutzt werden kann, da die angrenzende lösbare Kupplung 150 unabhängig von dem sich
hin- und herbewegenden Mechanismus eingreifen kann.
[0062] In Fig. 5 sind die mechanischen Mittel 131 und 132 zum Einstellen der zwischen der
Dosier- 102 und der Tauchwalze 101 benutzten Druckkraft zu erkennen. Das Einstellungsmittel
131 umfaßt also einen Kontaktbügel 129, der auf dem Gestell 121 der Druckmaschine
drehbar gelagert ist, wobei der besagte Kontaktbügel sich um die Achse 162, die koaxial
zu der Welle 128 der Dosierwalze 102 verläuft, drehen kann. Zwei Lager 137, 138 sind
mit der Welle 123 der Tauchwalze 101 bzw. der Welle 128 der Dosierwalze 102 verbunden,
und eine Schraubenspindel 133 mit einem Bedienungshebel 135 geht durch diese beiden
Lager derart hindurch, daß das von der Umdrehung des besagten Hebels in die jeweilige
Richtung erzeugte Ein- und Auskuppeln der Lager 137, 138 die Anpreßdruckkraft zwischen
den beiden betreffenden Walzen ändert. An dem anderen Ende dieses Walzenpaars befindet
sich selbstverständlich eine symmetrische Einrichtung, ein mechanisches Mittel 132,
das ebenfalls einen Kontaktbügel 130 umfaßt, welcher auf dem Gestell 122 der Druckmaschine
um die Achse 163, die koaxial zu der Welle 128 der Dosierwalze 102 verläuft, drehbar
gelagert sind, und eine Schraubenspindel 134 mit einem Bedienungshebel 136, der das
Ein- und Auskuppeln der Lager 139, 140 ermöglicht, welche mit der Welle 123 der Tauchwalze
101 und mit der Welle 128 der Dosierwalze 102 verbunden sind.
[0063] In der Schnittansicht von Figur 5 ist die zuvor erwähnte Brückenwalze 115 nicht zu
erkennen; der Gebrauch einer solchen Walze ist jedoch bei den unabhängigen Befeuchtungseinrichtungen
mit vier Walzen, wie z. B. der mit Bezug auf die Fig. 2 und 3 beschriebenen Befeuchtungseinrichtung
50, bereits bekannt. Diese Brückenwalze 115 kann beweglich gelagert sein oder zusätzlich
mit der Geschwindigkeit des Plattenzylinders 105 angetrieben werden. Außerdem ist
es vorteilhaft die Brückenwalze 115 auf dem Gestell der Druckmaschine mit einer exzentrischen
Einrichtung anzuordnen, die den Kontakt zwischen der Brücken- 115) und der Feuchtauftragwalze
104 herstellt oder unterbricht.
[0064] Wie bereits erläutert, kann die Bewegung der Feuchtreibwalze 103 entweder von dem
Elektromotor 111 über die Zahnräder 125, 144, die Bolzenschrauben 146 und über die
Scheibe 142 oder von dem Plattenzylinder 105 über das Zahnrad 152 und die Zahnräder
145, 153, die gleichen Bolzenschrauben 146 und über die Scheibe 143 erzeugt werden
(unter der Bedingung, daß diese letztgenannte Scheibe mit dem Zahnrad 145 über die
Bolzenschrauben 146 verbunden ist). Je nach den gegebenen Umständen dreht sich die
Feuchtreibwalze 103 entweder mit einer linearen Geschwindigkeit, die von dem Motor
111 erzeugt wird, oder mit der linearen Geschwindigkeit, die von der Druckmaschine
erzeugt wird.
[0065] Nachfolgend werden zwei Varianten der erfindungsgemäßen Befeuchtungseinrichtung mit
Bezug auf die Fig. 6 und 7 beschrieben, wobei diese Varianten verschiedene Mittel
umfassen, um den selektiven Antrieb für die Feuchtreibwalze 103 entweder über der
Dosierwalze oder über den Plattenzylinder zu verwirklichen, immer unter dem Gesichtspunkt,
eine Filmbefeuchtungseinrichtung auszuführen, die kombinierbar und umstellbar zugleich
ist.
[0066] Fig. 6 zeigt eine erste Variante 200 der erfindungsgemäßen Befeuchtungseinrichtung,
in welcher die Feuchtreibwalze 103, jetzt ununterbrochen mit einem zweiten Elektromotor
171 auch mit veränderlicher Geschwindigkeit angetrieben wird, statt die Feuchtreibwalze
103 - dem Wunsch des Benutzers entsprechend - mit dem einem oder dem anderen Zahnrad
zu verbinden.
[0067] Die Filmbefeuchtungseinrichtung 200 umfaßt eine große Anzahl von Elementen, die die
zuvor erwähnte Filmbefeuchtungseinrichtung 100 aufweist, und folglich keiner weiteren
Beschreibung bedürfen.
[0068] In der Filmbefeuchtungseinrichtung 200 umfaßt die Welle 141 der Feuchtreibwalze 103
immer einen sich hin- und herbewegenden Mechanismus 155, aber nicht mehr eine lösbare
Kupplung 150, die an beiden Seiten des Druckmaschinengestells vorgesehen war. Es ist
trotzdem möglich, die Scheibe 142 und das erste Zahnrad 144 zu benutzen, das über
Bolzenschrauben 146 mit ihr verbunden ist, wobei diese Elemente aus der vorigen Einrichtung
verwendet werden (selbstverständlich könnte diese funktionelle Einheit durch ein einziges
Zahnrad ersetzt werden, welches sich mit der Welle der Feuchtreibwalze dreht).
[0069] Auf der Abtriebswelle 172 des Elektromotors 171 ist ein Zahnrad 173 vorgesehen, das
in diesem Falle mit dem Zahnrad 144 der Feuchtreibwalze 103 kämmt, derart, daß es
die Feuchtreibwalze 103 ununterbrochen antreiben kann. Der Elektromotor 171 der Filmbefeuchtungseinrichtung
200 läuft außerdem entweder mit der Geschwindigkeit der Dosierwalze 102 oder mit der
des Plattenzylinders 105, wodurch die Feuchtreibwalze 103 wahlweise über die Dosierwalze
102 oder über den Plattenzylinder 105 angetrieben werden kann; das gilt auch für die
zuvor beschriebene Filmbefeuchtungseinrichtung. Somit ermöglicht dieser selektive
Antrieb der Feuchtreibwalze die wahlweise Benutzung der einen oder der anderen Befeuchtungsart.
Selbstverständlich sind die zuvor erwähnten Geschwindigkeiten der Dosierwalze 102
und des Plattenzylinders 105 lineare Geschwindigkeiten auf der Oberfläche dieser Walzen.
[0070] Vorzugsweise läuft der Elektromotor 171 mit der Geschwindigkeit des Geschwindigkeitsreglers
176. Der Steuerkreis des Elektromotors 171 kann so ausgerichtet sein, daß ein Drehzahlgeber
177 mit dem Elektromotor 111 verbunden ist, der die Tauch- 101 und die Dosierwalze
102 antreibt, wobei ein anderer Drehzahlgeber 174 mit dem Elektromotor 171 verbunden
ist, der die Feuchtreibwalze 103 antreibt, und wobei ein Tachogenerator 180 mit dem
Plattenzylinder 105 verbunden ist. Der Geschwindigkeitsregler 176 erhält also über
elektrische Verbindungen 178 bzw. 175 von den Drehzahlgebern 177, 174 kommende Signale,
sowie von dem Tachogenerator 180 kommende Signale über eine elektrische Verbindung
181. Außerdem ist ein Umschaltorgan 179 am Eingang des Geschwindigkeitsreglers 176
vorgesehen. Wenn das Umschaltorgan 179 sich in der Position befindet, die durch eine
durchgezogene Line gekennzeichnet ist, erhält der Geschwindigkeitsregler 176 die Signale
von dem Drehzahlgeber 174 und dem Tachogenerator 180, wobei die Geschwindigkeit des
Motors 171 an die Geschwindigkeit des Plattenzylinders 105 angepaßt ist (hierbei handelt
es sich um die unabhängige Befeuchtungsart mit vier Walzen); und wenn das Umschaltorgan
179 sich in der punktierten Position befindet, erhält der Geschwindigkeitsregler 176
die Signale von den Drehzahlgebern 174 und 177, wobei die Geschwindigkeit des Motors
171 an die Geschwindigkeit der Dosierwalze 102 angepaßt wird (hierbei handelt es sich
um die Emulsionsbefeuchtungsart).
[0071] Bei der Emulsionsbefeuchtung wird der Spannungssollwert, der die Geschwindigkeit
des Motors 171 bestimmt, von dem Drehzahlgeber 177 geliefert, welcher derart von dem
Motor 111 angetrieben wird, daß der Motor 171 sich mit der zu dem Motor 111 proportionalen
Geschwindigkeit dreht. Im Gegensatz dazu wird bei der unabhängigen Befeuchtungsart
mit vier Walzen der Spannungssollwert, der dem Umschaltorgan geliefert wird, von dem
mit der Druckmaschine (in diesem Fall mit dem Plattenzylinder 105) verbundenen Tachogenerator
180 erzeugt, folglich läuft der Motor 171 mit einer Geschwindigkeit, die der der Druckmaschine
entspricht oder proportional zu ihr ist.
[0072] Diese Variante ist insofern interessant, als sie einen einfachen übergang von der
einen zu der anderen Befeuchtungsart ermöglicht, indem sie nur auf das Umschaltorgan
einwirkt. Sie benötigt aber einen zweiten Elektromotor mit veränderlicher Geschwindigkeit.
[0073] Fig. 7 weist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Befeuchtungseinrichtung 300 gemäß
der Erfindung auf, bei der die Dosierwalze 102 - wie die Tauchwalze 101 - zum Teil
in den Feuchtkasten 107 eingetaucht ist. Die so ausgebildete Befeuchtungseinrichtung
300 umfaßt mechanische Mittel, um die Welle der Tauchwalze 101 derart zu verschieben,
daß das Differentialgleiten entweder zwischen der Feuchtreib- 103 und der Feuchtauftragwalze
104, wenn die Tauchwalze von der Dosierwalze 102 abgestellt wird, oder zwischen der
Feuchtreib- 103 und der Dosierwalze 102 erzeugt wird, wenn die Tauchwalze mit der
Dosierwalze in Kontakt kommt. In dieser anderen Variante hat man versucht, von der
Möglichkeit des tranversalen Ausschwenkens der Tauchwalze 101 gegenüber der angrenzenden
Dosierwalze 102 Gebrauch zu machen, die auch zum Teil eingetaucht ist (eine solche
Verschiebung ist in Fig. 7 durch den Pfeil 190 gekennzeichnet).
[0074] Die vorgesehenen mechanischen Mittel zum Verschieben der Welle der Tauchwalze 101
können verschiedener Art sein; vor allem können die schon mit Bezug auf Fig. 5 beschriebenen
mechanischen Mittel 131 und 132 benutzt werden. Jedoch haben in diesem Fall die mechanischen
Mittel 131 und 132 nicht nur die Aufgabe, den Anpreßdruck des betreffenden Walzenpaars
zu regeln, sondern auch die Tauchwalze 101 zwischen zwei Arbeitspositionen hin und
her zu verschieben, nämlich von einer ersten "abgestellten" Position, in welcher die
Tauchwalze von der Dosierwalze abgestellt ist, und in eine "angestellten" Position,
in welcher die Tauchwalze 101 stark an die Dosierwalze 102 angedrückt wird.
[0075] Wenn die Tauchwalze 101 von der Dosierwalze 102 mittels Positionseinstellungsorgane
133, 135 und 134, 136 abgestellt wird, überträgt die Dosierwalze 102, die sich in
Pfeilrichtung dreht, einen dicken Film, der, indem er zwischen der Feuchtreib- 103
und der Dosierwalze 102 hindurchläuft, dosiert wird. Bei dieser Funktionsweise, die
der ersten Arbeitsposition der Tauchwalze 101 entspricht, drehen sich die Dosier-
102 und die Feuchtreibwalze 103 mit ungefähr gleicher Geschwindigkeit, während die
Feuchtauftragwalze 104 weiterhin mit der Geschwindigkeit der Druckmaschine angetrieben
wird. Das Differentialgleiten findet in der Zone 120 zwischen der Feuchtauftrag- 104
und der Feuchtreibwalze 103 statt und die Verteilung des Films erfolgt durch diese
Walzen, deren Anpreßkraft natürlich geringer wird, damit das Differentialgleiten erfolgen
kann. Hierbei handelt es sich um eine Emulsionsbefeuchtungsart.
[0076] Wenn jedoch der Bediener auf die Positionseinstellungsorgane 133, 135, 134, 136 derart
einwirkt, daß die Tauchwalze 101 an die Dosierwalze stark angedrückt wird, wird die
Feuchtmittelfilmdicke durch ihren Durchgang zwischen der Tauchwalze 101 und der Dosierwalze
102 bestimmt, die sich ungefähr mit der gleichen Geschwindigkeit drehen, wobei diese
Geschwindigkeit von dem Antriebselektromotor 111 geliefert wird. Der Film dehnt sich
bei seiner Übertragung auf die Feuchtreibwalze 103, die sich mit der Geschwindkeit
der Druckmaschine dreht, aus; und beim Passieren zwischen der Feuchtreib- 103 und
der Feuchtauftragwalze 104 findet eine einfache Übertragung zwischen Walzen, die sich
mit ungefähr gleicher Geschwindigkeit drehen, statt. Das Differentialgleiten findet
in der Zone 119 zwischen der Dosier- 102 und der Feuchtauftragwalze 103 statt. Hierbei
handelt es sich um einen unabhängige Befeuchtungsart mit vier Walzen.
[0077] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele,
sie umfaßt im Gegenteil alle Varianten, die in Form äquivalenter Mittel die wesentlichen
Merkmale aufweisen, die in den Ansprüchen erwähnt werden.
[0078] Insbesondere ist es denkbar, den Kupplungsmechanismus der Feuchtreibwalze 103 entweder
durch einen ganz anderen formschlüssigen oder reibschlüssigen Kupplungstyp oder dergleichen
zu ersetzen. Ebenso könnte das sich hin- und herbewegende unabhängige Schneckengetriebe
durch ein anderes äquivalentes Modell, z. B. durch eine schnelle elektromagnetische
oder eine formschlüssige Kupplung, ersetzt werden.
[0079] Selbverständlich kann in der erfindungsgemäßen Filmbefeuchtungseinrichtung auf die
Brückenwalze 115 insofern verzichtet werden, als - in einer Variante - die Feuchtauftragwalze
104 mechanisch über ein Zahnrad angetrieben werden kann, das derart mit der Druckmaschine
(z. B. dem Plattenzylinder) verbunden ist, daß für die Antriebsfunktion keine Brückenwalze
erforderlich ist (bei einer solchen Anordnung könnten sogar Vibrationen auftreten,
die die Gleichmäßigkeit des Drucks beeinträchtigen würden). Die Vorteile der Brückenwalze
115 bleiben dennoch erhalten, ob sie aus Metall mit einer leicht von Farbe netzbaren
Oberfläche (Plastik oder Kupfer) oder mit Elastomer überzogen ist. Im allgemeinen
wird diese Brückenwalze vorzugweise mit einer exzentrischen Einrichtung versehen,
die den Kontakt zwischen ihr selbst und der Feuchtauftragwalze herstellt bzw. unterbricht.
[0080] Andere Nebeneinrichtungen, wie z. B. der Exzentermechanismus der Feuchtauftragswalze,
der Dosierwalze oder der Brückenwalze, sowie die Einstelleinrichtungen der Walzen,
wurden in diesem Zusammenhang nicht beschrieben. Diese traditionellen Einrichtungen
werden in allen zur Zeit benutzten Befeuchtungseinrichtungen verwendet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0081]
- 1
- Befeuchtungseinrichtung
- 2
- Tauchwalze
- 3
- Dosierwalze
- 4
- Farb-/Feuchtauftragwalze
- 5
- Plattenzylinder
- 6
- Druckplatte
- 7
- Feuchtwasserkasten
- 8
- Feuchtwasser
- 9
- Wasserhahn
- 10
- überlauf
- 11
- Elektromotor
- 12
- Riemen
- 13
- Zahnrad
- 14
- Zahnrad
- 15
- Farbreibwalze
- 16
- Farbauftragwalze
- 17
- Farbverteilerwalze
- 18
- Kanal
- 20
- Differentialgleitzone
- 50
- Befeuchtungseinrichtung
- 51
- Tauchwalze
- 52
- Dosierwalze
- 53
- Feuchtreibwalze
- 54
- Farb-/Feuchtauftragwalze
- 55
- Plattenzlinder
- 56
- Druckplatte
- 57
- Feuchtwasserkasten
- 58
- Feuchtwasser
- 59
- Wasserhahn
- 60
- überlauf
- 61
- Elektromotor
- 62
- Riemen
- 63
- Zahnrad
- 64
- Zahnrad
- 65
- Brückenwalze
- 66
- Farbauftragwalze
- 68
- Kanal
- 69
- Film
- 70
- Gleitkontakt
- 71
- Erhöhung
- 100
- Befeuchtungseinrichtung
- 101
- Tauchwalze
- 102
- Dosierwalze
- 103
- Feuchtreibwalze
- 104
- Feuchtauftragwalze
- 105
- Plattenzylinder
- 106
- Druckplatte
- 107
- Feuchtwasserkasten
- 108
- Feuchtwasser
- 109
- Wasserhahn
- 110
- überlauf
- 111
- Elektromotor
- 113
- Zahnrad
- 114
- Zahnrad
- 115
- Brückenwalze
- 116
- Farbauftragwalze
- 118
- Kanal
- 119
- Gleitkontakt
- 120
- Gleitkontakt
- 121
- Gestell (Antriebsseite)
- 122
- Gestell (Bedienungsseite)
- 123
- Welle
- 124
- Kardanantrieb
- 125
- Zahnrad
- 127
- Zahnrad
- 126
- Abtriebswelle
- 128
- Welle
- 129
- Kontaktbügel
- 130
- Kontaktbügel
- 131
- mechanische Mittel
- 132
- mechanische Mittel
- 133
- Schraubenspindel
- 134
- Schraubenspindel
- 135
- Bedienungshebel
- 136
- Bedienungshebel
- 137
- Lager
- 138
- Lager
- 139
- Lager
- 140
- Lager
- 141
- Welle
- 142
- Scheibe
- 143
- Scheibe
- 144
- Zahnrad
- 145
- Zahnrad
- 146
- Bolzenschrauben
- 147
- Welle
- 148
- Kontaktbügel
- 149
- Kontaktbügel
- 150
- Kupplung
- 151
- Welle
- 152
- Zahnrad
- 153
- Zahnrad
- 154
- Zapfen
- 155
- hin- und herbewegender Mechanismus
- 156
- Schneckenrad
- 157
- Schnecke
- 158
- Gehäuse
- 159
- Pleuelstange
- 160
- exzentrische Einrichtung
- 162
- Achse
- 163
- Achse
- 171
- Elektromotor
- 172
- Abtriebswelle
- 173
- Zahnrad
- 174
- Drehzahlgeber
- 175
- elektrische Verbindung
- 176
- Geschwindigkeitsregler
- 177
- Drehzahlgeber
- 178
- elektrische Verbindung
- 179
- Umschaltorgan
- 180
- Tachogenerator
- 181
- elektrische Verbindung
- 190
- Pfeil
- 200
- Befeuchtungseinrichtung
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1. Befeuchtungseinrichtung für eine Rotationsdruckmaschine bestehend aus
- einer Tauchwalze (101), die von einem Elektromotor (111) mit veränderlicher Geschwindigkeit
angetrieben wird, wobei die besagte Tauchwalze mit einem wasserfreundlichen Material
beschichtet und zum Teil in einen Feuchtkasten (107) eingetaucht ist, der das Feuchtmittel
enthält,
- einer mit Elastomer beschichteten Dosierwalze (102), deren Drehgeschwindigkeit von
der der Tauchwalze (101) abhängt,
- einer mit wasserfreundlichem Material beschichteten Feuchtreibwalze (103),
- einer mit Elastomer beschichteten Feuchtauftragwalze (104), die mit der Feuchtreibwalze
(103) und mit dem Plattenzylinder (105) der Druckmaschine in Kontakt steht,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feuchtreibwalze (103) wahlweise von der Dosierwalze (102) angetrieben werden
kann, derart, daß ein Differentialgleiten (zwischen den walzen) zwischen der Feuchtreibwalze
(103) und der Feuchtauftragwalze (104) stattfindet, oder von dem Plattenzylinder (105)
angetrieben werden kann, derart, daß ein Differentialgleiten (zwischen den Walzen)
zwischen der Feuchtreibwalze (103) und der Dosierwalze (102) stattfindet, wobei der
selektive Antrieb der besagten Feuchtreibwalze (103) in gleicher Weise sowohl die
eine als auch die andere Befeuchtungsart zuläßt.
2. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese eine lösbare Kupplung (105) umfaßt, die die Feuchtreibwalze (103) entweder
mit dem Elektromotor (111), der die Tauchwalze (101) und die Dosierwalze (102) antreibt,
oder mit dem Plattenzylinder (105) verbindet.
3. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (141) der Feuchtreibwalze (103) ein erstes Zahnrad (144), das mit der
Abtriebswelle des Elektromotors (111) kämmt, sowie ein zweites Zahnrad (145), das
mit der Welle (151) des Plattenzylinders (105) kämmt, umfaßt, wobei die lösbare Kupplung
(150) die Welle der Feuchtreibwalze das erste Zahnrad (144) bzw. das zweite Zahnrad
(145) drehfest miteinander verbindet, wobei das jeweils andere Zahnrad beweglich auf
der Welle gelagert ist.
4. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die lösbare Kupplung (150) eine Scheibe (142, 143) umfaßt, die an jedem Ende der
Welle (141) der Feuchtreibwalze (103) angeordnet ist, wobei jede Scheibe (142, 143)
an das erste bzw. das zweite Zahnrad (144, 145) angrenzt, wobei das Kuppeln zwischen
der Scheibe und dem jeweiligen Zahnrad (142, 144 bzw. 143, 145) mittels Verbindungsbolzen
(146) erfolgt.
5. Befeuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die lösbare Kupplung (150) ein Verriegelungsmittel aufweist, das das Kuppeln der
Feuchtreibwalze (103) mit dem Elektromotor (111) und dem Plattenzylinder (105) gleichzeitig
verhindert.
6. Befeuchtungseinrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsbolzen (146) in gerade ausreichender Anzahl vorgesehen sind, um
eine einzelne Scheibe (142, 143) mit dem jeweiligen Zahnrad (144, 145) zu kuppeln,
derart, daß die beiden Scheiben (142, 143) nicht gleichzeitig gekuppelt werden können.
7. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese einen weiteren Elektromotor (171) mit veränderlicher Geschwindigkeit umfaßt,
der die Feuchtreibwalze (103) direkt antreibt, wobei diese Elektromotor entweder mit
der Geschwindigkeit der Dosierwalze (102) oder mit der des Plattenzylinders (105)
läuft.
8. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese einen Tachogenerator (180), der auf der Welle (151) des Plattenzylinders
(105) gelagert ist, sowie einen Drehzahlgeber (177, 174) umfaßt, der mit einem jeden
der Elektromotoren (111, 171) verbunden ist, wobei der Antriebsmotor (171) der Feuchtreibwalze
(103) mit einer elektronischen Regelungsvorrichtung ausgerüstet ist, die entweder
von dem Drehzahlgeber (177) des Antriebsmotors (111) der Tauchwalze (101) oder von
dem Tachogenerator (180) des Plattenzylinders (105) Signale erhält.
9. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierwalze (102) ebenfalls zum Teil in einen Feuchtkasten (107) eingetaucht
ist, und daß mechanische Mittel (131, 132) vorgesehen sind, um die Welle (123) der
Tauchwalze (101) zu verschieben, wobei das Differentialgleiten entweder zwischen der
Feuchtreibwalze (103) und der Feuchtauftragwalze (104) erzeugt wird, wenn die Tauchwalze
(101) von der Dosierwalze (102) abgestellt wird, oder zwischen der Feuchtreibwalze
(103) und der Dosierwalze (102), wenn die Tauchwalze mit der besagten Dosierwalze
in Kontakt gebracht wird.
10. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanischen Mittel (131, 132), die das Verschieben der Welle (123) der Tauchwalze
(101) ermöglichen, im wesentlichen die auf dem Gestell der Druckmaschine drehbar gelagerten
Kontaktbügel (129; 130) umfassen und beiderseits der Tauchwalze (101) angeordnet sind,
wobei jeder Kontaktbügel (129, 130) ein Positionseinstellungsorgan (133, 135, 134,
136) aufweist.
11. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbügel (129, 130) sich um eine Achse (162, 163) drehen, die koaxial
zu der Welle der Dosierwalze (102) verläuft, wobei das Einstellungsorgan in Form einer
Knebelschraube (133, 135, 134, 136) ausgeführt ist, die sich durch zwei Lager erstreckt,
die auf der jeweiligen Welle (123, 128) der Tauchwalze (101) und der der Dosierwalze
(102) angeordnet sind.
12. Befeuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese außerdem einen unabhängigen sich hin- und herbewegenden Mechanismus (155)
umfaßt, insbesondere ein Schneckenrad (156) und eine Schnecke (157), der mit der Feuchtreibwalze
(103) verbunden ist, derart, daß die Feuchtreibwalze (103) sowohl bei der einen als
auch bei der anderen Befeuchtungsart mit einer vorbestimmtem Hin- und Herbewegung
verschoben wird.
13. Befeuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß diese durch eine Brückenwalze (115) ergänzt wird, die zwischen der Feuchtauftragwalze
(104) und der nächstliegenden Farbauftragwalze (116) angeordnet ist, wobei bei der
einen oder der anderen Befeuchtungsart die Brückenwalze (115) den Kontakt zwischen
der Feuchtauftragwalze (104) und der Farbauftragwalze (116) herstellt, und auch an
dem Antrieb der Feuchtauftragwalze mitwirkt.
14. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brückenwalze (115) beweglich gelagert ist.
15. Befeuchtungseinrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brückenwalze (115) mit der Geschwindigkeit des Plattenzylinders (105) angetrieben
wird.
16. Befeuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Brückenwalze (115) auf dem Gestell der Druckmaschine mit einer exzentrischen
Einrichtung gelagert ist, welche es gestattet, zwischen der Brückenwalze (115) und
der Feuchtauftragwalze (104) den Kontakt herzustellen oder zu unterbrechen.