| (19) |
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(11) |
EP 0 462 961 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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09.09.1998 Patentblatt 1998/37 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.03.1994 Patentblatt 1994/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.05.1991 |
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| (54) |
Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten
Apparatus for bending hollow spaces frames
Dispositif pour plier des profilés d'écartement creux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
21.05.1990 AT 1126/90 10.09.1990 AT 1840/90
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1991 Patentblatt 1991/52 |
| (73) |
Patentinhaber: Lisec, Peter |
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3363 Amstetten-Hausmening (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Lisec, Peter
3363 Amstetten-Hausmening (AT)
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| (74) |
Vertreter: Beer, Manfred, Dipl.-Ing. et al |
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Lindengasse 8 1070 Wien 1070 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 121 873 DE-A- 2 829 444 DE-A- 3 231 698
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EP-A- 0 318 748 DE-A- 3 223 881 GB-A- 2 114 201
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten zu Abstandhalterrahmen
für Isolierglasscheiben mit den Merkmalen des einleitenden Teils des Anspruches 1,
wie sie aus der DE 32 31 698 A1 bekannt ist.
[0002] Derartige Biegevorrichtungen, die zum Teil möglichst scharfkantige Abbiegungen der
Hohlprofilleisten ergeben sollen, sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt.
Beispielsweise wird auf die DE-PS 32 23 881, das DE-GM 87 05 796 oder die US-PS 4
836 005 verwiesen.
[0003] Einstückig, mit abgebogenen Ecken hergestellte Abstandhalterrahmen sowie Vorrichtungen
zur Herstellung derselben sind überdies aus der FR-PS 2 449 222 und der DE-OS 32 21
986 bekannt. Bei der aus der DE-OS 3 221 986 bekannten Vorrichtung ist eine Führung
vorgesehen, auf der aufliegend die Hohlprofilleiste, die zu einem Abstandhalterrahmen
zu biegen ist, wenigstens im Bereich des Biegekopfes von unten und nur von einer Seite
her abgestützt geführt wird. Der Führung gegenüberliegend ist ein Gegenhalter vorgesehen,
der an einem verschwenkbaren Arm, der von einem Arbeitszylinder betätigt wird, montiert
ist. Dieser Gegenhalter hat bei der bekannten Vorrichtung sowohl die Funktion eines
Gegenhalters, als auch die eines Spannelementes, so daß besondere Klemmvorrichtungen
für die zu biegende Hohlprofilleiste nicht erforderlich sind.
[0004] Bei der bekannten Vorrichtung ist der Gegenhalter durch Betätigen des Arbeitszylinders
lediglich in einer teilkreisbogenförmigen Bewegungsbahn in seine bzw. aus seiner eine
Hohlprofilleiste gegen die Führung spannende Wirkstellung beweglich.
[0005] Schließlich ist noch auf die DE-OS 33 12 764 zu verweisen, aus leer es bekannt ist;
Hohlprofilleisten zu Abstandhaltern für Isolierglasscheiben zu biegen, wobei im Bereich
der Biegestelle ein von innen gegen die Hohlprofilleiste anlegbarer Dorn vorgesehen
ist. Das Biegen erfolgt durch Verschwenken einer Backe, wobei das andere Ende der
Profilleiste zwischen einer beweglichen Spannbacke und einem von der Innenseite der
Profilleiste anliegenden Widerlager geklemmt wird.
[0006] Ein Problem bei den bekannten Biegevorrichtungen ist es, daß die für die Verwendung
bei Isolierglasscheiben geforderten scharfkantigen Abbiegungen nicht immer problemlos
erreicht werden können, da zum Teil die Gefahr besteht, daß die Wände der Hohlprofilleiste
beim Biegevorgang einreißen und die Seitenflächen der Hohlprofilleisten im Eckbereich,
d.h. dort, wo sie gebogen worden sind, nicht immer plan verlaufen, sondern Wellungen
aufweisen, welche die nachträgliche Verarbeitung des Abstandhalterrahmens, insbesondere
die Beschichtung der Seitenflä-chen der Ab standhalterrahmen mit Dicht- bzw. Klebemasse
erschweren und behindern.
[0007] In der EP-A-318 748 ist eine Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten zu Abstandhalterrahmen
beschrieben, deren Widerlager beweglich montiert ist und während des Biegevorganges
eine Schwenk- und/oder Verschiebebewegung ausführen soll. Dabei folgt die Schwenkbewegung
des Widerlagers der Bewegung des Biegehebels, der am abzubiegenden Hohlprofil von
außen her angreift. Dadurch soll erreicht werden, daß sich die Innenwand des Hohlprofils
bei der Biegebewegung nach innen bewegt und schließlich an der ebenfalls von der Druckrolle
nach innen verformten Außenwand anliegt. Hierzu kann gemäß Fig. 6 der EP-A- 318 748
eine Steuerkurve vorgesehen sein, die das Widerlager während seiner Schwenkbewegung
zusätzlich in Richtung seiner Längserstreckung bewegt.
[0008] Die in der DE-OS 29 23 769 beschriebene Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten
besitzt ein während des Biegevorganges vorschiebbares Werkzeug, durch das der Steg
eines Längsabschnittes eines Abstandhalterstreifens auf der höchsten Stelle der Biegung
während des Biegevor ganges verformt werden soll. In der DE-OS 29 23 769 ist ausdrücklich
darauf hingewiesen, daß das "Gegenlagerwerkzeug" während des Biegevorganges mit Hilfe
eines Keils in die höchste Stelle der Biegung geschoben werden soll. Bei der Vorrichtung
gemäß der DE-OS 29 23 769 soll das Biege werkzeug gleichzeitig die seitliche Führung
für die Sei tenflanken des U-förmigen Abstandhalterstreifens bilden, wobei der Abstand
der Führungsfläche für diese Seiten flanken am Gegenlagerwerkzeug nicht veränderbar
ist, da dieses einstückig ausgeführt ist.
[0009] Überdies ist es bei den bekannten Biegevorrichtungen zwar möglich, zwischen den an
die Ecke angrenzenden Schenkeln stumpfe Winkel herzustellen, doch sind spitze Winkel
nur schwer erreichbar.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Biegevorrichtung (Biegekopf)
zur Verfügung zu stellen, mit dem Hohlprofilleisten unter weitgehend beliebigen, vorwählbaren
Winkeln der an die Ecke angrenzenden Schenkel zueinander gebogen werden können.
[0011] Gelöstwird diese Aufgabe gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1.
[0012] Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0013] Vorteile, Merkmale und Einzelheiten von Ausführungsbeispielen der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung, in der auf die angeschlossenen Zeichnungen
Bezug genommen wird. Es zeigen:
Fig. 1 einen Biegekopf in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Biegekopf von links der Fig. 1 aus gesehen,
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Biegekopf,
Fig. 4 eine Einzelheit des Biegekopfes im Bereich des Biegewiderlagers,
Fig. 5 einen Schnitt zu Fig. 4 und
Fig. 6 eine vergrößerte Einzelheit im Bereich des Widerlagers.
[0014] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten 1 besteht aus einer
Klemme 2 mit einer ortsfesten Klemmbacke 3 und einer gegenüber dieser beweglichen
Klemmbacke 4 (in Fig. 1 ist die Klemmbacke 4 nicht gezeigt). Die bewegliche Klemmbacke
4 ist über Führungsstifte 5 und 6, die jeweils paarweise angeordnet sind, in Richtung
des Doppelpfeils 7 (Fig. 2) verschiebbar, so daß die Maulweite der Klemme 2 an die
Breite der zu biegenden Hohlprofilleiste 1 angepaßt werden kann.
[0015] Zur Betätigung der beweglichen Klemmbacke 4 in Richtung des Pfeiles 7 (Fig. 2) ist
ein an der feststehenden Klemmbacke 3 verschwenkbar abgestützter Hebel 8 vorgesehen.
Der Hebel 8 ist über eine Zugstange 9, die über ein Lager 10 an der Klemmbacke 4 schwenkbeweglich
abgestützt ist; mit der beweglichen Klemmbacke 4 gekuppelt. Der Schwenkhebel 8 wird
durch einen nicht gezeigten Linearmotor, z.B. einen doppelt wirkenden Druckmittelzylinder,
betätigt.
[0016] Die Biegevorrichtung besitzt weiters ein Widerlager 20, das auswechselbar in einen
Träger 21 eingesetzt ist. Hiezu ist im Träger 21 eine Nut 23 ausgespart, in die das
Widerlager 20 mit Gleitsitz einsetzbar ist und dort beispielsweise durch eine Schraube
24 gehalten wird.
[0017] Der Träger 21 für das Widerlager 20 ist an einem Hebel 25 montiert, der um ein maschinengestellfestes
Lager 26, d.h. ein Lager, das gegenüber der ortsfesten Klemmbacke 3 der Klemme 2 nicht
beweglich ist, mit Hilfe eines Linearmotors 27, z.B. einem doppelt wirkenden Druckmittelzylinder,
in Richtung des Doppelpfeiles 28 aus der in Fig. 1 mit durchgehenden Linien dargestellten
Wirkstellung in die in Fig. 1 strichpunktiert eingezeichnete Bereitschaftsstellung
verschwenkbar ist.
[0018] Zusätzlich ist der Träger 21 für das Widerlager 20, wie dies Fig. 2 zeigt, zur Symmetrieebene
der Klemme 2 senkrecht, nämlich in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Doppelpfeiles
29 verstellbar. Hiezu ist der Träger 21 über Führungen 30 in einer mit dem Hebel 25
verbundenen Halterung 31 verschiebbar geführt. Zur Verstellung des Trägers 21 und
damit des Widerlagers 20 in Richtung des Doppelpfeiles 29 ist ein Linearmotor, im
gezeigten Ausführungsbeispiel ein doppelt wirkender Druckmittelzylinder 32, vorgesehen,
dessen Kolbenstange 33 über eine Zugstange 34 mit dem Träger 21 gekuppelt ist.
[0019] Auf diese Weise kann das Widerlager 20 nicht nur in einer zur Symmetrieebene der
Klemmbacke 2 parallelen Ebene verschwenkt (Doppelpfeil 28), sondern auch in einer
zur Symmetrieebene der Klemme 2 senkrechten Richtung (Doppelpfeil 29) verstellt werden,
so daß das Widerlager 20 zur Gänze aus dem Biegebereich herausbewegt werden kann.
[0020] Wie die Fig. 1 und 2 und insbesondere Fig. 4 zeigen, trägt das Widerlager 20 an seiner
vorderen Spitze, die von zwei Schrägflächen 36, die zur Längsersteckung des Biegewiderlagers
20 einen spitzen Winkel einschließen, gebildet wird, einen wulstartigen Ansatz 35,
der wie Fig. 4 zeigt, die obere Fläche des Hohlprofils 1, das in der Klemme 2 zwischen
den Klemmbacken 3 und 4 geklemmt ist, noch vor dem Beginn des Biegevorganges, nämlich
beim Einschwenken des Biegewiderlagers 20 in seine. Wirkztellung etwas einwölbt.
[0021] Zusätzlich ist bei der erfindungsgemäßen Biegevorrichtung vorgesehen, daß das vordere
Ende des Widerlagers 20 und der dort an die Schrägfächen 36 anschließende, wulstförmige
Ansatz 35 etwas schmäler ausgebildet sind als der lichte Abstand zwischen den einander
zugekehrten Flächen der Klemmbacken 3 und 4 der Klemme 2. So werden die Seitenwände
40 der zu biegenden Hohlprofilleiste 1 während des Biegevorganges auch von innen her
abgestützt, wie dies im Schnitt von Fig. 5 angedeutet ist. Dies ist insbesondere beim
Biegen von Hohlprofilleisten 1 zu Abstandhalterrahmen für Isolierglasscheiben von
Bedeutung, da die Breite der Seitenflächen 40 der Hohlprofilleiste 1 auch im Eckbereich
möglichst nicht verkleinert werden soll und diese Seitenflächen 40 im Eckbereich nicht
aus der von den Seitenflächen 40 definierten Ebenen nach innen abweichen sollen, damit
das vor dem Zusammenbau der Isolierglasscheiben auf die Abstandhalterrahmen auf ihre
Seitenflächen 40 aufzubringende Klebe- und Dichtmaterial auch im Eckbereich, der für
die Dichtheit von Isolierglasscheiben von erheblicher Bedeutung ist, in der vollen
Breite aufgebracht werden kann.
[0022] Um das Widerlager 20, insbesondere dessen wulstförmigen Ansatz 35, gegenüber der
Klemmbacke 2 und damit gegenüber der Achse 37, um weiche die Hohlprofilleiste 1 gebogen
wird, richtig auszurichten, ist am Widerlager 20 im Bereich seines vorderen Endes
auf einer Seite eine gewinkelte Anschlagfläche 41 vorgesehen, die mit einer Stufe
42 an der feststehenden Klemmbacke 3 zusammenwirkt. Wenn die Anschlagfläche 41 an
der Stufe 42 der Klemmbacke 3 anliegt, ist die Achse 37 des am vorderen Ende des Biegewiderlagers
20 vorgesehenen, wulstförmigen Ansatzes 35 richtig ausgerichtet.
[0023] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Biegen besitzt noch einen Biegehebel 50 mit
einem Biegeansatz 52, der um eine Achse verschwenkbar ist, die mit der Achse 37 des
Wulstes 35 am vorderen Ende des Biegewerkzeuges 20 zusammenfällt, wenn das Widerlager
20 in seiner Wirkstellung ist (die Flächen 41 liegen an den Flächen 42 der Klemmbacke
3 an). Der Verschwenkbereich des Biegehebels 50 ist nicht auf die in Fig. 1 gezeigten
90° beschränkt, sondern geht auch darüber hinaus, so daß nach dem Ausschwenken (Pfeil
28) und seitlichen Verschieben (Pfeil 29) des Biegewiderlagers 20 auch spitze Winkel
zwischen den beiden an die in der Hohlprofilleiste 1 erzeugte Ecke 51 angrenzenden
Schenke der Hohlprofilleiste 1 gebogen werden können.
[0024] Für das Abbiegen einer Hohlprofilleiste 1 zu einer Ecke wird die Klemme 2 geöffnet
und die Hohlprofilleiste 1 auf die oberen Führungsstifte 6 aufgelegt oder von einer
Fördereinrichtung auf die Führungsstifte 6 geschoben. Nach dem Schließen der Klemme
2, die Innenflächen der Klemmbacken 3 und 4 liegen dann an den Seiterflächen 40 der
Hohlprofilleiste 1 an, wird das Widerlager 20 in seine in den Fig. 1 und 4 gezeigte
Wirkstellung bewegt und wölbt dabei die nach oben weisende Wand der Hohlprofilleiste
1 etwas nach unten ein. Hierauf wird der aus der Klemme 2 ragende Teil der Hohlprofilleiste
1 durch Verschwenken des Biegehebels 50 unter Ausbilden einer Ecke 51 nach oben verschwenkt.
Soll der Winkel an der Ecke 51 ein spitzer sein, so wird das Widerlager 20 zurückgeschwenkt
und seitlich zurückgezogen, worauf das Biegen bis zum gewünschten Winkel fortgesetzt
wird.
[0025] Hierauf wird der Biegehebel 50 zurückgeschwenkt; die Klemmbacke geöffnet und die
Hohlprofilleiste 1 vorgeschoben, bis die Stelle der Hohlprofilleiste 1, in der eine
weitere Ecke herzustellen ist, gegenüber dem Biegewerkzeug richtig ausgerichtet ist,
Dann wird, wie oben beschrieben, die nächste Ecke gebogen. Dies wird fortgesetzt,
bis ein Abstandhalterrahmen mit der gewünschten Anzahl der Ecken 51 - meist sind es
vier - fertig gebogen ist.
[0026] Die erfindungsgemäße Biegevorrichtung ist bevorzugt für Biegemaschinen mit nach oben
weisender Anlagefläche für die abgewinkelten Teile der Hohlprofilleiste 1 geeignet
(z.B. DE-GM 87 05 796). Dabei besteht ein weiterer Vorteil darin, daß das Widerlager
20 in seiner Bereitschaftsstellung den Abtransport des Abstandhalterrahmens nicht
behindert, da es in dieser hinter der erwähnten Anlagefläche angeordnet ist.
[0027] Die erfindungsgemäße Biegevorrichtung kann auch zum Herstellen von Bögen in Hohlprofilleisten
verwendet werden. Hiezu wird die Hohlprofilleiste 1 bei eingeschwenktem Widerlager
20 von einer Vorschubeinrichtung vorgeschoben, wobei der Biegehebel 50 etwas nach
oben verschwenkt ist. Der Krümmungsradius des so hergestellten Bogens in der Hohlprofilleiste
hängt davon ab, wie weit der Biegehebel 50 nach oben verschwenkt ist, d.h. davon,
wie hoch der z.B. aus Kunststoff mit geringem Reibungskoeffizienten bestehende Biegeansatz
52 über der Zuführbahn (bestimmt von den Führungsstiften 6) steht.
1. Vorrichtung zum Biegen von Hohlprofilleisten (1), zu Abstandhalterrahmen für Isolierglasscheiben
mit einer Klemme (2), die eine an eine Seitenfläche (40) der zu biegenden Hohlprofilleiste
(1) anlegbare, bewegliche Klemmbacke (4) umfaßt, mit einer Auflage (6) für die Hohlprofilleiste
(1) im Bereich der Klemme, mit einem der Klemme (2) zugeordneten Biegewiderlager (20),
um das herum gebogen wird, das beim Biegevorgang gegen die später die Innenecke bildende
Wand der Hohlprofilleiste (1) anliegt und das an einem Träger (21) gehalten ist, der
sowohl in oder parallel zur Symmeterieebene der Klemme (2) als auch senkrecht zu dieser
Symmetrieebene zum Wegbewegen des Biegewiderlagers (20) aus der Biegeebene verstellbar
ist, mit einer Anlagefläche für die abgewinkelten Teile der Hohlprofilleiste (1) und
mit einem gegenüber der Klemme (2) zum Ausführen des Biegevorganges verschwenkbaren
Biegehebel (50), der an dem über die Klemme (2) überstehenden Abschnitt der Hohlprofilleiste
(1) angreift dadurch gekennzeichnet, daß die Klemme (2) eine zweite, ortsfeste Klemmbacke
(3) umfaßt, daß die vordere Spitze des Biegewiderlagers (20) einen wulstartigen Ansatz
(35) trägt, von zwei zur Längserstreckung des Biegewiderlagers (20) einen spitzen
Winkel einschließenden Schrägflächen (36) begrenzt sowie schmaler ausgebildet ist
als der lichte Abstand zwischen den einander zugekehrten und an den Seitenflächen
(40) der Hohlprofilleiste (1) anliegenden Flächen der Klemmbacken (3, 4) und daß die
Verstellbarkeit des Biegewiderlagers derart gestaltet ist, daß die vordere Spitze
des Biegewiderlagers (20) in dessen Wirkstellung soweit zwischen die Klemmbacken (3,
4) der Klemme (2) eingreift, daß die später die Innenecke bildende Wand der Hohlprofilleiste
(1) vom Biegewiderlager (20) etwas eingewölbt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) für das Biegewiderlager
(20) um eine zur Symmetrieebene der Klemme (2) senkrechte Achse (Lager 26) verschwenkbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21) für
das Biegewiderlager (20) senkrecht zur Symmetrieebene der Klemme (2) verschiebbar
in einer Halterung (31) geführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger
(21) für das Biegewiderlager (20) auf einem Hebel (25) montiert ist, der an der Vorrichtung
um eine zur Symmetrieebene der Klemme (2) senkrechte Achse verschwenkbar gelagert
ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (21)
für das Biegewiderlager (20) in der am Hebel (25) befestigten Halterung (31) über
wenigstens zwei Führungsstangen (30) oder Führungsschienen senkrecht zur Symmetrieebene
der Klemme (2) verschiebbar geführt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegewiderlager
(20) an seinem Träger (21) auswechselbar befestigt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Biegewiderlager (20)
am Träger (21) in eine am Träger (21) vorgesehene Nut (23) mit Gleitsitz eingesetzt
und mit Hilfe einer Befestigungsvorrichtung, z.B. einer Schraube (24), festgelegt
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste
Klemmbacke (3) der Klemme (2) am Gestell der Vorrichtung befestigt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung
der beweglichen Klemmbacke (4) gegenüber der ortsfesten Klemmbacke (3) Führungsstangen
(5, 6), die senkrecht zur Symmetrieebene der Klemme (2) ausgerichtet sind, vorgesehen
sind, die in Bohrungen in einer der Klemmbacken (3, 4) mit Gleitsitz eingreifen, und
daß die Führungsstangen (6) gleichzeitig die Auflage für die zu biegende Hohlprofilleiste
bilden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Klemmbacke
(4) mit einem Linearmotor, z.B. einem Druckmittelzylinder, über einen Hebel(8)-Zugstangen(9)-Antrieb
gekuppelt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste
Klemmbacke (3) an ihrer dem Biegewiderlager (20) zugekehrten Seite eine Stufe (42)
aufweist, und daß das Biegewiderlager (20) eine in die Stufe (42) bei in Wirklage
befindlichem Biegewiderlager (20) eingreifende Gegenfläche (41) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegehebel (50) um eine
zur Symmetrieebene der Klemme (2) senkrechte Achse (37) verschwenkbar ist, die zur
Achse des Wulstes (35) am vorderen Ende des Biegewiderlagers (20) koaxial ist, wenn
sich das Biegewiderlager (20) in seiner Wirkstellung befindet.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse
(Lager 26) des den Träger (21) für das Biegewiderlager (20) tragenden Hebels (25)
gegenüber der Schwenkachse (37) für den Biegehebel (50) versetzt ist.
1. Device for bending hollow profiled bars (1) to form spacer frames for insulated glass
panels with a clamp (2) which comprises a movable clamp jaw (4) which can be applied
against one side surface (40) of the hollow profiled bar (1) to be bent, with a support
surface (6) for the hollow profiled bar (1) in the area of the clamp, with a countersupport
(20) associated with the clamp (2) around which bending is carried out, which abuts
against the wall of the hollow profiled bar (1) later to form the internal corner
and which is held on a carrier (21), which is displaceable both in or parallel to
the plane of symmetry of the clamp (2) and also perpendicularly to this plane of symmetry
in order to move the countersupport (20) away out of the bending plane, with a contact
surface for the angled portions of the hollow profiled bar (1) and with a bending
lever (50) pivotable relative to the clamp (2) in order to execute the bending procedure
and which engages on the section of the hollow profiled bar (1) projecting beyond
the clamp (2), characterised in that the clamp (2) has a second, stationary clamp
jaw (3), in that the forward point of the countersupport (20) has a bead-like portion
(35) defined by two oblique surfaces (36) enclosing an acute angle to the longitudinal
extension of the countersupport (20) and being narrower than the clear spacing between
the surfaces of the clamp jaws (3,4) facing one another and abutting on the side surfaces
of the hollow profiled bar (1), and in that the displaceability of the countersupport
is so formed that the forward point of the countersupport (20), when in its operative
position, engages between the clamp jaws (3,4) of the clamp (2) to such an extent
that the wall of the hollow profiled bar (1) later to form the internal corner is
slightly curved inwards by the countersupport (20).
2. Device according to claim 1, characterised in that the carrier (21) for the countersupport
(20) is pivotal about an axis (bearing 26) perpendicular to the plane of symmetry
of the clamp (2).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the carrier (21) for the countersupport
(20) is displaceably guided in a holder (31) perpendicularly to the plane of symmetry
of the clamp (2).
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the carrier (21) for
the countersupport (20) is mounted on a lever (25), which is mounted on the device
to pivot about an axis perpendicular to the plane of symmetry of the clamp (2).
5. Device according to claims 3 and 4, characterised in that the carrier (21) for the
countersupport (20) is displaceably guided in a holder (31) secured to the lever (25)
via preferably at least two guide pins (30) or track rods perpendicularly to the plane
of symmetry of the clamp (2).
6. Device according to one of claims 2 to 5, characterised in that the countersupport
(20) is secured on its carrier (21) so as to be replaceable.
7. Device according to claim 6, characterised in that the countersupport (20) on the
carrier (21) is inserted with a sliding fit into a groove (23) provided on the carrier
(21), and secured by means of an attachment means, e.g. a screw (24).
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the stationary clamp
jaw (3) of the clamp (2) is secured on the framework of the device.
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that, in order to guide
the movable clamp jaw (4) relative to the stationary clamp jaw (3), track rods (5,
6) are provided, aligned perpendicularly to the plane of symmetry of the champ (2),
which engage with a sliding fit in bores in one of the clamp jaws (3, 4), and in that
track rods (6) simultaneously form the support surface for the hollow profiled strip-to
be bent.
10. Device according to claim 9, characterised in that the movable clamp jaw (4) is coupled
through a lever (8)-connecting rod (9)-drive to a linear motor., e.g. a hydraulic
cylinder.
11. Device according to one of claims 1 to 10, characterised in that the stationary clamp
jaw (3) has on its side facing the countersupport (20) a step (42), and in that the
countersupport (20) has a countersurface (41) which engages in the step (42) when
the countersupport (20) is in the operative position.
12. Device according to claim 11, characterised in that the bending lever (50) is pivotal
about an axis (37) perpendicular to the plane of symmetry of the clamp (2), said axis
(37) being coaxial with the axis of the bead (35) at the forward end of the countersupport
(20), when the countersupport (20) is in its operative position.
13. Device according to one of claims 1 to 12, characterised in that the pivotal axis
(bearing 26) of the lever (25) carrying the carrier (21) for the countersupport (20)
is offset relative to the pivotal axis (37) for the bending lever (50).
1. Dispositif pour le pliage de barres de profilés creux (1) pour former des intercalaires
de vitrages isolants, comportant une pince (2) qui présente une mâchoire de serrage
mobile (4) pouvant être appliquée contre une face latérale (40) de la barre de profilé
creux (1) à plier, un appui (6) pour la barre de profilé creux (1) dans la région
de la pince de serrage, un contre-appui (20) associé à la pince de serrage (2), autour
duquel le pliage est effectué, qui, lors du processus de pliage, est appliqué contre
la paroi de la barre de profilé creux (1) formant par la suite l'angle intérieur et
est fixé à un support (21) qui peut être déplacé aussi bien dans le ou parallèlement
au plan de symétrie de la pince de serrage (2) que perpendiculairement audit plan
de symétrie aux fins d'éloigner le contre-appui (20) du plan de pliage, avec une surface
d'appui pour les tronçons pliés de la barre de profilé creux (1) et un levier de pliage
(50) qui peut pivoter par rapport à la pince (2) pour réaliser l'opération de pliage
et agit sur la partie de la barre de profilé creux (1) qui dépasse au-delà de la pince
(2), caractérisé par le fait que la pince de serrage (2) comporte une deuxième mâchoire
(3) fixe, par le fait que l'extrémité antérieure du contre-appui (20) présente un
renflement (35) en forme de bourrelet, limité par deux surfaces inclinées (36) qui
forment un angle aigu avec la direction longitudinale du contre-appui (20) et plus
étroit que la distance entre les surfaces des mâchoires de serrage (3, 4) mutuellement
en vis-à-vis appliquées sur les faces latérales de la barre de profilé creux (1) et
par le fait que la possibilité de réglage du contre-appui est telle que l'extrémité
antérieure du contre-appui (20), dans sa position active, s'engage entre les mâchoires
(3, 4) de la pince de serrage (2) d'une profondeur telle que la paroi de la barre
de profilé creux qui forme par la suite l'angle intérieur soit légèrement cintrée
vers l'intérieur par le contre-appui (20).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le support (21) pour
le contre-appui (20, 80) peut pivoter autour d'un axe (palier 26) perpendiculaire
au plan de symétrie de la pince (2).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que le support (21)
pour le contre-appui (20) est guidé dans un guide-support (31) avec possibilité de
déplacement perpendiculairement au plan de symétrie de la pince (2).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que le support
(21) pour le contre-appui (20, 80) est monté sur un levier (25) qui est monté dans
le dispositif avec possibilité de pivotement autour d'un axe perpendiculaire au plan
de symétrie de la pince (2).
5. Dispositif selon les revendications 3 et 4, caractérisé par le fait que le support
(21) pour le contre-appui (20) est guidé avec possibilité de déplacement perpendiculairement
au plan de symétrie de la pince (2), de préférence par an moins deux barres (30) ou
rails de guidage, dans un guide-support (31) fixé sur le levier (25).
6. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé par le fait que le contre-appui
(20) est fixé sur son support (21) de manière interchangeable.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par le fait que le contre-appui (20)
est monté sur le support (21) avec ajustement glissant dans une rainure (23) aménagée
dans ledit support (21) et est immobilisé par un dispositif de fixation, par exemple
une vis (24).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que la mâchoire
fixe (3) de la pince (2) est montée sur le bâti du dispositif.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait qu'il est
prévu, pour guider la mâchoire (4) mobile par rapport à la mâchoire (3) fixe, des
barres de guidage (5, 6) qui sont orientées perpendiculairement au plan de symétrie
de la pince (2) et s'engagent avec ajustement glissant dans des trous de l'une des
mâchoires (3, 4) et par le fait que les barres de guidage (6) constituent simultanément
un appui pour la barre de profilé creux à plier.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé par le fait que la mâchoire (4) mobile
est couplée à un moteur linéaire, par exemple à un vérin à fluide sous pression, par
l'intermédiaire d'un mécanisme à levier (8) - barre de traction (9).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que la mâchoire
(3) fixe de la pince (2) présente un gradin (42) sur sa face tournée vers le contre-appui
(20) et par le fait que le contre-appui (20) présente une surface conjuguée (41) qui,
en position active pénètre dans le gradin (42).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le levier de pliage
(50) peut pivoter autour d'un axe (37) qui est perpendiculaire au plan de symétrie
de la pince (2) et est coaxial à l'axe du bourrelet (35) à l'extrémité antérieure
du contre-appui (20), lorsque ledit contre-appui (20, 80) se trouve en position active.
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé par le fait que l'axe
de pivotement (palier 26) du levier (25) portant le support (21) pour le contre-appui
(20) est décalé par rapport à l'axe de pivotement du levier de pliage (50).