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EP 0 463 290 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
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Anmeldetag: 22.02.1991 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
26.06.1990 DE 4020284
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Anmelder: NORTON GMBH |
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D-50389 Wesseling (DE) |
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Erfinder: |
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- Pick, Werner
W-5357 Swisttal/Ollheim (DE)
- Schlappa, Karl-Heinz
W-5047 Wesseling (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack
Patentanwälte |
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Postfach 33 02 29 40435 Düsseldorf 40435 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Ofenwagen mit austauschbaren Stützelementen |
(57) Die Erfindung betrifft einen Ofenwagen mit austauschbaren, teilweise in wärmeisolierendem
Material eingebetteten Stützen, die sich mit ihrem Fuß am Gestell des Ofenwagens abstützen
und mit ihrem anderen Ende Platten zur Aufnahme von Brenngut tragen. Kennzeichen der
Erfindung ist, daß in dem wärmeisolierenden Material Aufnahmen mit Aussparungen eingesetzt
sind, in die Stützen mit geringem Spiel formschlüssig eingesteckt sind.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen Ofenwagen, mit austauschbaren, teilweise in wärmeisolierendem
Material eingebetteten Stützen, die sich mit ihrem Fuß am Gestell des Ofenwagens abstützen
und mit ihrem anderen Ende eine aus horizontalen Tragbalken und Platten bestehende
Konstruktion zur Aufname des Brenngutes tragen.
[0002] Aufgrund der hohen thermischen Belastung der Stützen im Ofen und der damit verbundenen
Alterung bzw. bei Beschädigungen müssen diese Stützen in gewissen Zeitabständen ausgetauscht
werden. Da die bekannten Stützen zur Erhöhung ihrer Standfestigkeit eine gegenüber
dem restlichen Querschnitt verbreiterte Fußzone aufweisen, wurde bisher bei einem
Stützenwechsel das die Stützen umgebende Material zerstört. Diese Zerstörung führt
zu einem erhöhten Arbeits- und Kostenaufwand.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, solche Stützen zu verwirklichen, deren Auswechslung
einfach, zeitsparend und zerstörungsfrei durchgeführt werden kann.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in dem wärmeisolierenden Material
Aufnahmen mit Aussparungen vorgesehen sind, in die Stützen mit geringem Spiel formschlüssig
eingesteckt werden. Wegen der Spielpassung zwischen Stützen und Aufnahme ist der zerstörungsfreie
Austausch durch einfaches Herausziehen bzw. Hineinstecken der Stützen in kurzer Zeit
möglich.
[0005] Um die Sicherheit des Formschlusses durch die Vergrößerung der Anzahl der Wirkflächen
zu erhöhen und eine möglichst gute Umspülung der Stützen mit Brenngas zu erreichen
(Vermeidung thermischer Spannungen), sollte der Röhrenquerschnitt bevorzugt annähernd
prismatisch ausgeführt werden.
[0006] Die herkömmlichen Stützen weisen auch am oberen Ende eine Querschnittsänderung auf,
um das Balken-Plattensystem, das das Brenngut trägt, aufzunehmen. Bei einer nachteiligen
steckbaren Stütze führt ein ebenfalls steckbarer, separater Stützenkopf zu Stabilitätsproblemen,
so daß auch hier Aufgabe der Erfindung war, eine stabile und fertigungstechnisch vorteilhafte
sowie einfach auf-und abbaubare Ausführungsform zu finden.
[0007] Dies wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stützen an ihrem oberen Ende seitliche
Erhöhungen aufweisen. In die so gebildete Vertiefung zwischen den seitlichen Erhöhungen
werden Tragbalken formschlüssig lose eingelegt, die dann, jeweils von zwei oder mehr
Stützen getragen, eine horizontale Lage einnehmen und auf die die Platten lose aufgelegt
werden.
[0008] Als Werkstoff für die Aufnahmen und die Stützen eignet sich aufgrund der Hitze- und
Formbeständigkeit und der geringen Fressneigung bevorzugt Oxidkeramik- oder Siliziumkarbidwerkstoffe.
[0009] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert.
[0010] Im einzelnen zeigen:
Figur 1 im Längsschnitt eine Teilansicht der Ofenwagenoberseite mit einer erfindungsgemäßen
Stütze;
Figur 2 Aufnahme der Stütze nach Figur 1 in Aufsicht;
[0011] Eine in wärmeisolierendem Material 1 eingebettete Aufnahme 2 liegt auf der Oberseite
des Ofenwagens 3 auf. In diese Aufnahme ist eine Stütze 4 lose eingesteckt, deren
Fuß ebenfalls auf der Oberseite des Ofenwagens 3 steht. Der Kopf der Stütze ist mit
seitlichen Erhöhungen 4a, 4b für die Aufnahme keramischer Tragbalken 5 in horizontaler
Lage ausgebildet. Auf diesen liegen Platten 5, auf die das Brenngut gestellt wird.
[0012] Durch Herausziehen der im Querschnitt bevorzugt prismatischen Stütze 4 nach oben
aus der Aufnahme 2a ist die Auswechslung der Stützen 4 leicht und zerstörungsfrei
möglich, weil keine Zone der Stütze 4 einen vorspringenden Absatz aufweist, der in
das wärmeisolierende Material 1 ragt oder einen Unterschnitt hat, in den das wärmeisolierende
Material 1 eingreift. Dadurch ist die Verletzung des wärmeisolierenden Materials 1
beim Herausziehen der Stützen 4 ausgeschlossen.
1. Ofenwagen mit austauschbaren, teilweise in wärmeisolierendem Material (1) eingebetteten
Stützen, die sich mit ihrem Fuß am Gestell (3) des Ofenwagens abstützen und mit ihrem
anderen Ende Platten (5) zur Aufnahme von Brenngut tragen,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem wärmeisolierenden Material Aufnahmen (2) mit Aussparungen
(2a) eingesetzt sind, in die Stützen (4) mit geringem Spiel formschlüssig eingesteckt
sind.
2. Ofenwagen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (4) einen im Bereich des wärmeisolierenden
Materials (1) konstanten Querschnitt aufweisen.
3. Ofenwagen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen 4 einen annähernd prismatischen Querschnitt
haben.
4. Ofenwagen nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (4) konstanten Querschnitt haben und am oberen
Ende mit seitlichen Erhöhungen (4a, 4b) zur Aufnahme für horizontale Tragbalken (5)
zwischen den Erhöhungen (4a, 4b) versehen sind.
5. Ofenwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (4) und Aufnahmen (2) aus Siliziumkarbidwerkstoffen
oder Oxidkeramik bestehen.
