(19)
(11) EP 0 463 577 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.01.1992  Patentblatt  1992/01

(21) Anmeldenummer: 91110197.0

(22) Anmeldetag:  20.06.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65D 88/12, B65D 90/00, B65D 90/08
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT

(30) Priorität: 21.06.1990 DE 4019767

(71) Anmelder: GRAAFF Gesellschaft mit beschränkter Haftung
D-31008 Elze (DE)

(72) Erfinder:
  • Graaff, Wolfgang, Dipl.-Ing.
    D-31134 Hildesheim (DE)

(74) Vertreter: Walter, Helmut, Dipl.-Ing. 
Aubinger Strasse 81
D-81243 München
D-81243 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Randprofilpaar für Container mit abnehmbarem Dach


    (57) Gegenstand der Erfindung ist ein Randprofilpaar für die einander zugeordneten Ränder einer Seitenwand und eines heb- und senkbaren Daches eines bei abgesenktem Dach allseits dicht geschlossenen Behälters. Beide Profile des Randprofilpaares sind strangförmig und als geschlossenes Hohlprofil ausgebildet. Jedes Profil (2,3) weist im wesentlichen einen kastenförmigen, im Querschnitt zumindest etwa rechteckigen Grundkörper auf. Die Wandung jedes Profils wird im Bereich einer Längskante aufeinandergelegt und in einem Flansch (4;9) fortgesetzt, der die eine Profilseitenwand (5;10) des in dieser Längskante zusammenlaufenden Profilseitenwandpaares (5,6;10,11) verlängert, zu der anderen Profilseitenwand (6;11) des in dieser Längskante zusammenlaufenden Profilseitenwandpaares senkrecht verläuft. Im Einbauzustand und bei aufgesetztem Dach (8) weist die abgerundete Stirnseite (7) des Flansches (4) des ersten Randprofiles (2) auf die dieser Stirnseite zugekehrte Flanschfläche des Flansches des zweiten Randprofiles (3) des Randprofilpaares und drückt gegen ein Dichtungsprofil (14) des zweiten Randprofiles.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Randprofilpaar gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.

    [0002] In der Containertechnik sind allseits geschlossene Normcontainer bekannt, die einen liegenden, rechteckigen Quader bilden, deren Dach gegenüber dem Container heb- und senkbar, gegebenenfalls sogar gänzlich abnehmbar ist. Bei abgenommenem, zumindest aber entsprechend weit angehobenem Dach ist ein einfaches Be- und Entladen des Containers bzw. "Behälters" im Sinne dieser Erfindung möglich, bei abgesenktem oder aufgesetztem Dach sind die Außenabmessungen des Behälters klein, vor allem aber kann das Ladegut Wetter- und zugriffsgeschützt transportiert werden. Es ist bei solchen Behältern üblich, dem oberen Rand des Behälters bzw. den oberen Rändern der Seitenwände des Behälters sowie dem ringsumlaufenden Rand des Daches je ein Randprofil zuzuordnen, um eine Randversteifung von Dach und Behälter zu erhalten.

    [0003] Die Erfindung befaßt sich mit einem solchen Randprofilpaar, und es ist ihre Aufgabe ein Randprofilpaar vorzuschlagen, das Zuverlässig wirkt, praktisch unbegrenzt sich im Einsatz befinden kann und relativ geringe Herstellungs-, Einbau- und Lagerhaltungskosten verursacht.

    [0004] Die Merkmale, die die Erfindung zur Lösung der Aufgabe kennzeichnen, ergeben sich aus den Patentansprüchen. Die Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung ist als Schnitt der Bereich eines Behälters dargestellt, in dem das heb- und senkbare, vorzugsweise gänzlich abnehmbare Behälterdach auf dem oberen Rand einer der Behälterseitenwände abgestützt ist und dieser Einbauzustand durch zweckentsprechende, jedoch insoweit beliebige lösbare Spann- bzw. Befestigungsmittel gesichert ist, wobei diese Mittel ebenso wie weitere Einzelheiten des Behälters nicht gezeigt sind, weil sie eben im Zusammenhang mit der Erfindung nicht wesentlich sind.

    [0005] Dem oberen Rand einer Seitenwand 1 eines Behälters, der die Form eines liegenden Quaders standardisierter Abmessungen, vorzugsweise 20'/40' hat und ein "HOT"-Container ist, ist ein erstes Randprofil 2 eines erfindungsgemäßen Randprofilpaares 2,3 zugeordnet, insbesondere mit diesem derart verschweißt, daß eine insgesamt im wesentlichen durchgehende Außenkontur besteht und das Randprofil nach innen etwas über die Seitenwandebene in den Behälter hineinragt. Das Profil 2 ist ein Hohlprofil, dessen Grundkörper im wesentlichen Rechteckform hat bzw. etwa quadratisch ist. Im Bereich der inneren oberen Profillängskante ist die Profilwandung zusammengeführt, so daß ein doppellagiger Flansch 4 entsteht, der die innere vertikale Wand 5 des Profilgrundkörpers verlängert und senkrecht zu der mit dieser Wand in der oberen, inneren Profillängskante zusammensto- ßenden oberen horizontalen Profilwand 6 verläuft. Am oberen Ende ist der Flansch in einem Bogen 7 abgerundet. Das Profil 2 kann in diese Form aus einem Blech gebogen werden, wobei die Blechenden miteinander verschweißt werden, bei entsprechendem Bedarf kann das Strangprofil jedoch kostengünstiger und zweckmäßiger als Strangpreßprofil extrudiert werden. Gleiches gilt insoweit für das andere, zweite Randprofil 3 des Randprofilpaares 2,3.

    [0006] Dieses zweite, entsprechende Profil 3 ist dem zugehörigen Rand des Daches 8 zugeordnet. Auch dieses zweite Profil 3 ist ein Hohlprofil, dessen Grundkörper im wesentlichen Rechteckform hat. Es ist dem Dach so zugeordnet, insbesondere mit ihm derart verschweißt, daß eine insgesamt im wesentlichen durchgehende Außenkontur besteht und das Randprofil nach innen und unten etwas über die Dachebene vorsteht. Dies gilt, wie auch beim Randprofil 2 im grundsätzlichen auch dann, wenn Seitenwand und Dach Wellenprofil haben. Im Berich der oberen äußeren Profillängskante ist die Profilwandung zusammengeführt, so daß ein doppellagiger Flansch 9 entsteht, der die obere horizontale Wand 10 des Profilgrundkörpers nach außen verlängert und senkrecht zu der mit dieser Wand in der oberen äußeren Profillängskante zusammenstoßenden äußeren vertikalen Profilwand 11 verläuft. Insoweit besteht von der Dimensionierung abgesehen Gleichheit mit dem Randprofil 2. Abweichend von diesem Randprofil 2 ist jedoch beim Randprofil 3 der beschriebene Flansch 9 nach unten hakenförmig umgebogen, so daß ein nach unten gerichteter Endflansch 12 entsteht, der senkrecht zum Flanschteil 9 und parallel zu den vertikalen Profilwänden verläuft. Es ist so eine nach unten offene Rinne 13 gebildet, die ein Dichtungsprofil 14 aufnimmt. Dieses Dichtungsprofil 14 ist ein leistenförmiges Hohlprofil aus Gummi oder einem entsprechend elastischen anderen Material. Die eine, obere Längsseite des Profils 14 ist eben, und mit dieser Seite ist das Dichtungsprofil der dem Profil 2 zugekehrten Seite des Flansches 9 zugeordnet und auf ihr befestigt, insbesondere aufgeklebt. Die dieser Seite des Dichtungsprofils gegenüberliegende Seite ist bogenförmig nach außen gewölbt und der Hohlraum 15 des als strangförmigen Hohlprofil ausgebildeten Dichtungsprofils 14 ist etwa linsenförmig in seinem Querschnitt. Die Breite B des Dichtungsprofils 14 ist so bemessen, daß es mit seinen Seitenrändern weitgehend spiellos, gegebenenfalls sogar mit einer gewissen Vorspannung in der Rinne 13 zwischen dem Flanschteil 12 und der Profilwand 11 liegt, so daß es vertikal gespannt werden, nicht aber seitlich ausweichen kann. Im Einbauzustand und bei aufgesetztem Dach drückt der Flansch 4 mit seinem oberen, abgerundeten Ende 7 gegen das Dichtungsprofil 14 und komprimiert dieses angemessen, so daß im Bereich der Kante zwischen Dach und Seitenwand eine zuverlässige Dachabstützung und Dichtung auch über eine lange Betriebszeit hinweg gewährleistet ist.

    [0007] Beide Randprofile des Randprofilpaares 2,3 sind einfach und rationell herzustellen. Sie sind auch angesichts des oft rauhen Containerbetriebes dauerhaft formstabil.

    [0008] In der Zeichnung ist des besseren Verständnisses wegen das Dichtungsprofil in dem Zustand gezeigt, in dem es durch das Profil 2 nicht gespannt ist, während das Flanschende 7 in dem Zustand gezeichnet ist, in dem es das Dichtungsprofil 14 gespannt hat. Den tatsächlich zutreffenden Zustand kann sich der Fachmann ohne Mühe vorstellen.


    Ansprüche

    1. Randprofilpaar für die einander zugeordneten Ränder einer Seitenwand und eines heb- und senkbaren Daches eines bei abgesenktem Dach allseits dicht geschlossenen Behälters, wobei beide strangförmige Profile des Randprofilpaares als geschlossenes Hohlprofil ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Profil (2,3) im wesentlichen einen kastenförmigen, im Querschnitt zumindest etwa rechteckigen Grundkörper aufweist, dessen Wandung sich im Bereich einer Längskante, aufeinanderliegend in einem Flansch (4;9) fortsetzen, der die eine Profilseitenwand (5;10) des in dieser Längskante zusammenlaufenden Profilseitenwandpaares (5,6;10,11) verlängert, zu der anderen Profilseitenwand (6;11) des in dieser Längskante zusammenlaufenden Profilseitenwandpaares senkrecht verläuft, wobei im Einbauzustand bei aufgesetztem Dach (8) die abgerundete Stirnseite (7) des Flansches (4) des ersten Randprofiles (2) auf die dieser Stirnseite zugekehrte Flanschfläche des Flansches des zweiten Randprofiles (3) des Randprofilpaares weist.
     
    2. Randprofilpaar nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flanschfläche des Flansches des zweiten Randprofils (3), die im Einbauzustand des Randprofilpaares der Stirnseite (7) des Flansches (4) des ersten Randprofils (2) des Randprofilpaares zugewandt ist, ein Dichtungsprofil (14) zugeordnet ist.
     
    3. Randprofilpaar nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungsprofil (14) eine hohle Leiste aus Gummi oder einem gummiartigen Werkstoff ist.
     
    4. Randprofilpaar nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungsprofil (14) im Querschnitt eine flache Seite hat, die der Flanschfläche des zweiten Profils (3) zugeordnet ist, auf die die Stirnseite (7) des Flansches des ersten Profils (2) weist, daß das Dichtungsprofil im Querschnitt eine dieser flachen Seite gegenüberliegende Seite hat, die in einem mittleren Abschnitt bogenförmig nach außen gewölbt ist und daß das Dichtungsprofil einen zumindest etwa linsenförmigen Hohlraum (15) umschließt.
     
    5. Randprofilpaar nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungsprofil (14) dem zugehörigen der Randprofile des Randprofilpaares durch Klebung oder eine entsprechende Befestigungsart dauerhaft zugeordnet ist.
     
    6. Randprofilpaar nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (9) des zweiten Randprofils (3), d.h. des Randprofils mit Dichtungsprofil (14) am äußeren Ende umgebogen ist derart, daß im Einbauzustand der umgebogene Endabschnitt (12) parallel zum Flansch des ersten Randprofils (2) verläuft.
     
    7. Randprofilpaar nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das leistenförmige Dichtungsprofil (14) mit seinen beiden Stirnseiten spiellos zwischen dem umgebogenen Endabschnitt (12) und der zu ihm parallel verlaufenden Profilseitenwand (11) des im Bereich des Flansches zusammenlaufenden Profilseitenwandpaares des zweiten Profils (3) des Randprofilpaares liegt.
     
    8. Zuordnung eines Randprofilpaares nach einem der Ansprüche 2 bis 7 zu einem Behälter mit einem Hubdach (8) derart, daß das das Dichtungsprofil (14) aufnehmende zweite Randprofil (3) dem gegenüber dem Behälter heb- und senkbaren, gegebenenfalls abnehmbaren Dach, das erste Randprofil (2) des Randprofilpaares dem Behälter zugeordnet ist und im Einbauzustand der Flansch (4) des ersten Randprofils (2) in der Betriebsstellung des Behälters nach oben weist, der Flansch (9) des zweiten Randprofils (3) sich horizontal erstreckt.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht