(57) Bei einem selbstregelnden Heizelement zum Erwärmen strömender Medien mit einem aus
gut wärmeleitendem Metall bestehenden Metallkörper als Wärmeübertrager, an dessen
Oberfläche mindestens ein scheibenförmiger keramischer Kaltleiter (PTC-Widerstand)
mittels eines thermisch und elektrisch leitfähigen Kunststoffklebers befestigt ist,
wird in die Kleberschicht zwischen dem Kaltleiter und dem Metallkörper ein Metallsieb
eingelegt, dessen Dicke insbesondere gleich der Dicke der Kleberschicht ist. Die Kleberschicht
wird im Siebdruckverfahren aufgetragen.
[0001] Die Erfindung betrifft ein selbstregelndes Heizelement zum Erwärmen strömender Medien
mit einem aus gut wärmeleitendem Metall bestehenden Metallkörper als Wärmeübertrager,
an dessen Oberfläche mindestens ein scheibenförmiger keramischer Kaltleiter (PTC-Widerstand)
mittels eines thermisch und elektrisch leitfähigen Kunststoffklebers befestigt ist
und ferner ein Verfahren zur Herstellung dieses selbstregelnden Heizelementes.
[0002] Die Verwendung von Kaltleitern zum Aufheizen strömender Medien ist bekannt. Ein Heizelement,
das die obengenannten Merkmale aufweist, ist in der DE-OS-37 08 056 beschrieben.
[0003] In der genannten Offenlegungsschrift besteht der Metallkörper des Heizelementes aus
mehreren einzelnen Körpern, insbesondere aus zwei sich zu einer zylinderförmigen Anordnung
ergänzenden Segmenten mit jeweils halbkreisförmigem Querschnitt, die gleichzeitig
als Stromzuführungen zu den Kaltleitern dienen. Mindestens ein scheibenförmiger Kaltleiter
ist mit seinen die Belegungen tragenden großen Stirnflächen an jeder der beiden ebenen
Grenzflächen der benachbarten Segmente mittels eines elektrisch und thermisch leitenden
Klebers befestigt. Zur Unterstützung des Klebers ist eine umklammernde Halterung des
gesamten Systems, beispielsweise durch einen starren Kunststoffrahmen, vorgesehen.
Es handelt sich also um ein Heizelement mit zweiseitiger Wärmeauskopplung.
[0004] Elektrisch und thermisch leitfähige Klebstoffe für höhere Betriebstemperaturen sind
beispielsweise in der US-PS 3 898 422 beschrieben. Allerdings wird dort das PTC-Heizelement
nur einseitig an das aufzuheizende Objekt mit einem solchen Klebstoff angeklebt, während
die zweite Seite des PTC-Heizelementes über eine Klemmfeder kontaktiert wird.
[0005] Alle bisher bekannten möglichen Verbindungen der Kaltleiter mit dem Wärmeübertrager
weisen neben einer Reihe von Vorteilen auch Nachteile auf. Lötverbindungen sind hinsichtlich
thermischer Ausdehnungseffekte nicht flexibel genug, während großflächige Klemmkontaktierungen
oftmals zu einer problematischen Stromverteilung auf der Oberfläche des Kaltleiters
führen. Auch bei Verwendung der Klebetechnik treten zwei grundsätzliche Probleme auf.
[0006] Einerseits muß während des Aushärtens des Klebers in der Montage auf eine exakte
Fixierung und Ausrichtung der Teile des Heizelementes zueinander geachtet werden,
da sonst ein nachfolgendes Umspritzen der Heizelemente mit Kunststoff nicht mehr möglich
ist. Bereits bei Versetzungen der Teile zueinander um einige hunderstel Millimeter
besteht die Gefahr, daß beim fertigen Heizelement die empfindlichen Kaltleiter nicht
vollständig abgedichtet sind. Hinzu kommt, daß durch sehr aufwendige spezielle Halterungen
versucht werden muß, den Kaltleiter während des Aushärtens zu fixieren, ohne daß dabei
durch Druck auf die Klebestelle der dünnflüssige Kleber aus der Klebefuge herausgepreßt
wird. Ein solches fixiertes, aber 'schwimmendes' Aushärten wird durchgeführt, um ein
Herumfließen des leitfähigen Klebers um den PTC, und damit die Gefahr eines Kurzschlusses
zu vermeiden. Es wird zusätzlich dadurch erschwert, daß die notwendige Fixierungsvorrichtung
in einem relativ kleinen Ofen zum Aushärten Platz haben soll.
[0007] Bei Verwendung der Klebetechnik ist ferner in Betracht zu ziehen, daß bei hochgradig
mit Metallpartikeln gefüllten Kunststoffklebern bei hohen Temperaturen die Haftfestigkeit
des Polymers abnimmt. Die Verminderung der Haftfestigkeit, vor allem bei Temperaturen
oberhalb von 200° C, ist besonders im Falle hoher Stromdichten problematisch, da die
auf viele kleinflächige Kontakte verminderte Verbindung mit örtlicher Überhitzung
dieser verbleibenden Haftstellen einhergeht. Besonders bei Dünnschichtmetallisierung
des Kaltleiters besteht nach längerer zyklischer Temperaturbelastung die Gefahr der
Zerstörung der Metallbelegungen des Kaltleiters und damit auch des gesamten Heizelementes.
Diese die Dauerzuverlässigkeit des Heizelementes in Frage stellende Eigenschaft des
Kunststoffklebers ist nicht direkt beeinflußbar.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein selbstregelndes
Heizelement mit verbesserter Dauerzuverlässigkeit anzugeben, das auch vereinfacht
herstellbar ist.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das keramische Bauelement der eingangs angegebenen
Art dadurch gekennzeichent, daß in die Kleberschicht zwischen dem Kaltleiter und dem
Metallkörper ein Metallsieb eingelegt ist.
[0010] Das Verfahren der eingangs angegebenen Art zur Herstellung eines solchen selbstregelnden
Heizelementes ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Kleberschicht im
Siebdruckverfahren aufgetragen wird.
[0011] Beim Aushärten ist es nun möglich, den Kaltleiter starr an die Oberfläche der Metallkörper
zu pressen. Dabei kann eine gewünschte Preßstärke gewählt werden, ohne daß der Kleber
aus der Fuge verdrängt wird, wenn die Dosierung des im Siebdruckverfahren aufgetragenen
Klebers so erfolgt, daß die aufgetragene Kleberschicht gleich der Dicke des Metallsiebes
ist.
[0012] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden zwei scheibenförmige
Kaltleiter mit einer Dicke von ca. 0,8 mm, deren große Stirnflächen jeweils ca. 2
cm² groß sind, mittels eines Silberleitklebers zwischen den beiden Einzelsegmenten
eines zylinderförmigen Wärmeübertragers aus Aluminium befestigt. Es können beispielsweise
Kaltleiter mit einer Bezugstemperatur von 220° C und einer Nennspannung von 14 V verwendet
werden. Das Metallsieb kann vorzugsweise weitmaschiger als die üblicherweise für den
Siebdruck keramischer Bauelemente verwendeten Metallgewebe sein.
[0013] Es wurden Dauerversuche durchgeführt, bei denen das Heizelement durch einminütiges
Aufheizen und darauf folgendes anderthalbminütiges, beschleunigtes Abkühlen bis unter
40° C zyklisch belastet wurde. Dabei zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der
Heizelemente mit dem erfindungsgemäß eingelegten Metallsieb, die darauf zurückzuführen
ist, daß selbst bei Ablösung der Kleberschicht aufgrund der hohen thermischen Belastung
immer noch genügend Kontaktfläche des Metallsiebes zu einer sicheren Stromleitung
zur Verfügung steht. Die überraschend hohe Beständigkeit der Kontaktsicherheit kommt
unter anderem auch durch eine leichte strukturelle Federwirkung des Metallsiebes zustande.
Durch das Pressen während des Aushärtens des Klebers entsteht eine Vorspannung, die
auch im Falle des Ablösens der Kleberschicht hilft, einen sicheren Kontakt aufrecht
zu erhalten.
[0014] Wird die Vorrichtung zum Pressen der Teile während des Aushärtens aus nichtleitenden
Materialien hergestellt, so kann bei Kaltleitern mit Bezugstemperaturen oberhalb 180°
C die Aushärtung, wie an sich bereits aus der DE-PS-31 51 109 bekannt, auch durch
Anlegen einer Spannung an das System erfolgen.
1. Selbstregelndes Heizelement zum Erwärmen strömender Medien mit einem aus gut wärmeleitendem
Metall bestehenden Metallkörper als Wärmeübertrager, an dessen Oberfläche mindestens
ein scheibenförmiger keramischer Kaltleiter (PTC-Widerstand) mittels eines thermisch
und elektrisch leitfähigen Kunststoffklebers befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Kleberschicht zwischen dem Kaltleiter und dem Metallkörper ein Metallsieb
eingelegt ist.
2. Selbstregelndes Heizelement zum Erwärmen strömender Medien nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke des Metallsiebes gleich der Dicke der Kleberschicht ist.
3. Verfahren zur Herstellung eines selbstregelnden Heizelementes nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kleberschicht im Siebdruckverfahren aufgetragen wird.