| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 463 671 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.08.1995 Patentblatt 1995/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.06.1991 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: C23G 1/36 |
|
| (54) |
Verfahren zur Aufbereitung von Metallsalze und Säure enthaltender Altbeize
Process for treating waste pickling baths containing metallic salts and acids
Procédé de traitement de bains de décapage usés contenant des sels métalliques et
des acides
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
28.06.1990 DE 4020560
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
| (73) |
Patentinhaber: METALLGESELLSCHAFT Aktiengesellschaft |
|
60015 Frankfurt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Brücken, Volker
W-6240 Königstein (DE)
- Kaune, Albert, Dr.
W-6240 Königstein 2 (DE)
- Pötzschke, Manfred, Dr.
W-6242 Kronberg (DE)
- Wallis, Ernst, Dr.
W-6236 Eschborn (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 2, Nr. 59 (C-12), 27. April 1978; & JP-A-53 019 171
(ASAHI GLASS K.K.) 22-02-1978
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 2, Nr. 46 (C-9), 28. März 1978; & JP-A-53 02 379 (ASAHI
GLASS K.K.) 11-01-1978
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 4, Nr. 81 (C-14)[563], 11. Juni 1980; & JP-A-55 047
387 (SHIN NIPPON SEITETSU K.K.) 03-04-1980
- Database WPI, Derwent Publications London, AN 78-26195A
- Chemical Abstracts, Band 89, Heft 14, 2 Oktober 1978, Columbus Ohio (US), Referat
117270s
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Metallsalze und Säuren
enthaltender, bei der Oberflächenbehandlung von Walzprodukten aus nichtrostenden und
hitzebeständigen Stählen mittels wäßriger Beizlösung anfallender Altbeize mittels
Säuredialyse und Membranelektrolyse, wobei der an freien Säuren abgereicherte Ablauf
der Säuredialyse zur Rückgewinnung der Metalle dem Kathodenraum der Membranelektrolyse
zugeführt wird.
[0002] Aus nichtrostenden hitzebeständigen Stählen hergestellte Walzprodukte werden in aller
Regel abschließend einer Wärmebehandlung unterzogen. Die dabei auf der Oberfläche
der Walzprodukte gebildeten Zunderschichten werden zunächst durch Sandstrahlen abgetragen;
anschließend erfolgt eine chemische Oberflächenbehandlung mittels eines Salpetersäure-/Flußsäure-Gemisches.
In Abhängigkeit von der Stahlqualität und der Beizdauer kann der Gesamtmetallgehalt
der dabei entstandenen Altbeize, der im wesentlichen aus den Legierungselementen Eisen,
Chrom und Nickel besteht, bis zu 80 g/l und mehr betragen.
[0003] Bekannt ist, solche Altbeizen in einem Teilstrom kontinuierlich zum Zwecke des Absetzens
der darin enthaltenen Verunreinigungen zunächst über einen Sedimentationsfilter und
anschließend durch ein Harzbett zu leiten, in dem die Säure absorbiert wird, während
die Metallsalze daraus abfließen können. Nach vollständiger Beladung des Harzbettes
mit Säure wird die Säure mit Wasser ausgespült und dem Beizbad wiederzugeführt. Bei
diesem Verfahren beträgt die Rückführungsrate sowohl für Salpetersäure als auch für
Flußsäure ca. 90 %. Aufgrund des relativ hohen Metallschlupfes muß in der regenerierten
Säure mit einem Metallgehalt von ca. 50 % gerechnet werden. Eine Rückgewinnung der
Metalle ist nicht möglich, so daß es zu einer Aufkonzentrierung der Metalle in der
Beizlösung kommt. Der in dem Sedimentationsfilter gebildete Filterkuchen ist nach
der Abwasser-Neutralisation einer Deponierung zuzuführen.
[0004] Bei einem weiteren Verfahren wird die Altbeize in einem Extraktor mit einem organischen
Lösungsmittel vermischt und dabei die freie Säure aus der Altbeize entfernt. Durch
die Zugabe von Schwefelsäure im Extraktor erfolgt eine Freisetzung der Metallsalze
unter Bildung von Metallsulfat. Die in dem organischen Lösungsmittel eingebundenen
Säuren werden in einem Stripper durch Spülen mit Wasser abgetrennt. Die Rückführungsrate
der regenerierten Beize beträgt für Salpetersäure ca. 90 % und für Flußsäure ca. 70
%. Der nicht extrahierte Säurerest verbleibt in der metallsulfathaltigen Lösung. Nachteilig
ist bei diesem Verfahren die Verwendung organischer Lösungsmittel und die damit verbundene
aufwendige Entsorgung. Ferner ist die metallsulfathaltige Lösung zur Abtrennung der
Salpetersäure-/Flußsäure-Anteile im Metallsulfat zu filtern und zu waschen.
[0005] Es besteht auch die Möglichkeit, die Altbeize zusammen mit 60 bis 70 %iger Schwefelsäure
einem Verdampfer zuzuführen. Ein Wärmeaustauscher hält die Temperatur der Säure im
Verdampfer auf 80°C, so daß die Salpetersäure und Flußsäure destillieren und in einem
Kühler kondensieren. Die Rückführungsrate der regenerierten Beize beträgt für Flußsäure
ca. 99 % und für Salpetersäure ca. 95 %. Die Aufbereitung der metallhaltigen Schwefelsäure
erfolgt durch Kristallisation mit anschließender Abscheidung von Eisen und Chrom als
Jarosit und Chromhydroxid in schwach saurer Lösung. Der Überlauf des Abscheiders wird
in Reaktoren geleitet, in denen Nickel nach der Alkalisierung als Hydroxid ausgeschieden
wird. Bei diesem Verfahren ist ein erheblicher apparativer Aufwand erforderlich.
[0006] Bei dem sogenannten Eindampfverfahren wird Altbeize in einem Eindampfer aufkonzentriert
und das metallfluoridhaltige Konzentrat einem Kristallisator aufgegeben, dem sich
eine Filtereinrichtung anschließt. Das Filtrat wird mit dem Kondensat der Säureeindampfung
in das Beizbad zurückgeführt. Die Rückführungsrate für die freien Säuren beträgt bis
zu 90 %. Durch die Neutralisation des feuchten Filterrückstandes mit gebranntem Kalk
wird ein additiver Schlackenbildner mit einer Restfeuchte von ca. 3 % erzeugt, der
bei der Stahlherstellung eingesetzt werden kann. Die Metalle stellen keine Wertstoffe
dar und die additiven Schlackenbildner können nur zur Herstellung von Massenstählen
benutzt werden.
[0007] In der JP-OS 53 019 171 ist ein Verfahren zur Aufbereitung von Metallionen und Säure
enthaltenden Altbeizen vorgesehen, bei dem der an freien Säuren abgereicherte Ablauf
einer Säuredialyse vor dem Eintritt in den Kathodenraum einer Membranelektrolyse mit
dem säure- und metallsalzhaltigen Austrag der Elektrodialyse des Überlaufs des Kathodenraums
der Membranelektrolyse vermischt wird. Der an Metall abgereicherte Ablauf der Membranelektrolyse
wird einer Elektrodialyse oder einer Destillation und der an freien Säuren angereicherte
Überlauf der Säuredialyse der Membranelektrolyse unterworfen.
[0008] Es ist die Aufgabe vorliegender Erfindung, ein Verfahren der eingangs beschriebenen
Art bereitzustellen, mit dem metallhaltige Salpetersäure-/Flußsäure-Altbeizen aus
der chemischen Oberflächenbehandlung von Walzprodukten aus nichtrostenden und hitzebeständigen
Stählen so aufbereitet werden können, daß
- eine hohe Rückführrate der freien Säuren und
- ein geringer Metallsalzschlupf,
- eine Rückgewinnung der Metalle Nickel, Chrom und Eisen in einer den direkten Einsatz
im Schmelzprozeß erlaubenden Form,
- eine Restbeize, die nicht deponiert werden muß, und
- ein geringer Energie- und Betriebsmittelbedarf erzielt werden.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Salpeter- und Flußsäure sowie Nickel-,
Chrom- und Eisensalze enthaltende Altbeize aufbereitet werden wie in Anspruch 1 angegeben.
[0010] Bei der Säuredialyse werden die freien Säuren aus der Altbeize durch Ionenaustauschermembrane
selektiv abgetrennt, indem das die freien Säuren aufnehmende destillierte Wasser und
die metallhaltige Salpeter-/Flußsäure-Altbeize - getrennt durch die Ionenaustauschermembranen
- im Gegenstrom aneinander vorbeigeführt werden. Aufgrund des Konzentrationsgefälles
zwischen den beiden Flüssigkeitsströmen diffundieren die Salpetersäure und die Flußsäure
aus der Altbeize in das aufnehmende Wasser, während die Metallsalze bis auf einen
relativ geringen Schlupf zurückgehalten werden.
[0011] Bei der Metallelektrolyse, bei der zwischen Kathoden und Anoden Kationenaustauschermembrane
angeordnet sind, werden Nickel, Chrom und Eisen in metallischer Form an der Kathode
abgeschieden. Hierbei entsteht wieder freie Flußsäure; die Salpetersäure wird teilweise
reduziert. In dem Eindampfer werden die beiden Ströme für den Ausgleich des Wasserhaushalts
eingedampft, der Brüden wird der Säuredialyse und die regenerierte Beize dem Beizbad
aufgegeben.
[0012] Im Rahmen der besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens betragen
bei der Dialyse der Volumenstrom pro Membranflächeneinheit 0,5 bis 10 l/h · m² und
das Kathodenpotential bei der Membranelektrolyse -400 bis -1000 mV
h, entsprechend einer Zellenspannung von 2,8 bis 5,0 V.
[0013] Nach einer besonderen Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das frei wählbare
Potential der Kathode mittels potentialgeregeltem Gleichrichter über eine Bezugselektrode
konstant gehalten.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen
Verfahrensschemas näher und beispielhaft erläutert.
[0015] Eine Altbeize der Zusammensetzung
| H⁺ |
ungefähr |
1,77 bis 2,02 g/l |
| HNO₃ |
ungefähr |
80 g/l |
| HF |
ungefähr |
10 bis 15 g/l |
| -F⁻ |
ungefähr |
35 bis 50 g/l |
| Fe |
ungefähr |
33 g/l |
| Ni |
ungefähr |
5 g/l |
| Cr |
ungefähr |
6 g/l |
wird aus dem Behälter (1) über die Leitung (2) einer Dialysezelle (3) in einem Volumenstrom
pro Membranflächeneinheit von 2 l/h · m² zugeführt.
[0016] Im Gegenstrom dazu fließt auf der anderen Seite der Ionenaustauschermembran mit gleicher
Geschwindigkeit und gleichem Volumen destilliertes Wasser, durch das ca. 65 % Salpetersäure
und ca. 95 % Flußsäure bei einer Salzleckrate von 3,6 % aufgenommen werden. Die an
freien Säuren abgereicherte Altbeize der Zusammensetzung
| H⁺ |
ungefähr |
0,46 g/l |
| HNO₃ |
ungefähr |
30 g/l |
| HF |
ungefähr |
1 g/l |
| -F⁻ |
ungefähr |
20 g/l |
| Fe |
ungefähr |
31 g/l |
| Ni |
ungefähr |
5 g/l |
| Cr |
ungefähr |
4,6 g/l |
wird über die Leitung (4) dem Kathodenraum der Membranelektrolyse (5) aufgegeben.
Der Elektrolyt des Anodenraums enthält 1 %ige Flußsäure. Bei einer Zellenspannung
von 4 V (Kathodenpotential -600 mV
h) und einer Stromstärke von 200 A/m² ergibt sich nach 24 h Dauer ein Metallabreicherungsgrad
von ca. 90 % und eine Gewinnung an freier Flußsäure, da neben der Metallabscheidung
freie Flußsäure durch die anodische Teilreaktion gebildet wird. Der Ablauf der Membranelektrolyse
(5) und der Überlauf der Säuredialyse (3) werden über die Leitungen (6) und (7) einer
Eindampfstufe (8) zugeleitet. Der bei der Eindampfung entstehende Brüden wird unmittelbar
über die Leitung (9) der Säuredialyse (3) aufgegeben. Der Austrag der Eindampfstufe
besteht im wesentlichen aus Salpeter-/Flußsäure und geringen Mengen an Metallsalz
und wird über die Leitung (10) der Beizevorlage (1) zugeführt. Aus der Membranelektrolyse
(5) werden die in ganz geringen Mengen anfallenden Elemente Silizium, Aluminium, Molybdän
etc. ausgeschleust und die Metalle Nickel, Chrom und Eisen entnommen. Nach der Elektrolyse
besitzt die ausgetragene Beize eine Zusammensetzung von
| H⁺ |
1,42 g/l |
| HNO₃ |
22,4 g/l |
| HF |
22,0 g/l |
| Σ -F⁻ |
22,0 g/l |
| Fe |
5,0 g/l |
| Ni |
0,38 g/l |
| Cr |
0,8 g/l. |
[0017] Die Ergebnisse der einzelnen Verfahrensmaßnahmen zeigen, daß die eingangs beschriebene
Beize nahezu vollständig aufbereitet und somit in das Beizbad zurückgeführt werden
kann. Die Metalle können innerhalb bestimmter Stromdichtebereiche abgeschieden werden,
während in der Elektrolyse gleichzeitig Flußsäure entsteht.
1. Verfahren zur Aufbereitung von Metallsalze und Säuren enthaltender, bei der Oberflächenbehandlung
von Walzprodukten aus nichtrostenden und hitzebeständigen Stählen mittels wäßriger
Beizlösung anfallender Altbeize mittels Säuredialyse und Membranelektrolyse, wobei
der an freien Säuren abgereicherte Ablauf der Säuredialyse zur Rückgewinnung der Metalle
dem Kathodenraum der Membranelektrolyse zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Salpeter- und Flußsäure sowie Nickel-, Chrom- und Eisensalze enthaltende Altbeize
zur Rückgewinnung der freien Salpeter- und Flußsäure der Säuredialyse, der an freien
Säuren angereicherte Überlauf der Säuredialyse und der an Metallen abgereicherte Ablauf
der Membranelektrolyse, bei der zwischen Kathoden und Anoden Kationenaustauschermembranen
angeordnet sind, einer Eindampfung unterworfen und der Austrag der Eindampfung dem
Beizbad und der Brüden der Eindampfung der Säuredialyse zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Säuredialyse mit einem
Volumenstrom pro Membranflächeneinheit in einem Bereich von 0,5 bis 10 l/h · m² und
die Membranelektrolyse mit einem Kathodenpotential in einem Bereich von -400 bis -1000
mVh, entsprechend einer Zellenspannung von 2,8 bis 5,0 V betrieben werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Katholyt die
an freien Säuren abgereicherte Altbeize und als Anolyt eine bis 1 %ige Salpeter-/Flußsäuremischung
benutzt werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Membranelektrolyse
das frei wählbare Potential der Kathode mittels potentialgeregeltem Gleichrichter
über eine Bezugselektrode konstant gehalten wird.
1. A process for treating, by means of acid dialysis and membrane electrolysis, waste
pickle containing metal salts and acids which is produced in the surface treatment
of rolled stock made of stainless, heat-resistant steels by means of aqueous pickling
solution, wherein the discharge, which is depleted in free acids, of the acid dialysis
for recovering the metals is fed to the cathode compartment of the membrane electrolysis
stage, characterised in that the waste pickle containing nitric acid and hydrofluoric
acid and also nickel, chromium and iron salts, for recovery of the free nitric acid
and hydrofluoric acid of the acid dialysis, the overflow of the acid dialysis which
is enriched in free acids and the discharge, which is depleted in metals, of the membrane
electrolysis stage, in which cation-exchanger membranes are arranged between cathodes
and anodes, are subjected to evaporation and the discharge of the evaporation is fed
to the pickling bath and the vapours of the evaporation are sent to the acid dialysis.
2. A process according to Claim 1, characterised in that the acid dialysis is operated
at a volumetric flow rate per unit of membrane surface area in a range of 0.5 to 10
l/h · m² and the membrane electrolysis is operated with a cathode potential in a range
of -400 to -1000 mVh, corresponding to a cell voltage of 2.8 to 5.0 V.
3. A process according to Claims 1 and 2, characterised in that the waste pickle depleted
in free acids is used as the catholyte and an up to 1% nitric acid/hydrofluoric acid
mixture is used as the anolyte.
4. A process according to Claims 1 to 3, characterised in that in the membrane electrolysis
the freely selectable potential of the cathode is kept constant by means of a potential-controlled
rectifier via a reference electrode.
1. Procédé pour le traitement de bains de décapage usés contenant des sels métalliques
et des acides résultant du traitement superficiel de produits de laminage constitués
par des aciers inoxydables et réfractaires au moyen d'une solution aqueuse de décapage,
au moyen d'une dialyse acide et d'une électrolyse à membranes, dans lequel l'écoulement
de la dialyse acide appauvri en acides libres est acheminé vers l'espace entourant
la cathode de l'électrolyse à membranes en vue de la récupération des métaux, caractérisé
en ce que les bains de décapage usés contenant de l'acide nitrique et de l'acide fluorhydrique
ainsi que des sels de nickel, de chrome et de fer en vue de la récupération des acides
nitrique et fluorhydrique libres de la dialyse acide, le trop-plein de la dialyse
acide enrichi en acides libres et l'écoulement appauvri en métaux de l'électrolyse
à membranes, dans laquelle des membranes échangeuses de cations sont disposées entre
des cathodes et des anodes, sont soumis à une concentration par évaporation, le produit
d'évacuation issu de l'évaporation étant acheminé vers le bain de décapage et les
vapeurs de l'évaporation étant acheminées vers la dialyse acide.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la dialyse acide est mise
en service avec un débit volumique par unité de surface de membrane dans un domaine
de 0,5 à 10 l/h . m² et en ce que l'électrolyse à membranes est mise en service avec
un potentiel cathodique dans un domaine de -400 à -1000 mVh, ce qui correspond à une tension cellulaire de 2,8 à 5,0 V.
3. Procédé selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que, comme catholyte, on
utilise le bain de décapage usé appauvri en acides libres et, comme anolyte, un mélange
d'acide nitrique/acide fluorhydrique ayant une concentration atteignant jusqu'à 1%.
4. Procédé selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, au cours de l'électrolyse
à membranes, le potentiel de la cathode qui peut être sélectionné librement est maintenu
constant au moyen d'un redresseur de courant à potentiel réglé à l'aide d'une électrode
de référence.
