[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine, mit mindestens
einem Druckständer, in dem ein Gegendruckzylinder und zwei an diesen anstellbare Formatzylinder,
die mit diesen zugeordneten Farbwalzen versehen sind, gelagert sind, wobei der Gegendruckzylinder
mit dem Hauptantrieb verbunden ist und auf den Wellenzapfen des Gegendruckzylinders,
des Formatzylinders und der Farbwalze Zahnräder befestigt sind, die im Druckbetrieb
zum Synchronlauf miteinander im Eingriff sind.
[0002] Druckmaschinen dieser Art sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt, wobei
die Formatzylinder zum Ausführen der Druckan- und Druckabstellbewegungen und zum Ausführen
von Weithubbewegungen zum Formatzylinderwechsel in im Druckmaschinengestell verschieblich
geführten Schlitten gelagert sind und die Farbwalzen der Farbwerke ihrerseits auch
in Schlitten gelagert sind, die auf den Formatzylinderschlitten parallel zu sich selbst
verschieblich geführt sind.
[0003] Eine Druckmaschine dieser Art wird dadurch auf einen bestimmten Druckauftrag eingerichtet,
daß die vorbereitete für diesen bestimmte Formatwalze oder bei einem Mehrfarbendruck
die üblicherweise vier oder sechs unterschiedliche Farben druckenden Formatwalzen
eingebaut werden. Zwischen einem Auftragswechsel treten dabei erhebliche Stillstandszeiten
ein, die insbesondere bei Hochleistungsdruckmaschinen wegen des Produktionsausfalls
beträchtliche Kosten verursachen.
[0004] Aus der EP-A-0 234 456 ist eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 bekannt. Bei dieser bekannten Druckmaschine kann der Gegendruckzylinder durch eine
Kegelradstufe an den Hauptantrieb angekuppelt sein, wobei auch die beiden jeweils
getrennt für sich an den Gegendruckzylinder anstellbaren Formatzylinder über Kegelradstufen
von dem Hauptantrieb angetrieben werden können. Die beiden Formatzylinder können durch
schaltbare Kupplungen von dem Hauptantrieb abgekuppelt werden, wobei diese in ihrem
von dem Hauptantrieb abgekuppelten Zustand durch steuerbare Servomotoren über die
Umfangsgeschwindigkeit des Gegendruckzylinders beschleunigt werden können. Sind die
Formatzylinder durch die steuerbaren Servomotoren auf die Umfangsgeschwindigkeit des
Gegendruckzylinders gebracht worden, werden diese durch schaltbare Kupplungen abgekuppelt
und der betreffende Formatzylinder über die Schaltkupplung an den Hauptantrieb angekuppelt.
[0005] Dies bedingt eine relativ aufwendige Getriebe- und Kupplungstechnik, da der Gegendruckzylinder
und die Formatzylinder jeweils über besondere, von dem Hauptantrieb abgeleitete Antriebsstränge
und über mit diesen verbundene Kegelradstufen mit dem Hauptantrieb verbunden sind,
wobei zusätzlich jeder Formatzylinder mit zwei Kupplungen zum An- oder Abkuppeln an
den Hauptantrieb oder einen eigenen steuerbaren Servomotor versehen ist.
[0006] Aus der EP-A-0 010 141 ist eine Vorrichtung zum Herstellen von Druckerzeugnissen
mit wechselnden Eindrucken im Komplettdruck mit einer weiteren Druckeinheiten zugeordneten
Eindruckeinheit, die mindestens zwei unabhängig voneinander und von einem gemeinsamen
Gegendruckzylinder, der von der zu bedruckenden Papierbahn umschlungen ist, aktivierbare
bzw. passivierbare Druckwerke aufweist. Hierbei wird es als üblich angesehen, daß
der Antrieb eines hierbei verwendeten Reibzylinders vom Zahnrad eines Plattenzylinders
abgenommen werden kann.
[0007] Aus der DE-A-34 32 572 ist eine Rotationsdruckpresse für mehrere Farben bekannt,
welche zur Ausrichtung des Plattenzylinders und des Druckzylinders eine einen Mikroprozessor
aufweisende Steuereinheit für getrennte Motoren aufweist, die den Plattenzylinder
und den Druckzylinder antreiben. Die Steuereinheit hält im Betrieb der Rotationsdruckpresse
die Ausrichtung für den Druck aufrecht.
[0008] Die gemäß diesem Stand der Technik beschriebenen Druckmaschinen weisen eine komplizierte
und daher verschleißanfällige Getriebe- und Kupplungstechnik zwischen Hauptantrieb
und Formatzylinder auf.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Druckmaschine nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß deren Formatzylinder sich mit einer
einfacheren Getriebe- und Kupplungstechnik an den Hauptantrieb an- und von diesem
abkuppeln lassen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0011] Bei der erfindungsgemäßen Druckmaschine kann unmittelbar nach Beendigung eines Druckauftrages
mit dem Drucken eines neuen Druckauftrages völlig anderer Art begonnen werden, ohne
daß die Druckmaschine insgesamt stillgesetzt und umgerüstet werden müßte. Die erfindungsgemäße
Druckmaschine gestattet es, die mit unverminderter Geschwindigkeit durch die Druckmaschine
hindurchlaufende Bahn im Anschluß an einen Druckauftrag diese aufgrund eines neuen
Druckauftrages in anderer Weise zu bedrucken, ohne daß zwischen den beiden Druckaufträgen
nennenswerte Makulatur ensteht.
[0012] Im einfachsten Fall kann die erfindungsgemäße Druckmaschine nur aus einem Druckständer
bestehen, in dem ein Gegendruckzylinder und zwei an diesen anstellbare Formatzylinder
mit diesen zugeordneten Farbwalzen gelagert sind. Mit einer derartigen Druckmaschine
läßt sich ein Auftragswechsel im einfarbigen Druck vollziehen, ohne daß die Druckmaschine
angehalten werden muß und dadurch eine Betriebsunterbrechung eintritt. Bei laufendem
Gegendruckzylinder und über diesen laufender zu bedruckender Bahn wird während der
Ausführung eines Auftrags der Formatzylinder für den folgenden Auftrag in den Druckständer
eingebracht und mit den Lagern verbunden und über seinen Formatzylinderschlitten in
eine Stellung gefahren, aus der er in Zahneingriff mit dem zugehörigen Gegendruckzylinderzahnrad
gebracht werden kann. Bevor der laufende Druckauftrag beendet ist, wird nun der neue
für den nächsten Druckauftrag bestimmte Formatzylinder durch den Servomotor auf die
Synchrongeschwindigkeit beschleunigt, so daß der Formatzylinder mit Synchrongeschwindigkeit,
also einer Umfangsgeschwindigkeit umläuft, die der Geschwindigkeit der zu bedruckenden
Bahnd bzw. der Umfangsgeschwindigkeit des Gegendruckzylinders entspricht. Erfolgt
nun der Befehl "Druckauftragswechsel" wird der Formatzylinder des letzten Druckauftrages
in die "Druckabstellung" bewegt, während das Antriebszahnrad des neuen Formatzylinders
in Zahneingriff mit dem Gegendruckzylinderzahnrad und in die Druckanstellung gebracht
wird. Dabei kann das Zahnrad des neuen Formatzylinders noch während der Ausführung
des letzten Druckauftrages in eine Stellung zu dem Gegendruckzylinder gebracht werden,
die der üblichen Druckabstellung entspricht.
[0013] Aus der DE-OS 34 32 572 ist es an sich bekannt, bei einer Druckmaschine sowohl den
Gegendruckzylinder als auch den Formatzylinder und die Farbauftragswalze durch Servomotore
auf Synchrongeschwindigkeit zu bringen, die dann auch von den Servomotoren während
des Druckbetriebes aufrecht erhalten wird.
[0014] Die erfindungsgemäße Druckmaschine erlaubt es ferner, sowohl das Zahnrad des Formatzylinders
des laufenden Druckauftrages als auch das Zahnrad des Formatzylinders des nächstfolgenden
Druckauftrages mit den auf den Wellenzapfen des Gegendruckzylinders gelagerten Zahnrädern
in Eingriff zu bringen, wobei sich dann allerdings das Zahnrad des Formatzylinders
für den folgenden Druckauftrag in der Druckabstellung befindet, wenn nicht ausnahmsweise
- wie unten näher erläutert - mit beiden Formatzylindern gedruckt wird. Bei dieser
Ausgestaltung ist, wenn ein einfarbiger Auftragswechsel stattfinden soll, das Gegendruckzylinderzahnrad,
das mit dem Formatzylinder des laufenden Auftrags kämmt, an den Gegendruckzylinder
angekuppelt, während das auf dem anderen Wellenzapfen des Gegendruckzylinders gelagerte
Zahnrad zunächst frei drehbar ist. Zum Auftragswechsel kann nun das Zahnrad des Formatzylinders
des nächstfolgenden Druckauftrags in einen losen der Druckabstellung entsprechenden
Eingriff mit dem zugehörigen Gegendruckzylinderzahnrad gebracht werden. Durch den
Servomotor wird nun der neue Formatzylinder und mit diesem auch das noch frei drehbare
Gegendruckzylinderzahnrad auf die Synchrongeschwindigkeit gebracht. Ist die Synchrongeschwindigkeit
erreicht, wird das Gegendruckzylinderzahnrad an den Hauptantrieb angekuppelt, so daß
beide Formatzylinder über den Hauptantrieb die Synchrongeschwindigkeit erhalten. Zum
Auftragswechsel kann nun der Formatzylinder des letzten Auftrages in die Druckabstellung
und gleichzeitig der Formatzylinder des neuen Druckauftrages in die Druckanstellung
bewegt werden, so daß ohne Unterbrechung des Druckbetriebes und praktisch ohne Makulatur
von einem Druckauftrag auf den anderen übergegangen wird.
[0015] Dadurch, daß der Servomotor mit einer Welle in Antriebsverbindung steht, die über
eine Kupplungsbremskombination wahlweise an ein Zahnrad oder Getriebe an- oder abkuppelbar
ist, das jeweils eines der auf den Wellenzapfen des Gegendruckzylinders gelagerten
Zahnräder antreibt, können beide Formatzylinder eines Druckständers durch einen einzigen
Servomotor angetrieben werden. Dabei wird die Kupplungsbremskombination durch die
zugehörige Steuerung so geschaltet, daß während des Hochlaufs auf der zu beschleunigenden
Seite die Kupplung geschlossen und die Bremse gelöst ist. Die Kupplungen und Bremsen
der beiden Kupplungs- und Bremskombinationen auf den beiden Seiten der Welle werden
dabei so geschaltet, daß bei geöffneter Kupplung die Bremse erst einfällt, wenn der
Formatzylinder des letzten Auftrages in die Druckabstellung bewegt und das diesen
antreibende Gegendruckzylinderzahnrad von dem Wellenzapfen des Gegendruckzylinders
abgekuppelt worden ist. Während der Ausführung des neuen Auftrages läßt sich dann
der Formatzylinder des letzten Auftrages gegen einen neuen für den übernächsten Druckauftrag
austauschen.
[0016] Um eine gute Zugänglichkeit zu den Formatzylindern zu gewährleisten, sind diese zweckmäßigerweise
um 180 Grad versetzt an den Gegendruckzylinder anstellbar, und zwar vorzugsweise in
einer horizontalen Ebene.
[0017] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung können zum An- und Abkuppeln der Zahnräder
an die beiden Wellenzapfen des Gegendruckzylinders ausrückbare Zahn- oder Klauenkupplungen
vorgesehen sein. Diese Kupplungen können beliebiger bekannter Art sein. Zweckmäßigerweise
sind pneumatisch oder magnetisch faltbare Kupplungen vorgesehen, von denen ein Ring
gestellfest gehalten ist.
[0018] Für einen Sechsfarbendruck sind zweckmäßigerweise sechs Druckständer der beschriebenen
Art hintereinander angeordnet, von denen jeder zwei Druckwerke aufweist, deren beiden
Formatzylinder jeweils eine Farbe druckt. Dabei sind die Servomotore der Formatzylinder
in den näheren Druckständern derart gesteuert, daß sie die Formatzylinder relativ
zueinander winkelgenau, also registergerecht, mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
auf die Umfangsgeschwindigkeit der Gegendruckzylinder beschleunigen. Dies geschieht
durch entsprechende gemeinsame Steuerung aller Servomotore, die mit hoher Genauigkeit
mit derselben Geschwindigkeit bei jeweils gleicher Winkellage antreibbar sind. Diese
Bedingung gilt sowohl für den Anlauf als auch für den Auslauf. Das heißt, sämtliche
Formatzylinder werden mit dem Register entsprechender Winkellage eingelegt, ohne daß
sich diese Winkellage bei dem Hochlauf ändert. In gleicher Weise behalten auch die
Formatzylinder nach ihrem Stillsetzen die gleich dem Register entsprechende Winkellage
zueinander ein.
[0019] Drucken die Druckwerke mehrerer Druckständer jeweils nur einzeln, läßt sich während
eines laufenden Auftrags das jeweils andere Druckwerk auf den nächsten Auftrag umrüsten
und praktisch mit Beendigung des letzten Auftrages ohne Makulatur mit dem neuen Druckauftrag
beginnen.
[0020] Andererseits gestattet es aber die erfindungsgemäße Druckmaschine auch, nur mit einzelnen
Druckständern zu drucken oder aber auch beide Druckwerke eines Druckständers in Betrieb
zu nehmen. Sind also beispielsweise für einen Sechsfarbendruck sechs Druckständer
vorhanden, kann ein Sechsfarbendruck mit drei Druckständern ausgeführt werden, bei
denen beide Druckwerke drucken, während dann beispielsweise die Druckwerke der drei
anderen nich im Betrieb befindlichen Druckständer umgerüstet werden können.
[0021] Andererseits ist natürlich auch die jeweilige Umrüstung nur eines Druckwerks eines
von mehreren im Betrieb befindlichen Druckständern möglich.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0023] In dieser zeigt
- Fig.1
- eine Seitenanansicht eines Druckständers mit zwei Druckwerken in schematischer Darstellung,
- Fig.2
- eine Draufsicht auf den Druckständer in Richtung der Pfeile II-II in Fig.1 und
- Fig.3
- eine Vorderansicht des Druckständers in Richtung der Pfeile III-III.
[0024] In der Zeichnung ist ein Druckständer mit einem Gegendruckzylinder 3 und zwei Druckwerken
4,5 dargestellt, der als eine eine oder zwei Farben druckende Druckmaschine oder aber
als ein Teil einer mehrständrigen Mehrfarbendruckmaschine, beispielsweise einer Mehrfarbendruckmaschine
mit vier oder sechs Ständern aufgefaßt werden kann. Der Druckständer besteht aus den
Seitengestellen 1,2, die durch nicht dargestellte Traversen miteinander verbunden
sind und zwischen denen der Gegendruckzylinder 3 in üblicher Weise gelagert ist. Die
Formatzylinder 6,7 jedes Druckwerks sind um etwa 180 Grad versetzt auf gegenüberliegenden
Seiten in einer etwa horizontalen Ebene in nicht dargestellten Formatzylinderschlitten
gelagert, die in Führungen der Druckständer verschieblich geführt und durch Spindeltriebe
an den Gegendruckzylinder 3 anstellbar und von diesem abstellbar sind.
[0025] Auf den Formatzylinderschlitten sind jeweils weitere Schlitten verschieblich geführt,
in denen die an die Formatzylinder 6,7 anstellbaren Farbwalzen 8,9 gelagert sind.
Die zugehörigen Farbwerke mit Farbwerksrakeln sind üblicher Bauart und ebenfalls nicht
dargestellt.
[0026] Aus Gründen der vereinfachenden zeichnerischen Darstellung sind auch in Fig.2 die
Formatzylinder- und Farbwalzenschlitten nicht dargestellt und stattdessen die Formatzylinder
und Farbwalzen in den Seitengestellen gelagert.
[0027] Der Gegendruckzylinder 3 wird über die Hauptantriebswelle 10 und das Schneckenwinkelgetriebe
11 angetrieben, dessen Ausgangswelle 12 über die einen eventuellen Achsversatz ausgleichende
Kupplung 13 mit dem das Seitengestell 1 des Druckständers überragenden Wellenzapfen
14 des Gegendruckzylinders 19 vebunden ist.
[0028] Die Hauptantriebswelle 10 verbindet die in einer Reihe angeordneten Druckständer
der Druckmaschine miteinander, wobei die zwischen zwei Druckständern angeordneten
Wellen an die Eingangs- und Ausgangswellenzapfen der Schneckenwinkelgetriebe 11 ebenfalls
durch bekannte einen eventuellen Achsversatz ausgleichende Kupplungen 13 angeschlossen
sind.
[0029] Auf die Wellenzapfen 14,15 des Gegendruckzylinders 3 sind beidseits von diesem Zahnräder
17,18 frei drehbar gelagert, die durch Zahnkupplungen 19,20 an die Wellenzapfen 14,15
ankuppelbar sind. Die Zahnkupplungen 19,20 sind mit nicht dargestellten gestellfesten
Ringen versehen, über die die Zahnkupplungen 19,20 in nicht dargestellter Weise pneumatisch
geschaltet werden können.
[0030] Die Wellenzapfen der Formatzylinder 6,7 tragen auf gegenüberliegenden Seiten Zahnräder
22,23, die mit den Zahnrädern 17,18 des Gegendruckzylinders in kämmenden Eingriff
gebracht werden können.
[0031] Mit den Formatzylinderzahnrädern 22,23 kämmen in üblicher Weise die Zahnräder 24,25
der Farbauftragswalzen 8,9.
[0032] Mit den Gegendruckzylinderzahnrädern 17,18 sind auf Achszapfen gelagerte Zwischenzahnräder
30,31 im ständigen Eingriff, die mit den Zahnrädern 32,33 kämmen, die jeweils über
zwei Kupplungs-Brems-Kombinationen 34,35 mit der in den Seitengestellen 1,2 gelagerten
Welle 36 verbindbar sind. An das Seitengestell 1 ist der Servomotor 38 angeflanscht,
dessen Ausgangsritzel 39 mit einem Zahnrad 40 kämmt, das auf die Welle 36 aufgekeilt
ist.
[0033] Über den Servomotor 38, dessen Antriebsritzel 39 und das Zahnrad 40 sowie die Welle
36 läßt sich je nach Schaltzustand der Kupplungsbremskombinationen 34,35 über die
Zahnräder 17,18 der Formatzylinder 6 oder 7 auf Synchrongeschwindigkeit beschleunigen.
Sobald die Synchrongeschwindigkeit erreicht ist, wird das entsprechende frei drehbar
auf den Wellenzapfen 14,15 des Gegendruckzylinders gelagerte Zahnrad 17,18 über die
Zahnradkupplungen 19,20 an den Gegendruckzylinder und damit den Hauptantrieb angekuppelt,
so daß dann der entsprechende Formatzylinder 6,7 seinen Antrieb über die Hauptantriebswelle
10 erhält. Der Servomotor 38 wird dann durch entsprechende Schaltung der zugehörigen
Kupplungs-Bremskombination von dem Zahnrad 32 oder 33 getrennt, die beide ebenfalls
frei drehbar in den Seitengestellen 1,2 gelagert sind. Die Zahnräder 32,33 drehen
dann frei mit den Formatzylindern 8,9 mit, solange diese laufen. Wird jedoch die Bremse
der betreffenden Kupplungs-Brems-Kombination 34,35 geschaltet, wird über den betreffenden
Räderzug 32,30,17 oder 33,31,18 der betreffende Formatzylinder stillgesetzt.
[0034] Die zu bedruckende Bahn 50 läuft über die Leitwalze 51 und den Gegendruckzylinder
3 in der dargestellten Weise. Sie läuft in entsprechender Weise über sämtliche Gegendruckzylinder
der weiteren Druckständer, wobei entsprechende, nicht dargestellt Leitwalzen vorgesehen
sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Druckständer Teil einer Mehrfarbendruckmaschine,
wobei der Formatzylinder 7 die Bahn 50 mit einer von mehreren Farben bedruckt. Der
Formatzylinder 6 ist bereits auf den nächstfolgenden Druckauftrag vorbereitet. Ist
nun der laufende Druckauftrag beendet, wird der Formatzylinder 6 durch den Servomotor
38 phasenrichtig mit sämtlichen weiteren Formatzylindern für den neuen Druckauftrag
der weiteren Druckständer auf die Synchrongeschwindigkeit der zu bedruckenden Bahn
50 beschleunigt. Ist die Synchrongeschwindigkeit erreicht, wird über die Zahnkupplung
19 das Zahnrad 17 an den Wellenzapfen 14 des Gegendruckzylinders 3 angekuppelt, während
sich der Formatzylinder 6 und die entsprechenden Formatzylinder der weiteren Druckständer
für den neuen Druckauftrag in der Druckabstellung befinden. Wird nun der Befehl zur
Änderung des Druckauftrages gegeben, wird der noch druckende Formatzylinder 7 und
die entsprechenden Formatzylinder aller weiteren Druckständer der Druckmaschine in
die Druckabstellung bewegt, während sämtliche Formatzylinder für den neuen Druckauftrag
gleichzeitig an die jeweiligen Gegendruckzylinder angestellt werden. Anschließend
werden die Kupplungsbremskombinationen 34,35 in der Weise geschaltet, daß die Servomotoren
abgekuppelt und die Bremsen zum Abbremsen der Formatzylinder für den vorhergehenden
Druckauftrag einfallen, nachdem zuvor die entsprechenden Übertragungszahnräder 18
über die zugehörgen Zahnkupplungen von den Gegendruckzylindern abgekuppelt worden
sind.
[0035] Die winkelrichtigen Steuerungen für die synchron laufenden Servomotoren 38 aller
Druckständer sind bekannt und werden hier nicht näher beschrieben.
1. Druckmaschine, vorzugsweise Flexodruckmaschine,
mit mindestens einem Druckständer (1), in dem ein Gegendruckzylinder (3) und zwei
an diesen anstellbare Formatzylinder (6, 7), die mit diesen zugeordneten Farbwalzen
(5, 8) versehen sind, gelagert sind,
wobei der Gegendruckzylinder (3) mit dem Hauptantrieb (10) verbunden ist,
jeder Formatzylinder (6, 7) durch eine Kupplungseinrichtung (19, 20) von dem Hauptantrieb
(10) des Gegendruckzylinders (3) abkuppelbar und von einem steuerbaren Servomotor
(38) antreibbar ist, der den Formatzylinder (6, 7) auf die Umfangsgeschwindigkeit
des Gegendruckzylinders (3) beschleunigt, und
wobei der betreffende Formatzylinder (6, 7) bei Erreichen der Synchrongeschwindigkeit
wieder an den Hauptantrieb (10) des Gegendruckzylinders (3) ankuppelbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den beiden einander gegenüberliegenden Wellenzapfen (14, 15) des Gegendruckzylinders
(3) an diesen ankuppelbare Zahnräder (17, 18) frei drehbar gelagert sind, die mit
jeweils einem der Zahnräder (22, 23) der beiden Formatzylinder (6, 7) in Eingriff
gebracht werden können und
daß der Servomotor (38) mit einer Welle (36) in Antriebsverbindung steht, die über
Kupplungs-Brems-Kombinationen (34, 35) wahlweise an ein Zahnrad oder Getriebe (30,
32; 31, 33) an- oder abkuppelbar ist, daß jeweils eines der auf den Wellenzapfen (14,
15) des Gegendruckzylinders (3) gelagerten Zahnräder (17, 18) antreibt.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum An- und Abkuppeln der
Zahnräder (17,18) an die beiden Wellenzapfen (14,15) des Gegendruckzylinders (3) ausrückbare
Zahn- oder Klauenkupplungen (19,20) vorgesehen sind.
3. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Servomotoren
(38) der Formatzylinder (6, 7) mehrerer Druckständer derart gesteuert sind, daß sie
die Formatzylinder (6, 7) mit mehreren Farben für denselben Druck winkelgenau, also
registergerecht, relativ zueinander mit derselbsen Geschwindigkeit auf die Umfangsgeschwindigkeit
der Gegendruckzylinder (3) beschleunigen.
1. A printing machine, preferably a flexographic printing machine,
with at least one printing stand (1), wherein there are mounted an impression cylinder
(3) and two plate cylinders (6, 7) which can be positioned against it and are provided
with inking rollers (5, 8) assigned to them,
wherein the impression cylinder (3) is connected to the main drive (10),
each plate cylinder (6, 7) can be uncoupled from the main drive (10) of the impression
cylinder (3) by means of a clutch device (19, 20) and can be driven by a controllable
servomotor (38) which accelerates the plate cylinder (6, 7) to the circumferential
speed of the impression cylinder (3), and
wherein the plate cylinder (6, 7) concerned can be recouped to the main drive (10)
of the impression cylinder (3) when the synchronous speed has been reached,
characterized in that
on the two shaft journals (14, 15) of the impression cylinder (3) lying opposite each
other, there are mounted gear wheels (17, 18) for free rotation which can be coupled
to the impression cylinder, which gear wheels can be brought into engagement with
respectively one of the gear wheels (22, 23) of the two plate cylinders (6, 7) and
that the servomotor (38) is disposed in a drive connection with a shaft (36) that
can be selectably coupled or uncoupled to or from a gear wheel or set of gears (30,
32; 31, 33) which in each case drives one of the gear wheels (17, 18) mounted on the
shaft journals (14, 15) of the impression cylinder (3).
2. A printing machine according to claim 1, characterized in that for the coupling and
uncoupling of the gear wheels (17, 18) to or from the two shaft journals (14, 15)
of the impression cylinder (3), there are provided disengageable tooth or claw clutches
(19, 20).
3. A printing machine according to one of claims 1 or 2, characterized in that the servomotors
(38) of the plate cylinders (6, 7) of several printing stands are controlled in such
a way that they accelerate the plate cylinders (6, 7) with several colours for the
same print, in an accurate angular position relative to one another, that is to say
true to register, at the same speed up to the circumferential speed of the impression
cylinders (3).
1. Machine à imprimer, de préférence machine flexographique, comportant au moins un support
d'impression (1) dans lequel sont logés un cylindre de contrepression (3) et deux
cylindres de format (6, 7) applicables à celui-ci qui sont pourvus de rouleaux d'encrage
(5, 8) associés à ceux-ci, le cylindre de contre-pression (3) étant relié à la commande
principale (10), chaque cylindre de format (6, 7) pouvant être désaccouplé par un
dispositif d'accouplement (19, 20) de la commande principale (10) du cylindre de contrepression
(3) et pouvant être entraîné par un servo-moteur (38) apte à être commandé qui accélère
te cylindre de format (6, 7) à la vitesse périphérique du cylindre de contrepression
(3) et où le cylindre de format concerné (6, 7), lorsqu'il atteint la vitesse synchronisée,
peut être accouplé de nouveau à la commande principale (10) du cylindre de contrepression
(3), caractérisée en ce que, sur les deux tourillons d'arbre (14, 15) opposés l'un
à l'autre du cylindre de contrepression (3), des roues dentées (17, 18) pouvant être
accouplées à celui-ci sont logées de manière à pouvoir tourner librement, qui peuvent
être mises en prise avec respectivement l'une des roues dentées (22, 23) des deux
cylindres de format (6, 7) et en ce que le servo-moteur (38) est en liaison d'entraînement
avec un arbre (36) qui peut être accouplé ou désaccouplé par des combinaisons d'accouplement
et de freinage (34, 35) sélectivement à une roue dentée ou engrenage (30, 32; 31,
33) qui entraîne respectivement l'une des roues dentées (17, 18) logées sur les tourillons
d'arbre (14, 15) du cylindre de contrepression (3).
2. Machine d'impression selon la revendication 1, caractérisé en ce que des embrayages
dentés ou à griffes désembrayables (19, 20) sont prévus pour accoupler et désaccoupler
les roues dentées (17, 18) aux deux tourillons d'arbre (14, 15) du cylindre de contre-pression
(3).
3. Machine à imprimer selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que les
servo-moteurs (38) des cylindres de format (6, 7) de plusieurs supports d'impression
sont commandés de façon à ce qu'ils accélèrent les cylindres de format (6, 7) avec
plusieurs couleurs pour la même impression avec une précision angulaire, donc en respectant
le registre, relativement les uns aux autres à la même vitesse à la vitesse périphérique
due cylindre de contrepression (3).