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EP 0 464 339 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.01.1992 Patentblatt 1992/02 |
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Anmeldetag: 07.05.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 13/20 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
05.07.1990 DE 9010218 U
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Anmelder: GRUNDIG E.M.V.
Elektro-Mechanische Versuchsanstalt
Max Grundig
holländ. Stiftung & Co. KG. |
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D-90762 Fürth (DE) |
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Erfinder: |
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- Schreiner, Jürgen,
Grundig E.M.V.,
Max Grundig
W-8510 Fuerth (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Drucktastenschalteinrichtung für ein elektronisches Gerät |
(57) Es wird eine Drucktastenschalteinrichtung für ein elektronisches Gerät beschrieben,
deren Bedienelemente (3) in möglichst übersichtlicher Weise leicht bedienbar am Gerät
angeordnet sind. Die von den Bedienelementen (3) zu betätigenden Schalter oder Schaltaggregate
(2) befinden sich auf einer oder mehreren Leiterplatten (9) an Stellen im Gerät, an
denen sie raumsparend untergebracht werden können, z.B. in Räumen zwischen relativ
großen Bauteilen wie Relais, Steckmodulen, Displays und dgl.. Zur Umlenkung der Tastenbewegung
der Bedienelemente (3) zu den zugehörigen Schaltaggregaten (2) dienen Zwischenglieder
(4), die über Ansätze (4') an anderen Gerätebauteilen oder dem Gerätechassis angeformt
sind. Der Vorteil der Erfindung ist, daß ein möglichst hoher Geräte-Füllfaktor erreicht
und dadurch eine kompakte Geräteform realisierbar wird.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Drucktastenschalteinrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Bei elektronischen Geräten der Unterhaltungselektronik wie Fernsehgeräten, Videorecordern,
Audiogeräten und dgl. geht die Tendenz zu immer kompakteren Geräten. Dem entgegen
wirkt die Tatsache, daß an solche Geräte immer höhere Anforderungen gestellt werden,
d.h. zusätzlich mehr Funktionen erfüllt werden sollen und immer mehr Bedienungskomfort
erwartet wird. Das wiederum bedingt, trotz Miniaturisierung der Bauteile, immer größere
Gerätegehäuse, insbesondere zur Unterbringung der zur Erfüllung der genannten Forderungen
notwendigen Bauteile wie Schalter, Schaltaggregate und Bedienelemente. Zudem wird
zur Erhöhung des Bedienungskomforts erwartet, daß die Bedienelemente in möglichst
übersichtlicher Weise leicht bedienbar angeordnet sind.
[0003] Geräte der eingangs genannten Art erfüllen mehr oder weniger die genannten Forderungen.
Die Hersteller dieser Geräte gehen in den meisten Fällen den Weg, die notwendigen
Schalter und Schaltaggregate möglichst in der Nähe der Bedienelemente anzuordnen,
um eine möglichst direkte Betätigung dieser Schalter zu gewährleisten. Das jedoch
führt dazu, daß Leiterplatten, die in der Regel die Schalter oder Schaltaggregate
tragen, an Stellen im Gerätegehäuse angeordnet werden müssen, an denen sie zwangsläufig
eine Vergrößerung des gesamten Geräts bewirken.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drucktastenschalteinrichtung derart
auszugestalten, daß das Gesamtvolumen des entsprechenden Geräts so klein wie möglich
ist und trotzdem auch die Übersichtlichkeit der Bedienelemente gewährleistet ist.
[0005] Die Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Drucktastenschalteinrichtung durch die
im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
[0006] Die Drucktastenschalteinrichtung gemäß der Erfindung weist den Vorteil auf, daß zur
Erzielung einer kompakten Geräteform der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt
wird. Das bedeutet, daß Schalter oder Schaltaggregate dort untergebracht sind, wo
ein möglichst großer Gerätefüllfaktor erreicht wird, z.B. neben, hinter oder zwischen
relativ großen Bauteilen wie Relais, Steckmodulen, Displays und dgl.. Zur Betätigung
dieser Schalter durch die Bedienelemente sind gemäß der Erfindung Umlenkelemente,
hier als Zwischenglieder bezeichnet, vorgesehen.
[0007] Umlenkelemente bzw. Zwischenglieder zur Umlenkung der Betätigungseinrichtung sind
an sich dem Fachmann bekannt. Bei der Erfindung werden jedoch die Zwischenglieder
so ausgestaltet, daß sie zum einen die durch die Lage der Schalter zwangsbedingte
Umlenkung der Tastenbetätigungsrichtung ausführen und zum anderen integraler Bestandteil
des Gerätechassis bzw. darauf befestigter anderer Bauteile sind.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
erläutert.
[0010] Die Zeichnung zeigt eine Teilansicht einer Bedieneinheit 1 eines Videorecorders in
Schnittdarstellung.
[0011] In dem Gerätechassis 6 ist die Leiterplatte 9, sowie ein Bauteileträger 8 befestigt.
Der Bauteileträger 8 trägt einen Display-Baustein 7. Innerhalb des von der Leiterplatte
9 und dem Display-Baustein 7 gebildeten Raumes ist ein Schalter 2 auf der Leiterplatte
9 befestigt. Ein Tastenverbund 5, der mittels Schnappmechanismus mit dem Gerätechassis
6 verbunden ist, trägt die federgelenkartig an ihn angespritzte Taste 3. Die Bewegungsrichtungen
der Taste 3 und des Schalters 2 sind nicht fluchtend. Zur Umlenkung der Bewegungsrichtung
der Taste 3 in die Bewegungsrichtung des Schalters 2 ist das Zwischenglied 4 vorgesehen.
Am Zwischenglied 4 ist ein Ansatz 4' angeformt, welcher als Traglager ausgestaltet
ist und welcher bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform am Bauteileträger
8 des Geräts gelagert ist. Bei Betätigung der Taste 3 wird der Ansatz 4' auf Biegung
beansprucht.
[0012] Die Zeichnung zeigt nur ein Ausführungsbeispiel. Durch andere Gestaltung der Anbindung
des Zwischengliedes 4, z.B. am Gerätechassis 6, kann die gewünschte Umlenkung der
Tastenbewegungsrichtung erzielt werden.
1. Drucktastenschalteinrichtung für ein elektronisches Gerät mit mindestens einer handbetätigbaren
Drucktaste (3) und mit mindestens einen mit der Drucktaste (3) in Wirkverbindung stehenden
Schalter (2),
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Drucktaste (3) und in Achsrichtung dazu versetzt angeordneten Schalter
(2) ein Zwischenglied (4) angeordnet ist, und daß am Zwischenglied (4) ein Ansatz
(4') angeformt ist, welcher elastisch verformbar und als Traglager ausgestaltet ist.
2. Drucktastenschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (4) aus Kunststoff besteht und der Ansatz (4') federgelenkartig
an einem zwischen Drucktaste (3) und Schalter (2) angeordneten Bauteil angespritzt
ist.
3. Drucktastenschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (4) aus einem beliebigen Werkstoff besteht, einstückig oder
mehrteilig ist und drehgelenkartig am Gehäuse, Gerätechassis (6) oder Bauteileträger
(8) des Gerätes gelagert ist.
4. Drucktastenschalteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasten (3) federgelenkartig an einen Tastenverbund (5) angespritzt sind.
5. Drucktastenschalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastenverbund (5) einstückig gespritzt ist und eine oder mehrere Tasten (3)
beinhaltet.
6. Drucktastenschalteinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastenverbund (5) mittels Schnappmechanismus mit dem Gerätechassis (6) verbunden
ist.
