| (19) |
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(11) |
EP 0 464 505 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.12.1994 Patentblatt 1994/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.06.1991 |
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| (54) |
Längsfalzvorrichtung
Longitudinal folding device
Dispositif pour plier longitudinalement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
30.06.1990 DE 4020937
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.01.1992 Patentblatt 1992/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Albert-Frankenthal AG |
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D-67225 Frankenthal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Stäb, Rudolf
W-6710 Frankenthal (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 329 814 DE-A- 2 815 077 DE-B- 1 231 723 US-A- 3 608 889
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CH-A- 470 969 DE-A- 3 431 336 SU-A- 958 285
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- Soviet Inventions Illustrated, P, Q Sektionen, Woche 83/29, 31. August 1983, Derwent
Publications Ltd. London, Q 36, Seite 14; SU A 958 283
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Längsfalzvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Durch die DE 28 37 392 A1 ist eine Längsfalzvorrichtung bekannt geworden. Diese Längsfalzvorrichtungen
ist z. B. geeignet sog. symmetrische wie auch unsymmetrische Falzprodukte zu erzeugen.
Um dieses zu erreichen läuft die Papierbahn oder die -bahnen (= Strang) nicht bahnmittig
über den Längsfalztrichter, sondern außerbahnmittig, z. B. auf einem Drittel der Papierbahnbreite.
Man erhält dann einen längsgefalzten Papierstrang mit zwei unterschiedlich breiten
Teilen links und rechts neben der Längsfalzlinie (= Trichterfalzlinie). Der linke
Teil ist Z. B. 1/3 Papierbahnbreite, der rechte Teil 2/3 Papierbahnbreite. Anschließend
wird die so längsgefalzte Papierbahn(en) quergeschnitten quergefalzt und anschließend
in der Längsfalzvorrichtung sog. "Dritter Falz" oder "Zweiter Längsfalz" auf halber
Breite längsgefalzt. Es entsteht also bei einer Papierbahn ein sog. unsymmetrisches
Produkt, das nach dem Beschneiden an zwei Kanten auf eine Hälfte aus vier Seiten und
auf der anderen Seite aus acht Seiten besteht.
[0003] Die DE 28 15 077 C2 zeigt eine gattungsgemäße Falzvorrichtung. Sowohl die Falzmesser
wie auch die Falzwalzen führen eine horizontale gleichsinnige Längsbewegung aus, um
ungünstige Reibungserscheinungen der Falzprodukte zu vermeiden.
[0004] Aus der DE-AS 12 31 723 ist eine Falzvorrichtung zu entnehmen, bei der beide Falzwalzen
auf je einem schwenkbaren Traghebel angeordnet sind. Zur Erzeugung einer Schwenkbewegung
der beiden Traghebel ist eine Verschiebestange mit Zwei Schrägflächen vorgesehen.
Hierdurch wird eine gleichzeitige Verstellung beider Falzwalzen ermöglicht. Jedoch
werden, im Gegensatz zum Gegenstand des Patentes, beide Falzwalzen den gleichen Weg
jeweils in entgegengesetzter Richtung bewegt. Diese Falzvorrichtung ist also nur geeignet,
um eine symmetrische Falzspalteinstellung vornehmen zu können.
[0005] Das genaue Längsfalzen unsymmetrischer Produkte im sog. "Zweiten Längsfalz", insbesondere,
wenn der Strang aus mehreren Papierbahnen besteht, bereitet Schwierigkeiten.
[0006] Aus diesem Grunde wird der längszufalzende Abschnitt entlang der vorgesehenen Längsfalzlinie
mit einer Wasserspur versehen, vorperforiert oder gerillt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Längsfalzeinrichtung für sog. unsymmetrische,
d. h. links und rechts der Falzlinie eine unterschiedliche Anzahl von Bogen aufweisende,
Signaturen zu schaffen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des kennzeichnenden Teiles des Anspruches
1 gelöst.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine
hohe Falzgenauigkeit auch bei dickeren der sog. unsymmetrischen Falzprodukten erreicht
werden kann ohne Wasserspuren zu legen, vorzuperforieren oder zu rillen.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erste erfindungsgemäße Längsfalzvorrichtung mit einer Einrichtung zum seitlichen
Verschieben des Falzmesserträgers in bezug auf die Falzwalzen, in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine zweite erfindungsgemäße Längsfalzvorrichtung bei welcher der Falzmesserträger
nicht verschiebbar angeordnet ist, jedoch die Falzwalzen im Abstand zueinander und
gemeinsam seitlich verschiebbar zum Falzmesserträger angeordnet sind, in schematischer
Darstellung,
- Fig. 3
- eine dritte erfindungsgemäße Einrichtung zum Verstellen der Falzwalzen,
- Fig. 4
- eine Vorrichtung zum Verstellen einer Verstellspindel für die Falzwalzen.
Zu Fig. 1:
[0011] Die Längsfalzeinrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einem Basisteil 2 und einem
auf das Basisteil 2 aufgesetzten Trägerschlitten 3. Das Basisteil 2 steht auf dem
Boden. Auf ihm sind in bekannter Weise angetriebene Falzwalzen 4, 6, ein mehrteiliger
Fächer 7 und angetriebene Transportbänder 8, 9 angeordnet. Außerdem ist am Basisteil
2 ein stark untersetzter, drehrichtungsumkehrbarer Getriebemotor 11 angeflanscht,
dessen eines Ende als freie Gewindespindel 12 mit kleiner Steigung ausgeführt ist.
Auch kann das Basisteil 2 zur Einstellung eines Über- oder Unterfalzes seitlich verschiebbar
angeordnet sein. Insbesondere dann, wenn die Trichterspitze fest ist und von Auftrag
zu Auftrag verschiedenbreite Produkte verarbeitet werden.
[0012] Auf das Basisteil 2 ist der Trägerschlitten 3 aufgesetzt. Er ist entlang von nicht
dargestellten Schwalbenschwanzführungen horizontal, im rechten Winkel zu den Längsachsen
der Falzwalzen 4 und 6 verschiebbar. Eine vordere Wand 13 setzt sich nach unten hin
in einem kompakten Ansatz 14 fort. Dieser Ansatz 14 ist mit einer durchgehenden Gewindebohrung
versehen, in welche die Gewindespindel 12 eingreift.
[0013] Zwischen vorderer Wand 13 und hinterer Wand 15 und in / an ihnen befestigt sind ein
Falzmesser 16, ein doppelarmiger Antriebshebel 17 zum Auf- und Abbewegen des Falzmessers
16 und eine Spindel 18 als Schwenkachse für das Falzmesser 16 angeordnet, außerdem
eine Druckfeder 19 oder Drehstabfeder, welche zwischen rechtem Ende 21 des Antriebshebels
17 und einer gestellfesten Stütze 22 eingespannt ist und eine angetriebene Kurvenscheibe
23, gegen die das rechte Ende 21 des Antriebshebels 17 über eine Kurvenrolle 25 gedrückt
wird. Am linken Ende 24 des Antriebshebels 17 ist das Falzmesser 16 starr angebracht.
Statt des in der Fig. 1 dargestellten Stanzfalzmessers 16 können natürlich auch Rotationsfalzmesser
16, wie in der DE-A-27 23 358 dargestellt, verwendet werden.
[0014] Durch Einschalten des Getriebemotors 11 in wahlweiser Drehrichtung, kann die Arbeitsstellung
- und damit die Falzlinie 20 in Bezug auf die Lage der Falzwalzen 4, 6 - der Falzmesserspitze
30 entlang eines Weges a stufenlos z. B. in einem Bereich ± 3 mm, in Bezug auf eine
Null-Lage der Falzmesserspitze 30 auf halben Abstand der Falzwalzenzentren, verstellt
werden.
Zu Fig. 2:
[0015] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Längsfalzeinrichtung 26 besteht im wesentlichen
aus einem Basisteil 2 wie beim Beispiel nach Fig. 1, jedoch ohne Getriebemotor 11
- bei dem an sich bekannte Fächer 7 und an sich bekannte, angetriebene Falzwalzen
4 und 6 angeordnet sind und einem Oberteil 5 das mit Ausnahme der Teile 12, 14 dem
Trägerschlitten 3 mit seinen eingebauten Teilen entspricht. Das Oberteil 5 ist mit
dem Basisteil 2 nicht verschiebbar verbunden. Das Basisteil 2, das auch komplett verschiebbar
angeordnet sein kann, wenn das Oberteil 5 nicht verschiebbar ist, weist in ca. seiner
Mitte eine nach unten und seitlich hin geschlossene, nach unten gerichtete Aufnahme
27 auf, die fest mit dem Basisteil 2 verbunden ist. Auf einer Bodenfläche 28 der Aufnahme
27 ist ein U-förmiger Schlitten 29 in einer Führung z. B. Schwalbenschwanzführung,
horizontal in Richtung auf linke und rechte Seitenwand 31, 32 verschiebbar. In dem
Schlitten 29 sind die Falzwalzen 4 und 6 drehbar gelagert, ihr Abstand voneinander
kann in bekannter Weise oder wie in Figur 3 und 4 gezeigt und beschrieben in gewissen
Grenzen symmetrisch verändert werden. An einer rechten Seitenfläche des Schlittens
29 ist ein waagrechter Schenkel eines L-Stückes 33 befestigt. Ein senkrechter Schenkel
34 des L-Stückes 33 ist mit einer durchgehenden Gewindebohrung versehen, in welche
ein Außengewinde eines freien Wellenendes 36 eines in zwei Drehrichtungen antreibbaren
starkuntersetzten Getriebemotors 37 eingreift. Der Getriebemotor 37 ist an eine rechte
Seitenwand der Aufnahme 27 angeflanscht.
Zu Fig. 3
[0016] In zwei sich gegenüberliegenden vorderen und hinteren Wänden (nicht dargestellt)
einer weiteren Längsfalzeinrichtung 38 sind zwei Spindeln 39; 41 beabstandet voneinander,
parallel zueinander und auf gleicher Höhe angeordnet. Ihre Enden sind in der vorderen
bzw. hinteren Wand drehbar in Lagern gelagert. Auf jeder der beiden Spindeln 39; 41
sind nahe jeweils einer Innenseite der vorderen und hinteren Wand je zwei Falzwalzentragarme,
im folgenden Tragarme 42, 43 bzw. 44, 46 genannt, schwenkbar, jedoch nicht axial verschiebbar
angeordnet. Die Tragarme 42, 43, 44, 46 sind als doppelarmige Hebel gestaltet, deren
Drehachse jeweils mit der Längsachse der Spindel 39 bzw. 41 zusammenfällt.
[0017] Im folgenden wird die Beschreibung aus Vereinfachungsgründen nur auf die vorderen,
d. h. in Nähe der vorderen Wand angeordneten beiden Tragarme 42, 43 beschränkt. Für
die hinteren Tragarme 44, 46 gilt das nachstehende analog, ebenso was über die Verstelleinrichtung
für die Tragarme 44, 46 gesagt werden wird. Es können für die vorderen und hinteren
Tragarme 42, 43; 44, 46 getrennt voneinander betätigbare Verstelleinrichtungen vorgesehen
sein, wie im Beispiel. Sie können jedoch auch über ein Getriebe miteinander verbunden
sein und dann gemeinsam verstellt werden.
[0018] Untere Enden 47, 48 der Tragarme 42, 43 sind mit einer durchgehenden Bohrung 49;
51 versehen. Diese Bohrungen 49, 51 stehen senkrecht zu den Bohrungen ihrer Tragarme
42, 43 in der die Spindeln 39, 41 gelagert sind. Am oberen Ende 52, 53 der Tragarme
42, 43 sind in Bohrungen zwei in bekannter Weise angetriebene Falzwalzen 57; 58 in
Lagern drehbar gelagert.
[0019] Die unteren Enden 47, 48 der Tragarme 42, 43 setzen sich fort in je einer nach außen
zeigenden Erweiterung 59, 61 in Form eines Käfiges für eine Rolle. Die Erweiterung
59, 61 für das untere Ende 47, 48 der Tragarme 42 bildet jeweils einen Gleitschuh.
Die Erweiterung 59, 61 besteht jeweils aus einem Sockel 62 mit einer halbkreisförmigen
Senke 63. Der Sockel 62 weist an seiner tiefsten Stelle eine durchgehende Bohrung
auf. Auf den Sockel 62 wird jeweils ein Käfig 64 aufgeschoben und am unteren Ende
47 bzw. 48 der Tragarme 42, 43 festgeschraubt. Der Käfig 64 ist in seinem Inneren
ebenfalls konvex-halbkreisförmig gestaltet und hat an seiner tiefsten Stelle ebenfalls
eine durchgehende, vergrößerte Bohrung. Die Senken 63 und die halbkreisförmigen Teile
66 der Käfige 64 nehmen je eine Rolle 67 bzw. 68 bewegbar auf. Die Rollen 67 und 68
bestehen aus Metall und haben eine durchgehende Quergewindebohrung. Die Rolle 67 ist
in der linken Erweiterung 59, die Rolle 68 in der rechten Erweiterung 61 gelagert.
Die Gewindebohrung der Rolle 67 hat ein Links-Gewinde, die Gewindebohrung der Rolle
68 ein Rechts-Gewinde. Beide Rollen 67, 68 sind seitlich, parallel zur Gewindebohrung
verlaufend, abgeflacht.
[0020] Zum Eingriff in die Gewindebohrungen der beiden Rollen 67, 68 ist eine Gewindespindel
69 angeordnet. Sie weist in ihrem mittleren Teil ein linkes Außengewindestück 71 und
etwas beabstandet davon, ein rechtes Außengewindestück 72 auf. Das Außengewindestück
71 hat ein Links-Gewinde, das Außengewindestück 72 ein Rechts-Gewinde. Außengewindestück
71 steht mit dem Innengewinde der linken Rolle 67, Außengewindestück 72 mit dem Innengewinde
der rechten Rolle 68 in Eingriff.
[0021] Die Gewindespindel 69 ist jeweils in der Nähe seiner glatten Enden 73, 74 in gestellfesten
Lagerböcken 76; 77 drehbar und verschiebbar gelagert. Die Lagerböcke 76, 77 sind an
Seitengestellen 78, 79 befestigt.
[0022] Wie aus Fig. 4 zu ersehen ist, wird das rechte, glatte Ende 74 der Spindel 69 durch
eine Gewindebohrung 81 eines U-förmigen Bügels 82 geführt. Der Bügel 82 ist außen
am rechten Seitengestell 79 angeschraubt. In die Gewindebohrung 81 ist eine Buchse
83 mit Außengewinde eingeschraubt. Die Buchse 83 ist rechts mit einem außengewindefreien
Bund 80 versehen, an dem ein Betätigungshebel 85 befestigt ist. Durch eine glatte
Innenbohrung der Buchse 83 wird das rechte, glatte Ende 74 der Spindel 69 geführt.
Der Außendurchmesser des Endes 74 ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der durchgehenden
Bohrung der Buchse 83. Der Gewinde aufweisende Teil der Buchse 83 ist um die benötigten
Stellwege länger als die Dicke des Bügels 82 an der Stelle der Gewindebohrung. Links
und rechts an den Stirnflächen der Buchse 83 anliegend, ist je eine dünne Scheibe
84, 86 auf das Ende 74 der Spindel 69 aufgefädelt. An den Scheiben 84 und 86 anliegend
ist je ein Ring 87; 88 auf der Spindel 69 angeordnet und mit ihr formschlüssig verbunden,
z. B. verstiftet. Die Buchse 83 ist im Bereich ihrer halben Länge um ihren Umfang
mit einer Mehrzahl von ca. stellweglanger, regelmäßig um ihren Umfang verteilter Indexnuten
versehen. In die Indexnuten greifen ein oder mehrere gestellfeste Indexbolzen 91 ein,
die jeweils in eine durchgehende Bohrung 89 mit teilweise Gewinde im Bügel 82 eingesetzt
sind.
[0023] Die Abstände der Indexnuten sind so gewählt, daß eine Verdrehung der Buchse 83 mittels
des Stellhebels 85 von Indexnut zu Indexnut eine Verstellung der beiden Falzwalzen
57, 58 z. B. um 0,04 mm unsymmetrisch zu einer Falzline 92 bedeutet. Durch die Verdrehung
der Buchse 83 wird die Spindel 69 über die Ringe 87, 88 horizontal in wahlweise eine
Richtung verschoben, das bedeutet, daß die Tragarme 42, 43 mit den Falzwalzen 57,
58 gleichzeitig um den gleichen Winkel und in gleicher Richtung um die Spindeln 39,
41 verschwenkt werden. Hierdurch wird also die unsymmetrische Lage der Falzwalzen
57, 58 zur Wirkungslinie 92 (= Falzlinie) des Falzmessers 16 eingestellt.
[0024] Am äußersten rechten Ende der Spindel 69 ist ein Handrad 93 zum Verdrehen der Spindel
69 in oder entgegen dem Uhrzeigersinn vorgesehen. Das Handrad 93 kann mit einem handelsüblichen
mechanischen Positionsanzeiger versehen sein, an dem sich die Verstellung ablesen
läßt. Das Handrad 93 kann z. B. nach dem Pendelsystem arbeiten und mit einem Positionsanzeiger
ausgerüstet sein, der keine besondere Verbindung zum Maschinenkörper hat und nur auf
das Spindelende aufgeschoben und auf ihm befestigt wird. Bekanntlich befindet sich
bei solchen Systemen im Positionsanzeiger ein Gewicht, daß über Feinstlager auf der
Zeigerwelle läuft und sich bei Drehung des Handrades 93 durch die Schwerkraft immer
nach unten einstellt. Wird nun das Handrad 93 verdreht, so verdreht sich die Spindel
69 in gleicher Richtung. Durch die Verdrehung der Außengewindestücke 71 und 72 der
Spindel 69 werden die mit ihnen im Eingriff stehenden Gewindebohrungen der Rollen
67, 68 und damit über die Erweiterungen 59, 61 die Trägerarme 42, 43 gemeinsam um
den gleichen Betrag, jeweils in entgegengesetzter Schwenkrichtung um die Spindeln
39 und 41 verschwenkt. Da auf den Trägerarmen 42, 43 die Falzwalzen 57 bzw. 58 befestigt
sind, folgen der Verschwenkung der Trägerarme 42, 43 die Falzwalzen 57, 58. Auf das
Ausführungsbeispiel angewandt bedeutet das, daß bei einer Verdrehung der Spindel 69
im Uhrzeigersinn der Abstand der Falzwalzen 57, 58 zueinander verkleinert wird, und
bei Verdrehung der Spindel 69 entgegen dem Uhrzeigersinn, daß der Abstand der Falzwalzen
57, 58 zueinander vergrößert wird.
[0025] Die Einstellung der Abstände der Falzwalzen 57, 58 zueinander und die Einstellung
ihrer exzentrischen Lage zur Falzmesserwirkungslinie 92 können unabhängig und unbeeinflußt
voneinander eingestellt werden.
[0026] Die oben beschriebene Verstelleinrichtung eignet sich in vorteilhafter Weise auch
dazu, den Falzwalzen-Einstellungsvorgang zu automatisieren. Die Bedienungsperson hätte
nur die Papierstärke und die Seitenzahlen in einen Rechner einzugeben. Dieser Rechner
rechnet daraus die Werte aus, um welche die Spindel 69 verdreht und verschoben werden
muß, gibt diese Werte an je einen Signalverstärker die je einen Stellantrieb für das
Verschieben bzw. das Verdrehen der Spindel 69 ansteuern. Es eignen sich zum Beispiel
als Stellantriebe Schrittmotoren. Es ist je ein Schrittmotor vorgesehen um die Spindel
69 und die Buchse 83 zu verdrehen. Der Bund 80 ist mit einem Zahnkranz versehen und
anstatt des Handrades 93 ist ein Ritzel vorgesehen. Mit dem Zahnkranz und dem Ritzel
steht je ein Ritzel von je einem Schrittmotor in Eingriff. Je nach eingegebener Papierstärke
und Seitenzahl verdrehen die Schrittmotore dann die Spindel 69 und / oder die Buchse
83. Die Anzahl durchgeführter Schritte kann aufsummiert und gespeichert werden; so
ist es jederzeit möglich, die aktuelle Stellung der Spindel über die Anzeigeinstrumente
abzulesen. Wobei es natürlich notwendig ist, die Anzahl der Impulse (Schritte) in
Bezug zu bringen zu der Stellung der Falzwalzen.
Teileliste
[0027]
- 1
- Längsfalzeinrichtung
- 2
- Basisteil
- 3
- Trägerschlitten
- 4
- Falzwalze
- 5
- Oberteil
- 6
- Falzwalze
- 7
- Fächer
- 8
- Transportbänder
- 9
- Transportbänder
- 10
- -
- 11
- Getriebemotor
- 12
- Gewindespindel
- 13
- Wand, vordere
- 14
- Ansatz
- 15
- Wand, hintere
- 16
- Falzmesser
- 17
- Antriebshebel
- 18
- Spindel
- 19
- Druckfeder
- 20
- Falzlinie
- 21
- Ende, rechtes
- 22
- Stütze
- 23
- Kurvenscheibe
- 24
- Ende
- 25
- Kurvenrolle
- 26
- Längsfalzeinrichtung
- 27
- Aufnahme
- 28
- Bodenfläche
- 29
- Schlitten
- 30
- Falzmesserspitze
- 31
- Seitenwand, linke
- 32
- Seitenwand, rechte
- 33
- L-Stück
- 34
- Schenkel, senkrecht
- 35
- -
- 36
- Wellenende
- 37
- Getriebemotor
- 38
- Längsfalzeinrichtung
- 39
- Spindel
- 40
- -
- 41
- Spindel
- 42
- Tragarm
- 43
- Tragarm
- 44
- Tragarm
- 45
- -
- 46
- Tragarm
- 47
- Ende, unteres (42)
- 48
- Ende, unteres (43)
- 49
- Bohrung
- 50
- -
- 51
- Bohrung
- 52
- Ende, oberes (42)
- 53
- Ende, oberes (43)
- 54
- -
- 55
- -
- 56
- -
- 57
- Falzwalze
- 58
- Falzwalze
- 59
- Erweiterung, linke
- 60
- -
- 61
- Erweiterung, rechte
- 62
- Sockel
- 63
- Senke
- 64
- Käfig
- 65
- -
- 66
- Teil, halbkreisförmig
- 67
- Rolle
- 68
- Rolle
- 69
- Gewindespindel / Spindel
- 70
- -
- 71
- Außengewindestück, links
- 72
- Außengewindestück, rechts
- 73
- Ende, linkes (69)
- 74
- Ende, rechtes (69)
- 75
- Außengewinde
- 76
- Lagerbock
- 77
- Lagerbock
- 78
- Seitengestell
- 79
- Seitengestell
- 80
- Bund
- 81
- Gewindebohrung
- 82
- Bügel
- 83
- Buchse
- 84
- Scheibe
- 85
- Stellhebel
- 86
- Scheibe
- 87
- Ring
- 88
- Ring
- 89
- Bohrung
- 90
- -
- 91
- Indexbolzen
- 92
- Wirkungslinie des Falzmessers
- 93
- Handrad
- a
- Weg
1. Längsfalzvorrichtung zum Falzen von Signaturen mittels eines taktweise arbeitenden
Falzmessers (16) und einem Paar quer zur Falzwirkungslinie (20, 92) des Falzmesser
(16) einen Falzspalt bildenden angetriebenen Falzwalzen (4; 6) und Transportbändern
(8; 9) für die zu falzenden Signaturen, dadurch gekennzeichnet, daß das Falzmesser
(16) oder beide Falzwalzen (4; 6) gemeinsam und ohne ihren Abstand zueinander zu verändern
derart verschiebbar angeordnet sind, daß in Bezug auf die Falzwirkungslinie (20, 92)
ungleiche Abstände der beiden Falzwalzen (4; 6) zur Falzwirkungslinie (20, 92) wahlweise
einstellbar sind.
2. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzwalzen (4;
6) in doppelarmigen, schwenkbaren Hebeln (42, 43, 44, 46) drehbar gelagert sind, daß
eine Einrichtung zur Erzeugung der Schwenkbewegung der Hebel (42, 43, 44, 46) vorgesehen
ist, daß die Einrichtung zur Erzeugung der Schwenkbewegung der Hebel (42, 43, 44,
46) derartig angeordnet ist, daß die Bewegung der beiden Hebel (42, 43, 44, 46) in
die gleiche Richtung erfolgt.
3. Längsfalzvorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung
der Bewegung der beiden Hebel (42, 43, 44, 46) in die gleiche Richtung eine verschiebbare
Spindel (69) vorgesehen ist, daß ein unteres Ende (47; 48) der Tragarme (42, 43; 44,
46) gelenkig mit der Spindel (69) verbunden ist.
4. Längsfalzvorrichtung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei voneinander
beabstandete Ringe (87, 88) mit der Spindel formschlüssig verbunden sind, daß zwischen
den beiden Ringen (87, 88) und an ihnen direkt oder indirekt anliegend, eine Buchse
(83) auf die Spindel (69) aufgefädelt ist, daß die Buchse (83) ein Außengewinde (75)
aufweist, welches in ein Innengewinde einer Gewindebohrung (81) eines gestellfesten
Teiles (82) eingreift, daß mit der Buchse (83) eine Verstelleinrichtung (85) verbunden
ist, daß mit einem Ende (74) der Spindel (69) eine Verstelleinrichtung (93) verbunden
ist.
5. Längsfalzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Falzmesser (16)
quer zu den Längsachsen, der Falzwalzen (4, 6) verschiebbar angeordnet ist.
6. Längsfalzvorrichtung nach Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit der
Buchse (83) eine Indexeinrichtung (91, 89) in Wirkverbindung steht.
1. Longitudinal folding apparatus for folding signatures by means of a folding blade
(16) which operates intermittently and a pair of folding rollers (4; 6) driven transversely
with respect to the fold action line (20, 92) of the folding blade (16) and forming
a fold gap, and conveyor belts (8; 9) for the signatures to be folded, characterized
in that the folding blade (16) or both folding rollers (4; 6) are arranged to be displaceable
together and without altering their spacing from one another such that in relation
to the fold action line (20, 92) unequal spacings of the two folding rollers (4; 6)
from the fold action line (20, 92) can be selectively adjusted.
2. Longitudinal folding apparatus according to Claim 1, characterized in that the folding
rollers (4; 6) are rotatably mounted in double-armed pivotal levers (42, 43, 44, 46),
in that a device for producing the pivotal movement of the levers (42, 43, 44, 46)
is provided, and in that the device for producing the pivotal movement of the levers
(42, 43, 44, 46) is arranged such that the movement of the two levers (42, 43, 44,
46) takes place in the same direction.
3. Longitudinal folding apparatus according to Claims 1 to 2, characterized in that a
displaceable spindle (69) is provided for producing the movement of the two levers
(42, 43, 44, 46) in the same direction, and in that a lower end (47; 48) of the supporting
arms (42, 43; 44, 46) is articulatedly connected to the spindle (69).
4. Longitudinal folding apparatus according to Claims 1 to 3, characterized in that two
mutually spaced rings (87, 88) are connected to the spindle in form-fitting manner,
in that between the two rings (87, 88) and bearing against them directly or indirectly
a sleeve (83) is threaded onto the spindle (69), in that the sleeve (83) has an external
thread (75) which engages in an internal thread of a threaded bore (81) of a part
(82) fixed to the mount, in that an adjusting device (85) is connected to the sleeve
(83), and in that an adjusting device (93) is connected to one end (74) of the spindle
(69).
5. Longitudinal folding apparatus according to Claim 1, characterized in that the folding
blade (16) is arranged to be displaceable transversely with respect to the longitudinal
axes of the folding rollers (4, 6).
6. Longitudinal folding apparatus according to Claims 3 to 5, characterized in that an
indexing device (91, 89) is actively connected to the sleeve (83).
1. Dispositif de pliage longitudinal, destiné à plier des signatures au moyen d'une lame
de pliage (16), travaillant de façon cadencée, et d'un couple de rouleaux de pliage
(4; 6) entraîné transversalement par rapport à la ligne de pliage (20, 92) de la lame
de pliage (16) et constituant un interstice de pliage et de bandes transporteuses
(8; 9) pour les signatures à plier, caractérisé en ce que la lame de pliage (16) ou
les deux lames de pliage (4; 6) sont disposées de façon à pouvoir coulisser conjointement
et sans modifier leur espacement mutuel, de manière à ce que des espacements inégaux
des deux rouleaux de pliage (4; 6) par rapport à la ligne d'action de pliage (20,
92) puissent être réglés à volonté par rapport à la ligne d'action de pliage (20,
92).
2. Dispositif de pliage longitudinal selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les rouleaux de pliage (4; 6) sont montés tournant dans des leviers (42, 43, 44, 46)
pivotants, à doubles bras, en ce qu'un dispositif destiné à produire le mouvement
pivotant des leviers (42, 43, 44, 46) est prévu, en ce que le dispositif de production
de mouvement pivotant des leviers (42, 43, 44, 46) est disposé de manière que le mouvement
des deux leviers (42, 43, 44, 46) s'effectue dans le même sens.
3. Dispositif de pliage longitudinal selon les revendications 1 à 2, caractérisé en ce
qu' une broche (69) déplaçable est prévue, pour produire le mouvement des deux leviers
(42, 43, 44, 46) dans le même sens, en ce qu'une extrémité inférieure (47; 48) des
bras-supports (42, 43; 44, 46) est reliée de façon articulée à la broche (69).
4. Dispositif de pliage longitudinal les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
deux anneaux (87, 88) espacés l'un de l'autre sont reliés, par ajustement de forme,
à la broche, en ce qu'une douille (83) est enfilée sur la broche (69), entre les deux
anneaux (87, 88) et en appuyant sur eux directement ou indirectement, en ce que la
douille (83) présente un filetage extérieur (75) qui s'engage dans un filetage intérieur
d'un trou taraudé (81) d'une partie (82) fixe par rapport au bâti, en ce que un dispositif
de réglage (85) est relié à la douille (83), en ce qu'un dispositif de réglage (93)
est relié à une extrémité (74) de la broche (69).
5. Dispositif de pliage longitudinal selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la lame de pliage (16) est déplaçable transversalement par rapport aux axes longitudinaux
des rouleaux de pliage (4, 6).
6. Dispositif de pliage longitudinal selon les revendications 3 à 5, caractérisé en ce
qu'un dispositif de repérage (91, 89) est relié fonctionnellement à la douille (83).