[0001] Die Erfindung geht aus von einer Setzvorrichtung für einen Selbstbohrniet mit einem
Gehäuse und Gehäuseeinbauten, die dreh- und zugfest haltbar einen Bohrerschaft umgreifen
und die über einen Antrieb in Drehbewegung versetzbar sind.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind durch die Druckschrift EP 0 213 101 bekanntgeworden.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung rotiert die gesamte Vorrichtung und das Drehmoment
für die Rotationsbewegung des Bohrers wird beim Bohrvorgang über formschlüssig gehaltene
Flügel übertragen. Eine eigene Arbeitsposition für das Einspannen des Bohrerschaftes
ist nicht vorgesehen. Ferner wird die Antriebseinrichtung dazu genutzt, daß beim Nietvorgang
die Vorrichtung nicht rotieren kann. Dadurch, daß ein längerer axialer Abschnitt zwischen
dem Selbstbohrniet und der Antriebseinrichtung beim Bohrvorgang mit rotiert können
sich sicherheitstechnische Risiken ergeben.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die besonders
einfach und sicher handhabbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Bohrerschaft über eine
gegenüber einer ersten Endstellung einer Welle dem Bohrvorgang entgegengesetzte Drehbewegung
in einer zweiten Endstellung der Welle in die Setzvorrichtung einspannbar und ein
Nietvorgang in dieser Drehbewegung beendbar ist.
[0006] Die erfindungsgemäße Setzvorrichtung hat damit den wesentlichen Vorteil, daß zum
Einspannen des Bohrerschaftes und zum Setzen des Niets der Antrieb verwendet werden
kann, der auch zum Bohren des Durchbruchs für den Niet genutzt wird. Es muß nur die
Drehrichtung des Antriebs geändert werden. Dies ist bei handelsüblichen Handbohrmaschinen
schon vielfach vorgesehen, und so ist es ein besonderer Vorteil, wenn das freie Wellenende
der erfindungsgemäßen Setzvorrichtung ohne besondere Vorkehrungen einfach in das Bohrfutter
einer solchen Handbohrmaschine gesteckt werden kann.
[0007] Die Setzvorrichtung ist in zwei Arbeitspositionen antreibbar, wobei in der einen,
einer ersten Arbeitsposition, der Bohrvorgang ausgeführt werden kann und in einer
zweiten Arbeitsposition, bei ausgefahrener Welle, der Bohrerschaft des Selbstbohrniets
gezogen und vom Bohrkopf abgetrennt wird. Sowohl beim Bohrvorgang wie auch beim Setzen
des Niets wird der Bohrerschaft kraftschlüssig von den Klemmbacken gehalten.
[0008] Wird die Drehrichtung in der zweiten Arbeitsposition erneut geändert, so werden die
Klemmbacken bis zum Anschlag an die Führungshülse verfahren. Die Klemmbacken öffnen
sich und der abgebrochene Bohrerschaft wird ausgeworfen. Wird danach wiederum die
Drehrichtung des Antriebs geändert und ein noch unverformter Selbstbohrniet mit dem
Bohrerschaft in die Setzvorrichtung eingeführt, so wird der Bohrerschaft durch eine
kurze Betätigung des Antriebs mit den Klemmbacken verspannt.
[0009] Dies zeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Setzvorrichtung schnell und unkompliziert
Selbstbohrniete gehandhabt werden können.
[0010] Wird bei eingespanntem Selbstbohrniet die Welle in die erste Arbeitsposition verfahren,
so kann mit der Setzvorrichtung gebohrt werden.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Gehäuseeinbauten rotierbare Klemmbacken
auf, die abgedeckt von einer dazu ortsfest angeordneten Führungshülse in der Setzvorrichtung
angeordnet sind.
[0012] Dies hat den Vorteil, daß der Klemmvorgang im Gehäuseinneren der Setzvorrichtung
erfolgt. Die Arbeitssicherheit wird aufgrund einer solchen Anordnung verbessert.
[0013] Weiterhin sind bevorzugt die Klemmbacken über eine federbelastete innere Führungshülse
entlang einer Kegelfläche einer Konushülse verschiebbar.
[0014] Dies hat den Vorteil, daß mit einfachen Mitteln ein sichere Verspannung zwischen
Bohrerschaft und Klemmbacken stets erreicht werden kann. Die Klemmbacken, wovon bevorzug
drei Klemmbacken den Bohrerschaft umgreifen, können bei einer axialen Verschiebung
nicht verkanten und Störungen werden vermieden.
[0015] Bilden in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Klemmbacken, die innere Führungshülse,
die Konushülse, eine Spiralfeder und ein Abstützring ein gemeinsam bewegbares Bauteil,
so können die Klemmbacken durch eine axiale Verschiebung einerseits sicher geschlossen
und andererseits schnell wieder geöffnet werden. Der konstruktive Aufbau einer solchen
Vorrichtung kann aufgrund dieses Wirkprinzips erheblich vereinfacht werden.
[0016] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Bauteil über eine äußere Führungshülse
axial verschiebbar, wobei die äußere Führungshülse an einer ringförmigen Oberfläche
eine Verzahnung aufweist und am Umfang der äußeren Führungshülse ist über die axiale
Länge dieser Hülse ein Gewinde ausgebildet.
[0017] Dies hat den Vorteil, daß mit einem derartigen Aufbau nicht nur die bewegbaren Teile
sicher gegeneinander verschoben werden können, sondern der Zusammenbau einer solchen
Vorrichtung wird erheblich vereinfacht, indem bei einer Geradverzahnung die Teile
einfach axial ineinander geschoben werden können.
[0018] Ein Teilabschnitt der Welle trägt eine Außenverzahnung, die in der ersten Arbeitsposition
in die Innenverzahnung eines Abstützringes greift, so daß bei einer Drehbewegung der
Welle diese Bewegung auf den Abstützring sicher übertragen wird. Bildet, wie schon
erwähnt, der Abstützring mit den Klemmbacken ein Bauteil, so werden die Klemmbacken
über eine Drehbewegung der Welle störungsfrei verdreht.
[0019] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Setzvorrichtung aus zwei ineinander
verschraubbaren Gehäuseteilen gebildet. Dies hat den Vorteil, daß die Vorrichtung
sowohl bei Störungen wie auch beim Austausch von einzelnen Bauteilen leicht zu öffnen
ist.
[0020] Zum Verfahren der Welle von einer ersten Arbeitsposition in eine zweite Arbeitsposition
muß bei manueller Betätigung eine Federkraft überwunden werden. Dadurch ist stets
sicher angezeigt, in welcher Arbeitsposition sich die erfindungsgemäße Setzvorrichtung
befindet.
[0021] Soll die erfindungsgemäße Setzvorrichtung bei einem Nietvorgang verwendet werden,
so ist es beispielsweise möglich, daß am freien Wellenende farbige Ringe in axialer
Beabstandung angebracht werden, die anzeigen, in welcher Arbeitsposition sich die
Setzvorrichtung befindet. Über eine derartige visuelle Anzeige kann erkannt werden,
ob die Klemmbacken an der Führungshülse anliegen, und der Bohrerschaft eines Selbstbohrniets
in die Setzvorrichtung eingeführt werden kann. Auch können Maßnahmen vorgesehen sein,
die bei dem Einführen des Bohrerschaftes des Selbstbohrniets in die Führungshülse
einen Kontakt derart auslösen, daß stets die richtige Drehbewegung am Antrieb der
Handbohrmaschine eingestellt ist. Der Bohrerschaft wird dann von den Klemmbacken dreh-
und zugfest gehalten, wenn der Antrieb kurz betätigt wird. Wird dann die Arbeitsposition
der Welle gewechselt, so kann mit dem Selbstbohrniet gebohrt werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Setzvorrichtung entspricht damit allen erweiterten Anforderungen,
die in entsprechenden Anwendungsbereichen gefordert werden. Die Setzvorrichtung läßt
sich leicht handhaben, ist wartungsfreundlich und störungsunanfällig und kann zudem
in Verbindung mit bekannten Handbohrmaschinen verwendet werden. Durch den einfachen
Aufbau ist sie vom Gewicht her leicht und sie leistet einen Beitrag zu einer verbesserten
Arbeitssicherheit. Selbstverständlich können die beim Bohrvorgang bewegten Teile der
Setzvorrichtung auch derart im ruhenden Gehäuse angeordnet sein, daß sich die Führungshülse
mitdreht. Diese Ausführungsform ist ebenfalls Bestandteil des Erfindungsgedankens.
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die
erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen,
sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter.
[0024] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
in der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Setzvorrichtung in einer Schnittdarstellung mit an einer
Führungshülse anliegenden Klemmbacken und in einer ersten Arbeitsposition;
Figur 2 eine erfindungsgemäße Setzvorrichtung in einer Schnittdarstellung mit einem
eingeführten Selbstbohrniet und in einer ersten Arbeitsposition zum Durchführen eines
Borhvorganges;
Figur 3 eine erfingungsgemäße Setzvorrichtung in einer Schnittdarstellung mit einem
abgebrochenen Bohrerschaft und in einer zweiten Arbeitsposition.
[0025] Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen teilweise stark schematisiert den erfindungsgemäßen
Gegenstand und sind nicht maßstäblich zu verstehen. Die Gegenstände der einzelnen
Figuren sind teilweise vergrößert dargestellt, damit ihr Aufbau besser gezeigt werden
kann.
[0026] Figur 1 zeigt eine Setzvorrichtung 1 für einen Selbstbohrniet, die sich aus einem
ersten Gehäuseteil 2 und einem zweiten Gehäuseteil 3 zusammensetzt. Das erste Gehäuseteil
2 und das zweite Gehäuseteil 3 sind über einen Gewindeabschnitt 4 lösbar miteinander
verbunden.
[0027] Im vom zweiten Gehäuseteil 3 abgewandten Ende des ersten Gehäuseteils 2 ist eine
zentrisch gelegte Bohrung 5 vorgesehen, die ein Gewinde 6 aufweist. In das Gewinde
6 ist eine Führungshülse 7 eingeschraubt. An das nach innen in das erste Gehäuseteil
2 hineinweisende Ende der Führungshülse 7 schließen sich Klemmbacken 8 an, die mit
einem Ende auf der Stirnfläche der Führungshülse 7 aufliegen. Die in das erste Gehäuseteil
2 hineinweisende Stirnfläche der Führungshülse 7 hat für die Klemmbacken 8 die Funktion
eines Anschlags und begrenzt die maximale axiale Verschiebung der Klemmbacken 8 in
einer Richtung. Die Klemmbacken 8 sind in einer Konushülse 9 geführt, die einen sich
zum freien Ende des ersten Gehäuseteils 2 hin verjüngenden Durchgang 10 aufweist.
In der rotationssymmetrisch ausgebildeten Konushülse 9 ist der Durchgang 10 zentrisch
angeordnet. Im Durchgang 10 ist eine innere Führungshülse 11 angeordnet, die sich
an die Klemmbacken 8 anschließt. Die zu den Klemmbacken 8 hinweisende Stirnfläche
der inneren Führungshülse 11 liegt auf den Endflächen der Klemmbacken 8 auf. Die innere
Führungshülse 11 ist mit einer Sacklochbohrung 12 versehen, deren Durchmesser so groß
ist, daß an den Enden der Klemmbacken 8 am Übergang zur inneren Führungshülse 11 ein
zurückversetzter Absatz 13 entsteht. Auf den Schultern des Absatzes 13 liegt ein Bolzen
14 teilweise auf, der über eine Feder 15, die sich am Bohrlochgrund abstützt, an die
Schultern des Absatzes 13 gedrückt wird.
[0028] Die innere Führungshülse 11 weist an dem von den Klemmbacken 8 wegweisenden Ende
einen Zapfen 16 auf, der an einer ringförmigen Erweiterung 17 endet. An die ringförmige
Erweiterung 17 schließt sich eine sich verjüngende Kegelfläche 18 an, die in der Lage,
wie sie Figur 1 zeigt, stets von der inneren Oberfläche des Durchgangs 10 über die
ganze Länge gesehen beabstandet ist.
[0029] Die ringförmige Erweiterung 17 dient als Auflager für eine Spiralfeder 19, die einerseits
den Zapfen 16 ummantelt und andererseits mit dem anderen Ende am Grund eines Abstützringes
20 anliegt. Der Abstützring 20 ist mit der Konushülse 9 in einer Art verschraubt,
daß über ein Gewinde 21 der in der Figur im Querschnitt gezeigte Steg 21 über seine
ganze Länge in die Konushülse 9 eingreift.
[0030] Über die Verschraubung der Konushülse 9 mit dem Abstützring 20 ist die Spiralfeder
19 vorgespannt und drückt mit großer Kraft die innere Führungshülse 11 gegen die Klemmbacken
8.
[0031] An der Konushülse 9 ist im Querschnitt gesehen eine rechteckförmige Aussparung 22
vorgesehen, die sich ringförmig um die Konushülse 9 erstreckt und vom Abstützring
20 begrenzt ist. In die Aussparung 22 sind im Querschnitt L-förmige, als Hülsen ausgebildete
Lager 23, 24 eingelegt, die als Gleitlager eine äußere Führungshülse 25 von der Konushülse
9 beabstanden.
[0032] Am Umfang der äußeren Führungshülse 25 ist über die ganze Länge der äußeren Führungshülse
25 ein Gewinde 26 vorgesehen, das in ein Gewinde 27 des ersten Gehäuseteils 2 eingreift.
Die äußere Führungshülse 25 weist entlang des Abschnitts, der nicht in der Aussparung
22 liegt, eine über die ganze axiale Länge nach innen gerichtete Verzahnung 28 auf.
Bei der Verzahnung 28 handelt es sich um eine Geradverzahnung. Der Abstützring 20
ist mit einer äußeren ringförmigen Oberfläche 29 von der Verzahnung 28 beabstandet.
[0033] Der Abstützring 20 ist im Zentrum mit einer Bohrung versehen, die eine Innenverzahnung
30 aufweist und die in der Figur 1 mit einer Außenverzahnung 31 in Eingriff gebracht
ist, die abschnittsweise auf einer Welle 32 ausgebildet ist. Die Außenverzahnung 31
ist im Endbereich der Welle 32 über dem Umfang der Welle 32 angebracht und erstreckt
sich über einen kurzen Abschnitt in Axialrichtung.
[0034] Die Welle 32 ist im zweiten Gehäuseteil 3 über Gleitlager 33, 34 drehbar gelagert.
Die Welle 32 kann in Pfeilrichtung 35 gedreht werden und ist mit ihrem freien Wellenzapfen
36 in das Bohrfutter einer in der Figur 1 nicht gezeigten Bohrvorrichtung einspannbar.
Axial ist die Welle 32 in Pfeilrichtung 37 verschiebbar. In der Figur 1 ist eine von
zwei möglichen Endstellungen der Welle 32 dargestellt. In dieser ersten Endstellung,
d. h. in der ersten Arbeitsposition, greift die Außenverzahnung 31 der Welle 32 in
die Innenverzahnung 30 des Abstützringes 20. In einer zweiten Endstellung, d. h. in
der zweiten Arbeitsposition, greift die Welle 32 nach einer axialen Verschiebung in
die Außenverzahnung von Ritzeln 38, 39, die von Schrauben 40, 41 an dem zweiten Gehäuseteil
3 drehbar befestigt sind. Die Außenverzahnung der Ritzel 38, 39 greift gleichzeitig
in die Verzahnung 28 der äußeren Führungshülse 25. Mit den Bezugszeichen 42, 43 ist
in der Figur die Verzahnung der Ritzel 38, 39 angedeutet.
[0035] Die Welle 32 weist in der Figur im mittleren Teil des zweiten Gehäuseteiles 3 einen
ringförmigen Absatz 44 auf, der als Auflager für eine Spiralfeder 45 vorgesehen ist,
die sich mit ihrem anderen Ende an einer Stirnfläche einer in das zweite Gehäuseteil
3 einschraubbaren Hülse 46 abstützt. Die Hülse 46 trägt das Gleitlager 34. Der Absatz
44 begrenzt in beide Richtungen die axiale Verschiebung der Welle 32 in Pfeilrichtung
37.
[0036] Figur 2 zeigt eine Setzvorrichtung 1 für einen Selbstbohrniet, bei der ein Selbstbohrniet
50 in die Vorrichtung eingeführt ist und die Setzvorrichtung 1 hält den Selbstbohrniet
dreh- und zugfest. Die Konushülse 9 ist geringfügig axial zum zweiten Gehäuseteil
3 hin verschoben, wodurch die Klemmba ken 8 aufgrund der Federkraft der Spiralfeder
19 über die innere Führungshülse 11 zur Führungshülse 7 hin so weit verschoben werden,
bis ein Bohrerschaft 51 von den Klemmbacken 8 fest eingeklemmt gehalten wird. Zwischen
den Stirnflächen der Klemmbacken 8, die zur Führungshülse 7 hinweisen, und der Führungshülse
7 ist ein Freiraum 52 ausgebildet.
[0037] Wird nun die Welle 32 in Pfeilrichtung 53 beispielsweise über eine Handbohrmaschine
angetrieben und befindet sich die Welle 32 in einer axialen Positionierung, bei der
sie in die Innenverzahnung 30 des Abstützringes 20 eingreift (erste Arbeitsposition),
so wird der Abstützring 20 über die Welle 32 angetrieben. Dadurch, daß der Abstützring
20 fest mit der Konushülse 9 verschraubt ist, wird über die Drehbewegung des Abstützringes
20 auch die Konushülse 9 in eine Drehbewegung versetzt und damit auch die Klemmbacken
8, die drehfest den Bohrerschaft 51 halten. Mit der in der Figur 2 dargestellten Arbeitsposition
kann mit dem Selbstbohrniet 50 der Bohrvorgang durchgeführt werden. Figur 3 zeigt
eine Setzvorrichtung in einer zweiten Arbeitsposition mit abgebrochenem Bohrschaft
51. Nachdem ein Bohrloch mit der Setzvorrichtung 1 in der ersten Arbeitsposition,
wie sie Figur 2 zeigt, gebohrt wurde und nachdem auch der Selbstbohrniet 50 gesetzt
und der Schließkopf ausgebildet wurde, ist der Bohrerschaft 51 an einer Sollbruchstelle
zwischen Bohrkopf und Bohrerschaft abgebrochen worden.
[0038] Der Bohrerschaft 51 wird aufgrund einer axialen Verschiebung der Konushülse 9 in
Richtung auf das zweite Gehäuseteil 3 zu vom Bohrerkopf an einer Sollbruchstelle abgerissen.
Über die Klemmbacken 8 wird der Bohrerschaft 51 so weit in die Setzvorrichtung 1 eingezogen,
bis die daraus resultierende Zugkraft die Verbindungskraft von Bohrerkopf zu Bohrerschaft
übersteigt und sich dadurch ein Abriß zwischen diesen Teilen einstellt. Die Konushülse
9 wird bei diesem Vorgang axial zum zweiten Gehäuseteil 3 hin verschoben, indem man
die Welle 32 manuell in eine zweite Arbeitsposition fährt. Den Wechsel der Arbeitsposition
erreicht man beispielsweise über einen Zug an der Handbohrmaschine. Die Welle 32 wird
dadurch zurückgezogen. Über eine derart beschriebene Axialverschiebung rastet die
Welle 32 mit ihrer Außenverzahnung 31 in die Verzahnung 42, 43 der Ritzel 38, 39.
Wird danach die Welle 32 in Pfeilrichtung 54 angetrieben, so drehen sich die Ritzel
38, 39 und greifen gleichzeitig in die Verzahnung 28 ein, bei der es sich um eine
Geradverzahnung handelt. Die Verzahnung 28 ist, wie schon in der Figur 1 beschrieben,
an einer in das Geräteinnere weisenden Oberfläche der äußeren Führungshülse 25 angebracht.
Die äußere Führungshülse 25 steht aber auch im Eingriff mit dem Gewinde 26, das derart
ausgelegt ist, daß bei einer Verdrehung der Ritzel 38, 39 in Pfeilrichtung 54 durch
die Welle 32 die äußere Führungshülse 25 in Pfeilrichtung 55 verschoben wird. In der
Figur 3 ist die maximale Verschiebung der äußeren Führungshülse 25 dargestellt.
[0039] Soll nun der abgebrochene Bohrerschaft 51 aus der Setzvorrichtung 1 ausgeworfen werden,
so ist die Welle 32 in der in der Figur 3 gezeigten zweiten Arbeitsposition in Pfeilrichtung
56 anzutreiben, worauf die Konushülse 9 in Pfeilrichtung 57 axial verfährt. Axial
kann die Konushülse 9 maximal so weit in Pfeilrichtung 57 verfahren werden, bis die
Stirnseiten der Klemmbacken 8 an der Führungshülse 7, wie in Figur 1 gezeigt, zur
Anlage kommen. Aufgrund der Anlage der Klemmbacken 8 an der Führungshülse 7 wird die
Spiralfeder 19 zurückgedrückt, und die Klemmbacken 8 geben den Bohrerschaft 51 frei.
Die Feder 15 drückt dann über den Bolzen 14 den Bohrerschaft 51 aus der Setzvorrichtung
1.
[0040] Soll nun der Bohrerschaft 51 eines neu zu setzenden Selbstbohrniets 50 in die Setzvorrichtung
1 eingeführt werden, so ist dieser Einschub in einer Position der Klemmbacken 8 vorzunehmen,
wie sie Figur 1 zeigt. Ist der Bohrerschaft 51 ohne Widerstand in die Sacklochbohrung
12 eingeführt worden, indem auch der Bolzen 14 mit der Feder 15 zum zweiten Gehäuseteil
3 hin verschoben wurde, so ist die Welle 32 danach in die zweite Arbeitsposition zu
bringen, über die die Ritzel 38, 39 anzutreiben sind. Wird die Welle 32 dann, wie
in der Figur 3 gezeigt, in Pfeilrichtung 54 kurzzeitig angetrieben, so wird die Konushülse
9 geringfügig zum zweiten Gehäuseteil 3 hin verschoben, wie dies auch Figur 2 zeigt.
Mit der Drehbewegung in Pfeilrichtung 54 nach Figur 3 wird der Bohrerschaft 51 durch
die Klemmbacken 8 der Konushülse 9 verklemmt, indem sich aufgrund der Federkraft die
innere Führungshülse 11 zur Führungshülse 7 hin verschiebt und es bildet sich gleichzeitig
ein Freiraum 52, wie ihn die Figur 2 zeigt. Wurde in der beschriebenen Weise der Einspannvorgang
des Bohrerschaftes 51 in die Setzvorrichtung 1 vorgenommen, so kann die Welle 32 in
eine erste Arbeitsposition verschoben werden, wie sie die Figur 2 zeigt. Wird dann
die Welle 32 in Pfeilrichtung 53 (Figur 2) angetrieben, so kann bei eingespanntem
Selbstbohrniet 50 der Bohrvorgang erneut beginnen.
[0041] Die Figuren 1 bis 3 zeigen keinen Anschluß des freien Wellenschaftes 36 an eine handelsübliche
Bohrmaschine, und es ist in den Figuren auch keine Verdrehsicherung von der Bohrmaschine
zu der Setzvorrichtung 1 eingezeichnet. Maßnahmen, wie eine handelsübliche Bohrmaschine
in Verbindung mit der Setzvorrichtung 1 zu verwenden ist und wie eine Verdrehsicherung
zwischen der Bohrmaschine und der Setzvorrichtung 1 angeordnet sein muß, sind dem
Fachmann bekannt, so daß hier keine weiteren Erläuterungen dazu erfolgen müssen. Auch
kann der Bohrerschaft 51 Profilierungen aufweisen bzw. seine Oberfläche kann aufgerauht
sein, damit er besser über die Klemmbakken 8 in der Setzvorrichtung 1 dreh- und zugfest
gehalten werden kann. Dies sind ebenfalls Weiterbildungen, die dem Fachmann geläufig
sind, so daß darauf hier nicht weiter eingegangen werden muß. Auch optische Anzeigen
können an der Setzvorrichtung 1 vorgesehen sein, über die man den Einspannvorgang,
die erste Arbeitsposition und die zweite Arbeitsposition erkennt.
[0042] Eine Setzvorrichtung für einen Selbstbohrniet weist in einem zweiteiligen Gehäuse
Einbauten auf, die einen Bohrerschaft dreh- und zugfest umgreifen können. In einer
ersten Arbeitsposition wird der Bohrvorgang für den Selbstbohrniet ausgeführt und
in einer zweiten Arbeitsposition wird der Selbstbohrniet gesetzt und der Schließkopf
ausgebildet. Dabei verfahren die Klemmbacken axial so weit, bis der Bohrerschaft vom
Bohrkopf abreißt. Die Arbeitsvorgänge zum Bohren und zum Nieten werden in unterschiedlichen
Drehrichtungen einer Welle ausgeführt. In einer ersten Endstellung der Welle erfolgt
das Bohren und in einer zweiten Endstellung der Welle die Fixierung des Bohrerschaftes
in der Setzvorrichtung sowie das Setzen der Selbstbohrniet.
1. Setzvorrichtung für einen Selbstbohrniet mit einem Gehäuse (2, 3) und Gehäuseeinbauten,
die dreh- und zugfest haltbar einen Bohrerschaft (51) umgreifen und die über einen
Antrieb in Drehbewegung versetzbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrerschaft
(51) gegenüber einer ersten Endstellung einer Welle (32) über eine dem Bohrvorgang
entgegengesetzte Drehbewegung in einer zweiten Endstellung der Welle (32) in die Setzvorrichtung
(1) einspannbar und ein Nietvorgang in dieser Drehbewegung beendbar ist.
2. Setzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseeinbauten
rotier- und verschiebbare Klemmbacken (8) aufweisen, die in der Setzvorrichtung (1)
abgedeckt von einer dazu ortsfest angeordneten Führungshülse (7) angeordnet sind.
3. Setzvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (8)
über eine federbelastete innere Führungshülse (11) entlang einer Kegelfläche (18)
einer Konushülse (9) verschiebbar sind.
4. Setzvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken
(8), die innere Führungshülse (11), die Konushülse (9), eine Spiralfeder (19) und
ein Abstützring (20) ein gemeinsam bewegbares Bauteil bilden.
5. Setzvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil über eine
äußere Führungshülse (25) axial verschiebbar ist, wobei die äußere Führungshülse (25)
an einer ringförmigen Oberfläche eine Verzahnung (28) aufweist und daß am Umfang der
äußeren Führungshülse (25) über die axiale Länge ein Gewinde (27) ausgebildet ist.
6. Setzvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstützring
(20) in einer Bohrung eine Innenverzahnung (30) aufweist, die in Eingriff mit einer
Außenverzahnung (31) einer Welle (32) bringbar ist.
7. Setzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Setzvorrichtung (1) ein erstes Gehäuseteil (2) und ein zweites Gehäuseteil (3) aufweist,
die lösbar miteinander zu verbinden sind.
8. Setzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Setzvorrichtung (1) eine Welle (32) geführt und axial verschiebbar gelagert ist
und daß die Welle (32) in der Setzvorrichtung (1) gegen den Federdruck einer Spiralfeder
(45) von einer ersten Arbeitsposition in eine zweite Arbeitsposition manuell verfahrbar
ist.
9. Setzvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in
der inneren Führungshülse (11) ein federbelasteter Bolzen (14) angeordnet ist.
10. Verwendung der Setzvorrichtung (1) als aufsteckbarer Aufsatz für eine handelsübliche
Handbohrmaschine mit Links- und Rechtslauf.
11. Verfahren zur Handhabung der Setzvorrichtung (1), dadurch gekennzeichnet,
- daß ein Bohrerschaft (51) eines Selbstbohrniets (50) durch eine Führungshülse (7)
nahezu widerstandsfrei in die Setzvorrichtung (1) eingeschoben wird, wenn Klemmbacken
(8) an der Führungshülse (7) anliegen,
- daß der Bohrerschaft (51) so weit in eine Sacklochbohrung (12) eingeschoben wird,
bis einerseits ein Bolzen (14) und eine Feder (15) oder andererseits ein Kopf des
Selbstbohrniets (50) die axiale Verschiebung begrenzen,
- daß eine Welle (32) drehverbindend in Eingriff mit Ritzeln (38, 39) gebracht wird,
die über eine Drehbewegung eine die Klemmbacken (8) haltende Konushülse (9) derart
axial verschieben, daß eine federbelastete innere Führungshülse (11) Klemmbacken (8)
axial verfährt, damit die Klemmbacken (8) den Bohrerschaft (51) dreh- und zugfest
halten und ein Freiraum (52) zwischen der Führungshülse (7) und den Stirnseiten der
Klemmbacken (8) entsteht,
- daß die Welle (32) in eine erste Arbeitsposition verfahren wird, in der sie im drehfesten
Eingriff mit einem Abstützring (20) angeordnet ist und bei Drehung der Welle (32)
den Bohrerschaft (51) antreibt,
- daß die Welle (32) nach Beendigung des Bohrvorganges in eine zweite Arbeitsposition
zum Zusammenwirken mit den Ritzeln (38, 39) gebracht wird, wobei die Klemmbacken (8)
axial von dem Selbstbohrniet (50) weg verfahren werden,
- daß die Klemmbacken (8) nach Abriß des Bohrkopfes axial so verfahren werden, daß
sie an der Führungshülse (7) anliegen und die Klemmbacken (8) einen Druck auf die
federbelastete innere Führungshülse (11) ausüben, derart, daß sich die Klemmverbindung
zwischen dem Bohrerschaft (51) und den Klemmbacken (8) löst und daß ein federbelasteter
Bolzen (14) den Bohrerschaft (51) selbsttätig auswirft.