[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bodenprobensonde für Rammkernsondierungen mit
einem äußeren Sondenrohr, daß mit einer mittels entsprechender Verlängerungsrammrohre
verlängerbaren Sondenrammvorrichtung verbindbar ist, mit einer die jeweilige Funktion
der Bodenprobensonde festlegenden Arbeitseinheit, die koaxial in dem Sondenrohr angeordnet
ist und mittels einer fernbetätigbaren und einen Verriegelungskäfig aufweisenden Verriegelungsvorrichtung
axial unverschiebbar an dem Sondenrohr befestigbar ist und bei gelöster Verriegelungsvorrichtung
zusammen mit dieser entgegen der Rammrichtung im Sondenrohr nach oben verschiebbar
ist, wobei das Sondenrohr und die Verlängerungsrammrohre so ausgebildet sind, daß
die Arbeitseinheit zusammen mit der Verriegelungsvorrichtung aus dem Sondenrohr und
den Verlängerungsrammrohren nach oben herausziehbar ist, wobei die Arbeitseinheit
ein Probenrohr ist, das mit seinem rammseitigen Ende bündig in einen am äußeren Sondenrohr
angeordneten ringförmigen Scheidschuh eingesetzt ist.
[0002] Eine solche Bodenprobensonde ist aus der NL-A-7 906 280 bekannt. Darin wird ein Sondenrohr
beschrieben, daß als Rammgestänge ausgebildet ist, welches einen freien Querschnitt
aufweist, der in etwa gleich oder geringfügig größer als der Außenquerschnitt der
Arbeitseinheit ist, so daß diese aus dem Sondenrohr bzw. ggf. damit verbundenen Verlängerungsrammrohren
herausziehbar ist. Dadurch wird es möglich, das Sondenrohr im Boden zu belassen, während
die Arbeitseinheit ausgetauscht oder eine Bodenprobe entnommen wird. Damit erfüllt
das Sondenrohr eine Doppelfunktion, zum einen dient es nämlich selbst als Rammgestänge,
zum anderen wirkt es gleichzeitig als Bohrlochabstützung, so daß das Bohrloch auch
bei fließfähigen Böden stets freigehalten wird und bei nachfolgenden Arbeitsvorgängen
an demselben Bohrloch eine entsprechende Arbeitseinheit, zum Beispiel ein Probenrohr,
ohne erneutes Reinrammen einfach abgesenkt werden kann.
[0003] Diese bekannte Sondenrammvorrichtung ermöglicht es weiterhin, daß zur Entnahme einer
Bodenprobe aus einem Bohrloch nur die Arbeitseinheit, insbesondere das Probenrohr
selbst, aus dem Bohrloch herausgezogen werden muß, während das äußere, als Rammgestänge
dienende Sondenrohr, das im wesentlichen die Rammkräfte für das Niederbringen der
Sonde überträgt, im Bohrloch verbleiben kann. Weiter ermöglicht diese Rammvorrichtung,
daß die aus dem Bohrloch zu entnehmende Bodenprobe durch das Sondenrohr bzw. durch
die dieses ggf. verlängernde Verlängerungsrammrohre geschützt aus dem Bohrloch herausgezogen
werden kann. Entsprechend ist ein neues Probenrohr beim Einführen in die Sonde vor
Verunreinigungen geschützt.
[0004] Schließlich gewährleistet diese bekannte Rammvorrichtung auch, daß beim Herausziehen
des Probenrohres aus dem Bohrloch keine starren, Rammkräfte übertragenden Stangen
oder Rohre aus dem Bohrloch herausgenommen werden müssen, so daß zum Ziehen des Probenrohres
ein flexibles Zugmittel, zum Beispiel ein Seilzug oder eine Kette oder dergleichen
verwendet werden kann, wodurch die Handhabung der Bodenprobensonde wesentlich vereinfacht
wird.
[0005] Die in der Arbeitseinheit vorgesehene Verriegelungsvorrichtung weist einen in einem
Verriegelungskäfig geführten Verriegelungskolben mit einer Steuerkurve zum Betätigen
von Verriegelungselementen, die beispielsweise als Kugeln ausgebildet sind, auf, der
axial zwischen einer Verriegelungs- und einer Freigabestellung verschiebbar ist. Dadurch
wird eine axiale Bewegung zum Verriegeln bzw. Entriegeln der Verriegelungsvorrichtung
besonders einfach in eine radiale Bewegung der Verriegelungselemente umgesetzt.
[0006] Die Arbeitseinheit weist im weiteren eine Rammspitze auf, die mit einem am äußeren
Sondenrohr angeordneten ringförmigen Schneidschuh zusammenwirkt, wobei insbesondere
das Probenrohr bündig in den ringförmigen Schneidschuh eingesetzt ist.
[0007] Wenn nun die Arbeitseinheit mit der Verriegelungsvorrichtung zusammen mit der Bodenprobe
aus der Rammvorrichtung durch die Sondenrohre herausgezogen wird, muß das Probenrohr
mit der Probe von der Verriegelungsvorrichtung getrennt werden. Da das Probenrohr
jedoch an der Verriegelungsvorrichtung bzw. dem Verriegelungskäfig mit entsprechenden
Befestigungsmitteln befestigt ist, müssen diese vorher gelöst werden. Dabei kann es
zu Beeinträchtigungen der Qualität der sich im Probenrohr befindlichen Bodenprobe,
insbesondere in dem der Verriegelungsvorrichtung benachbarten Bereich kommen, beispielsweise
dann, wenn erst eine zwischen dem Probenrohr und der Verriegelungsvorrichtung vorgesehene
mehrfache Verschraubung mit entsprechenden Werkzeugen gelöst werden muß.
[0008] Ausgehend von dieser aus dem Stand der Technik bekannten Bodenprobensonde liegt der
Erfindung nun die Aufgabe zugrunde, die Arbeitseinheit im Bereich zwischen Probenrohr
einerseits und Verriegelungsvorrichtung andererseits so auszubilden, daß die Qualität
der gewonnenen Bodenproben verbessert, insbesondere bei der Trennung des Probenrohres
von der Verriegelungseinheit keine unbeabsichtigten Zerstörungen bzw. Beeinträchtigungen
der Qualität der Bodenprobe auftreten können.
[0009] Diese Aufgabe wird, ausgehend von der Bodenprobensonde der eingangs genannten Art,
dadurch gelöst, daß zur lösbaren Befestigung des Probenrohrs an der Verriegelungsvorrichtung
eine Adaptereinheit vorgesehen ist, die mit dem Verriegelungskäfig der Verriegelungsvorrichtung
verbindbar ist und an der das vorzugsweise aus Kunststoff bestehende Probenrohr festgeklemmt
ist. Eine solche erfindungsgemäß vorgesehene Adaptereinheit ermöglicht es, das die
Bodenprobe enthaltende Probenrohr zunächst von der verhältnismäßig schweren und großformatigen
Verriegelungsvorrichtung zu trennen, um es dann anschließend von der Adaptereinheit
abziehen zu können, ohne daß Verschraubungen etc. zu lösen sind.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausbildung weist die Adaptereinheit einen äußeren Kugelkäfig
für Klemmkugeln und einen inneren Steuerkolben zur Betätigung der Klemmkugeln auf,
der in seiner Freigabestellung vorgespannt ist und der vom Verriegelungskäfig der
Verriegelungsvorrichtung in seiner Sperrstellung gehalten wird, wenn die Adaptereinheit
mit der Verriegelungsvorrichtung verbunden ist. Diese Ausbildung der Adaptereinheit
erlaubt es, daß das Probenrohr ohne Verschraubung an ihr bzw. der gesamten Verriegelungseinheit
fest gehalten wird, diese feste Halterung sich erst dann löst, wenn bei Entfernung
der Adaptereinheit von der Verriegelungsvorrichtung der vorgespannte Steuerkolben
in die Freigabestellung verschoben wird und dabei die Klemmkugeln sich von der Klemmstellung
in ihre Freigabestellung bewegen.
Anschließend kann das Probenrohr dann mit der sich darin befindenden Bodenprobe erschütterungsfrei
von der Adaptereinrichtung abgezogen werden, insbesondere wirken auf die Bodenprobe
keine diese beeinträchtigenden Erschütterungen während des Lösens des Probenrohres
von der Verriegelungsvorrichtung ein, wie sie sonst bei dem bekannten Stand der Technik
durch das umständliche Lösen von Befestigungsmitteln zwischen Probenrohr einerseits
und Regelungsvorrichtung andererseits aufgetreten sind.
[0011] Die Erfindung lediglich beispielsweise erläuternde Ausführungsformen werden im folgenden
anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine Probensonde mit eingesetztem Probenrohr,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Längsschnitt durch den Verriegelungsbereich der Bodenprobensonde
nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine Bodenprobensonde mit eingesetzter Rammspitze.
[0013] In den vorgenannten Figuren der Zeichnungen sind einander entsprechende Bauteile
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0014] In den Figuren 1 und 2 ist eine Bodenprobensonde mit einem Sondenrohr 12 dargestellt,
in das als Arbeitseinheit ein Probenrohr 10 eingesetzt ist.
[0015] Das Sondenrohr 12 besteht aus einem oberen Rohrabschnitt 29, an den sich nach oben
ein Sondenrammverlängerungsrohr 30 und, sofern erforderlich, noch weitere, nicht dargestellte
Sondenrammverlängerungsrohre anschließen. Im unteren Bereich besitzt der obere Rohrabschnitt
29 des Sondenrohres 12 einen erweiterten Durchmesser, in den von unten eine erste,
obere und eine zweite, untere Kugelsitzschale 19 bzw. 20 sowie ein unterer Rohrabschnitt
31 mit seinem oberen, einen verringerten Aussendurchmesser aufweisenden Ende eingesetzt
ist, um die Kugelsitzschale 19, 20 im Sondenrohr 12 axial so fest zu halten, daß sie
zur Übertragung von Schlag- bzw. Rammkräften geeignet sind. Am unteren Ende des unteren
Rohrabschnitts 31 ist eine Sondenrohrverlängerung 32 befestigt.
[0016] In das untere Ende der Sondenrohrverlängerung 32 des Sondenrohrs 12 ist ein ringförmiger,
nach unten konisch angeschärfter, außen mit seinem unteren Teil 22' radial geringfügig
über die Sondenrohrverlängerung 32 vorstehender Schneidschuh 22 vorgesehen, der hinter
dem unteren Teil einen mit Außengewinde versehenen Rohrstutzen 22" aufweist, der in
das mit Innengewinde versehene vordere Ende der Sondenrohrverlängerung 32 eingeschraubt
ist, so daß je nach unterschiedlichen, zu erwartenden Bodenformationen entsprechend
geeignete Schneidschuhe mit der erfindungsgemäßen Bodenprobensonde verwendet werden
können.
[0017] Der Schneidschuh 22 weist in geringem axialen Abstand von der Schneide 33 eine sich
radial nach außen erstreckende Ringstufe 9 auf, mit der das Probenrohr 10 bündig ist
und auf der die vordere Stirnfläche 8 des Probenrohrs 10 aufliegt, so daß die Innenwandung
des Probenrohrs 10 mit der des Schneidschuhs 22 zwischen Ringstufe 9 und Schneide
33 fluchtet.
[0018] Durch eine leicht konische Ausbildung der Innenwand 7 des Rohrstutzens 22" wird das
axiale Einsetzen des Probenrohrs 10 in den Schneidschuh 22 erleichtert.
[0019] Wie besonders deutlich in Fig. 2 zu erkennen, ist das Probenrohr 10 auf einen zylindrischen
Kugelkäfig 26 aufgesteckt, der eine Zylinderbohrung 34 aufweist, in die ein Steuerkolben
28 verschiebbar eingesetzt ist. Der Steuerkolben 28 weist an seinem unteren Ende eine
Lagerbohrung 35 auf, in der eine Feder 36 angeordnet ist, die sich mit ihrem anderen
Ende in einer entsprechenden Lagerbohrung 37 im Boden 38 desKugelkäfigs 26 abstützt,
um den Steuerkolben 28 nach oben in seine Freigabestellung vorzuspannen.
[0020] In der zylindrischen Wand 39 des Kugelkäfigs 26 sind in entsprechenden Bohrungen
Klemmkugeln 27 angeordnet, die vom Steuerkolben 28 nach außen gedrückt werden, wenn
der Steuerkolben 28 seine Sperrstellung einnimmt. Dabei werden die Klemmkugeln 27
in das auf den Kugelkäfig 26 aufgeschobene Probennohr, das vorzugsweise aus Kunststoff
besteht, eingedrückt, so daß das Probenrohr 10 fest auf dem Kugelkäfig 26 einer Adaptereinheit
25 aufgeklemmt ist.
[0021] Die Adaptereinheit 25 weist einen Zwischenring 40 auf, der mit einem ringförmigen
Bund 41 in einen stirnseitigen, oberen Abschnitt der Zylinderbohrung 34 des Kugelkäfigs
26 eingeschraubt ist und so ausgebildet ist, daß er den Steuerkolben 28 gegen die
Kraft der Feder 26 im Kugelkäfig 26 hält. Mit einem Innengewinde ist der Zwischenring
40 auf einen Gewindestutzen 21 eines Verriegelungskäfigs 18 aufgeschraubt.
[0022] Der Verriegelungskäfig 18 weist in seiner einen Zylinderraum festlegenden Außenwand
42 Aufnahmebohrungen für Riegelkugeln 16 auf, die mit den Kugelsitzschalen 19 bzw.
20 zusammenwirken. Im Inneren des Verriegelungskäfigs 18 ist ein Verriegelungskolben
14 vorgesehen, der eine Steuerkurve 15 aufweist. Die Steuerkurve 15 legt dabei einen
Sperrabschnitt 43, einen übergangsabschnitt 44 sowie einen Freigabeabschnitt 45 am
Verriegelungskolben 14 fest. Am oberen Ende des Verriegelungskäfigs 18 ist eine Anschlagbuchse
46 in die zylindrische Bohrung des Verriegelungskäfigs 18 eingeschraubt, die eine
zentrale öffnung 47 aufweist, durch die sich ein mit dem Verriegelungskolben 14 verbundenes
Zugmittel 17 hindurch erstrecken kann, so daß der Kolben 14 mittels einer nicht dargestellten,
vorzugsweise flexiblen Zugmittelverlängerung, z.B. eines Zugseils verschiebbar ist.
[0023] Die Anschlagbuchse 46 weist einen ersten Bohrungsabschnitt 49 und einen zweiten Bohrungsabschnitt
50 auf, die so angeordnet sind, daß eine Anschlagschulter 51 für den Verriegelungskolben
14 gebildet ist.
[0024] In den zweiten Bohrungsabschnitt 50 der Anschlagbuchse 46 ist eine Feder 52 eingesetzt,
die den Verriegelungskolben 14 nach unten, also in Rammrichtung in seine Verriegelungsstellung
vorspannt.
[0025] Die aus Verriegelungskolben 14, Verriegelungskäfig 18 und Riegelkugeln 16 sowie Kugelsitzschalen
19, 20 bestehende Verriegelungsvorrichtung 13 arbeitet wie folgt:
[0026] Während des Einrammens der Bodenprobensonde zur Entnahme einer Bodenprobe oder zum
Niederbringen der Sonde in eine gewünschte Bohrtiefe wird von außen über das Zugmittel
17 auf den Verriegelungskolben 14 keine Kraft ausgeübt. Demzufolge wird der Verriegelungskolben
14 durch die Kraft der Feder 52 in seine in Fig. 2 links von der Achse A dargestellte
Verriegelungsstellung geschoben, in der der Verriegelungskolben 14 mit seiner unteren
Stirnseite an dem Boden des Verriegelungskäfigs anliegt und in der der Sperrabschnitt
43 die Riegelkugeln 16 in die Kugelsitzschalen 19, 20 hineindrückt.
[0027] Soll die Verriegelungsvorrichtung 13 gelöst werden, so wird der Verriegelungskolben
14 mittels des Zugmittels 17 nach oben gezogen, wobei die Feder 52 zusammengedrückt
wird. Sobald der Verriegelungskolben 14 an der Anschlagschulter 51 der Anschlagbuchse
46 anliegt, liegt auch der Freigabebereich 45 des Verriegelungskolbens 14 den Riegelkugeln
16 gegenüber, wie dies in Fig. 2 rechts von der Achse A dargestellt ist. Die Riegelkugeln
16 können nun nach innen fallen oder von den Kugelsitzschalen 19, 20 nach innen gedrückt
werden, so daß die Verriegelungsvorrichtung 13 mit dem daran befestigten Probenrohr
aus dem Sondenrohr herausgezogen werden kann.
[0028] Fig. 3 zeigt eine Probensonde, deren Sondenrohr 12 und deren Verriegelungsvorrichtung
13 in gleicher Weise aufgebaut ist, wie anhand von Fig. 1 und 2 beschrieben. An den
Gewindestutzen 21 des Verriegelungskäfigs 18 ist eine Rammspitze 11 mit einem Schraubkopf
53 über ein Rammstange 54 mit einem Rammkopf 55 verbunden, der die eigentliche Rammspitze
55' trägt. Der Rammkopf 55 weist dabei einen zylindrischen Abschnitt 56 auf, der sich
im Gleitsitz innerhalb des unteren Teils 22' zwischen der Schneide 33 und der Ringstufe
9 befindet und in dem zwei umlaufende Nuten 57 vorgesehen sind, die zur Aufnahme von
Dichtungen 23 ausgebildet sind. Als Dichtungen können dabei beispielsweise 0-Ringe
verwendet werden. Auf diese Weise wird der Sondenrohrinnenraum 24 beim Einrammen der
Sonde gegen das umgebende Erdreich abgedichtet. Vor der Ringschneide 33 geht der Abschnitt
56 in einen zur Rammspitze 55' konisch sich verjüngenden Bereich 56' über.
[0029] Sollen nun mit der beschriebenen Bodenprobensonde in einer bestimmten Tiefe mehrere
Bodenproben entnommen werden, so wird wie folgt vorgegangen:
[0030] Zunächst wird die Rammspitze 11 mit der Verriegelungsvorrichtung 13 verschraubt (Fig.
3), um dann mit dieser zusammen in das Sondenrohr 12 eingesetzt und dort verriegelt
zu werden. Jetzt befindet sich vorn an der Sondenrohrverlängerung ein aus dem Schneidschuh
22 und dem Bereich 56' bestehender einheitlicher Rammkonus.
[0031] Die Sonde wird nun soweit in den Boden gerammt, bis es erforderlich ist, das Sondenrohr
12 mit einem Sondenrammverlängerungsrohr 30 zu verlängern. Dieses Einrammen und Verlängern
des Sondenrohrs 12 wird so lange wiederholt, bis der Rammkopf 55 der Rammspitze 11
die gewünschte Tiefe erreicht hat. Nun wird mit dem flexiblen Zugmittel 17, z.B. mit
einem Zugseil, das an der in der Figur angedeuteten Kolbenstange des Verriegelungskolbens
14 befestigt ist, der Verriegelungskolben 14 gegen die Kraft der Feder 52 nach oben
gezogen, bis er an der Anschlagschulter 51 anliegt und die Riegelkugeln 16 freigibt.
Die Verriegelungsvorrichtung 13 ist somit gelöst und kann zusammen mit der Rammspitze
11 aus dem Sondenrohr herausgezogen werden.
[0032] Die Rammspitze 11 wird dann von der Verriegelungsvorrichtung 13 getrennt und anstelle
dessen wird ein Probenrohr 10 an der Verriegelungsvorrichtung 13 angebracht (Fig.
1). Dazu wird zunächst ein Probenrohr 10 auf die Adaptereinheit 26 aufgesteckt. Anschließend
wird die Adaptereinheit 26 mit ihrem Zwischenring 40 auf den Gewindestutzen 21 aufgeschraubt.
Dabei drückt der Gewindestutzen 21 den Steuerkolben 28 der Adaptereinheit 26 nach
unten gegen die Kraft der Feder 36 in seine Verriegelungsstellung wobei die Klemmkugeln
27 nach außen gedrückt werden und so das Probenrohr 10 festklemmen. Nun wird das Probenrohr
10 mit der Verriegelungsvorrichtung 13 in das Sondenrohr hinabgelassen, bis das rammseitige
Ende 8 des Probenrohrs 10 auf der Ringstufe 9 des Schneidschuhs 22 angeordnet ist.
Da jetzt die nach oben gerichtete Zugkraft entfällt, kann der Verriegelungskolben
14 von der Feder 52 sowie von seinem Eigengewicht in seine Verriegelungsstellung verschoben
werden, in der der Sperrabschnitt 43 der Steuerkurve 15 des Verriegelungskolbens 14
die Riegelkugeln 16 nach außen in ihre Kugelsitzschalen 19 bzw. 20 drückt.
[0033] Jetzt kann die Bodenprobensonde entsprechend der Länge des Probenrohrs 10 tiefer
in den Boden gerammt werden, wobei das Erdreich in das Innere des Probenrohres 10
eindringt. Nachdem das Probenrohr 10 mit einer Bodenprobe gefüllt ist, wird die Verriegelungsvorrichtung
13 durch eine nach oben gerichtete Zugkraft am Zugmittel 17 entriegelt, und das Probenrohr
10 wird durch weiteres Hochziehen des Zugmittels aus dem Sondenrohr 12 herausgezogen
werden kann.
[0034] Die Abnahme des Probenrohrs 10 von der Verriegelungsvorrichtung 13 bzw. vom Adapter
26 erfolgt dabei durch Abschrauben der Adaptereinheit 26 von der Verriegelungsvorrichtung
13 wodurch der Steuerkolben 28 durch die Feder 36 in seine Freigabestellung bewegt
werden kann, so daß die von den Klemmkugeln 27 erzeugte Klemmkraft entfällt und das
Probenrohr 10 somit von der Adaptereinheit 26 abgezogen werden kann.
[0035] In der beschriebenen Weise können nun nacheinander mehrere Bodenproben entnommen
werden um ein geschlossenes Bodenprofil zu erhalten. Außerdem ist es natürlich möglich,
abwechselnd Bodenproben zu entnehmen und die Sonde ohne Probenentnahme tiefer zu rammen.
[0036] Die erfindungsgemäß vorgesehen leicht lösbare Verriegelungsvorrichtung ist umgekehrt
in der Lage, Rammkräfte zu übertragen, so daß für das Ziehen und Absenken der jeweiligen
Arbeitseinheit, also der Rammspitze 11 oder des Probenrohrs 10 ein flexibles Zugmittel
verwendet werden kann, was sich leichter handhaben läßt als ein Rammgestänge. Hierdurch
wird eine wesentliche Vereinfachung der Handhabung sowie ein deutlicher Zeitgewinn
bei der Gewinnung von Bodenproben erreicht.
1. Bodenprobensonde für Rammkernsondierungen mit einem äußeren Sondenrohr (12), daß mit
einer mittels entsprechender Verlängerungsrammrohre (30) verlängerbaren Sondenrammvorrichtung
verbindbar ist, mit einer die jeweilige Funktion der Bodenprobensonde festlegenden
Arbeitseinheit (10, 11), die koaxial in dem Sondenrohr (12) angeordnet ist und mittels
einer fernbetätigbaren und einen Verriegelungskäfig (18) aufweisenden Verriegelungsvorrichtung
(13) axial unverschiebbar an dem Sondenrohr (12) befestigbar ist und bei gelöster
Verriegelungsvorrichtung (13) zusammen mit dieser entgegen der Rammrichtung im Sondenrohr
nach oben verschiebbar ist, wobei das Sondenrohr (12) und die Verlängerungsrammrohre
(30) so ausgebildet sind, daß die Arbeitseinheit (10, 11) zusammen mit der Verriegelungsvorrichtung
(13) aus dem Sondenrohr und den Verlängerungsrammrohren (30) nach oben herausziehbar
ist, und wobei die Arbeitseinheit (10, 11) ein Probenrohr (10) ist, das mit seinem
rammseitigen Ende bündig in einen am äußeren Sondenrohr (12) angeordneten ringförmigen
Scheidschuh (22) eingesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur lösbaren Befestigung des Probenrohrs (10) an der Verriegelungsvorrichtung
(13) eine Adaptereinheit (25) vorgesehen ist, die mit dem Verriegelungskäfig (18)
der Verriegelungsvorrichtung (13) verbindbar ist und an der das vorzugsweise aus Kunststoff
bestehende Probenrohr (10) festgeklemmt ist.
2. Bodenprobensonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adaptereinheit (25)
einen äußeren Kugelkäfig (26) für Klemmkugeln (27) und einen inneren Steuerkolben
(28) zur Betätigung der Klemmkugeln (27) aufweist, der in seiner Freigabestellung
vorgespannt ist und der vom Verriegelungskäfig (18) der Verriegelungsvorrichtung (13)
in seiner Sperrstellung gehalten wird, wenn die Adaptereinheit (25) mit der Verriegelungsvorrichtung
(13) verbunden ist.
1. Sonde à échantillon de carotte pour effectuer des sondages à emporte-pièce avec un
tube de sonde extérieur (12), pouvant être reliée à un dispositif de carottage à sonde
pouvant être prolongé au moyen de tube de carottage de prolongement (30) correspondant,
avec une unité de travail (10, 11) fixant la fonction respective de la sonde d'échantillonnage
du sol, disposée coaxialement dans le tube de sonde (12) et susceptible d'être fixée
sur le tube de sonde (12) de façon indéplaçable axialement, au moyen d'un dispositif
de verrouillage (13), télécommandable et présentant une cage de verrouillage (18),
et déplaçable vers le haut dans le tube de sonde conjointement avec celui-ci à l'encontre
de la direction de carottage lorsque le dispositif de verrouillage (13) est désolidarisé,
le tube de sonde (12) et le tube de carottage de prolongement (30) étant conçus de
manière que l'unité de travail (10, 11) soit extractible vers le haut hors du tube
de sonde et des tubes de carottage de prolongement (30) conjointement avec le dispositif
de verrouillage (13), l'unité de travail (10, 11) étant un tube d'échantillonnage
(10) inséré, par son extrémité située côté carotte, de façon solidaire dans un patin
de découpe (22) à forme annulaire, disposé sur le tube de sonde extérieure (12), caractérisée
en ce que pour assurer la fixation désolidarisable du tube d'échantillonnage (10)
sur le dispositif de verrouillage (13) est prévue une unité adaptatrice (25) pouvant
être reliée à la cage de verrouillage (18) du dispositif de verrouillage (13) et bloquée
par serrage sur le tube de sonde (10), constitué de préférence en matière plastique.
2. Sonde d'échantillonnage du sol selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'unité
adaptatrice (25) présente une cage sphérique extérieure (26) destinée à des billes
de serrage (27) et un piston de commande intérieur (28) destinés à l'actionnement
des billes de serrage (27), piston de commande qui est précontraint dans sa position
de libération et qui est maintenu dans sa position de blocage par la cage de verrouillage
(18) du dispositif de verrouillage, lorsque l'unité adaptatrice (25) est reliée au
dispositif de verrouillage (13).