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EP 0 464 796 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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08.01.1992 Patentblatt 1992/02 |
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Anmeldetag: 03.07.1991 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Anmelder: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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D-51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Lemme, Werner
W-5064 Rösrath (DE)
- Bauer, Lothar
W-5000 Köln 91 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Riementrieb einer Brennkraftmaschine |
(57) 57 2.1 Ein bekannter gekapselter Riementrieb einer Brennkraftmaschine, der von einem
von einem Kühlgebläse (1) abgezweigten Kühlluftstrom gekühlt wird, weist eine aufwendige
Verbindungsleitung auf, die über die äußeren Konturen der Brennkraftmaschine hervorsteht
und insgesamt schwierig zu befestigen und gegen Beschädigungen gefährdet ist. 2.2
Erfindungsgemäß ist die Verbindungsleitung als Luftschacht (6) ausgebildet, der weitgehend
aus vorhandenen Teile der Brennkraftmaschine gebildet ist und zudem so angeordnet
ist, daß er keine über die Außenkontur der Brennkraftmaschine hinausragenden Teile
aufweist.
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[0001] Die Erfindung betrifft einen gekapselten Riementrieb einer Brennkraftmaschine gemäß
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein derartiger gekapselter Riementrieb ist aus der DE-PS 94 82 07 bekannt. Bei diesem
Riementrieb wird ein von dem Kühlgebläse hinter dem ersten Zylinder abgezweigter Kühlluftstrom
über eine Verbindungsleitung und eine Filtereinrichtung in die Riemenkapsel eingeleitet.
Nachteilig ist, daß der Kühlluftstrom erst hinter dem ersten Zylinder abgezweigt wird,
da der Kühlluftstrom an dieser Stelle schon um die von dem ersten Zylinder aufgenommene
Abwärme erhitzt ist und somit nicht mehr die volle Kühlleistung zur Kühlung des Riementriebs
zur Verfügung steht. Auch trägt diese Art der Kühlluftstromentnahme zu einer ungünstigen
Kühlung der Zylinder bei, da der erste Zylinder besonders intensiv gekühlt wird und
die nachfolgenden Zylinder mit einer um den abgezweigten Kühlluftstrom verringerten
Kühlluftmenge gekühlt werden. Weiterhin ist die Verbindungsleitung als freitragende
Leitung anfällig gegen Beschädigungen durch äußere Einlfüsse und durch Vibrationen
der Brennkraftmaschine und legt durch ihren großen Platzbedarf die obere Brennkraftmaschinenkontur
fest.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gekapselten Riementrieb einer Brennkraftmaschine
bereitzustellen, der einerseits für eine effektive Kühlung des Riementriebs ohne Benachteiligung
der Kühlung der Zylinder sorgt und andererseits raumsparend und unanfällig gegen Beschädigungen
angeordnet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verbindungsleitung als
Luftschacht ausgebildet ist, der im Bereich des Kühlgebläses von einem Kühlgebläsemantelflansch
und einem Teilabschnitt des angrenzenden Zylinderkopfes gebildet wird und sich über
ein dichtend mit dem Kühlgebläsemantelflansch verbundenes Gehäuseteil fortsetzt, daß
an eine Lufteinlaßöffnung der Riemenkapsel anschließt. Damit werden die zuvor geschilderten
Nachteile vermieden und zudem eine einfach aufgebaute Verbindungsleitung ermöglicht.
Die Gefahr von Beschädigungen ist durch die integrierte Anordnung der Verbindungsleitung
sehr gering. Durch die direkte Entnahme des Kühlluftstromes im Bereich des Kühlgebläses
ist die Kühlluft noch nicht erwärmt und bei der Zylinderkühlung treten keine Kühlluftmengenunterschiede
auf.
[0005] In Weiterbildung der Erfindung wird die Filtereinrichtung durch zwei Schikanen gebildet,
die im Kühlluftgebläsemantelflansch und in dem Gehäuseteil angeordnet sind. Dabei
können die Schikanen an die jeweiligen Bauteile angegossen bzw. angespritzt sein,
so daß der Herstellungsaufwand sehr gering ist.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Gehäuseteil aus Kunststoff gefertigt und ist somit leicht
und unkompliziert bei geringen Gewicht herstellbar.
[0007] Diese staubfreie und effektive Kühlung ist insbesondere bei einem Zahnriemen, der
beispielsweise eine Nockenwelle oder Einspritzpumpe einer selbstzündenden Brennkraftmaschine
antreibt, einsetzbar.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist ein zweiter Luftschacht neben dem ersten zur Kühlluftversorgung
eines zweiten Riemens angeordnet. Dieser zweite Riemen ist vorzugsweise wiederrum
ein Zahnriemen, der aber Hilfsaggregate wie beispielsweise Hydraulikpumpen antreibt.
Gerade, wenn nahezu die gesamte Nutzleistung einer Brennkraftmaschine zum Antrieb
von Hydraulikpumpen genutzt wird, ist eine effektive Kühlung des Zahnriemens unumgänglich.
Der zweite Luftschacht ist dabei weitestgehend gleich aufgebaut wie der erste Luftschacht
und insbesondere ist vorgesehen, ein zweizügiges, einteiliges Gehäuseteil zum Kühllufttransport
vorzusehen.
[0009] Weitere Vorteile der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der
ein in den Figuren dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben ist.
[0010] Es zeigen:
Fig.1: eine Draufsicht auf eine Verbindungsleitung,
Fig.2: einen Querschnitt durch die Verbindungsleitung.
[0011] Eine nicht weiter dargestellte selbstzündende Brennkraftmaschine weist ein Kühlluftgebläse
1 auf, das zur Kühlung von Bauteilen der Brennkraftmaschine und/oder eines Wärmetauschers
bzw. des darin befindlichen Mediums genutzt wird. Das Kühlluftgebläse 1 ist von einem
Kühlgebläsemantel eingefasst, der einen Kühlgebläsemantelflansch 2 aufweist. Die Brennkraftmaschine
weist eine Kurbelwelle auf, die die von den Kolben der Brennkraftmaschine erzeugte
translatorische in eine rotatorische Bewegung umsetzt. Dabei ist auf dem stirnseitigen
Ende der Kurbelwelle zumindest ein Zahnriemenrad 3 befestigt, das über einen Zahnriemen
die Nockenwelle der Brennkraftmaschine bzw. gleichzeitig der Einspritzpumpe oder der
Einspritzpumpenelemente antreibt. Dabei wird das Zahnriemenrad 3 und der Zahnriemen
von einer Riemenkapsel 4 abgedeckt, die mittels Schrauben 5 an der Brennkraftmaschine
befestigt ist. Die Verbindungsleitung ist als Luftschacht 6 ausgebildet, der im Bereich
des Kühlgebläses 1 von dem Kühlgebläsemantelflansch 2 und einem Teilabschnitt des
angrenzenden Zylinderkopfes 7 gebildet wird. Dabei ist an den im Druckgußverfahren
hergestellten Kühlgebläsemantelflansch 2 eine erste Rippe in Form einer Schikane 8a
angegossen. An dem Kühlgebläsemantelflansch 2 ist durch eine Schraubverbindung 9 ein
Gehäuseteil 10 befestigt, das den weiteren Luftschaft bildet. Das Gehäuseteil 10 weist
im Bereich der Schraubverbindung 9 eine Schikane 8b auf, die an das Gehäuseteil 10
angespritzt ist. An dem gegenüberliegenden Ende weist das Gehäuseteil 10 eine Verengung
11 auf, die in eine Kühllufteinlaßöffnung 12 der Riemenkapsel 4 eingreift.
1. Gekapselter Riementrieb einer Brennkraftmaschine, wobei ein von einem Kühlgebläse
abgezweigter Kühlluftstrom über eine Verbindungsleitung und eine Filtereinrichtung
in die Riemenkapsel (4) eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung
als Luftschaft (6) ausgebildet ist, der im Bereich des Kühlgebläses (1) von einem
Kühlgebläsemantelflansch (2) und einem Teilabschnitt des angrenzenden Zylinderkopfes
(7) gebildet wird und sich über ein dichtend mit dem Kühlgebläsemantelflansch (2)
verbundenes Gehäuseteil (10) fortsetzt, das an eine Lufteinlaßöffnung (12) der Riemenkapsel
(4) anschließt.
2. Gekapselter Riementrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Filtereinrichtung
zwei Schikanen (8a, 8b) sind, die im Kühlgebläsemantelflansch (2) und dem Gehäuseteil
(10) angeordnet sind.
3. Gekapselter Riementrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuseteil (10) aus Kunstoff gefertigt ist.
4. Gekapselter Riementrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Riemen ein Zahnriemen ist.
5. Gekapselter Riementrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter Luftschacht neben dem ersten zur Kühlluftversorgung eines zweiten
Riemens angeordnet ist.

