[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Wagenkastenaufbau für Schienenfahrzeuge, welche
einen Oberbau mit durch mechanische Mittel lösbar miteinander verbundenen Strangpressprofilen
aus einer Aluminiumlegierung und einen Unterbau umfassen.
[0002] Es ist bekannt und üblich, den Unterbau eines Wagenkastens für Schienenfahrzeuge
als geschweisste Stahlkonstruktion mit Längs- und Querträgern auszubilden und darauf
mit Schraubverbindungen einen Oberbau aus Pfosten, Obergurten und allenfalls Dachspriegeln
zu befestigen. Obwohl der Unterbau aus einer geschweissten Stahlkonstruktion an sich
selbsttragend ist, kann ein Teil der Stabilität des Wagenkastenaufbaus durch einen
steifen Oberbau übernommen werden. Ein solcher Wagenkastenaufbau für Strassen- und
Schienenfahrzeuge ist beispielsweise der EP-PS 0031306 zu entnehmen.
[0003] Die EP-PS 0186625 beschreibt ein Chassis für Strassenfahrzeuge, insbesondere aus
einer Aluminiumlegierung, mit Längs- und diese durchgreifenden Querträgern und einem
Aussenrahmen, zur Aufnahme von in Längsrichtung verlaufenden Bodenplanken. Die Profile
sind mit Winkelstücken miteinander verschraubt. Das Chassis muss als solches selbsttragend
ausgebildet sein, sonst könnte es nicht als Ladebrücke von Strassenfahrzeugen verwendet
werden. Diese für ein Chassis für Strassenfahrzeuge konzipierte Lösung ist jedoch
nicht auf den Schienenfahrzeugbau zu übertragen, weil dort andere Verhältnisse herrschen
und andere Anforderungen bestehen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wagenkastenaufbau für
Schienenfahrzeuge der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher die für Schienenfahrzeuge
notwendige Stabilität mit geringem Aufwand erreicht, ein geringes Gewicht aufweist
und reparaturfreundlich ist.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Unterbau aus miteinander
und mit dem Oberbau durch mechanische Mittel lösbar verbundenen Längs- und Querträgern
aus einer stranggepressten Aluminiumlegierung besteht, welcher Unterbau im Zusammenwirken
mit dem Oberbau in sich stabil aufgebaut ist. Spezielle Ausführungsformen und Weiterausbildungen
sind Gegenstand von abhängigen Patentansprüchen.
[0006] Die mechanischen Mittel zur Profilverbindung sind bevorzugt verschraubbare Eckverbinder
mit Schraubenlöchern in beiden Schenkeln. Bezüglich weiterer Details der an sich bekannten
Eckverbinder mit Klemmplättchen wird auf die DE-PS 2751753 und die schweizerischen
Patentanmeldungen Nr. 01246/90 und 02014/90 verwiesen.
[0007] In bezug auf die angestrebte, möglichst hohe Steifheit des Wagenkastenaufbaus mit
niedrigen Profilquerschnitten hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Längsträger
und wenigstens teilweise die Querträger des Unterbaus sowie die Pfosten und Obergurten
des Oberbaus auf mindestens einer Seite zwei hinterschnittene Längsnuten für die Aufnahme
von Schraubenmuttern, vorzugsweise drehbare Klemmplättchen, oder Klemmbriden mit Querstegen
aufweisen.
[0008] Die erwähnten, vorzugsweise in Abstand angeordneten Längsnuten sind querschnittlich
im wesentlichen durch C-förmige Profilansätze gebildet. So können nach einer bevorzugten
Variante die Eckstücke mit in Längsrichtung der beiden Schenkel positionierten Klemmplättchen
in die hinterschnittenen Nuten der zu verbindenden Profile eingelegt und die in die
Klemmplättchen eingedrehten Schrauben mit einem Schraubenzieher, Schraubenschlüssel
oder dgl. angezogen werden. Dabei drehen sich die Klemmplättchen um 45° und gewährleisten
nach dem Anziehen der Schrauben eine sichere, stabile Verbindung (EP-PS 2751753).
[0009] Zur Uebertragung grösserer Biegemomente über die Eckstücke mit drehbaren Klemmplättchen
bestehen Eckverbinder aus zwei gegeneinander beweglichen Winkelstücken, die längs
ihren an den zu verbindenden Profilen anliegenden Schenkeln auf der dem komplementären
Winkelstück abgewandten Seite je eine Nut und auf der gegenüber liegenden Seite eine
Keilfläche aufweisen. Beide Profile haben an beiden Profilschenkeln je einen zum ersten
Steg parallelen zweiten Steg. Diese greifen formschlüssig in die Nuten der Winkelstücke
ein. Die Winkelstücke sind durch mindestens je eine Keilschiene voneinander gespreizt,
welche an den Keilflächen anliegt und durch Schrauben gegen das zugehörige Profil
gespannt ist (schweizerische Patentanmeldung Nr. 01246/90).
[0010] Nach einer zweiten bevorzugten Variante werden die Eckverbinder mit Klemmbriden in
den durch C-Profilansätze gebildete Längsnuten festgelegt. Die Klemmbriden werden
mit eingesetzten Schrauben in die Längsnut eingeführt. Die die Oeffnung der Längsnuten
begrenzenden Leisten der C-Profilansätze weisen auf der Innenseite je eine Verdickung
auf. Die Klemmbride hat beidseits einen die Verdickungen hintergreifenden Längswulst
und beidseits der Schraube mindestens einen Quersteg, der sich beim Festziehen der
Schraube in die Verdickung der betreffenden Leiste einpresst. Damit wird eine grosse
Kraftanwendung in Profillängsrichtung ermöglicht (schweizerische Patentanmeldung Nr.
02014/90).
[0011] Mit einem Wagenkastenaufbau für Schienenfahrzeuge, der ein Grundgerüst aus verschraubten
Aluminiumprofilen hat, können nicht nur die Kosten gesenkt werden, auch die Flexibilität
ist höher, weil die Modulbauweise angewendet werden kann und alle mechanischen Verbindungen
lösbar sind. Der Unterbau muss nur im Zusammenwirken mit dem Oberbau einen in sich
stabilen Wagenkasten bilden.
[0012] Mit dem erfindungsgemässen Wagenkastenaufbau können Material- und Arbeitskosten gespart
und - was wegen der langen Lebensdauer besonders ins Gewicht fällt - die Betriebskosten
erheblich gesenkt werden, weil ein geringeres Leergewicht die beim Anfahren zu erbringende
Antriebsleistung wesentlich zu senken vermag.
[0013] Die Pfosten der Seitenwände und ggf. auch die Spriegel des Daches sind vorzugsweise
zweiteiliig ausgebildet und bestehen aus über wenigstens zwei Stege miteinander verbundenen
Strangpressprofilen aus einer Aluminiumlegierung. Die Breite der Verbindungsstege
ist auf die seitliche Versetzung der beiden betreffenden Längsnuten im seitlichen
Längsträger und im Obergurt abgestimmt.
[0014] Die Verbindungsstege bestehen aus einem Material hoher mechanischer Festigkeit, insbesondere
einem Kunststoff, wie z.B. Polyäthylen oder Polypropylen. Falls keine Isolationseigenschaften
zu erfüllen sind, können die Verbindungsstege auch aus einer Aluminiumlegierung bestehen.
[0015] Die Hohlräume der Strangpressprofile, insbesondere der Seitenpfosten, können ausgeschäumt
werden, z.B. mit einem Polystyrolschaum. Damit kann das als lästig empfundene Dröhnen
in Eisenbahnwagen erheblich reduziert werden.
[0016] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Wagenkastens,
- Fig. 2 einen Teilquerschnitt entlang eines Pfostens durch den Wagenkasten von Fig.
1,
- Fig. 3 eine Ansicht in Richtung III von Fig. 2,
- Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Pfosten längs der Linie IV-IV von Fig. 3, und
- Fig. 5 eine Ansicht und eine Seitenansicht eines Klemmplättchens des Eckverbinders.
[0017] Der in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Wagenkastenaufbau ist für den Personentransport
im Schienennahverkehr konzipiert. Er besteht im wesentlichen aus einem Unterbau 1
und einem Oberbau 2 aus stranggepressten Aluminiumprofilen, welche mit Eckverbindern
13, 24, 25 verschraubt sind. Dadurch ergibt sich ein wenigstens teilweise modularer
Aufbau, sodass eine Konstruktion ohne grossen Aufwand mit den gleichen Grundelementen
auf Fahrzeuge anderer Länge, Breite oder Höhe übertragbar ist.
[0018] Der Unterbau 1 umfasst zwei innere Längsträger 3 und zwei äussere Längsträger 4,
welche durchgehende Strangpressprofile sind, und Querträger 5. Der Oberbau umfasst
Pfosten 6, beidseits einen Obergurt 7 und ein Dach 8.
[0019] Die inneren Längsträger 3 dienen auch der Uebertragung der Pufferkräfte und sind
verhältnismässig massiv ausgebildet. Sie bestehen im wesentlichen aus einem rechteckigen
Hohlprofil mit beidseits je zwei in bezug auf den Querschnitt von C-förmigen Profilansätzen
gebildeten, hinterschnittenen Nuten 12. Beidseits haben je zwei Nuten 12 einen gemeinsamen
Mittelsteg 11.
[0020] Auf jeder hinterschnittenen Längsnut liegt ein Eckverbinder 13 auf. Die Auflagefläche
von zwei benachbarten Längsnuten 12 liegen auf einer gemeinsamen Ebene E. Die Schrauben
14 mit in Fig. 5 dargestellten Klemmplättchen 34 sind nur angedeutet.
[0021] Die schmalen Längsseiten des Längsträgers 3, welche keine Nuten aufweisen, sind verstärkt
ausgebildet, was die Biegesteifigkeit erhöht.
[0022] Die als Rechteckrohre ausgebildeten Querträger 5 sind, parallel verlaufend, in Abstand
voneinander angeordnet. Sie sind mit Eckverbindern 13 an zwei benachbarten Längsprofilen
3,4 oder 3,3 befestigt.
[0023] Die nicht weiter im Detail dargestellten, an sich bekannten Eckverbinder 13 sind
beispielsweise rechtwinklig abgekantete, massive Blechstücke oder entsprechende gesenkgeschmiedete
Formstücke.
[0024] Durch die Anordnung von zwei nebeneinander liegenden, hinterschnittenen Längsnuten
12 kann die Stabilität und die Betriebssicherheit erhöht werden.
[0025] Der äussere Längsträger 4, welcher den Uebergang vom Unterbau 1 zum Oberbau 2 bildet,
hat neben den beiden Längsnuten 12 zur Festlegung der Querträger 5 zwei weitere, sich
nach oben öffnende Längsnuten 15. Diese entsprechen den Längsnuten 12, die Wandstärke
kann jedoch geringer ausgebildet sein. Weiter haben die seitlich und höhenversetzten
Längsnuten 15 einen Verbindungssteg 20. Die äussere Längsnut 15 liegt tiefer als die
innere. Dies ist nicht nur einer erhöhten Steifigkeit dienlich, sondern erleichtert
auch das Anbringen einer schützenden Aussenhülle.
[0026] Die mit dem äusseren Längsträger 4 über Eckverbindungen 24 verschraubten Pfosten
6 umfassen zwei im wesentlichen rechteckige, stanggepresste Hohlprofile 16, 17 welche
duch schlecht wärmeleitende Stege 18 aus Polyäthylen verbunden sind (Fig. 4). Die
Verbindungsstege 18 sind in entsprechend ausgeformte Längsnuten 19 beider Profile
eingesetzt und verstemmt. Die Anordnung der Verbindungsstege 18 im äusseren Bereich
erlaubt auch ein Verschliessen des Zwischenraums zwischen den Profilen 16, 17.
[0027] Sowohl das innere als auch das äussere Profil 16, 17 des Pfostens 6 haben an beiden
Schmalseiten im selben Abstand angeordnete hinterschnittene Längsnuten 15 wie die
Längsträger 4 an ihrer Oberseite.
[0028] Am Obergurt 7 überragt das innere Profil 16 niveaumässig das äussere Profil 17 des
Postens 6. Die Ebenen sind mit E′ für das innere Profil und E˝ für das äussere Profil
bezeichnet. Auf diesen beiden höhenverschobenen Ebenen liegen die Eckverbinder 24
auf der entsprechenden hinterschnittenen Längsnut 15 auf. Die beim Obergurt 7 eingezeichneten
Ebenen E′ und E˝ sind sinngemäss beim äusseren Längsträger 4 gestrichelt eingezeichnet.
[0029] Der in Fig. 3 und 4 dargestellte Pfosten 6 ist ein Tür-Fenster-Pfosten 22. Auf der
Türseite T sind die beiden längslaufenden Nuten 15 so angeordnet, dass die Eckverbinder
25 auf der gleichen Ebene E angelegt werden können. Auf der gegenüberliegenden Fensterseite
F dagegen überragt in Wagenlängsrichtung das äussere Profil 17 das innere 16. Die
angelegten Eckverbinder 24 werden also auf verschiedenen Ebenen E′ und E˝ verschraubt.
Die Höhenversetzung der Eckverbinder 24 am Obergurt 7 fördert die Stabilität, die
seitliche Versetzung der Eckverbinder 24 auf der Fensterseite F des Tür-Fenster-Pfostens
22 erleichtert den Innenausbau, ohne wesentlich zu einer besseren Stabilität beizutragen.
[0030] Bei Pfosten 23 (Fig. 1), welche beidseits Fenster begrenzen, überragt das äussere
Profil 17 das innere Profil 16 beidseits.
[0031] Der als abgewinkeltes Hohlprofil ausgebildete Obergurt 7 hat einen wesentlichen Teil
der Biegemomente des Wagenkastenaufbaus zu übernehmen. Die beiden Obergurte 7 sind
über die Spriegel 27, welche auch als Deckenträger fungieren, miteinander verbunden.
[0032] Nach der Ausführungsform gemäss Fig. 2 hat der Obergurt 7 lediglich eine hinterschnittene
Nut 15, welche der Verschraubung mit einem Spriegel 27 dient, ausgebildet. Die nicht
gezeigten Klemmplättchen eines Eckverbinders 24 greifen in die Nut 15 des Obergurts
7 und eine Längsnut im Spriegel 27 ein.
[0033] Die Verbindung zwischen dem Obergurt 7 und den DachsPriegeln 15 kann wesentlich biegesteifer
ausgebildet werden, indem, analog zum äusseren Längsprofil 4, zwei nebeneinander liegende
Längsnuten 15 ausgebildet sind und das Dach 8 zwei übereinander liegende, ggf. mit
Stegen verbundene Spriegel 27 umfasst.
[0034] Eine die Spriegel 27 und einen Teil des Obergurts 7 abdeckende Dachhaut 28 aus einem
Wellband ist mit der Unterlage verklebt.
[0035] Wie in Fig. 3 dargestellt, sind die Eckverbinder 24 im Fensterbereich F gesenkgeschmiedete
Winkel, z.B. entsprechend der DE-PS 2751753. Im Türbereich T sind die Eckverbinder
25 L-förmige Formteile, welche möglichst wenig Platz brauchen.
[0036] Im Bereich unterhalb der Fenster sind zwischen den Pfosten 6 Mittelgurte 32 eingesetzt.
Diese haben oben und unten je eine hinterschnittene Längsnut 15 und sind mit dem äusseren
Profil 17 mittels Eckverbindern 24 verschraubt. Gegen das Wageninnere ragt vom Mittelgurt
32 eine weitere hinterschnittene Nut 15 ab, die beispielsweise der Befestigung von
Sitzlehnen dienen kann.
[0037] Das in Fig. 5 gezeigte parallelogrammartige Klemmplättchen 34 weist Winkel von 45
und 135° auf. Nach dem Einführen in eine Längsnut werden die Plättchen beim Anziehen
der in die Bohrung 35 mit Innengewinde eingedrehten Schrauben 14 (Fig. 2) um 90° geschwenkt,
sie schlagen an den Seitenwänden der Längsnut 12, 15 an und können festgeklemmt werden.
Die Verankerung wird verbessert durch die konvexe Ausbildung der gegen das Profil
gezogenen Seite der Klemmplättchen 34, was eine Verzahnung bewirkt.
[0038] Die erfindungsgemässe Ausbildung des Wagenkastenaufbaus ist konstruktiv äusserst
anpassungsfähig und vielseitig. Sie erlaubt, mit wenigen Standardprofilen vielfältige
Variationen des Wagenkastenaufbaus. Dank der doppelten Ausbildung der hinterschnittenen
Längsnuten ist das Gerippe sehr verwindungssteif. Dazu trägt auch die Versetzung der
Eckverbinder 24 an den Pfosten 6 und allenfalls den Spriegeln 27 in zwei Richtungen
wesentlich bei, weil dadurch das bei Biegebeanspruchung gebildete Kräftepaar einen
wesentlich grösseren Abstand hat und damit bei gleichem Moment wesentlich geringere
Kräfte auftreten.
[0039] Der Wagenkastenaufbau ist durch das Zusammenwirken von Unterbau 1 und Oberbau 2 selbsttragend
und bedarf, wenn überhaupt, nur im Bereich eines Höhenversatzes 33 für den Einbau
eines Drehgestells spezieller Versteifungen.
[0040] Durch die hohe Biegefestigkeit der Verbindungsstellen können die Wagenkasten als
beidseitig offene Rohre ausgebildet werden, ohne dass Versteifungen an den Stirnenden
erforderlich sind. Durch die Aufnahme der Biegemomnente durch die Obergurte 7 erfordern
die Längs- 3,4 und Querträger 5 des Unterbaus 1 nur eine geringe Bauhöhe, sodass der
darüberliegende Fussboden sehr tiefliegend angeordnet werden kann. Dadurch wir der
Einstieg wesentlich erleichtert.
1. Wagenkastenaufbau für Schienenfahrzeuge, welche einen Oberbau (2) mit durch mechanische
Mittel lösbar miteinander verbundenen Strangpressprofilen aus einer Aluminiumlegierung
und einen Unterbau (1) umfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Unterbau (1) aus miteinander und mit dem Oberbau (2) durch mechanische Mittel
lösbar verbundenen Längs(3,4) und Querträgern (5) aus einer stranggepressten Aluminiumlegierung
besteht, welcher Unterbau (1) im Zusammenwirken mit dem Oberbau (2) in sich stabil
aufgebaut ist.
2. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanischen Mittel
zur Profilverbindung verschraubbare Eckverbinder (13,24,25) mit Schraubenlöchern in
beiden Schenkeln sind.
3. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsträger
(3,4) und wenigstens teilweise die Querträger (5) des Unterbaus (1) sowie mindestens
die Pfosten (6) und Obergurte (7) des Oberbaus (2) auf wenigstens einer Seite zwei
hinterschnittene Längsnuten (12,15) für die Aufnahme von Schraubenmuttern, vorzugsweise
als parallelogrammartige Klemmplättchen (34) ausgebildet, oder Klemmbriden aufweisen.
4. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnuten (12,15)
von querschnittlich C-förmigen Profilansätzen gebildet sind.
5. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Längsnuten (12,15) einer Seite eines Aluminiumprofils nebeneinander, mit auf einer
gemeinsamen Ebene E liegenden Auflageflächen für die Eckverbinder (13,14,25) liegen
und vorzugsweise einen gemeinsamen Mittelsteg (11) haben.
6. Wagenkastenaufbau nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
beiden Längsnuten (12,15) auf wenigstens einer Seite eines Strangpressprofils seitlich
verschoben auf verschiedenen Ebenen (E′, E˝) liegen.
7. Wagenkastenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Pfosten (6) oder die Pfosten (6) und Spriegel (27) aus je zwei über Stege (18) miteinander
verbundenen Strangpressprofilen (16,17) bestehen.
8. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (18) aus
einem wärmeisolierenden Material, vorzugsweise aus Kunststoff, bestehen.
9. Wagenkastenaufbau nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (18)
in Längsnuten (19) der Strangpressprofile (16,17) gesteckt und verstemmt sind.
10. Wagenkastenaufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Hohlräume der Strangpressprofile, insbesondere der Pfostenprofile (16,17), ausgeschäumt
sind.