TECHNISCHES GEBIET
[0001] Legierungen für den mittleren Temperaturbereich für thermische Maschinen auf der
Basis von intermetallischen Verbindungen, welche sich für gerichtete Erstarrung eignen,
nichtrostende Stähle ersetzen und zum Teil die konventionellen Nickelbasis-Superlegierungen
ergänzen oder andere intermetallische Verbindungen ersetzen.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf die Weiterentwicklung und Verbesserung der auf einer
intermetallischen Verbindung des Typs Eisenaluminid Fe₃Al basierenden Legierungen
mit weiteren, die mechanischen Eigenschaften (Festigkeit, Zähigkeit, Dehnbarkeit)
verbessernden Zusätzen.
[0003] Im engeren Sinne betrifft die Erfindung eine oxydations- und korrosionsbeständige
Legierung für Bauteile für einen mittleren Temperaturbereich auf der Basis von dotiertem
Eisenaluminid Fe₃Al.
STAND DER TECHNIK
[0004] Intermetallische Verbindungen und von ihnen abgeleitete Legierungen gewinnen in letzter
Zeit mehr und mehr an Bedeutung als einsatzfähige Werkstoffe im Gebiet mittlerer und
höherer Temperaturen. Allgemein bekannt sind Nickelaluminide und Titanaluminide, welche
zum Teil klassische Nickelbasis-Superlegierungen ergänzen bzw. ersetzen.
[0005] Seit längerer Zeit sind die verschiedenen Aluminide des Eisens, vor allem als oxydations-
und zunderbeständige Schutzschichten auf Bauteilen aus Eisen und Stahl bekannt. Man
hat diese durch Aufspritzen von Aluminium auf Körper aus Stahl und nachfolgendes Glühen
hergestellten intermetallischen Verbindungen wegen ihrer verhältnismässigen Sprödheit
jedoch kaum als Konstruktionsstoffe in Betracht gezogen. In letzter Zeit wurden jedoch
vor allem die eisenreichen, in der Nähe der Phase Fe₃Al befindlichen Legierungen auf
ihre Geeignetheit als Werkstoffe für den Temperaturbereich Raumtemperatur bis ca.
600 °C näher untersucht. Es wurde auch schon vorgeschlagen, ihre Eigenschaften durch
Zulegieren weiterer Elemente zu verbessern. Derartige Werkstoffe könnten erfolgreich
in Wettbewerb mit den klassischen korrosionsbeständigen Stählen im Temperaturbereich
um ca. 500 °C herum treten. Im folgenden werden zum Stand der Technik die veröffentlichten
Dokumente zitiert:
- H. Thonye, "Effects of DO₃ transitions on the yield behaviour of Fe-Al Alloys", Metals
and ceramics division, Oak Ridge National Laboratory, Oak Ridge, Tennessee 37831,
Mat. Res. Soc. Symp. proc. Vol 39, 1985 Materials Research Society.
- S.K. Ehlers and M.G. Mandiratta, "Tensile behaviour of polycrystalline Fe-31 at.-%
Al Alloy", Systems Research Laboratories Inc., Dayton, OH 45440, TMS Annual Meeting
February 1982, The Journal of Minerals, Metals and Materials Society.
[0006] Die bekannten, auf Fe₃Al basierenden Legierungen genügen den technischen Anforderungen
noch nicht vollumfänglich. Es besteht daher ein Bedürfnis zu ihrer Weiterentwicklung.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine vergleichsweise preiswerte Legierung
mit hoher Oxydations- und Korrosionsbeständigkeit im mittleren Temperaturbereich (300
bis 700 °C) und gleichzeitig hinreichender Warmfestigkeit und genügender Zähigkeit
bei Raumtemperatur und im unteren Temperaturbereich anzugeben, die leicht vergiessbar
ist und sich zudem für gerichtete Erstarrung eignet. Die Legierung soll im wesentlichen
aus einer vergleichsweise hochschmelzenden intermetallischen Verbindung mit weiteren
Zusätzen bestehen.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Legierung die nachfolgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 24 - 28 At.-%
Nb = 0,1 - 2 At.-%
Cr = 0,1 - 10 At.-%
B = 0,1 - 1 At.-%
Si = 0,1 - 2 At.-%
Fe = Rest
WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0009] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden, durch Figuren näher erläuterten Ausführungsbeispiele
beschrieben.
[0010] Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine graphische Darstellung des Einflusses von B-Zusatz auf die Vickershärte HV (kg/mm²)
einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al
bei Raumtemperatur,
- Fig. 2
- eine graphische Darstellung des Einflusses von B-Zusatz auf die Bruchdehnung δ (%)
einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al
bei Raumtemperatur,
- Fig. 3
- eine graphische Darstellung des Einflusses von Si-Zusatz auf die Vickershärte HV (kg/mm²)
einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al
bei Raumtemperatur,
- Fig. 4
- eine graphische Darstellung des Einflusses von Nb-Zusatz auf die Vickershärte HV (kg/mm²)
einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al
bei Raumtemperatur,
- Fig. 5
- eine graphische Darstellung des Einflusses von Nb-Zusatz auf die Bruchdehnung δ (%)
einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al
bei Raumtemperatur,
- Fig. 6
- eine graphische Darstellung der Fliessgrenze σ0,2 (MPA) in Funktion der Temperatur für eine Gruppe von Legierungen auf der Basis der
intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al.
[0011] Fig. 1 ist eine graphische Darstellung des Einflusses von V-Zusatz auf die Vickershärte
(kg/mm²) einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid
Fe₃Al bei Raumtemperatur.
[0012] Es wurden folgende Grundlegierungen untersucht:
- Kurve 1:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0013] Der B-Zusatz bewegte sich zwischen 0,1 At.-% und maximal 3 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
- Kurve 2:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0014] Der B-Zusatz bewegte sich zwischen 0,1 At.-% und maximal 4 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
[0015] Bei kleinen B-Zusätzen konnte zunächst ein geringer Abfall der Vickershärte festgestellt
werden, woraus sich bereits auf eine gewisse Duktilisierung schliessen liess. Bei
B-Gehalten von über ca. 1,5 At.-% nahm die Vickershärte wieder zu, was warscheinlich
auf die Ausscheidung harter Boride zurückzuführen ist.
[0016] Fig. 2 zeigt eine graphische Darstellung des Einflusses von B-Zusatz auf die Bruchdehnung
δ (%) einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid
Fe₃Al bei Raumtemperatur.
[0017] Es wurden folgende Grundlegierungen untersucht:
- Kurve 3:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0018] Der B-Zusatz bewegte sisch zwischen 0,1 At.-% und maximal 3 At.-% auf Kosten des
Fe-Gehaltes.
- Kurve 4:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0019] Der B-Zusatz bewegte sich zwischen 0,1 At.-% und maximal 4 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
Durch den B-Zusatz konnte zunächst eine Steigerung der Bruchdehnung beobachtet werden,
wobei bei ca. 2 At.-% je ein Maximum auftrat. Bei weiterer Erhöhung des B-Zusatzes
nahm die Bruchdehnung zufolge Versprödung (Borid-Ausscheidungen) wieder ab.
[0020] In Fig. 3 ist eine graphische Darstellung des Einflusses von Si-Zusatz auf die Vickershärte
HV (kg/mm₂) einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid
Fe₃Al bei Raumtemperatur wiedergegeben.
[0021] Es wurden folgende Grundlegierungen untersucht:
- Kurve 5:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0022] Der Si-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 und maximal 2 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
- Kurve 6:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,1 At.-%
Fe = Rest.
[0023] Der Si-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 und maximal 2 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
- Kurve 1:
- Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 1 At.-%
Fe = Rest.
[0024] Der Si-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 und maximal 2 At.-% auf Kosten des Fe-Gehalts.
[0025] Der Si-Zusatz bewirkte eine Steigerung der Vickershärte in allen Legierungen.
[0026] Dabei konnte beobachtet werden, dass der durch ca. 1 At.-% B-Zugabe bewirkte Härteverlust
durch Si-Zusatz mehr als wettgemacht werden konnte.
[0027] Fig. 4 ist eine graphische Darstellung des Einflusses von Nb-Zusatz auf die Vickershärte
HV (kg/mm²) einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid
Fe₃Al bei Raumtemperatur.
[0028] Es wurden folgende Grundlegierungen untersucht:
- Kurve 8:
- Al = 28 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0029] Der Nb-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 At.-% und maximal 2 At.-% auf Kosten des
Fe-Gehalts.
- Kurve 9:
- Al = 28 At.-%
Cr = 5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0030] Der Nb-Zusatz bewegte sich zwischen 0,6 At.-% und maximal 2 At.-% auf Kosten des
Fe-Gehalts.
[0031] Bis zu einem Gehalt von ca. 1 At.-% Nb nahm die Vickershärte in geringem Mass ab,
um bei ca. 1 At.-% Nb den ursprünglichen Wert der Nb-freien Legierungen wieder zu
erreichen bzw. zu überschreiten.
[0032] Fig. 5 zeigt eine graphische Darstellung des Einflusses von Nb-Zusatz auf die Bruchdehnung
δ (%) einiger Legierungen auf der Basis der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid
Fe₃Al bei Raumtemperatur.
[0033] Es wurden folgende Grundlegierungen untersucht:
- Kurve 10:
- Al = 28 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0034] Der Nb-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 At.-% und maximal 2 At.-% auf Kosten des
Fe-Gehalts.
- Kurve 11:
- Al = 28 At.-%
Cr = 5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0035] Der Nb-Zusatz bewegte sich zwischen 0,5 At.-% und maximal 2 At.-% auf Kosten des
Fe-Gehalts.
[0036] Die Bruchdehnung der Legierung nach Kurve 10 durchlief bei ca. 1 At.-% Nb ein ausgeprägtes
Maximum, um bei höheren Nb-Gehalten wieder abzufallen. Dieses Verhalten konnte bei
der Si-haltigen Legierung nach Kurve 11 nicht beobachtet werden. Ausserdem blieben
die Bruchdehnungswerte beträchtlich unter denjenigen der Legierung gemäss Kurve 10.
[0037] Fig. 6 ist eine graphische Darstellung der Fliessgrenze σ
o,2 (MPa) in Funktion der Temperatur T (°C) für eine Gruppe von Legierungen auf der Basis
der intermetallischen Verbindung Eisenaluminid Fe₃Al. Als Vergleich ist die Fliessgrenze
für das reine Eisenaluminid Fe₃Al mit 25 At.-% Al dargestellt. Damit kann der Einfluss
der weiteren Legierungselemente überblickt werden.
- Kurve 12:
- 25 At.-% Al, Rest Fe
- Kurve 13:
- 28 At.-% Al, 1 At.-% Nb, 5 At.-% Cr, 1 At.-% B, Rest Fe
- Kurve 14:
- 28 At.-% Al, 1 At.-% Nb, 5 At.-% Cr, 1 At.-% B, 2 At.-% Si, Rest Fe.
- Kurve 15:
- 28 At.-% Al, 1 At.-% Nb, 2 At.-% Cr, Rest Fe.
- Kurve 16:
- 28 At.-% Al, 2 At.-% Nb, 4 At.-% Cr, Rest Fe.
- Kurve 17:
- 28 At.-% Al, 2 At.-% Nb, 4 At.-% Cr, 0,2 At.-% B, 2 At.-% Si, Rest Fe.
[0038] Alle Kurven zeigen ein ähnliches Verhalten des Werkstoffs. Bis zu einer Temperatur
von ca. 400 °C nimmt die Fliessgrenze zunächst stärker, dann weniger stark auf ca.
50 % des Wertes bei Raumtemperatur ab. Hier durchläuft die Fliessgrenze ein Minimum
und steigt bis zu einer Temperatur von ca. 550 °C wieder vergleichsweise steil auf
ca. 65 % des Wertes bei Raumtemperatur an. Dieses Maximum ist typisch für das Verhalten
der intermetallischen Verbindungen des Typs Fe₃Al. Nach diesem Maximum fällt die Fliessgrenze
zu niedrigen Werten steil ab. Die höchsten Festigkeitswerte wurden bei mit Nb und
Cr dotierten Legierungen beobachtet.
Ausführungsbeispiel 1:
[0040] In einem Lichtbogenofen wurde unter Argon als Schutzgas eine Legierung der nachfolgenden
Zusammensetzung erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0041] Als Ausgangsmaterialien dienten die einzelnen Elemente mit einem Reinheitsgrad von
99,99 %. Die Schmelze wurde zu einem Gussrohling von ca. 60 mm Durchmesser und ca.
80 mm Höhe abgegossen. Der Rohling wurde unter Schutzgas wieder aufgeschmolzen und
ebenfalls unter Schutzgas zur Erstarrung in Form von Stäben mit ca. 8 mm Durchmesser
und ca. 80 mm Länge gezwungen.
[0042] Die Stäbe wurden ohne anschliessende Wärmebehandlung direkt zu Druckproben für Kurzzeitversuche
verarbeitet. Die damit erreichten mechanischen Eigenschaften wurden in Funktion der
Prüftemperatur gemessen.
[0043] Eine weitere Verbesserung der mechanischen Eigenschaften durch eine geeignete Wärmebehandlung
liegt im Bereich des Möglichen. Ausserdem besteht die Möglichkeit zur Verbesserung
durch gerichtete Erstarrung, wofür sich die Legierung besonders eignet.
Ausführungsbeispiel 2:
[0044] Analog Beispiel 1 wurde die nachfolgende Legierung unter Argon erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,1 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0045] Die Schmelze wurde analog zum Ausführungsbeispiel 1 abgegossen, unter Argon wieder
aufgeschmolzen und in Stabform zur Erstarrung gezwungen. Die Dimensionen der Stäbe
entsprachen dem Ausführungsbeispiel 1. Die Stäbe wurden ohne anschliessende Wärmebehandlung
direkt zu Druckproben verarbeitet. Die damit erreichten Werte der mechanischen Eigenschaften
in Funktion der Prüftemperatur entsprachen annähernd denjenigen von Beispiel 1. Diese
Werte können durch eine Wärmebehandlung weiter verbessert werden.
Ausführungsbeispiel 3:
[0046] Genau gleich wie in Beispiel 1 wurde die folgende Legierung unter Argonatmosphäre
erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 1 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0047] Die Schmelze wurde analog Beispiel 1 abgegossen, unter Argon wieder aufgeschmolzen
und zu Prismen von quadratischem Querschnitt (8 mm x 8 mm x 100 mm) vergossen. Aus
diesen Prismen wurden Probekörper für Druck-, Härte- und Schlagproben hergestellt.
Die mechanischen Eigenschaften entsprachen ungefähr denjenigen der vorangegangenen
Beispiele. Eine Wärmebehandlung ergab eine weitere Verbesserung dieser Werte.
Ausführungsbeispiel 4:
[0048] Unter Argon wurde die nachfolgende Legierung erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
Fe = Rest.
[0049] Es wurde genau gleich wie unter Beispiel 1 verfahren.
Ausführungsbeispiel 5:
[0050] Es wurde unter Argon folgende Legierung erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 0,5 At.-%
Cr = 6 At.-%
B = 0,5 At.-%
Si = 1,5 At.-%
Fe = Rest.
[0051] Das Vorgehen war analog zu Beispiel 1.
Ausführungsbeispiel 6:
[0052] Unter Argon wurde folgende Legierung erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 1,5 At.-%
Cr = 3 At.-%
B = 0,7 At.-%
Si = 1 At.-%
Fe = Rest.
[0053] Das Verfahren entsprach demjenigen von Beispiel 1.
Ausführungsbeispiel 7:
[0054] Es wurde folgende Legierung erschmolzen:
Al = 26 At.-%
Nb = 2 At.-%
Cr = 1 At.-%
B = 1 At.-%
Si = 0,5 At.%
Fe = Rest.
[0055] Es wurde gemäss Beispiel 1 vorgegangen.
Ausführungsbeispiel 8:
[0056] Unter Argonatmosphäre wurde im Induktionsofen folgende Legierung erschmolzen:
Al = 24 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 10 At.-%
B = 0,5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest.
[0057] Die Verfahrensweise entsprach derjenigen von Beispiel 1.
Ausführungsbeispiel 9:
[0058] Es wurde unter Argon folgende Legierung erschmolzen:
Al = 28 At.-%
Nb = 0,8 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,8 At.-%
Si = 1 At.-%
Fe = Rest.
[0059] Es wurde wie unter Beispiel 1 angegeben verfahren.
Wirkung der Elemente:
[0060] Durch Zulegieren des Elements Cr wird der Oxydationswiderstand weiter erhöht. Der
Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften (Festigkeit, Duktilität, Zähigkeit, Warmhärte)
scheint unterschiedlich zu sein, je nachdem welche weiteren Legierungskomponenten
noch vorhanden sind und welcher Art die Kristallstruktur im Detail angehört. Im Verein
mit Nb scheint bei gewissen Gehalten an weiteren zusätzlichen Dotierelementen das
Cr eine günstige Wirkung zu haben. Zugaben von mehr als 10 At.-% Cr verschlechtern
im allgemeinen die mechanischen Eigenschaften wieder.
[0061] Das Element Nb erhöht in gewissen Bereichen die Härte und die Festigkeit. Die Dehnbarkeit
(Bruchdehnung) durchläuft für gewisse Legierungen bei 1 At.-% Nb ein Maximum.
[0062] Durch Zulegieren von B wird allgemein versucht, die Duktilität zu erhöhen. Doch scheint
seine Wirkung nur bei Anwesenheit bestimmter anderer Elemente insgesamt vorteilhaft
zu sein. Bei niedrigen B-Gehalten geht die Härte leicht zurück, um bei Gehalten von
über 2 At.-% wieder anzusteigen. Bei sehr hohen B-Gehalten scheint dies auf die Bildung
harter Boride zurückzuführen zu sein. Die Bruchdehnung gewisser Legierungen läuft
bei 2 At.-% B durch ein charakteristisches Maximum. B-Gehalte von mehr als 2 At.-%
sind daher wenig sinnvoll. Man kann sich mit max. 1 At.-% begnügen.
[0063] Si verbessert die Giessbarkeit und wirkt sich günstig auf die Oxydationsbeständigkeit
aus. Es wirkt in praktisch allen Legierungen härtesteigernd und kompensiert durchweg
den durch B-Zusätze hervorgerufene Festigkeitsabfall wieder.
[0064] Ganz allgemein weist die oxydations- und korrosionsbeständige Legierung für Bauteile
für einen mittleren Temperaturbereich auf der Basis von Eisenaluminid Fe₃Al die nachfolgende
Zusammensetzung auf:
Al = 24 - 28 At.-%
Nb = 0,1 - 2 At.-%
Cr = 0,1 - 10 At.-%
B = 0,1 - 1 At.-%
Si = 0,1 - 2 At.-%
Fe = Rest.
1. Oxydations- und korrosionsbeständige Legierung für Bauteile für einen mittleren Temperaturbereich
auf der Basis von dotiertem Eisenaluminid Fe₃Al, dadurch gekennzeichnet, dass sie
die folgende Zusammensetzung aufweist:
Al = 24 - 28 At.-%
Nb = 0,1 - 5 At.-%
Cr = 0,1 - 5 At.-%
B = 0,1 - 1 At.-%
Si = 0,1 - 2 At.-%
Fe = Rest
2. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,1 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest
3. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,1 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest
4. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 28 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 1 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest
5. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 28 At.-%
Nb = 2 At.-%
Cr = 4 At.-%
B = 0,2 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest
6. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 26 At.-%
Nb = 0,5 At.-%
Cr = 6 At.-%
B = 0,5 At.-%
Si = 1,5 At.-%
Fe = Rest
7. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 26 At.-%
Nb = 1,5 At.-%
Cr = 3 At.-%
B = 0,7 At.-%
Si = 1 At.-%
Fe = Rest
8. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 26 At.-%
Nb = 2 At.-%
Cr = 1 At.-%
B = 1 At.-%
Si = 0,5 At.-%
Fe = Rest
9. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 24 At.-%
Nb = 1 At.-%
Cr = 10 At.-%
B = 0,5 At.-%
Si = 2 At.-%
Fe = Rest
10. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie die folgende Zusammensetzung
aufweist:
Al = 24 At.-%
Nb = 0,8 At.-%
Cr = 5 At.-%
B = 0,8 At.-%
Si = 1 At.-%
Fe = Rest
1. Oxidation- and corrosion-resistant alloy for components for a medium temperature range
based on doped iron aluminide Fe₃Al, characterized in that it has the following composition:
Al = 24 -28 at.-%
Nb = 0.1- 5 at.-%
Cr = 0.1- 5 at.-%
B = 0.1- 1 at.-%
Si = 0.1- 2 at.-%
Fe = remainder.
2. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 28 at.-%
Nb = 1 at.-%
Cr = 5 at.-%
B = 0.1 at.-%
Si = 2 at.-%
Fe = remainder.
3. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 28 at.-%
Nb = 1 at.-%
Cr = 5 at.-%
B = 0.1 at.-%
Si = 2 at.-%
Fe = remainder.
4. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 28 at.-%
Nb = 1 at.-%
Cr = 5 at.-%
B = 1 at.-%
Si = 2 at.-%
Fe = remainder.
5. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 28 at.-%
Nb = 2 at.-%
Cr = 4 at.-%
B = 0.2 at.-%
Si = 2 at.-%
Fe = remainder.
6. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 26 at.-%
Nb = 0.5 at.-%
Cr = 6 at.-%
B = 0.5 at.-%
Si = 1.5 at.-%
Fe = remainder.
7. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 26 at.-%
Nb = 1.5 at.-%
Cr = 3 at.-%
B = 0.7 at.-%
Si = 1 at.-%
Fe = remainder.
8. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 26 at.-%
Nb = 2 at.-%
Cr = 1 at.-%
B = 1 at.-%
Si = 0.5 at.-%
Fe = remainder.
9. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 24 at.-%
Nb = 1 at.-%
Cr = 10 at.-%
B = 0.5 at.-%
Si = 2 at.-%
Fe = remainder.
10. Alloy according to Claim 1, characterized in that it has the following composition:
Al = 24 at.-%
Nb = 0.8 at.-%
Cr = 5 at.-%
B = 0.8 at.-%
Si = 1 at.-%
Fe = remainder.
1. Alliage résistant à l'oxydation et à la corrosion pour des éléments de construction
pour un domaine de température moyen à base d'un alliage d'aluminium et de fer dopé
Fe₃Al, caractérisé en ce qu'il présente la composition suivante:
Al = 24 - 28 % atomique
Nb = 0,1 - 5 % atomique
Cr = 0,1 - 5 % atomique
B = 0,1 - 1 % atomique
Si = 0,1 - 2 % atomique
Fe = restant
2. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 28 % atomique
Nb = 1 % atomique
Cr = 5 % atomique
B = 0,1 % atomique
Si = 2 % atomique
Fe = restant
3. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 28 % atomique
Nb = 1 % atomique
Cr = 5 % atomique
B = 0,1 % atomique
Si = 2 % atomique
Fe = restant
4. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 28 % atomique
Nb = 1 % atomique
Cr = 5 % atomique
B = 1 % atomique
Si = 2 % atomique
Fe = restant
5. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 28 % atomique
Nb = 2 % atomique
Cr = 4 % atomique
B = 0,2 % atomique
Si = 2 % atomique
Fe = restant
6. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 26 % atomique
Nb = 0,5 % atomique
Cr = 6 % atomique
B = 0,5 % atomique
Si = 1,5 % atomique
Fe = restant
7. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 26 % atomique
Nb = 1,5 % atomique
Cr = 3 % atomique
B = 0,7 % atomique
Si = 1 % atomique
Fe = restant
8. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 26 % atomique
Nb = 2 % atomique
Cr = 1 % atomique
B = 1 % atomique
Si = 0,5 % atomique
Fe = restant
9. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 24 % atomique
Nb = 1 % atomique
Cr = 10 % atomique
B = 0,5 % atomique
Si = 2 % atomique
Fe = restant
10. Alliage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente la composition
suivante:
Al = 24 % atomique
Nb = 0,8 % atomique
Cr = 5 % atomique
B = 0,8 % atomique
Si = 1 % atomique
Fe = restant