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EP 0 465 985 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.1996 Patentblatt 1996/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.07.1991 |
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Rettungskorb insbesondere eines Brandschutzfahrzeuges
Rescue cage, especially for a fire engine
Cage de sauvetage, en particulier pour pompe à incendie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
04.07.1990 DE 4021285
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.01.1992 Patentblatt 1992/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Iveco Magirus Aktiengesellschaft |
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D-89017 Ulm (DE) |
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Erfinder: |
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- Keller, Paul
W-7933 Schelklingen (DE)
- Hörsch, Heiner
W-7907 Langenau (DE)
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Vertreter: TER MEER - MÜLLER - STEINMEISTER & PARTNER |
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Artur-Ladebeck-Strasse 51 D-33617 Bielefeld D-33617 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 139 798 GB-A- 2 158 414
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GB-A- 173 904
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Rettungskorb, der am oberen Ende einer Drehleiter oder
dergl. insbesondere eines Brandschutzfahrzeuges stehend oder halbstehend angelenkt
ist und eine Aufstiegsleiter aufweist.
[0002] Aus DE-A-23 28 990 ist ein Rettungskorb der vorstehenden Art bekannt, welcher stehend
oder halbstehend an der Rettungsleiter eines Brandschutzfahrzeuges oberseitig angelenkt
ist, d.h. eine Anlenkachse aufweist, welche unterhalb des Korbschwerpunktes gelegen
ist. Der Rettungskorb weist an der Korbvorderseite etwa auf halber Höhe eine Klappleiter
auf, welche im Rettungsfall bei aufgerichteter Drehleiter in eine Fensteröffnung eines
Hauses abgelegt werden kann, um im Haus befindliche Personen zu retten. Der Rettungskorb
weist ferner auf der entgegengesetzten Korbseite eine weitere Klappleiter auf. Letztgenannte
Klappleiter dient zum Besteigen des Rettungskorbs vom Erdboden aus. Hierbei befindet
sich die Drehleiter in ihrer aufgerichteten Rettungsstellung, wobei der Rettungskorb
selbst in die unterste Stellung auf der Drehleiter gefahren ist. Im Einsatzfall des
bekannten Brandschutzfahrzeuges muß vor einer Rettung die Drehleiter aus der horizontalen
Fahrstellung in die aufgerichtete Rettungsstellung hochgeschwenkt und der Rettungskorb
in die tiefste Lage auf der Leiter gefahren werden, bevor die an der Hinterseite des
Rettungskorbs befindliche Klappleiter auf den Erdboden abgeschwenkt werden kann und
anschließend Personen in den Korb einsteigen können. Dies ist vergleichsweise umständlich
und zeitaufwendig. Gerade bei Brandschutzfahrzeugen oder dergl. kommt es auf sehr
schnellen Einsatz an.
[0003] Die DE-A 21 39 798 offenbart eine Drehleiter mit einem Rettungskorb, bei dem ein
Teil der Korb-Vorderwand nach außen als Brücke oder Leiter abklappbar ist. Dieser
Teil soll auf der der Bodenplatte des Korbes zugewandten Seite gelenkig am Korb angebracht
sein. An den Seitenteilen der Brücke oder Leiter können Geländerteile vorgesehen sein,
die hochklappbar und in der hochgeklappten Stellung verriegelbar sind.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterleitung des vorgenannten Stands der Technik durch
Schaffung eines stehenden oder halbstehenden Rettungskorbs der eingangs genannten
Art, welcher bereits bei horizontaler Fahrstellung der Drehleiter, das heißt, bei
über dem Fahrerhaus des Brandschutzfahrzeugs abgelegtem Leiterpark, direkt über die
abgeschwenkte und ausgezogene Aufstiegsleiter vom Erdboden aus bestiegen werden kann.
[0005] Gelöst wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Mittel.
[0006] Vorteilhaft weitergebildet wird der Erfindungsgegenstand durch die Merkmale der Unteransprüche
2 bis 8.
[0007] Wesen der Erfindung ist, daß eine einzige Aufstiegsleiter an der Rettungskorb-Vorderseite
im Bereich des Korbbodens abschwenkbar angelenkt und mit zumindest einem ausziehbaren
Leiterteil versehen ist. Dadurch kann der vertikale Rettungskorb bereits bei horizontaler
Fahrstellung der Drehleiter, d.h. bei über dem Fahrerhaus des Brandschutzfahrzeuges
abgelegtem Leiterpark direkt über die abgeschwenkte und ausgezogene Aufstiegsleiter
vom Erdboden aus bestiegen werden. Ersichtlich muß mithin nicht erst die Drehleiter
in ihre aufgerichtete Rettungsstellung gefahren werden. Der Rettungskorb befindet
sich bereits am vorderen Leiterende. Für den Einsatzfall eines Brandschutzfahrzeuges
oder dergl. bedeutet dies, daß der Rettungskorb einschließlich im Korb befindlicher
Begleitperson schnell an einen Einsatzort, Fenstersims eines Hauses oder dergl. gefahren
werden kann. Gleichermaßen schnell kann der Gerettete schnell und sicher geborgen
werden. Der Rettungskorb ist mithin einsatztaktisch schneller als bekannte Korbanordnungen.
Auch kann über den Rettungskorb bei aufgerichteter Drehleiter und abgeschwenkter und
ausgezogener Aufstiegsleiter beim Abstieg in Balkone, Gruben oder dergl. eine größere
Tiefe erreicht werden. Demgegenüber ist die bekannte Leiter auf der Korbvorderseite
gemäß DE-PS 23 28 990 nur bei dichtem Heranfahren des Korbs an den Fenstersims oder
dergl. zu benutzen. Auch kann durch die Erfindung gegenüber dem eingangs genannten
bekannten Rettungskorb eine Aufstiegsleiter eingespart werden.
[0008] Es ist zwar bekannt, einen stehenden Rettungskorb auf einem Brandschutzfahrzeug bei
horizontaler Drehleiter zu besteigen. Dies geschieht jedoch vom Fahrzeugheck her über
den horizontalen Leiterpark oder über eine eigens seitlich am Fahrzeug angeordnete
Aufstiegsleiter hinter dem Fahrerhaus. Eine Bedienungsperson gelangt mithin über das
Fahrerhaus und/oder den Leiterpark zum Korb, was sehr umständlich und insbesondere
bei Nacht sehr gefährlich ist sowohl für die Bedienungsperson als auch die zu rettende
Person. Wenn beispielsweise eine Bedienungsperson ein Wenderohr, Flutlichtscheinwerfer
oder eine Krankentragelagerung im Korb zu installieren hat, kommt bekanntermaßen erschwerend
hinzu, daß diese Geräte über den umständlichen indirekten Weg in den Korb erst transportiert
werden müssen. Bei der Erfindung sind zusätzliche Aufstiegsleitern hinter einem Fahrerhaus
oder dergl. entbehrlich.
[0009] Die ferner an der Korbvorderseite bekannten Aufstiegsleitern gemäß DE-OS 34 17 714
sind insbesondere aufgrund ihrer Einteiligkeit nicht geeignet, den Rettungskorb bei
horizontaler Stellung der Drehleiter vom Erdboden aus direkt zu besteigen, insbesondere
nicht bei einem stehend oder halbstehend am Leiterpark angeordneten (gattungsgemäßen)
Rettungskorb. Die vordere Aufstiegsleiter entspricht vielmehr der eingangs genannten
bekannten Klappleiter gemäß DE-PS 23 28 990, welche nur bei aufgerichteter Drehleiter
verwendet ist.
[0010] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Aufstiegsleiter in ihrer hochgeschwenkten
eingezogenen Stellung die Einstiegsöffnung zum Rettungskorb zumindest teilweise abdeckt
und durch ein Verriegelungsschloß arretiert werden kann, welches insbesondere einen
federvorgespannten Verriegelungsbolzen aufweist.
[0011] Die Aufstiegsleiter weist ferner bevorzugt einen elektrischen oder hydraulischen
Antrieb auf, welcher die Verschwenkbarkeit der Aufstiegsleiter ermöglicht. Der elektrische
oder hydraulische Antrieb kann auch ein vorgenanntes Verriegelungsschloß entriegeln.
Er ist bevorzugt kompakt im Rettungskorb-Boden integriert und kann über mehrere Druckschalter
im Rettungskorb, auf der Korbboden-Unterseite sowie auf der Fahrzeug-Außenseite vom
Rettungskorb aus bzw. vom Erdboden aus von kleingewachsenen und großgewachsenen Bedienungspersonen
bedient werden. Gleichzeitig kann der gesamte Schwenkbereich der Einstiegsleiter visuell
bei einem Betätigungsvorgang eingesehen werden.
[0012] Das ausziehbare Leiterteil der Aufstiegsleiter ist üblicherweise manuell teleskopierbar
und im Holm des angelenkten Leiterteils geführt. Der Teleskopiervorgang kann jedoch
auch elektrisch oder hydraulisch durch Fremdenergie erfolgen. Im eingezogenen und
im ausgezogenen Zustand sind das angelenkte Leiterteil und das ausziehbare Leiterteil
sprossengleich bzw. sprossenabstandsgleich und können mithin in beiden Stellungen
gefahrlos bestiegen werden.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf beigefügte Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- in schematischer Seitenansicht den vorderen Bereich eines Brandschutzfahrzeuges in
Fahrstellung mit einem vorderen Rettungskorb mit abgeschwenkter und ausgezogener Aufstiegsleiter,
- Fig. 2
- eine schematische Stirnansicht auf den Rettungskorb mit Aufstiegsleiter gemäß Fig.
1,
- Fig. 3
- einen schematischen Teilquerschnitt der Aufstiegsleiter im Bereich überlappender Leiterteile,
- Fig. 4
- einen hydraulischen Antrieb mit Leiterschwenkvorrichtung in schematischer Vertikalansicht,
und
- Fig. 5
- ein Schaltschema des hydraulischen Antriebs nach Fig. 4.
[0014] Gemäß Zeichnung umfaßt ein Brandschutzfahrzeug (3) eine obere Drehleiter (2), deren
Leiterpark in Fahrstellung über dem Fahrerhaus horizontal abgelegt ist. Am oberen
bzw. vorderen Ende der Drehleiter bzw. des obersten Drehleiterteils ist ein an sich
bekannter Rettungskorb (1) halbstehend angelenkt, wobei der Rettungskorb in seiner
vertikalen Benutzungsstellung veranschaulicht ist. Die Anlenkachse des Rettungskorbes
befindet sich in horizontaler Querrichtung etwas unterhalb des Schwerpunktes des Korbes.
Der Rettungskorb ist als sog. Überstülpkorb ausgebildet und kann in seiner horizontalen
Fahrstellung über den Leitersatz "gestülpt" werden, wodurch sich die Gesamtlänge des
Fahrzeugs wesentlich verkürzt.
[0015] An der Vorderseite (4) des Rettungskorbs (1) ist um eine horizontale Querachse im
Korbboden (5) eine Aufstiegsleiter (20) angelenkt, die gemäß Ausführungsbeispiel der
Zeichnung aus zwei Leiterteilen (6, 7) besteht: einem am Korbboden (5) angelenkten
Leiterteil (6) und einem ausziehbaren Leiterteil (7). Jedes einzelne Leiterteil (6,
7) besitzt in etwa die Höhe des Rettungskorbs (1). Beide Leiterteile (6, 7) decken
im eingezogenen hochgeschwenkten Zustand vollständig die vordere Einstiegsöffnung
(8) des Rettungskorbes (1) ab. In der die Einstiegsöffnung (8) versperrenden Stellung
ist die Aufstiegsleiter (20) durch seitliche Verriegelungsschlösser (9) verriegelt.
[0016] Jedes Verriegelungsschloß besitzt einen federvorgespannten Verriegelungsbolzen, welcher
in der vorderen Korbwand verschieblich geführt gehaltert ist. Die Anordnung ist so
getroffen, daß bei einem Hochschwenken der Aufstiegsleiter (20) beide seitlichen Verriegelungsbolzen
in zugeordneten seitlichen Aussparungen der Aufstiegsleiter (20) durch Federkraft
einrasten und die Leiter sicher verriegeln.
[0017] Für ein Abschwenken der Aufstiegsleiter (20) werden die seitlichen Verriegelungsschlösser
(9) durch einen hydraulischen Antrieb (10) entriegelt, welcher gleichzeitig die Abschwenkbewegung
der Aufstiegsleiter (20) durchführt. Der hydraulische Antrieb (10) ist im Korbboden
(5) integriert und in größerer Einzelheit in den Fig. 4 und 5 dargestellt.
[0018] Insbesondere weist der hydraulische Antrieb (10) einen Hydraulikzylinder (12) auf,
dessen Kolbenstange (13) an dem einen Ende eines Kniehebels (14) angelenkt ist, wobei
die Anlenkstelle im Korbboden (5) geführt ist.
[0019] Das andere Ende des Kniehebels (14) ist am angelenkten Leiterteil (6) der Aufstiegsleiter
(20) exzentrisch zur horizontalen Leiterschwenkachse (19) angelenkt. Wird an den Hydraulikzylinder
(12) Hydraulik-Druck angelegt, bewegt sich die Kolbenstange (13) gemäß Fig. 4 nach
rechts, so daß der Kniehebel (14) gemäß strichpunktierter Linie die Aufstiegsleiter
(20) aus ihrer 15°-Aufstiegsstellung in ihre vertikale, die Einstiegsöffnung (8) des
Rettungskorbs (1) verschließende Stellung schwenkt, der Kniehebel (14) also gemäß
Fig. 4 die in ausgezogener Linie dargestellte Lage einnimmt.
[0020] Der Hydraulikzylinder (12) ist, wie dies insbesondere dem Schaltschema der Fig. 5
zu entnehmen ist, von beiden Seiten hydraulisch beaufschlagbar, so daß die Aufstiegsleiter
(20) bei Beaufschlagung der anderen Seite des Kolbens der Kolbenstange (13) in die
andere Richtung verschwenkt werden kann.
[0021] Um letztgenannte Verschwenkbewegung durchzuführen, werden durch einseitig hydraulisch
beaufschlagbare Entriegelungszylinder (17), welche einem jeden Verriegelungsschloß
(9) zugeordnet sind, die Verriegelungsschlösser entriegelt. Die Entriegelungszylinder
bewegen bei Anlegen eines Hydraulikdrucks die federvorgespannten zugeordneten Verriegelungsbolzen
gegen die Kraft der Feder in die Entriegelungsstellung, worauf die Abschwenkbewegung
der Aufstiegsleiter (20) durch den gleichen hydraulischen Antrieb (10) durchgeführt
werden kann.
[0022] Das näher in Fig. 5 veranschaulichte Schaltschema des Hydraulikkreises umfaßt eine
hydraulische Druckquelle (16), ein elektromagnetisch betätigbares 3/4-Wege-Ventil,
welche den vorgenannten Zylindern (Hydraulikzylinder 12 und Entriegelungszylinder
17) vorgeordnet sind. In Fig. 5 ist das 3/4-Wege-Ventil in seiner gesperrten Stellung
gezeigt. Für eine Abschwenkbewegung der Leiter bei gleichzeitiger Entriegelung wird
das Ventil (15) gemäß Fig. 5 nach links gestellt, so daß die Anschlüsse (P)und(A)sowie(B)und(T)
miteinander verbunden sind. Für ein Hochschwenken wird das Ventil (15) elektromagnetisch
in seine andere Stellung gestellt, so daß die Anschlüsse (A)und(T) sowie die Anschlüsse
(P)und(B) miteinander verbunden sind.
[0023] Die Betätigung des hydraulischen Antriebs (10) erfolgt durch Druckschalter (11),
welche im Rettungskorb (1) sowie an der Unterseite des Rettungskorbs als auch an der
Fahrerhaus-Außenseite angeordnet sind, wie dies insbesondere der Fig. 1 zu entnehmen
ist. Die Druckschalter (11) sind so angeordnet, daß in jeder Benutzungslage die Schwenkbewegung
des Korbes von einer Bedienungsperson eingesehen werden kann.
[0024] Ist die Aufstiegsleiter (20) durch die Kraft des Hydraulikzylinders (12) in ihre
schräge 15°-Aufstiegsstellung abgeschwenkt, kann durch eine Bedienungsperson manuell
das ausziehbare Leiterteil (7) gegen die Rast einer inneren Verriegelungseinrichtung
zwischen den beiden Leiterteilen (6,7) nach unten praktisch bis hin zum Erdboden herausgezogen
werden, wie dies der Fig. 1 zu entnehmen ist. In der ausgezogenen Aufstiegsstellung
des ausziehbaren Leiterteiles (7) befinden sich sämtliche Sprossen in gleichem Sprossenabstand,
und es kann die Leiter gefahrlos bestiegen werden. Entsprechend sind auch die Sprossen
in der vollständig eingezogenen Stellung der Aufstiegsleiter (20) "sprossengleich",
so daß auch in dieser Stellung die Leiter bestiegen werden kann. Die Sprossengleichheit
bei eingezogener Aufstiegsleiter (20) bzw. Gleichheit des Sprossenabstands bei ausgezogener
Aufstiegsleiter wird insbesondere durch einen inneren Anschlag (18) erreicht, welcher
zumindest an einem Seitenholm (21) des ausziehbaren Leiterteils (7) gemäß Fig.3 verschweißt
ist. Der Anschlag (18) befindet sich im Bereich des gemäß Fig. 1 obersten Endes des
ausziehbaren Leiterteils (7) und ist zwischen zwei zugeordneten Gegenanschlägen des
angelenkten Leiterteils (6) hin- und herbeweglich, welche im Bereich des obersten
und untersten Endes des angelenkten Leiterteils (6) gelegen sind und somit beide Endstellungen
der ausziehbaren Aufstiegsleiter (20) festlegen.
[0025] Ersichtlich kann eine einzige Bedienungsperson schnell undgefahrlos direkt den Rettungskorb
im Bedarfsfall besteigen, wobei der Leiterpark in der Fahrstellung des Brandschutzfahrzeuges
(3) über dem Fahrerhaus abgelegt ist. Gleichermaßen kann die teleskopierbare Leiter
auch bei aufgerichteter Drehleiter (2) dazu verwendet werden, um in größere Tiefen
beim Abstieg in Balkone oder dergl. einsteigen zu können. Der Schwenkantrieb ist aufgrund
der Integrierung in den Korbboden platzsparend untergebracht, wobei die in Fig. 4
veranschaulichte Schwenkkinematik auch durch einen hydraulischen Schwenkmotor ersetzt
sein kann, der direkt an der Drehachse montiert die Verschwenkung durchführt. An der
Türverriegelung selbst ist ein Hebel angebracht, welcher bei Ausfall der Elektrik
bzw. Hydraulik ein Öffnen der Einstiegstür des Rettungskorbs (1) ermöglicht.
[0026] Die Erfindung eignet sich grundsätzlich nicht nur für Brandschutzfahrzeuge (3), sondern
auch für Teleskop-Arbeitsbühnen, Gelenkmastbühnen, Hubarbeitsbühnen oder dergl..
1. Rettungskorb (1), der am oberen Ende einer Drehleiter (2) oder dergl. insbesondere
eines Brandschutzfahrzeuges (3) stehend oder halbstehend angelenkt ist und eine Aufstiegsleiter
(20) aufweist, welche an der Rettungskorb-Vorderseite (4) im Bereich des Korbbodens
(5) abschwenkbar angelenkt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufstiegsleiter (20) zumindest ein ausziehbares Leiterteil (7) aufweist, und
daß die Aufstiegsleiter (20) durch einen elektrischen oder hydraulischen Antrieb (10)
verschwenkbar und/oder aus- und einziehbar ist, so daß das Betreten und das Verlassen
des Rettungskorbes auch bei abgesenkter Drehleiter möglich ist, wobei der elektrische
oder hydraulische Antrieb (10) durch Druckschalter (11) betätigbar ist, welche an
der Rettungskorb-Unterseite und dem Rettungskorb vorgesehen sind.
2. Rettungskorb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufstiegsleiter (20) durch den elektrischen oder hydraulischen Antrieb (10)
gleichzeitig verschwenkbar und aus- bzw. einziehbar ist.
3. Rettungskorb nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das ausziehbare Leiterteil (7) der Aufstiegsleiter (20) sowohl im eingezogenen
als auch zumindest in einem ausgezogenen Zustand bezüglich des im Bereich des Korbbodens
(5) angelenkten Leiterteils sprossengleich bzw. sprossenabstandsgleich angeordnet
ist.
4. Rettungskorb nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulische Antrieb (10) im Korbboden (5) angeordnet ist.
5. Rettungskorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der hydraulische Antrieb einen Hydraulikzylinder (12) aufweist, dessen Kolbenstange
(13) an einem Kniehebel (14) angelenkt ist, dessen anderes Ende mit dem angelenkten
Leiterteil (6) der Aufstiegsleiter (20) gelenkig verbunden ist (Fig. 5).
6. Rettungskorb nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufstiegsleiter (20) in ihrer hochgeschwenkten eingezogenen Stellung die Einstiegsöffnung
(8) zum Rettungskorb (1) zumindest teilweise abdeckt und durch ein Verriegelungsschloß
(9) arretierbar ist, welches einen federvorgespannten Verriegelungsbolzen aufweist.
7. Rettungskorb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verriegelungsschloß durch den elektrischen oder hydraulischen
Antrieb (10) entriegelbar ist.
8. Rettungskorb nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Antrieb in einem Hydraulikkreis angeordnet
ist, der eine hydraulische Druckquelle (16), ein elektromagnetisch betätigbares 3/4-Wege-Ventil
(15), einen beidseits hydraulisch beaufschlagbaren Hydraulikzylinder (12) zum Verschwenken
der Aufstiegsleiter (20) sowie einen einseitig hydraulischen beaufschlagbaren Entriegelungszylinder
(17) zum Entriegeln des Verriegelungsschlosses aufweist (Fig. 5).
1. A rescue cage (1) which is articulated vertically or semi-vertically to the upper
end of a turntable ladder (2) or the like, in particular of a fire-protection vehicle
(3), and has an access ladder (20) which is articulated to the front side (4) of the
rescue cage in the vicinity of the cage bottom (5) so that it can be swung out, characterised
in that the access ladder (20) has at least one extendable ladder part (7), and in
that the access ladder (20) can be pivoted and/or extended and retracted by an electric
or hydraulic drive (10) so that it is possible enter and leave the rescue cage even
when the turntable ladder is lowered, wherein the electric or hydraulic drive (10)
can be actuated by pressure switches which are provided on the underside of the rescue
cage and on the rescue cage.
2. A rescue cage according to Claim 1, characterised in that the access ladder (20) can
be pivoted and extended or retracted simultaneously by the electric or hydraulic drive
(10).
3. A rescue cage according to either Claim 1 or Claim 2, characterised in that both in
the retracted condition and at least in an extended condition with respect to the
ladder part articulated in the vicinity of the cage bottom (5) the extendable ladder
part (7) of the access ladder (20) is arranged with uniform rungs or equally spaced
rungs.
4. A rescue cage according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the hydraulic
drive (10) is disposed in the cage bottom (5).
5. A rescue cage according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the hydraulic
drive has a hydraulic cylinder (12), the piston rod (13) of which is articulated to
a toggle lever (14), the other end of which is pivotably connected (Fig. 5) to the
articulated ladder part (6) of the access ladder (20).
6. A rescue cage according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that in its
swung-up retracted position the access ladder (20) at least partly covers the entry
opening (8) to the rescue cage (1) and can be secured by a fastening lock (9) which
has a spring-loaded locking bolt.
7. A rescue cage according to Claim 6, characterised in that the locking bolt can be
unlocked by the electric or hydraulic drive (10).
8. A rescue cage according to Claim 7, characterised in that the hydraulic drive is arranged
in a hydraulic circuit which has a hydraulic pressure source (16), a 3/4-way valve
(16) which can be electromagnetically actuated, a hydraulic cylinder (12) which can
be acted upon hydraulically on both sides for pivoting the access ladder (20), and
also an unlocking cylinder (17), which can be acted upon hydraulically on one side,
for unlocking the fastening lock (Figure 5).
1. Nacelle de sauvetage (1) montée verticale ou sensiblement verticale, par une articulation,
à l'extrémité supérieure d'une échelle pivotante (2) ou engin analogue équipant en
particulier un véhicule (3) de lutte contre l'incendie, une échelle de montée (20),
basculante, étant articulée sur la face avant de la nacelle (4) au niveau du plancher
(5) de celle-ci, caractérisée en ce que l'échelle de montée (20) comporte au moins
une partie coulissante (7), un mécanisme (10) hydraulique ou électrique pouvant faire
basculer et/ou coulisser dans les deux sens l'échelle de montée (20), de sorte que
l'on peut accéder à la nacelle ou la quitter lorsque l'échelle pivotante est en position
basse, le mécanisme (10) étant commandé par des contacteurs à touches (11) prévus
à l'intérieur et sous le plancher de la nacelle.
2. Nacelle selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'échelle de montée (20)
peut basculer et/ou coulisser sous l'action de le mécanisme (10) électrique ou hydraulique.
3. Nacelle selon une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la partie coulissante
(7) de l'échelle de montée (20) en position rentrée et au moins dans une position
sortie a ses barreaux répartis de la même manière, avec le même espacement que ceux
de l'échelle articulée au niveau du plancher (5), de la nacelle.
4. Nacelle selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce le mécanisme hydraulique
(10) est monté dans le plancher (5) de la nacelle.
5. Nacelle selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le mécanisme hydraulique
comprend un vérin (12) dont la tige de piston (13) est articulée à un levier coudé
(14) dont l'autre extrémité est articulée elle-même à la partie basculante (6) de
l'échelle de montée (20).
6. Nacelle selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'échelle de montée
(20), en position rentrée et relevée, recouvre au moins partiellement l'ouverture
(8) par rapport à l'accès de la nacelle(1) et peut être bloquée dans cette position
par un verrou (9) comportant une tige de verrouillage soumise à la tension d'un ressort.
7. Nacelle selon la revendication 6, caractérisée en ce que le verrou peut être dégagé
par le mécanisme électrique ou hydraulique (10).
8. Nacelle selon la revendication 7, caractérisée en que le mécanisme hydraulique est
monté dans un circuit comportant une source de pression hydraulique (16), un distributeur
à 3/4 voies à commande électromagnétique, un vérin hydraulique (12) à double effet
(12) produisant le basculement de l'échelle (20) ainsi qu'un vérin hydraulique (17)
à simple effet assurant le dégagement du verrou (figure 5).