[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schuh, insbesondere Sportschuh und/oder Straßenschuh,
mit einer Schuhschale bestehend aus einer Außensohle, einer mit einem Fußbett verbindbaren
Brandsohle und einem über einen Leisten gezwickten, gegebenenfalls gefütterten Schaft.
[0002] Herkömmliche Sport- bzw. Straßenschuhe sind meist so konstruiert, daß das Material
der Schale über einen Leisten gezwickt wird, welcher etwa der Form eines Fußes entspricht.
Die Schuhkonstruktion kann dabei klebegezwickt sein, mit eingenähter Brandsohle oder
in einer unter dem Namen California oder Mocassin od.dgl. gängigen Typen ausgebildet
sein. Das Volumen eines auf diese Weise über einen derartigen Leisten gefertigten
Schuhes entspricht dem Leisten, sobald der Leisten aus dem Schuh genommen wird. Es
ist bekannt, den Leisten im Volumen etwas weiter zu gestalten, um nachträglich eine
Decksohle oder bei Gesundheitsschuhen eine lose Einlage in einen derartigen Schuh
einlegen zu können.
[0003] Die notwendige bzw. gewünschte Absatzhöhe derartiger Schuhe wird durch Anbringen
eines gesonderten Absatzes an der Außenseite der Sohle hergestellt und der Absatz
wird als Teil der Schuhkonstruktion starr mit dem Schuh verbunden.
[0004] Prinzipiell besteht ein derartiger herkömmlicher Schuh somit aus einer Einheit, welche
aus Schaft, Brandsohle, Außensohle und Absatz besteht, wobei der Schaft in üblicher
Weise gefüttert sein kann.
[0005] Aus der FR-A 2 427 801 ist ein Schuh der eingangs genannten Art bekanntgeworden,
wobei in einer einstückig ausgebildeten, aus mehreren Teilen bestehenden Sohle ein
Fußbett integriert ist und das Fußbett von einer dünnen Abdecksohle aus weichem Material
abgedeckt ist.
[0006] Der WO 87/05192 ist ein mehrteiliges Sohlenelement für einen Schuh zu entnehmen,
wobei eine einen Absatz aufweisende Außensohle mit Verriegelungselementen für die
Festlegung einer Brandsohle ausgebildet ist.
[0007] Schuhkonstruktionen, bei welchen der Schuh aus zwei Einheiten aufgebaut ist, sind
lediglich im Bereich des Schischuhes bekannt, bei welchen allerdings eine starre Außenschale
Verwendung findet. Derartige Schuhe eignen sich daher nicht als Straßen- oder Sportschuhe,
da die starre Schalenkonstruktion im Falle eines Schischuhes in erster Linie mit Rücksicht
auf die sichere Einspannung in Bindungsteilen erforderlich ist. Bei derartigen Schischuhen
ist es bekannt, einen kompletten Innenschaft bzw. Innenschuh innerhalb einer derartigen
starren Schale anzubringen und es muß somit wiederum ein Schuh mit herkömmlicher Konstruktion
bestehend aus einem Schaft und einer Sohle hergestellt werde, welcher in Folge im
Inneren eines derartigen Schischuhes Verwendung finden kann.
[0008] Auswechselbare Decksohlen, wie sie insbesondere in Form von anatomischen Schuheinlagen
bekannt sind, sind bei Straßen- oder Sportschuhen in der Regel relativ dünn und lassen
eine korrekte anatomische Positionierung des Fußes daher nur beschränkt zu. Insbesondere
im vorderen Bereich derartiger, mit auswechselbaren Decksohlen ausgestatteter Schuhe
kann die Auftrittsfläche nur in geringem Maße korrigiert werden. Auswechselbare Decksohlen
dieser Art liegen üblicherweise lose im Schuh und können daher leicht verrutschen,
wodurch ein sicherer Halt nicht gewährleistet ist. Um derartige anatomische Decksohlen
zu fixieren, ist es aufgrund der geringen Stärke bzw. Dicke derartiger Decksohlen
und aufgrund der Weichheit des für derartige Decksohlen gewählten Materials in der
Regel erforderlich, diese Decksohlen auf der Brandsohle festzukleben, wodurch eine
Auswechselbarkeit nicht mehr gegeben ist.
[0009] Die Erfindung zielt nun darauf ab, einen Schuh, insbesondere Sport- und/oder Straßenschuh
dahingehend weiterzubilden, daß bei einfacher Herstellung eine größere Anpaßbarkkeit
an unterschiedliche Fußformen und eine bessere anatomische Abstützung ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht der erfindungsgemäße Schuh im wesentlichen darin,
daß die Brandsohle im Inneren des Schuhes im wesentlichen eben ausgebildet ist und
wenigstens eine Verriegelungsausnehmung bzw. einen Verriegelungsvorsprung aufweist,
welche(r) mit einem Kupplungsglied eines eine Absatzerhöhung aufweisenden Fußbettes
lösbar verbunden ist. Mit einer derartigen Konstruktion wird ein konventioneller Schuh
geschaffen, welcher aus zwei miteinander zusammenwirkenden, einfach herzustellenden
Einheiten besteht. Die Schuhschale besteht in konventioneller Weise aus Schaft, Brandsohle
und Außensohle und kann erforderlichenfalls gefüttert sein. Die gewünschte Absatzerhöhung
und der für anatomische Anpassungen erforderliche Korrekturspielraum wird zur Gänze
in einen zweiten, gesondert herstellbaren und austauschbaren Bauteil integriert, welcher
als Fußbett nachträglich in einen derartigen Schuh eingelegt und im Schuh verriegelt
werden kann. Von wesentlicher Bedeutung ist hiebei, daß das auswechselbare Fußbett
aufgrund der zur Verfügung stehenden Höhe besser anatomisch geformt werden kann und
sicher im Inneren des Schuhes arretiert werden kann. Im Gegensatz zu Schischuhen besteht
hier die Schale aus den Teilen Schaft, Brandsohle und Außensohle, die in einem konventionellen
Klebezwickverfahren bzw. einem eingeschobenen Zwickverfahren mit eingenähter Brandsohle
oder als Mocassin od.dgl. montiert werden können. Die Schuhfütterung bleibt Teil des
Schaftes und ist nicht auswechselbar, wohingegen mit der Auswechselbarkeit des gesamten
Fußbettes bzw. der Auftrittsfläche eine optimale anatomische Stützung bzw. Korrektur
möglich ist. Im Vergleich zu herkömmlichen Schuhen ist eine derartige, ohne Absatz
ausgebildete Schale, deren Brandsohle im Inneren des Schuhes im wesentlichen eben
ausgebildet ist, ohne Einlage überhaupt nicht verwendbar. Ohne dem auswechselbaren
Funktionsteil, nämlich dem Fußbett, ist ein derartiger Schuh überhaupt nicht zu tragen.
[0010] Für die richtige Auftrittsstellung des Fußes im Schuh, d.h. die notwendige oder gewünschte
Absatzhöhe, ist eine entsprechende Ausbildung des Fußbettes maßgeblich, wobei die
Schale der Auftrittsfläche flach gestaltet ist und keine Absatzhöhe beinhaltet. Alle
funktionellen Eigenschaften, wie z.B. Schockdämpfung, Energierückgewinnen, etc. können
in das auswechselbare Fußbett integriert werden, wobei die Festlegung mittels Vertiefungen
und Erhöhungen in der Brandsohle der Schuhschale erfolgt, wodurch ein Verrutschen
in der Schuhschale verhindert wird.
[0011] Der Leisten, welcher für die Herstellung eines derartigen Schuhes Verwendung findet,
ist im Volumen wesentlich größer und so gestaltet, daß das Volumen des auswechselbaren
Fußbettes im Gesamtvolumen berücksichtigt ist. Die Brandsohle wird wie beim herkömmlichen
Klebezwickverfahren auf den Leisten geheftet, worauf der Schaft mit üblichen Maschinen
über den Leisten gezwickt und mit Klebstoff mit der Brandsohle verbunden werden kann.
Wie oben erwähnt, können auch andere Zwickverfahren mit eingenähter Brandsohle oder
unter dem Namen California oder Mocassin od.dgl. gängige Typen Verwendung finden.
Auch die Sohle kann in herkömmlicher Weise mit der gezwickten Schuhschale verklebt,
vernäht, kombiniert verklebt und vernäht oder direkt angespritzt und/oder angeschäumt
werden. Nach einer Befestigung der Sohle kann der Leisten entfernt und das auswechselbare
Fußbett in der Weise in die Schuhschale eingelegt werden, daß Vertiefungen bzw. Erhöhungen
der Brandsohle mit den entsprechenden Erhöhungen bzw. Vertiefungen bzw. Kupplungsgliedern
des Fußbettes verrasten.
[0012] Mit der erfindungsgemäßen Konstruktion eines Straßen- bzw. Sportschuhes wird dem
Umstand Rechnung getragen, daß der menschliche Fuß nicht nur in der Länge, üblicherweise
als Schuhgröße bezeichnet, unterschiedlich ist, sondern auch im Umfang beträchtlich
variiert. Derartige unterschiedliche Weiten bei Füßen mit derselben Länge können bei
konventioneller Herstellung des Schuhes nur in Form unterschiedlicher Schuhgrößen
berücksichtigt werden, sodaß bei Schuhen, deren Leisten der Fußform des Trägers nicht
hinreichend entspricht, ein exakter Halt, wie er insbesondere für Sportschuhe gefordert
wird, nicht erzielt werden kann. Eine Lagerhaltung unterschiedlicher Weiten bei gleicher
Schuhgröße ist aus ökonomischen Gründen nicht ohne weiteres sinnvoll und die erfindungsgemäße
Konstruktion ermöglicht nun, nachträglich bei ein und der gleichen Schuhgröße unterschiedlichen
Weiten des Fußes Rechnung zu tragen.
[0013] Das Weitenvolumen kann bei der erfindungsgemäßen Konstrution hiebei auf verschiedene
Art maßgenau angepaßt werden. Zwischen Brandsohle und auswechselbarem Fußbett kann
eine genau abgestimmte Volumeneinlage angeordnet werden oder aber es kann das auswechselbare
Fußbett eine spezielle Volumsgestaltung aufweisen. Bei einer derartigen zusätzlichen
Volumeneinlage oder Weiteneinlage läßt sich ein konventioneller Schuh nur in geringem
Ausmaß anpassen und es ist auf diese Weise ca. 5 mm Volumen im Ballenumfang kompensierbar.
Die Auftrittsfläche muß nämlich bei mehr als einer derartigen, 5 mm Volumen betragenden
Weite verschmälert oder erweitert werden. Durch spezielle Volumensgestaltung des auswechselbaren
Fußbettes bei einem erfindungsgemäßen Schuh ist es aber nun möglich, mehrere derartige
Weiten von etwa 5 mm Volumen im Ballenumfang mit der gleichen Schuhgröße zu erzielen.
Es kann somit mit einer Schuhschale in einer bestimmten Größe eine Mehrzahl unterschiedlicher
Weiten genau angepaßt werden, wobei ausschließlich verschiedene Einlagen und Fußbette
zur Anwendung kommen.
[0014] Das auswechselbare Fußbett kann darüber hinaus für unterschiedliche Anforderungen
speziell gestaltet und abgestimmt werden und es ist neben der Variation in den Härtegraden
möglich, das Fußbett in unterschiedlichen Materialien, wie beispielsweise Polyurethan,
Kork od.dgl. zu fertigen. Auch die Oberflächenstruktur bzw. die Gestaltung der Bezüge
des Fußbettes kann den Erfordernissen angepaßt werden und es können Massagenoppen
oder Überzugsmaterialen unterschiedlicher Art eingesetzt werden.
[0015] Zum Zweck der besseren Absorbtion von Schocks und zur Energierückgewinnung können
beispielsweise Luftkanäle, Schläuche, Luftblasen oder mit verschiedenen Materialien
gefüllte Kammern vorgesehen sein, wobei die Ausbildung hiezu vorzugsweise so getroffen
ist, daß das Fußbett mit Hohlräumen für die Aufnahme von Luft und/oder stoßdämpfenden
Massen ausgebildet ist. Zur besseren Ventilation im Bereich der Sohle können hiebei
vorzugsweise die Hohlräume als im Inneren des Fußbettes verlaufende Kanäle ausgebildet
sein, welche mit Öffnungen an der Oberseite des Fußbettes verbunden sind. Die Hohlräume
können dabei in Längsrichtung des Fußbettes, in Querrichtung oder entsprechend den
Bedingungen in unterschiedlichen Bereichen des Fußbettes angepaßten, unterschiedlichen
Richtungen verlaufen. Für geringe zusätzliche Korrekturen können, wie bereits oben
erwähnt, zusätzliche Volumeneinlagen vorgesehen sein, wobei die Ausbildung vorzugsweise
so getroffen ist, daß das Fußbett von einem mit der Brandsohle lösbar verbindbaren
Basisteil und einer mit dem Basisteil verbindbaren, anatomisch geformten Einlage gebildet
ist.
[0016] Das Fußbett kann aufgrund der erfindungsgemäß möglichen, wesentlich voluminöseren
Gestalt anatomisch je nach den Anforderungen geformt werden. Das wichtigste Merkmal
eines derartig anatomisch richtig geformten Fußbettes ist die gleichmäßige Druckverteilung
auf die gesamte Fußauftrittsfläche und somit die bessere Durchblutung und Massage
der Fußauftrittsfläche bzw. der darin enthaltenden Reflexzonen. Ein anatomisch geformtes
Fußbett verleiht dem Fuß insgesamt beim Ausüben von Sport einen wesentlich besseren
Halt, da sich der Fuß beim Auftritt selbst zentrieren kann und bei seitlichen Ausfallschritten
im Schuh weniger verrutschen kann. Auch das stark ausgeprägte Fersenbett gibt dem
Fuß einen guten seitlichen Halt, wodurch die Hinterkappenkonstruktion weicher gestaltet
werden kann, wodurch die Gefahr von schmerzhaften Druckstellen und von Blasenbildung
an der Ferse verringert wird. Je nach den anatomischen Anforderungen kann das Längs-
und Quergewölbe des Fußes mehr oder weniger unterstützt werden, wobei das gesamte
Fußbett beispielsweise zum Trocknen aus dem Schuh genommen bzw. je nach Material gewaschen
werden kann.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch
die Schale eines erfindungsgemäßen Schuhs; Fig. 2 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes
Fußbett; Fig. 3 einen Scnitt durch einen erfindungsgemäßen Schuh, wobei das Fußbett
im Inneren des Schuhs mit der Brandsohle verankert ist; Fig. 4 einen Schnitt durch
einen zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Schuhs verwendbaren Leisten mit diesen
umgebenden Schaft und Brandsohle; Fig. 5 einen Leisten zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Schuhs; die Fig. 6 und 8 jeweils einen Schnitt durch den Ristbereich eines erfindungsgemäßen
Schuhs, wobei eine Anpassung einer vorgegebenen Schuhschale an unterschiedliche Weiten
angedeutet ist; die Fig. 9 und 10 jeweils einen Schnitt durch den Fersenbereich eines
erfindungsgemäßen Schuhs mit darin aufgenommenen Fuß in unterschiedlichen Stellungen
des Fußes relativ zum Schuh; und die Fig. 11 bis 15 jeweils einen Schnitt durch unterschiedliche
Ausführungsformen des anatomisch geformten auswechselbaren Fußbettes im Fersenbereich
desselben.
[0018] In Fig. 1 ist mit 1 eine Schuhschale einer erfindungsgemäßen Schuhes bezeichnet,
welche aus einem Schaft 2, einer Brandsohle 3 sowie einer Außensohle 4 besteht. Die
Schale des Schuhes wird dabei in an sich bekannter Weise über einem Leisten gefertigt,
wobei zur Verbindung des gegebenenfalls mit einem Futter ausgebildeten Schaftes mit
der Brandsohle jeweils ein Zwickeinschlag 5 angedeutet ist. Die Brandsohle 3 weist
im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Aussparung bzw. Ausnehmung 6 sowie im Fersenbereich
eine Erhöhung bzw. einen Vorsprung 7 auf, welche für eine Verriegelung des in Fig.
2 dargestellten, anatomisch geformten Fußbettes 8 dienen. Das Fußbett weist einen
der Form der Ausnehmung 6 der Brandsohle entsprechenden Vorsprung 9 sowie eine dem
Vorsprung 7 der Brandsohle entsprechende Ausnehmung 10 auf. Mit 11 ist die Wandung
des anatomisch geformten Fußbettes und mit 12 die Auftrittsfläche angedeutet.
[0019] In Fig. 3 ist der aus den beiden Einzelbestandteilen der Fig. 1 und 2 zusammengesetzte
Schuh dargestellt, wobei deutlich die Arretierung bzw. Verriegelung des Fußbettes
8 an der Brandsohle 3 dargestellt ist.
[0020] In den Fig. 4 und 5 ist mit 13 ein Leisten zur Herstellung einer Schale eines erfindungsgemäßen
Schuhs bezeichnet, wobei ebenso wie in den Fig. 1 und 3 deutlich ersichtlich ist,
daß die Brandsohle im Gegensatz zu konventionellen Schuhen im wesentlichen eben ausgebildet
ist. Der verwendete Leisten ist abweichend vom für die Herstellung von konventionellen
Schuhen verwendeten Leisten nicht der Fußform angepaßt sondern mit im wesentlichen
ebener Auftrittsfläche 14 sowie einer dem Vorsprung 7 entsprechenden Ausnehmung 15
ausgebildet, da das mit der Brandsohle zu kuppelnde, anatomisch geformte Fußbett wesentlich
stärker und mit einer Absatzeinlage ausgebildet ist, während bei konventionellen Schuhen,
für welche der Leisten weitestgehend der tatsachlichen Fußform entspricht, jeweils
nur dünne, im wesentlichen ebene Einlegesohlen Verwendung finden können.
[0021] In den Fig. 6 bis 8 ist näher dargestellt, wie bei Verwendung einer Schale 1 mit
vorbestimmter Größe durch eine angepaßte Ausbildung des Fußbettes 8 bzw. zusätzliche
Verwendung von Einlagen eine Anpassung an unterschiedliche Fußweiten vorgenommen werden
kann. Dabei ist in Fig. 6 ein Fußbett für eine Normalweite lösbar auf der Brandsohle
3 aufgelegt. Zur Anpassung an eine etwas geringere Weite findet bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 7 eine auswechselbare, flache Weiteneinlage 16 Verwendung, während bei
der Ausführungsform gemäß Fig. 8 für eine sehr schmale Weite ein speziell ausgebildetes
Fußbett, welches gegenüber dem in den Fig. 6 und 7 dargestellten Fußbett eine größere
Höhe und eine höhere Wandung aufweist, Verwendung findet. In Fig. 8 ist zum Vergleich
strichliert mit 12' die Auftrittsfläche des Fußbettes 8 der Fig. 6 und 7 dargestellt.
Es zeigt sich, daß somit in einfacher Weise für eine vorgegebene Schale für eine bestimmte
Schuhgröße durch Variation des Fußbettes bzw. durch eine zusätzliche Einlage eine
Anpassung an unterschiedliche Weiten in einem großem Ausmaß vorgenommen werden kann.
[0022] In den Fig. 9 und 10 ist der Einfluß der insbesondere im Fersenbereich hochgezogenen
Wandung des anatomisch geformten Fußbettes 8 deutlich ersichtlich. Während bei der
in Fig. 9 gezeigten Normalstellung des Fußes 17 eine Zentrierung des Fußes bei jedem
Schritt zum tiefsten Punkt des anatomisch geformten Fußbettes 8 erfolgt, ermöglicht
die seitlich hochgezogene Wandung 11 bei einem in Fig. 10 schematisch angedeuteten
seitlichen Ausfallschritt einen optimalen seitlichen Halt. Trotz der seitlichen Stellung
ergibt sich somit ein relativ sicherer Halt des Fußes im Fußbett 8.
[0023] In den Fig. 11 bis 15 sind unterschiedliche Ausführungsformen eines anatomisch geformten
Fußbettes 8 dargestellt. Bei der Ausbildung gemäß Fig. 11 sind im Fußbett Luftlöcher
18 in der Auftrittsfläche 12 vorgesehen, welche in auf der der Brandsohle zugewandten
Seite angeordnete Luftkanäle 19 münden. Abweichend von diesen zu beiden Seiten des
Fußbettes 8 hin offenen Luftlöchern bzw. Kanälen 18 und 19 der Fig. 11 münden die
Luftlöcher 18 der Fig. 12 in im wesentlichen in Längsrichtung des Fußbettes verlaufende
Kanäle 20, wodurche eine Verbindung von an der Auftrittsfläche 12 mündenden Luftlöchern
geschaffen wird, welche für eine Belüftung, Stoßdämpfung oder Energierückgewinnung
herangezogen werden kann. Die Luftlöcher und Luftkanäle können dabei rund, oval oder
mit einer beliebigen anderen Form ausgebildet sein.
[0024] Bei der Ausbildung gemäß Fig. 13 ist im Fußbett eine aus einem Spezialmaterial 21
ausgebildete Stoßdämpfung angedeutet, wobei zusätzlich das Fußbett einen Überzug 22
aus Leder, Textil oder beispielsweise Massagematerial aufweist.
[0025] Bei der Ausbildung gemäß Fig. 14 sind neben Luftlöchern 18, welche in einer zur Ausbildung
gemäß Fig. 11 ähnlichen Weise in Luftkanäle 19 münden, an der Auftrittsfläche zusätzlich
Massagenoppen vorgesehen, welche mit 22' angedeutet sind.
[0026] Für eine Stoßdämpfung bzw. eine Energierückgewinnung können im Fußbett weiters mit
Luft oder einer entsprechenden stoßdämfenden Masse gefüllte Kammern bzw. Hohlräume
23 vorgesehen sein.
1. Schuh, insbesondere Sportschuh und/oder Straßenschuh, mit einer Schuhschale (1) bestehend
aus einer Außensohle (4), einer mit einem Fußbett verbindbaren Brandsohle (3) und
einem über einen Leisten (13) gezwickten, gegebenenfalls gefütterten Schaft (2), dadurch
gekennzeichnet, daß die Brandsohle (3) im Inneren des Schuhes im wesentlichen eben
ausgebildet ist und wenigstens eine Verriegelungsausnehmung (6) bzw. einen Verriegelungsvorsprung
(7) aufweist, welche(r) mit einem Kupplungsglied (9,10) eines eine Absatzerhöhung
aufweisenden Fußbettes (8) lösbar verbunden ist.
2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (3) mit Hohlräumen
(18,19,20,23) für die Aufnahme von Luft und/oder stoßdämpfenden Massen ausgebildet
ist.
3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume als im Inneren
des Fußbettes (8) verlaufende Kanäle (18,19,20) ausgebildet sind, welche mit Öffnungen
an der Oberseite (12) des Fußbettes verbunden sind.
4. Schuh nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußbett (8) von einem
mit der Brandsohle (3) lösbar verbindbaren Basisteil und einer mit dem Basisteil verbindbaren,
anatomisch geformten Einlage gebildet ist.
1. A shoe, in particular a sports shoe and/or street shoe, with a shoe shell (1) comprising
an outer sole (4), an inner sole (3), which may be joined to a moulded insole, and
a shoe upper (2), which is shaped over a last (13) and may be padded, characterised
in that the inner sole (3) is constructed essentially flat inside the shoe and has
at least one locking groove (6) or a locking projection (7), which is detachably connected
to a coupling member (9, 10) of a moulded insole (8) provided with a raised heel section.
2. A shoe according to Claim 1, characterised in that the moulded insole (3) is provided
with cavities (18, 19, 20, 23) for the intake of air and/or to accommodate shock-absorbing
elements.
3. A shoe according to Claim 1 or 2, characterised in that the cavities are constructed
in the form of channels (18, 19, 20) extending in the interior of the moulded insole
(8) and connected to openings on the upper side (12) of the insole.
4. A shoe according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that the moulded insole (8)
is formed from a base section, which may be detachably joined to the inner sole (3),
and an anatomically moulded insert, which may be joined to this base section.
1. Chaussure, en particulier chaussure de sport et/ou chaussure de route, comprenant
une coque de chaussure (1) se composant d'une semelle extérieure (4), d'une première
(3) pouvant être liée à un lit d'appui de pied et d'une tige d'empeigne (2) montée
par l'intermédiaire d'une forme (13) et éventuellement doublée, caractérisée en ce
que la première (3) est réalisée de façon sensiblement plane à l'intérieur de la chaussure
et présente au moins un évidement de verrouillage (6) ou une saillie de verrouillage
(7) qui est amoviblement relié(e) à un élément d'accouplement (9, 10) d'un lit d'appui
de pied (8) comportant une bosse de talon.
2. Chaussure selon la revendication 1, caractérisée en ce que le lit d'appui de pied
(3) est réalisé avec des cavités (18, 19, 20, 23) pour la réception d'air et/ou de
masses amortisseuses de choc.
3. Chaussure selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les cavités sont réalisées
sous forme de canaux (18, 19, 20) qui sont reliés à des orifices à la surface (12)
du lit d'appui de pied.
4. Chaussure selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que le lit d'appui
de pied (8) est constitué par un élément de base pouvant être amoviblement relié à
la première (3) et par une pièce d'insertion rapportée pouvant être reliée à l'élément
de base et conformée anatomiquement.