[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrgestell für einen Behandlungstisch mit einer auf Fahrrollen
gelagerten Bodenplatte, an der mit einer senkrechten Tragsäule eine Behandlungsliege
abgestützt ist.
[0002] Ein derartiges Fahrgestell ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
26 39 205 bekannt. Mit den herkömmlichen Fahrgestellen ist es schwierig, den Behandlungstisch
einerseits in einer exakten Geradeausfahrt fortzubewegen und andererseits den Behandlungstisch
problemlos in einer engen Kurve zu bewegen. Vor allem in Krankenhausstationen ist
es erforderlich, einen Behandlungstisch beim Transport eines Patienten exakt geradeaus
zu fahren und ihn um enge Kurven in den Gängen und beim Fahren in Aufzüge lenken zu
können. Ferner ist es erforderlich, Hindernisse, beispielsweise Schwellen, leicht
überwinden zu können. Bei den herkömmlichen Fahrwerken ist dies nur mit Kraftaufwand
oder ruckartigen Bewegungen und häufigem Hin- und Herrangieren möglich.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Fahrgestell der eingangs genannten Art zu
schaffen, durch das eine einwandfreie und zielgenaue Bewegung des Behandlungstisches
auch in engen Räumen ohne hohen Kraftaufwand erreicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, wobei
in den Unteransprüchen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gekennzeichnet sind.
[0005] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß an der Bodenplatte drei Fahrrollenpaare
vorgesehen sind, deren Fahrachsen an der Bodenplatte senkrecht zur Fahrrichtung starr
ausgerichtet sind. Ein unkontrolliertes Verändern der Fahrrichtung durch beispielsweise
um eine senkrechte Schwenkachse schwenkbare Fahrachse ist bei der Erfindung nicht
vorhanden. Ein "Schlackern" der Fahrrollen ist bei der Erfindung vermieden. Es wird
hierdurch eine zielgenaue Fahrt, insbesondere Geradeausfahrt, erreicht, wenn die Bodenplatte
an ihrem einen Ende durch das erste Fahrrollenpaar und an ihrem anderen Ende durch
das zweite Fahrrollenpaar am Boden abgestützt ist.
[0006] Wenn die Achse des zweiten Fahrrollenpaares angehoben ist, liegt die Bodenplatte
an diesem Ende am Boden auf. Bevorzugt sind an der Unterseite der Bodenplatte bremsende
Beläge in Form von Gummipuffern oder dergl. vorgesehen, so daß eine rutschfreie Positionierung
der Bodenplatte und des Behandlungstisches während der Behandlung oder Ruhigstellung
eines Patienten erreicht wird.
[0007] Dem dritten Fahrrollenpaar ist eine Abstützeinrichtung, die eine in verschiedene
Höhenlagen einstellbare Höhenverstelleinrichtung aufweist, zugeordnet. Damit läßt
sich erreichen, daß unterhalb des Schwerpunktes des Behandlungstisches bzw. innerhalb
eines Nahbereiches unterhalb dieses Schwerpunktes die Bodenplatte und damit der Behandlungstisch
über die durch die ersten und zweiten Fahrrollenpaare gewährleistete Abstützhöhe hinaus
abgestützt werden kann.
[0008] Hierdurch wird gewährleistet, daß die Bodenplatte und damit der Behandlungstisch
sich nur auf dem dritten Fahrrollenpaar am Boden sich abstützen lassen. Hierdurch
erreicht man ein einfaches Verschwenken um beliebige Schwenkwinkel, so daß man auch
enge Kurven bei geringem Platzbedarf fahren kann.
[0009] Darüberhinaus wird durch das dritte Fahrrollenpaar gewahrleistet, daß Stufen und
Absätze, die im Fahrweg liegen, beispielsweise beim Übergang aus einem Fahrstuhl auf
den Flurboden, das erste oder zweite Rollenpaar über diese Stufe bzw. diesen Absatz
durch Kippen um die Achse des dritten Fahrrollenpaares angehoben und dann wieder auf
den Boden aufgesetzt wird. Bei der Überwindung der Stufe kann die Bodenplatte bzw.
der Behandlungstisch mindestens auf zwei Rollenpaaren und gegebenenfalls, da die Höhenverstelleinrichtung
für das dritte Fahrrollenpaar veränderbar ist, auf den drei Rollenpaaren abgestützt
werden. Auf diese Weise lassen sich stufenförmige Hindernisse und Schwellen quasi
"überschwimmen". Auch können Hindernisse im Fahrweg, z.B. Vertiefungen, Löcher und
dergleichen im Bereich eines Rollenpaares dadurch überwunden werden, daß die Abstützung
über die beiden anderen Rollenpaare erfolgt.
[0010] Die Fahrrollenpaare sind bevorzugt als nur geradeaus laufende Präzisionsrollen ausgebildet.
Für die Fahrrollenpaare kommen keine Lenkrollen, wie das bei bekannten Fahrgestellen
üblich ist, zum Einsatz. Die Laufflächen der Fahrrollen können daher ziemlich breit
ausgebildet sein, so daß ein Eingraben in den Untergrund vermieden wird und ein hoher
Kraftaufwand beim Schieben nicht erforderlich ist. Bevorzugt handelt sich um leichtgängige
Fahrrollen. Insbesondere Schwellen oder Stufen können, wie schon erläutert, ruckfrei
(schwimmend) überwunden werden. Außerdem ist, wie schon erläutert, ein Verschwenken
des Behandlungstisches auf der Stelle, d.h. um eine vertikale Achse, um beliebige
Schwenkwinkel möglich.
[0011] Aufgrund des erfindungsgemäßen Fahrgestells ist es möglich, den Behandlungstisch
als Operationstisch auszubilden. Der Patient kann auf dem so ausgebildeten Behandlungstisch
außerhalb des Operationsraumes für die Operation vorbereitet werden und auch in Narkose
versetzt werden. Der Patient wird dann auf dem Behandlungstisch in den Operationsraum
gefahren und nach Abschluß der Operation in den Aufwachraum geschoben. Diese komfortable
und vielseitige Einsatzmöglichkeit wird durch das erfindungsgemäße Fahrgstell ermöglicht.
Aufgrund seiner hohen Wendigkeit und Zielgenauigkeit in Verbindung mit erschütterungsfreiem
Überwinden von Stufen und Schwellen wird ein komfortabler Transport gewährleistet.
[0012] Anhand der Figuren wird an einem Ausführungsbeispiel die Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Gesamtansicht eines Behandlungstisches, bei welchem ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung zur Anwendung kommt, in Seitenansicht;
Fig. 2 ein in der Fig. 1 dargestelltes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Fahrgestells in einer Einstellung für Geradeausfahrt;
Fig. 3 das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Fahrgestells in einer Einstellung für den Schwenkbetrieb oder zum Überwinden von Stufen;
Fig. 4 in perspektivischer Darstellung eine Teilansicht des Ausführungsbeispiels der
Fig. 1 bis 3 zur Erläuterung der Funktion eines zweiten Fahrrollenpaares;
Fig. 5 eine Seitenansicht des in Fig. 4 dargestellten Fahrrollenpaares beim Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Bremsstellung; und
Fig. 6 das in den Fig. 4 und 5 dargestellte zweite Fahrrollenpaar des Ausführungsbeispiels
der Erfindung in einer angehobenen Position.
[0013] Bei einem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Fahrgestells 1 für einen Behandlungstisch 2 ist eine Bodenplatte 3 vorgesehen. Am
vorderen Ende der Bodenplatte 3 ist ein erstes Rollenpaar 4,4 vorgesehen. Dieses erste
Rollenpaar besitzt eine an der Bodenplatte starr angeordnete Fahrachse 17. Diese Fahrachse
17 ist bezüglich der Längsausdehnung der Bodenplatte 3 bzw. der Geredeausfahrrichtung
(Doppelpfeil F in Fig. 1) starr ausgerichtet. Die beiden Fahrrollen des Rollenpaares
befinden sich an beiden Seiten der Bodenplatte 3.
[0014] Am anderen Ende der Bodenplatte 3, d.h. beim Ausführungsbeispiel am rückwärtigen
Ende, befindet sich zu beiden Seiten der Bodenplatte 3 ein zweites Fahrrollenpaar
5,5 (s. auch Fig. 4). Dieses zweite Fahrrollenpaar 5,5 besitzt eine Fahrachse 18,
die mit Hilfe eines Exzenters 15 in zwei Höhenlagen fixierbar ist. In der in der Fig.
6 dargestellten oberen Höhenlage der Fahrachse 18 ist das zweite Fahrrollenpaar 5,5
angehoben. Die Bodenplatte 3 liegt dann mit dem rückwärtigen Ende am Boden auf. Um
ein rutschfestes Aufliegen zu gewährleisten, sind zwei bremsende Beläge 22 und 23
(Fig. 4) vorgesehen.
[0015] In der in der Fig. 6 dargestellten Positionierung des zweiten Fahrrollenpaares 5,5
ist ein mit dem Exzenter 15 starr verbundener Betätigungshebel 16 heruntergeklappt.
Diese Position ist auch in der Fig. 1 gezeigt. In dieser Position des zweiten Fahrrollenpaares
5,5, d.h. in seiner angehobenen Stellung, ist die Bodenplatte 3 und damit der Behandlungstisch
2 fest am Boden gelagert, so daß ein Patient, welcher auf einer Behandlungsliege 7
des Behandlungstisches 2 liegt, behandelt werden kann.
[0016] Wie insbesondere die Fig. 1 noch zeigt, ist die Behandlungsliege 7, die aus mehreren
Liegensegmenten besteht, über eine Tragsäule 8 an der Bodenplatte 3 abgestützt. Die
Tragsäule 8 ist mittels einer hydraulich arbeitenden Säulenlängenverstelleinrichtung
14 in ihrer Länge verstellbar. Hierdurch lassen sich verschiedene Höheneinstellungen
der Behandlungsliege 7 erreichen. Beispielsweise kann die Behandlungsliege 7 in der
Weise ausgebildet sein und höhenverstellbar sein, wie es in der deutschen Patentschrift
30 16 387 gezeigt ist. Ferner kann die Behandlungsliege 7 noch um eine horizontale
Achse bzw. um ihre Längsachse verschwenkbar sein, wie es beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung 89 112 281.4 beschrieben ist.
[0017] Beim Verschwenken des Betätigungshebels 16 und des Exzenters 15 um eine Exzenterachse
20 um 180° wird die Fahrachse 18 des zweiten Fahrrollenpaares 5,5 in eine untere Position
(Fig. 2 bis 5) gebracht. In dieser Position ist das rückwärtige Ende der Bodenplatte
3 über das zweite Fahrrollenpaar 5,5 am Boden abgestützt. Wie die Fig. 4 und 5 zeigen,
liegt der Betätigungshebel 16 auf der Bodenplatte 3 auf. Die Fahrachse 18 des zweiten
Fahrrollenpaares 5,5 ist aus der in der Fig. 6 dargestellten oberen Position in eine
in der Fig. 5 gezeigte untere Position geschwenkt. Dabei wird die Fahrachse 18 über
eine durch die Exzenterachse 20 hindurchgehende Vertikale V hinaus verschwenkt, so
daß die Fahrachse 18 schräg unterhalb der Exzenterachse 20 zu liegen kommt. In der
Fig. 5 ist die Fahrachse 18 mit einem Winkel a über die durch die Exzenterachse 20
gehende Vertikale V hinaus verschwenkt. Hierdurch wird erreicht, daß die Fahrachse
18 über eine Totpunktlage, welche sich in der Vertikalen V befindet, hinaus in eine
stabile Fahrposition gebracht wird. Diese stabile Fahrposition der Fachachse 18 des
zweiten Fahrrollenpaares 5,5 wird noch dadurch unterstützt, daß der Betätigungshebel
16 auf der Oberseite der Bodenplatte 3 aufliegt und dort abgestützt ist. Wie in der
Fig. 6 gezeigt ist, befindet sich die Fahrachse 18 in der angehobenen Positionierung
um den Winkel a versetzt gegenüber der durch die Exzenterachse 20 gehenden Vertikalen
V. Der Schwenkwinkel, um welchen die Fahrachse 18 und damit das Fahrrollenpaar 5,5
um die Exzenterachse 20 bei der Verstellung in die beiden Positionen geschwenkt wird,
beträgt 180°.
[0018] Wie insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich ist, wird beim Abstützen auch des hinteren
Endes der Bodenplatte 3 über das Fahrrollenpaar 5,5 die gesamte Bodenplatte 3 vom
Boden abgehoben. Die Bodenplatte 3 und damit der Behandlungstisch 2 können dann in
exakter Geradeausfahrt in Richtung des Doppelpfeiles F vorwärts und rückwärts verschoben
werden. Da sowohl die Fahrachse 17 als auch die Fahrachse 18 starr senkrecht zur Fahrrichtung
F an der Bodenplatte 3 ausgerichtet sind, erreicht man eine exakte Geradeausfahrt
beim Transport des Behandlungstisches 2.
[0019] Bei der Geradeausfahrt des Behandlungstisches, welche in der Fig. 2 dargestellt ist,
besfindet sich ein drittes Fahrrollenpaar 6,6 in einer oberen Position an der Bodenplatte
3. Die Bodenplatte 3 ist somit nur über die beiden Fahrrollenpaare 4,4 und 5,5 am
Boden abgestützt. Das dritte Fahrrollenpaar 6,6 ist über eine Abstützeinrichtung 9
schwenkbar an der Bodenplatte 3 um eine Drehachse 13 angelenkt. Die Abstützeinrichtung
9 beinhaltet eine Höhenverstelleinrichtung, welche im wesentlichen aus einem zweiseitigen
Hebel mit den beiden Hebelarmen 10 und 11 besteht. Der zweiseitige Hebel ist um die
Drehachse 13 an der Bodenplatte 3 gelagert. Am vorderen freien Ende des einen Hebelarms
10 befindet sich das dritte Fahrrollenpaar 19 zu beiden Seiten der Bodenplatte 3.
Der zweiseitige Hebel ist ebenfalls beidseitig an der Bodenplatte 3 mit den beiden
Rollen des Rollenpaares 6,6 an der Bodenplatte 3 vorgesehen. Der andere Hebelarm 11
des zweiseitigen Hebels ist mit einem Eingriffsteil 12 verbunden. Dieser Eingriffsteil
12 kann von Hand betätigt werden oder mit einer Vertikalführung 24 der längenverstellbaren
Tragsäule 8 in Eingriff gebracht werden, wie das in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist.
Wenn die Höhe des Behandlungstisches 2 bzw. die Länge der Tragsäule 8 vergrößert wird,
wird der Eingriffsteil 12 nach oben gezogen. Dabei wird der zweiseitige Hebel (Hebelarme
10 und 11) um die Drehachse 13 verschwenkt. Das Fahrrollenpaar 6,6 wird dann in die
untere Position (Fig. 3) gebracht. Die Bodenplatte 3 kann im Bereich des dritten Fahrrollenpaares
6,6 über die in der Fig. 2 dargestellte Höhe für die Geradeausfahrt hinaus angehoben
werden. Die Bodenplatte 3 und damit der Behandlungstisch 2 lassen sich dann nur über
das dritte Fahrrollenpaar 6,6 am Boden abstützen. Der Behandlungstisch 2 läßt sich
dann um jeden beliebigen Winkel auf den beiden Rollen des dritten Fahrrollenpaares
6,6 verschwenken und in jede beliebige neue Gerade ausfahrtrichtung bringen.
[0020] Falls in der Fahrstrecke eine Stufe vorhanden ist, wie sie in der Fig. 3 durch eine
strichlierte Stufe 25 angedeutet ist, bereitet es keine Schwierigkeit, mit dem erfindungsgemäßen
Fahrgestell dieses Hindernis zu überwinden. Mit Hilfe des dritten Fahrrollenpaares
6,6 kann dann eines der beiden Fahrrollenpaare 4,4 oder 5,5 in eine solche Höhenlage
gebracht werden, daß es über die Stufe 25 angehoben ist. In der Fig. 3 ist das zweite
Fahrrollenpaar 5,5 über die Stufe 25 angehoben. Das Fahrrollenpaar 5,5 kann dann auf
die Oberfläche der Stufe 25 aufgesetzt werden. Dies erfolgt dadurch, daß durch Betätigung
der Säulenlängeverstelleinrichtung 14 das Fahrrollenpaar 6,6 um die Drehachse 13 verschwenkt
wird, so daß die Bodenplatte 3 abgesenkt wird. Der Behandlungstisch 2 kann dann wiederum
im Geradeausfahrt problemlos weiter transportiert werden. Da das Fahrrollenpaar 6,6
einen größeren Durchmesser aufweisen kann als die beiden anderen Fahrrollenpaare 4,4
und 5,5, bereitet es keine Schwierigkeiten, das dritte Fahrrollenpaar 6,6 auf die
Stufe 25 aufzuschieben. Auf diese Weise läßt sich eine quasi "schwimmende" Überwindung
von stufenförmigen Hindernissen erreichen.
[0021] Die Säulenlängeverstelleinrichtung 14 kann, wie das beispielsweise aus der deutschen
Patentschrift 30 16 387 bekannt ist, hydraulich verstellt werden. Auf diese Weise
erreicht man eine stufenlose Verstellung des dritten Fahrrollenpaares 6,6. Man erreicht
damit im Bereich der Schwenkachse 13, die sich innerhalb eines Bereiches unter dem
Schwerpunkt des Behandlungstisches 2 befindet, eine stufenlose Höheneinstellung der
Bodenplatte 3. Hierbei wird der zweiseitige Hebelarm durch das Eingriffsteil 12 in
Abhängigkeit von der Säulenlängeneinstellung mit hochgezogen oder abgesenkt. Diese
Bewegung wird auf das dritte Fahrrollenpaar 6,6 übertragen.
1. Fahrgestell für einen Behandlungstisch mit einer auf Fahrrollen gelagerten Bodenplatte,
an der an einer senkrechten Tragsäule eine Behandlungsliege abgestützt ist,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale:
- an ihrem einen Ende ist die Bodenplatte (3) durch ein erstes Fahrrollenpaar (4,4)
am Boden abgestützt;
- an ihrem anderen Ende ist die Bodenplatte (3) durch ein zweites Fahrrollenpaar (5,5)
mit vertikal in zwei Positionen fixierbarer Rollenachse (18) in der Weise abgestützt,
daß in der oberen Position der Rollenachse (18) das Ende der Bodenplatte (3) am Boden
aufliegt und in der unteren Position der Rollenachse (18) das Ende der Bodenplatte
(3) über das zweite Fahrrollenpaar (5,5) am Boden abgestützt ist;
- etwa unterhalb des Schwerpunktes des Behandlungstisches (2) ist an der Bodenplatte
(3) ein drittes Fahrrollenpaar (6,6) über eine Abstützeinrichtung (9) mit einer Höhenverstelleinrichtung
(10, 11, 12) in der Weise gelagert, daß die Bodenplatte (3) durch die Höhenverstelleinrichtung
(10, 11, 12) über den Boden höher anhebbar ist als die durch die ersten und zweiten
Führungsrollenpaare (4,4 und 5,5) fest vorgegebene Abstützhöhe H; wobei
- die Fahrachsen (17, 18, 19) der drei Fahrrollenpaare (4,4, 5,5 und 6,6) an der Bodenplatte
(3) senkrecht zur Fahrrichtung starr ausgerichtet sind.
2. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die dem dritten
Fahrrollenpaar (6,6) zugeordnete Höhenverstelleinrichtung (10, 11, 12) unterschiedliche
Höhen der Bodenplatte (3) im Bereich des dritten Fahrrollenpaares (6,6) gegenüber
dem Boden einstellbar sind.
3. Fahrgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höheneinstelleinrichtung
(10, 11, 12) als zweiseitiger Hebel (10, 11) ausgebildet ist, der in einer Drehachse
(13) an der Bodenplatte (3) gelagert ist, daß am einen Hebelarm (10) das dritte Fahrrollenpaar
(6,6) und am anderen Hebelarm (11) ein Eingriffsteil (12) vorgesehen ist.
4. Fahrgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Eingriffsteil (12)
mit einer an der Tragsäule (8) vorgesehenen Säulenlängenverstelleinrichtung (14) in
Eingriff bringbar ist.
5. Fahrgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Fahrrollenpaar
(5,5,) über einen Exzenter (15) an der Bodenplatte (3) gelagert ist.
6. Fahrgestell nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Exzenter (15)
mit einem Betätigungshebel (6) starr verbunden ist in der Weise, daß zur Abstützung
des Bodenplattenendes durch das zweite Fahrrollenpaar (5,5) der Betätigungshebel (16)
an der Bodenplatte (3> abgestützt ist und die Fahrachse (18) des zweiten Fahrrollenpaares
(5,5) schräg unterhalb der Exzenderachse (20) liegt, um die der Betätigungshebel (16)
schwenkbar ist.
7. Fahrgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollendurchmesser
des dritten Fahrrollenpaares (6,6) größer ist als der Rollendurchmesser des ersten
und zweiten Fahrrollenpaares (4,4 und 5,5).