[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen eines Ziegels gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. auf ein Verfahren zum Herstellen eines Ziegels
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] In der Bauindustrie gehen heutzutage die Bestrebungen insbesondere dahin, die notwendige
Arbeitszeit für die manuell zu verrichtenden Arbeiten, beispielsweise das Mauern von
Wänden, zu verkürzen, um dadurch die Baukosten gering zu halten bzw. zu senken. Zu
diesem Zweck werden üblicherweise Bausteine, beispielsweise Lochziegel, als Großblockziegel
mit relativ großen Abmessungen verwendet. Derartige großformatige Ziegel bringen allerdings
den Nachteil mit sich, daß sie aufgrund ihrer Abmessungen und ihres Gewichtes nur
schwer handhabbar sind.
[0003] Um die Handhabbarkeit der Ziegel zu verbessern, ist es bekannt, an zumindest einer
Seitenfläche des Ziegels eine Griffhilfe in Form einer Vertiefung auszubilden. Wenn
der Ziegel mittels eines Preß- oder Gießverfahrens hergestellt wird, kann die Vertiefung
in einfacher Weise dadurch ausgebildet werden, daß die Preß- oder Gießform entsprechend
ausgestaltet wird. Allerdings hat sich die Herstellung von Ziegeln mittels eines Strangpreß-Verfahrens
als wirtschaftlich vorteilhaft gegenüber einem Preß- oder Gießverfahren erwiesen.
Bei der Anwendung eines Strangpreß-Verfahrens treten jedoch Probleme bei der Ausbildung
von diskontinuierlichen Vertiefungen in dem kontinuierlichen Strangkörper auf.
[0004] Zur Lösung dieser Probleme ist versucht worden, die Vertiefungen aus dem Strangkörper
mittels einer speziellen Schneidvorrichtung herauszuschneiden, was jedoch neben dem
relativ hohen konstruktiven Aufwand für die Schneidvorrichtung und deren Steuerung
auch insbesondere hinsichtlich des Materialverlustes der herausgeschnittenen Bereiche
nachteilig ist.
[0005] Auch das Ausbilden der Vertiefung nach der Fertigstellung, d.h. dem Brennen, der
Ziegel mittels eines Schleif- oder Fräsvorganges hat sich u.a. als sehr zeitaufwendig
und somit kostenintensiv erwiesen.
[0006] In dem DE-GM 87 00 438 ist vorgeschlagen worden, in den plastisch verformbaren Strangkörper
nach dessen Extrudierung mittels eines oder mehrerer Druckstempel unter Materialverdrängung
eine Vertiefung hineinzudrücken. Zu diesem Zweck ist eine spezielle Druckvorrichtung
mit einer Rahmenkonstruktion vorgesehen, die neben einem relativ hohen konstruktiven
Aufwand und somit einem großen Bauraum auch eine aufwendige Steuerung erfordert. Darüber
hinaus kommt es aufgrund der Materialverdrängung in der Struktur des Lochziegels zu
Inhomogenitäten und die Stege des Lochmusters des Ziegels können infolge der Materialverdrängung
gestört werden, was zu Beeinträchtigungen in der Funktion der Lochziegel führen kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum
Herstellen eines Ziegels, insbesondere eines Lochziegels, zu schaffen, mit der bzw.
dem die als Griffhilfe dienende Vertiefung in einfacher und zuverlässiger Weise ausbildbar
ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich der Vorrichtung durch die Merkmale
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 sowie hinsichtlich des Verfahrens durch die
Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 8 gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß wird von dem bisher angewandten Konzept, zuerst einen Strangkörper
mit gleichförmiger Kontur auszubilden und dann in diesen eine Vertiefung einzubringen,
abgegangen. Stattdessen wird der Strangkörper zur Ausbildung der Vertiefung mit zeitweilig
veränderter Kontur extrudiert, so daß die Vertiefungen bereits bei der Formgebung
des Strangkörpers in diesem ausgebildet werden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, den
Querschnitt der Öffnung des Mundstückes, durch die hindurch der Strangkörper extrudiert
wird, veränderbar auszugestalten. Somit ist erfindungsgemäß erreicht, daß bei der
Herstellung des Strangkörpers in den Bereich der Vertiefung kein Material gelangt,
wodurch ein Herauslösen von Material bzw. ein Verdrängen von Material für die Ausbildung
der Vertiefung nicht notwendig ist. Eine Störung der Struktur der Stege bei Lochziegeln
ist auf diese Weise ebenfalls zuverlässig verhindert.
[0010] Es ist vorteilhaft, zur Veränderung des Querschnittes der Öffnung des Mundstückes
verstell- bzw. verfahrbare messerartige Blenden vorzusehen. Wenn die messerartigen
Blenden ausgefahren sind, d.h. wenn sie den Querschnitt der Öffnung des Mundstückes
zum Zwecke der Ausbildung der Vertiefungen verringern, wird das Material im Randbereich
der Öffnung des Mundstückes zurückgehalten, so daß der Strangkörper mit einem um die
Vertiefungen verringerten Querschnitt extrudiert wird. Wenn die messerartigen Blenden
zurückgezogen sind, d.h. wenn sie den Querschnitt der Öffnung am stromabseitigen Ende
des Mundstükkes stromab den bei Lochziegeln zur Ausbildung der Lochung erforderlichen
Kernen nicht mehr verringern, wird der Strangkörper wieder mit seiner ursprünglichen
Kontur ohne Vertiefungen ausgebildet. Dabei hat sich gezeigt, daß in dem sich bei
ausgefahrener Blende hinter dieser aufstauenden Material eine innere Spannung erzeugt
wird, die bewirkt, daß die in Extrudierrichtung hintere Wand der Vertiefung nach dem
Zurückziehen der Blende eine konvexe Form erhält, was zusätzliche ergonomische Vorteile
bei der Handhabung des Ziegels mit sich bringt.
[0011] Auf diese Weise ist erfindungsgemäß erreicht, daß die als Griffhilfe dienenden Vertiefungen
mit einem nur geringen konstruktiven Aufwand, ohne Materialverlust und unter Vermeidung
von Inhomogenitäten in dem Ziegel ausgebildet werden können.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Weitere Anwendungen und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen ersichtlich. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer Vorrichtung zum Herstellen eines Lochziegels, wobei
die messerartigen Blenden in ihrer zurückgezogenen Position angeordnet sind,
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Richtung des dortigen Pfeils
11,
Fig. 3 eine der Fig. 1 im wesentlichen entsprechende Vorderansicht einer Vorrichtung
zum Herstellen eines Lochziegels, wobei die messerartigen Blenden in ihrer ausgefahrenen
Position angeordnet sind,
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig. 3 in Richtung des dortigen Pfeils
IV und
Fig. 5 eine Darstellung einer in dem bereits abgelängten Strangkörper ausgebildeten
Vertiefung.
[0014] In den Fig. 1 und 2 ist ein Mundstück 10 einer Strangpreßvorrichtung gezeigt, das
eine im wesentlichen rechteckige Öffnung 17 aufweist. Mittels der an sich bekannten
und deshalb nicht näher dargestellten Strangpreßvorrichtung wird durch die Öffnung
17 des Mundstückes 10 hindurch ein im wesentlichen kontinuierlich ausgebildeter Strangkörper
18 extrudiert, dessen Querschnitt bzw. Kontur dem Querschnitt der Öffnung 17 des Mundstükkes
10 entspricht. Der Querschnitt der Öffnung 17 des Mundstückes 10 ist nicht auf eine
rechteckige Form beschränkt, vielmehr können auch andere Querschnittsformen, beispielsweise
eine Trapezform oder eine mehrseitige Polygonform, Anwendung finden. Die Extrudierrichtung
A des Strangkörpers 18 ist in Fig. 2 dargestellt und verläuft in Fig. 1 senkrecht
zur Zeichenebene.
[0015] An oder nahe dem Mundstück 10 sind gemäß den Fig. 1 und 2 zwei Hydraulik- bzw. PneumatikZylinder
12 oder entsprechend wirkende Elektromagnete angeordnet, die jeweils einen Kolben
14 aufweisen. An dem freien Ende der Kolben 14 ist jeweils eine messerartige Blende
16 befestigt, deren Schneide 16a der Öffnung 17 des Mundstükkes 10 zugewandt ist.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwar zwei Zylinder 12 und zwei messerartige
Blenden 16 vorgesehen, es kann jedoch auch nur eine messerartige Blende 16 mit dem
entsprechenden Zylinder 12 vorgesehen sein, falls z.B. die Ausbildung nur einer Griffhilfe
gewünscht ist. Entsprechend können auch auf einer Seite oder auf mehreren Seiten der
Öffnung 17 des Mundstückes 10 eine oder mehrere messerartige Blenden 16 vorgesehen
sein. Dabei können im Bedarfsfall auch mehrere messerartige Blenden 16 mit nur einem
einzigen Zylinder 12 gekoppelt sein.
[0016] Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die messerartigen
Blenden 16 an zwei entgegengesetzten bzw. diametral gegenüberliegenden Seitenabschnitten
der Öffnung 17 des Mundstückes 10 angeordnet, so daß mit der gezeigten Vorrichtung
an gegenüberliegenden Seitenflächen des Strangkörpers 18 jeweils eine Griffhilfe ausgebildet
werden kann.
[0017] Die Zylinder 12 sind mittels einer nicht gezeigten Steuervorrichtung verbunden, so
daß der Kolben 14 zusammen mit der messerartigen Blende 16 relativ zu dem Zylinder
12 bewegbar ist. Auf diese Weise kann eine stufenlose Verstellbarkeit der messerartigen
Blenden 16 relativ zu der Öffnung 17 des Mundstückes 10 erreicht werden.
[0018] Die messerartigen Blenden 16 sind von plattenartigen Bauteilen, beispielsweise Metallplatten,
gebildet, deren Plattenebene im wesentlichen mit derjenigen Ebene zusammenfällt, in
der der Strangkörper 18 aus dem Mundstück 10 austritt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich
ist, können die messerartigen Blenden 16 im wesentlichen senkrecht zur Extrudierrichtung
A bewegt werden.
[0019] Gemäß den Fig. 1 und 2 sind die messerartigen Blenden 16 in ihrer zurückgezogenen
Stellung angeordnet, in der sie die Öffnung 17 des Mundstückes 10 nicht überlagern.
Wenn in diesem Zustand der Strangkörper 18 extrudiert wird, stimmt dessen Querschnitt
und Kontur mit dem Querschnitt bzw. der Kontur der Öffnung 17 des Mundstückes 10 überein,
d.h. der Strangkörper 18 weist einen rechteckigen Querschnitt auf.
[0020] Wenn in dem Strangkörper 18 die als Griffhilfe dienenden Vertiefungen 20 ausgebildet
werden sollen, werden die messerartigen Blenden 16 mittels der Zylinder 12 in eine
ausgefahrene Position bewegt, wie sie in den Figuren 3 und 4 dargestellt ist. Dabei
dringen die Schneiden 16a der messerartigen Blenden 16 in den im Beispielsfalle mit
Lochung bereits voll ausgebildeten Strangkörper 18 ein und überlagern die rechteckige
Öffnung 17 des Mundstückes 10, so daß der Querschnitt, durch den hindurch der Strangkörper
18 im folgenden extrudiert wird, zwangsweise verändert ist. Somit kann auch der Querschnitt
und die Kontur des Strangkörpers 18 zeitweilig verändert werden. In die von den messerartigen
Blenden 16 abgedeckten Bereiche der Öffnung 17 des Mundstückes 10 gelangt dabei kein
Material, so daß in dem Strangkörper 18 die Vertiefungen 20 ausgebildet werden. Wenn
die gewünschte Abmessung der Vertiefungen 20 in Extrudierrichtung A erreicht ist,
werden die messerartigen Blenden 16 zurückgezogen, so daß der Strangkörper 18 im folgenden
wieder mit dem von der Öffnung 17 des Mundstückes 10 bestimmten rechteckigen Querschnitt
extrudiert wird.
[0021] In einem nicht gezeigten weiteren Bearbeitungsschritt wird von dem Strangkörper 18
mittels einer Ablängvorrichtung, die zur Bestimmung der Höhenlage der Vertiefung im
fertigen Ziegel mit der Blendenbewegung synchronisiert ist, ein Ziegel einer gewünschten
Länge abgelängt und einer Fertigbearbeitung zugeführt.
[0022] Solange sich die messerartigen Blenden 16 in ihrer ausgefahrenen Stellung befinden
und das Material zurückhalten, wird in dem sich hinter der messerartigen Blende 16
aufstauenden fließfähigen Material eine innere Durckspannung erzeugt, die bewirkt,
daß das Material im Abstand in Strömungsrichtung vor der Blende 16 zu einem Teil auch
seitlich abgelenkt wird, sich also in der zeichnerischen Darstellung in die Bereiche
oberhalb und unterhalb der Blende 16 "verdrückt". Das plötzliche Zurückziehen der
Blende 16 hat zur Folge, daß die in Extrudierrichtung A hintere Wand 22 der Vertiefung
20 nach dem Zurückziehen der messerartigen Blende 16 unter Abbau der Druckspannungen
zurückfedert und eine konvexe Form erhält, wie es in Fig. 5 dargestellt ist. Diese
konvexe Form der Wand 22 der Vertiefung 20 bringt ergonomische Vorteile bei der Handhabung
des Ziegels, wenn diese Wand zum Ergreifen des Ziegels oben liegt.
[0023] Die Eindringtiefe der Blende 16 in das Material kann zur Erziehung einer günstigen
Grifftiefe so groß gewählt werden, daß die Dicke des Außenstegs bei Lochziegeln überschritten
wird und die Lochung im Grund der Vertiefung freiliegt. Da das Material bei Berührung
mit der Blende 16 noch sehr plastisch ist, werden störende Grate oder verletzungsgefährlich
scharfe Kanten - anders als etwa beim Fräsen nach dem Brennen - nicht gebildet.
[0024] Mit der beschriebenen Vorrichtung kann auch eine Veränderung der Form der Vertiefung
20 in einfacher Weise erreicht werden. Um die Abmessung oder den Rapport der Vertiefung
20 in Extrudierrichtung A zu verändern, ist es lediglich notwendig, die Zeitdauer,
in der sich die messerartigen Blenden 16 in ihrer ausgefahrenen Stellung befinden,
zu verändern. Um eine Veränderung der Abmessung der Vertiefung 20 in der gemäß den
Fig. 1 und 3 senkrechten Richtung zu erreichen, muß lediglich eine andere messerartige
Blende 16 an dem entsprechenden Kolben 14 angebracht werden. Zu diesem Zwecke ist
es sinnvoll, die messerartigen Blenden 16 über eine leicht lösbare Spann- oder Schraubvorrichtung
mit dem Kolben 14 zu koppeln, so daß eine schnelle Auswechselbarkeit erreicht werden
kann.
[0025] Die Erfindung kann auch dazu genutzt werden, im Sinne einer Strömungsbremse den Stranglauf
zu regulieren, um z.B. unsymetrische Ziegel für Gewölbe oder dgl. zu erzeugen. Hierzu
kann statt einer Blende 16 ein geeignet geformter und in Extrudierrichtung A an geeigneter
Stelle angeordneter Bremsvorsprung verwendet werden, wie und wo er in ortsfester Anordnung
bereits bekannt ist. Durch Zurückziehen und Vorschieben des Bremsvorsprungs kann die
einseitige Abbremsung des Strangs selektiv ab- und zugeschaltet werden.
[0026] Vorstehend ist nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert worden. Es liegt
jedoch für den Fachmann auf der Hand, daß zahlreiche Abwandlungen ausführbar sind,
ohne den Rahmen und den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen.
1. Vorrichtung zum Herstellen eines Ziegels, der an zumindest einer Seitenfläche mit
einer Griffhilfe in Form einer Vertiefung versehbar ist, mit einem Mundstück mit einer
Öffnung, durch die hindurch ein Rohmaterial in einem Strangpreßvorgang extrudierbar
und in einen Strangkörper formbar ist, einer Vorrichtung, mittels der die insbesondere
als Griffhilfe dienende Vertiefung in dem Strangkörper ausbildbar ist, und einer Ablängvorrichtung,
mittels der der Ziegel von dem Strangkörper ablängbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung zur Ausbildung der Vertiefung (20) eine Einrichtung zur Änderung
des Querschnittes der Öffnung (17) des Mundstükkes (10) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Änderung
des Querschnittes der Öffnung (17) des Mundstückes (10) von zumindest einer messerartigen
Blende (16) gebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die messerartige Blende
(16) im wesentlichen in derjenigen Ebene angeordnet ist, in der der Strangkörper (18)
aus dem Mundstück (10) austritt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die messerartige
Blende (16) stufenlos verstellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die messerartige
Blende (16) mittels eines Kraft-Zylinders (12) wie Hydraulik- oder Pneumatikzylinder,
oder mittels eines Elektromagneten bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die messerartige
Blende (16) im wesentlichen senkrecht zur Extrudierrichtung (A) bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
messerartige Blenden (16) an diametral gegenüberliegenden Abschnitten der Öffnung
(17) des Mundstückes (10) angeordnet sind.
8. Verfahren zum Herstellen eines Ziegels, der an zumindest einer Seitenfläche eine
Griffhilfe in Form einer Vertiefung aufweist,
wobei ein Rohmaterial in einem Strangpreßvorgang durch eine Öffnung eines Mundstückes
extrudiert und in einen Strangkörper geformt wird und
wobei die als Griffhilfe dienende Vertiefung in dem Strangkörper ausgebildet sowie
der Ziegel von dem Strangkörper abgelängt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Strangkörper
(18) zur Ausbildung der Vertiefung (20) mit zeitweilig veränderter Kontur extrudiert
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Öffnung
(17) des Mundstückes (10) zur Änderung der Kontur des Strangkörpers (18) verändert
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Öffnung
(17) des Mundstückes (10) infolge der Verstellung von messerartigen Blenden (16) zeitweilig
verkleinert wird.