[0001] Die Erfindung betrifft einen Laser-Impulssender für eine Waffe gemäss Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Aus der US-PS 3 938 262 ist ein Laser-Impulssender der eingangs genannten Art bekannt.
Als Schalter zum Auslösen des Laser-Impulssenders sowie als Stromquelle dient ein
piezoelektrischer Wandler. Daraus ergeben sich die Nachteile, dass für eine ausreichende
Stromversorgung der Wandler relativ gross sein muss und andererseits eine erhebliche
Schlagkraft erforderlich ist. Die grosse Bauweise beschränkt den Laser-Impulssender
auf Waffen grossen Kalibers. Die hohe Schlagkraft kann überdies zu einer Beschädigung
des Impulssenders und/oder des Schlagbolzens und damit der Waffe führen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Laser-Impulssender so auszubilden, dass die erwähnten
Nachteile vermieden werden.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Da der piezoelektrische Wandler nur als Schalter benutzt wird, genügen sehr kleine
Stromstösse zur Auslösung des Schaltkreises und damit zum Aussenden des Laser-Signals.
Der Wandler kann deshalb sehr klein gehalten und die Schlagkraft des Schlagbolzens
reduziert bzw. entsprechend gedämpft werden. Dies führt wiederum zu einer Schonung
des Laser-Impulssenders wie der Waffe. Durch die kleine Bauweise ist auch ein Einsatz
in kleinkalibrigen Waffen möglich.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Laser-Impulssenders sind in den Ansprüchen 2 bis
10 beschrieben.
[0007] Für die Anordnung des piezoelektrischen Wandlers gibt es verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten.
Besonders vorteilhaft ist jedoch eine Ausbildung nach Anspruch 2 und die Weiterbildung
nach Anspruch 3. Letztere verhindert besonders wirksam eine Beschädigung des piezoelektrischen
Wandlers und eine zu hohe Spannung beim Auslösen durch den Schlagbolzen einer Waffe.
[0008] Die Schaltung und deren Anordnung kann in verschiedener Form ausgebildet und in einer
Hülse angeordnet sein. Eine sehr zweckmässige Lösung beschreibt Anspruch 4, da dann
keine zusätzlichen mechanischen Haltevorrichtungen erforderlich sind, sondern die
Printplatte im Zylinder der Hülse gehaltert ist. Gegebenenfalls können Batterien auch
auf beiden Seiten der Printplatte angeordnet sein.
[0009] Um die Treiberschaltung möglichst klein zu halten, ist es zweckmässig, sie nach Anspruch
5 auszugestalten. Eine noch kleinere Bauweise ermöglicht die Ausbildung nach Anspruch
6. Eine hohe Schussleistung bei geringstem Stromverbrauch ermöglicht eine Ausgestaltung
nach Anspruch 7. Besonders vorteilhaft ist jedoch auch eine Weiterbildung nach Anspruch
8, die es einerseits ermöglicht, insbesondere auf lange Distanzen Fremdlicht auszuschalten
und andererseits differenziertere Empfangsmöglichkeiten an der Zielscheibe gestattet.
[0010] Der Laser-Kollimator kann gemäss Anspruch 9 am vorderen Ende des Einsatzes angeordnet
sein, wobei dies nur für Waffen eines bestimmten Kalibers möglich ist. Für Kleinkalibrigere
Waffen ist die Ausbildung nach Anspruch 10 besonders geeignet.
[0011] Der Laser-Impulssender-Einsatz kann für die verschiedensten Waffen ausgestaltet sein,
d.h. die Form der jeweils erforderlichen Patrone aufweisen.
[0012] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung werden nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher beschrieben, dabei zeigen:
Figur 1 einen Laser-Impulssender im Längsschnitt;
Figur 2 den Laser-Impulssender im Schnitt 11-11 der Figur 1;
Figur 3 den Laser-Impulssender im Schnitt 111-111 der Figur 1;
Figur 4 das Schaltschema des Laser-Impulssenders der Figur 1;
Figur 5 einen weiteren Schalter für den Laser-Impulssender im Längsschnitt und in
grösserem Massstab;
Figur 6 einen weiteren Laser-Impulssender im Längsschnitt.
[0013] Der in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Laser-Impulssender weist ein Einsatz-Gehäuse
in der Form der Patrone einer Waffe auf, das eine Hülse 2 mit einem vorderen Halter
4 und einem hinteren Halter 6 enthält. Der hintere Halter 6 ist mit der Hülse 2 einteilig
ausgebildet und dient zur Aufnahme eines Schalters 8 des Laser-Impulssenders. Dieser
enthält einen piezoelektrischen Wandler, vorzugsweise eine Piezokeramik 10 und ist
in einer Ausnehmung 12 des Halters 6 gelagert. Hierzu ist die Piezokeramik 10 zwischen
zwei Metallplatten 14 und 16 angeordnet, die jeweils einen Leiter 18 und 20 der Piezokeramik
aufweisen. Die äussere Metallplatte 16 besteht vorzugsweise aus gehärtetem Stahl,
um eine Beschädigung der Piezokeramik 10 durch den Schlagbolzen einer Waffe zu verhindern.
Eine äussere Platte 22 dient zur Absicherung der Anordnung im hinteren Halter 6 der
Hülse. Der vordere Halter 4 ist abnehmbar an der Hülse 2 angeordnet und mittels einer
Stiftschraube 24 gesichert. Am vorderen Ende des Halters 4 trägt dieser in einer Ausnehmung
26 einen Laser-Kollimator. Die zum Anschluss des Laser-Kollimators 28 dienenden Leitungen
30 verlaufen durch den Halter 4.
[0014] Zwischen den Haltern 4 und 6 ist eine Kammer 32 gebildet, in der eine Printplatte
34 angeordnet ist, deren Breite dem Innendurchmesser der Hülse 2 und deren Länge der
Länge der Kammer 32 entspricht. Auf der einen Seite der Printplatte 34 ist eine Stromquelle
36 aus zwei Batterien angeordnet und auf der gegenüberliegenden Seite eine Treiberschaltung
38 für den Laser-Kollimator 28.
[0015] Die Figur 4 zeigt das Schaltbild des Laser-Impulssenders, wobei mit Ausnahme der
Bauteile: Piezokeramik 10, Laser-Kollimator 28 (Typ CQL75A/D 2,5 mW Philips), sowie
die Stromquelle 36 (beispielsweise 1 oder 2 Lithium-Batterien BR 211, 3V, 5,4 mAh),
alle übrigen Bauteile als SMD-Komponenten auf der Printplatte 34 enthalten sind. Dies
betrifft insbesondere die IC-Komponenten 40, Transistoren 42, Widerstände 44 und Kondensatoren
46. Der Kondensator 46a liefert die zum Zünden des Laser-Kollimators 28 erforderliche
höhere Stromstärke. Die der Printplatte zugeordneten Bauteile sind über Steckverbindungen
48 angeschlossen.
[0016] Die Treiberschaltung ist so ausgelegt, dass sie beispielsweise einen Schussimpuls
von 10 Mikrosekunden erzeugt. Mit dem gezeigten Laser-Impulssender können mehr als
eine Million Schuss abgegeben werden.
[0017] Im Gegensatz zum gezeigten Ausführungsbeispiel ist es auch noch möglich, den Laser-Impulssender
so auszugestalten, dass der Schussimpuls moduliert ist, um insbesondere beim Schiessen
auf grössere Distanz Fremdlichteinflüsse auszuschalten und/oder eine Zielscheibenvorrichtung
zu betreiben, die modulierte Schussimpulse erfordert. Ein entsprechender Modulator
50 ist gestrichelt in der Schaltung gemäss Figur 4 angedeutet.
[0018] In Abwandlung des gezeigten bzw. beschriebenen Ausführungsbeispieles ist es auch
möglich, die als Stromquelle dienenden Batterien beidseits der Printplatte anzuordnen.
Eine weitere Miniaturisierung der Treiberschaltung ist bei deren Ausbildung in Hybridtechnik
möglich.
[0019] Die Figur 5 zeigt einen weiteren vorteilhaften Schalter 52 für den Laser-Impulssender.
Der Schalter enthält ein in eine Ausnehmung des Halters 6 der Hülse 2 einsetzbares
Schaltergehäuse 54 aus Kunststoff, in das ein topfförmiger Deckel 56 aus Kunststoff
eingesetzt ist, welcher eine zentrale Oeffnung 58 zur Aufnahme einer Stahlkugel 60
aufweist, auf die der Schlagbolzen der Waffe beim Abfeuern derselben auftrifft. Die
Stahlkugel 60 stützt sich nach innen auf einem vorzugsweise vorgespannten elastischen
Ring 62 ab, der auf einer Stahlplatte 64 aufliegt, unter der eine Piezokeramik 66
angeordnet ist, die sich nach innen auf einer weiteren Platte 68 abstützt. Beidseits
der Piezokeramik 66 sind Kontaktscheiben 70,72 mit Lötfahnen 74,76 vorhanden, die
nach dem Zurückbiegen die Verbindung zum Schaltkreis des Laser-Impulssenders herstellen.
Durch diese Ausbildung des Schalters wird die Schlagenergie des Schlagbolzens so stark
abgebremst, dass einerseits Beschädigungen des Schalter, insbesondere der Piezokeramik,
sowie des Schlagbolzens und andererseits eine zu hohe Spannung der Piezokeramik verhindert
werden.
[0020] Die Figur 6 zeigt einen weiteren Laser-Impulssender, der auf einer Seite des Gehäuses
den in Figur 5 gezeigten Schalter 52 enthält. Das Gehäuse 78 bildet wiederum eine
Kammer 80, in der anschliessend an den Schalter 52 eine Printplatte 82 mit Treiberschaltung
und Batterie analog dem Beispiel der Figur 1 angeordnet sind. Die Printplatte 82 nimmt
jedoch nur einen Abschnitt der Kammer 80 ein, wobei sich gegen das vordere Ende des
Gehäuses ein Laser-Kollimator 84 an die Printplatte 82 anschliesst. Den vorderen Abschluss
des Gehäuses 78 bildet ein Zentriereinsatz 86, der in den Lauf einer Waffe einsetzbar
ist und zur Zentrierung des Laser-Impulssenders dient. Der Zentriereinsatz 86 enthält
am vorderen Ende eine Lochblende 88, um den Laserstrahl zur Achse der Waffe auszurichten.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0021]
1 Einsatz-Gehäuse
2 Hülse
4 Halter, vorne
6 Halter, hinten
8 Schalter
10 Piezokeramik
12 Ausnehmung
14 Metallplatte
16 Metallplatte
18 Leiter
20 Leiter
22 Platte
24 Stiftschraube
26 Ausnehmung
28 Laser-Kollimator
30 Leitung
32 Kammer
34 Printplatte
36 Stromquelle
38 Treiberschaltung
40 IC-Komponente
42 Transistor
44 Widerstand
46 Kondensator
46a Kondensator
48 Steckverbindung
50 Modulator
52 Schalter
54 Schaltergehäuse
56 Deckel
58 Oeffnung
60 Stahlkugel
62 elastischer Ring
64 Stahlplatte
66 Piezokeramik
68 Platte
70 Kontaktscheibe
72 Kontaktscheibe
74 Lötfahne
76 Lötfahne
78 Gehäuse
80 Kammer
82 Printplatte
84 Laser-Kollimator
86 Zentriereinsatz
88 Lochblende
1. Laser-Impulssender für eine Waffe, mit einem in eine Waffe einsetzbaren Einsatz,
mit einem Laser-Kollimator (28,84) und einem von einem Schlagbolzen betätigbaren piezoelektrischen
Wandler (10,66), wobei der Einsatz im wesentlichen die Form und Grösse der für eine
Waffe geeigneten Patrone aufweist, derart, dass er an deren Stelle in das Patronenlager
einer Waffe einsetzbar ist und sämtliche zur Funktion erforderlichen Bauteile enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische Wandler (10,66) lediglich als Schalter
(8,52) ausgebildet ist und zur Stromversorgung eine Batterie (36) vorhanden ist.
2. Laser-Impulssender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische
Wandler (10,66) zwischen zwei als Anschlüsse dienende Metallplatten (14,16,64,68)
angeordnet ist, von denen die äussere vor zugsweise aus gehärtetem Stahl besteht.
3. Laser-Impulssender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der piezoelektrische
Wandler eine nach aussen weisende Stahlkugel (60) aufweist, die sich nach innen an
einem elastischen, vorzugsweise vorgespannten Ring (62) abstützt, der über einer Abdeckung
(64) der Piezokeramik (66) angeordnet ist.
4. Laser-Impulssender nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
er eine in Längsrichtung einer Hülse (2) verlaufende Printplatte (34) mit einer Breite
aufweist, die dem Innendurchmesser der Hülse (2) entspricht, wobei vorzugsweise die
Batterie (36) auf der einen Seite der Printplatte (34) und eine Treiberschaltung (38)
auf der anderen Seite angeordnet sind.
5. Laser-Impulssender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Treiberschaltung
(38) aus SMD-Komponenten aufgebaut ist.
6. Laser-Impulssender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Treiberschaltung
(38) in Hybridtechnik ausgebildet ist.
7. Laser-Impulssender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Treiberschaltung
(38) einen Kondensator (46a) zum Zünden des Laser-Kollimators (28) aufweist.
8. Laser-Impulssender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Treiberschaltung
(38) einen Modulator (50) für den Laser-Kollimator (28) aufweist.
9. Laser-Impulssender nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
er einen am vorderen Ende des Einsatzes angeordneten, in den Lauf der Waffe ragenden
Laser-Kollimator (28) aufweist.
10. Laser-Impulssender nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
das Einsatz-Gehäuse (1) eine an beiden Enden jeweils durch einen Halter (4,6) abgeschlossene
Hülse (2) aufweist, wobei in der zwischen den Haltern (4,6) gebildeten Kammer (80)
die Batterie und eine Printplatte (82) mit der Treiberschaltung sowie der Laser-Kollimator
(84) angeordnet sind und das vordere Ende der Hülse einen in den Lauf einer Waffe
ragenden Zentriereinsatz (86) enthält, an dessen vorderen Ende eine Lochblende (88)
für den Laserstrahl angeordnet ist.