[0001] Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für einen Getränkeflaschenkasten, insbesondere
für einen Bierkasten, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
[0002] Für die Aufbewahrung von Flaschen für Getränke, wie Bier, werden sehr häufig Kästen
benutzt, die von oben her zugänglich sind. Derartigen Kästen können die zur Aufbewahrung
eingestellten Flaschen leicht von oben her entnommen werden. Dabei sind die Flaschen
jedoch auch häufig unbefugten Personen, z.B. Kindern, zugänglich. Bei alkoholischen
Getränken kann diese Möglichkeit fatale Folgen haben.
[0003] Aus der DE-A-36 16 032 ist eine plattenförmige Abdeckung für die Flaschen in einem
Getränkeflaschen-Kasten bekannt. Diese Abdekkung soll so ausgestaltet sein, daß sie
zwar nicht ohne weiteres abgehoben werden kann und damit ein Schutz des Kasteninhalts
gegen Diebstahl gegeben ist; der aus Pappe bestehende Sicherheitsmechanismus, eine
Sicherheitszunge, ist jedoch leicht entfernbar. Außerdem sollen sämtliche Flaschen
durch die vorbekannte Abdeckung sichtbar sein, was ebenfalls zur leichten Zugänglichkeit
führt.
[0004] Eine derartige Abdeckung ist deshalb nicht geeignet, einer unbefugten Person länger
Widerstand zu leisten, so daß sich hier insbesondere Kinder schnell Zugang zu dem
Inhalt der Flaschen verschaffen können.
[0005] Aus der CH-A-345 589 ist eine Verriegelungsvorrichtung zwischen dem Körper eines
Müllbehälters und seinem an ihm scharnierartig angehängten Deckel bekannt, bei dem
an dem Deckel ein Handgriff befestigt ist, der bei seiner Verstellung einen Verriegelungsriegel
betätigt, der seinerseits in seiner Verriegelungsstellung in einen Schlitz des Müllbehälterkörpers
eingreift.
[0006] Weiterhin geht aus dem DE-U-90 00 974 eine Haushaltsbox aus Kunststoff hervor, die
mit einem integrierten, abnehmbaren Deckel versehen ist. Haushaltsbox und Deckel können
durch Ansätze, die in schlitzförmigen Aufnahmen eingerastet werden können, miteinander
verriegelt werden.
[0007] Das DE-U-343 737 zeigt einen verschließbaren Deckel für stapelbare Transportkästen,
bei dem der Deckel einen rechtwinklig abgebogenen Rand und einen nach innen abgebogenen
Streifen aufweist, der unter den entsprechend nach außen überkragenden Rand des Kastens
greift. Hierbei müssen jedoch speziell gefertigte Deckel verwendet werden.
[0008] Eine Abdeckung für einen Getränkeflaschenkasten, insbesondere einen Bierkasten, der
angegebenen Gattung geht schließlich aus dem DE-U-87 04 512 hervor und weist einen
im wesentlichen plattenförmigen Deckel und auf zwei gegenüberliegenden Seiten Vorsprünge
auf, die unter den oberen Rand der Grifföfffnungen des Kastens einrasten. Zur Aufhebung
der Verrastung muß eine relativ große Kraft aufgewandt werden, so daß sich eine Art
Kindersicherung ergibt.
[0009] Nachteilig ist jedoch, daß sich die Abdeckung im Prinzip immer von dem Kasten lösen
läßt, also die Flaschen in dem Kasten immer zugänglich sind.
[0010] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckung für einen Getränkeflaschenkasten,
insbesondere einen Bierkasten, der angegebenen Gattung zu schaffen, die die oben erwähnten
Nachteile nicht aufweist. Insbesondere soll eine Abdeckung vorgeschlagen werden, die
zuverlässig unbefugten Personen, insbesondere Kindern, den Zugang zu dem Kasten verwehrt,
kostengünstig hergestellt werden kann und sich leicht handhaben läßt.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0012] Zweckmäßige Ausführungsformen dieser Abdeckung werden durch die Merkmale der Unteransprüche
definiert.
[0013] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile beruhen darauf, daß der plattenförmige Deckel
so mit einem üblichen, auf dem Markt erhältlichen Getränkeflaschenkasten, zum Beispiel
einem Bierkasten, kombiniert werden kann, daß sich diese Verbindung entweder nur durch
Zerstörung des Verschlusses lösen läßt oder man sofort erkennen kann, daß Unbefugte
die Abdeckung geöffnet haben.
[0014] Benutzt man beispielsweise eine Plombe, ein Siegel oder ein ähnliches Verschlußelement,
so muß dieses Verschlußelement zerstört werden, was man sofort erkennen kann.
[0015] Als Alternative hierzu läßt sich die Abdeckung auch mittels eines üblichen Bügelschlosses
mit dem Kasten verbinden, so daß das Abnehmen der Abdeckung nur durch Öffnen dieses
Schlosses möglich ist.
[0016] Vorteilhafterweise ist die Abdeckung mit mindestens einem Sichtloch versehen, um
es zu ermöglichen, von oben, zu erkennen, welchen Inhalt der Kasten hat, wobei das
bzw. die Sichtlöcher klein genug sein sollten, damit die in dem Behälter befindlichen
Flaschen nicht durch diese Sichtlöcher, z.B. von Kinderhänden, entnommen werden können.
[0017] Um Material bei der Herstellung der Abdekkung zu sparen, aber auch um eine gute Durchlüftung
des Kastens zu garantieren, ist es von Vorteil, wenn die Abdeckung aus einer gitterförmigen
Anordnung von Streben oder dergleichen, insbesondere einem Gitterrost mit einem Rahmen,
besteht, wobei die Eingriffsteile bzw. der Verschlußmechanismus an dem Rahmen ausgebildet
sind.
[0018] Besonders einfach läßt sich die erfindungsgemäße Abdeckung aus einem Kunststoffmaterial,
insbesondere Polyethylen oder Hartplastik, herstellen. Diese Materialien haben auch
den Vorteil, daß sie sich praktisch nicht abnutzen.
[0019] Es ist zudem von Vorteil, wenn die erfindungsgemäße Abdeckung eine Fläche oder eine
Tafel aufweist, auf der ein Hinweis auf den Inhalt des Behälters angebracht ist. Auf
diese Weise ist es möglich, z.B. Kindern, einen Hinweis darauf zu geben, daß der Inhalt
des Behälters nicht für sie bestimmt ist. Ein Nebenaspekt ergibt sich daraus, die
Fläche bzw. die Tafel gleichzeitig für Werbezwecke zu verwenden.
[0020] Um die Einfachheit der Handhabung der erfindungsgemäßen Abdeckung zu garantieren,
ist es sehr von Vorteil, wenn Kästen mit der erfindungsgemäßen Abdeckung in der korrekten
Abdeckposition am Kasten mit anderen Kästen vom gleichen Typ, z.B. Bierkästen mit
im wesentlichen gleichen Abmessungen, stapelbar sind, wobei die anderen Kästen sowohl
mit als auch ohne Abdeckung verwendet werden können.
[0021] Auf diese Weise ist es z.B. möglich, daß Bierkästen unmittelbar nach der Abfüllung
der Flaschen und ihrer Aufnahme in einen Bierkasten mit der erfindungsgemäßen Abdeckung
versehen und trotzdem eine Vielzahl der derart abgedeckten Kästen auf Paletten übereinander
gestapelt werden können. Zu diesem Zweck kann der Deckel auf seiner Oberseite, d.h.
auf der von dem Kasten weg weisenden Seite, zumindest teilweise mit einer Ausbuchtung,
einem Rand oder einem Rahmen versehen sein, so daß ein hierauf abzustellender Kasten
vom gleichen Typ im wesentlichen formschlüssig aufliegen kann.
[0022] Die vorzugsweise im Randbereich der erfindungsgemäßen Abdeckung vorgesehenen Eingriffsteile
sind vorteilhafterweise haken-, stift- oder noppenförmig ausgebildet. Auf diese Weise
können diese Eingriffsteile leicht und damit kostengünstig mit der Abdeckung zusammen
hergestellt werden. Außerdem ist es möglich, die Eingriffsteile für den jeweiligen
Kasten eines bestimmten Herstellers, für den die erfindungsgemäße Abdeckung als Verschluß
dienen soll, durch geringe Anpassungsarbeiten an einer Spritzgußform herzustellen.
Dabei sind die Eingriffsteile so ausgebildet, daß sie in vorhandene Öffnungen, Vorsprünge
oder dergleichen der zugehörigen Kästen eingreifen können.
[0023] Erfindungsgemäß ist die Abdeckung so ausgebildet, daß der Verschluß mit einer zusätzlichen
Kindersicherung versehen ist, die vorzugsweise kraftschlüssig verschließt, wobei der
Kraftschluß für Kinder in der Regel nicht überwindbar ist. Dabei besteht die Kindersicherung
vorteilhafterweise aus einem Sperrteil, dessen Sperrfunktion nur bei Aufbietung einer
bestimmten Kraft ausgeschaltet werden kann.
[0024] Um besonders gefährliche oder gefährdete Flaschen zusätzlich zu schützen, kann der
Verschlußmechanismus der erfindungsgemäßen Abdeckung entweder mit einem integrierten
Schloß versehen sein oder aber Vorkehrungen aufweisen, um ein externes Schloß, z.B.
ein Vorhängeschloß, anzubringen. Zu diesem Zweck kann der Verschlußmechanismus mit
einer feststehenden, mit einem Loch versehenen Lasche, die starr an der Abdeckung
befestigt ist, und einer an dem Verschlußmechanismus befindlichen, mit einem Loch
ausgestatteten Lasche versehen sein. Durch die Löcher der beiden Laschen kann bei
aufgelegter Abdeckung ein Vorhängeschloß hindurchgesteckt werden.
[0025] Der Verschlußmechanismus ist so ausgebildet, daß er ein Verriegelungsteil aufweist,
das in eine Öffnung des Kastens eingreifen kann. Auf diese Weise ist gewährleistet,
daß herkömmliche, bereits seit vielen Jahren im Warenverkehr befindliche Kästen, z.B.
Bierkästen, noch nachträglich mit der erfindungsgemäßen Abdeckung gegen die unbefugte
Entnahme von alkoholischen Getränken geschützt werden können.
[0026] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung nach der vorliegenden Erfindung ergibt
sich, wenn der Verschlußmechanismus aus einem ersten Hebel besteht, der mit einer
ersten Lasche ausgebildet und schwenkbar an der Abdeckung befestigt ist, und wenn
an dem ersten Hebel zusätzlich ein Kraftübertragungsteil vorhanden ist, das schwenkbar
mit einem Verriegelungsteil verbunden ist, das zusätzlich schwenkbar an der Abdeckung
abgestützt ist. Dabei kann der erste Hebel mit einem überstehenden Teil, dem Sperrteil,
in der Form einer Noppe beliebiger Gestalt, vorzugsweise von ovaler oder länglich
ovaler Form, versehen sein. Dieses Sperrteil wirkt im geschlossenen Zustand des Verschlußmechanismus
mit einer entsprechend ausgebildeten, z.B. komplementär ausgebildeten Einrichtung
zusammenwirken. Dabei ist das Teil, mit dem das Sperrteil zusammenwirkt, fest mit
der erfindungsgemäßen Abdeckung verbunden. Um die beiden zusammenwirkenden Teile aus
dem verschlossenen Zustand des Verschlußmechanismus auszulösen, muß eine entsprechende
Kraft aufgeboten werden, die sich aus der Geometrie des Verschlußmechanismus im Zusammenhang
mit den materialspezifischen Elastizitätseigenschaften des für den Verschlußmechanismus
verwendeten Materials ergibt. Die erforderliche Kraft zur Öffnung dieses Verschlußmechanismus
ist in der Regel von Kindern nicht aufzubringen.
[0027] Das Sperrteil kann vorteilhafterweise auch an einem überstehenden Teil der Abdeckung
vorgesehen sein, wodurch sich unter anderem über die aufzubringenden Hebelkräfte die
zur Überwindung des Verschlußmechanismus erforderliche Kraft zusätzlich einstellen
läßt. Um so weiter das Verriegelungsteil vom Lager des Hebels entfernt ist, um so
größer sind die aufzubietenden Hebelkräfte zur Überwindung des Verschlusses und umgekehrt.
[0028] Es ist selbstverständlich, daß sich das Verriegelungs- bzw. Sperrteil wie auch das
dazu komplementär ausgebildete Teil sowohl am Verschlußmechanismus als auch starr
an der erfindungsgemäßen Abdeckung und umgekehrt anbringen lassen.
[0029] Die beschriebene Hebelkonstruktion hat jedoch den Nachteil, daß sie sowohl seitlich
über eine Wand des Kastens als auch nach oben über die Abdeckung hinaus vorsteht und
dadurch möglicherweise die Stapelung zur Lagerung der Kästen behindert. Deshalb wird
nach einer alternativen Ausführungsform ein Verschlußmechanismus verwendet, der sich
vollständig innerhalb des Kastens befindet und bündig mit der Seitenwand des Kastens
bzw. der Abdeckung abschließt. Bei dieser Ausführungsform sind nur noch zwei schwenkbare
Teile vorgesehen, die ineinander greifen, so daß sich ein sehr einfacher und leicht
herzustellender Aufbau ergibt.
[0030] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen erläutert, wobei weitere Vorteile
und Merkmale der vorliegenden Erfindung offenbar werden.
[0031] Es zeigen:
Figur 1 einen Schnitt durch eine gesamte erfindungsgemäße Abdeckung in Höhe des Verschlußmechanismus,
wobei gleichzeitig Teile des zu verschließenden Kastens erkennbar sind,
Figur 2 eine Frontalansicht des Verschlußmechanismus der erfindungsgemäßen Abdeckung,
Figur 3 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Abdeckung mit dem
Verschlußmechanismus,
Figur 4 einen Teilausschnitt gemäß Figur 1, wobei der Verschlußmechanismus in der
geöffneten Stellung dargestellt ist, und
Figur 5 einen Figur 1 entsprechenden Schnitt durch eine Abdeckung mit einer weiteren
Ausführungsform eines Verschlußmechanismus.
[0032] In Figur 1 ist die Abdeckung allgemein durch das Bezugszeichen 10 angedeutet.
[0033] Die Abdeckung 10 weist einen Deckel 14 auf, der innen mit einem Gitterrost versehen
ist. Ein einstückig mit dem Deckel 14 verbundener Rahmen 40 ist so ausgestaltet, daß
die erfindungsgemäße Abdeckung 10 die Stapelbarkeit mehrere Kästen 12 ermöglicht.
[0034] Auf der einen Seite der Abdeckung 10 ist mindestens ein hakenförmig ausgebildetes
Eingriffsteil 16 vorgesehen, das in eine Ausnehmung 13 am zu verschließenden Kasten
12 eingreifen kann.
[0035] In Verbindung mit dem Verschlußmechanismus 20 bildet der Eingriffsteil 16 die Arretierung
für die Abdeckung 10.
[0036] Der Verschlußmechanismus 20 weist mehrere schwenkbar gelagerte Hebeln 22, 26, 24
auf, die um Stifte 28a, b, c, d schwenkbar bzw. verschwenkbar gehaltert sind. Das
Teil 24a am Verschlußteil 24 greift wie auch die Eingriffsteile 16 in eine Ausnehmung
13a am zu verschließenden Kasten 12 ein.
[0037] Am Hebel 22 ist eine Lasche 32 vorgesehen, die mit einem Loch versehen ist. An der
Abdekkung 12 selbst ist eine in Figur 1 nicht erkennbare Lasche 30 (Figur 2) vorgesehen,
die gleichfalls ein Loch aufweist. Im verschlossenen Zustand ist es möglich, durch
die beiden Löcher der Laschen 30 und 32 einen Verschlußbügel eines Vorhängeschlosses
hindurchzuschieben. Es ist prinzipiell auch möglich, ein fest vorhandenes und integriertes
Schloß vorzusehen.
[0038] Eine in Figur 1 nicht erkennbare Noppe 50 (siehe Figur 4) bildet im Zusammenhang
mit der Leiste 22a am Hebel 22 einen Verschluß, der in der Regel als Kindersicherung
ausreicht.
[0039] Soll die Abdeckung auf einen passenden Kasten 12, insbesondere einen Bierkasten 12,
zu dessen Absicherung aufgelegt werden, so muß sich der Verschlußmechanismus 20 im
geöffneten Zustand (Figur 4) befinden. Es ist dabei möglich, die hakenförmigen Eingriffsteile
16 in entsprechende Ausnehmungen an dem Bierkasten 12 im wesentlichen formschlüssig
einzusetzen. Ist das bzw. sind die beiden Eingriffsteile 16 in ihrer Verschlußposition,
so wird auch der vordere Teil 10, an dem sich der Verschlußmechanismus 20 befindet,
auf den Kasten 12, abgesetzt. Anschließend wird der Hebel 22 herabgedrückt, wodurch
über das Übertragungsteil 26 das Verriegelungsteil 24a am Teil 24 gleichfalls in eine
Ausnehmung des Kastens 12 gelenkt wird. Dabei ist kurzzeitig eine gewisse Kraft aufzubringen,
um die Verschlußleiste 22a über die Noppe 50 hinüberzubewegen. In diesem Zustand kann,
falls erwünscht, zur weiteren Absicherung noch ein Vorhängeschloß durch die Löcher
in den Laschen 30, 32 hindurchgesteckt werden.
[0040] Umgekehrt ist zur Öffnung des Verschlußmechanismus gegebenenfalls zunächst das Vorhängeschloß
zu öffnen und zu entfernen. Anschließend muß die zur Öffnung des aus der Noppe 50
und der Leiste 22a bestehenden Verschlusses notwendige Kraft aufgebracht werden, um
den Verschlußmechanismus 20 zu öffnen, wobei durch Verschwenken des Hebels 22 das
Verriegelungsteil 24a am Teil 24 aus der Ausnehmung 13a am Kasten 12 herausgeschwenkt
wird. Die Abdeckung 10 kann nun wieder von dem Bierkasten 12 entfernt werden.
[0041] Aus der Figur 2 ist die formschlüssig schließende Kindersicherung, bestehend aus
der Noppe 50 und der Leiste 22a, besonders gut zu erkennen. Außerdem sind hier die
beiden Laschen 30 und 32 zur Anbringung eines Vorhängeschlosses sichtbar. Der Hebel
22 ist in seiner geschlossenen Position derart versenkt, daß er beim Übereinanderstapeln
von Kästen 12 nicht hinderlich ist.
[0042] Alle weiteren Positionen sind bereits aus Figur 1 ersichtlich gewesen und durch die
zugehörige Figurenbeschreibung erläutert.
[0043] Aus Figur 3 ist insbesondere die gitterförmige Struktur des Deckels 14 erkennbar.
Der Hebel 22 befindet sich in der geschlossenen Position, so daß die Laschen 30 und
32 im wesentlichen in einer deckungsgleichen Lage sind.
[0044] In Figur 4 ist der Verschlußmechanis der Abdeckung 10 in seiner geöffneten Stellung
zu sehen. Die Noppe 50 ist hierbei nochmals aus einer anderen Sicht heraus zu erkennen.
[0045] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Abdeckung 10' mit einem Deckel 14',
der auf seiner gemäß der Darstellung in Figur 5 rechten Seite mit einem hakenförmig
ausgebildeten Eingriffsteil 16' versehen, das in einer Ausnehmung 13', zum Beispiel
ein Griffloch, am zu verschließenden Kasten 12' eingreifen kann.
[0046] In Verbindung mit dem Verschlußmechanismus 20' bildet der Eingriffsteil 16' die Arretierung
für die Abdeckung 10'.
[0047] Der wesentliche Unterschied zu der Ausführungsform nach den Figuren 1 bis 4 liegt
in der Ausgestaltung des Verschlußmechanismus 20', da nun die Hebelkonstruktion des
Verschlußmechanismus 20 durch zwei relativ einfache Schwenkteile ersetzt wird.
[0048] Bei der Ausführungsform nach Figur 5 weist der Verschlußmechanismus 20' einen von
dem Deckel 14' nach unten ragenden Lappen 60 auf, an dem mittels eines Scharniers
62, z.B. eines Stiftes, ein etwa L-förmiges Schwenkteil 64 drehbar gelagert ist.
[0049] Außerdem ist an dem Lappen 60 mittels eines weiteren Scharniers 66, also eines Stiftes,
ein leicht gekröpfter Schwenkhebel 68 gelagert, der an seiner Oberseite eine Spitze
70 aufweist, die in eine entsprechende, spitze Ausnehmung 72 des Schwenkteils 64 paßt.
[0050] An seinem gemäß der Darstellung in Figur 5 linken Ende weist der Schwenkhebel 68
einen nach oben ragenden Vorsprung 74 auf, der etwa auf der Höhe der Seitenwand des
Kastens 12' bzw. der Abdeckung 10' verläuft und den unteren Bereich des linken Endes
des L-förmigen Schwenkhebels 64 umgreift. An seinem oberen Ende ist der Vorsprung
74 mit einer Öffnung mit einer Durchgangsöffnung 76 versehen, die in der aus Figur
5 ersichtlichen Verschlußstellung mit einer entsprechenden Öffnung in dem Lappen 60
fluchtet, so daß durch die beiden Öffnungen ähnlich wie bei der Ausführungsform nach
den Figuren 1 bis 4 ein Vorhängeschloß gesteckt werden kann.
[0051] Befindet sich der Bügel des Vorhängeschlosses in der Öffnung 76 an dem Schwenkhebel
68 und der entsprechenden Öffnung in dem Lappen 60, so sind die beiden Schwenkteile
64, 68 mit dem Kasten 12' verriegelt, d. h. nur noch durch Zerstörung dieses Verschlußmechanismus
20' kann die Abdeckung 10' von dem Kasten 12' abgehoben werden.
[0052] Entfernt man das Vorhängeschloß, so ist es im Prinzip möglich, zunächst den Schwenkteil
68 in Richtung gegen den Uhrzeigersinn um das Scharnier 66 nach unten zu schwenken;
hierzu muß jedoch eine gewisse Kraft aufgebracht werden, da hierbei der Vorsprung
74 um die entsprechende Vorderkante des Schwenkteils 64 gedreht und auch die Spitze
70 aus der spitzen Ausnehmung 72 herausbewegt werden muß. Die hierzu erforderliche
Kraft dient als eine Art "Kindersicherung".
[0053] Hat man den Schwenkhebel 68 in Richtung gegen den Uhrzeigersinn aus dem Eingriff
mit dem Schwenkteil 64 gelöst, so kann das Schwenkteil 64 um das Scharnier 62 gedreht
werden, wodurch auf dieser Seite des Kastens 12' der formschlüssige Eingriff zwischen
dem Verschlußmechanismus 20' und der Aussparung 13' des Kastens 12' aufgehoben wird.
Nun kann die Abdeckung 10' nach oben herausgehoben werden.
1. Abdeckung für einen Getränkeflaschenkasten, insbesondere einen Bierkasten,
(a) mit einem im wesentlichen plattenförmigen Deckel,
(b) mit einem Eingriffsteil (16, 16'), das auf einer Seite kraft- und/oder formschlüssig
in eine Ausnehmung (13, 13a; 13') des Kastens (12) eingreift, und
(c) mit einem weiteren Eingriffsteil (20, 20') auf der gegenüberliegenden Seite des
Kastens (12), das kraft- und/oder formschlüssig in eine Ausnehmung (13, 13a; 13')
des Kastens (12) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, daß
(d) mindestens ein Eingriffsteil als an dem Deckel (14, 14') angebrachter Verschlußmechanismus
(20, 20') mit mindestens einem schwenkbaren Verschlußteil (24; 64, 68) ausgebildet
ist, das
(d1) in seiner Verschlußstellung in eine Ausnehmung (13, 13') des Kastens (12, 12')
einrastet und damit den Deckel (14, 14') auf dem Kasten (12, 12') fixiert, und
(d2) in dieser Verschlußstellung arretierbar ist.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (14, 14') eine
gitterförmige Anordnung von Streben, insbesondere einen Gitterrost, und einen Rahmen
(40) aufweist, und daß die Eingriffsteile (14, 16, 16') bzw. der Verschlußmechanismus
(20, 20') an dem Rahmen (40) ausgebildet sind.
3. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdekkung
(10) aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere Polyethylen oder Hartplastik, besteht.
4. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung
(10) eine Fläche oder eine Tafel aufweist, auf der ein Hinweis auf den Inhalt des
Kastens anbringbar ist.
5. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung
(10) mit einer Vorrichtung (40) versehen ist, so daß sie in der korrekten Abdeckposition
am Kasten (12), mit diesem zusammen, mit anderen Kästen vom gleichen Typ (z.B. Bierkästen
mit im wesentlichen gleichen Abmessungen) stapelbar ist, wobei die anderen Kästen
sowohl mit als auch ohne Abdeckung (10) verwendbar sind.
6. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die stationären
Eingriffsteile (16, 16') als haken-, stift- oder noppenförmige Teile ausgebildet sind,
die im Randbereich der Abdeckung (10; 10') vorgesehen sind.
7. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußmechanismus
(20; 20') mit einer kraft-und/oder formschlüssigen Kindersicherung (22a, 50) versehen
ist.
8. Abdeckung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kindersicherung aus
einem Sperrteil (50; 74) und einem Eingriffsteil (22a; 64) besteht, deren Sperrfunktion
nur bei Aufbietung einer bestimmten Kraft zu überwinden ist.
9. Abdeckung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußmechanismus
(20; 20') mit einem integrierten Schloß versehen ist und/oder Vorkehrungen (30, 32;
76) aufweist, um ein externes Schloß (z.B. ein Vorhängeschloß) anzubringen.
10. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußmechanismus
(20) einen ersten Hebel (22) aufweist, der mit einer ersten Lasche (32) ausgebildet
ist, daß der erste Hebel (22) schwenkbar (28a) an dem Deckel (14) befestigt ist, daß
an dem ersten Hebel (22) ein Kraftübertragungsteil (26) vorhanden ist, das schwenkbar
(28b, 28c) mit einem Verriegelungsteil (24, 24a) verbunden ist, und daß das Verriegelungsteil
zusätzlich schwenkbar (28d) an dem Deckel (14) abgestützt ist.
11. Abdeckung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrteil (5) in der
Abdeckung (10) vorhanden ist und in eine entsprechende Profilierung (22a) am ersten
Hebel (22) eingreift oder umgekehrt.
12. Abdeckung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrteil (50) als
Noppe (50) beliebiger Form, vorzugsweise von ovaler oder länglich ovaler Form, ausgebildet
ist.
13. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußmechanismus
(20') ein L-förmiges Schwenkteil (64) aufweist, das über eine Lasche (60) am Deckel
(14') befestigt ist, und daß ein Schwenkhebel (68) mit seinem vorderen Ende das Schwenkteil
(64) umgreift.
14. Abdeckung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (68)
mit einer Spitze (17) versehen ist, die in der Verriegelungsstellung in eine entsprechende
Ausnehmung des Schwenkteils (64) eingreift.