[0001] Die Erfindung betrifft ein Tischuntergestell, insbesondere für einen Büro-, Labor-
oder Arbeitstisch, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Aus der E-OS 32 31 802 ist ein Tischuntergestell bekannt, welches im wesentlichen
aus zwei in Längsrichtung des Tisches verlaufenden, nach unten offenen selbsttragenden
Hutprofilen aus Metall besteht, wobei in die offenen vertikalen Stirnseiten der Hutprofile
horizontal verlaufende Trägerarme von Fußgestellen einsteckbar sind, so daß die Hutprofile
gegenüber dem Boden durch die Fußgestelle abgestützt sind. Auf die Oberseite der Hutprofile
ist dann die jeweilige Arbeitsplatte des Tisches zu befestigen. Die Arbeitsplatte
weist hierbei an ihren Längskanten seitlich heruntergezogene wulstförmige Abrundungen
derart auf, daß die das Tischuntergestell bildenden Hutprofile von außen nicht sichtbar
sind und so dem gesamten Tisch ein ästhetisch ansprechendes Äußeres gegeben wird.
[0003] Durch die an den beiden Längsseiten vorhandenen wulstförmigen Abrundungen weist die
eigentliche Tischplatte bei der DE-OS 32 31 802 im Querschnitt eine sehr aufwendige
Profilierung auf und ist darüber hinaus von einer ganz erheblichen Materialstärke
aufgrund der Tatsache, daß die Tischplatte selbst einen hohen Anteil zur Stabilität
des gesamten Tisches beitragen muß. Gerade aufgrund der aufwendigen Profilierung und
der hohen Materialstärke haftet dem Gegenstand der DE-OS 32 31 802 somit der Nachteil
an, daß beispielsweise bei einer Umrüstung des Tisches mit einer neuen Platte ein
relativ hoher Kostenaufwand getrieben werden muß, insbesondere dann, wenn es die örtlichen
Gegebenheiten notwendig machen, die Tischplatte selbst in Sondergrößen, also in von
den Standardgrößen abweichenden Längen bereitzustellen. Zwar wäre es denkbar, die
Tischplatte weniger aufwendig zu profilieren und auch dünner auszubilden. Der sich
dann ergebende Arbeits-oder Bürotisch hätte jedoch dann zunächst nicht mehr ausreichend
hohe Stabilität, da eine dünnere Platte nicht mehr genügend Eigenstabilität hat und
darüber hinaus würde es eine dünnere Tischplatte nicht mehr möglich machen, die an
der Tischunterseite vorgesehenen Hutprofile hinter der wulstartigen Abrundung zu verbergen,
so daß der Tisch insgesamt optisch weniger ansprechend wäre.
[0004] Weiterhin läßt sich ein mit diesem Tischuntergestell ausgerüsteter bzw. aufgebauter
Tisch - wenn überhaupt - nur bedingt mit motorischen Stellantrieben für eine Neigungsverstellung
der Tischplatte ausrüsten. Gerade bei höherwertigen Schreib- oder Arbeitstischen werden
jedoch derartige Neigungsverstellungen oft gefordert.
[0005] An höherwertige Schreib- oder Arbeitstische werden weiterhin erhöhte Stabilitätsanforderungen
gestellt. Diese Stabilität versucht man dadurch zu erreichen, daß das Tischuntergestell
möglichst schwer und massiv ausgebildet wird, wobei darüberhinaus noch zusätzliche
Aussteifungsmaßnahmen zwischen der Tischunterkonstruktion, dem Untergestell und der
Tischplatte vorgenommen werden können. So ist es bekannt, auf der von der Sitzseite
der Tischplatte abgewandten Längsseite eine vertikal verlaufende und somit zur Tischplatte
senkrecht nach unten weisende Rückenplatte vorzusehen, mit der die gesamte Tischunterkonstruktion
in Längsrichtung ausgesteift wird.
[0006] Bei höhenverstellbaren Tischen verbieten sich aus konstruktiven Gründen derartige
aufwendige Verstrebungen und insbesondere auch eine Rükkenplatte, welche sowohl an
der Tischplatte als auch dem Tischuntergestell befestigt ist, da eine Höhenverstellung
des Tisches dann nicht mehr möglich wäre. Auch sind derartige Rückenplatten generell
nicht mehr sehr gefragt, da sie einem hiermit ausgestatteten Tisch oft ein schweres
und etwas unförmig-wuchtiges Aussehen verleihen, welches sich mit heutigen Designvorstellungen
und -wünschen nicht mehr vereinbaren läßt.
[0007] Beispielsweise diagonal verlaufende Aussteifungen zwischen Tischuntergestell und
seitlichen, vertikal verlaufenden Seitenwangen oder Standbeinen haben den wesentlichen
Nachteil, daß dann im Bereich dieser Aussteifungen keine Rollcontainer oder Unterschränke
anordenbar sind, welche sich über die volle Höhe unter dem Tisch, d. h. vom Boden
bis zur Unterkante des Untergestells erstrecken. Somit ist die Platzausnutzung unter
derartigen Tischen nicht optimal. Auch beschränken derartige Aussteifungen den Fußraum
unter dem Tisch.
[0008] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Tischuntergestell nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1 so auszubilden, daß ein hiermit ausgerüsteter Büro-,
Labor- oder Arbeitstisch hohe Standfestigkeit bei gleichzeitig optimaler Ausnutzung
des unter dem Tischuntergestell zur Verfügung stehenden Platzes hat.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale.
[0010] Gemäß Anspruch 1 weist das Tischuntergestell stirnseitige Schienen auf, wobei Trägerbereiche
für eine Anbindung von vertikalen Fußgestellen an dem Tischuntergestell im Bereich
der stirnseitigen Schienen angeschlagen werden. Die Trägerbereiche der Fußgestelle
sind hierbei langgestreckt schwertförmig und durchtreten die stirnseitigen Schienen.
Es erfolgt somit nach Art eines Fachwerkknotens eine Zusammenfassung von tragenden
und aussteifenden bzw. verbindenden Konstruktionselementen untereinander dergestalt,
daß eine statisch einwandfreie und somit eine optimale Aussteifung in Richtung der
drei Hauptachsen des Tischuntergestells erfolgt. Durch die Zusammenfassung der konstruktiv
tragenden und aussteifenden Elemente auf diese Art und Weise steht unter dem Tischuntergestell
ausreichend Platz zur Verfügung, da keinerlei zusätzliche aussteifenden Bauelemente
vorgesehen werden müssen.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Gemäß Anspruch 2 ist jede Schiene im Querschnitt U-förmig und weist Aufnahmeöffnungen
für tischuntergestellseitige Traversen auf einer Seite auf, wobei jede Schiene von
den Traversen von den Aufnahmeöffnungen her derart durchsetzt wird, daß Einstecköffnungen
an den Traversen für die Trägerbereiche des Fußgestelles auf der gegenüberliegenden
Seite der Schiene zu liegen kommen. Hierdurch sind zunächst die Schienen bei geringem
Eigengewicht selbsttragend und tragen somit wesentlich zur Gesamtstabilität des Tischuntergestells
bei. Weiterhin ist der im Inneren des U-Profiles vorhandene Freiraum geeignet zur
Aufnahme von Kabeln und/oder elektromotorischen Stellantrieben und dergleichen. Schließlich
ist durch die gewählte Art der Anbindung der Traversen an dem U-Profil die Gesamtstabilität
des Tischuntergestells erhöht.
[0013] Sind gemäß Anspruch 3 die in Längsrichtung der Tischplatte bzw. des Tischuntergestells
verlaufenden Traversen im Querschnitt rechteckförmige Hohlprofile, haben auch diese
Traversen bei relativ geringem Eigengewicht hohe Eigenstabilität. Weiterhin lassen
sich hierdurch die Trägerbereiche an den vertikalen Fußgestellen leicht in die Traversen
einstecken und dort mit diesen verbinden.
[0014] Sind hierbei gemäß Anspruch 4 die Trägerbereiche der Fußgestelle in den Traversen
verschraubbar, erfolgt eine lösbare, gegebenenfalls verstellbare aber dennoch stabile
Befestigung zwischen Fußgestellen und Tischuntergestell.
[0015] Erfolgt hierbei gemäß Anspruch 5 die Verschraubung zwischen den Trägebereichen der
Fußgestelle und den Traversen zwischen den beiden Schenkein der U-förmigen Schiene,
ist bei einem später fertig montierten Tisch diese Verschraubung von außen nicht sichtbar,
was wiederum in vorteilhafter Weise zu einem ansprechenden Äußeren des gesamten Tisches
beiträgt.
[0016] Durch Stützmittel gemäß Anspruch 6, welche im Bereich der beiderseitigen Öffnungen
der Schiene angeordnet sind, lassen sich die Ränder der Öffnungen in der Schiene verstärken
und somit die Steifigkeit des Untergestells verbessern.
[0017] Sind hierbei gemäß Anspruch 7 Stützwinkel an den Innenseiten der U-förmigen Schiene
neben den dortigen beiderseitigen Aufnahmeöffnungen für die Traversen einerseits und
die Trägerbereiche der Fußgestelle andererseits vorgesehen, erfolgt eine zusätzliche
formschlüssige Verankerung der Traversen im Inneren der U-förmigen Schiene, insbesondere
dann, wenn die Schenkel des U-Profiles relativ dünnwandig sind.
[0018] Gemäß Anspruch 8 kann anstelle der Stützwinkel eine Mehrzahl von Verstärkungsrippen
vorgesehen werden, mit denen eine sichere Verankerung der Traversen einerseits und
eine zusätzliche Aussteifung der U-förmigen Schienen andererseits erfolgt.
[0019] Sind gemäß Anspruch 9 in den U-förmigen Schienen Haltevorrichtungen für die später
dort aufzulegende Tischplatte angeordnet, sind diese - wie die Verschraubung zwischen
Trägerbereichen der Fußgestelle und den Traversen - von außen nicht sichtbar, was
das äußere Erscheinungsbild des gesamten Tisches positiv beeinflußt.
[0020] Sind hierbei gemäß Anspruch 10 die Haltevorrichtungen für die Tischplatte als Profilschienen
ausgebildet, läßt sich die Tischplatte in vorteilhafter Weise als sogenannte Schiebeplatte
ausbilden.
[0021] Sind gemäß Anspruch 11 die Profilschienen zur Führung der Tischplatte klapp- oder
kippbar an den U-förmigen Schienen und somit am gesamten Tischuntergestell geführt,
läßt sich die Tischplatte in ihrer Neigung verstellen.
[0022] Hierzu kann gemäß Anspruch 12 im Bereich der U-förmigen Schienen, d.h. im Bereich
des Innenraums zwischen den Schenkeln der U-förmigen Schienen eine motorische Neigungsverstellung
vorgesehen sein.
[0023] Sind gemäß Anspruch 13 die Schienen aus einem faserverstärkten Kunststoff gefertigt,
haben sie bei geringem Eigengewicht hohe Stabilität und lassen sich mit geringem Aufwand
fertigen.
[0024] Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0025] Es zeigt:
Fig. 1: eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung eines rechten Seitenbereiches
eines erfindungsgemäßen Tischuntergestells zur Veranschaulichung der Verbindung des
Tischuntergestells mit den horizontalen Trägerbereichen eines Fußgestells;
Fig. 2: eine seitliche Schnittdarstellung eines Verbindungsknotens zwischen einer
Traverse des Tischuntergestells, einer stirnseitigen Schiene des Tischuntergestells
und dem vertikalen Trägerbereich des Fußgestells; und
Fig. 3: eine Draufsicht von oben auf die Verbindung zwischen Tischuntergestell und
Fußgestell.
[0026] Ein in der Zeichnung insgesamt mit 2 bezeichnetes Tischuntergestell umfaßt im wesentlichen
eine horizontal verlaufende Tischunterkonstruktion in Form eines Gestellteils 4, an
dessen beiden Stirnseiten vertikal verlaufende Fußgestelle anordenbar sind, wobei
in der Zeichnung das Fußgestell 6 dargestellt ist. Jedes Fußgestell 6 weist im dargestellten
Ausführungsbeispiel einen bodenseitigen Holm 8, ein vertikal verlaufendes Gestellteil
10 und Trägerbereiche 12 und 14 auf. Die Trägerbereiche 12 und 14 sind von langgestreckt-schwertförmiger
Ausbildung und an winkelförmigen Trägern 16 und 18 ausgebildet, welche wiederum an
dem Gestellteil 10 befestigt sind. Vorteilhaft ist hierbei die Verwendung eines höhenverstellbaren
Fußgestelles derart, daß die Höhenlage der Trägerbereiche 12 und 14 gegenüber dem
bodenseitigen Holm 8 variabel ist. Besonders vorteilhaft ist hierbei eine Ausgestaltung
des Fußgestelles 6, wie in der deutschen Patentanmeldung P 41 06 610.3 des gleichen
Anmelders mit dem Titel "Höhenverstellbarer Tisch mit einer Linear- oder Geradführung"
beschrieben; auf den dortigen Offenbarungsgehalt wird hier insoweit vollinhaltlich
Bezug genommen.
[0027] Das Gestellteil 4 weist gemäß Fig. 1 im wesentlichen zwei sich in Längsrichtung der
später dort aufzulegenden Tischplatte verlaufende Traversen 20 und 22, sowie stirnseitige
Schienen auf, welche horizontal und parallel zu den Stirnseiten der später aufzulegenden
Tischplatte verlaufen. In Fig. 1 ist die Schiene 24 sichtbar bzw. dargestellt. Weiterhin
weist das Gestellteil 4 noch einen parallel zu den Traversen 20 und 22 verlaufenden
Rundstab 26 auf, der zwischen den beiden Schienen verläuft und in diesen drehfest
angeordnet ist.
[0028] Eine jede Schiene ist im Querschnitt U-förmig, wie am besten aus Fig. 2 hervorgeht.
Gemäß Fig. 1 weisen hierbei die beiden Schenkel des U-Profiles eine Mehrzahl von Durchbrechungen
oder Öffnungen auf, wobei gemäß den Figuren 1 und 3 auf Seiten des Fußgestelles 6
zwei schlitzförmige Einstecköffnungen 28 und 30 vorgesehen sind, deren Abstand und
Größe so gewählt ist, daß die schwertförmigen Trägerbereiche 12 und 14 des Gestellteils
6 in sie einführbar sind. Im anderen Schenkel des U-Profils sind gegenüber den Einstecköffnungen
28 und 30 Aufnahmeöffnungen 32 und 34 ausgebildet (Fig. 3), welche zur Aufnahme der
Traversen 20 und 22 dienen. Wie am besten aus den Figuren 2 und 3 hervorgeht, durchtreten
die Traversen 20 und 22 hierbei den einen Schenkel des U-Profils in den Aufnahmeöffnungen
32 und 34 und erstrecken sich bis zu dem gegenüberliegenden Schenkel des Profils im
Bereich der dortigen Einstecköffnungen 28 und 30 für die Trägerbereiche 12 und 14.
[0029] Die Traversen 20 und 22 sind hierbei im Inneren des U-Profils der Schienen 24 entweder
durch Stützwinkel 36 beiderseits neben den Aufnahmeöffnungen 32 und 34 bzw. den Einstecköffnungen
28 und 30 geführt, wie in Fig. 3 an der dortigen Traverse 22 veranschaulicht, oder
durch im Inneren der U-Profile der Schienen 24 horizontal verlaufende Verstärkungsrippen
38 und 40, die ebenfalls beiderseits der Einstecköffnungen 28 und 30 bzw. der Aufnahmeöffnungen
32 und 34 verlaufen, wie in Fig. 3 an der dortigen Traverse 20 veranschaulicht.
[0030] Die Traversen 20 und 22 sind mit den Schienen 24 durch Verschweißen, Verkleben oder
dergleichen im Bereich der Aufnahmeöffnungen 32 und 34 und der Stützwinkel 36 bzw.
der Verstärkungsrippen 38 und 40 festgelegt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sind die Schienen 24 aus faserverstärktem Kunststoff, also beispielsweise GFK oder
einem Kohlefaser-Verbundstoff gefertigt. Im Zuge der Herstellung der Schienen 24 können
hierbei die Traversen 20 und 22 bereits in das Material der Schienen 24 miteingebunden
werden.
[0031] Wie weiterhin aus den Figuren 2 und 3 hervorgeht, durchdringen die Trägerbereiche
12 und 14 des Fußgestelles 6 das Material der Schienen 24 in den dortigen Einstecköffnungen
28 und 30 und erstrecken sich in das Innere der als Hohlprofile ausgebildeten Traversen
20 und 22. Jeder der Trägerbereiche 12 und 14 weist hierzu - wie bereits erwähnt -
die aus Fig. 2 ersichtliche rechteckschwertförmige Formgebung auf. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist hierbei ein jeder Trägerbereich 12 und 14 in
Längsrichtung noch zusätzlich trapezförmig ausgebildet mit einer horizontal verlaufenden
Oberkante 42 und einer sich zum freien Ende des Trägerbereiches hin verjüngenden Unterkante
44. Durch diese Formgebung wird das Einführen der Trägerbereiche 12 und 14 in die
Einstecköffnungen 28 und 30 bzw. die im Bereich der Einstecköffnungen 28 und 30 mündenden
hohlen Traversen 20 und 22 erleichtert. Durch die langgestreckte Schwertform der Trägerbereiche
12 und 14 erfahren die Traversen 20 und 22 nach dem Einführen der Trägerbereiche 12
und 14 eine langgestreckte Unterstützung im Bereich der Oberkante 42 eines jeden Trägerbereiches
12 und 14, so daß sich eine hohe Stabilität des gesamten Tischuntergestells ergibt.
[0032] Wie weiterhin aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, weist jeder Trägerbereich 12 und
14 eine langgestreckte schlitzförmige Ausnehmung 46 und 48 auf. Die Ausnehmungen 46
und 48 dienen zur Aufnahme von Verbindungsschrauben 50 und 52, welche gemäß den Figuren
2 und 3 durch entsprechend angeordnete Bohrungen in den Traversen 20 und 22 verlaufen.
Erfolgt eine Aussteifung der Traversen 20 und 22 im Inneren der Schienen 24 mit den
Verstärkungsrippen 38 und 40, so sind entsprechende Bohrungen auch in den Verstärkungsrippen
38 und 40 vorzusehen, um die Verbindungsschraube 52 durchführen zu können. Über die
Verbindungsschrauben 50 und 52 erfolgt eine Arretierung der in die Einstecköffnungen
28 und 30 in die Traversen 20 und 22 eingeführten Trägerbereiche 12 und 14 des Fußgestelles
6, wobei aufgrund der langlochförmigen Ausnehmungen 46 und 48 die Stellung eines jeden
Fußgestelles 6 relativ zu den Schienen 24 und damit relativ zu dem Gestellteil 4 durch
Änderung der jeweiligen Einstecktiefe der Trägerbereiche 12 und 14 variierbar ist,
wie in Fig. 2 durch die strichpunktierte Linie dargestellt. Hierdurch ist beispielsweise
eine Feinanpassung der jeweiligen Fußgestelle 6 an die gegebene Größe der verwendeten
Tischplatte möglich, oder es können bei relativ weit herausgezogenen Trägerbereichen
12 und 14 Ablageschalen oder dergleichen eingehängt werden, wie dies an sich aus der
eingangs erwähnten DE-OS 32 31 802 bekannt ist.
[0033] Da die Trägerbereiche 12 und 14 die dargestellte langgestreckte Formgebung haben,
verlängert sich auch der Verschraubungspunkt zwischen Untergestell bzw. den Traversen
20 und 22 und den Trägerbereichen 12 und 14 von der Stirnseite des Untergestells aus
gesehen in Richtung Tischmitte. Hierdurch erfolgt eine günstige Verlängerung des Hebelarms
zwischen dem vertikalen Gestellteil 10 und den in den Traversen liegenden Enden der
Trägerbereiche. Wird im Bereich dieser Enden der Trägerbereiche eine zusätzliche -
in der Zeichnung nicht näher dargestellte - Versachraubung zqischen Traversen und
Trägerbereichen vorgenommen, wird die Gesamtstabilität des Untergestells ganz erheblich
verbessert. Da die Trägerbereiche 12 und 14 weiterhin im Querschnitt die Form einer
vertikal verlaufenden Leiste haben, sind sie gegenüber einem Verdrehen und damit gegenüber
Kippmomenten des Untergestells bzw. der später aufzulegenden Tischplatte besonders
widerstandsfähig.
[0034] Wie weiterhin aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht, ist zwischen den Traversen 20 und
22 bzw. zwischen den Aufnahmeöffnungen 32 und 34 und den Einstecköffnungen 28 und
30 in jedem Schenkel des U-Profils der Schiene 24 eine größer dimensionierte Ausnehmung
54 bzw. 56 vorgesehen. Durch diese Ausnehmungen 54 und 56 lassen sich Kabel, Stromleitungen
oder dergleichen aus dem Fußgestell 6 in den Bereich des Gestellteiles 4 führen und/oder
es lassen sich Antriebsmittel zur Höhenverstellung des Fußgestelles 6 aus dem Bereich
des Gestellteils 4 in die Fußgestelle 6 überführen. Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung
eines Höhenverstellmechanismus ist in dem DE-GM 90 11 059 beschrieben, auf welches
hier insoweit vollinhaltlich Bezug genommen wird.
[0035] Um im Bereich des Gestellteils 4 zwischen den dortigen Traversen 20 und 22 genügend
Aufnahmeraum für motorische Antriebe zur Höhenverstellung des Tischuntergestelles
2 zur Verfügung zu haben und um im dortigen Bereich Kabelüberschußlängen, Telefonmodems,
Netztransformatoren und dergleichen mehr einbauen oder unterbringen zu können, sind
die Traversen 20 und 22 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise gekröpft ausgebildet,
so daß zwischen den Traversen 20 und 22 ein relativ groß dimensionierter Freiraum
58 zur Verfügung steht. Durch die abgekröpfte Ausbildung der Traversen 20 und 22 erfahren
diese auch noch eine zusätzliche Stabilisierung gegen Durchbiegungen.
[0036] Das gesamte Gestellteil 4 des Tischuntergestelles 2 läßt sich von unten durch eine
entsprechend dimensionierte Bodenplatte 60 verschließen, so daß in dem Freiraum 58
angeordnete Kabel oder Leitungen und dergleichen in dem Freiraum 58 sauber gehalten
sind und nicht nach unten durchhängen bzw. von unten her zugänglich sind.
[0037] Zur Anordnung bzw. Befestigung einer in Fig. 2 mit der Strich-Doppelpunktlinie veranschaulichten
Tischplatte 62 weist eine jede Schiene 24 eine Haltevorrichtung 64 auf, welche gemäß
den Figuren 1 und 2 durch eine Profilschiene 66 gebildet ist, welche im Inneren des
U-Profils der Schiene 24 verläuft. Jede Profilschiene 66 wirkt mit einem entsprechend
ausgebildeten Gegenprofil 68 an der Unterseite der Tischplatte 62 in der aus Fig.
2 ersichtlichen Art und Weise zusammen, so daß die Tischplatte 62 in Längsrichtung
der Profilschiene 66 bzw. in Längsrichtung der Schiene 24 verschiebbar gehalten ist.
Hierdurch ist der zwischen den Traversen 20 und 22 gebildete Freiraum 58 durch entsprechendes
Verschieben der als Schiebeplatte ausgebildeten Tischplatte 62 entlang den Schienen
24 von oben her zugänglich. Normalerweise ist die Tischplatte 62 durch in der Zeichnung
nicht dargestellte Arretierungsmittel gegen ein ungewolltes Verschieben entlang den
Profilschienen 66 bzw. entlang den Schienen 24 gesichert. Wie weiterhin aus Fig. 1
hervorgeht, ist in besonders vorteilhafter Weise eine jede Profilschiene 66 relativ
zu der zugehörigen Schiene 24 schwenkbeweglich ausgeführt. Die Schwenkachse der Profilschienen
66 wird hierbei durch den parallel zu den Traversen 20 und 22 verlaufenden Rundstab
26 gebildet, der drehfest in den Schienen 24 gehalten ist und um den sich die Profilschienen
66 drehen können, wie in Fig. 1 dargestellt. Weiterhin erfolgt durch den Rundstab
26 noch eine Aussteifung zwischen den beiden Schienen 24 im Bereich der späteren Sitz-
oder Vorderkante des Tisches, wobei diese Aussteifung aufgrund des relativ geringen
Durchmessers des Rundstabes 26 nicht allzusehr aufträgt und den dortigen Fußraum nicht
beeinträchtigt. In der Ruhelage, das heißt bei horizontaler Ausrichtung der Tischplatte
62, sitzen die Unterseiten der Profilschienen 66 auf den Oberseiten der im Inneren
der Schienen 24 verlaufenden Traversen 20 und 22 auf und bei einer verschwenkten Stellung
der Profilschienen 66 und somit bei einer geneigten Anordnung der Tischplatte 62 erfolgt
eine Unterstützung der Profilschienen 66 durch eine entsprechende Höhenverstelleinrichtung.
Die Höhenverstelleinrichtung ist hierbei vorteilhafterweise motorisch ausgebildet
und greift gemäß Fig. 1 mit einer Stellspindel 70 an der Unterseite jeder Profilschiene
66 an. Der Antrieb der Stellspindel 70 erfolgt entweder direkt durch einen Elektromotor,
der im Inneren des U-Profils der Schiene 24 angeordnet ist, oder durch einen Elektromotor
in dem Freiraum 58. Die Kraftübertragung zwischen dem Motor in dem Freiraum 58 und
den Stellspindeln 70 in den Schienen 24 erfolgt hierbei dann vorteilhafterweise über
flexible Wellen, welche über entsprechende Ausnehmungen oder Bohrungen in das Innere
der Schiene 24 zu den jeweiligen Stellspindeln 70 geführt werden.
[0038] Gemäß Fig. 3 erfolgt die Verbindung zwischen dem tischuntergestellseitigen Gestellteil
4 bzw. der Tischunterkonstruktion mit den stirnseitigen Schienen 24 und den hieran
angeschlagenen Trägerbereichen 12 und 14 der Fußgestelle 6 zusammengefaßt in zwei
Knotenstellen K1 und K2. Hierdurch und durch die relativ weite Einstecklänge der Trägerbereiche
12 und 14 in die Traversen 20 und 22, sowie weiterhin durch die biegesteife Einbindung
der Traversen 20 und 22 in die Schienen 24 ist trotz der leicht und filigran wirkenden
Konstruktion des gesamten Tischuntergestelles 2 eine sehr hohe Stabilität gegenüber
den in der Benutzung auftretenden Belastungen und Biegemomenten gegeben, so daß ein
Büro-, Schreib- oder Arbeitstisch, der mit dem erfindungsgemäßen Tischuntergestell
2 aufgebaut bzw. ausgerüstet ist, ästhetisch ansprechend und leicht im Design einerseits
wirkt, jedoch sehr hohe Stabilität und gute Eigenschaften hinsichtlich Schwingungsdämpfungen
andererseits hat. Da - wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht - im Bereich unterhalb
der Schienen 24 keinerlei zusätzliche diagonale Versteifungen beispielsweise zwischen
den Fußgestellen 6 und der Bodenplatte 60 vorgesehen sein müssen, ist der gesamte
unterhalb des Tischuntergestelles 2 bzw. unterhalb der Bodenplatte 60 zur Verfügung
stehende Raum zur Aufnahme von Schubladenelementen, Rollcontainern oder dergleichen
geeignet, welche sich von der Bodenfläche bis zur Unterseite der Bodenplatte 60 bzw.
zur Unterseite der Schienen 24 erstrecken können, so daß eine optimale Ausnutzung
des unter dem Tischuntergestell zur Verfügung stehenden Stauraumes möglich ist.
[0039] Die Erläuterung der vorliegenden Erfindung erfolgte anhand des Ausführungsbeispiels
und der Zeichnung; im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist jedoch eine Mehrzahl von
Abwandlungen und Modifikationen möglich, auf die hier noch teilweise eingegangen werden
soll:
[0040] Die Ausbildung der Traversen 20 und 22 als Hohlprofil mit Rechteck-Querschnitt ist
nicht zwingend notwendig; abhängig von den zu erwartenden Belastungen und auch dem
Material der Traversen sind andere Profil- oder Querschnittsformen möglich, beispielsweise
Rund- oder Ovalquerschnitte. Die Ausbildung der Trägerbereiche 12 und 14 ist dann
entsprechend anzupassen.
[0041] Die Befestigung der Trägerbereiche 12 und 14 in den Traversen 20 und 22 kann auch
durch Verstiften, Vernieten, Schweißen, Kleben oder Klemmen erfolgen. Besonders vorteilhaft
ist jedoch die beschriebene Verschraubung, da dann die Verbindung lösbar/verstellbar
ist.
[0042] Auch muß der Querschnitt der Schiene(n) 24 nicht zwingend U-förmig sein. Andere Querschnittsformen
sind - bei entsprechender konstruktiver Anpassung und Auslegung der jeweiligen Verbindungsstellen
- ebenfalls möglich.
[0043] Wie beschrieben, ist die Tischplatte 62 als Schiebeplatte ausgebildet. Um zu verhindern,
daß sich die Tischplatte 62 bei einer motorischen Neigungsverstellung mit der Stellspindel
70 verschiebt, also in den Profilschienen 66 gleitet, ist eine entsprechende Sicherung
vorgesehen. In besonders einfacher aber dennoch sicherer Weise wird diese Sicherung
dadurch realisiert, daß das obere freie Ende der Stellspindel im Zuge des Hubes miteinander
fluchtende Öffnungen in dem Gegenprofil 68 und der Profilschiene 66 durchdringt, bevor
der eigentliche Hubvorgang der Platte beginnt. Hierdurch werden Gegenprofil 68 und
Profilschiene 66 gegeneinander festgelegt und die Tischplatte 62 verriegelt.
1. Tischuntergestell (2), insbesondere für einen Büro-, Labor- oder Arbeitstisch,
mit wenigstens zwei in Längsrichtung des Tisches verlaufenden Traversen (20, 22),
auf deren Oberseite eine Tischplatte (62) anordenbar ist, wobei sich das Tischuntergestell
(2) mit an seinen beiden Stirnseiten anordenbaren Fußgestellen (6) gegenüber dem Boden
abstützt, wobei die Fußgestelle (6) jeweils horizontal verlaufende Trägerbereiche
(12, 14) aufweisen, welche im Bereich der Stirnseiten des Tischuntergestells (2) in
Einstecköffnungen (28, 30) einführbar sind, die an den Traversen (20, 22) münden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die horizontal verlaufenden Trägerbereiche (12, 14) des Fußgestells (6) langgestreckt
schwertförmig ausgebildet sind und Schienen (24) durchsetzen, welche horizontal und
parallel zu den Stirnseiten des Tischuntergestells (2) verlaufend angeordnet sind.
2. Tischuntergestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Schiene (24)
im Querschnitt U-förmig ist und Aufnahmeöffnungen (32, 34) für die Traversen (20,
22) auf einer Seite aufweist, wobei jede Schiene (24) von den Traversen (20, 22) von
den Aufnahmeöffnungen (32, 34) her derart durchsetzt wird, daß die Einstecköffnungen
(28, 30) an den Traversen (20, 22) für die Trägerbereiche (12, 14) des Fußgestelles
(6) auf der gegenüberliegenden Seite der Schiene (24) zu liegen kommen.
3. Tischuntergestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Traversen
(20, 22) im Querschnitt rechteckförmige Hohlprofile sind.
4. Tischuntergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Trägerbereiche (12, 14) in den Traversen (20, 22) verschraubbar sind.
5. Tischuntergestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschraubung
zwischen den beiden Schenkeln der U-förmigen Trägerschiene (24) erfolgt.
6. Tischuntergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Stützmittel im Bereich der beidseitigen Öffnungen (28, 30, 32, 34) vorgesehen sind.
7. Tischuntergestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützmittel
durch Stützwinkel (36) an den Innenseiten der U-förmigen Schiene (24) neben den beiderseitigen
Öffnungen (32, 34, 28, 30) gebildet sind.
8. Tischuntergestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beidseitigen
Öffnungen (32, 28, 34, 30) im Inneren der U-förmigen Schiene (24) horizontale Verstärkungsrippen
(38, 40) angeordnet sind.
9. Tischuntergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Schiene (24) Haltevorrichtungen (64) für die Tischplatte (62) angeordnet sind.
10. Tischuntergestell nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen
(64) aus einer Profilschiene (66) gebildet sind.
11. Tischuntergestell nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen
gegenüber der Schiene (24) klappbar geführt sind.
12. Tischuntergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine
motorische Verstellvorrichtung (70) zur Neigungsverstellung der Tischplatte (62),
welche im Bereich der Schiene (24) angeordnet ist.
13. Tischuntergestell nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schienen (24) aus faserverstärktem Kunststoff gefertigt sind.