[0001] Die Erfindung betrifft eine Heizgaszugtasche, insbesondere für Brennwert-Heizkessel
kleinerer Leistung mit atmosphärischem oder Gasgebläsebrenner gemäß Oberbegriff des
Kauptanspruches.
[0002] Heizgaszugtaschen der genannten Art sind hinlänglich bekannt und in Benutzung, so
daß es diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. Derartige
Heizgaszugtaschen, deren Wände wellblechartig ausgebildet sind, kommen insbesondere
bei Brennwertkesseln größerer Leistung (ab ca. 80 KW) zum Einsatz. Die Temperatur
dieser wellblechartigen Wände liegt nämlich aufgrund der Größe dieser Taschen nur
wenig über der Heizwasser- bzw. Kesseltemperatur, so daß günstige Kondensationsbedingungen
vorliegen. In Heizkesseln kleinerer Leistung, die insbesondere als Kleinheizkessel
für eine Installation an Wänden bspw. im Wohnbereich zum Einsatz kommen sollen, können
derartige Taschen zwar ebenfalls vorgesehen werden, womit jedoch solche Kessel nicht
optimal als Brennwertkessel betrieben werden können, so daß es diesbezüglich im wesentlichen
bei Kesselausbildungen in Form sogenannter Gasthermen für diesen Bereich geblieben
ist, die jedoch nur bis zu einem gewissen Grade zur Kondensation der Heizgase führen,
und zwar aus folgenden Gründen:
Die Heizflächen sind dabei als Lamellenblock ausgebildet und zwar in der Weise, daß
aus dünnen Kupfer- oder Edelstahlblechen Lamellen gestanzt oder gepreßt werden, in
die entweder zylindrische oder ovale Rohre eingeschoben sind und dann, bspw. bei Kupferwärmetauschern
durch ein Hartlot die Kupferlamellen mit den Rohren wärmeleitend verlötet sind. Inzwischen
gibt es auch Wärmetauscher, bei denen die Lamellen aus Edelstahl bestehen und durch
ein Spezialverfahren die Edelstahllamellen mit den Kupferrohren verlötet werden. Das
Heizungswasser zirkuliert mit hoher Geschwindigkeit in den Rohren, so daß ein starker
Wärmeübergang stattfindet und solche Heizflächen thermisch hoch belastbar sind. Der
Nachteil solcher Lamellenwärmetauscher, wie sie für sogenannte Gasthermen benutzt
werden, besteht jedoch darin, daß die Lamellenheizflächen an manchen Stellen eine
wesentlich höhere Temperatur annehmen als das Heizungswasser, das in den Rohren zirkuliert,
wodurch zwar der Wärmeinhalt der Heizgase, die durch den Wärmetauscher strömen, abgebaut
wird, wenn aber ein solcher Wärmetauscher für Brennwertgeräte eingesetzt werden soll,
kondensieren die Heizgase nur in begrenztem Umfange bzw. nicht optimal.
[0003] Wie Entwicklungsbemühungen in Verbindung mit als Brennwertkessel zu betreibenden
Kleinheizkesseln (mit Gas zu betreibende Wandkessel) gezeigt haben, brachten aus Edelstahlblech
tiefgezogene und auf die ebenen Taschenflächen aufgesetzte Rippen auch nicht weiter,
abgesehen davon, daß durch die begrenzte Tiefziehbarkeit von Edelstahlblechen die
Rippen relativ breit sind, dadurch nicht genügend Heizfläche unterbringbar ist und
sich die Herstellung derartiger Wärmetauscher als beträchtlich teuer erwies.
[0004] Um also für insbesondere solche als Brennwertkessel zu betreibende Kleinheizkessel
bezgl. der Wärmeübertragungsflächen eine sowohl hinsichtlich der Fertigungskosten
als auch hinsichtlich einer Brennwertbetriebsweise optimale Lösung zu schaffen, sind
also weder die bisherigen Lamellenwärmetauscher, noch Heizgaszugtaschen mit wellblechartig
verformten Wänden, wie sie in Heizkesseln mit größerer Leistung zur Verwendung kommen
können geeignet und auch die gasseitige Besetzung der Taschenflächen mit aufgesetzten
Rippen führte diesbezüglich nicht weiter.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Heizgaszugtasche zu schaffen,
die mit vertretbaren Kosten herstellbar ist, die trotz kleiner Kesselabmessungen eine
ausreichend große Wärmeübertragungsfläche aufweist und die gewährleistet, die damit
ausgestatteten Heizkessel als sogenannte Brennwertkessel betreiben zu können.
[0006] Diese Aufgabe ist mit einer Heizgaszugtasche der eingangs genannten Art nach der
Erfindung durch die Kennzeichen des Hauptanspruches angeführten Merkmale gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0007] Bei dieser erfindungsgemäßen Ausbildung handelt es sich also weder um wellblechartig
gebogene bzw. gepreßte Blechwände noch um bspw. im Stranggießverfahren hergestellte
Wärmeübertragungsflächen, die für den vorliegenden Zweck eine viel zu große Wandstärke
hätten, sondern um Wandbleche, die durch Fließpressen hergestellt sind, d.h., an einem
relativ starken Blech (Edelstahl, Kupfer, Leichtmetall, bspw. 3 mm stark) als ursprüngliches
Ausgangsmaterial wird durch Fließpressen unter Ausbildung der gasseitigen Rippen und
wasserseitigen Wellen dessen Wandstärke ganz wesentlich reduziert, wobei auch die
Rippen und Rillen durch das Fließpressen eine entsprechende Wandstärke (etwa 1 mm)
erhalten, um beim praktischen Bemessungsbeispiel zu bleiben, lassen sich so für die
Ausbildung der Tasche Wandbleche erzeugen, die gemessen von den Rippenenden auf der
Gasseite bis zur Ebene, in der die Wellenmaxima auf der Wasserseite liegen, eine Gesamtstärke
von ca. 5 mm aufweisen, wobei die kleinen Rippen parallel zueinander einen Abstand
haben, der in etwa ihrer Höhe entspricht. Dies etwa mit Faltverformungen eines von
vornherein dünnwandigen Bleches erreichen zu wollen, ist praktisch nicht möglich,
ganz abgesehen davon, daß sich dadurch keine in sich massiven Rippen, sondern nur
doppellagige Faltrippen erzielen ließen.
[0008] Obgleich aus derartigen Wandblechen gebildete Heizgaszugtaschen gasseitige Verrippungen
und wasserseitige Rillen, was im einzelnen noch dargestellt wird, also keine wellblechartige
Formgebung aufweisen, dabei aber dank der Fließpressherstellung praktisch die gleiche
geringe Wandstärke haben, wie sie bisher wellblechartig ausgeformte Wandbleche hatten,
ist gewährleistet, daß die durch die Rippen entsprechend vergrößerte Wärmetauschfläche
keine wesentlich höhere Temperatur als das Kesselwasser annimmt, womit aber gewährleistet
ist, daß ein mit solchen Heizgaszugtaschen bestückter Kleinheizkessel optimal auch
als Brennwertkessel betrieben werden kann. Mit den gleichzeitig beim Fließpressen
mit erzeugten wellenartigen Rillen jeweils im Bereich zwischen zwei Rippenfüßen ist
noch der Vorteil verbunden, daß wasserseitig eine turbulente Strömung des Wassers
erzeugt werden kann, die in diesem Maße bei Taschen mit glatten Innenflächen und nur
aufgesetzten Rippen überhaupt nicht erzeugbar wäre und die bei wellblechartig verformten
Blechwänden der Taschen in so hohem Maße nicht erreichbar ist, da dort die Wellenverformungen
entsprechend größer dimensioniert angelegt werden müssen.
[0009] Da die Rippen und Wellen mit der erfindungsgemäßen Formgebung und Zuordnung zueinander
sowieso im Fließpressverfahren hergestellt werden, besteht eine vorteilhafte Weiterbildung
darin, daß die Endränder der Wandbleche bezüglich ihrer Wandstärke gleich oder angenähert
gleich der Wandstärke der Rippen bzw. der Wellen ausgebildet sind, d.h., beim Fließpressen
werden die die Endränder ebenfalls auf die gewünschte Wandstärke mit reduziert. Das
Ganze bezüglich seiner Stärke für die Ausbildung von Wandblechen derartiger Taschen
wesentlich überdimensionierte Edelstahlblech wird also unter wesentlicher Reduzierung
seiner ursprünglichen Stärke zwischen zwei entsprechend ausgebildeten Quetschwerkzeugen
gewissermaßen plattgequetscht, und zwar bezüglich der oben erwähnten Weiterbildung
auch im Bereich außerhalb der Rippen und Wellungen. Damit ergeben sich aber entsprechend
abkröpfbare Randbereiche am durch Fließpressen verformten Blechzuschnitt, die, was
noch näher erläutert wird, dann für die Verbindung und Zuammenfügung der Blechwände
zu einer Tasche ausnutzbar sind.
[0010] Die erfindungsgemäße Heizgaszugtasche, praktische Ausführungs- und vorteilhafte Weiterbildungsformen
werden nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0011] Es zeigt schematisch
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Wandblech zur Ausbildung der Heizgaszugtasche,
Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt gemäß Fig. 1, aber stark vergrößert;
Fig. 3 in Draufsicht eine besondere Ausführungsform eines Blechzuschnittes zur Ausbildung
einer Heizgaszugtasche;
Fig. 4 in Vorderansicht eine aus dem Zuschnitt gemäß Fig. 3 gebildete Heizgaszugtasche;
Fig. 5, 6 Seitenansichten zweier Heizgaszugtaschen;
Fig. 7, 8 Schnitte durch besondere Ausführungsformen von Heizgaszugtaschen bezüglich
ihrer Einbindung in einen Heizkessel;
Fig. 9-12 im Schnitt weitere besondere Ausführungsformen der Heizgaszugtasche;
Fig. 13 perspektivisch einen Kleinheizkessel für eine Wandinstallation mit dem darin
angeordneten Wärmetauscher, der aus einer Mehrzahl von Heizgaszugtaschen gebildet
ist und
Fig. 14 bisher übliche Formgebungen an Taschenwandblechen.
[0012] Die Heizgaszugtasche besteht aus zwei parallelen und flüssigkeitsdicht längs zweier
gegenüberliegender Ränder miteinaner verbundener und den wasserführenden Innenraum
5' bis auf Zu- und Abströmöffnung begrenzenden Wandblechen 4, die mit wellenartigen,
parallelen Prägungen versehen sind. Wie insbesondere aus Fig. 1, 2 ersichtlich, ist
für eine derartige Heizgaszugtasche 5 wesentlich, daß die Prägungen als Fließpressprägungen
von nach außen gerichteten, gasseitigen, parallel zueinander verlaufenden Rippen 1
am Wandblech 4 ausgeformt sind, zu denen wasserseitig im Bereich unter den jeweiligen
Rippenfüßen 2 (siehe Fig. 2) entsprechend verlaufende Rillen 3 in die Wandbleche 4
der Tasche eingeformt sind, wobei die Tiefe T der Rillen kleiner bemessen ist als
die Höhe H der Rippen und wobei ferner der Abstand A (siehe Fig. 2) der Rippen 1 zueinander
gleich oder angenähert gleich ist der Höhe H der Rippen 1. In Durchströmrichtung gesehen
stellt sich eine aus zwei derartigen Wandblechen gebildete Heizgaszugtasche 5 im Sinne
der Fig. 4 dar. Die linken Seiten der Schnittdarstellungen in Fig. 1, 2 verdeutlichen
die Stärke des Bleches vor der Fließpressverformung, die dann im Endergebnis zu einer
Formgebung der Bleche gemäß rechter Seite der Fig. 1, 2 führt, d.h., die ursprüngliche
Stärke des Ausgangsbleches, die, wie vorerwähnt, bspw. 3 bis 4 mm betragen kann, wird
ganz wesentlich reduziert, so daß die Wandstärke der verformten Wandbleche nur noch
ca. 1 mm beträgt, wie sie auch für bekannte Heizgaszugtaschen üblich sind, die aus
wellblechartig verformten Wandblechen bestehen. Die Fließpressverformung der Wandbleche
4 im Sinne der Fig. 1, 2 erfolgt mit geeigneten Formwerkzeugen an entsprechend bemessenen
Blechzuschnitten, wobei es aber auch möglich ist, diese Verformung im Durchlauf durch
entsprechend profilierte Walzen zu bewerkstelligen. Der Richtungsverlauf der grundsätzlich
zueinander parallelen Rippen 1 und Rillen 3 wird dabei bevorzugt in bezug auf die
Zuschnittsränder geneigt vorgenommen, wobei dann die beiden, eine Tasche 5 bildenden
Wandbleche 4 so zusammengefügt werden, daß der Neigungsverlauf der Rippen und Rillen
zum jeweils anderen Blech entgegengesetzt gerichtet ist.
[0013] Wie ebenfalls aus Fig. 2 ersichtlich, liegen die wasserseitigen Wellenmaxima M in
einer Ebene E, die der ursprünglichen Ebene Ei der als Ausgangsmaterial verwendeten
unverformten Wandbleche 4 entspricht. Die Fließpressverformung wird dabei so bewirkt,
daß die geprägten Rippen 1 mit ihren Enden 1' über die Ebene E2 der unverformten Wandbleche
4 herausragen. Die Stärke S
1 sowohl der Rippen und die Stärke des Bleches im Bereich der Rillen 3 beträgt dabei
ebenfalls in etwa nur 1 mm, wobei die Rillen in Form von Wellen ausgebildet sind.
[0014] In Rücksicht auf die Zusammenfügung der beiden Wandbleche werden auch die Endränder
6 außerhalb der Rippen- und Wellenverformungen ebenfalls durch Fließpressen entsprechend
belastet und in ihrer Stärke entsprechend reduziert.
[0015] Die zu einer Tasche 5 zusammengefügten Blechwände 4 stellen sich gemäß Fig. 5, 6
dar. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist dabei die Tasche 5 mit Zu- und Ablaufanschlüssen
9 versehen, mit denen die Tasche in geeigneter Weise in die Kesselkonstruktion eingebunden
wird. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6 ist die Tasche bzw. sind mehrere derartige
Taschen im Sinne der Fig. 4 in entsprechende Anschlußwände 10 der Heizkesselkonstruktion
eingebunden. Nicht dargestellt ist eine Einbindungsform der Taschen 5, bei der die
Taschen allseitig von Wasser umspült sind, d.h., bei der zwei Wandbleche 4 derart
zusammengefügt werden, daß die Rippen 1 in den Innenraum der Taschen gerichtet sind,
was ebenfalls möglich ist.
[0016] Nachfolgend wird Bezug genommen auf Ausführungsformen der Taschen, bei denen diese
vom Wärmeträgermedium bzw. vom Kesselwasser durchströmt werden, wie dies bei den Ausführungsbeispielen
nach Fig. 5, 6 der Fall ist, aus denen auch die geneigten Verläufe der Rippen 1 in
bezug auf die Längsachse L der Taschen ersichtlich ist. Der Neigungsverlauf der Rippen
1 am nicht sichtbaren Wandblech 4 auf der anderen Seite der Tasche 5 ist dabei in
Fig. 5 gestrichelt angedeutet.
[0017] Um die Wandbleche 4 zu einer Tasche zusammenzufügen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 werden dabei die beiden Wandbleche 4 aus einem
Blechzuschnitt gebildet, in den die Rippen 1 und Rillen 3 in zwei beabstandeten Gruppen
G unter Freihaltung der Ränder R per Fließpressen, wie vorerwähnt, eingeformt werden.
Mit geeigneten Hilfswerkzeugen wird dann der Blechzuschnitt Z längs der Linie 12 zusammengebogen,
so daß die vorher abgekröpften Ränder 13 zusammenstoßen und bei 11 mit einer Längsschweißnaht
flüssigkeitsdicht verbunden werden können. Der Einsatz einer derartigen Tasche in
die Kesselkonstruktion, von der eine bspw. in Fig. 13 verdeutlicht ist, erfolgt dann
im Sinne der Fig. 6, 7. Die Taschen können aber auch ohne weiteres aus zwei separaten
Wandblechen 4 zusammengefügt werden, wobei dann die oberen und unteren Randbereiche
14 im Sinne der Fig. 8, natürlich ohne die dort angedeuteten Anschlüsse 9 flüssigkeitsdicht
verschlossen werden.
[0018] Da man es durch die Fließpressverformung ohne weiteres in der Hand hat, an einem
entsprechend langen Blechzuschnitt mehrere Rippen- bzw. Wellengruppen G nebeneinander
vorzusehen, und zwar mehr als dies in Fig. 3 dargestellt ist, besteht auch die Möglichkeit
nach Vollzug der Fließpressverformung die Wandbleche 4 im Sinne der Fig. 9 zu verbiegen
und zwei derartig mäanderförmig gebogenen Wandbleche ineinanderzuschieben und, wie
vorbeschrieben flüssigkeitsdicht zu verbinden, so daß eine Heizgaszugtasche im Sinne
der Fig. 9 entsteht. Je nach Bemessung einer solchen Tasche ist es dabei ohne weiteres
möglich, daß man zur Ausstattung eines Kleinheizkessels gemäß Fig. 13 mit der Anordnung
nur einer solchen Heizgaszugtasche gemäß Fig. 9 auszukommen.
[0019] Beim Kleinheizkessel gemäß Fig. 13 handelt es sich, wie erwähnt, um einen Kessel
mit atmosphärischem, unter dem in Form von Heizgaszugtaschen 5 ausgebildeten Wärmetauscher
angeordneten Brenner, bei dem die vorbeschriebenen Heizgastaschen natürlich ebenfalls
zum Einsatz kommen können. Sollen solche Kleinheizkessel als sogenannte Brennwertkessel
betrieben werden, muß mit geeigneten und bekannten Maßnahmen dafür gesorgt werden,
daß entweder abtropfendes Kondensat nicht auf den Brenner bzw. die Brennerrohre gelangt,
oder der Brenner wird (dann als Gasgebläsebrenner) in entsprechender Distanz über
den Heizgastaschen 5 angeordnet.
[0020] Die Ausführungsformen nach den Fig. 10-12 unterscheiden sich von den vorbeschriebenen
dadurch, daß hierbei die Taschen 5 spiralförmig gewickelt sind, was grundsätzlich
den Vorteil hat, daß das umgebende Kesselgehäuse (nicht dargestellt) zylindrisch gestaltet
werden kann, verbunden mit dem Vorteil günstigerer Druckbelastbarkeit und einfacherer
Fertigung. Solche spiralförmigen Wärmetauscher sind allerdings im Grundprinzip bekannt.
Abgesehen davon, daß man eine derartig spiralförmig ausgebildete Tasche 5' zu- und
ablaufseitig für das durchzuleitende Wärmeträgermedium in geeigneter Weise und wie
vorbeschrieben in ein Kesselgehäuse einbinden kann, ist es aber auch, wie dargestellt
möglich, die einsträngige (Fig. 10) oder die zweisträngige Tasche 5" (Fig. 11) in
ein separates wasserführendes Gehäuse 13 einzusetzen, das dann seinerseits vor- und
rücklaufseitig in geeigneter Weise im oder am Kessel eingebunden wird. Im Bereich
der inneren 180°-Richtungsänderung der Spirale 11 sind dort am inneren Wandblech 4
keine Rippenausprägungen vorgesehen. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ist eine
solche enge Richtungsänderung im Zentrum der Spirale 11 vermieden, da dort die beiden
Spiralstränge, wie dargestellt, einfach in den wasserführenden Innenraum 14 ausmünden,
in dem ein Hohlkörper 12 angeordnet sein kann. Wie ohne weiteres vorstellbar, könnten
aber auch die Enden der Spiralstränge an den dann wasserführenden Hohlkörper direkt
angeschlossen sein.
[0021] Zwecks möglichst gleichmäßiger Rippenverteilung und an möglichst allen Stellen möglichst
gleichmäßiger Wärmeübertragungsverhältnisse und ferner in Rücksicht auf die erforderliche
Krümmungsausbildung bei spiralförmiger Formgebung der Tasche gemäß Fig. 10, 11, sind
die Abstände A der Rippen 1 an den die Taschen bildenden Wandblechen 4 jeweils derart
unterschiedlich bemessen, daß die nach außen weisenden Rippen des jeweils inneren
Taschenstranges 7, im Schnitt gesehen (siehe Fig. 12), auf Lücke zu den nach innen
weisenden Rippen 1 des benachbarten äußeren Stranges stehen, d.h., das die Innenseite
einer Tasche bildende Wandblech 4' weist geprägte Rippen 1 mit etwas größerem Abstand
auf, und zwar derart, daß nach Krümmungsverformung beider, eine Tasche bzw. einen
Taschenstrang bildenden Wandbleche 4', 4" die Abstände der Rippenenden auf der Gasseite
sich entsprechen.
[0022] Nur zur Verdeutlichung des Unterschiedes sind in Fig. 14 die an Taschen bisher üblichen,
wellenblechartigen Formgebungen von Wandblechen dargestellt.
1. Heizgaszugtasche für den Einbau in insbesondere Brennwert-Heiz-kessel kleinerer
Leistung mit atmosphärischem oder Gasgebläsebrenner, bestehend aus zwei parallelen
und flüssigkeitsdicht längs zweier gegenüberliegender Ränder miteinander verbundener
und den wasserführenden Innenraum bis auf Zu- und Abströmöffnungen begrenzenden Wandblechen
(4), die mit wellenartigen, parallelen Formgebungen versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Formgebungen als die ursprüngliche Stärke der Wandbleche (4) reduzierende
Fließpressprägungen in Form von nach außen gerichteten, gasseitigen, parallel zueinander
verlaufenden Rippen (1) am Wandblech (4) ausgeformt sind, zu denen wasserseitig im
Bereich unter den jeweiligen Rippenfüßen (2) entsprechend verlaufende Rillen (3) in
die Wandbleche (4) der Tasche eingeformt sind, wobei die Tiefe (T) der Rillen (3)
kleiner bemessen ist als die Höhe (H) der Rippen und der Abstand (A) der Rippen (1)
zueinander gleich oder angenähert gleich der Höhe (H) der Rippen ist und die wasserseitigen
Wellenmaxima (M) der Rillen (3) in einer Ebene (E) liegen, die der ursprünglichen
Ebene (Ei) der als Ausgangsmaterial verwendeten, unverformten Wandbleche (4) entspricht,
und daß die Endränder (6) der Wandbleche (4) bezgl. ihrer Wandstärke (S) ebenfalls
durch Fließpressen gleich oder angenähert gleich der Wandstärke (S1) der Rippen (1) bzw. der Rillen (3) bemessen sind.
2. Heizgaszugtasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die geprägten Rippen (1) mit ihren Enden (1') über die Ebene (E2) der unverformten
Wandbleche (4) herausragen.
3. Heizgaszugtasche nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen (1) und die Wellen (3) in bezug auf die horizontale Längsachse (L)
der Tasche (5) geneigt verlaufend angeordnet sind.
4. Heizgaszugtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Wandbleche (4) aus einem Blechzuschnitt (Z) gebildet sind, der zwei
mit Abstand zueinander angeordnete Rippen- und Wellengruppen (G) aufweist, die von
rippen-und rillungsfreien Rändern (R) umgeben sind.
5. Heizgaszugtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tasche (5) im Querschnitt senkrecht zur Gasdurchströmrichtung mäanderförmig
mit zueinander parallel verlaufenden Strängen (7) ausgebildet ist, wobei die bogenförmigen
Übergänge (8) von einem Strang zum anderen rippen- und wellungsfrei ausgebildet sind.
6. Heizgaszugtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endränder (6) eines Wandbleches (4) gegen den Endrand des anderen Wandbleches
(4') abgekröpft und mit diesem flüssigkeitsdicht verbunden ist oder die Endränder
(6') beider Wandbleche (4) abgekröpft und gegeneinander gerichtet miteinander flüssigkeitsdicht
verbunden sind.
7. Heizgaszugtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rippen (1) einer Tasche oder eines Taschenstranges (7) zu den Rippen (1) jeweils
benachbarter Taschen oder eines benachbarten Taschenstranges (7) jeweils auf Lücke
weisend einander zugeordnet sind.
8. Heizgaszugtasche nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tasche (5) im Querschnitt senkrecht zur Gasdurchströmrichtung in Form einer
Spirale (11) gewickelt ist.
9. Heizgaszugtasche nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Inneren der Spirale (11) ein Hohlkörper (12) angeordnet ist.
10. Heizgaszugtasche nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abstände (A) der Rippen (1) an den die Tasche bildenden Wandblechen (4) derart
unterschiedlich bemessen sind, daß die nach außen weisenden Rippen (1) des jeweils
inneren Taschenstranges (7) auf Lücke zu den nach innen weisenden Rippen (1) des benachbarten
äußeren Stranges (7) stehen.