[0001] Die Erfindung betrifft einen Schneepflug, dessen Pflugschar an einem Tragteil um
eine vertikale Achse seitenverschwenkbar und um eine in Fahrtrichtung verlaufende
Achse pendelbar aufgehängt ist und dessen Tragteil mittels eines Lenkerparallelogramms
mit einer fahrzeugseitigen Tragplatte verbunden ist, wobei zwischen Tragplatte und
Tragteil ein hydraulischer Hubzylinder abgestützt ist.
[0002] Derartige Schneepflüge unterliegen, den Anforderungen, daß die Pflugschar nicht nur
höhenverstellbar sondern auch seitenverschwenkbar ist, so daß wahlweise nach jeder
Seite des Fahrzeugs geräumt werden kann, und daß sie außerdem um eine horizontale
in Fahrtrichtung verlaufende Achse pendeln kann, so daß sie in der Lage ist, sich
der Querneigung der Straße anzupassen bzw. dem Straßenprofil zu folgen.
[0003] Ein Schneepflug mit einer derartigen, mehrgliedrig aufgebauten Anbauvorrichtung für
dessen frontseitige Aufhängung an einem Räumfahrzeug ist in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 181 454 beschrieben. Die Pendelbewegung der Pflugschar wird hier dadurch ermöglicht,
daß die Tragplatte einen Schemel bildet, der mit der Pflugschar arretierbar über eine
zu dieser senkrecht verlaufende, horizontale Pendelachse verbunden ist. Wird die Arretierung
freigegeben, so kann die Pflugschar entsprechend der Straßenquerneigung hinderungsfrei
pendeln.
[0004] Bei einer demgegenüber einfacher ausgebildeten Anbauvorrichtung (EP-A-0 362 837)
für einen Schneepflug ist das Tragteil über elastische Elemente mit der Pflugschar
verbunden, wobei zur Ermöglichung einer Pendelbewegung der Pflugschar am Tragteil
ein Zapfen mit kugeligem Kopf angebracht ist, der in eine mit der Pflugschar verbundene
vertikale Führung eingreift
[0005] Schließlich ist eine Vorrichtung zur Aufhängung einer Pflugschar an einem Fahrzeug
bekannt (CH-A-665 237) bei der unter Verzicht auf ein mehrgliedriges Tragteil eine
direkte Gestängeverbindung zwischen Pflugschar und Fahrzeug vorgesehen ist, wobei
für die verlangten Bewegungen der Pflugschar (Schwenken, Neigen, Kippen und Heben)
die Gestängeverbindungen teilweise durch Hydraulikzylinder in ihrer Länge veränderbar
sind; an ihren Enden sind sie jeweils mittels Kugelgelenken angeschlossen. Die Pflugschar
wird außerdem mittels in ihrer Länge unveränderlicher Gestänge festgehalten, bestehend
aus einer seitlich zwischen dem Räumschild-Drehpunkt und dem Fahrzeug angelenkten
Stange und einer daran angelenkten Querverstrebung, welche mit dem anderen Ende ebenfalls
fahrzeugseitig angelenkt ist. Hier bereitet die Koordinierung der Hubbewegungen der
verschiedenen Hydraulikzylinder bei der Verwirklichung der vorgesehenen Verstellbewegungen
Schwierigkeiten, wobei bereits kleine Ungenauigkeiten, z. B. hervorgerufen durch Toleranzfehler
oder Verformungen unter Last zu Zwängungen in den Gestängeteilen führen können.
[0006] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine robuste
Aufhängevorrichtung für die Pflugschar zu schaffen, welche, bei Verwendung eines einfach
ausgebildeten Tragteils, eine genaue Längs- und Seitenführung des Pflugs gewährleistet,
Seitenkräfte ohne instabile Phasen aufnimmt und trotzdem eine ungehinderte Pendelbewegung
der Pflugschar ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird an einem gattungsgemäßen Schneepflug dadurch gelöst, daß die Lenker
des Lenkerparallelogramms jeweils mittels eine Pendelbewegung ermöglichenden Gelenken
angelenkt sind und daß zur Aufnahme von Seitenkräften zusätzlich ein Dreieckslenker
in einer der beiden Schwenkebenen des Lenkerparallelogramms oder in einer dazu parallelen
Ebene zwischen Tragplatte und Tragteil vorgesehen ist, welcher zwei Anlenkpunkte an
der Tragplatte aufweist.
[0008] Der Dreieckslenker ist dabei zur Aufnahme von Seitenkräften vorgesehen. Als Gelenke
eignen sich bevorzugt Kugelgelenke oder solche Schwenklager, bei denen die notwendige
Pendelbewegung durch Gummihülsen oder ganz einfach durch Lagerspiel ermöglicht wird.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform genügt es, wenn die Schwenklager, mit denen
die Lenker am Tragteil bzw. an der Tragplatte angelenkt sind, als Kugelgelenke ausgebildet
sind, wohingegen die beiden tragplattenseitigen Anlenkpunkte des Dreieckslenkers jeweils
als Schwenklager mit horizontaler Schwenkachse ausgebildet sind. Dabei versteht es
sich von selbst, daß der Anlenkpunkt des Dreieckslenkers am Tragteil als Kugelgelenk
ausgebildet ist.
[0010] Um eine möglichst verschleißfeste Funktion aller Gelenke sicherzustellen, ist ferner
vorgesehen, daß die Gelenke sowohl in der oberen als auch in der unteren Schwenkebene
des Lenkerparallelogramms beidseitig jeweils bezüglich einer gemeinsammen horizontalen
Schwenkachse ausgerichtet sind. Falls der Dreieckslenker nicht in einer der beiden
Schwenkebenen sondern in einer dritten, zu den Schwenkebenen parallelen Ebene angeordnet
ist, liegen seine beiden auf derselben Seite angeordneten Schwenklager ebenfalls auf
einer gemeinsammen Schwenkachse.
[0011] Im Sinne der obigen Ausführungen sind die Schwenkebenen jeweils definiert durch ein
oder mehrere obere Lenker, welche die obere Schwenkebene bilden, sowie ein oder mehrere
Lenker, welche die untere Schwenkebene bilden. Die Kugelgelenke können auf verschiedenste
Weise ausgeführt sein; klassische Kugelgelenke mit schwenkbar gelagerter Gelenkskugel
und diese umfassender Kugelkalotte sind verhältnismäßig teuer, jedoch bestens geeignet;
zu ihrer seitlichen Abstützung kann es zweckmäßig sein, anstelle von starren Anschlägen
elastomere Stützelemente zu verwenden, z.B. in Form seitlicher Kunststoffscheiben,
welche auf die Schwenkachse der Lagerkugel aufgesteckt sind. Eine einfachere Ausführungsform
des Kugelgelenks kann in der Kombination aus einem Drehlager und einem Schwenklager
bestehen, wobei die Lagerachsen bei horizontal ausgerichteter Pflugschar in einer
horizontalen Ebene liegen und zueinander senkrecht verlaufen.
[0012] Aus Kostengründen ist es denkbar, daß bei ein oder mehreren Lenkern wenigstens ein
Anlenkende als einfaches Schwenklager ausgebildet ist. Dabei ist allerdings zu beachten,
daß ein Schwenklager mit Spiel gewählt werden muß, so daß ein gewisser Bewegungsausgleich
im Rahmen der Pendelbewegung übernommen werden kann. Die Gefahr einer Überbeanspruchung
eines derartigen Schwenklagers ist jedoch gegeben.
[0013] In einer Ausführungsform mit insgesamt fünf Lenkern ist vorgesehen, daß der Dreieckslenker
zusätzlich zu den vier Lenkern des Lenkerparallelogramms vorhanden ist; er ist bevorzugt
in der unteren Ebene des Lenkerparallelogramms angeordnet und besteht aus zwei winkelig
zusammengeschlossenen Armen.
[0014] In einer demgegenüber vereinfachten Ausführungsform ist vorgesehen, daß ein Arm des
Dreieckslenkers durch einen Lenker derselben Schwenkebene des Lenkerparallelogramms
gebildet ist. Dabei kann zur besseren Kraftverteilung ferner vorgesehen sein, daß
der Dreieckslenker gegenüber mindestens einem in derselben Schwenkebene des Lenkerparallelogramms
angeordneten Lenker in einer Richtung senkrecht zur Schwenkebene elastisch verspannt
ist. Durch ein derartiges Spannmittel, bevorzugt in Form einer Klammer, welche gegen
eine obere und eine untere Fläche des zugeordneten Lenkers vorgespannt ist, ergibt
sich insbesondere eine wirksame Rückstellung für die Pendelbewegung, sobald der Schneepflug
vom Boden abgehoben wird. Dabei werden die gegenüber der Klammer verschwenkten Anlageflächen
des Lenkers wieder in die Anlageposition zurückgeschwenkt, in welchen die Pflugschar
waagrecht steht. Das weitere Anheben der Pflugschar wird dann dadurch begrenzt, daß
an der Tragplatte ein Anschlag für einen Lenker der unteren Schwenkebene zur Begrenzung
der maximalen Hubstellung vorgesehen ist.
[0015] In einer Ausführungsform mit vier Lenkern und einem unteren Dreieckslenker ist der
Hubzylinder zweckmäßig einerseits am Dreieckslenker und andererseits an der Oberseite
des Tragteils, z.B. an einem das Tragteil verängernden Galgen angesetzt.
[0016] Bei einer Ausführungsform mit einem in der oberen Schwenkebene vorgesehenen Mittellenker
ist der Hubzylinder bevorzugt einerseits am Mittellenker und andererseits an der Unterseite
der Tragplatte abgestützt.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung genügt ein einziger Umlenkzylinder
für die Seitenverstellung des Schneepflugs; dieser kann einerseits an der Rückseite
der Pflugschar und andererseits auf einer Seite des Tragteils angelenkt sein. Dadurch
ist sichergestellt, daß Hubzylinder und Umlenkzylinder völlig unabhängig voneinander
funktionieren, d.h. völlig unabhängig voneinander betätigbar sind.
[0018] Gemäß einer weiteren noch einfacheren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß in einer der Schwenkebenen des Lenkerparallelogramms nur ein Mittellenker vorgesehen
ist, welcher demzufolge die beiden in einer Schwenkebene üblicherweise vorhandenen
Lenker eines Lenkerparallelogramms ersetzt. Ein solcher Mittellenker ist bevorzugt
in der oberen Schwenkebene des Lenkerparallelogramms vorgesehen. In der Kombination
mit dem von einem unteren Lenker abgezweigten Arm des Dreiecklenkers ergibt sich die
einfachste Ausführungsform der Erfindung, nach welcher nur noch insgesamt drei Lenker,
nämlich in der unteren Schwenkebene ein Dreieckslenker und ein zusätzlicher Lenker
und in der oberen Schwenkebene der genannte Mittellenker vorhanden sind. Bei dieser
Ausführungsform sind mit Ausnahme der beiden Anlenkpunkte des Dreieckslenkers an der
Tragplatte, bei denen es sich um reine Schwenklager handelt, alle übrigen Anlenkpunkte
als Kugelgelenke ausgebildet. Der besondere Vorzug dieser Ausführungsform besteht
nicht nur in der damit verbundenen Reduzierung der Bauteile sondern vor allem darin,
daß diese auf drei Lenker reduzierte Lösung praktisch unabhängig von Fertigungstoleranzen
verwirklicht werden kann, da wegen des einzigen Mittellenkers in der oberen Schwenkebene
eine genaue Ausrichtung der Anlenkpunkte der unteren Lenker, soweit die Kugelgelenke
betroffen sind, nicht mehr erforderlich sind.
[0019] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigt
- Fig. 1
- eine erste Variante eines Schneepflugs mit fünf Lenkern, in der Seitenansicht,
- Fig. 2
- den Schneepflug gemäß Fig. 1 in der Draufsicht,
- Fig. 3
- einen Horizonalschnitt durch den Schneepflug gemäß III-III der Fig. 1,
- Fig. 4
- den Schneepflug in einer zweiten Variante mit nur drei Lenkern, in der Seitenansicht,
- Fig. 5
- den Schneepflug gemäß Fig. 4 in der Draufsicht,
- Fig. 6
- einen Horizonalschnitt durch den Schneepflug gemäß VI-VI der Fig. 4,
- Fig. 7
- die Darstellung eines Kugelgelenks gemäß Einzelheit VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- ein Zweiachsen-Dreh-Schwenklager als Variante eines Kugelgelenks in Schnittdarstellung
und
- Fig. 9
- eine Spannvorrichtung gemäß Einzelheit IX in Fig. 4.
[0020] Fig. 1 zeigt in der Seitenansicht einen Schneepflug mit Aufhängevorrichtung zur Befestigung
an der Frontseite eines (nicht gezeigten) Trägerfahrzeugs. Der Schneepflug umfaßt
eine Pflugschar 1, welche mittels kurzer Schwenkarme 2 an einem Schwenkteil 3 angelenkt
ist. Zur Vereinfachung der Zeichnung sind die Spannfedern, welche üblicherweise die
Position der Pflugschar 1 gegenüber dem Schwenkteil 3 sichern und insbesondere deren
Ausweichen nach oben ermöglichen, wenn die Verschleißschiene 5 der Pflugschar 1 gegen
ein Hindernis fährt, weggelassen.
[0021] Vorliegend steht im Mittelpunkt die Aufhängevorrichtung für die Pflugschar, welche
die Verbindung herstellt zwischen einem Tragteil 4 und einer Tragplatte 6, welche
Haken 7 zum Einhängen an einer, nicht gezeigten, an der Frontseite des Trägerfahrzeugs
befestigten Fahrzeugplatte aufweist.
[0022] Das Schwenkteil 3 ist mit einer vertikalen Welle 8 drehfest verbunden; die Welle
8 ist an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils in einem Lagerarm 9 des Tragteils
4 schwenkbar gelagert. Auf diese Weise kann die Pflugschar 1 zwischen ihren beiden
Räumstellungen, welche entweder ein Räumen nach rechts oder nach links ermöglichen,
umgestellt werden. Zum Umstellen dient ein (nicht gezeichneter) hydraulischer Schwenkzylinder,
welcher zwischen dem Tragteil 4 einerseits und der Pflugschar 1 bzw. dem Schwenkteil
3 andererseits abgestützt ist.
[0023] Der Höhenverstellung des Schneepflugs dient das zwischen Tragteil 4 und Tragplatte
6 angeordnete Lenkerparallelogramm. In der Seitenansicht gemäß Fig. 1 sind nur zwei
Lenker erkennbar, nämlich ein oberer Lenker 10 der oberen Schwenkebene des Lenkerparallelogramms
und ein unterer Lenker 11 der unteren Schwenkebene des Lenkerparallelogramms. Wie
sich aus den Fig. 2 und 3 ergibt, sind zwei obere Lenker 10 und zwei untere Lenker
11 vorhanden. Jeder von ihnen ist an den Enden einerseits an der Tragplatte 6, andererseits
am Tragteil 4 angelenkt. An der Tragplatte 6 ist ferner ein Anschlag 12 befestigt,
dessen Anschlagfläche 13 in der maximalen Hubstellung am zugeordneten unteren Lenker
11 anliegt. Die jeweilige Hubstellung wird gesichert durch einen hydraulischen Hubzylinder
14, dessen Kolben 15 an einem das Tragteil 4 nach oben verlängernden Galgen 16 angelenkt
ist und dessen anderes Ende an einem Lagerteil 17 angelenkt ist, welches an einem
in Fig. 1 verdeckten Dreieckslenker 18 der unteren Schwenkebene befestigt ist.
[0024] In der Draufsicht gemäß Fig. 2 ist der Dreieckslenker 18 gut erkennbar. Er besitzt
zwei zum Tragteil 4 hin zusammenlaufende schräge Arme 19, welche über eine Querstrebe
20 miteinander verbunden sind. An der Querstrebe 20 ist das Lagerteil 17 für die Anlenkung
des unteren Endes des Hubkolbens 14 befestigt.
[0025] In der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 sind sowohl die beiden oberen Lenker 10
als auch die beiden unteren Lenker 11 jeweils beidseitig mit Kugelgelenken 21 am Tragteil
4 bzw. der Tragplatte 6 angeschlossen. Beide Arme 19 des Dreieckslenkers 18 hingegen
sind über reine Schwenklager 22 an der Tragplatte 6 angelenkt. Das gegenüberliegende
Lager 23 des Dreieckslenkers 18 im Tragteil 4 ist, wie man in der Schnittstellung
gemäß Fig. 3 erkennt, in Art eines Lager ausgebildet, welches zusammengesetzt ist
aus einem Drehlager 24 mit dem Lagerzapfen 25 und einem reinen Schwenklager 26 mit
dem Lagerzapfen 27.
[0026] Die auf seiten des Tragteils 4 ausnahmslos vorhandenen Kugelgelenke, sowohl für die
Anlenkung der oberen und unteren Lenker 10, 11, als auch des Dreieckslenkers 18 ermöglichen
die für die Schneepflugauflage auf der Straße erforderliche Pendelbewegung der Pflugschar
um eine waagrechte, in Räumrichtung verlaufende Achse, d.h. um eine durch den Lagerzapfen
25 des Drehlagers 24 definierte Achse. Anstelle des aus dem Drehlager 24 und einem
Schwenklager 26 zusammengesetzten Kugelgelenks 23 könnte auch ein Kugelgelenk üblicher
Bauweise, entsprechend den Kugelgelenken 21 der Parallelogrammlenker 10, 11 vorgesehen
sein.
[0027] Grundsätzlich genügt es, wenn bei den Lenkern 10, 11 der oberen und unteren Schwenkebene
des Lenkerparallelogramms statt der Kugelgelenke Schwenklager vorgesehen sind, bei
denen die notwendige Pendelbewegung durch Gummihülsen oder ganz einfach durch Lagerspiel
gestattet wird. Man vermeidet aber unerwünschten Verschleiß, verursacht durch hohe
Beanspruchung hinsichtlich der Lagerelastizität, und störendes Klappern, wenn mit
Ausnahme der beiden Schwenklager des Dreieckslenkers alle übrigen oder möglichst viele
Schwenklager als Kugelgelenk ausgebildet sind.
[0028] Die Ausführungsform einer Schneepflugaufhängung gemäß den Fig. 4 bis 6 unterscheidet
sich von der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 im wesentlichen durch eine deutliche
Verringerung der Anzahl der Lenker. Wie insbesondere in der Draufsicht gemäß Fig.
5 erkennbar, wurden die beiden oberen Lenker zu einem einzigen Mittellenker 28 zusammengefaßt,
welcher beidseitig mittels Kugelgelenken 21 angelenkt ist. Der Hubzylinder 14 ist
bei dieser Ausführungsform oben mit seinem Kolben 15 direkt am Mittellenker 28 angelenkt;
das untere Ende des Zylinders 14 ist, wie in Fig. 6 gezeigt, direkt an der Tragplatte
6 angelenkt.
[0029] Ein weiterer wesentlicher Unterschied zur Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3
besteht darin, daß, wie in Fig. 5 erkennbar, der Dreieckslenker 18 nur einen schrägen
Arm 19 aufweist, welcher über eine Querstrebe 29 seitlich am linken unteren Lenker
11 angeschlossen ist. Auf diese Weise übernimmt dieser Lenker auch die Aufgaben des
zweiten Arms 19 des Dreieckslenkers 18.
[0030] Für die gegenüberliegende Anlenkung des unteren linken Lenkers 11 ist ein hochbelastbares
Kugelgelenk 30 vorgesehen, welches als Einzelheit VII in der Fig. 7 vergrößert dargestellt
ist. Bei diesem Kugelgelenk ist der Gelenkpunkt zusätzlich durch seitliche Kunststoffscheiben
31 abgestützt, wodurch die Beweglichkeit des Lagers nicht beeinträchtigt, die zulässige
Seitenkraftbelastbarkeit aber vergrößert wird.
[0031] In Fig. 8 ist eine Alternative zu Fig. 7 gezeigt, wobei ein Kugelgelenk dargestellt
ist, welches sich zusammensetzt aus einem reinen Schwenklager um den Schwenkzapfen
32 und einem reinen Drehlager, bei welchem sich eine Buchse 33 um einen Drehzapfen
34 dreht. An der Buchse 33 ist seitlich die Querstrebe 29 des Dreieckslenkers 8 befestigt;
am hinteren Ende der Buchse 33 ist der Lenker 11 angesetzt. Eine Druckschraube 35
dient der axialen Fixierung des Drehzapfens 34 innerhalb der Buchse 33. In einem mittleren
Abschnitt besitzt der Drehzapfen 34 eine Eindrehung 36.
[0032] Fig. 9 zeigt in vergrößerter Darstellung eine Rückstellvorrichtung 37, deren elastomere
Druckfeder 38 jeweils in den Fig. 4 bis 6 eingezeichnet ist.
[0033] Diese Rückstellvorrichtung ist an der Querstrebe 29 des Dreieckslenkers 18 befestigt.
Sie dient zur Ausrichtung des benachbarten unteren Lenkers 11 gegenüber dem Dreieckslenker
18.
[0034] Während der Dreieckslenker 18 infolge der beiden Schwenklager 22 seine Position gegenüber
der Tragplatte 6 stets beibehält, kommt es bei einer Pendelbewegung des Schneepflugs
zu einer entsprechenden Pendelbewegung der Lenker 10, 11. Auf die Fig. 9 angewandt,
bedeutet dies, daß der untere Lenker 11 gegenüber dem Dreieckslenkerarm 29 nach oben
oder unten ausweicht, je nachdem, ob der Schneepflug, - in Fahrtrichtung gesehen -,
gerade linksdrehend oder rechtsdrehend pendelt. Dementsprechend werden die Klammerteile
39 geöffnet, und zwar entweder das obere oder das untere Klammerteil 39, jeweils indem
es sich um das gemeinsame Schwenklager 40 gegen die Druckspannung in der Feder 38
verdreht. Letztere wird gespannt mittels einer Zugspindel 40, deren unteres Ende in
einem Steg 41 des unteren Klammerteils 39 schwenkbar gelagert ist und deren oberes
Ende mittels einer Mutter 42 gegenüber einer Druckplatte 43 verspannt ist. Die Druckplatte
43 drückt auf das obere Ende der elastomeren Druckfeder 38, deren unteres Ende gegenüber
dem oberen Klammerteil 39 abgestützt ist. Die Spindel 40 ragt durch eine Bohrung 44
im oberen Klammerteil 39. Wird die Pflugschar vom Boden abgehoben, so bewirkt die
Rückstellvorrichtung 38 eine waagrechte Pflugposition, sobald deren Unterkante vom
Boden frei ist, d.h. eine zunächst vorhandene Schrägstellung der Pflugschar 1 entsprechend
ihrer jeweiligen Pendellage wird durch die Vorspannung der Druckfeder 38 behoben,
indem der Lenker 11 durch die Klammerteile 39 gezwungen wird, sich in seine Ausgangsposition
zurückzudrehen.
[0035] Selbstverständlich sind auch andere Rückstellvorrichtungen denkbar; die im Zusammenhang
mit Fig. 9 beschriebene hat den Vorteil, daß sie durch die doppelseitige Wirkung mit
einer einzigen Feder statt der sonst üblichen zwei Rückstellfedern für eine Pendelbewegung
auskommt.
1. Schneepflug, dessen Pflugschar (1) an einem Tragteil (4) um eine vertikale Achse seitenverschwenkbar
und um eine in Fahrtrichtung verlaufende Achse pendelbar aufgehängt ist und dessen
Tragteil (4) mittels eines Lenkerparallelogramms mit einer fahrzeugseitigen Tragplatte
(6) verbunden ist, wobei zwischen Tragplatte (6) und Tragteil (4) ein hydraulischer
Hubzylinder (14) abgestützt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lenker (10, 11) des Lenkerparallelogramms jeweils mittels eine Pendelbewegung
ermöglichenden Gelenken (21) angelenkt sind und daß zur Aufnahme von Seitenkräften
zusätzlich ein Dreieckslenker (18) in einer der beiden Schwenkebenen des Lenkerparallelogramms
oder in einer dazu parallelen Ebene zwischen Tragplatte und Tragteil vorgesehen ist,
welcher zwei Anlenkpunkte an der Tragplatte aufweist.
2. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenke sowohl in der oberen als auch in der unteren Schwenkebene des Lenkerparallelogramms
beidseitig jeweils bezüglich einer gemeinsamen horizontalen Schwenkachse ausgerichtet
sind.
3. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit Ausnahme der beiden tragplattenseitigen Gelenke des Dreieckslenkers (18) alle
anderen Gelenke des Lenkerparallelogramms jeweils als Kugelgelenk ausgebildet sind.
4. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dreieckslenker (18) aus zwei winkelig zusammengeschlossenen Armen (19) besteht.
5. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Arm des Dreieckslenkers (18) durch einen Lenker (11) derselben Schwenkebene
des Lenkerparallelogramms gebildet ist.
6. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dreieckslenker (18) gegenüber mindestens einem in derselben Schwenkebene des
Lenkerparallelogramms angeordneten Lenker (11) in einer Richtung senkrecht zur Schwenkebene
elastisch verspannt ist.
7. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dreieckslenker (18) in der unteren Schwenkebene des Lenkerparallelogramms
angeordnet ist.
8. Schneepflug nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hubzylinder (14) einerseits am Dreieckslenker (18) und andererseits an der
Oberseite des Tragteils (4) angelenkt ist.
9. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in einer der Schwenkebenen des Lenkerparallelogramms nur ein Mittellenker vorgesehen
ist.
10. Schneepflug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Mittellenker (28) in der oberen Schwenkebene des Lenkerparallelogramms vorgesehen
ist.
11. Schneepflug nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hubzylinder (14) einerseits am Mittellenker (28) und andererseits an der Unterseite
der Tragplatte (6) abgestützt ist.
12. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Tragplatte (6) ein Anschlag (12) für einen Lenker (11) der unteren Schwenkebene
zur Begrenzung der maximalen Hubstellung vorgesehen ist.
13. Schneepflug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gelenke jeweils in der Kombination aus einem Drehlager und einem reinen Schwenklager
ausgebildet sind.
1. Snow plough, whereof the plough blade (1) is able to tilt laterally on a support part
(4) about a vertical axis and is suspended to swing about an axis extending in the
direction of travel and whereof the support part (4) is connected by means of a guide
rod parallelogram to a support plate (6) adjacent the vehicle, a hydraulic lifting
cylinder (14) being supported between the support plate (6) and support part (4),
characterised in that the guide rods (10, 11) of the guide rod parallelogram are respectively
pivoted by means of joints (21) allowing a swinging movement and that for receiving
lateral forces, by way of addition a triangular guide rod (18) is provided in one
of the two tilting planes of the guide rod parallelogram or in a plane parallel thereto
between the support plate and support part, which triangular guide rod has two pivot
points on the support plate.
2. Snow plough according to Claim 1, characterised in that the joints both in the upper
as well as in the lower tilting plane of the guide rod parallelogram are aligned on
both sides respectively with regard to a common horizontal tilting axis.
3. Snow plough according to Claim 1, characterised in that with the exception of the
two joints of the triangular guide rod (18) adjacent the support plate, all the other
joints of the guide rod parallelogram are respectively constructed as ball joints.
4. Snow plough according to Claim 1, characterised in that the triangular guide rod (18)
consists of two arms (19) interlocked at an angle.
5. Snow plough according to Claim 1, characterised in that one arm of the triangular
guide rod (18) is formed by a guide rod (11) of the same tilting plane of the guide
rod parallelogram.
6. Snow plough according to Claim 1, characterised in that with respect to at least one
guide rod (11) arranged in the same tilting plane of the guide rod parallelogram,
the triangular guide rod (18) is braced elastically in a direction perpendicular to
the tilting plane.
7. Snow plough according to Claim 1, characterised in that the triangular guide rod (18)
is located in the lower tilting plane of the guide rod parallelogram.
8. Snow plough according to Claim 7, characterised in that the lifting cylinder (14)
is pivoted at one side on the triangular guide rod (18) and at the other side on the
upper side of the support part (4).
9. Snow plough according to Claim 1, characterised in that only one central guide rod
is provided in one of the tilting planes of the guide rod parallelogram.
10. Snow plough according to Claim 9, characterised in that the central guide rod (28)
is provided in the upper tilting plane of the guide rod parallelogram.
11. Snow plough according to Claim 10, characterised in that the lifting cylinder (14)
is supported at one side on the central guide rod (28) and at the other side on the
underneath of the support plate (6).
12. Snow plough according to Claim 1, characterised in that provided on the support plate
(6) is a stop (12) for a guide rod (11) of the lower tilting plane, for limiting the
maximum stroke position.
13. Snow plough according to Claim 1, characterised in that the joints are respectively
constructed in combination from a rotary bearing and a pure swivel bearing.
1. Chasse-neige dont l'étrave (1) est suspendue sur une partie portante (4) de manière
à pouvoir pivoter latéralement autour d'un axe vertical et à penduler autour d'un
axe s'étendant dans la direction du transport, ladite partie portante (4) étant reliée
au moyen d'un parallélogramme de biellettes à une plaque support (6) du côté véhicule,
un vérin hydraulique (14) venant s'appuyer entre ladite plaque support (6) et la partie
portante (4), caractérisé en ce que les biellettes (10, 11) du parallélogramme sont
articulées chacune au moyen d'articulations (21) permettant un mouvement pendulaire
et en ce que, pour l'absorption de forces latérales, est prévue en outre, une biellette
triangulaire (18) située dans l'un des deux plans de basculement du parallélogramme
ou dans un plan parallèle à ceux-ci, entre la plaque support et la partie portante,
ladite biellette triangulaire (18) présentant deux points d'articulation sur la plaque
support.
2. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que les articulations sont
alignées, aussi bien dans le plan supérieur que dans le plan inférieur de basculement
du parallélogramme, des deux côtés d'un axe de basculement horizontal commun.
3. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que, à l'exception des deux
articulations de la biellette triangulaire (18) du côté plaque support, toutes les
autres articulations du parallélogramme sont réalisées sous la forme d'articulations
à rotule.
4. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que la biellette triangulaire
(18) est constituée de deux brins (19) assemblés en formant un angle.
5. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un bras de la biellette
triangulaire (18) est constitué par une biellette (11) du même plan de basculement
du parallélogramme.
6. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que la biellette triangulaire
(18) est montée, sous une tension élastique, par rapport à au moins une biellette
(11) disposée dans le même plan de basculement que le parallélogramme, dans une direction
perpendiculaire à ce plan de basculement.
7. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que la biellette triangulaire
(18) est disposée dans le plan de basculement inférieur au parallélogramme.
8. Chasse-neige selon la revendication 7, caractérisé en ce que le vérin (14) est articulé,
d'un côté, sur la biellette triangulaire (18) et, de l'autre côté, sur le côté supérieur
de la partie portante (4).
9. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans l'un des plans
de basculement du parallélogramme, n'est prévue qu'une seule biellette centrale.
10. Chasse-neige selon la revendication 9, caractérisé en ce que la biellette centrale
(28) est prévue dans le plan de basculement supérieur du parallélogramme.
11. Chasse-neige selon la revendication 10, caractérisé en ce que le vérin (14) s'appuie,
d'un côté, sur la biellette centrale (28) et, de l'autre côté, sur le côté inférieur
de la plaque support (6).
12. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que, sur la plaque support
(6) est prévue une butée (12) pour une biellette (11) du plan de basculement inférieur,
afin de limiter la position maximale de levage.
13. Chasse-neige selon la revendication 1, caractérisé en ce que chacune des articulations
est réalisée par la combinaison entre un coussinet à rotation et un coussinet uniquement
pivotant.