[0001] Die Erfindung betrifft ein Aufstellschild nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Aus der DE 38 01 021 AI ist ein einschlägiges, als eine aus durchsichtigem Kunststoff
extrudierte Leiste ausgebildetes Aufstellschild bekannt, dessen Vorder- und Rückenteil
im wesentlichen V-förmig angeordnet sind und bei dem die unteren und oberen Längsränder
des Vorderteiles an dessen Innenseite Laschen aufweisen, die zur Aufnahme eines Informationsträgers
dienen, der aus einem beschrifteten Papier- oder Kunststoffstreifen besteht, dessen
Länge der Länge bzw. Breite des Aufstellschildes entspricht. Das bekannte Aufstellschild
vermag insofern nicht voll zu befriedigen, als die bei ihm zum Einsatz gelangenden
Informationsträger jeweils lediglich eine bestimmte Information zu liefern vermögen.
[0003] Eine Änderung des Informationsinhaltes eines Informationsträgers ist bei einem aus
der DE-PS 817 240 bekannten aufhängbaren Steckschild mit mehreren zeilenartig übereinander
angeordneten Informationsträgern möglich. Die Informationsträger sind in diesem Fall
als im wesentlichen C-förmige aus Blech gebogene Aufreihschienen ausgebildet, in die
mehrere unterschiedlichen Informationen entsprechend kombinierte Einzelzeichen einführbar
sind. Bei diesem zweiten Steckschild werden die mit Führungskerben versehenen Enden
der Aufreihschienen in ebenfalls aus Blech gebogenen seitlichen Tragleisten geführt,
wobei sie diese gleichzeitig im Abstand voneinander halten. Zum Schutz der Einzelzeichen
dienen in die Aufreihschienen jeweils von der Seite her einschiebbare durchsichtige
Abdeckstreifen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein durch Falzen aus Kunststoff-Hartfolie
herstellbares Aufstellschild der in Betracht gezogenen Art zu schaffen, in das die
mit austauschbaren Einzelzeichen versehenen Informationsträger bequem von der Seite
her einschiebbar sind und dessen Vorderseite eine Schutzabdeckung für die Zeichen
der Informationsträger bildet. Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die Merkmale
des Patentanspruches 1.
[0005] Das erfindungsgemäße Aufstellschild bietet den Vorteil, daß bei ihm der Rückenteil
eine Doppelfunktion erfüllt, indem er einerseits eine der Stützen des Aufstellschildes
und andererseits ein Klemmorgan formt.
[0006] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung einer in der beigefügten Zeichnung dargestellten,
besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:
Fig. 1 die Seitenansicht eines Aufstellschildes vor dem Einführen von Aufreihschienen,
Fig. 2 die Vorderansicht des Aufstellschildes gemäß Fig. 1,
Fig. 3 die Seitenansicht einer ersten mit Informationsträgern bestückten Aufreihschiene,
Fig. 4 die Vorderansicht der Aufreihschiene gemäß Fig. 3,
Fig. 5 die Seitenansicht einer zweiten mit Informationsträgern bestückten Aufreihschiene,
Fig. 6 die Vorderansicht der Aufreihschiene gemäß Fig. 5,
Fig. 7 die Seitenansicht des Aufstellschildes gemäß den Figuren 1 und 2 mit eingeschobenen
Aufreihschienen,
Fig. 8 die Vorderansicht des Aufstellschildes gemäß Fig. 7 und
Fig. 9 die Vorderansicht eines einzelnen Informationsträgers.
[0007] In den Figuren 1 und 2 ist 1 der Vorderteil eines Aufstellschildes. Mit diesem Vorderteil
1 ist über einen Falzbug 2 ein Rückenteil 3 verbunden. Vorderteil 1, Falzbug 2 und
Rückenteil 3 bestehen aus einem mehrfach gefalzten, durchsichtigen Hartfolienstreifen,
dessen Dicke in der Größenordnung von 1 bis 2 mm liegt. Der untere Rand des Vorderteils
1 weist eine nach innen gefalzte Lasche 4 auf, die zusammen mit dem ihr gegenüberliegenden
Abschnitt des Vorderteils 1 eine Aufnahme für die untere der beiden in den Figuren
3 bis 6 dargestellten Aufreihschienen 6 und 7 bildet. Um auch die obere Aufreihschiene
6 sicher im Aufstellschild halten zu können, ist der Rückenteil 3 abgewinkelt. Sein
oberer Abschnitt 8 bildet wie die Lasche 4 einen Klemmschenkel für die in eine Aufnahme
9 einführbare Aufreihschiene 6. Jede der beiden aus einem undurchsichtigen, vorzugsweise
weißen dünneren Hartfolienstreifen gebildeten Aufreihschienen 6 bzw. 7 besitzt umgefalzte
Längsränder, die die Voraussetzung für die Bestückung der Aufreihschienen 6 und 7
mit Informationsträgern 12 bilden, welche jeweils ein Zeichen in Form eines Buchstabens,
einer Zahl oder eines Symbols tragen.
[0008] Der untere Abschnitt 13 des Rückenteiles 3 schließt mit dem Vorderteil 1 einen Winkel
a von 45° bis 60° ein und stützt diesen, wie in den Figuren 1 und 7 gezeigt, in einer
schrägen Position ab. Die Abschnitte 8 und 13 des Rückenteils schließen einen stumpfen
Winkel β ein.
[0009] Insbesondere der Figur 1 ist entnehmbar, daß die Oberkante 14 der Lasche 4 bei aus
der Aufnahme 5 entfernter Aufreihschiene 7 einen zum Abstützen der oberen Aufreihschiene
nutzbaren Anschlag bildet, wohingegen sich die beiden Aufreihschienen normalerweise
gegeneinander abstützen, wie dies aus der Figur 7 erkennbar ist.
1. Aufstellschild aus durchsichtigem Kunststoff mit zwei einen Vorderteil (1) und
einen Rückenteil (3) bildenden Schenkeln und einer sich an den unteren Rand des Vorderteils
(1) anschließenden, nach innen gerichteten Lasche (4), die zusammen mit einem ihr
gegenüberliegenden Abschnitt des Vorderteils (1) und den den Vorderteil (1) mit dem
Rückenteil (3) verbindenden Bug eine Aufnahme (5) für einen Informationsträger bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) im wesentlichen C-förmige Aufreihschienen (6,7) für jeweils mehrere in diese einführbare,
unterschiedlichen Informationen entsprechend kombinierbare Einzelzeichen aufweisende
Informationsträger (12) vorhanden sind,
b) die Aufreihschienen (6,7) zeilenartig im durch Falzen aus Kunststoff-Hartfolie
hergestellten Aufstellschild angeordnet sind und
c) die Lasche (4) einen federnden Klemmschenkel für eine untere Aufreihschiene (7)
und ein oberer Abschnitt (8) des Rückenteils (3) einen federnden Klemmschenkel für
eine obere Aufreihschiene (6) bilden.
2. Aufstellschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberkante (14)
der Lasche (4) bei aus dem Schild entfernter unterer Aufreihschiene (7) einen die
obere Aufreihschiene (6) abstützenden Anschlag formt.
3. Aufstellschild nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den
oberen Abschnitt (8) des Rückenteils (3) ein den Vorderteil (1) in einer Schräglage
abstützender unterer Abschnitt (13) anschließt.
4. Aufstellschild nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Abschnitt
(13) des Rückenteils (3) mit dem Vorderteil (1) einen Winkel (a) von 45° bis 60° einschließt.
5. Aufstellschild nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufreihschienen (6,7) aus einem dünnen undurchsichtigen Hartfolienstreifen mit umgefalzten
Längsrändern (10,11) bestehen.
6. Aufstellschild nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufreihschienen (6,7) die gleichen Abmessungen haben.