[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Speisen von in Flockenform befindlichem
Fasergut zu Verarbeitungsmaschinen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
[0002] Derartige Speisevorrichtungen werden beispielsweise für Karden oder Krempel aber
auch für Öffnungs- und Reinigungsmaschinen verwendet.
[0003] Eine bekannte Vorrichtung zum Speisen von Fasermaterial verarbeitenden Maschinen
z.B. Karden, Krempeln, Schlagmaschinen oder dergleichen ist beispielsweise aus der
DE-OS 36 25 311 bekannt. Die Speisevorrichtung weist einen oberen Füllschacht mit
perforierten Wänden auf, aus denen der Transportluftstrom abgeführt werden kann. Am
unteren Ende des Füllschachtes ist eine Speisewalze angeordnet, die mit einer Schlag-
oder Öffnerwalze zusammenwirkt. Tangential von der Schlagwalze führt ein Speiseschacht
mit ebenfalls teilweise perforierten Schachtwänden zu einem Einzugswalzenpaar, über
das das Faservlies der nachfolgenden Verarbeitungsmaschine zugeführt wird. Tangential
zu der Schlagwalze aber hinter der Schlagstelle wird ein Verdichtungsluftstrom eingeblasen,
der an den perforierten Schachtwänden des Speiseschachtes wieder austritt und einem
Ventilator zwecks Rezirkulation zugeführt wird.
[0004] Der Transportluftstrom, der an dem oberen Füllschacht austritt, wird über einen separaten
Abluftkanal abgeführt. Eine derartige Speisevorrichtung ermöglicht nur die Verdichtung
der Fasern im Speiseschacht, trägt aber nicht zur Verringerung des mit Baumwollfaserflocken
mitgeführten Staubes bei.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Speisevorrichtung der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, daß eine Verringerung des Staubanteils in den Faserflocken
ermöglicht wird.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen erfindungsgemäß die Merkmale des Hauptanspruchs.
[0007] Der Transportluftstrom wird in vorteilhafter Weise innerhalb des Gehäuses in einem
im wesentlichen zu dem Füll- und Speiseschacht parallelen Abluftschacht zu einem Abluftanschluß
am unteren Teil der Maschine abgeführt. Dieser Abluftanschluß ist stromabwärts der
luftdurchlässigen Schachtwand des Speiseschachtes angeordnet und kann dadurch auch
den wieder von den Fasern abgetrennten Verdichtungsluftstrom zusätzlich abführen,
der nach der Schlagstelle zwischen Speise- und Schlagwalze besonders mit Staub- und
Fremdpartikeln angereichert ist. Als Verdichtungsluftstrom wird ein Teilluftstrom
des aus dem Füllschacht herausgeführten Transportluftstroms verwendet, wobei die Abzweigstelle
stromabwärts der luftdurchlässigen Schachtwand des Füllschachtes, aber vor der luftdurchlässigen
Schachtwand des Speiseschachtes angeordnet ist. Auf diese Weise ist sichergestellt,
daß als Verdichtungsluftstrom nur der im Füllschacht abgetrennte Transportluftstrom
verwendet wird.
[0008] Über den im unteren Teil der Maschine angeordneten Abluftanschluß kann der gesamte
Abluftstrom einer Abluftentsorgung z.B. der Nachfolgemaschine angeschlossen werden.
[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der abgezweigte Teilluftstrom tangential zur Schlagwalze
auf den Klemmpunkt zwischen Speise- und Schlagwalze gerichtet ist, wodurch in vorteilhafter
Weise der abgezweigte Teilluftstrom nicht nur als Verdichtungsluftstrom verwendet
wird, sondern darüber hinaus an der Schlagstelle in dem Klemmpunkt durch die Blaswirkung
ein Herauslösen von Staubund Fremdpartikel aus den Faserflocken unterstützt. Der mit
den Abfall- und Staubpartikeln angereicherte Verdichtungsstrom wird dann nicht rezirkuliert
sondern direkt über den Abluftschacht entsorgt.
[0010] Der Teilluftstrom kann abwechselnd abgesperrt und freigegeben sein, wodurch in dem
Speiseschacht ein Pumpeffekt auftritt, der an der luftdurchlässigen Schachtwand des
Speiseschachtes einen Selbstreinigungseffekt ermöglicht, dadurch ein Zusetzen der
luftdurchlässigen Schachtwand, z.B. einer Siebwand, verhindert, und einen reibungslosen
kontinuierlichen Betrieb gewährleistet.
[0011] Der Abluftschacht kann stromabwärts der luftdurchlässigen Schachtwand des Füllschachtes
zumindest teilweise intermittierend absperrbar sein. Auf diese Weise ist auch im Füllschacht
ein Selbstreinigungseffekt an der luftdurchlässigen Schachtwand erreichbar. Das Absperren
kann über Schieber oder Klappen erfolgen, die über die Breite des Schachtes auch unterteilt
sein können und abwechselnd betätigt werden können.
[0012] Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die einzige Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert.
[0013] Die Figur zeigt eine Speisevorrichtung für eine Karde, wobei die Luftführung aber
auch für eine Speiseöffnung einer Öffnungs- und Reinigungsmaschine geeignet ist. Das
in Flockenform befindliche Fasergut wird über einen Transportkanal 10 einem oberen
Füllschacht 1 zugeführt, der über eine luftdurchlässige Schachtwand 2 mit einem Abluftraum
3 verbunden ist, der ein Bestandteil eines Abluftschachtes 4 ist, der von der Abluftkammer
3 bis in den unteren Teil der Maschine zu einem Abluftanschluß 5 im wesentlichen parallel
zu dem Füllschacht 1 und dem darunter angeordneten Speiseschacht 6 verläuft. Dieser
Abluftschacht 4 ist dabei innerhalb des Gehäuses 7 der Speisevorrichtung angeordnet.
[0014] Am unteren Ende des Füllschachtes 1 ist eine Speisewalze 8 angeordnet, die mit einer
Schlag- oder Öffnerwalze 9 zusammenwirkt, von der der Speiseschacht 6 tangential abgeht.
Auch der Speiseschacht 6 weist eine zumindest teilweise luftdurchlässige Schachtwand
11 auf, die ebenfalls zum Abluftschacht 4 hin offen ist. Am unteren Ende der Abluftkammer
3 sind Klappen oder Schieber 12 angeordnet, die intermittierend geöffnet oder geschlossen
werden, wodurch in dem Füllschacht ein Pumpeffekt erzeugt wird, der verhindert, daß
sich die luftdurchlässige Zwischenwand 2 zusetzt. Die Absperrklappen und Schieber
können auch jeweils nur einen Teil der Schachtbreite freigeben. In dem Abluftschacht
4 in dem Abschnitt unterhalb des Füllschachtes 1 ist ein Ventilator 14 angeordnet,
der einen Teilluftstrom B des Transportluftstromes A abzweigt und tangential zur Schlagwalze
dem Klemmpunkt zwischen Speisewalze 8 und Schlagwalze 9 zuführt. Über einen schwenkbaren
Schieber 15, der intermittierend die Ansaugöffnung 16 des Ventilators 14 zuhält oder
freigibt, ist ein pulsierendes Einblasen des Teilluftstromes B möglich. Der Teilluftstrom
B ist hinter der Schlagstelle in dem Speiseschacht 6 als Verdichtungsstrom C dargestellt,
der im unteren Bereich des Speiseschachtes 6 durch die luftdurchlässige Schachtwand
11 des Speiseschachtes 6, durch die Pfeile D gekennzeichnet, in den Abluftschacht
4 hindurchtritt, um sich dort mit dem um den Teilluftstrom B verminderten Transportluftstrom
E zu vermischen und als Abluft F über den Abluftanschluß 5 entsorgt zu werden.
[0015] Der Speiseschacht 6 ist geringfügig von der Vertikalen durch die Speisewalze 8 um
ca. 10° abgeneigt und geht ohne Abzugswalzen in eine Schachtrutsche 18 über, über
die das Faservlies einer Karde 20 zugeführt wird. Dabei kann der Abluftanschluß 5
mit einer Abluftentsorgung 22 der Karde 20 verbunden sein.
1. Vorrichtung zum Speisen von in Flockenform befindlichem Fasergut zu Verarbeitungsmaschinen
(20) mit einem in einem Gehäuse (7) angeordneten oberen Füllschacht (1), an dessen
unterem Ende eine Speisewalze (8) angeordnet ist, die mit einer Schlag- oder Öffnerwalze
(9) zusammenwirkt, von der ein Speiseschacht (6) tangential abgeht, wobei sowohl der
Füllschacht (1) als auch der Speiseschacht (6) mindestens eine zumindest teilweise
luftdurchlässige Schachtwand (2,11) aufweisen, wobei in dem Speiseschacht (6) durch
Einblasen eines Verdichtungsluftstromes (C) zusätzlich eine pneumatische Verdichtung
erfolgt und wobei an der luftdurchlässigen Schachtwand (2) des Füllschachtes (1) der
Transportluftstrom (A) abgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Transportluftstrom (A) in einen im wesentlichen zu dem Füll- und Speiseschacht
(1,6) parallelen Abluftschacht (3,4) innerhalb des Gehäuses (7) zu einem stromabwärts
der luftdurchlässigen Schachtwand (11) des Speiseschachtes angeordneten Abluftanschluß
(5) abgeführt ist,
- daß an einer Abzweigstelle zwischen Füllschacht (1) und Speiseschacht (6) ein Teilluftstrom
(B) des Transportluftstroms (A) als Verdichtungsluftstrom (C) in den Speiseschacht
(6) geleitet ist und
- daß der aus der luftdurchlässigen Schachtwand (11) des Speiseschachtes (6) austretende
Verdichtungsluftstrom (D) stromabwärts der Abzweigstelle in den Abluftschacht (4)
geleitet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgezweigte Teilluftstrom
(B) auf den Klemmpunkt zwischen Speisewalze (8) und Schlagwalze (9) gerichtet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilluftstrom
(B) über eine intermittierend betriebene Absperreinrichtung pulsierend einströmt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abluftschacht
(4) stromabwärts der luftdurchlässigen Schachtwand (2) des Füllschachtes (1) über
Absperreinrichtungen (12) zumindest teilweise intermittierend absperrbar ist.
1. A device for feeding flocculent fiber material to processing machines (20), comprising
an upper filling chute (1) arranged in a housing (7), at the lower end of which a
feeding roll (8) is arranged cooperating with a beater or opening roll (9) from which
a feeding chute (6) branches tangentially, the filling chute (1) and the feeding chute
(6) having at least one at least partially air-permeable chute wall (2, 11), an additional
pneumatic compacting being performed in the feeding chute (6) by injecting a compacting
air flow (C), and the flow of transport air (A) being discharged at the air-permeable
chute wall (2) of the filling chute (1),
characterised in that
- the flow of transport air (A) is discharged into an exhaust air chute (3, 4) within
the housing (7), which is substantially parallel to the filling and feeding chute
(1, 6), and to an exhaust air port member (5) arranged downstream of the air-permeable
chute wall (11),
- a partial air flow (B) of the flow of transport air (A) is supplied into the feeding
chute (6) as the flow of compacting air (C) at a branching point between the filling
chute (1) and the feeding chute (6), and
- that the flow of compacting air (D) escaping from the air-permeable chute wall (11)
of the feeding chute (6) is guided into the exhaust air chute (4) downstream of the
branching point.
2. The device according to claim 1, characterised in that the branched partial air flow
(B) is directed onto the nip between the feeding roll (8) and the beater roll (9).
3. The device according to claim 1 or 2, characterised in that the partial air flow (B)
flows in in a pulsating manner via an intermittently operated shut-off device.
4. The device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the exhaust air
chute (4) can at least partially be shut off intermittently downstream of the air-permeable
chute wall (2) of the filling chute (1) by means of shut-off devices (12).
1. Dispositif pour l'alimentation d'une matière fibreuse sous forme de flocons vers des
machines de transformation (20), à puits de remplissage supérieur (1), disposé dans
un boîtier (7), à l'extrémité inférieure duquel est disposé un cylindre d'alimentation
(8), qui coopère avec un cylindre batteur ou ouvreur (9), duquel descend tangentiellement
un puits d'alimentation (6), dispositif dans lequel aussi bien le puits de remplissage
(1) que le puits d'alimentation (6) présente au moins une paroi de puits (2, 11) au
moins partiellement perméable à l'air, dans lequel, à l'intérieur du puits d'alimentation
(6) se produit en outre, par soufflage d'un courant d'air de compression (C) une compression
pneumatique et dans lequel est évacué, au niveau de la paroi de puits (2) perméable
à l'air du puits de remplissage (1), le courant d'air de transport (A), caractérisé
en ce
- que le courant d'air de transport (A) est évacué, par un puits d'évacuation d'air
(3, 4) sensiblement parallèle aux puits de remplissage et d'alimentation (1, 6), à
l'intérieur du boîtier (7), vers un raccordement d'évacuation d'air (5) disposé en
aval de la paroi de puits (11), perméable à l'air, du puits d'alimentation,
- qu'à un embranchement entre le puits de remplissage (1) et le puits d'alimentation
(6) est amené dans le puits d'alimentation (6), en tant que courant d'air de compression
(C), un courant d'air partiel (B) du courant d'air de transport (A), et
- que le courant d'air de compression (D), sortant de la paroi de puits (11) perméable
à l'air du puits d'alimentation (6), est amené dans le puits d'évacuation d'air (4),
en aval de l'embranchement.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le courant d'air partiel
(B) dérivé est orienté sur le point de serrage entre le cylindre d'alimentation (8)
et le cylindre batteur (9).
3. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le courant d'air
partiel (B) entre, de manière pulsante, par un dispositif d'obturation à fonctionnement
intermittent.
4. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le puits
d'évacuation d'air (4) peut être obturé de manière intermittente, du moins en partie,
en aval de la paroi de puits (2) perméable à l'air du puits de remplissage (1), par
des dispositifs d'obturation (12).