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(11) |
EP 0 469 142 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.04.1995 Patentblatt 1995/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.02.1991 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT9100/030 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9113/252 (05.09.1991 Gazette 1991/21) |
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KRAFTSTOFFEINSPRITZEINRICHTUNG FÜR EINSPRITZBRENNKRAFTMASCHINEN
FUEL INJECTION DEVICE FOR FUEL-INJECTED INTERNAL COMBUSTION ENGINES
DISPOSITIF D'INJECTION DE CARBURANT POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE A INJECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT |
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Priorität: |
21.02.1990 AT 398/90
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH AG |
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1110 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- WEISS, Gerhard
A-4614 Marchtrenk (AT)
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| (74) |
Vertreter: Haffner, Thomas M., Dr. et al |
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Patentanwalt
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 922 426 US-A- 2 258 055
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FR-A- 2 067 883 US-A- 4 520 774
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 14, no. 181 (M-961)(4124) 11 April 1990, & JP-A-02
030972 (KUBOTA) 01 Februar 1990, siehe das ganze Dokument
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 6, no. 253 (M-178)(1131) 11 Dezember 1982, & JP-A-57
148054 (KAWASAKI) 13 September 1982, siehe das ganze Dokument
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen,
bei welcher ein Pumpenkolben und eine Pumpenkolbenbüchse oder eine Steuerhülse relativ
zueinander verdrehbar sind und das Förderende durch wenigstens eine schräge Steuerkante
des einen Teiles, welche eine Überströmbohrung des jeweils anderen Teiles überschleift,
bestimmt ist, und der Förderbeginn durch eine andere Steuerkante dieses einen Teiles,
die die Überströmbohrung des jeweils anderen Teiles überschleift, bestimmt ist, wobei
die schräge Steuerkante im Bereich der Nullförderung eine in Richtung zu den einer
Vergrößerung der Förderung entsprechenden Drehstellung zurückspringende Ausnehmung
aufweist und der Abstand der Stelle, an welcher die schräge Steuerkante in die zurückspringende
Ausnehmung übergeht, von der den Förderbeginn steuernden Steuerkante größer ist als
der Durchmesser der Überströmbohrung.
[0002] Wenn der verdrehbare Teil, nämlich der Pumpenkolben oder die Regelhülse aus der Stellung
"Nullförderung" in Richtung zu den einer Vergrößerung der Förderung entsprechenden
Drehstellungen um einen gewissen Regelwinkel verdreht wird, beginnt die Förderung
und damit die Voreinspritzung. Während einer Regelwinkelzunahme bei konstanter Drehzahl
steigt zunächst die Voreinspritzmenge rasch an, wonach sie konstant bleibt und gleichzeitig
die Gesamtmenge sehr lange konstant bleibt. Bei Erreichen des dynamischen Ausweichkolben-Öffnungsdruckes
bei Verwendung einer Ausbildung mit einem Ausweichkolben beginnt der Ausweichkolben
auszuweichen und der Ausweichzylinder nimmt die geförderte Kraftstoffmenge auf. Mit
zunehmendem Regelwinkel verschluckt der Ausweichzylinder immer mehr Kraftstoffmenge.
Dies dauert solange, bis das volle Schluckvolumen des Ausweichzylinders erreicht ist.
Ab dieser Regelwinkel-Position beginnt sich die Haupteinspritzung zu formen.
[0003] Bei den bekannten Anordnungen ist die Kurve, nach welcher die schräge Steuerkante
verläuft, stetig. Der Regelwinkel, über welchen der verdrehbare Teil in der Phase
vom Beginn der Absteuerung des Kraftstoffes in den Ausweichzylinder bis zur Erreichung
des vollen Schluckvolumens des Ausweichzylinders verdreht werden muß, was dem Intervall
zwischen Voreinspritzung und Haupteinspritzung entspricht, ist verhältnismäßig groß.
Es ergibt sich daher ein großer Regelwinkel über den gesamten Regelbereich, und ein
solcher großer Regelwinkel bereitet bei manchen Stellern Schwierigkeiten. Während
dieser Phase ändert sich nichts am Einspritzverhalten und es besteht daher überdies
die Gefahr, daß die Rückmeldung einen Fehler anzeigt. Auch dies stellt einen beträchtlichen
Nachteil dar. Eine Verkleinerung des Regelwinkels könnte zwar durch eine steilere
Anordnung der schrägen Steuerkante erreicht werden, jedoch würde dadurch wieder die
Regelempfindlichkeit vermindert werden.
[0004] Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, den erforderlichen Regelwinkel zu verkürzen.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe besteht die Erfindung im wesentlichen darin, daß zur
Erzielung einer Vor- und Haupteinspritzung ein in einem mit dem Hochdruckraum in Verbindung
stehenden Ausweichzylinder geführter Ausweichkolben vorgesehen ist, wobei das vom
Ausweichkolben freigegebene Volumen die Einspritzpause zwischen Voreinspritzung und
Haupteinspritzung bestimmt, und daß die Ausnehmung der schrägen Steuerkante so weit
reicht, daß bei Leerlaufstellung die erforderliche Dichtspaltbreite zwischen der die
Ausnehmung begrenzenden Kante und der Absteuerbohrung gewährleistet ist.
[0005] Durch die Ausnehmung wird die Drehstellung "Nullförderung" in Richtung zu den einer
Vergrößerung der Förderung entsprechenden Drehstellungen verschoben. Es wird der Drehwinkel
zwischen der der Nullförderung bei maximaler Drehzahl entsprechenden Drehstellung
und der dem Leerlauf entsprechenden Drehstellung verkleinert. Dadurch wird auch der
Regelwinkel in der Phase zwischen dem Beginn der Überströmbohrung des Kraftstoffes
in den Ausweichzylinder bis zur Erreichung des vollen Schluckvolumens desselben verkleinert.
Es ist sogar möglich, diesen Regelwinkel bei einer vorbestimmten Drehzahl auf Null
herabzusetzen. Auf diese Weise wird im gesamten Regelbereich eine wesentliche Verringerung
des gesamten Regelwinkels erreicht.
[0006] Dadurch, daß erfindungsgemäß die Ausnehmung der schrägen Steuerkante so weit reicht,
daß bei Leerlaufstellung die erforderliche Dichtspaltbreite zwischen der die Ausnehmung
begrenzenden Kante und der Absteuerbohrung gewährleistet ist, ergibt sich, daß bei
den verschiedenen Hubstellungen des Kolbens im Bereich dieser Ausnehmung der Dichtspalt
gleich bleibt. Es kann daher durch diese Ausnehmung der Regelwinkel zwischen der Stellung
"Nullförderung" und der Leerlaufstellung auf ein Minimum reduziert werden, ohne daß
der erforderliche Dichtspalt beeinträchtigt wird.
[0007] Wenn der Bereich der Steuerkante die Überströmbohrung aufsteuert, ist die Förderung
beendet. Dies gilt sowohl für den Leerlauf als auch für den Lastbetrieb. Dadurch,
daß der Abstand der Stelle, an welcher die schräge Steuerkante in die zurückspringende
Ausnehmung übergeht, von der den Förderbeginn steuernden Steuerkante größer ist als
der Durchmesser der Überströmbohrung, ergibt sich bei allen Drehstellungen zwischen
dem Abschluß der Überströmbohrung und der Aufsteuerung derselben ein Nutzhub, welcher
auch die bei Leerlauf erforderliche Fördermenge gewährleistet. Wenn dieser Abstand
gleich oder kleiner als der Durchmesser der Überströmbohrung wäre, würde die Fördermenge
vom Ausgleichzylinder geschluckt werden und es würde sich keine Haupteinspritzung
entwickeln.
[0008] Die Erfindung bietet somit die Möglichkeit, bei einer durch ein Ausweichelement gesteuerten,
2-teiligen Einspritzung (= Voreinspritzung + Haupteinspritzung) einen Einspritzmengenverlauf
ohne Konstantbereich (Strecke 12 in Fig. 3) mit stetig steigender Menge über den Regelwinkel
(= Regelweg) mittels einer diskontinuierlichen Steuerkante zu erreichen.
[0009] In der DE-OS 29 22 426 wird eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung der eingangs genannten
Art beschrieben, welche im wesentlichen ein Prinzip einer 2-teiligen Einspritzung
darstellt, bei der durch spezielle Anordnung von Nuten der sog. Spritzäbstand bzw.
die Spritzpause beliebig kurz gewählt werden kann und darüberhinaus in Abhängigkeit
des Regelweges veränderlich gestaltet sein kann. Es wird jedoch nicht eine stetig
steigende Menge über den Regelbereich erreicht, da ein Konstantbereich enthalten ist.
[0010] In der US-PS 4 520 774 ist eine Lösung dargestellt, bei welcher mittels eines Hochdruckerzeugers,
eines Ausweichelementes und zweier Düsenhalterkombinationen eine 2-teilige Einspritzung
erzielt wird, ohne auf den Mengenverlauf Rücksicht zu nehmen. Hiebei ist bei dieser
Lösung mit einem Konstantbereich des Einspritzmengenverlaufes über dem Regelweg zu
rechnen, weil die Steuerkante und damit der Nutzhub stetig mit zunehmendem Regelweg
ansteigt, während das Schluckvolumen des Ausweichkolbens nach Ablauf der Voreinspritzung
nachgefördert werden muß, währenddessen die Gesamteinspritzmenge über dem Regelweg
konstant bleibt.
[0011] Gemäß der Erfindung kann vorzugsweise zur Bildung dieser Ausnehmung die schräge Steuerkante
in Form einer Stufe zurückspringen. Eine solche Stufe kann in die schräge Steuerkante
ohne weiteres eingearbeitet werden. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung verläuft der die Stufe bildende Bereich der Steuerkante in Richtung
der Achse des Pumpenkolbens. Bei Nullförderung wird durch die Stufe die Abströmung
in die Überströmbohrung, knapp bevor eine Förderung erfolgt, ermöglicht. Beim Übergang
auf die Förderung überdeckt die Stufenkante die Überströmbohrung, wobei der erforderliche
Dichtspalt zu berücksichtigen ist. Der schräge Bereich der Steuerkante überschleift
nach Beginn der Förderung, nach einem durch die Drehstellung bestimmten Hub, den schrägen
Bereich der Absteuerkante, wodurch die Förderung beendet wird. Dadurch, daß die Stufe
in Richtung der Achse des Pumpenkolbens verläuft, wird der erforderliche Dichtspalt
während des Hubes des Pumpenkolbens gleichgehalten, und es wird daher ein präziseres
Einsetzen der Förderung bzw. der Leerlaufförderung ermöglicht. Abgesehen davon wird
auch dadurch, daß die Stufe in Richtung der Achse des Pumpenkolbens verläuft, das
Einarbeiten derselben bei der Fertigung erleichtert.
[0012] In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen schematisch
erläutert. Fig.1 zeigt eine Seitenansicht des Kolbens. Fig.2 zeigt eine Abwicklung
des Kolbenmantels mit der schrägen Steuerkante. Fig.3 zeigt ein Diagramm, bei welchem
die Einspritzmenge in der Ordinate und der Regelwinkel in der Abszisse aufgetragen
ist. Fig.4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform. Fig.5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel.
[0013] In Fig.2 ist die schräge Steuerkante des in Fig.1 dargestellten Pumpenkolbens in
größerem Maßstab dargestellt. Der Kolben 7 weist eine schräge Steuerkante 1 auf, welche
von der Uberströmbohrung 2 überschliffen wird. Bei den bekannten Ausbildungen verläuft
die schräge Steuerkante nach einer stetigen Kurve, wie dies im Bereich 1a strichliert
angedeutet ist. Bei einer solchen bekannten Ausbildung, bei welcher die Steuerkante
1-1a nach einer stetigen Kurve verläuft, liegt die Relativstellung der Überströmbohrung
bei Nullförderung in der Ordinate a. Die Relativstellung der Überströmbohrung 2 bei
Leerlauf liegt in der Ordinate b. Die Stellung 2' der Überströmbohrung 2 zeigt den
Förderbeginn und die Stellung 2'' zeigt das Förderende. Der Regelwinkel 3 zwischen
der Stellung a "Nullförderung" und der Leerlaufstellung b ist daher bei den bekannten
Ausbildungen verhältnismäßig groß.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung verläuft die Steuerkante nach einer unstetigen
Kurve. Die untere Steuerkante 1 weist eine Stufe 4 auf, welche in Richtung der Kolbenachse
verläuft. Die untere Steuerkante verläuft nun nach der Linie 1-4. Dadurch wird die
Stellung "Nullförderung" um einen Wert 5 in Richtung zur Ordinate b verschoben und
liegt nun in der Ordinate c. Der Regelwinkel wird daher um den Bereich 5 verringert.
Mit 6 ist der erforderliche Dichtspalt zwischen der Überströmbohrung 2 in der Leerlaufstellung
Ordinate b und der die Stufe 4 bildenden Steuerkantenbereich eingezeichnet. Es zeigt
sich somit, daß der gesamte Regelwinkel um den Bereich 5 verkürzt wird. Es ist auf
diese Weise möglich, mit einem Regelwinkel von etwa 6O° das Auslangen zu finden.
[0015] Die Oberkante 8 des Kolbens 7 stellt die obere Steuerkante dar, welche bei Förderbeginn
die Überströmbohrung 2 in der Pumpenkolbenbüchse 9 überschleift.
[0016] Wie Fig.2 zeigt, ist der Abstand der Stelle 28, an welcher die schräge Steuerkante
1 in die zurückspringende Stufe 4 übergeht von der den Förderbeginn steuernden oberen
Steuerkante 8 frößer als der Durchmesser der Überströmbohrung.
[0017] Dadurch ergibt sich ein Nutzhub von der Kolbenstellung, bei welcher die obere Steuerkante
8 die Überströmbohrung 2 abschließt (Förderbeginn), bis zur Kolbenstellung, bei welcher
die schräge Steuerkante 1 die Überströmbohrung 2 freigibt (Förderende).
[0018] Im Diagramm nach Fig.3 ist die Auswirkung dieser Verkürzung des Regelwinkels dargestellt.
Die Ordinate zeigt die Einspritzmenge in mm³ pro Hub und die Abszisse zeigt den Regelwinkel.
Bei den bekannten Ausbildungen, bei welchen die Steuerkante 1-1a nach einer stetigen
Kurve verläuft, zeigt die Kurve 10 die Entwicklung der Voreinspritzung. Im Punkt 11
ist die volle Größe der Voreinspritzung erreicht bzw. es ist der Öffnungsdruck des
Ausweichkolbens erreicht. Hierauf beginnt die Ausweichbewegung des Ausweichkolbens
über einen beträchtlichen Regelwinkel Dies ist durch die Kurve 12 angedeutet. Im Punkt
13 hat der Ausweichkolben das volle Schluckvolumen des Ausweichzylinders freigegeben
und die Haupteinspritzung beginnt. Die Kurve 14 entspricht dem Anstieg der Haupteinspritzung
bei einer vorbestimmten konstanten Drehzahl und zeigt den Betrag der Gesamteinspritzmenge
an. Dies ist der Verlauf bei den bekannten Ausbildungen.
[0019] Durch die Stufe 4 wird der Regelwinkel verkürzt. Dadurch verkürzt sich die durch
die Kurve 12 angedeutete Phase. Bei einer bestimmten, für das Diagramm nach Fig.3
gewählten konstanten Drehzahl verkürzt sich diese Phase der Kurve 12 sogar auf Null.
In diesem Falle verläuft die Voreinspritzung nach der Kurve 15, bis im Punkt 13 die
volle Voreinspritzung erreicht ist. Nach der durch das Schluckvolumen des Ausweichzylinders
bestimmten Einspritzpause bildet sich die Haupteinspritzung gemäß der Kurve 14 aus.
Die absoluten an der Ordinate abzulesenden Werte in mm³ zeigen die Gesamteinspritzmenge
an. Dies gilt bei einer angenommenen Drehzahl n₁. Bei anderen Drehzahlen kann die
Voreinspritzung und Haupteinspritzung beispielsweise nach n₂ ausgebildet sein.
[0020] Bei kleineren Werten 5 (Fig.2) kann die Verkürzung der durch die Kurve 12 angedeuteten
Phase geringer sein und die Voreinspritzung kann beispielsweise nach der Kurve 16
ausgebildet sein. Eine Verkleinerung des Regelwinkels in der durch die Kurve 12 angedeuteten
Phase ergibt sich aber jedenfalls, ohne daß der Steigungswinkel der schrägen Steuerkante
1 verkleinert wird.
[0021] In Fig.4 ist eine abgewandelte Ausführungsform dargestellt. Der Kolben 17 weist Schrägschlitze
18 auf, deren untere Steuerkante 19 die Förderung beendet. Diese Schrägschlitze 18
sind durch eine Axialbohrung 20 und eine Querbohrung 21 mit dem Arbeitsraum des Pumpenkolbens
17 verbunden und die Steuerung erfolgt durch eine Steuerhülse 22, welche die Überströmbohrung
23 aufweist. An die Schrägschlitze 18 ist eine sich in Achsrichtung des Kolbens erstreckende
Ausnehmung 24 angesetzt, wodurch eine Stufe 25 der Steuerkante 19 gebildet wird, welche
die gleiche Funktion wie die Stufe 4 gemäß der Fig.2 hat. Der Förderbeginn erfolgt
bei Überschleifen der Querbohrung 26 durch die Kante 27 der Steuerhülse 22.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.5 ist die schräge Steuerkante 29 und die Stufe
30, in welche die schräge Steuerkante 29 im Punkt 31 übergeht, in einer den Kolben
umgebenen Büchse 32 vorgesehen. Die Überströmbohrung 33 ist bei diesem Ausführungsbeispiel
im Kolben 34 vorgesehen und durch eine zentrale Bohrung 35 im Kolben 34 mit dem Arbeitsraum
36 verbunden. Die Förderung beginnt wenn die obere Steuerkante 37 der Büchse 32 die
Überströmbohrung 33 überschleift und endet wenn die schräge Steuerkante 29 der Büchse
32 die Überströmbohrung 33 des Kolbens 34 freigibt. Auch hier ist der Abstand zwischen
der Stelle 31, an welcher die schräge Steuerkante 29 in die Stufe 30 übergeht, von
der dem Förderbeginn steuernden Steuerkante 37 größer als der Durchmesser der Überströmbohrung
33. 38 ist ein Ausweichkolben, welcher in einem Ausweichzylinder 39 geführt ist. Mit
40 ist der Ausweichhub des Ausweichkolbens 38 bezeichnet.
1. Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Einspritzbrennkraftmaschinen, bei welcher ein Pumpenkolben
(7,17) und eine Pumpenkolbenbüchse (9) oder eine Steuerhülse (22) relativ zueinander
verdrehbar sind und das Förderende durch wenigstens eine schräge Steuerkante (1,19,29)
des einen Teiles, welche eine Überströmbohrung (2,23) des jeweils anderen Teiles überschleift,
bestimmt ist, und der Förderbeginn durch eine andere Steuerkante (8,37) dieses einen
Teiles, die die Überströmbohrung (2,33) des jeweils anderen Teiles überschleift, bestimmt
ist, wobei die schräge Steuerkante (1,19,29) im Bereich (c) der Nullförderung eine
in Richtung zu den einer Vergrößerung der Förderung entsprechenden Drehstellung zurückspringende
Ausnehmung (4,25,30) aufweist und der Abstand der Stelle (28,31), an welcher die schräge
Steuerkante (1,19,29) in die zurückspringende Ausnehmung (4,25,30) übergeht, von der
den Förderbeginn steuernden Steuerkante (8,37) größer ist als der Durchmesser der
Überströmbohrung (2,32), dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung einer Vor- und
Haupteinspritzung ein in einem mit dem Hochdruckraum in Verbindung stehenden Ausweichzylinder
(39) geführter Ausweichkolben (38) vorgesehen ist, wobei das vom Ausweichkolben (38)
freigegebene Volumen die Einspritzpause zwischen Voreinspritzung und Haupteinspritzung
bestimmt, und daß die Ausnehmung (4,25,30) der schrägen Steuerkante (1,19,29) so weit
reicht, daß bei Leerlaufstellung (b) die erforderliche Dichtspaltbreite (6) zwischen
der die Ausnehmung (4,25,30) begrenzenden Kante und der Absteuerbohrung (2,33) gewährleistet
ist.
2. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung
der Ausnehmung die schräge Steuerkante (1,19,29) in Form einer Stufe (4,25,30) zurückspringt.
3. Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die
Stufe (4,25,30) bildende Bereich der Steuerkante (1,19,29) in Richtung der Achse des
Pumpenkolbens (7,17,34) verläuft.
1. A fuel-injection device for fuel-injection internal-combustion engines, in which a
pump piston (7, 17) and a pump-piston bush (9) or a control sleeve (22) are rotatable
relative to each other and the end of the feed is determined by at least one oblique
control edge (1, 19, 29) of one part, sliding over an overflow bore (2, 23) of the
respective other part, and the beginning of the feed is determined by another control
edge (8, 37) of the first part, sliding over the overflow bore (2, 33) of the respective
other part, wherein the oblique control edge (1, 19, 29) in the region (c) of zero
feed has a recess (4, 25, 30) set back in the direction of the rotational position[s]
corresponding to an increase in the feed, and the distance of the position (28, 31)
- at which the oblique control edge (1, 19, 29) passes into the set-back recess (4,
25, 30) - from the control edge (8, 37) controlling the beginning of the feed is greater
than the diameter of the overflow bore (2, 32), characterized in that, in order to achieve an advance injection and a main injection, a by-pass piston
(38) guided in a by-pass cylinder (39) connected to the high-pressure chamber is provided,
wherein the volume released by the by-pass piston (38) determines the injection pause
between the advance injection and the main injection, and the recess (4, 25, 30) of
the oblique control edge (1, 19, 29) extends sufficiently far to ensure the necessary
width (6) of the sealing gap between the edge, bounding the recess (4, 25, 30), and
the control bore (2, 33) in the idling position (b).
2. A fuel-injection device according to Claim 1, characterized in that, in order to form
the recess, the oblique control edge (1, 19, 29) is set back in the form of a step
(4, 25, 30).
3. A fuel-injection device according to Claim 2, characterized in that the region of
the control edge (1, 19, 29) forming the step (4, 25, 30) extends in the region of
the axis of the pump piston (7, 17, 34).
1. Dispositif d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne à injection,
dans lequel un piston plongeur (7, 17) et une fourrure de piston plongeur (9) ou une
douille de commande (22) peuvent tourner l'un par rapport à l'autre, dans lequel la
fin du refoulement est déterminée par au moins une arête de commande oblique (1, 19,
29) de l'un des éléments qui passe à chaque fois sur un orifice de trop-plein (2,
23) de l'autre élément, et dans lequel le début du refoulement est déterminé par une
autre arête de commande (8, 37) du premier élément qui passe à chaque fois sur l'orifice
de trop-plein (2, 33) de l'autre élément, l'arête de commande oblique (1, 19, 29)
présentant, dans la région (c) du refoulement zéro, un évidement (4, 25, 30) en retrait
en direction d'une position de rotation correspondant à une augmentation du débit,
et la distance entre le point (28, 31) auquel l'arête de commande oblique (1, 19,
29) se raccorde à l'évidement en retrait (4, 25, 30) et l'arête de commande (8, 37)
qui commande le début du refoulement, étant plus grande que le diamètre de l'orifice
de trop-plein (2,32), caractérisé en ce qu'il comprend, pour l'obtention d'une injection préliminaire et d'une injection
principale, un piston de recul (38) guidé dans un cylindre de recul (39) qui communique
avec l'espace à haute pression, le volume libéré par le piston de recul (38) déterminant
la pause d'injection entre l'injection préliminaire et l'injection principale, et
que l'évidement (4, 25, 30) de l'arête de commande oblique (1, 19, 29) s'étend suffisamment
loin pour assurer, dans la position de marche à vide (b), la largeur de fente d'étanchéité
(6) nécessaire entre l'arête délimitant l'évidement (4, 25, 30) et l'orifice de commande
de fermeture (2, 33).
2. Dispositif d'injection de carburant salon la revendication 1, caractérisé an ce que
pour former l'évidement, l'arête de commande oblique (1, 19, 29) se prolonge vers
l'arrière par une partie en forme de marche (4,25,30).
3. Dispositif d'injection selon la revendication 2, caractérisé en ce que la zone de
l'arête de commande oblique (1, 19, 29) formant la marche (4, 25, 30) s'étend dans
la direction de l'axe du piston plongeur (7, 17, 34).