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EP 0 469 174 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.1995 Patentblatt 1995/21 |
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Anmeldetag: 02.08.1990 |
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Verfahren zur Fernsteuerung eines Hörhilfegerätes
Method for remotely controlling a hearing aid
Procédé pour commander à distance une prothèse auditive
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK FR GB IT LI NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
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Patentinhaber: Siemens Audiologische Technik GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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Erfinder: |
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- Wagner, Jürgen, Dipl.-Ing.
D-8643 Küps (DE)
- Busch, Dieter, Dipl.-Ing.
D-8521 Effeltrich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fuchs, Franz-Josef, Dr.-Ing. et al |
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Postfach 22 13 17 80503 München 80503 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 527 112
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US-A- 4 189 713
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- FUNKSCHAU, Band 47, Nr. 17, 1975, Seite 69-72; J. WERMESCHER: "Ultraschall-Fernbedienung
mit Pulscodeübertragung"
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 8, Nr. 206 (E-267)[1643], 20. September 1984; & JP-A-59
91 794
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Fernsteuerung eines Hörhilfegerätes durch
von Schallwellen gebildete Fernsteuerpulse mit unterschiedlicher Impulsdauer, wobei
die Fernsteuerpulse entsprechend ihrer Impulsdauer ausgewertet werden.
[0002] Bei bekannten Fernsteuerverfahren und Fernsteuereinrichtungen werden von einem Sender
Schallwellen abgegeben, die z.B. durch Modulation mit einem Rechtecksignal (Hüllkurve)
in Fernsteuerpulse von kurzer und langer Dauer gewandelt werden. Diese Schallwellen
werden von einem Fernsteuerempfänger des Hörgerätes zur Steuerung bzw. Einstellung
von Funktionen, z.B. der Lautstärke, empfangen und ausgewertet. Durch Reflexion von
Schallwellen (Fernsteuerpulsen) an Gegenständen in der Umgebung einer derartigen Fernsteuereinrichtung
gelangen aufgrund der längeren Wegstrecke zeitlich verzögert Fernsteuerpulse zum Empfänger.
Diese reflektierten Impulse können sich mit den direkt empfangenen Fernsteuerpulsen
überlagern. Dadurch kann die ursprüngliche Dauer des jeweiligen Fernsteuerpulses um
die Verzögerungszeit der als Reflexion empfangenen Fernsteuerpulse verlängert werden.
Daneben ist es auch möglich, daß insbesondere zu einem kurzen Fernsteuerpuls ein reflektierter
Fernsteuerpuls entsteht, der bei ausreichend langer Laufzeit als vom direkt empfangenen
Fernsteuerpuls zeitlich durch eine Pause getrennter Fernsteuerpuls am Empfänger eintrifft.
Die geschilderten Reflexionen von Schallwellen führen vor allem zu einer Verlängerung
der Dauer der ursprünglichen Fernsteuerpulse. Dadurch wird die Auswertung der Fernsteuerpulse
beeinträchtigt.
[0003] Aus der DE-A-35 27 112 ist ein Hörgerät mit drahtloser Fernsteuerung bekannt, wobei
im Hörgerätegehäuse sowohl die Bauteile der Hörhilfe als auch diejenigen zur Regelung
seiner Funktionen und ein Empfänger für die Fernsteuersignale vorgesehen sind. Dabei
werden die Ultraschall-Steuersignale eines Senders als Worte übertragen, die aus einem
Bit-Muster bestehen, die Codier-Bits, Informations-Bits und Paritäts-Bits enthalten.
Zur Übertragung der Befehle werden die einzelnen Bits durch Pulsdauermodulation codiert.
Reflexionen der Steuersignale können deren Auswertung beeinträchtigen. Ferner ist
aus diesem Dokument die Unterdrückung von Echosignalen bekannt.
[0004] In der Funkschau 1975, Heft 17/503, Seiten 69-72, ist eine Ultraschall-Fernbedienung
mit Pulscodeübertragung insbesondere für die Fernbedienung von Farbfernsehgeräten
beschrieben, wobei die Modulation in den wechselnden zeitlichen Abständen der einzelnen
Impulse zueinander codiert ist. Die Pulsdauer bleibt unverändert. Daher werden nur
die zeitlichen Abstände der Impulse zueinander anhand der jeweiligen Impulsvorderflanke
(aufsteigende Flanke) ausgewertet. Allein deshalb ist ein Zeitfenster vorgesehen,
das in Abhängigkeit von dem Impulsanfang eines vorausgehenden Impulses den Impulsanfang
eines nachfolgenden Impulses erwartet. Darüber hinaus ist das Zeitfenster so gewählt,
daß mögliche Reflexionen von gesendeten Impulsen im Empfangsfalle außerhalb dieses
Zeitfensters liegen. Dieses Zeitfenster ist folglich stets auf den Beginn eines Impulses
eingestellt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
anzugeben, womit die Beeinträchtigung der Auswertung durch Reflexionen vermindert
wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 gelöst.
[0007] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Beeinträchtigung der
Auswertung von aus Schallwellen gebildeten Fernsteuerpulsen mit langer und kurzer
Dauer durch Reflexionen deutlich vermindert ist. Das geschieht vor allem durch eine
Anpassung wenigstens eines Auswertezeitpunktes an die durch Reflexionen verlängerten
Fernsteuerpulse. Des weiteren ist die Beeinträchtigung der Auswertung von Fernsteuerpulsen
verminderbar, indem eine Austastung vorgesehen ist, die sich automatisch den durch
Reflexionen verlängerten Fernsteuerpulsen anpaßt. Dabei ist es vorteilhaft, sowohl
eine Anpassung des Auswertezeitpunktes als auch eine Anpassung der Austastung an die
durch Reflexionen verlängerten Fernsteuerpulse in einer Fernsteuereinrichtung gleichzeitig
vorzunehmen. Sonach können fast alle durch Reflexionen auftretenden Beeinträchtigungen
(Fehlauswertungen) vermieden werden.
[0008] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung und in Verbindung mit
den Ansprüchen.
[0009] Es zeigen:
Figur 1 ein prinzipielles Blockschaltbild einer zur Ausführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens geeigneten Fernsteuereinrichtung in Verbindung mit einem Hörgerät;
Figur 2 ein Diagramm mit Fernsteuerpulsen, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren
vorkommen können, und
Figur 3 ein Detailblockschaltbild zu der in Figur 1 enthaltenen Auswerteschaltung.
[0010] In Figur 1 gibt ein Sender 1, der eine Tastensteuerung 2 aufweist, über einen Ausgangsschallwandler
3 Schallwellen ab, z.B. Ultraschallwellen mit einer Frequenz von ca. 25 kHz. Diese
Schallwellen sind Fernsteuerpulse von kurzer und langer Dauer und breiten sich über
verschiedene Wege aus, was durch Pfeile 4 und 5 symbolisiert ist. Während die Schallwellen
gemäß dem Pfeil 4 auf kurzem Weg zu einem Mikrofon 6 gelangen, werden die Schallwellen
gemäß Pfeil 5 an einem Gegenstand 7 reflektiert und gelangen sonach über einen längeren
Weg, also verzögert, zu dem Mikrofon 6. Die in dem Mikrofon 6 in elektrische Signale
gewandelten Fernsteuerpulse gelangen über einen Hochpaß 8 und einer Begrenzerschaltung,
die z.B. als Schmitt-Trigger 9 ausgebildet ist, zu einer Auswerteschaltung 10. Die
ausgewerteten Fernsteuerpulse werden über einen Datendecoder 11 einem oder mehreren
fernsteuerbaren Bauteilen, z.B. einem elektronisch einstellbaren Lautstärkesteller
12 eines Hörgerätes 13 zur Steuerung einer oder mehrerer Funktionen zugeführt. Das
Hörgerät 13 umfaßt einen Hörer (Ausgangsschallwandler) 14, eine Endstufe 15, den elektronisch
einstellbaren Lautstärkesteller 12, einen Vorverstärker 16 und ein Tiefpaßfilter 17,
das mit dem Mikrofon 6 verbunden ist. Das Mikrofon 6 dient folglich sowohl zur Aufnahme
von Fernsteuerpulsen als auch zur Aufnahme von Sprache und Umgebungsschall für das
Hörgerät 13.
[0011] In Figur 2 sind die vom Sender 1 abgegebenen Fernsteuerpulse als Impulsfolge 18 mit
Fernsteuerpulsen 19 bis 24 mit kurzer Dauer t₁ und langer Dauer t₂ dargestellt, die
auf direktem Weg zum Mikrofon 6 gelangt sind. Eine hinsichtlich Pulsdauer und Pulsabstände
mit der Impulsfolge 18 gleichartige reflektierte Impulsfolge 25 gelangt um eine Laufzeitdifferenz
t₃ versetzt auf einem indirekten Weg mit geringerer Amplitude ebenfalls zum Mikrofon
6. Aus einer additiven Überlagerung der beiden Impulsfolgen 18 und 25 entsteht eine
Impulsfolge 26 mit gegenüber den ursprünglichen Fernsteuerpulsen 19 bis 24 veränderten
Fernsteuerpulsen 27 bis 32, die vor allem in der Dauer um die Laufzeitdifferenz t₃
verlängert sind. Wie an der empfangenen Impulsfolge 26 symbolisch dargestellt, ist
wenigstens ein von jedem Anfang 33 bis 38 der jeweils empfangenen Fernsteuerpulse
27 bis 32 abhängiger Auswertezeitpunkt 39 bis 44 (symbolisiert durch je einen Pfeil)
vorgegeben, dessen zeitlicher Abstand t₄ von jedem Anfang 33 bis 38 der jeweiligen
Fernsteuerpulse 27 bis 32 einerseits kleiner als die lange Dauer t₂ eines Fernsteuerpulses
20, 21 oder 23 und andererseits größer gewählt ist als die Summe aus der kurzen Dauer
t₁ eines Fernsteuerpulses 19, 22 oder 24 und der Dauer t₃, um die diese kurze Dauer
t₁ durch eine empfangene Reflexion 25 der Schallwellen verlängerbar ist. Dadurch wird
eine deutlich störungsfreiere Unterscheidung zwischen langen und kurzen Fernsteuerpulsen
erreicht.
[0012] Es ist besonders vorteilhaft, wenn der zeitliche Abstand t₄ des jeweiligen Auswertezeitpunktes
39 bis 44 vom jeweiligen Anfang 33 bis 38 an den Fernsteuerpulsen 27 bis 32 wenigstens
doppelt so groß gewählt ist wie die kurze Dauer t₁ eines zeitlich kurzen Fernsteuerpulses
19, 22 oder 24. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn zwischen einem Ende 45 eines Fernsteuerpulses
von langer Dauer (vgl. Impulsfolge 18, Fernsteuerpuls 20) und einem Anfang 35′ eines
nachfolgenden Fernsteuerpulses (z.B. Fernsteuerpuls 21) ein zeitlicher Abstand t₅
vorgesehen ist, der größer gewählt ist als die Dauer t₂ eines zeitlich langen Fernsteuerpulses,
z.B. Fernsteuerpuls 20, 21 und 23.
[0013] Um bei einer sehr großen Laufzeitdifferenz t₃ aufgrund von Reflexionen auch die Fernsteuerimpulse
20, 21 und 23 von langer Dauer t₂ sicher auswerten zu können, ist zwischen den Anfängen
34′ und 35′ von zwei Fernsteuerpulsen, z.B. 20 und 21, ein zeitlicher Abstand t₆ vorgesehen,
der wenigstens doppelt so groß gewählt ist wie die Dauer t₂ eines zeitlich langen
Fernsteuerpulses, z.B. Fernsteuerpuls 23. In der Impulsfolge 18 ist die Dauer t₂ eines
zeitlich langen Fernsteuerpulses, z.B. Fernsteuerpuls 23, wenigstens doppelt so groß
gewählt wie die Dauer t₁ eines zeitlich kurzen Fernsteuerpulses, z.B. Fernsteuerpuls
22. Dadurch wird eine noch bessere Unterscheidung zwischen langen und kurzen Fernsteuerpulsen
bei auftretenden Reflexionen erreicht.
[0014] In Figur 2 ist des weiteren eine reflektierte Impulsfolge 46 dargestellt, die gegenüber
der direkt empfangenen Impulsfolge 18 eine große Laufzeitdifferenz t₇ aufweist, die
größer als die Laufzeitdifferenz t₃ ist. Dies führt bei Überlagerung mit der Impulsfolge
18 zu einer auszuwertenden Impulsfolge 47. Die Impulsfolge 47 enthält reflektierte
Fernsteuerpulse 48 bis 50, die von den Fernsteuerpulsen 19′, 22′ und 24′ abgesetzt
(getrennt) sind. Um zu verhindern, daß diese reflektierten Fernsteuerpulse 48 bis
50 aufgrund der zugeordneten Auswertezeitpunkte 39′, 42′ bzw. 44′ als Fernsteuerpulse
langer Dauer interpretiert werden, ist eine besondere Austastung vorgesehen, deren
Austastsignal als Austastpulsfolge 51 in Figur 2 dargestellt ist. Diese Austastpulsfolge
51 weist eine variable Dauer t₈ bzw. t₉ der Austastzeit auf. Die variable Dauer t₈
bzw. t₉ der Austastzeit beginnt nach jedem Ende 52 bzw. 53 eines durch Reflexion verlängerten
Endes 52 des Fernsteuerpulses 19′ bzw. einem Ende 53 eines durch Reflexion verlängerten
Fernsteuerpulses 20′ (vergleiche Impulsfolge 47). Die variable Dauer t₈ der Austastzeit
wird automatisch der Dauer t₁₀ einer Pause angepaßt, die zwischen dem Ende des durch
Reflexion verlängerten Fernsteuerpulses 19′ und dem Anfang des nachfolgenden Fernsteuerpulses
20′ verbleibt. Des weiteren wird die variable Dauer t₉ der Austastung automatisch
der Dauer t₁₁ einer Pause angepaßt, die zwischen dem Ende 53 des durch Reflexion verlängerten
Fernsteuerpulses 20′ und dem Anfang eines nachfolgenden Fernsteuerpulses 21′ verbleibt.
Entsprechendes geschieht in bezug auf die übrigen Fernsteuerpulse automatisch. Im
Ergebnis entsteht eine auszuwertende Impulsfolge 55, die keine separaten reflektierten
Pulse aufweist.
[0015] In Figur 3 ist die in Figur 1 enthaltene Auswerteschaltung 10 detaillierter dargestellt.
Die auch in Figur 1 dargestellte Begrenzerschaltung, der Schmitt-Trigger 9, verhindert,
daß besonders schwache Fernsteuerpulse, insbesondere schwache reflektierte Fernsteuerpulse,
zur Auswerteschaltung 10 gelangen.
[0016] Dadurch wird die Sicherheit gegenüber Störungen der Auswertung durch Reflexionen
zusätzlich verbessert. Die Fernsteuerpulse sind aus einer bestimmten Anzahl von Schallschwingungen,
z.B. Ultraschallschwingungen, gebildet. Dabei enthält ein Fernsteuerpuls von langer
Dauer t₂ entsprechend seiner Dauer t₂ (Hüllkurve) eine größere Anzahl von Ultraschallschwingungen
(Trägerfrequenzschwingungen) als ein Fernsteuerpuls von kurzer Dauer t₁. Um die Schallschwingungen
und damit auch die Fernsteuerpulse in der Amplitude zu begrenzen, werden diese einer
Impulsformerschaltung (eine weitere Begrenzerschaltung) 56 zugeführt. Dadurch entstehen
zählbare rechteckförmige Impulse mit einer Folgefrequenz von z.B. 25 kHz. Die Anzahl
dieser 25 kHz-Impulse ist durch die lange Dauer t₂ bzw. kurze Dauer t₁ der Fernsteuerpulse
vorbestimmt. Jede zeitliche Dauer t₁, t₂ entspricht sonach einer bestimmten Anzahl
von zählbaren Impulsen. Die 25 kHz-Impulse werden einem Impulszähler 57 und einem
Monoflop 58 zugleich zugeführt. Das Monoflop 58 hat eine Standzeit in der Größenordnung
der Dauer einer Schwingungsperiode der zur Fernsteuerung benutzten Schallwellen. Dadurch
wird das Monoflop stets etwa nur so lange bzw. geringfügig länger gesetzt, wie ein
Impuls aus dem Trägerfrequenzsignal, z.B. ein 25 kHz Impuls, vorhanden ist. Sonach
ist am Ausgang des Monoflops 58 Anfang und Ende eines Fernsteuerpulses (Hüllkurve)
eindeutig darstellbar. Folglich entfällt eine Demodulations- und Siebschaltung zur
Erzeugung einer Hüllkurve, die die Fernsteuerpulse, z.B. die Impulsfolge 26, darstellt.
Das Ausgangssignal des Monoflops 58, das folglich den Fernsteuerpulsen, z.B. 19 bis
24, mindestens annähernd entspricht und Anfang und Ende eines Fernsteuerpulses signalisiert,
wird einem Steuerwerk 59 zugeführt.
[0017] In dem Impulszähler 57 werden die trägerfrequenten Impulse gezählt. Der Impulszähler
57 wird durch das Steuerwerk 59 gesteuert, z.B. Rücksetzen auf Null und/oder Abbruch
des Zählvorganges bei einer Impulszahl, die aus einem vorgegebenen Rahmen herausfällt.
So ist es möglich, den Zählvorgang abzubrechen, wenn z.B. eine Mindestanzahl von Zählimpulsen
nicht erreicht wird, die ein Fernsteuerimpuls 19, 22 oder 24 von kurzer Dauer t₁ umfaßt.
Des weiteren kann der Zählvorgang abgebrochen werden, wenn eine Anzahl von Zählimpulsen
gezählt wurde, die größer ist als die Anzahl, die z.B. während der Dauer t₂ eines
zeitlich langen Fernsteuerpulses 20, 21, 23 auftreten kann. Durch diese Maßnahmen
werden auf einfache Weise zwei zusätzliche Auswertezeitpunkte geschaffen, um Störsignale
auszuschalten. Beim erfindungsgemäßen Fernsteuerverfahren kann sonach dem zeitlichen
Abstand t₄ des Auswertezeitpunktes 39 bis 44, der zur Unterscheidung zwischen Fernsteuerpulsen
von kurzer und langer Dauer vorgesehen ist, ebenfalls eine bestimmte Anzahl von Trägerfrequenzimpulsen
zugeordnet werden, die mindestens erreicht sein muß, um einen Fernsteuerpuls von langer
Dauer t₂ zu erkennen. Durch die Verwendung von höherfrequenten Schallwellen, insbesondere
Ultraschallwellen, kann die Übertragungsrate von Fernsteuerpulsen relativ groß werden,
da mit steigender Frequenz die Anzahl der auswertbaren Trägerfrequenzimpulse je Zeiteinheit
steigt.
[0018] Das Steuerwerk 59 steht mit einer Schaltung 60 zur Erzeugung der Austastpulsfolge
51 mit variabler Dauer t₈, t₉ und gegebenenfalls mit einer Austastzeit t₁₃ in Verbindung.
Da dem Steuerwerk 59 durch das Monoflop 58 Anfang und Ende eines jeden Fernsteuerpulses,
z.B. auch das Ende eines durch Reflexion verlängerten Fernsteuerpulses, signalisiert
werden, ist die variable Austastung gemäß der Erfindung mit geringem konstruktivem
Aufwand realisierbar, z.B. durch Monoflops mit unterschiedlichen Standzeiten. Eine
Standzeit ist dem zeitlichen Abstand t₆ zwischen den Anfängen 34′, 35′ zweier Fernsteuerpulse
und die andere Standzeit zusätzlich der Dauer t₁₂ einer Pause angepaßt, die zwischen
dem Ende eines durch Reflexion verlängerten letzten Fernsteuerpulses 23 einer Gruppe
von Fernsteuerpulsen 19 bis 23 und dem Anfang eines ersten Fernsteuerpulses 24 einer
nachfolgenden Gruppe von Fernsteuerpulsen verbleibt. Die zur Austastung dienenden
Monoflops (nicht dargestellt) werden durch jeden vom Monoflop 58 signalisierten Anfang
eines Fernsteuerpulses gestartet. Eine Freigabe (Weiterleitung) durch das Steuerwerk
59 als Austastpulsfolge 51 erfolgt jedoch erst dann, wenn das Monoflop 58 ein Impulsende,
z.B. 52 oder 53, eines Fernsteuerpulses oder einer Gruppe von Fernsteuerpulsen signalisiert
hat, die durch Reflexionen verlängert sein können. Dadurch ist auch eine große Austastzeit
t₁₃ realisierbar, wodurch auch Störungen zwischen zwei Gruppen (Datenworte) von Fernsteuerpulsen
unterdrückbar werden. Für die Erzeugung der Austastzeiten t₈ und t₉ genügt ein Monoflop,
da der zeitliche Abstand t₆ zwischen Fernsteuerpulsen einer Gruppe stets gleich groß
ist.
[0019] Wie aus der Impulsfolge 18 in Figur 2 ersichtlich, sind die Pulse 19 bis 23 durch
jeweils gleiche Pulsabstände t₆ untereinander zu einer Gruppe zusammengefaßt, an die
sich nach der größeren Pausendauer t₁₂ eine weitere, mit dem Fernsteuerpuls 24 beginnende
Gruppe anschließt. Mit dem Steuerwerk 59 in Figur 3 sind nicht nur Fernsteuerpulse
von kurzer und langer Dauer erkennbar, sondern auch Datenworte mit einer bestimmten
Anzahl von Fernsteuerpulsen, die durch den größeren Pulsabstand t₁₂ getrennt sind.
Entsprechend wird vom Steuerwerk 59 ein Schieberegister 61 gesteuert. Sobald eine
vorgegebene Anzahl von Fernsteuerpulsen 19 bis 23 für ein Datenwort erreicht ist,
wird dies dem Datendecoder 11 zugeführt, der seinerseits dann die gewünschte Funktion
im Hörgerät einstellt, z.B. Einstellung der Lautstärke über den elektronisch einstellbaren
Lautstärkesteller 12.
1. Verfahren zur Fernsteuerung eines Hörhilfegerätes durch von Schallwellen gebildete
Fernsteuerpulse (19 bis 24) mit unterschiedlicher Impulsdauer (t₁, t₂), wobei die
Fernsteuerpulse entsprechend ihrer Impulsdauer (t₁, t₂) ausgewertet werden, derart,
daß Reflexionen (46) von Schallwellen, die nach dem Ende (52) eines Fernsteuerpulses
(19′, 22′, 24′) von kurzer Impulsdauer (t₁) als getrennte, reflektierte Pulse (48
bis 50) empfangen werden, durch Austastpulse (51) ausgetastet werden, die eine Austastzeit
mit variabler Dauer (t₈, t₉, t₁₃) aufweisen, wobei die Austastzeit automatisch der
Dauer (t₁₀, t₁₁) einer Pause angepaßt wird, welche zwischen dem Ende (52, 53) eines
durch Reflexion (46) verlängerten Fernsteuerpulses (19′ bis 22′) und dem Anfang eines
nachfolgenden Fernsteuerpulses (20′ bis 23′) verbleibt und wobei die Austastzeit zusätzlich
der Dauer (t₁₂, t₁₂′) einer Pause angepaßt wird, die zwischen dem Ende eines durch
Reflexion verlängerten letzten Fernsteuerpulses (23) einer Gruppe von Fernsteuerpulsen
(19 bis 23) und dem Anfang eines ersten Fernsteuerpulses (24) einer nachfolgenden
Gruppe von Fernsteuerpulsen verbleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem zwischen dem Ende (45) eines Fernsteuerpulses (20)
von langer Dauer (t₂) und dem Anfang (35′) eines nachfolgenden Fernsteuerpulses (21)
ein zeitlicher Abstand (t₅) vorgesehen ist, der größer gewählt ist als die Dauer (t₂)
eines zeitlich langen Fernsteuerpulses (20, 21, 23).
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, bei dem der zeitliche Abstand (t₄) des
jeweiligen Auswertezeitpunktes (39 bis 44) vom Impulsanfang (33 bis 38) eines Fernsteuerpulses
(27 bis 32) wenigstens doppelt so groß gewählt ist wie die Dauer (t₁) eines zeitlich
kurzen Fernsteuerpulses (19, 22, 24).
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem zwischen den Anfängen (34′, 35′)
zweier Fernsteuerpulse (19 bis 23) ein zeitlicher Abstand (t₆) vorgesehen ist, der
wenigstens doppelt so groß gewählt ist wie die Dauer (t₂) eines zeitlich langen Fernsteuerpulses
(20, 21, 23).
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die Dauer (t₂) der zeitlich langen
Fernsteuerpulse (20, 21, 23) wenigstens doppelt so groß gewählt ist wie die Dauer
(t₁) der zeitlich kurzen Fernsteuerpulse (19, 22, 24).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem mehrere Fernsteuerpulse (19 bis
23) gruppenweise zusammengefaßt sind und innerhalb der Gruppe gleichen zeitlichen
Abstand (t₆) zu den Anfängen (34′, 35′) benachbarter Fernsteuerpulse (20, 21) aufweisen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem die Fernsteuerpulse (19 bis 24)
als Trägerfrequenz Schallwellen im Ultraschallbereich aufweisen.
1. Procédé pour télécommander un appareil de correction auditive par des impulsions de
télécommande (19 à 24) formées par des ondes acoustiques et possédant des durées différentes
(t₁, t₂), selon lequel les durées (t₁,t₂) des impulsions de télécommande sont évaluées
de telle sorte que des réflexions (46) d'ondes acoustiques, qui sont reçues après
la fin (52) d'une impulsion de télécommande (19′,22′,24′) présentant une courte durée
(t₁) sous la forme d'impulsions réfléchies séparées (48 à 50), sont supprimées par
des impulsions de suppression (51), qui possèdent une durée variable de suppression
(t₈, t₉, t₁₃), la durée de suppression étant adaptée automatiquement à la durée (t₁₀,
t₁₁) d'une pause qui subsiste entre l'extrémité (52,53) d'une impulsion de télécommande
(19′ à 22′), prolongée par réflexion (46), et le début d'une impulsion de télécommande
suivante (20′ à 23′), et la durée de suppression étant adaptée en outre à la durée
(t₁₂, t₁₂′) d'une pause qui subsiste entre la fin d'une dernière impulsion de télécommande
(23), prolongée par réflexion, d'un groupe d'impulsions de commande (19 à 23) et le
début d'une première impulsion de télécommande (24) d'un groupe suivant d'impulsions
de télécommande.
2. Procédé suivant la revendication 1, selon lequel entre la fin (45) d'une impulsion
de télécommande (20) de longue durée (t₂) et le début (35′) d'une impulsion de télécommande
(21) suivante, est prévu un intervalle de temps (t₅), qui est choisi supérieur à la
durée (t₂) d'une longue impulsion de télécommande (20,21,23).
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 et 2, selon lequel l'intervalle de temps
(t₄) entre l'instant respectif d'évaluation (39 à 44) et le début (33 à 38) d'une
impulsion de télécommande (27 à 32) est choisi égal au moins au double de la durée
(t₁) d'une courte impulsion de télécommande (19,22,24).
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, selon lequel entre les débuts (34′
et 35′) des deux impulsions de télécommande (19 et 23) est prévu un intervalle de
temps (t₆), qui est choisi au moins égal au double de la durée (t₂) d'une longue impulsion
de télécommande (20,21,23).
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, selon lequel la durée (t₂) des longues
impulsions de télécommande (20,21,23) est choisie au moins égale au double de la durée
(t₁) des courtes impulsions de télécommande (19, 22,24).
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, selon lequel plusieurs impulsions
de télécommande (19 à 23) sont réunies par groupes et, à l'intérieur du groupe, sont
séparées par un même intervalle de temps (t₆) des débuts (34′,35′) d'impulsions de
télécommande voisines (20,21).
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, selon lequel ladite impulsion de télécommande
(19 à 24) possède, en tant que fréquence porteuse, des ondes acoustiques situées dans
la gamme des ultrasons.
1. Method for the remote control of a hearing aid device by means of remote control pulses
(19 to 24) which are formed by sound waves and are of differing pulse duration (t₁,
t₂), wherein the remote control pulses are evaluated in accordance with their pulse
duration (t₁, t₂) in such a way that reflections (46) of sound waves, which at the
end (52) of a remote control pulse (19′, 22′, 24′) of short pulse duration (t₁) are
received as separate, reflected pulses (48 to 50), are blanked out by blanking pulses
(51), which have a blanking time of variable duration (t₈, t₉, t₁₃), wherein the blanking
time is automatically adapted to the duration (t₁₀, t₁₁) of a pause which remains
between the end (52, 53) of a remote control pulse (19′ to 22′) extended by reflection
(46) and the start of a subsequent remote control pulse (20′ to 23′), and wherein
the blanking time is adapted additionally to the duration (t₁₂, t₁₂′) of a pause which
remains between the end of a last remote control pulse (23) of a group of remote control
pulses (19 to 23), which last remote control pulse (23) is extended by reflection,
and the start of a first remote control pulse (24) of a subsequent group of remote
control pulses.
2. Method according to claim 1, wherein provided between the end (45) of a remote control
pulse (20) of long duration (t₂) and the start (35′) of a subsequent remote control
pulse (21) there is a temporal interval (t₅) which is selected to be greater than
the duration (t₂) of a temporally long remote control pulse (20, 21, 23).
3. Method according to one of the claims 1 and 2, wherein the temporal interval (t₄)
of the respective evaluation instant (39 to 44) from the pulse start (33 to 38) of
a remote control pulse (27 to 32) is selected to be at least twice as great as the
duration (t₁) of a temporally short remote control pulse (19, 22, 24).
4. Method according to one of the claims 1 to 3, wherein provided between the starts
(34′, 35′) of two remote control pulses (19 to 23) there is a temporal interval (t₆)
which is selected to be at least twice as great as the duration (t₂) of a temporally
long remote control pulse (20, 21, 23).
5. Method according to one of the claims 1 to 4, wherein the duration (t₂) of the temporally
long remote control pulses (20, 21, 23) is selected to be at least twice as great
as the duration (t₁) of the temporally short remote control pulses (19, 22, 24).
6. Method according to one of the claims 1 to 5, wherein several remote control pulses
(19 to 23) are combined in groups and within the group have the same temporal interval
(t₆) in respect of the starts (34′, 35′) of adjacent remote control pulses (20, 21).
7. Method according to one of the claims 1 to 6, wherein the remote control pulses (19
to 24) have sound waves in the ultrasonic range as a carrier frequency.