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EP 0 469 289 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Anmeldetag: 25.06.1991 |
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Abhebe- und Entgratvorrichtung für Falzziegel-Revolverpressen
Deburring and lifting apparatus for revolving presses adapted to the moulding of roof
tiles
Dispositif d'ébavurage et de soulèvement pour presses révolver destinées à la fabrication
de tuiles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
30.07.1990 DE 9011207 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
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Patentinhaber: Welz, Reiner |
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D-86316 Friedberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Welz, Reiner
D-86316 Friedberg (DE)
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Vertreter: Schwarzensteiner, Marie-Luise |
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Grape & Schwarzensteiner
Patentanwälte
Sebastiansplatz 7 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 808 284 FR-A- 1 200 149
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DE-B- 1 584 671 FR-A- 1 364 675
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abhebe- und Entgratvorrichtung für Falzziegel-Revolverpressen
mit einer Abhebeplatte, einer Saugplatte und einem die Saugplatte umgebenden Messerrahmen,
wobei Saugplatte und Messerrahmen relativ zueinander bewegbar sind.
[0002] Bei einer derartigen bekannten Abhebe- und Entgratvorrichtung (siehe z.B. die DE-A-
2808284) ist der Messerrahmen fest mit der Abhebeplatte verbunden, die ihrerseits
mit der Presse fest verbunden ist. Die Saugplatte wird zum Pressen und Entgraten eines
Falzziegels aus keramischer Masse pneumatisch in den Messerrahmen eingefahren. Die
Saugplatte wird dann mit einem Vakuum beaufschlagt, um den gepreßten und entgrateten
Falzziegel von der zugehörigen Unterform abheben zu können. Beim Ablegen des gepreßten
Falzziegels auf einen Rahmen wird die Saugplatte mit Druckluft beaufschlagt und gleichzeitig
aus dem Messerrahmen ausgefahren.
[0003] Sowohl die Entfernung verbleibender Tonmasse von den Messern des Messerkastens als
auch die schonende Ablage des Falzziegelformlings auf dem Transportrahmen wirft hierbei
Probleme auf.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, die eine einwandfreie Reinigung der Messer des Messerkastens und
eine schonende Ablage der Falzziegelformlinge gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Saugplatte fest mit der
Abhebeplatte und damit unbeweglich gegenüber dieser verbunden ist, und daß der Messerrahmen
gegenüber der Saugplatte ausfahrbar und zurückziehbar angeordnet ist, wobei die Messerkanten
über die Unterkante einer an der Saugplatte angeordneten Einlage zurückziehbar sind.
[0006] Vorteilhaft ist der Messerrahmen im Bereich der Messerkanten auf der am Umfang der
Saugplatte angeordneten geölten Filzeinlage derart gleitend angeordnet, daß die Messerkanten
über die Unterkante der Filzeinlage zurückziehbar sind.
[0007] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Messer des Messerkastens ständig
durch die in Kontakt mit ihnen stehende geölte Filzeinlage geölt und etwa noch haftende
Tonrückstände beim Zurückziehen des Messerrahmens gegenüber der Saugplatte abgestreift.
Beim Ablegen des Falzziegelformlings wird dieser von der Saugplatte durch Ablassen
des Vakuums und zusätzliche Drucklufteinspeisung zuverlässig und schonend gelöst und
abgelegt, ohne daß sich die Saugplatte gegenüber der mit der Presse verbundenen Abhebeplatte
bewegt.
[0008] Vorteilhaft ist der Messerrahmen mittels Stangenführungslagern gegenüber der Saugplatte
bewegbar geführt, wobei zweckmäßig vier Stangenführungslager vorgesehen sind. Die
Führungsfunktion ist damit ausschließlich den Stangenführungslagern in Verbindung
mit der Filzeinlage zugeordnet, eine Führung über den Ausfahrantrieb weder erforderlich
noch vorgesehen.
[0009] Zwischen der Saugplatte und dem Messerrahmen ist zweckmäßig eine Druckluftzylinderanordnung
zum Ausfahren und Zurückziehen des Messerrahmens angebracht.
[0010] Die Druckluftzylinderanordnung besteht vorteilhaft aus zwei Druckluftkolbenzylindern,
die, wie bereits erwähnt, keine Führungsfunktionen übernehmen müssen und dementsprechend
einfach und robust ausgebildet sein können.
[0011] Vorteilhaft ist der Ausfahr- und Zurückziehantrieb des Messerrahmens getrennt von
der Betriebspneumatik der Saugplatte steuerbar. Hierdurch läßt sich die Relativbewegung
zwischen Messerrahmen und Saugplatte je nach den betrieblichen Erfordernissen getrennt
und unabhängig von dem eigentlichen Ablegevorgang des Falzziegelformlings steuern.
[0012] Die Saugplatte und der Messerrahmen sind zweckmäßig voneinander elektrisch isoliert
angeordnet, um die beiden Teile mit Gleichspannungen unterschiedlicher Polaritäten
zur Verbesserung der Ablösung von Tonmasse beaufschlagen zu können.
[0013] Die Erfindung ist im folgenden an einem Ausführungsbeispiel und anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- eine Teilschnittansicht einer erfindungsgemäßen Abhebe- und Entgratvorrichtung mit
zurückgezogenem Messerrahmen,
- Fig. 2
- eine Ansicht wie in Fig. 1 mit ausgefahrenem Messerrahmen, und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 bei abgenommener Abhebeplatte.
[0014] Die in der Zeichnung dargestellte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Abhebe- und Entgratvorrichtung, auch als Saugkopf bezeichnet, weist eine Abhebeplatte
1 und eine daran befestigte Saugplatte 2 auf. Im Oberteil der hohlen Saugplatte ist
ein Vakuumanschluß 3 sowie ein Preßluftanschluß 4 vorgesehen. Die Unterseite der Saugplatte
2 weist Saugbohrungen 5 zum Falzziegelformling 6 hin auf.
[0015] Die Saugplatte 2 ist von einem relativ zu dieser bewegbaren Messerrahmen 7 umgeben.
Der Messerrahmen 7 ist mittels zweier Druckluftkolbenzylinder 8 aus der in Fig. 1
dargestellten Stellung gegenüber der Saugplatte 2 gesteuert in die in Fig. 2 dargestellte
Stellung ausfahrbar und hieraus wieder in die Stellung gemäß Fig. 1 zurückziehbar.
[0016] Die Führung des Messerrahmens 7 gegenüber der Saugplatte 2 erfolgt durch vier Stangenführungslager
9, die auf die Abhebeplatte 1 und die Saugplatte 2 verbindenden Bolzen 10 gleiten.
[0017] In den Seitenwandungen der Saugplatte 2 ist eine Filzeinlage 11 angebracht, auf der
Messer 12 des Messerrahmens 7 gleiten. Zum ölen der Filzeinlage 11 sind in den Seitenwandungen
der Saugplatte 2 Bohrungen vorgesehen, die von einem zentralen Ölanschluß zum ständigen
oder intermittierenden Ölen der Filzeinlage 11 versorgt werden. Durch das Gleiten
der Messer auf der geölten Filzeinlage 11 bleiben wenig Tonreste an den Messern 12
haften, und etwa noch haftende Tonreste werden beim Zurückziehen des Messerkastens
7 gegenüber der Saugplatte 2 an der unteren Kante der Filzeinlage 11 abgestreift.
[0018] Die Messer 12 des Messerrahmens 7 sind durch eine Isoliereinlage 14 gegenüber der
Saugplatte 2 elektrisch isoliert. Durch Anlegen von Gleichspannungen entgegengesetzter
Polaritäten an die Saugplatte 2 einerseits und die Messer 12 andererseits läßt sich
die Reinigungswirkung auf die Messer 12 weiter verbessern.
[0019] Der Ausfahr- und Zurückziehantrieb des Messerrahmens 7 ist getrennt von der Betriebspneumatik
der Saugplatte 2 steuerbar. Hierdurch kann die Bewegung des Messerrahmens 7 unabhängig
von der Betätigung der Betriebspneumatik der Saugplatte 2 und angepaßt den jeweiligen
günstigsten Voraussetzungen für das Ansaugen und Ablegen des Falzziegelformlings 6
gesteuert werden.
[0020] Dadurch, daß bei der beschriebenen Vorrichtung beim Ablegen des Falzziegelformlings
6 keine Bewegung der Saugplatte 2 gegenüber der Abhebeplatte 1 erfolgt, wird der Falzziegelformling
6 besonders schonend auf dem zugehörigen Tragrahmen abgelegt.
1. Abhebe- und Entgratvorrichtung für Falzziegel-Revolverpressen mit
- einer Abhebeplatte (1),
- einer Saugplatte (2) und
- einem die Saugplatte (2) umgebenden Messerrahmen (7), wobei Saugplatte und Messerrahmen
(1) relativ zueinander bewegbar sind,
dadurch
gekennzeichnet,
- daß die Saugplatte (2) fest mit der Abhebeplatte (1) und damit unbeweglich gegenüber
dieser verbunden ist,
- und daß der Messerrahmen (7) gegenüber der Saugplatte ausfahrbar und zurückziehbar
angeordnet ist, wobei die Messerkanten über die Unterkante einer an der Saugplatte
(2) angeordneten Einlage (11) zurückziehbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Messerrahmen (7) im Bereich der Messerkanten auf der am Umfang der Saugplatte
(2) angeordneten geölten Filzeinlage (11) derart gleitend angeordnet ist, daß die
Messerkanten über die Unterkante der Filzeinlage (11) zurückziehbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Messerrahmen (7) mittels Stangenführungslagern (9) gegenüber der Saugplatte
(2) bewegbar geführt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß vier Stangenführungslager (9) vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Saugplatte (2) und dem Messerrahmen (7) eine Druckluftzylinderanordnung
(8, 8) zum Ausfahren und Zurückziehen des Messerrahmens (7) angebracht ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Saugplatte (2) und dem Messerrahmen (7) zwei Druckluftkolbenzylinder
(8) zum Ausfahren und Zurückziehen des Messerrahmens (7) angebracht sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausfahr- und Zurückziehantrieb des Messerrahmens (7) getrennt von der Betriebspneumatik
der Saugplatte (2) steuerbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Saugplatte (2) und der Messerrahmen (7) voneinander elektrisch isoliert angeordnet
sind.
1. Lifting and deburring device for interlocking roofing tile revolving presses with
- a lifting plate (1),
- a suction plate (2) and
- a cutter frame (7) surrounding the suction plate (2), in which suction plate and
cutter frame (1) are movable relative to each other, characterised in that
- the suction plate (2) is rigidly connected with the lifting plate (1) and is therefore
connected immovably relative to this,
- and that the cutter frame (7) is arranged for run-out and retraction in relation
to the suction plate, whereby the cutter edges can be drawn back over the bottom edge
of an insert (11) arranged on the suction plate (2).
2. Device according to claim 1,
characterised in that the cutter frame (7) is arranged for sliding on the greased felt insert (11),
arranged on the circumference of the suction plate (2) in the region of the cutter
edges, in such a way that the cutter edges can be drawn back over the bottom edge
of the felt insert (11).
3. Device according to claim 1 or 2,
characterised in that the cutter frame (7) is movably guided relative the suction plate (2) by
means of rod guide bearings (9).
4. Device according to claim 3,
characterised in that there are provided four rod guide bearings (9).
5. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that between the suction plate (2) and the cutter frame (7) there is provided
a compressed air cylinder arrangement (8, 8) for running out and retracting the cutter
frame (7).
6. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that between the suction plate (2) and the cutter frame (7) there are provided
two compressed air piston cylinders (8) for running out and retracting the cutter
frame (7).
7. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that the run-out and retract drive of the cutter frame (7) is separately controlled
by the operating pneumatics of the suction plate (2).
8. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that the suction plate (2) and the cutter frame (7) are arranged electrically
insulated from each other.
1. Dispositif de soulèvement et d'ébavurage pour des presses révolver destinées à la
fabrication de tuiles, avec
- une plaque de soulèvement (1),
- une plaque d'aspiration (2) et
- un cadre à lame (7), entourant la plaque d'aspiration (2), la plaque d'aspiration
et le cadre à lame (1) étant susceptibles de se déplacer l'un par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que
- la plaque d'aspiration (2) est reliée rigidement à la plaque de soulèvement (1)
et, ainsi, de façon immobile par rapport à celle-ci,
- et en ce que le cadre à lame (7) est disposé de façon à pouvoir être extrait et
réinséré par rapport à la plaque d'aspiration, les arêtes des lames étant susceptibles
d'être ramenées sur l'arête inférieure d'une garniture (11) disposée sur la plaque
d'aspiration (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cadre à lame (7) est
disposé coulissant dans la zone des arêtes de lames sur la garniture en feutre (11)
huilée disposée sur le pourtour de la plaque d'aspiration (2), de façon telle que
les arêtes de lames peuvent être ramenées sur l'arête inférieure de la garniture en
feutre (11).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le cadre à lame (7)
est guidé deplaçable par rapport à la plaque d'aspiration (2), au moyen de paliers
de guidage à barre (9).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que sont prévus quatre paliers
de guidage à barre (9).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre
la plaque d'aspiration (2) et le cadre à lame (7) est monté un ensemble vérin à air
comprimé (8, 8) pour déployer et rétracter le cadre à lame (7).
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes caractérisé en ce qu'entre la
plaque d'aspiration (2) et le cadre à lame (7) sont montés deux vérins à air comprimé
(8), pour déployer et rétracter le cadre à lame (7).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraînement
de déploiement et de rétraction du cadre à lame (7) peut être commandé séparément
du système fonctionnel pneumatique de la plaque d'aspiration (2).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaque
d'aspiration (2) et le cadre à lame (7) sont disposés isolés électriquement l'un par
rapport à l'autre.

