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EP 0 469 356 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.1993 Patentblatt 1993/42 |
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Anmeldetag: 11.07.1991 |
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Werkzeughalter für Bohrhämmer
Tool holder for hammer drills
Porte outil pour des marteaux perforateurs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI |
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Priorität: |
02.08.1990 DE 9011315 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Bleicher, Manfred
W-7022 Leinf.-Echterdingen (DE)
- Bohne, Ulrich, Dipl.-Ing.
W-7441 Kohlberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 108 411 DE-A- 3 637 354
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EP-A- 0 199 842
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Werkzeughalter nach der Gattung des Anspruchs 1.
Ein solcher als Vorsatzgerät mit einem Bohrhammer koppelbarer Werkzeughalter ist aus
der DE-PS 36 37 354 bekannt. Hierbei wird lediglich die Schlagbewegung auf den Werkzeughalter
übertragen. Mit diesem Werkzeughalter ist also Drehbohren nicht möglich. Die an Bohrhämmern
angebrachten Werkzeugaufnahmen für Nutenschaftwerkzeuge eignen sich aufgrund des Verschleißes
an den Aufnahmebohrungen beim harten Schlagbetrieb ebenfalls nicht für exaktes Drehbohren.
Wegen der schlechten Rundlaufeigenschaften ist die Qualität von Bohrungen, beispielsweise
in Metall meist unbefriedigend.
Vorteile der Erfindung
[0002] Der erfindungsgemäße Werkzeughalter mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß mit einem Bohrhammer auch bei ausgeschlagener
Werkzeugaufnahme exakte Rundbohrungen ausgeführt werden können. Zu diesem Zweck wird
die Übertragung der Schlagwerkstätigkeit unterdrückt und der Werkzeughalter am Spannhals
des Bohrhammers befestigt. Ein in Verlängerung zur Werkzeugaufnahme des Bohrhammers
angeordnetes und mit dem Drehantrieb des Hammers verbundenes Bohrfutter, insbesondere
ein Dreibackenfutter, stellt einen exakten Rundlauf des eingesetzten Bohrwerkzeugs
sicher. Die Lagerung des einer Bohrspindel entsprechenden Schaftes des Werkzeughalters
über zwei beabstandete Wälzlager trägt weiter zu einen ruhigen und exakten Rundlauf
des Bohrfutters bei. Der Schaft sitzt mit Spiel in dem Werkzeughalter des Bohrhammers,
sodaß Rundlaufungenauigkeiten dadurch ausgeglichen werden. Der Werkzeughalter ist
als Vorsatzgerät leicht und schnell an- und abzubauen. An den Spannhals der Werkzeugaufnahme,
die den gleichen Durchmesser aufweist wie der des Bohrhammers, lassen sich alle üblichen
Zusatzgeräte wie z.B. Zusatzhandgriff anbringen.
Zeichnung
[0003] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch
einen Bohrhammer mit aufgesetztem Werkzeughalter.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0004] Von einem Bohrhammer ist nur der vordere, in einem Gehäuse 2 untergebrachte Teil
gezeigt, der ein Schlagwerk 3 und eine Werkzeugaufnahme 4 zeigt. Das an sich bekannte
Schlagwerk 3 besteht im wesentlichen aus einem drehend angetriebenen Taumelfinger
5, der einen Kolben 6 hin- und hergehend antreibt. In dem topfförmig ausgebildeten
Kolben 6 befindet sich ein Schläger 7, der von einem zwischen Kolben und Schläger
ausgebildeten Luftpolster nach vorn in Richtung auf die Werkzeugaufnahme 4 beschleunigt
wird. Der Schläger 7 trifft dabei auf einen weiteren Schlagkörper, einen Döpper 8.
Der Döpper 8 ragt in die Werkzeugaufnahme 4 hinein und schlägt bei in die Werkzeugaufnahme
4 eingesetztem Werkzeug auf dessen Schaftende.
[0005] Die Werkzeugaufnahme 4 hat eine Aufnahmebohrung 10, in der zwei sich axial erstreckende
Drehmitnahmeleisten 11 gegenüberliegend angeordnet sind. Im übrigen entspricht die
Werkzeugaufnahme derjenigen aus der DE-PS 36 37 354. Insbesondere weist sie auch federbelastete
Verriegelungskörper 12 auf.
[0006] Am Gehäuse 2 des Bohrhammers ist auf die Werkzeugaufnahme 4 hingerichtet ein Spannhals
14 angeordnet. Auf den Spannhals 14 ist ein Werkzeughalter 15 mit seinem Aufsteckteil
16 aus Kunststoff aufgesetzt. Das Aufsteckteil 16 weist wie der Werkzeughalter nach
der DE-PS 36 37 354 einen Schlitz 17 auf und ist mittels einer nicht gezeigten durch
eine Bohrung 18 greifende Spannschraube auf den Spannhals 14 fest aufspannbar. Innerhalb
des Aufsteckteils 16 sind im Bereich vor der Werkzeugaufnahme 4 mit Abstand zueinander
zwei Wälzlager 20, 21 angeordnet. Der Abstand zwischen den Wälzlagern 20, 21 wird
durch eine Distanzhülse 22 bestimmt. In den Wälzlagern 20, 21 ist ein Schaft 24 gelagert,
der mit einem Ende 25 in die Werkzeugaufnahme 4 eingreift. An dem Ende 25 weist der
Schaft 24 als Mittel zur Drehmitnahme zwei gegenüberliegende Drehmitnahmenuten 26
auf, in die die Drehmitnahmeleisten 11 eingreifen. Ansonsten weist das Schaftende
25 einen zylindrischen Querschnitt auf, so daß insbesondere die Verriegelungskörper
12 nicht in das Schaftende 25 eingreifen. Das Schaftende 25 steckt nur soweit in der
Werkzeugaufnahme 4, daß es von dem Döpper 8 in dessen vorderster Stellung nicht mehr
erreicht werden kann. An seinem gegenüberliegenden Ende trägt der Schaft 24 ein Gewinde
27, auf das ein handelsübliches Bohrfutter aufgeschraubt ist. Das Bohrfutter 28 kann
insbesondere als Dreibackenfutter ausgebildet sein, in das sich Bohrwerkzeuge exakt
zentrisch spannen lassen. An dem Aufsteckteil 16 des Werkzeughalters 15 ist im Bereich
der Wälzlager 20, 21 ein Spannhals 29 ausgebildet, der in seinem Durchmesser demjenigen
Spannhals 14 des Bohrhammers entspricht.
[0007] Der Werkzeughalter 15 überträgt die Drehbewegung der Werkzeugaufnahme 4 des Bohrhammers
über die Drehmitnahmeleisten 11 und die Drehmitnahmenuten 26 auf den Schaft 24 und
weiter auf das Bohrfutter 28. Die Schlagbewegung des Schlagwerks 3 wird nicht auf
den Werkzeughalter 15 übertragen. Der Werkzeughalter 15 sitzt axial fest auf dem Spannhals
14 des Bohrhammers. Etwaiger Verschleiß an der Aufnahmebohrung 10 bleibt ohne Auswirkung
auf den Rundlauf des Bohrfutters 28, da der Schaft 24 mit Spiel in der Aufnahmebohrung
10 sitzt. Dies wird dadurch erreicht, daß das Schaftende 25 einen etwas geringeren
Durchmesser aufweist, als die üblicherweise in die Werkzeugaufnahme 4 eingesetzten
Werkzeugschäfte. Der Rundlauf des Bohrfutters 28 wird vielmehr durch den festen Sitz
des Aufsteckteils 16 an dem Spannhals 14 des Bohrhammers gewährleistet.
[0008] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele. Insbesondere
können die Mittel zur Drehmitnahme als anders, z. B. nicht diametral gegenüberliegende
sondern anderweitig einander zugeordnete Nuten oder als Leisten ausgebildet sein.
1. Werkzeughalter mit einem am Spannhals eines Bohrhammers (14) zu befestigenden Aufsteckteil
(16) zur Koppelung an eine Werkzeugaufnahme (4) für Nutenschaftwerkzeuge des Bohrhammers
und mit einem in die Werkzeugaufnahme (4) des Bohrhammers eingreifenden Schaft (24),
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (24) drehbar in dem Aufsteckteil (16) gelagert
ist sowie Mittel (26) aufweist, die mit der Werkzeugaufnahme (4) im Eingriff stehend
der Drehmitnahme dienen und daß die Länge des Schaftes (24) so bestimmt ist, daß er
die Schlagkörper (7, 8) in keinem Falle berührt.
2. Werkzeughalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er ein Bohrfutter (28)
aufweist, wobei dieses drehfest mit dem Schaft (24) verbunden ist.
3. Werkzeughalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft (24)
in dem Aufsteckteil in zwei voneinander beabstandeten Wälzlagern (20, 21) gelagert
ist.
4. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schaft (24) Längsnuten (26) zum Eingriff in Drehmitnahmeleisten (11) der Werkzeugaufnahme
(4) des Bohrhammers aufweist.
5. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schaft (24) mit Spiel in der Aufnahmebohrung (10) der Bohrhammer-Werkzeugaufnahme
(4) sitzt.
6. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufsteckteil (16) aus Kunststoff besteht.
7. Werkzeughalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Aufsteckteil (16) vorzugsweise im Bereich der Wälzlager (20, 21) einen Spannhals
(29) vom gleichen Durchmesser hat, den auch der Spannhals (14) des Bohrhammers aufweist.
1. Toolholder with a slip-on part (16) to be fastened to the clamping collar (14) of
a hammer drill, for coupling to a tool receptacle (4) for grooved-shanked tools of
the hammer drill, and with a shank (24) engaging into the tool receptacle (4) of the
hammer drill, characterised in that the shank (24) is mounted rotatably in the slip-on
part (16) and has means (26) which, in engagement with the tool receptacle (24), serve
for rotary take-up, and in that the length of the shank (24) is determined so that
it under no circumstances touches the striking bodies (7, 8).
2. Toolholder according to Claim 1, characterised in that it has a drill chuck (28),
the latter being connected fixedly in terms of rotation to the shank (24).
3. Toolholder according to Claim 1 or 2, characterised in that the shank (24) is mounted
in the slip-on part in two rolling bearings (20, 21) spaced from one another.
4. Toolholder according to one of the preceding claims, characterised in that the shank
(24) has longitudinal grooves (26) for engagement into rotary take-up strips (11)
of the tool receptacle (4) of the hammer drill.
5. Toolholder according to one of the preceding claims, characterised in that the shank
(24) is seated with play in the receiving bore (10) of the tool receptacle (4) of
the hammer drill.
6. Toolholder according to one of the preceding claims, characterised in that the slip-on
part (16) consists of plastic.
7. Toolholder according to one of the preceding claims, characterised in that the slip-on
part (16) has, preferably in the region of the rolling bearings (20, 21), a clamping
collar (29) which has the same diameter as the clamping collar (14) of the hammer
drill.
1. Porte-outil avec une partie emboîtable (16) à fixer sur un collier de serrage d'un
marteau perforateur (14),pour l'accouplement sur un raccordement d'outil (4) destiné
à des outils à tige rainurée du marteau perforateur et avec une tige (24) s'insérant
dans le raccordement d'outil (4) du marteau perforateur, caractérisé en ce que :
- la tige (24) est montée et peut tourner dans la partie emboîtable (16), et elle
a des moyens (26), qui servent à l'entraînement de rotation en étant en prise avec
le raccord d'outil (4) et
- la longueur de la tige (24) est déterminée de façon qu'elle ne soit en aucun cas
en contact avec les corps de percussion (7, 8).
2. Porte-outil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il a un mandrin de perçage
(28) relié solidaire en rotation avec la tige (24).
3. Porte-outil selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la tige (24) est
supportée dans la partie emboîtable par deux paliers à roulement (20, 21) situés à
une certaine distance l'un de l 'autre.
4. Porte-outil selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige
(24) a des rainures longtudinales (26) pour l'enclenchement dans des nervures d'entraînement
de rotation (11) du raccordement d'outil (4) du marteau perforateur.
5. Porte-outil selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tige
(24) est montée avec du jeu dans l'alésage (10) du raccordement d'outil (4) du marteau
perforateur.
6. Porte-outil selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie
d'emboîtement (16) est en matière plastique.
7. Porte-outil selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la partie
d'emboîtement (16) a de préférence au niveau des paliers à roulement (20, 21) un collier
de serrage (29) de même diamètre que le collier de serrage (14) du marteau perforateur.
