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EP 0 469 376 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.1994 Patentblatt 1994/35 |
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Anmeldetag: 16.07.1991 |
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Zweiwalzenmaschine, insbesondere Rollenpresse
Machine having two rollers, in particular roller press
Machine à deux rouleaux, en particulier presse à rouleaux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE DK ES FR GB IT |
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Priorität: |
30.07.1990 DE 4024109
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
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Patentinhaber: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Jakobs, Willy
W-5000 Köln 90 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 280 897 DE-A- 3 723 605
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AT-B- 347 212
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Zweiwalzenmaschine, insbesondere Rollenpresse,
bestehend aus zwei in einem Gehäuse drehbar gelagerten, gegenläufig angetriebenen
Walzen mit auf den Antriebszapfen der Walzen aufgesteckten Getrieben, die zur Aufnahme
der Reaktionsmomente mit Drehmomentenstützen versehen sind, die als Hebelplatten zweiarmig
ausgebildet und einerseits mit den Getrieben fest ver bunden sind und andererseits
über Hebelarme und Hebel mit einer Torsionswelle drehbeweglich verbunden sind.
[0002] Bei einer Zweiwalzenmaschine gemäß der DE-A-39 01 060 sind die auf den Antriebszapfen
der Walzen aufgesteckten Getriebe zur Aufnahme der Reaktionsmomente mit Drehmomentenstützen
versehen, die aus Hebelplatten mit zwei diametral gegenüberliegenden, gleich lang
ausgebildeten Armen bestehen, welche jeweils mit dem Getriebe fest verbunden sind.
[0003] Gemäß der aus dem KHD Humboldt Wedag-Prospekt 11-304d bekannten Rollenpresse HW-RP
sind diese oben erwähnten Hebelplatten ebenfalls mit zwei gleich langen, einander
diametral gegenüberliegenden Armen versehen und einerseits mit den Getrieben fest
verbunden und andererseits über Hebel und Hebelarme mit einer Torsionswelle drehbeweglich
verbunden. Durch diese Ausbildung und Anordnung der Drehmomentenstützen wird bei einem
Betrieb der Zweiwalzenmaschine eine querkraftfreie Abstützung der Getriebe erreicht,
jedoch kann aus Platzgründen jeweils nur ein Getriebe an einer Seite der Zweiwalzenmaschine
angeordnet werden. Dies ist wiederum mit einem erhöhten Platzbedarf verbunden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht in einer weitergehenden Verbesserung der eingangs
angeführten Zweiwalzenmaschinen, insbesondere in konstruktiver Hinsicht und in ihrer
Wirkungsweise.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die über Gestänge und Hebelarme mit der Torsionswelle
drehbeweglich verbundenen Hebelplattenarme ungleich lang ausgebildet sind. Durch diese
ungleich lange Ausbildung der Hebelplattenarme können sehr vorteilhaft beide Getriebe
für die Walzen auf einer Seite an der Zweiwalzenmaschine nebeneinander angeordnet
werden, wodurch nicht nur eine erheblich kompaktere Bauweise der Zweiwalzenmaschine
insgesamt erreicht wird, sondern wodurch auch ohne Behinderung der Ausweichbewegung
der Loswalze gegenüber der Festwalze sowohl die Walzenlager als auch der Maschinenrahmen
von Querkräften freigehalten wird.
[0006] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die mit der Torsionswelle
in Verbindung stehenden Hebelarme ungleich lang ausgebildet. Durch diese ungleich
lange Ausbildung der Hebelarme, die mit der Torsionswelle in Verbindung stehen, kann
sehr vorteilhaft das Lager der Welle vom Gewicht des Getriebes und des Motors teilweise
oder sogar vollständig entlastet werden.
[0007] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
eines in Zeichnungsfiguren schematisch näher dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
[0008] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine mit ungleich langen Hebelplattenarmen ausgebildete Drehmomentenstützenanordnung
gemäß der Erfindung bei einer Walzenpresse in Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1;
Wie Fig. 1 zeigt, besteht die Zweiwalzenmaschine aus zwei, in einem in der Zeichnung
nicht näher dargestellten Gehäuse, drehbar gelagerten, gegenläufig angetriebenen Walzen
(1 und 2) mit auf den Antriebszapfen (3 und 4) der Walzen aufgesteckten Getrieben
(5 und 6). Die Getriebe (5 und 6) sind zur Aufnahme der Reaktionsmomente mit Drehmomentenstützen
versehen, die als Hebelplatten (7 und 8) zweiarmig ausgebildet und einerseits mit
den Getrieben (5 und 6) fest verbunden sind und andererseits über Gestänge (9, 10)
und Hebelarme (11, 12) mit einer Torsionswelle (13) drehbeweglich verbunden sind.
Da die an der Hebelplatte (7) angreifenden Gestänge (9, 10) und Hebelarme (11, 12)
identisch gleich ausgebildet sind, wie die an der Hebelplatte (8) angreifenden Gestänge
und Hebelarme, wurden sie der einfachheithalber in der Zeichnung mit denselben Bezugsziffern
versehen. Die in der Zeichnung auf der rechten Seite dargestellte Torsionswelle (13)
ist jedoch unabhängig von der in der Zeichnung auf der linken Seite dargestellten
Torsionswelle (14) im Maschinenrahmen (15) drehbar gelagert.
[0009] Gemäß der Erfindung sind die über die Gestänge (9, 10) und Hebelarme (11, 12) mit
der jeweiligen Torsionswelle (13 bzw. 14) drehbeweglich verbundenen Hebelplattenarme
(16 und 17) ungleich lang ausgebildet. Diese ungleichlange Ausbildung der als Drehmomentenstützen
dienenden Hebelplattenarme (16, 17) ermöglicht sehr vorteilhaft eine äußerst platzsparende
Anordnung der Aufsteckgetriebe (5 und 6) an einer Seite der Zweiwalzenmaschine und
dadurch eine sehr kompakte, raumsparende Bauweise der Zweiwalzenmaschine insgesamt.
Ferner sind hierbei, wie insbesondere die Figuren 2 und 3 zeigen, die mit der Torsionswelle
(13 bzw. 14) in Verbindung stehenden Hebelarme (11 und 12) ungleich lang ausgebildet,
und zwar weist der Hebelarm (11), der über das Gestänge (9) mit dem äußeren länger
ausgebildeten Hebelplattenarm (16) verbunden ist, eine kürzere Hebelarmlänge (r) auf
als der Hebelarm (12) mit der Hebelarmlänge (R), welcher über das Gestänge (10) mit
den kurz ausgebildeten Hebelplattenarm (17) gelenkig verbunden ist. Durch diese ungleichlange
Ausbildung der Hebelarme (11 und 12) kann sehr vorteilhaft das Lager der Welle vom
Eigengewicht des Getriebes und des Antriebsmotors teilweise oder vollständig entlastet
werden. Dabei wird durch die im Betrieb der Zweiwalzenmaschine auftretenden Reaktionsmomente
(Pfeil 18) das Gestänge (9) auf Druck und das Gestänge (10) auf Zug beansprucht. Durch
diese erfindungsgemäße ungleichlange Ausbildung der Hebelplattenarme (16 und 17),
die zur Aufnahme der von den Steckgetrieben (5 und 6) ausgehenden Reaktionsmomente
über die Gestänge (9, 10) und Hebelarme (11 und 12) mit der Torsionswelle (13 bzw.
14) drehbeweglich verbunden sind, wird nicht nur eine in ihrem konstruktiven Aufbau
sehr einfache und besonders platzsparende Drehmomentenabstützung erreicht, sondern
auch eine stets funktionstüchtige querkraftfreie Arbeitsweise gewährleistet. Auch
können diese erfindungsgemäß ausgebildeten Drehmomentenstützen bei bereits bestehenden
Zweiwalzenmaschinen, insbesondere bei Rollenpressen, noch nachträglich sehr leicht
angebracht werden.
1. Zweiwalzenmaschine, insbesondere Rollenpresse, bestehend aus zwei in einem Gehäuse
drehbar gelagerten, gegenläufig angetriebenen Walzen, mit auf den Antriebszapfen der
Walzen aufgesteckten Getrieben, die zur Aufnahme der Reaktionsmomente mit Drehmomentenstützen
versehen sind, die als Hebelplatten zweiarmig ausgebildet und einerseits mit den Getrieben
fest verbunden sind und andererseits über Gestänge und Hebelarme mit einer Torsionswelle
drehbeweglich verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die über Gestänge (9, 10) und Hebelarme (11, 12) mit der Torsionswelle (13,
14) drehbeweglich verbundenen Hebelplattenarme (16, 17) ungleich lang ausgebildet
sind.
2. Zweiwalzenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Torsionswelle (13, 14) in Verbindung stehenden Hebelarme (11, 12)
ungleich lang ausgebildet sind.
1. A machine having two rollers, especially a roller press, comprising two rollers driven
in opposite directions and mounted for rotation in a casing, and having drive units
which are disposed on the drive journals of the rollers and which, in order to absorb
moments of reaction, are provided with torque bearers in the form of two-armed lever
plates rigidly connected at one end to the drive units and connected at the other
end to a torsion shaft for rotary movement via linkages and lever arms, characterised in that the lever-plate arms (16, 17) connected to the torsion shaft (13, 14) for
rotary movement via linkages (9, 10) and lever arms (11, 12) are of unequal length.
2. A machine having two rollers according to claim 1, characterised in that the lever arms (11, 12) connected to the torsion shaft (13, 14) are of unequal
length.
1. Machine à deux rouleaux, en particulier presse à rouleaux, consistant en deux rouleaux
montés de façon à pouvoir tourner dans un carter et entraînés en sens contraire l'un
de l'autre, avec des engrenages montés sur les tourillons d'entraînement des rouleaux,
prévus pour recueillir les moments de retour à la position primitive, constitués comme
des plateaux à levier à deux bras et, d'une part, sont reliés de façon solidaire aux
engrenages et, d'autre part, sont reliés de façon pivotante par l'intermédiaire de
bielles et de bras de levier à un arbre de torsion, machine à deux rouleaux caractérisée
en ce que les bras des plateaux à levier (16, 17) reliés de façon pivotante au moyen
des bielles 9, 10 et des bras de levier (11, 12) à l'arbre de torsion (13, 14) sont
constitués avec des longueurs inégales.
2. Machine à deux rouleaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que le bras de
levier (11, 12) se trouvant en liaison avec l'arbre de torsion 13, 14 sont conçus
avec des longueurs inégales.
