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EP 0 470 045 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.11.1995 Patentblatt 1995/45 |
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Anmeldetag: 10.07.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B25D 17/02 |
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Meissel mit optimiertem Schaft
Chisel with optimised shaft
Ciseau avec tige optimisé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
03.08.1990 DE 4024650
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.02.1992 Patentblatt 1992/06 |
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Patentinhaber: HILTI Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- Schulz, Reinhard
W-8000 München 70 (DE)
- Obermeier, Josef
W-8922 Peiting (DE)
- Neukirchen, Axel
W-8000 München 90 (DE)
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Vertreter: Wildi, Roland |
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Hilti Aktiengesellschaft
Patentabteilung 9494 Schaan 9494 Schaan (LI) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 073 410 US-A- 4 102 534 US-A- 4 594 759
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FR-E- 30 173 US-A- 4 325 437
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Meissel mit Einsteckende für eine Werkzeugaufnahme bei
Bohrhämmern und dergleichen mit einem Meisselteil sowie einem zwischen Einsteckende
und Meisselteil angeordneten Schaft, der vom Einsteckende zum Meisselteil hin einen
ersten Bereich mit gleichbleibendem Querschnitt und daran anschliessend einen zweiten
Bereich mit abnehmendem Kreisförmigem Querschnitt aufweist.
[0002] Im allgemeinen ist bei Meisseln der Schaft zwischen Einsteckende und dem mit einer
Spitze versehenen Meisselteil zylindrisch. Aus der DE-OS 1 073 410 ist ein Meissel
bekannt, dessen Schaft einen Querschnitt aufweist, der sich zum Meissel hin konisch
verjüngt.
[0003] In beiden bekannten Fällen ergibt sich der Nachteil, dass bei stosswellenartiger
Belastung der Energiedurchsatz nicht optimal genutzt und damit die Leistung an der
Meisselspitze nicht voll erreicht wird.
[0004] Aus der FR-A-30 173 ist ein Meissel bekannt, der zu seiner Halterung eine Abstufung
aufweist. Während eine Schulter am Übergang von einem kleineren zu einem grösseren
Durchmesser der Halterung des Meissels dient, wird durch den kleineren Durchmesser
eine Lauffläche geschaffen.
[0005] Die US-A-4,594,759 zeigt eine Oberflächenmeisselmaschine, in welcher mehrere Meissel
gehaltert sind. Auch diese Meissel sind in der vorgenannten Art gehaltert, nämlich
über eine Schulter am Übergang von einem kleineren zu einem grösseren Durchmesser.
Der kleinere Durchmesser der Meissel dient wiederum als Lauffläche.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schaftprofil für Meissel zu schaffen,
das bezüglich Energiedurchsatz bei durchlaufenden Stosswellen an besondere Arbeitsbedingungen
am Meisselteil angepasst ist.
[0007] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der zweite Bereich des Schaftes
vom ersten Bereich zum Meisselteil hin in zwei Stufen abnimmt und die Übergänge bei
den Stufen mit Übergangsradien versehen sind.
[0008] Durch die erfindungsgemässen Querschnittsveränderungen wird an den Stufen der Energiedurchsatz
bei durchlaufenden Stosswellen beeinflusst und die Abbauleistung und Standzeit am
Meisselteil im Vergleich zu rein zylindrischen und konischen Abschnitten zwischen
Einsteckende und Meisselteil verbessert.
[0009] Eine optimale Beeinflussung der Stosswellen wird dann erreicht, wenn in vorteilhafter
Weise die an die Stufen anschliessenden Abschnitte des zweiten Bereiches einen gleichbleibenden
Querschnitt aufweisen.
[0010] Vorzugsweise beträgt der kleinste Querschnitt des an das Meisselteil angrenzenden
Abschnittes des zweiten Bereiches das 0,2- bis 0,8-fache des Querschnittes des ersten
Bereiches des Schaftes. Ein derartiges Querschnittsverhältnis wirkt sich hinsichtlich
der Massenverhältnisse vorteilhaft aus, wobei die Querschnittsform unerheblich ist.
Der erste Bereich des Schaftes kann dabei gegenüber dem Einsteckende einen gleichen
oder grösseren Querschnitt aufweisen.
[0011] Aus der Sicht der Massen- und Längenverhältnisse wird der Durchlauf der Stosswellen
dann positiv beeinflusst, wenn zweckmässigerweise die Länge des zwischen den Stufen
liegenden Abschnittes des zweiten Bereiches des Schaftes dem 0,05- bis 0,5-fachen
der gesamten Länge des Meissels entspricht. Dabei entspricht in bevorzugter Weise
die Länge des zum Einsteckende hin an das Meisselteil anschliessenden Abschnittes
des zweiten Bereiches dem 0,05- bis 0,5-fachen der gesamten Länge des Meissels.
[0012] Um zu vermeiden, dass an den Stufen durch Kerbwirkungen und dergleichen Materialbrüche
entstehen können, sind die Uebergänge bei den Stufen bevorzugt mit Uebergangsradien
versehen.
[0013] Wirtschaftlich, insbesondere in fertigungstechnischer Sicht, wirkt sich ein kreisförmiges
Profil aus, wobei bevorzugt die Querschnitte des ersten und des zweiten Bereiches
kreisförmig ausgebildet sind.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung, die Ausführungsbeispiele wiedergeben,
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Meissel gemäss Erfindung in Ansicht,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus Fig. 1, vergrössert dargestellt,
- Fig. 3
- einen weiteren Meissel gemäss Erfindung in Ansicht,
- Fig. 4
- einen Schnitt längs der Linie A-A der Fig. 1.
[0015] Der in Fig. 1 aufgezeigte Meissel 1 weist zwischen einem Einsteckende 2 und einem
Meisselteil 5 einen Schaft auf, dessen erster Bereich 3 einen gleichbleibenden und
dessen zweiter Bereich 4 einen abnehmenden Querschnitt aufweisen. Die Abnahme des
Querschnittes des zweiten Bereiches 4 erfolgt in Stufen, beispielsweise entsprechend
Fig. 1 in zwei Stufen 4a, 4b.
[0016] Während Fig. 2 den Uebergang an einer Stufe 4b durch Anordnung eines Uebergangsradius
R verdeutlicht, zeigt Fig. 4 die beispielhaft ausgebildeten kreisförmigen Querschnitte
der zwei Bereiche 3, 4.
[0017] Der aus Fig. 3 ersichtliche Meissel 6 weist wiederum zwischen einem Einsteckende
7 und einem Meisselteil 8 einen Schaft mit einem ersten Bereich 9 und einem zweiten
Bereich 10 auf. Der Querschnitt des ersten Bereiches 9 des Schaftes übersteigt im
Querschnitt denjenigen des Einsteckendes 7. Der zweite Bereich 10 des Schaftes nimmt
wiederum ab und zwar beispielhaft in zwei Stufen 10a, 10b. Während gemäss Beispiel
der Fig. 1 der Querschnitt des Meisselteiles 5 dem geringsten Querschnitt des zweiten
Bereiches 4 entspricht, übersteigt im Beispiel entsprechend Fig. 3 der Querschnitt
des Meisselteiles 8 den kleinsten Querschnitt des zweiten Bereiches 10 des Schaftes.
1. Meissel mit einem Einsteckende (2, 7) für eine Werkzeugaufnahme bei Bohrhämmern und
dergleichen, mit einem Meisselteil (5, 8) sowie einem zwischen Einsteckende (2, 7)
und Meisselteil (5, 8) angeordneten Schaft, der vom Einsteckende (2, 7) zum Meisselteil
(5, 8) hin einen ersten Bereich (3, 9) mit gleichbleibendem kreisförmigem Querschnitt
und daran schliessend einen zweiten Bereich (4, 10) mit abnehmendem kreisförmigem
Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (4, 10) des Schaftes vom ersten Bereich (3, 9) zum Meisselteil
(5, 8) hin in zwei Stufen (4a, 4b, 10a, 10b) abnimmt und die Übergänge bei den Stufen
(4a, 4b, 10a, 10b) mit Übergangsradien (R) versehen sind.
2. Meissel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Stufen (4a, 4b, 10a,
10b) anschliessenden Abschnitte des zweiten Bereiches (4, 10) einen gleichbleibenden
Querschnitt aufweisen.
3. Meissel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der kleinste Querschnitt
des an das Meisselteil (5, 8) angrenzenden Abschnittes des zweiten Bereiches (4, 10)
das 0,2- bis 0,8-fache des Querschnittes des ersten Bereiches (3, 9) des Schaftes
beträgt.
4. Meissel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des
zwischen den Stufen (4a, 4b, 10a, 10b) liegenden Abschnittes des zweiten Bereiches
(4, 10) des Schaftes dem 0,05 - bis 0,5-fachen der gesamten Länge des Meissels (1,
6) entspricht.
5. Meissel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des
zum Einsteckende (2, 7) hin an das Meisselteil (5, 8) anschliessenden Abschnittes
des zweiten Bereiches (4, 10) dem 0,05- bis 0,5-fachen der gesamten Länge des Meissels
(1, 6) entspricht.
1. Chisel having an insertion end (2, 7) for a tool receptacle in hammer drills and the
like, having a chisel part (5, 8) as well as a shank which is arranged between insertion
end (2, 7) and chisel part (5, 8) and has from the insertion end (2, 7) towards the
chisel part (5, 8) a first area (3, 9) of constant circular cross-section and adjoining
it a second area (4, 10) of decreasing circular cross-section, characterized in that
the second area (4, 10) of the shank decreases in two steps (4a, 4b, 10a, 10b) from
the first area (3, 9) towards the chisel part (5, 8) and the transitions at the steps
(4a, 4b, 10a, 10b) are provided with transition radii (R).
2. Chisel according to Claim 1, characterized in that the sections of the second area
(4, 10) which adjoin the steps (4a, 4b, 10a, 10b) have a constant cross-section.
3. Chisel according to Claim 1 or 2, characterized in that the smallest cross-section
of the section of the second area (4, 10) adjacent to the chisel part (5, 8) is 0.2
to 0.8 times the cross-section of the first area (3, 9) of the shank.
4. Chisel according to one of the Claims 1 to 3, characterized in that the length of
the section of the second area (4, 10) of the shank lying between the steps (4a, 4b,
10a, 10b) corresponds to 0.05 to 0.5 times the total length of the chisel (1, 6).
5. Chisel according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the length of the
section of the second area (4, 10) adjoining the chisel part (5, 8) towards the insertion
end (2, 7) corresponds to 0.05 to 0.5 times the total length of the chisel (1, 6).
1. Ciseau avec un emmanchement (2, 7) pour un porte-outil de marteaux perforateurs ou
analogues, comprenant une partie formant ciseau (5, 8) ainsi qu'une tige disposée
entre l'emmanchement (2, 7) et la partie formant ciseau (5, 8), laquelle présente
de l'emmanchement (2, 7) en direction de la partie formant ciseau (5, 8), une première
zone (3, 9) avec une zone transversale circulaire constante à laquelle fait suite
une seconde zone (4, 10) avec une zone transversale décroissante, caractérisé en ce que la seconde zone (4, 10) de la tige diminue selon deux gradins (4a, 4b,
10a, 10b) à partir de la première zone (3, 9) en direction de la partie formant ciseau
(5, 8), et que les transitions aux gradins (4a, 4b, 10a, 10b) présentent des rayons
de transition (R).
2. Ciseau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parties de la seconde zone
(4, 10) raccordées aux gradins (4a, 4b, 10a, 10b) présentent une zone transversale
constante.
3. Ciseau selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la zone transversale
minimale de la partie de la seconde zone (4, 10) contiguë à la partie formant ciseau
(5, 8) est égale à 0,2 à 0,8 fois la zone transversale de la première zone (3, 9)
de la tige.
4. Ciseau selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la longueur de
la partie de la seconde zone (4, 10) de la tige, située entre les gradins (4a, 4b,
10a, 10b) correspond à 0,05 à 0,5 fois la longueur totale du ciseau (1, 6).
5. Ciseau selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la longueur de
la partie de la seconde zone (4, 10) raccordée du côté emmanchement (2, 7) à la partie
formant ciseau (5, 8) correspond à 0,05 à 0,5 fois la longueur totale du ciseau (1,
6).
