[0001] Die Erfindung betrifft einen Flaschenkasten aus Kunststoff mit einem wenigstens ein
Einstellfach aufweisenden Gefache, wobei in jedes Einstellfach eine Flasche von oben
her einstellbar, die Flasche im Einstellfach von Fachwänden umgeben und von wenigstens
einem Halteorgan gehalten ist, das an wenigstens einer der Fachwände angeordnet ist,
die einen von der vertikalen Fachwandmittellinie ausgehenden Wandabschnitt aufweist,
und wobei das Halteorgan an diesem in einer im wesentlichen radialen Richtung zur
Mittelachse des Einstellfachs elastisch ausgebildeten Wandabschnitt im Abstand zur
vertikalen Fachwandmittellinie angeordnet ist.
[0002] Ein solcher Flaschenkasten ist aus DE-U-88 06 169 bekannt.
[0003] Derart ausgebildete Flaschenkästen werden in der Getränkeindustrie zum Transport
und zur Lagerung von Flaschen verwendet. Die Flaschenkästen weisen mit Durchbrüchen
versehene äußere Kastenwände auf, wobei über die Durchbrüche das Etikett der im Kasten
sich befindenden Flaschen erkennbar ist. Um einen sicheren Halt der Flaschen in den
Einstellfächern zu gewährleisten, sind die Einstellfächer mit Halteorganen versehen,
die bei einer in das Einstellfach eingestellten Flasche an der Flaschenwand anliegen.
Hierdurch wird der Vorteil erzielt, daß die Flaschen eine bestimmte Lage in ihren
Einstellfächern einnehmen, wobei sie in dieser Lage durch das Halteorgan gehalten
werden. Ein Bewegungsspiel der Flasche innerhalb des Einstellfachs wird somit ausgeschlossen.
Hierdurch wird nicht nur die Flasche geschont und Beschädigungen der Flasche vermieden,
sondern es wird auch das automatische Entleeren des Flaschenkastens erleichtert, da
nunmehr die Flaschen im Einstellfach eine definierte Lage einnehmen und dadurch der
Flasschengreifer gezielt den Flaschenhals ergreifen kann. Ferner wird durch die an
den Flaschenwänden angreifenden Halteorganen der Vorteil erzielt, daß ein Verdrehen
der Flaschen in den Einstellfächern verhindert wird. Sind die Flaschen mit ihrem Flaschenetikett
derart ausgerichtet, daß das Flaschenetikett durch einen der Durchbrüche in einer
Kastenwand betrachtet werden kann, so wird die Flasche in dieser Lage im Einstellfach
durch die Halteorgane fixiert. Hierfür ist es jedoch erforderlich, daß die Halteorgane
elastisch ausgebildet sind, so daß sie unter einer gewissen Kraft an der Flaschenwand
anliegen. Mit der DE-OS 33 00 590, der DE-OS 25 56 449, dem DE-GM 18 07 883 und dem
DE-GM 18 83 773 sind Flaschenkästen bekannt, bei denen die Halteorgane als elastische
Mittel ausgebildet sind. Diese Halteorgane stützen sich an der Fachwand ab und liegen
unter Federkraft an der Wand der in das Einstellfach eingestellten Flasche derart
an, daß die Flasche fixiert und gegen ein Verdrehen gesichert ist. Um dies zu gewährleisten,
müssen die Halteorgane eine bestimmte Form aufweisen, so daß zumindest ein Abschnitt
des Halteorganes von der Flasche derart ausgelenkt wird, daß das Halteorgan verformt
wird, wodurch eine Rückstellkraft, die den ausgelenkten Abschnitt an die Flaschenwand
andrückt, erzeugt wird. Derart ausgebildete Halteorgane weisen einen komplizierten
Aufbau auf, so daß sie nur mit aufwendigen Spritzgußwerkzeugen hergestellt werden
können. Außerdem benötigen derart ausgebildete Halteorgane relativ viel Platz im Einstellfach,
da genügend Raum für die Verformung des Halteorgans vorhanden sein muß.
[0004] Bei der zum Oberbegriff des Anspruchs 1 zitierten DE-U-88 06 169 sind die Fachwände
im Inneren des Flaschenkastens durch eine mittig in der Fachwand jedes Einstellfachs
liegenden Aussparung teilweise getrennt, um Material zu sparen. Auf beiden Seiten
dieser Aussparung haben die Fachwände in das Fachinnere vorstehende Halterungsrippen,
die zur Halterung der in einem Fach aufgenommenen Flasche beitragen. Die links und
rechts von diesen Aussparungen stehengebliebenen Fachwandabschnitte sind oberseitig
mit Stegen mit Fachwandabschnitten des benachbarten Einstellfachs und unterseitig
mit dem Kastenboden verbunden, sodaß die Elastizität dieser Fachwandstege nur gering
ausgebildet ist und damit die Halterungsrippen durch eine eingestellte Flasche nur
um ein geringes Maß elastisch ausgelenkt werden können. Dabei wird praktisch, wenn
der Flaschendurchmesser auch nur um weniges größer ist als der einer Normflasche,
die Fachwand im Bereich der genannten Fachwandstege praktisch ausgebeult. Wenn in
einem solchen Flaschenkasten mehrere Flaschen, deren Durchmesser im Bereich des Flaschenkörpers
etwas größer ist, nebeneinander in den Einstellfächern stehen sollen, kann die genannte
Ausbeulung dazu führen, daß eine Flasche nicht oder nur gewaltsam unter Druck in das
Einstellfach steckbar ist. Umgekehrt werden durch die gering ausgebildete Elastizität
der Fachwandstege und die geringe Auslenkbarkeit der Halterungsrippen etwas schmalere
Flaschen nicht oder nur ungenügend von den Halterungsrippen des Flaschenkastens gemäß
der DE-U 88 06 169 gehalten.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Flaschenkasten derart auszubilden,
daß die in die Einstellfächer eingeordneten Flaschen sicher und auch gegen ein Verdrehen
festgehalten werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten
Merkmale gelöst.
[0007] Die davon abhängigen Ansprüche 2 bis 8 kennzeichnen jeweils vorteilhafte Ausbildungen
davon.
[0008] Bei diesem erfindungsgemäß ausgebildeten Flaschenkasten weist die Fachwand einen
Wandabschnitt auf, der federnd mit der Fachwand verbunden ist und in der Ebene der
Fachwand liegt. Dieser Wandabschnitt ist so elastisch ausgestaltet, daß er aus der
Ebene der Fachwand ausgelenkt werden kann. Dabei ist der Wandabschnitt derart mit
der Fachwand verbunden, daß er in radialer Richtung bezüglich der Mittellängsachse
des Einstellfaches oder in einer dazu parallelen Richtung auslenkbar ist. Am federnden
Ende des Wandabschnitts ist nun das Halteorgan vorgesehen, welches an der Flaschenwand
angreift. Der Wandabschnitt wird somit von der Flaschenwand über das Halteorgan ausgelenkt.
Dies hat den wesentlichen Vorteil, daß das Halteorgan, da es lediglich als Kraftübertragungsmittel
dient, einfach ausgestaltet sein kann, wohingegen der elastische Teil von dem Wandabschnitt
der Fachwand gebildet wird, der z. B. die Form einer federnden Zunge aufweist. Da
dieser Wandabschnitt eben ausgestaltet ist und in der Ebene der Fachwand liegt, bedarf
es keiner komplizierten und aufwendigen Spritzgußform für die Herstellung dieses Wandabschnitts.
Ferner ist durch die auskragende Länge des Wandabschnitts die Federkonstante bestimmbar,
wohingegen beim Stand der Technik der Abstand zwischen Fachwand und Flaschenwand die
Auskragung des Halteorgans und somit die Federkraft bestimmt, wobei in diesem Fall
durch den in der Regel geringen Abstand die Federkraft sehr begrenzt ist.
[0009] Dadurch, daß die Fachwand auf beiden Seiten der Fachwandmittellinie einen Wandabschnitt
aufweist, wird der Vorteil erzielt, daß der eine Wandabschnitt auf der einen Seite
und der andere Wandabschnitt auf der anderen Seite mit einem Halteorgan versehen sein
kann, so daß bei einem Einschieben jeweils einer Flasche in die beiden Einstellfächer
die beiden Wandabschnitte im gleichen Drehsinne um die Fachwandmittellinie verschwenkt
werden, so daß insgesamt dieser Fachwandabschnitt eine Torsion in Richtung der Verschwenkung
eines Wandabschnitts erfährt. Diese Ausgestaltung gewährleistet eine schonende Behandlung
der Fachwand.
[0010] Dadurch, daß jeder Wandabschnitt nur mit einem Halteorgan ausgestattet ist, kann
der Wandabschnitt beim Einstellen einer Flasche in das Einstellfach, in welches das
Halteorgan hineinragt, ausgelenkt werden.
[0011] Die federnde Anordnung des Wandabschnitts derart, daß er mit seinem auskragenden
Ende zumindest teilweise um die vertikale Fachwandmittellinie herum verschwenkbar
ist, wird dadurch erreicht, daß der Wandabschnitt im Bereich der Fachwandmittellinie
mit der Fachwand verbunden ist und im übrigen frei auskragt.
[0012] Eine Weiterbildung sieht vor, daß die Halteorgane starr ausgebildet sind. Dies hat
den wesentlichen Vorteil, daß sie z. B. in Form von Noppen oder dgl. eine einfache
Gestalt aufweisen und daher spritztechnisch einfach herzustellen sind.
[0013] Eine einfache Ausführungsform sieht vor, daß der Wandabschnitt von einem senkrechten
Teil der Fachwand selbst gebildet wird. Der Wandabschnitt hat dabei zusätzlich die
Aufgabe die einzelnen Einstellfächer voneinander abzugrenzen.
[0014] Bevorzugt ist das Halteorgan als starre, in das Einstellfach vorspringende Leiste
ausgebildet. Derart ausgebildete Halteorgane können einfach hergestellt werden, da
sie keiner komplizierten Spritzgußwerkzeuge bedürfen.
[0015] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Leiste sich am
äußeren Rand des Wandabschnitts erstreckt, der im wesentlichen vertikal ist. Hierdurch
wird der größtmögliche Federweg des Wandabschnitts ausgenutzt. Ferner ist bei dieser
Anordnung gewährleistet, daß das Halteorgan nicht in der Fachmitte an der Fachwand
vorgesehen ist, so daß durch die dezentrale Anordnung der Vorteil erzielt wird, daß
die Breite des Einstellfachs dem größten Durchmesser der Flasche entsprechen kann.
Es muß also kein zusätzlicher Raum für den Federweg der Halteorgane vorgesehen werden.
Diese sind zwar über den Wandabschnitt in der Fachwandmitte mit der Fachwand verbunden,
befinden sich jedoch im Kantenbereich des Einstellfachs.
[0016] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, daß die Leiste ein in Richtung der Fachwand
nach oben abgeschrägtes oberes Ende aufweist. Hierdurch wird ein Einführen einer Flasche
in das Einstellfach wesentlich erleichtert, da nunmehr der Flaschenboden über das
abgeschrägte Ende am Halteorgan vorbei in das Einstellfach gleiten kann. Dabei wird
das Halteorgan allmählich aus dem Einstellfach verdrängt und der Wandabschnitt verformt.
Dies ist dann der Fall, wenn auf der gegenüberliegenden Seite des Wandabschnittes,
also im angrenzenden Einstellfach, kein Halteorgan vorgesehen ist, so daß in dieses
Einstellfach der Wandabschnitt eindringen kann.
[0017] Eine Weiterbildung sieht vor, daß die Leiste bezüglich der vertikalen Richtung schräg
am Wandabschnitt vorgesehen ist, derart, daß der Abstand des unteren Endes der Leiste
zur Fachwandmittellinie geringer als der Abstand des oberen Endes zur Fachwandmittellinie
ist. Durch diese schräge Anordnung des Halteorgans auf dem Wandabschnitt wird erreicht,
daß die Auslenkung des Wandabschnitts größer wird, je weiter die Flasche in das Einstellfach
eingeschoben wird. Hierdurch werden vorteilhaft die zum Auslenken des Wandabschnitts
erforderlichen Kräfte über einen Teil des Einschiebewegs der Flasche in das Einstellfach
verteilt, so daß das Einschieben der Flasche kaum erschwert wird.
[0018] Eine Ausführungsform sieht vor, daß jeweils in einer Fachwandebene gegenüberliegende
Wandabschnitte zweier Einstellfächer durch in der Fachwand vorgesehene Schlitze bzw.
Aussparungen getrennt sind und jeder Wandabschnitt in seinem oberen und seinem der
Fachwandmittellinie zugewandten Bereich mit der Fachwand verbunden ist.
[0019] Hierdurch wird die flexible Ausgestaltung der Wandabschnitte und eine relativ große
Steifheit des Wandabschnitts erzielt, so daß dieser mit einer ausreichend hohen Kraft
das Halteorgan an die Flaschenwand andrücken und dadurch die Flasche sicher im Einstellfach
halten kann.
[0020] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein besondern bevorzugtes
Ausführungsbeispiel im einzelnen beschrieben ist. Dabei zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Flaschenkastens, teilweise abgebrochen;
- Figur 2
- einen Schnitt III-III gemäß Figur 3;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den Flaschenkasten, teilweise abgebrochen;
- Figur 4
- eine Bodenansicht des Flaschenkastens, teilweise abgebrochen; und
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts aus dem Bodenbereich eines Einstellfachs,
insbesondere die Halteorgane zeigend.
[0021] In der Figur 1 ist insgesamt mit 1 ein Flaschenkasten bezeichnet, der an seinem oberen
Ende einen oberen umlaufenden Rahmen 2 aufweist, an dem er z. B. getragen werden kann.
Dieser obere Rahmen 2 schließt Kastenwände 3 bis 6 (siehe Figuren 3 und 4) nach oben
ab. In diesen Kastenwänden sind Durchbrüche 7 vorgesehen. Diese Durchbrüche 7 sind
durch vertikale Stege 8, die sich von einem unteren Rahmen 9 bis zum oberen Rahmen
2 erstrecken, voneinander getrennt. Die Durchbrüche 7 ermöglichen den seitlichen Einblick
in den Flaschenkasten 1, insbesondere auf ein Etikett einer im Flaschenkasten 1 bzw.
in eines seiner Einstellfächer 10 eingestellten Flasche. Ferner sind an der Außenseite
der Kastenwand 3 dreieckförmige erhabene Noppen 11 erkennbar, die dadurch ein Aneinanderhaften
von aneinander anliegenden Flaschenkästen 1 bewirken sollen, daß sie zwischen entsprechend
ausgebildeten Noppen, die an einer anliegenden Kastenwand vorgesehen sind, eingreifen.
Ferner weist der Flaschenkasten 1 Füße 12 auf, die derart ausgebildet sind, daß sie
bei aufeinandergestellten Flaschenkästen 1 innerhalb des oberen Rahmens 2 eines darunter
angeordneten Flaschenkastens 1 Platz finden und an der Innenseite des Rahmens 2 anliegen,
so daß der obere Kasten gegen ein Verrutschen gesichert ist.
[0022] Durch die Durchbrüche 7 hindurch sind im Innern des Flaschenkastens 1 angeordnete
Fachwände 13 erkennbar. Diese Fachwände 13 unterteilen den Innenraum des Flaschenkastens
1 in die einzelnen Einstellfächer 10, so daß die im Flaschenkasten 1 sich befindenden
Flaschen jeweils einzeln in einem Einstellfach 10 angeordnet und dort durch die Fachwände
13 gegen ein Aneinanderschlagen gesichert sind. Diese Fachwände 13 weisen ebenfalls
Durchbrüche 14 auf, die insbesondere ein Reinigen des Flaschenkastens erleichtern
und dessen Gesamtgewicht verringern.
[0023] Wie aus der Figur 2 ersichtlich ist, besteht die Fachwand 13 eines Einstellfachs
10 aus einem vertikalen Wandabschnitt 15, der in der Mitte der Fachwand 13 vorgesehen
ist. Vom oberen Ende dieses Wandabschnitts 15 erstreckt sich z. B. unter einem Winkel
von 15 ° ansteigend zu beiden Seiten ein Abschnitt 16, der im Kantenbereich des Einstellfaches
10 auf entsprechende Abschnitte 16 der anderen Fachwände 13 trifft und dort mit diesen
einstückig verbunden ist. Die Abschnitte 16 bilden somit den oberen Abschluß der Fachwand
13, wohingegen die Wandabschnitte 15 die einzelnen Einstellfächer 10 voneinander abgrenzen
und gewährleisten, daß die in einem Einstellfach 10 sich befindende Flasche nicht
in ein benachbartes Einstellfach 10 hineinrutschen kann. Die Kantenbereiche der Einstellfächer
10 sind, wie aus der Figur 2 ersichtlich, abgesehen vom Bereich der Abschnitte 16,
offen.
[0024] In Figur 2 ist erkennbar, daß der untere Bereich des Wandabschnitts 15 lediglich
in der Mitte von einem Quersteg 17, der unmittelbar oberhalb des Fußes 12 des Flaschenkastens
1 quer durch das Einstellfach 10 sich erstreckt, gehalten ist. Dieser Quersteg 17
weist im Bereich der Wandabschnitte 15 dreieckförmige Haltenasen 18 auf, über die
er am Wandabschnitt 15 anliegt. Die unteren Ecken des Wandabschnitts 15 sind demnach
nicht abgestützt.
[0025] Ferner ist in Figur 2 erkennbar, daß die nach oben, d. h. in Richtung des Abschnitts
16 verlaufende Kante 19 des Wandabschnitts 15 in der unteren Hälfte mit einem aufgesetzten
Halteorgan 20 versehen ist. Dieses Halteorgan 20 ist als einfacher Steg 21 ausgebildet
und befindet sich innerhalb der Kontur des Wandabschnitts 15 in der Ansicht gemäß
Figur 2. Außerdem ist erkennbar, daß die Stege 21 nicht vertikal, sondern z. B. unter
einem Winkel von 3 ° derart geneigt sind, daß sich ihr unteres Ende der Fachwandmittellinie
22 annähert. Das untere Ende des Steges 21 erstreckt sich bis zum Quersteg 17, wohingegen
das obere Ende des Steges 21 sich etwa über 30 bis 50 % der Höhe des Einstellfachs
10 erstreckt. Dieses obere Ende des Stegs 21 ist mit einer Abschrägung 23 versehen,
so daß eine in das Einstellfach 10 einzuschiebende Flasche bzw. deren Flaschenboden
vom Wandabschnitt 15 über die Abschrägung 13 an die Außenfläche 24 des Stegs 21 geführt
wird.
[0026] Die in der Figur 3 gezeigte Draufsicht auf den Flaschenkasten 1 läßt erkennen, daß
die Stege 21 nicht vertikal, sondern geringfügig mit ihrem unteren Ende in Richtung
des Querstegs 17 geneigt auf den Wandabschnitt 15 aufgesetzt sind. Ferner ist erkennbar,
daß die einer im Einstellfach 10 sich befindenden Flasche zugewandte Fläche 24 sich
in Umfangsrichtung um die vertikale Mittelachse des Einstellfachs 10, d. h. die normale
auf die Fläche 24 sich radial auf die Achse des Einstellfachs 10 erstreckt. Wird bei
einer derartigen Ausgestaltung des Stegs 21 eine Flasche in das Einstellfach 10 eingeschoben,
so greift zunächst der Flaschenboden an der Abschrägung 23 an und verdrängt den Steg
21 aus dem Einstellfach 10, indem er an der Abschrägung 23 entlanggleitet. Ein weiteres
Einschieben der Flasche in das Einstellfach 10 bewirkt, daß der Flaschenboden allmählich
entlang der Fläche 24 am Steg 21 entlanggleitet. Durch die schräge bzw. geneigte Anordnung
des Stegs 21 wird dieser allmählich mit fortschreitendem Einschieben der Flasche in
das Einstellfach 10 aus diesem Einstellfach 10 verdrängt. Diese Verdrängung bewirkt
eine elastische Verformung des Wandabschnitts 15 in Richtung des Pfeils 25, was auch
in Figur 5 deutlich zu erkennen ist. Der elastisch verformte Wandabschnitt 15 erzeugt
eine Rückstellkraft, die den Steg 21 gegen die Flaschenwand drückt und dadurch die
Flasche einerseits im Einstellfach 10 fixiert, andererseits gegen ein Verdrehen sichern.
Die Rückstellkraft wird also nicht durch eine elastische Verformung des Halteorgans
20, sondern durch eine elastische Verformung des Wandabschnitts 15 bewirkt.
[0027] Wie in den Figuren 3 bis 5 gut zu erkennen ist, befindet sich dieser Wandabschnitt
15 im Ruhezustand in der Ebene der Fachwand 13, und es erstrecken sich lediglich die
Stege 21 in das Innere der Einstellfächer 10. Die Verdrängung des Stegs 21 durch die
im Einstellfach 10 sich befindende Flasche bewirkt eine Torsion des Wandabschnitts
15 um die Fachwandmittellinie, wobei die verdrängten Teile des Wandabschnitts 15 in
das jeweils benachbarte Einstellfach 10 eingreifen. Der Verdrängungsweg für das elastisch
zu verformende Element muß demnach nicht im Einstellfach 10 berücksichtigt werden,
was den Vorteil hat, daß die Größe der Einstellfächer 10 exakt an die Größe der einzustellenden
Flaschen angepaßt sein kann.
[0028] Der in Figur 5 wiedergegebene Ausschnitt einer perspektivischen Ansicht des unteren
Bereichs eines Einstellfaches 10 zeigt deutlich die Anordnung der Stege 21 im unteren
Randbereich des Wandabschnitts 15, wobei die Stege 21 wechselseitig, d.h. jeweils
ein Steg 21 für ein Einstellfach 10 vorgesehen sind.
[0029] Ferner ist in Figur 5 zu erkennen, daß die Oberkante des Querstegs 17, auf dem die
Flaschen mit ihrem Boden aufsitzen, keilförmig zugespitzt sind. Dies hat den Vorteil,
daß die Schneide 26 dieser Oberkante in die Bodenriffelung des Flaschenbodens der
in das Einstellfach eingestellten Flaschen eingreifen kann. Hierdurch wird zusätzlich
ein Verdrehen der Flaschen erschwert.
1. Flaschenkasten (1) aus Kunststoff mit einem wenigstens ein Einstellfach (10) aufweisenden
Gefache, wobei in jedes Einstellfach (10) eine Flasche von oben her einstellbar, die
Flasche im Einstellfach (10) von Fachwänden (13) umgeben und von wenigstens einem
Halteorgan (20) gehalten ist, das an wenigstens einer der Fachwände (13) angeordnet
ist, die einen von der vertikalen Fachwandmittellinie (22) ausgehenden Wandabschnitt
(15) aufweist, und wobei das Halteorgan (20) an diesem in einer im wesentlichen radialen
Richtung zur Mittelachse des Einstellfachs (10) elastisch ausgebildeten Wandabschnitt
(15) im Abstand zur vertikalen Fachwandmittellinie (22) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fachwand (13) auf beiden Seiten der vertikalen Fachwandmittellinie
(22) einen elastischen Wandabschnitt (15) aufweist, der sich von dieser Linie aus
erstreckt,
jeder elastische Wandabschnitt (15) an seinem auskragenden Ende mit einem Halteorgan
(20) ausgestattet ist, wobei die Halteorgane einer Fachwand wechselseitig, d.h. jeweils
ein Halteorgan pro Einstellfach, vorgesehen sind, und jeder
elastische Wandabschnitt (15) derart angeordnet ist, daß er mit seinem auskragenden
Ende zumindest teilweise um die vertikale Fachwandmittellinie (22) herum in einer
radialen Richtung zur Mittelachse des jeweils benachbarten Einstellfachs (10) verschwenkbar
ist (Pfeil 25).
2. Flaschenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan (20) starr
ausgebildet ist.
3. Flaschenkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Halteorgan
(20) als starre in das Einstellfach (10) vorspringende Leiste (21) ausgebildet ist.
4. Flaschenkasten nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (21) sich entlang
des im wesentlichen vertikalen äußeren Randes (19) des Wandabschnitts (15) erstreckt.
5. Flaschenkasten nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (21)
ein in Richtung zum Wandabschnitt (15) abgeschrägtes oberes Ende (23) aufweist.
6. Flaschenkasten nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste
(21) derart an dem Wandabschnitt (15) angeordnet ist, daß ihr unteres Ende näher zur
Fachwandmittellinie (22) liegt als ihr oberes Ende.
7. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils in einer Fachwandebene gegenüberliegende Wandabschnitte (15) zweier Einstellfächer
(10) durch in der Fachwand (13) vorgesehene Schlitze bzw. Aussparungen (14) getrennt
sind und jeder Wandabschnitt (15) in seinem oberen und seinem der Fachwandmittellinie
(22) zugewandten Bereich mit der Fachwand (13) verbunden ist.
8. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Einstellfach (10) einen aus Querstegen (17) bestehenden Boden aufweist, wobei
die Querstege (17) keilförmige Oberkanten aufweisen.
1. Bottle case (1) made from plastic with a subdivided structure exhibiting at least
one storage compartment (10), whereby a bottle can be introduced from above into each
storage compartment (10) the bottle being surrounded in the storage compartment (10)
from compartment walls (13) and being held by at least one holding member (20) which
is arranged on at least one of the compartment walls (13) the walls exhibiting a wall
section (15) extending from the vertical middle line of the compartment wall (22),
and whereby the holding member (20) is arranged on this wall section (15), the section
being configured to be elastic and to be formed largely radially in the direction
of the middle axis of the storage compartment (10) at a separation relative to the
vertical middle line of the compartment wall (22), characterized in that the compartment
wall (13) exhibits an elastic wall section (15) on both sides of the vertical middle
line of the compartment wall (22) which extends outward from this line, each elastic
wall section (15) being provided with a holding member (20) at its projecting end
whereby the holding members of a compartment wall are provided for on alternating
sides, e.g. with one holding member per storage compartment and each elastic wall
section (15) is arranged in such a fashion that it, with its projecting end, is pivotable
at least partially about the vertical compartment wall middle line (22) in a radial
direction relative to the middle axis of the corresponding neighbouring storage compartment
(10) (arrow 25).
2. Bottle case according to claim 1 characterized in that the holding member (20) is
configured in a rigid fashion.
3. Bottle case according to claim 1 or 2 characterized in that the holding member (20)
is configured as a projecting strip (21) rigidly formed in the storage compartment
(10).
4. Bottle case according to claim 3 characterized in that the strip (21) extends along
the largely vertical outer edge (19) of the wall section (15).
5. Bottle case according to claim 3 or 4 characterized in that the strip (21) exhibits
an upper end (23) which slants in the direction of the wall section (15).
6. Bottle case according to one of the claim 3 through 5 characterized in that the strip
(21) is arranged at the wall section (15) is such a fashion that its lower end lies
closer to the middle line of the compartment wall (22) that its upper end.
7. Bottle case according to one of the previous claims characterized in that oppositely
facing wall sections (15), each in a plane of a compartment wall, of two storage compartments
(10) are separated by means of slits or openings (14) in the compartment wall (15)
and each wall section (15), at an upper region and at a region facing the middle line
of the compartment wall (22), is connected to the compartment wall (13).
8. Bottle case according to one of the previous claims characterized in that the storage
compartment (10) exhibits a bottom comprising transverse struts (17), whereby the
transverse struts (17) exhibit wedge-shaped upper edges.
1. Casier à bouteilles (1) en matière plastique, comportant au moins un logement présentant
une case de rangement (10), une bouteille pouvant être insérée par le haut dans chaque
case de rangement (10), la bouteille étant entourée dans la case de rangement (10)
par des parois de case (13) et étant maintenue par au moins un organe de maintien
(20) qui est disposé sur au moins une des parois de case (13) présentant un tronçon
de paroi (15) qui part de la ligne médiane verticale (22) de la paroi de case, l'organe
de maintien (20) étant disposé sur ce tronçon de paroi (15) réalisé de façon élastique
suivant une direction sensiblement radiale par rapport à l'axe médian de la case de
rangement (10) et situé à distance de la ligne verticale médiane (22) de la paroi
de case, caractérisé en ce que la paroi de case (13) présente sur les deux côtés de
la ligne médiane verticale (22) de la paroi de case un tronçon de paroi (15) élastique
qui s'étend à partir de cette ligne, en ce que chaque tronçon élastique de paroi (15)
est doté sur son extrémité en saillie d'un organe de maintien (20), les organes de
maintien d'une paroi de case étant prévus de façon alternée, c'est-à-dire chaque fois
un organe de maintien par case de rangement, et en ce que chaque tronçon élastique
de paroi (15) est disposé de telle sorte qu'il puisse être pivoté au moins partiellement,
par son extrémité en saillie, autour de la ligne verticale médiane (22) de la paroi
de case, dans une direction radiale, vers l'axe médian de chaque case de rangement
(10) voisine (flèche 25).
2. Casier à bouteilles selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de maintien
(20) est réalisé de façon rigide.
3. Casier à bouteilles selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'organe
de maintien (20) est réalisé sous la forme d'une lamelle (21) rigide débordant dans
la case de rangement (10).
4. Casier à bouteilles selon la revendication 3, caractérisé en ce que la lamelle (21)
s'étend le long du bord extérieur (19), sensiblement vertical, du tronçon de paroi
(15).
5. Casier à bouteilles selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la lamelle
(21) présente une extrémité supérieure (23) chanfreinée en direction du tronçon de
paroi (15).
6. Casier à bouteilles selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la
lamelle (21) est disposée sur le tronçon de paroi (15) de telle sorte que son extrémité
inférieure soit située plus près de la ligne médiane (22) de la paroi de case que
son extrémité supérieure.
7. Casier à bouteilles selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que chaque fois des tronçons de paroi (15), de deux cases de rangement (10), situés
à l'opposé l'un de l'autre dans un plan d'une paroi de case, sont séparés par des
interstices ou évidements (14) prévus dans la paroi de case (13), et en ce que chaque
tronçon de paroi (15) est relié à la paroi de case (13), dans sa partie supérieure
et dans sa zone tournée vers la ligne médiane (22) de la paroi de case.
8. Casier à bouteilles selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que la case de rangement (10) présente un fond constitué de traverses (17), les traverses
(17) présentant des côtés supérieurs en forme de coin.