[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für das Starten und die Helligkeitssteuerung
einer Leuchtstofflampe im Betrieb nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Durch die DE 30 25 249 A1 ist eine gattungsgemäße Schaltungsanordnung offenbart.
Parallel zur Entladungsstrecke der Leuchtstofflampe liegt bei dieser Schaltungsanordnung
ein Nebenschlußzweig, der ein steuerbares elektrisches Ventil in Gestalt eines Triac
aufweist. Eine der Elektroden der Leuchtstofflampe ist über einen Strommeßwiderstand
geerdet. Ein Nulldurchgang des Lampenstromes erzeugt an diesem Strommeßwiderstand
einen bestimmten Spannungsabfall, der in einem Impulsgeber die Erzeugung eines kurzen
Nulldurchgangmeldesignales bewirkt. Mit dem Impulsgeber steht ein Steuerimpulsgeber
in Wirkverbindung, der die Zündimpulse an die Elektroden der Leuchtstofflampe legt.
Da vor Inbetriebnahme ein Lampenstrom an dem Strommeßwiderstand noch keinen Spannungsabfall
verursacht, so daß die Schaltung noch nicht arbeitet, erfolgt eine Beaufschlagung
mit den Impulsgeber erregenden Signalen durch einen Zündimpulsgenerator.
[0003] Eine weitere Schaltungsanordnung ist in der DE 33 27 189 A1 beschrieben. Zwischen
den Lampenelektroden liegt ein Schalter, den eine Steuerschaltung zum Dimmen der Helligkeit
schaltet. Durch öffnen des Schalters in jeder Netzhalbwelle entstehen phasenverschobene
Zündspannungsimpulse. Bei geschlossenem Schalter fließt ein Heizstrom über die Lampenelektroden.
[0004] Eine ähnliche Schaltungsanordnung ist in der CH-PS 595 036 beschrieben.
[0005] Bei diesen bekannten Schaltungsanordnungen führen Netzspannungsschwankungen und Netzfrequenzschwankungen
zu unerwünschten Helligkeitsschwankungen der Leuchtstofflampe. Diese machen sich insbesondere
dann bemerkbar, wenn die Wiederholungsrate der Schwankungen zwischen 0 und etwa 50/s
liegt. Solche Helligkeitsschwankungen sind insbesondere in Fluggastzellen unangenehm.
Außerdem treten Helligkeitsschwankungen auch durch verbrauchte Leuchtstofflampen auf.
Diese flackern ständig, da die Startversuche nicht zum Zünden führen.
[0006] Durch die DE OS-21 15 293 ist ein Bimetallschalter für Leuchtstofflampen bekannt,
der parallel zu den Lampenelektroden angeordnet ist und als Starter wirkt.
[0007] Die DE 36 13 876 A1 offenbart eine elektronische Startvorrichtung zum Vorheizen und
Zünden von mit Neztwechselspannung betriebenen Leuchtstofflampen. Ein Zündstromkreis
weist neben den Elektroden der Leuchtstofflampe eine Induktivität und einen steuerbaren
Halbleiterschalter auf, der als Elektronikschalter mit reiner Zeitvorgabe wirkt.
[0008] Ausgehend von dem geschilderten Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine
Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, die unerwünschte, sichtbare
Helligkeitsschwankungen beim Startvorgang der Leuchtstofflampe vermeidet.
[0009] Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Schaltungsanordnung der eingangs genannten
Art durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Weiterbildungen dieser Lösung
ergeben sich aus dem Patentanspruch 2.
[0010] Durch die Lösungsmerkmale ist erreicht, daß sich Schwankungen der Spannung und/oder
der Frequenz des Netzes nicht auf die Beleuchtung auswirken können. Dies ist insbesondere
bei Flugzeugen wichtig, da dort in bestimmten Situationen solche Schwankungen auftreten
können und die Fluggäste nicht durch Helligkeitsschwankungen der Beleuchtung beunruhigt
werden sollen.
[0011] Um Helligkeitsschwankungen zu vermeiden, die auf dem Flackern verbrauchter Leuchtstofflampen
beruhen, ist bei der Schaltungsanordnung ein Schalter zum Abschalten der Leuchtstofflampe
und eine Steuerschaltung vorgesehen, die die Zündversuche und das Leuchten der Leuchtstofflampe
überwacht und die nach einer gewissen Anzahl von Zündversuchen, oder nach einer bestimmtenZeit
nach dem ersten Zündversuch, den Schalter öffnet, wenn die Leuchtstofflampe nach diesen
Zündversuchen nicht gezündet hat.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Schaltung einer Leuchtstofflampe mit Helligkeitssteuerung,
- Figur 2
- eine weitere Schaltung einer Leuchtstofflampe mit Helligkeitssteuerung,
- Figur 3
- ein Stromdiagramm,
- Figur 4
- eine Schaltung einer Leuchtstofflampe zur Vermeidung des Flackerns.
[0013] Eine Leuchtstofflampe (1) weist eine Leuchtstoffröhre (2) mit zwei Lampenelektroden
(3,4) auf. Die Lampenelektroden (3,4) sind über ein passives oder aktives Vorschaltgerät
(5) an eine Wechselspannungsquelle (6), insbesondere ein Flugzeug-Bordnetz, angeschlossen.
Bei der Ausführung nach Figur 1 ist das Vorschaltgerät (5) eine Drossel. Es kann alternativ
auch eine verstellbare Drossel sein.
[0014] Bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1, 2 und 4 sind die der Wechselspannungsquelle
(6) abgewandten Pole der Lampenelektroden (3,4) über einen Schalter (7) miteinander
verbunden. Dieser ist von einer Steuerschaltung (8) steuerbar.
[0015] Mittels der Steuerschaltung (8) ist eine Helligkeitssteuerung der Leuchtstofflampe
(1) (Dimmbetrieb) in an sich bekannter Weise möglich. Die Steuerschaltung (8) weist
hierfür einen Phasenschieber (9) auf. Sie öffnet beispielsweise in jeder Halbwelle
der Netzwechselspannung den Schalter (7) gegenüber dem Nulldurchgang mehr oder weniger
phasenverschoben. Durch das Öffnen des Schalters (7) entsteht ein Zündimpuls, der
die Leuchtstoffröhre (2) zündet.
[0016] Figur 3 zeigt ein Zeitdiagramm des durch das Vorschaltgerät (5) fließenden Stromes.
Die Schaltzeitpunkte, zu denen der Schalter (7) geschaltet wird, sind mit t1 bzw.
t2 bezeichnet. Zu den Zeitpunkten t1 wird der Schalter (7) geöffnet. Die Schaltzeitpunkte
t1 sind also die Zündzeitpunkte. Zu den Zeitpunkten t2 wird der Schalter (7) geschlossen.
Die Schaltzeitpunkte t2 sind also die Löschzeitpunkte. Die Lampenhelligkeit hängt
von der Strom-Zeitfläche zwischen den Schaltpunkten t1 und t2 ab. Die Helligkeitssteuerung
bzw. Helligkeitsregelung kann dementsprechend durch ein Verschieben der Zündzeitpunkte
t1 und/oder ein Verschieben der Löschzeitpunkte t2 vorgenommen werden (vgl. Figur
3).
[0017] An die Steuerschaltung (8) ist ein Meßglied (10) angeschlossen. Dieses erfaßt Abweichungen
der Netzfrequenz und/oder der Netzspannung und verschiebt dementsprechend die Schaltzeitpunkte
t1 oder t2 der Steuerschaltung (8). Dadurch werden störende Helligkeitsschwankungen
ausgeglichen.
[0018] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 sind für die Lampenelektroden (3,4) zusätzlich
Heizstromschaltungen (11,12) vorgesehen, die unter Umgehung des Vorschaltgerätes (5)
an die Wechselspannungsquelle (6) angeschlossen sind.
[0019] Das Meßglied (10) ist ein Strommesser, der den durch das Vorschaltgerät (5) fließenden
Strom mißt. Da die Lampenhelligkeit von der Strom-Zeitfläche zwischen den Schaltzeitpunkten
t1 und t2 abhängt und die Steuerschaltung (8) diese erzeugt, kann eine Nachsteuerung
der Helligkeit erfolgen. Abweichungen der Netzfrequenz und/oder der Netzspannung führen
zu einer Änderung des durch das Vorschaltgerät (5) fließenden Stromes, was an sich
zu einer Änderung der Helligkeit führen würde. Durch die Verschiebung der Schaltzeitpunkte
t1 und/oder t2 läßt sich dieser Effekt ausregeln.
[0020] Bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 4 ist ein zusätzlicher Schalter (14) vorgesehen,
mit dem sich flackernde, also verbrauchte Leuchtstofflampen abschalten lassen. Der
Schalter (14) wird von der Steuerschaltung (8) geschaltet.
[0021] Das von einem Strommesser gebildete Meßglied (10) mißt nach jedem Öffnen des Schalters
(7), also nach dem Zündimpuls, den Strom. Fließt ein Strom, dann ist dies ein Zeichen
dafür, daß die Leuchtstofflampe (1) gezündet ist. Der Schalter (14) bleibt geschlossen.
Fließt dagegen kein Strom, dann ist dies ein Zeichen dafür, daß der Zündimpuls nicht
zum Zünden der Leuchtstofflampe (1) geführt hat. Erfolgt nach einem oder mehreren
Zündimpulsen kein Zünden der Leuchtstofflampe (1), dann öffnet die Steuerschaltung
(8) den Schalter (14), wodurch die Leuchtstofflampe (1) zwangsweise abgeschaltet wird.
[0022] Weitere Ausführungsbeispiele ergeben sich durch eine Kombination eines oder mehrerer
Merkmale der beschriebenen Ausführungsbeispiele. So ist es beispielsweise möglich,
die Maßnahme nach Figur 4 bei den Schaltungen nach den Figuren 1 oder 2 einzusetzen.
Es ist dann nur ein einziges Strommeßglied (10) nötig.
1. Schaltungsanordnung für das Starten und die Helligkeitsregelung einer Leuchtstofflampe
(1) im Betrieb an einem Wechselstromnetz, beispielsweise einem Flugzeug-Bordnetz,
mit einer der Leuchtstofflampe (1) vorgeschalteten Drossel (5), einem im Eingangsstromkreis
vorgesehenen Meßglied (10) und einem Schalter (7), der zwischen zwei Lampenelektroden
liegt und mittels einer Steuerschaltung (8) in phasenverschobenen Schaltzeitpunkten
periodisch schaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß beim Startvorgang die Steuerschaltung (8) die Zündversuche und das Leuchten der
Leuchtstofflampe (1) überwacht und einen in einer Netzzuleitung angeordneten Schalter
(14) öffnet, wenn die Leuchtstofflampe (1) nach einer gewissen Anzahl von Zündversuchen
oder einer bestimmten Zeit nach dem ersten Zündversuch nicht gezündet hat, und daß
das Meßglied (10) ein Strommesser ist, der die Stromgröße erfaßt und im Betrieb zum
Ausgleich von sichtbaren Helligkeitsschwankungen die Schaltzeitpunkte der Steuerschaltung
(8) verschiebt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßglied (10) den nach Zündversuchen durch die Leuchtstofflampe (1) fließenden
Strom oder die nach Zündversuchen an der Leuchtstofflampe (1) abfallende Spannung
erfaßt.
1. Circuit arrangement for starting and adjusting the brightness of a fluorescent lamp
(1) operating on an alternating current mains, for example an aeroplane's supply system,
with a choke (5) connected on the supply side of the fluorescent lamp (1), a measuring
element (10) provided in the input current circuit and a switch (7), which lies between
two lamp electrodes and is periodically switchable in out-of-phase instants of switching
by means of a control circuit (8),
characterized in that
during the starting process, the control circuit (8) monitors the ignition attempts
and the lighting of the fluorescent lamp (1) and opens a switch (14) located in a
mains supply line if, after a certain number of ignition attempts or a certain time
following the first ignition attempt, the fluorescent lamp (1) has not ignited, and
in that the measuring element (10) is an ammeter, which measures the current value
and in operation, for the adjustment of visible brightness fluctuations, defers the
instants of switching of the control circuit (8).
2. Circuit arrangement according to Claim 1,
characterized in that the measuring element (10) measures the current flowing through
the fluorescent lamp (1) after ignition attempts or the voltage falling off at the
fluorescent lamp (1) after ignition attempts.
1. Circuit de montage pour la mise en marche et le réglage de la luminosité d'une lampe
à substance luminescente (1) fonctionnant dans un réseau à courant alternatif, par
exemple le réseau de bord d'un avion, comportant une bobine (5) montée en amont de
la lampe à substance luminescente (1), un organe de mesure (10) prévu dans le circuit
d'entrée et un interrupteur (7), qui est situé entre deux électrodes de lampe et peut
être commandé périodiquement, au moyen d'un circuit de commande (8) à des instants
d'enclenchement, caractérisé en ce que lors de la mise en marche, le circuit de commande
(8) contrôle les essais d'allumage et l'allumage de la lampe à substance luminescente
(1) et ouvre un interrupteur (14), monté dans une ligne d'arrivée du réseau, lorsque
la lampe (1) ne s'est pas allumée après un certain nombre d'essais d'allumage, ou
une durée déterminée après le premier essai d'allumage, et en ce que l'organe de mesure
(10) est un ampèremètre qui mesure l'intensité du courant et qui pendant le fonctionnement
déplace les instants d'enclenchement du circuit de commande (8), pour compenser les
variations visibles de la luminosité.
2. Circuit de montage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de mesure
(10) mesure le courant s'écoulant, après des essais d'allumage, à travers la lampe
à substance luminescente (1) ou la chute de tension sur la lampe (1), après des essais
d'allumage.