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EP 0 474 144 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1995 Patentblatt 1995/44 |
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Anmeldetag: 31.08.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B63B 35/79 |
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Schwertlager für Surfsegelbretter
Centreboard for a windsurfing board
Dérive de planche à voile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.09.1990 DE 4028033 17.09.1990 DE 4029422
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.1992 Patentblatt 1992/11 |
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Patentinhaber: Schütz-Werke GmbH & Co. KG. |
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D-56242 Selters (DE) |
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Erfinder: |
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- Namur, Marc, Dipl.-Ing.
W-6100 Darmstadt (DE)
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Vertreter: Pürckhauer, Rolf, Dipl.-Ing. |
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Am Rosenwald 25 57234 Wilnsdorf 57234 Wilnsdorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 438 116
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FR-A- 2 439 705
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schwertlager für Surfsegelbretter, mit einem in das Segelbrett
eingesetzten Schwertkasten, in welchem ein von oben einsetzbares Schwert mit einem
über die Brettoberseite vorstehenden Handgriff schwenkbar gelagert ist.
[0002] Bei einem aus der DE 32 17 444 C2 bekannten Schwertlager dieser Gattung wird das
Schwert beim Aus- und Einschwenken um zwei auf beiden Seiten des Schwertes angeordnete
Lagerzapfen mit einer gemeinsamen Drehachse geschwenkt, die in Führungs- und Lagernuten
in den Seitenwänden des Unterteils eines zweiteiligen Schwertkastens sitzen. Der aufgrund
der einachsigen Schwenklagerung des Schwertes erforderliche, verhältnismäßig große
Schwenkbereich des über die Brettoberseite vorstehende Handgriffs des Schwertes, dessen
ausgeschwenkte Position aufgrund der Segelbrettgröße vorgegeben ist, bedingt, daß
der Handgriff bei eingeschwenktem Schwert eine zur Position des ausgeschwenkten Schwertes
vergleichsweise weit in Bugrichtung verschobene Position einnimmt. Durch die vorgeschobene
Position des Schwerthandgriffs wird die hinterste Position des Mastfußes beschränkt,
der mittels eines in einer Mastschiene verschiebbaren Schlittens in Brettlängsrichtung
verstellbar ist. Die Beschränkung der hintersten Mastfußposition durch die verhältnismäßig
weit in Bugrichtung vorgeschobene Position des Schwerthandgriffs bei eingeschwenktem
Schwert wirkt sich negativ auf die Geschwindigkeit des Surfsegelbrettes auf Raumschotkursen
aus.
[0003] Der gleiche Nachteil gilt für das aus der DE-A-3 438 116 bekannte "Varioschwert".
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Schwenkbereich des Handgriffs des Schwertes
des gattungsgemäßen Schwertlagers beim Aus- und Einschwenken des Schwertes zu verkleinern.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch ein Schwertlager mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1.
[0006] Zweckmäßige Weiterbildungen des Schwertlagers sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] Das erfindungsgemäße Schwertlager bewirkt eine erhebliche Verbesserung der Segeleigenschaften
eines Surfsegelbrettes, ohne die Handhabung des Schwertes bei einem verkleinerten
Schwenkbereich des Schwerthandgriffs gegenüber den bekannten Surfsegelbrettern zu
verschlechtern. Die unverändert gute Handhabung des Schwertes wird durch die Doppellagerung
des neuen Schwertes erreicht, die günstige Hebelverhältnisse insbesondere beim Ausklappen
des Schwertes gewährleistet, so daß die beim Ausklappen des Schwertes aufgrund der
Reibung der Dichtlippen an der Schwertkastenunterseite von dem Surfer aufzubringenden
Betätigungskräfte ohne Schwierigkeiten von Erwachsenen und Jugendlichen beherrschbar
sind. Schließlich kann die Schnelligkeit insbesondere von Rennbrettern durch den Einbau
einer entsprechenden Einsatzplatte mit den Führungs- und Lagernuten für die Lagerzapfen
des Schwertes, die eine optimale Verlagerung der hintersten Position des Mastfußes
in Heckrichtung ermöglichen,gesteigert werden.
[0008] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Längsschnittdarstellung des neuen Schwertlagers und
- Fig. 2
- die Kinematik des Schwertlagers.
[0009] Ein Segelbrett 1 mit einem Schaumstoffkern 2 ist mit einer Aussparung 3 im Kern versehen,
die einen aus Kunststoff gespritzten Schwertkasten 4 aufnimmt und in Heckrichtung
zur Aufnahme eines eingeschwenkten Schwertes 5 verlängert ist. Das mit einem Handgriff
6 versehene, aus Kunststoff hergestellte Schwert 5 ist von oben in den Schwertkasten
4 einsetzbar.
[0010] In eine weitere Aussparung 7 des Kerns 2 vor dem Schwertkasten 4 ist eine Mastschiene
8 mit einem in Brettlängsrichtung verschiebbaren Schlitten 9 zur Einstellung unterschiedlicher
Positionen des Mastfußes 10 eingesetzt.
[0011] An dem Schwertoberteil 11 sind ein äußerer Lagerzapfen 12 im Bereich der Schwertoberkante
13 und ein zu diesem versetzter innerer Lagerzapfen 14 angeformt, die in Längsrichtung
des Schwertes 5 mit einem Abstand a und in Querrichtung des Schwertes mit einem Abstand
b voneinander auf einer Seite des Schwertoberteils 11 angeordnet sind. Auf die Lagerzapfen
12, 14 sind Kunststoffrollen 15 aufgesetzt.
[0012] In eine Seitenwand 16 des Schwertkastens 4 mit einer entsprechenden Ausnehmung ist
von unten eine auswechselbare Einsatzplatte 17 aus Kunststoff eingesetzt, die mit
der Seitenwand 16 verrastet. Die Einsatzplatte 17 weist zwei kurvenförmig ausgebildete
Führungs- und Lagernuten 18, 19 zur Aufnahme der Lagerzapfen 12, 14 des Schwertes
5 mit den Rollen 15 auf. Die Lagernuten 18, 19 erstrecken sich bis zur Oberseite 4a
des Schwertkastens 4.
[0013] Die in Fig. 2 dargestellte Kinematik des Schwertlagers ist folgende:
Beim Ausschwenken des Schwertes 5 aus der Stellung 5a in die Stellung 5b und Einschwenken
des Schwertes in umgekehrter Richtung bilden die beiden Lagerzapfen 12, 14 zwei veränderliche
Drehpunkte 20, 21,und das Schwert 5 schwenkt um einen veränderlichen ideellen Drehpunkt
22, der sich durch den Schnittpunkt der beiden Normalen 23, 24 auf den Tangenten 25,
26 an den Führungs- und Lagernuten 18, 19 in den veränderlichen Drehpunkten 20, 21
in der jeweiligen Stellung des Schwertes 5 ergibt.
[0014] Die in Fig. 1 strichpunktiert dargestellte Position eines Handgriffes 27 eines herkömmlichen,
eingeschwenkten Schwertes mit einer Einpunktschwenklagerung verdeutlicht die durch
die Zweipunktschwenklagerung erreichbare, in Heckrichtung verschobene Position 6a
des Handgriffs 6 des eingeschwenkten Schwertes 5.
1. Schwertlager für Surfsegelbretter, mit einem in das Segelbrett eingesetzten Schwertkasten,
in welchem ein von oben einsetzbares Schwert mit einem über die Brettoberseite vorstehenden
Handgriff schwenkbar gelagert ist, gekennzeichnet durch einen äußeren, am Schwertoberteil
(11) angeordneten Lagerzapfen (12) im Bereich der Schwertoberkante (13) und einen
zu diesem versetzten, inneren Lagerzapfen (14), die (12, 14) in Längsrichtung des
Schwertes (5) mit einem Abstand (a) und in Querrichtung des Schwertes (5) mit einem
Abstand (b) voneinander auf einer Seite des Schwertoberteils (11) angeformt sind,
sowie zwei in einer Seitenwand (16) des Schwertkastens (4) angeordnete, kurvenförmig
oder als Geraden ausgebildete Führungs- und Lagernuten (18, 19) zur Aufnahme der Lagerzapfen
(12, 14), die (18, 19) sich in Höhenrichtung des Schwertkastens (4) bis zur Oberseite
(4a) desselben erstrecken, derart, daß beim Aus- und Einschwenken des Schwertes (5)
die beiden Lagerzapfen (12, 14) zwei veränderliche Drehpunkte (20, 21) bilden und
das Schwert (5) um einen veränderlichen ideellen Drehpunkt (22) schwenkt, der sich
durch den Schnittpunkt der beiden Normalen (23, 24) auf den Tangenten (25, 26) an
den Führungs- und Lagernuten (18, 19) in den veränderlichen Drehpunkten (20, 21) in
der jeweiligen Stellung des Schwertes (5) beim Aus- und Einschwenken ergibt.
2. Schwertlager nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch auf die Lagerzapfen (12, 14) des
Schwertes (5) aufgesetzte, in den beiden Führungs- und Lagernuten (18, 19) des Schwertkastens
(4) laufende Rollen (15).
3. Schwertlager nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine in den Schwertkasten
(4) einsetzbare, auswechselbare Einsatzplatte (17) mit den Führungs- und Lagernuten
(18, 19) für die beiden am Schwert (5) angeordneten Lagerzapfen (12, 14) bzw. die
auf diesen sitzenden Führungsrollen (15).
1. Daggerboard mount for windsurfing boards, with a daggerboard case inserted in the
sailboard, and in which a daggerboard which is insertable from above and provided
with a handle projecting above the upper side of the board, is pivotally mounted,
characterised by an external bearing pin (12) located on the upper portion (11) of
the daggerboard in the region of the upper edge (13) of the daggerboard and by an
inner bearing pin (14) off-set to the former, said pins (12, 14) being integrally
formed in the longitudinal direction of the daggerboard (5) with a spacing (a), and
in the transverse direction of the daggerboard (5) with a spacing (b) from one another
on one side of the upper portion (11) of the daggerboard, and by two guide and bearing
grooves (18,19) located in a lateral wall (16) of the daggerboard case (4), and formed
as a curve or as a straight line, for accommodating the bearing pins (12, 14), said
guide and bearing grooves (18,19) extending in the vertical direction of the daggerboard
case (4) as far as the upper side (4a) of the same, in such a way that, upon pivoting
in and out of the daggerboard (5), the two bearing pins (12, 14) form two variable
points of rotation (20, 21), and pivot the daggerboard (5) about a variable ideal
point of rotation (22), which results from the point of intersection of the two normals
(23, 24) on the tangents (25, 26) at the guide and bearing grooves (18,19) in the
variable points of rotation (20, 21) in the respective position of the daggerboard
(5) during pivoting out and in.
2. Daggerboard mount according to Claim 1, characterised by rollers (15) mounted on the
bearing pins (12, 14) of the daggerboard (5) and running in the two guide and bearing
grooves (18, 19) of the daggerboard case (4).
3. Daggerboard mount according to Claim 1 and 2, characterised by an exchangeable insert
plate (17) insertable into the daggerboard case (4) with the guide and bearing grooves
(18, 19) for the two bearing pins (12, 14) located on the daggerboard (5), or the
guide rollers (15) sitting thereon.
1. Support de dérive pour planche à voile, comportant un puits de dérive, qui est inséré
dans la planche à voile et dans lequel est logée de manière à pouvoir basculer une
dérive pouvant être insérée à partir du haut et comportant une poignée qui fait saillie
au-dessus de la surface supérieure de la planche, caractérisé par un tourillon extérieur
(12), disposé dans la partie supérieure (11) de la dérive, dans la zone du bord supérieur
(13) de la dérive, et par un tourillon intérieur (14), décalé par rapport au précédent,
les tourillons (12,14) étant issus, à une distance (a) l'un de l'autre dans la direction
longitudinale de la dérive (5) et à une distance (b) l'un de l'autre dans la direction
transversale de la dérive (5), d'un côté de la partie supérieure (11) de la dérive,
ainsi que par deux rainures de guidage et de support (18,19), ménagées dans une paroi
latérale (16) du puits de dérive (4), ayant une forme courbe ou rectiligne et servant
à loger les tourillons (12,14), les rainures (18,19) s'étendant dans le sens de la
hauteur du puits de dérive (4) jusqu'à la face supérieure (4a) de ce dernier de telle
sorte que, lors de la sortie et de la rentrée de la dérive (5) par basculement, les
deux tourillons (12,14) forment deux centres variables de rotation (20,21) et que
la dérive (5) bascule autour d'un centre de rotation idéal variable (22), qui est
formé par le point d'intersection des deux normales (23,24) aux tangentes (25,26)
aux rainures de guidage et de support (18,19) en les centres de rotation variables
(20,21) dans la position respective de la dérive (5) lors de la sortie et lors de
la rentrée par basculement.
2. Support de dérive suivant la revendication 1, caractérisé par des galets (15), qui
sont montés sur les tourillons (12,14) de la dérive (5) et qui se déplacent dans les
deux rainures de guidage et de support (18,19) du puits de dérive (4).
3. Support de dérive suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé par une plaque d'insertion
remplaçable (17), qui peut être insérée dans le puits de dérive (4) et qui comporte
les rainures de guidage et de support (18,19) pour les deux tourillons (12,14) disposés
sur la dérive (5) ou les galets de guidage (15) montés sur ces tourillons.

