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(11) |
EP 0 474 146 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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11.03.1998 Patentblatt 1998/11 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.02.1995 Patentblatt 1995/06 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.08.1991 |
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| (54) |
Bürstenhalter zur Aufnahme einer Kohlebürste
brushholder to receive a carbon brush
porte-balai pour fixer d'un balai de charbon
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
04.09.1990 DE 4027958
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.03.1992 Patentblatt 1992/11 |
| (73) |
Patentinhaber: Schunk Metall und Kunststoff GmbH |
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D-35435 Wettenberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kipke, Winfried
W-4500 Osnabrück (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stoffregen, Hans-Herbert, Dr. Dipl.-Phys. |
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Patentanwälte Strasse & Stoffregen
Postfach 2144 63411 Hanau 63411 Hanau (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 898 470 US-A- 3 327 147
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US-A- 2 520 379
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Bürstenhalter mit zumindest zwei Bürstenführungen,
in denen jeweils eine Kohle bürste verschiebbar angecrdnet ist, auf die ihrerseits
je ein Druckelement einwirkt, wobei dasjenige Druckelement bzw. diejenigen Druckelemente
druckentlastbar sind, die auf die momentan am meisten verschlissene Kohlebürste bzw.
verschlissenen Kohlebürsten einwirkt bzw. einwirken.
[0002] Bei Bürstenhaltern für elektrische Maschinen sorgt das auf die Kohlebürsten einwirkende
Druckelement wie Druckhebel, Rollband-, Spiral-, Schraubenzug- oder Schraubendruckfeder
dafür, daß die Kohlebürsten ständig gegen einen Kommutator oder einen Schleifring
anliegen.
[0003] Um eine Beschädigung oder sogar einen Stillstand des Motors zu unterbinden, müssen
dann die Kohlebürsten erneuert werden, wenn zumindest eine im unerwünschten Umfang
verschlissen ist. Dabei kann es vorkommen, daß durch einen nicht gewünschten hohen
Bürstendruck, durch Werkstoffeigenschaften oder aber auch durch maschinenbedingte
Ursachen ein Verschleiß einer Kohlebürste in einem nicht notwendigen Umfang erfolgt,
der zu einer vorzeitigen Erneuerung sämtlicher Kohlebürsten zwingt; denn grundsätzlich
erfolgt bei einer Verschleißanzeige dann ein einen Austausch anzeigendes Signal, wenn
die am weitesten verbrauchte Kohlebürste eine nicht mehr zulässige Länge aufweist.
[0004] Aus der DE-C 898 470 ist eine Bürstenhalteranordnung bekannt, bei der auf Kohlebürsten
einwirkende Druckhebel von einer gemeinsamen Leiste ausgehen, um zu versuchen, daß
der Kohlebürstenverschleiß vergleichmäßigt wird. Dies ist jedoch insbesondere dann
nicht möglich, wenn eine Kohlebürste eine Störung wie z.B. eine gebrochene Stromzuleitung
aufweist, die dazu führt, daß die Bürste nicht oder nur unwesentlich verschleißt.
Mit zunehmender Betriebsdauer wird die normal arbeitende Bürste bzw. die normal arbeitende
Bürsten in einem unzulässigen Umfang entlastet- durch die zunehmend stärkere Krafteinleitung
in die gestörte Bürste über die Leiste - , daß sich die Gefahr einer Beschädigung
der elektrischen Maschine durch z.B. Bürstenfeuer ergibt. Mit anderen Worten wird
durch die Leistenanordnung, die eine starre Kopplung darstellt, eine Notlaufeigenschaft
unterbunden.
[0005] Der US 2,520,379 ist eine aus zwei aneinanderliegenden Teilen bestehende Kohlebürste
zu entnehmen, die von einem gemeinsamen Druckeiement beaufschlagt werden. Hierzu sind
in den Kohlebürstenteilen Abstützungen für das Druckelement eingelassen. Aus der DE
40 03 669 A1 ist eine Vorrichtung zum Erfassen der Länge der Bürsten einer elektrischen
Maschine bekannt. Von den Druckhebeln der Kohlebürsten gehen Stifte aus, die mit von
einer Verstellwelle ausgehenden Bolzen oder Nocken zum Erfassen des Verschleißes zusammenwirken.
Um ein Spiel zwischen Stift des Druckhebels und Nocken bzw. Bolzen der Verstellwelle
auszuschließen, wodurch Fehlmessungen erfolgen würden, ist die Verstellwelle entgegen
ihrer Verstelleinrichtung federvorgespannt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Bürstenhalter derart weiterzubilden,
daß der Kohlebürstenverschleiß mit konstruktiv einfachen Maßnahmen gezielt steuerbar
ist, um eine gleichmäßige Abnutzung sämtlicher in einem Bürstenhalter verschiebbar
angeordneten Kohlebürsten zu erreichen, wodurch die Laufzeit der Kohlebürsten insgesamt
relativ verlängert wird. Dabei soll die Verschleißnivellierung auch ohne konstruktive
Änderungen von auf die Kohlebürsten einwirkenden Druckelementen möglich sein.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Bürstenhalter der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß auf das Druckelement oder die Druckelemente das bzw. die mit
der bzw. den größten Verschleiß zeigenden Kohlebürste bzw. Kohlebürsten wechselwirken,
eine Gegenkraft einwirkt, die der von dem bzw. den Druckelementen hervorgerufenen
und in die den größten Verschleiß zeigenden Kohlebürste bzw. Kohlebürsten eingeleitete
Kraft entgegengerichtet ist, so daß deren Verschleiß im wesentlichen gleich dem Verschleiß
der übrigen Kohlebürsten ist, und daß die Gegenkraft durch ein den Druckelementen
zugeordnetes Entlastungselement erzeugbar ist, das in Abhängigkeit von dem Verschleiß
der jeweiligen Kohlebürste auf das zugeordnete Druckelement einwirkt.
[0008] Das Entlastungselement kann ein Bügelelement sein, an dem die einzelnen Druckelemente
während der Krafteinleitung in die Kohlebürsten anliegen. Dabei kann das Bügelelement
z.B. durch eine Blattfeder derart vorgespannt sein, daß eine Kraft hervorgerufen wird,
die derjenigen Kraft entgegengerichtet ist, die die Druckelemente in die Kohlebürsten
zu deren Anliegen an einem Kommutator oder einem Schleifring einleiten. Hierdurch
bedingt erfährt stets dasjenige Druckelement die stärkste "Bremsung", das am meisten
vorgeeilt ist, also dessen zugeordnete Kohlebürste den größen Verschleiß zeigt.
[0009] Ein weiterer Lösungsvorschlag für einen Bürstenhalter der eingangs beschriebenen
Art sieht vor, daß die Druckelemente Druckhebel sind, die mittelbar oder unmittelbar
an einem Entlastungselement wie -bügel anliegen, der eine der von den Druckhebeln
hervorgerufenen Kraft entgegengerichtete Kraft derart erzeugt, daß die den größten
Verschließ zeigende Kohlebürste bzw Kohlebürsten solange derart druckentlastet wird
bzw. werden, daß deren Verschleiß im wesentlichen gleich dem der übrigen Kohlebürsten
ist.
[0010] Das Entlastungselement selbst ist vorzugsweise mittels einer Blattfeder, einer Schenkelfeder
oder Uhrfeder vorgespannt.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Lehre wird der Bürstendruck auf die einzelnen Kohlebürsten
automatisch - und zwar selbstregulierend- derart individuell eingestellt, daß der
Verschleiß und die Strombelastung gezielt gesteuert werden kann. Folglich wird ein
unerwünscht schneller Verschleiß, der werkstoff- oder halterungs- oder maschinenbedingt
sein kann, dadurch reduziert, daß die scheinbarvoreilende Kohlebürste solange druckentlastet
wird, bis die übrigen Kohlebürsten im wesentlichen gleich verschlissen sind. Dabei
funktioniert die zu einer Nivellierung führende Entlastung auch dann, wenn z.B. eine
der Kohlebührsten eine Störung zeigt; denn die Krafteinwirkung abzüglich der Entlastungskraft
bleibt bei den übrigen ordnungsgemäß arbeitenden Kohlebürsten unverändert. Dies ist
erwähntermaßen nicht gewährleistet, wenn die auf die Kohlebürsten einwirkenden Druckelemente
von einer gemeinsamen Leiste ausgehen (DE-C 898 470).
[0012] Die Verschleißreduzierung wird dabei durch eine Gegenkraft bewirkt, die der Kraft
entgegengerichtet ist, die über die Druckelemente, also die Druckhebel oder Rollband-,
Spiral-, Schraubenzug- oder Schraubendruckfedern in die Kohlebürsten in Richtung des
Kommutators oder Schleifringes eingeleitet wird.
[0013] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung von der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispielen.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung zur Verdeutlichung des Verschleisses von in einem Bürstenhalter
vorhandenen Kohlebürsten,
- Fig. 2
- eine rein schematische Anordnung einer Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Bürstenhalters mit Entlastungsbügel und
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung eines weiteren Bürstenhalters mit Verschleißnivellierung.
[0015] In Fig. 1 sind rein schematisch vier Kohlebürsten (KB1), (KB2), (KB3), (KB4) eines
Bürstenhalters dargestellt, die z.B. an einem Kommutator (10) eines Elektromotos anliegen.
[0016] Wie die Prinzipdarstellung verdeutlicht, wirken auf die Kohlebürsten (KB1), (KB2),
(KB3) und (KB4) gleiche Andruckkräfte (F
1), (F
2), (F
3) und (F
4). Dennoch ist die Kohlebürste (KB3) einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt. Dies kann
z.B. werkstoffbedingt, halterungsbedingt oder maschinenbedingt verursacht sein.
[0017] Um den Verschleiß zu reduzieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Andruckkraft
(F
3) eine Gegenkraft (F
G) überlagert wird, wodurch eine Druckentlastung erfolgt. Hierdurch ist eine Verschleißnivellierung
in bezug auf die Kohlebursten (KB1), (KB2) und (KB4) möglich.
[0018] Die Realisierung einer Verschleißnivellierung soll rein prinzipiell an Hand der Fig.
2 verdeutlicht werden.
[0019] Die der Fig. 2 zu entnehmende Anordnung zeigt eine Möglichkeit, um eine Verschleißnivellierung
herbeizuführen. Auf die Kohlebürsten (KB1), (KB2), (KB3) und (KB4) wirken Druckelemente
(22), (24), (26) und (28), wobei die Andruckkraft durch Zugfedern (30), (32), (34)
und (36) hervorgerufen wird. Den Druckelementen (22), (24), (26) und (28) ist ein
Entlastungsbügel (38) derart zugeordnet, daß durch diesen die auf die Kohlebürsten
(KB1), (KB2), (KB3) und (KB4) von den Druckelementen (22), (24), (26) und (28) einzuleitenden
Kräfte in Abhängigkeit von dem jeweiligen Verschleiß der Kohlebürsten (KB1), (KB2),
(KB3) und (KB4) derart reguliert werden, daß sich in bezug auf den Verschleiß der
Kohlebürsten (KB1), (KB2), (KB3) und (KB4) in etwa ein Gleichstand ergibt.
[0020] So wird erkennbar dasjenige Druckelement (22) bzw. (24) bzw. (26) bzw. (28) von dem
Entlastungsbügel (38) entlastet, also zurückgehalten, dessen zugeordnete Kohlebürste
(KB1) bzw. (KB2) bzw. (KB3) bzw. (KB4) voreilt. Dies erfolgt solange, bis die verbleibenden
Kohlebürsten den Verschleiß der vorgeeilten Kohlebürste aufweisen.
[0021] In Fig. 3 ist in Seitenansicht ein Bürstenhalter (92) dargestellt, in dem zwei oder
mehrere Kohlebürsten (94) in zugeordneten Bürstenführungen (96) verschiebbar angeordnet
sind.
[0022] Dabei wirkt ein um eine Achse (98) dreh- bzw. verschwenkbar angeordneter Druckhebel
(100) mit seinem vorderen Ende (102) auf die Kohlebürste (94) ein, damit diese mit
der dem Druckhebel (100) abgewandten Fläche (104) fortwährend an einem Kollektor bzw.
Schleifring einer elektrischen Maschine anliegen kann.
[0023] Um den hierzu erforderlichen Druck ausüben zu können, wirkt auf den Druckhebel (100)
eine Zugfeder (106), die von dem Gehäuse (108) des Bürstenhalters (92) ausgeht und
zu einem von dem Druckhebel (100) ausgehenden nicht näher bezeichneten Zapfen führt.
Der Druckhebel (100) selbst ist z.B. über Lagerzapfen (110) mit dem Gehäuse (108)
des Bürstenhalters (92) verbunden.
[0024] Von dem Lagerzapfen (110) geht des weiteren ein Entlastungsbügel (112) aus, der mit
sämtlichen in dem Bürstenhalter (92) vorhandenen Druckbügeln (100) derart wechselwirkt,
daß diejenigen Druckhebel eine Druckentlastung erfahren, deren zugeordnete Bürstenkohle
im Vergleich zu den übrigen stärker verschlissen ist. Hierzu ist der Entlastungsbügel
(120) derart federvorgespannt -z.B. durch eine nicht dargestellte Blatt- oder Spiralfeder-,
daß eine der von der Zugfeder (106) hervorgerufene Kraft entgegengerichtete Kraft
erzeugbar ist.
[0025] Durch den Entlastungsbügel (112) erfolgt eine Beeinflussung der von den Druckhebeln
(100) auf die zugeordneten Kohle bürsten (94) einzuleitenden Kräfte derart, daß letztere
gleichmäßig abgenutzt werden.
[0026] Die Ausführungsform der Fig. 4, die eine Weiterbildung der Anordnung nach Fig. 3
darstellt, sieht einen Bürstenhalter (68) vor, in dem rein beispielhaft gleichfalls
drei Kohlebürsten (70), (72) und (74) verschiebbar angeordnet sind. Selbstverständlich
können die erfindungsgemäß ausgebildeten Bürstenhalter auch nur zwei oder aber mehr
als drei Kohlebürsten aufnehmen.
[0027] Auf die einzelnen Kohlebürsten (70), (72) und (74) wirken Druckhebel (76), (78) und
(80), denen ihrerseits ein im Ausführungsbeispiel über eine Blattfeder (82) vorgespannter
Entlastungsbügel (84) zugeordnet ist. Von den Druckhebeln (76), (78) und (80) gehen
Federelemente wie Blattfedern (86), (88) und (90) aus, die auf dem Entlastungsbügel
(84) anliegen. Hierdurch bedingt erfahren diejenigen Druckhebel, die auf einen größeren
Verschleiß aufweisende Kohlebürsten (70) bzw. (72) bzw. (74) einwirken, eine von dem
Entlastungsbügel (84) und den mit diesem wechselwirkenden als Federelemente ausgebildeten
Abschnitten (86) bzw. (88) bzw. (90) hervorgerufene Entlastung in einem Umfang, daß
die auf die stärker verschlissenen Kohlebürsten (70) bzw. (72) bzw. (74) einwirkenden
Kräfte so lange reduziert werden, bis die übrigen Kohlebürsten die gleiche Abnutzung
zeigen.
1. Bürstenhalter (68, 92) mit zumindest zwei Bürstenführungen (96), in denen jeweils
eine Kohlebürste (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94) verschiebbar angeordnet ist,
auf die ihrerseits je ein Druckelement (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80 100) einwirkt,
wobei dasjenige Druckelement bzw. diejenigen Druckelemente druckentlastbar sind, die
auf die momentan am meisten verschlissene Kohlebürste bzw. verschlissenen Kohlebürsten
einwirkt bzw. einwirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf das Druckelement oder die Druckelemente (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80, 100),
das bzw. die mit der bzw. den größten Verschleiß zeigenden Kohlebürste bzw. Kohlebürsten
(KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94) wechselwirken, eine Gegenkraft einwirkt, die
der von dem bzw. den Druckelementen hervorgerufenen und in die den größten Verschleiß
zeigenden Kohlebürste bzw. Kohlebürsten eingeleitete Kraft (FG) entgegengerichtet ist, so daß deren Verschleiß im wesentlichen gleich dem Verschleiß
der übrigen Kohlebürsten ist, und daß die Gegenkraft durch ein den Druckelementen
zugeordnetes Entlastungselement (38, 84, 112) erzeugbar ist, das in Abhängigkeit von
dem Verschleiß der jeweiligen Kohlebürste auf das zugeordnete Druckelement einwirkt.
2. Bürstenhalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Entlastungselement ein Bügelelement (38, 84, 112) oder Abschnitte eines solchen
ist, an dem die Druckelemente (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80, 100) während der Krafteinleitung
in die Kohlebürsten (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94) anliegen.
3. Bürstenhalter (68, 92) mit zumindest zwei Bürstenführungen (96), in denen jeweils
eine Kohlebürste (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94) verschiebbar angeordnet ist,
auf die ihrerseits je ein Druckelement (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80 100) einwirkt,
wobei dasjenige Druckelement bzw. diejenigen Druckelemente druckentlastbar sind, die
auf die momentan am meisten verschlissene Kohlebürste bzw. verschlissenen Kohlebürsten
einwirkt bzw. einwirken,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckelemente Druckhebel (76,, 78, 80, 100) sind, die mittelbar oder unmittelbar
an einem Entlastungselement (84, 112) anliegen, der eine der von den Druckhebeln hervorgerufenen
Kraft entgegengerichtete Kraft derart erzeugt, daß die den größten Verschließ zeigende
Kohlebürste bzw Kohlebürsten solange derart druckentlastet wird bzw. werden, daß deren
Verschleiß im wesentlichen gleich dem der übrigen Kohlebürsten ist.
4. Bürstenhalter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den Druckelementen (76, 78, 80) Federelemente (86, 88, 90) ausgehen, die mit
dem Entlastungselement (84) wechselwirken.
1. Brushholder (68, 92) having at least two brush guides (96) in which there is displaceably
disposed, in each case, a carbon brush (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94), each
of which is in turn acted upon by a pressure element (22, 24,26, 28, 76, 78, 80, 100),
wherein it is possible to relieve the pressure upon that pressure element or those
pressure elements which acts/act upon the carbon brush or brushes which is/are currently
most worn,
characterized in that
the pressure element or elements (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80, 100) which interacts/interact
with the brush or brushes (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94) showing the greatest
degree of wear, is/are acted upon by a counterforce which is directed oppositely to
the force (FG) produced by the pressure element or elements and introduced into the carbon brush
or brushes showing the greatest degree of wear, so that its/their degree of wear is
substantially equal to the degree of wear of the remaining carbon brushes, and the
said counterforce can be generated by a pressure-relieving element (38, 84, 112) which
is associated with the pressure elements and acts upon the associated pressure element
in dependence upon the degree of wear in the particular carbon brush.
2. Brushholder according to Claim 1,
characterized in that
the pressure-relieving element is a bow type element (38, 84, 112) or sections of
such an element, against which the pressure elements (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80.
100) abut during the introduction of force into the carbon brushes (KBI, KB2, KB3,
KB4, 70, 72, 74, 94).
3. Brushholder (68, 92) having at least two brush guides (96) in which there is displaceably
disposed, in each case, a carbon brush (KB1, KB2, KB3, KB4, 70, 72, 74, 94), each
of which is in turn acted upon by a pressure element (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80,
100), wherein it is possible to relieve the pressure upon that pressure element or
those pressure elements which acts/act upon the carbon brush or brushes which is/are
currently most worn,
characterized in that
the pressure elements are pressure levers (76, 78, 80, 100) which abut indirectly
or directly against a pressure-relieving element (84, 112) which generates a force
which is directed oppositely to the force produced by the pressure levers such that
the carbon brush or brushes showing the greates degree of wear is/are relieved from
pressure until its/their degree of wear is substantially equal to that of the remaining
carbon brushes.
4. Brushholder according to Claim 3,
characterized in that
spring elements (86. 88, 90), which interact with the pressure-relieving element (84),
emanate from the pressure elements (76, 78, 80).
1. Porte-balais (68, 92) comportant au moins deux guides de balai (96) dans chacun desquels
peut coulisser un balai (KB1 à KB4, 70, 72, 74, 94) sur lequel de son côté un élément de pression (22, 24, 26, 28, 76,
78, 80, 100) exerce une poussée, le ou les éléments de pression peuvent être déchargés
en ce qui concerne la pression qu'ils exercent sur le ou les balais ayant le plus
coulissé momentanément,
caractérisé en ce que
le ou les éléments de pression (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80, 100) en interaction avec
le ou les balais (KB1 à KB4, 70, 72, 74, 94) présentant la plus forte usure, est ou sont soumis à l'action d'une
force antagoniste (FG) venant dans le ou les porte-balais présentant la plus forte usure, en opposition
à la force engendrée par le ou les éléments de pression. De cette façon l'usure de
ces balais est essentiellement égale à l'usure des autres balais et la force antagoniste
peut être fournie par un organe de décharge (38, 84, 112) associé aux éléments de
pression et agissant sur chacun d'eux en fonction de l'usure du balai correspondant.
2. Porte-balais selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément de décharge est une barrette (38, 84, 112) ou des parties d'une barrette
sur laquelle les éléments de pression (22, 24, 26, 28, 76, 78, 80, 100) s'appuient,
lorsqu'ils transmettent leurs forces aux balais (KB1 à KB4, 70, 72, 74, 94).
3. Porte-balais (68, 92) comportant au moins deux guides de balai (96) dans chacun desquels
peut coulisser un balai (KB1 à KB4, 70, 72, 74, 94) sur lequel de son côté un élément de pression (22, 24, 26, 28, 76,
78, 80, 100) exerce une poussée, le ou les éléments de pression pouvant être déchargés
en ce qui concerne la pression qu'ils exercent sur le ou les balais ayant le plus
coulissé à un moment donné,
caractérisé en ce que
les éléments de pression sont des leviers (76, 78, 80, 100) en appui direct ou indirect
sur un organe de décharge (84, 112) exerçant une force opposée à celle produite par
les leviers de pression, de façon que le ou les balais présentant la plus grande usure
est ou sont déchargés en ce qui concerne la pression, et ainsi leur usure est essentiellement
égale à celle des autres balais.
4. Porte-balais selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
des éléments élastiques (86, 88, 90) partent des éléments de pression(76, 78, 80,
100) et sont en interaction avec l'élément de décharge (84).

