[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von hydrophobem Textilmaterial
mit Dispersionsfarbstoffen.
[0002] Hydrophobe Textilmaterialien werden üblicherweise aus wässrigen Färbeflotten gefärbt.
Dabei tritt niemals eine vollständige Baderschöpfung auf, d.h. die Farbstoffe ziehen
nicht quantitativ auf das jeweils zu färbende Substrat Dies wiederum führt dazu, dass
die nach dem Färbevorgang verbleibende Farbstoffflotte noch, abhängig von den jeweiligen
Farbstoffen und Substraten, mehr oder weniger grosse Mengen Farbstoff enthält. Daher
fallen beim Färben relativ grosse Mengen an farbigen Abwässern an, die aufwendig gereinigt
werden müssen.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Färben von
Textilmaterial zur Verfügung zu stellen, bei dem keine oder keine nennenswerten Mengen
an farbigen Abwässern anfallen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemässe Verfahren gelöst.
[0005] Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein Verfahren zum Färben von hydrophobem
Textilmaterial mit Dispersionsfarbstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man
das Textilmaterial in überkritischem Kohlendioxid mit einem Farbstoff der Formel

oder

behandelt, worin
- R
- Wasserstoff oder R und R₄ zusammen mit dem N-Atom und den beiden sie verbindenden
C-Atomen einen 5- oder 6-gliedrigen Ring,
- R₁
- Cyan oder ein Rest der Formel

ist, wobei X -NH, -N-C₁-C₄-Alkyl, O oder S bedeutet,
- R₂
- Wasserstoff oder Cyan,
- R₃
- Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
- R₄ und R₅
- unabhängig voneinander je gegebenenfalls substituiertes C₁-C₆-Alkyl oder R₄ und R₅
zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder 6-gliedrigen
Ring,
- R₆ und R₇
- unabhängig voneinander je C₁-C₁₂-Alkyl,
- R₈
- Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder C₂-C₄-Alkenyl,
- R₉
- C₁-C₆-Alkyl,
- R₁₀
- C₁-C₆-Alkyl oder Phenyl-C₁-C₆-alkyl,
- R₁₁ und R₁₂
- unabhängig voneinander je C₁-C₄-Alkyl,
- Y
- einen Rest der Formel (11) oder der Formel

- n
- 0 oder 1,
- R₁₃
- C₁-C₆-Alkoxy, C₁-C₆-Alkoxy-C₂-C₄-alkoxy, C₁-C₄-Alkoxycarbonyl-C₂-C₄-alkoxy oder C₁-C₄-Alkoxy-C₁-C₄-alkoxycarbonyl-C₂-C₄-alkoxy
und
- R₁₄
- Wasserstoff, Phenoxy oder Phenylthio bedeuten.
[0006] Das erfindungsgemässe Verfahren sieht vor, anstelle der vorstehend beschriebenen
wässrigen Flotten solche Farbflotten zu verwenden, bei denen das Wasser durch überkritisches
Kohlendioxid ersetzt ist. Unter dem Begriff überkritisches CO₂ versteht man CO₂, bei
dem der Druck und die Temperatur des CO₂ oberhalb des kritischen Druckes und der kritischen
Temperatur liegen. Hierbei weist das überkritische CO₂ annähernd die Viskosität des
entsprechenden Gases und eine Dichte auf, die näherungsweise mit der Dichte des entsprechend
verflüssigten Gases vergleichbar ist.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren weist eine Reihe von Vorteilen auf. Bedingt dadurch,
dass das hierbei eingesetzte überkritische CO₂ nicht ins Abwasser gelangt, sondern
nach der Färbung erneut eingesetzt wird, treten bei dem erfindungsgemässen Verfahren
keine Abwasserbelastungen auf. Ferner laufen bei dem erfindungsgemässen Verfahren
die für die Färbung des textilen Substrates erforderlichen Stoffaustauschvorgänge
im Vergleich zu wässrigen Systemen wesentlich schneller ab. Dies wiederum führt dazu,
dass das zu färbende textile Substrat besonders gut und schnell durchströmt werden
kann. Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens treten bei der Färbung von Wickelkörpern
keine Ungleichmässigkeiten bezüglich der Durchströmung des Wickelkörpers auf, welche
beispielsweise bei dem herkömmlichen Verfahren bei der Baumfärbung von Flächengebilden
als Ursachen für Kantenabläufe beziehungsweise Längenabläufe anzusehen sind. Ebenfalls
können bei dem erfindungsgemässen Verfahren keine Dispersionsfarbstoffe unerwünscht
agglomerieren, wie dies bei den herkömmlichen Dispersionsfärbungen bisweilen der Fall
ist, so dass somit durch Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens die bei herkömmlichen
Färbeverfahren in wässrigen Systemen bekannten Aufhellungen von Dispersionsfarbstoffen
und damit entsprechende Fleckenbildungen vermieden werden.
[0008] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens besteht darin, dass man Dispersionsfarbstoffe
einsetzen kann, die ausschliesslich aus dem eigentlichen Farbstoff bestehen und nicht
die üblichen Dispergatoren und Stellmittel enthalten. Bei vielen Farbstoffen kann
zudem auf eine Mahlung der Farbstoffe verzichtet werden.
[0009] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahren besteht darin, dass
man einen Farbstoff der Formel (1) verwendet, worin
- R₁
- Cyan oder ein Rest der Formel (11) ist, worin X -NH bedeutet,
- R₂
- Wasserstoff oder Cyan,
- R₃
- Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,
- R₄
- C₁-C₄-Alkyl,
- R₅
- C₁-C₄-Alkyl, welches durch Cyan, Phenyl, Phenoxy, Phenylthio, Phenylcarbonyloxy, Phenylaminocarbonyloxy
oder einen Rest der Formel

substituiert sein kann, bedeutet oder worin R und R₄ zusammen mit dem N-Atom und
den beiden sie verbindenden C-Atomen einen Tetrahydropyridinring mit 0 bis 4 Methylgruppen
bildet.
[0010] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen darin,
dass man einen Farbstoff der Formel (2) verwendet, worin
- R₃
- Wasserstoff, Methyl oder Ethyl und
- R₆ und R₇
- je C₄-C₈-Alkyl bedeuten,
oder einen Farbstoff der Formel (3), worin
- R₈
- Wasserstoff oder Allyl,
- R₉
- C₁-C₄-Alkyl und
- R₁₀
- C₁-C₄-Alkyl oder Phenyl-C₁-C₄-alkyl bedeutet,
oder einen Farbstoff der Formel (4) verwendet, worin
- R₁₁ und R₁₂
- je Methyl oder Ethyl,
- R₂
- Wasserstoff oder Cyan und
- Y
- einen Rest der Formel

der im Phenylring durch C₁-C₄-Alkyl oder Chlor substituiert sein kann, bedeutet,
oder einen Farbstoff der Formel (5), worin n 1 bedeutet, oder einen Farbstoff der
Formel (6) worin R₁₃ C₁-C₄-Alkoxy oder C₁-C₄-Alkoxy-C₂-C₄-alkoxycarhonyl-C₂-C₄-alkoxy
bedeutet, oder einen Farbstoff der Formel (7), worin R₁₄ Wasserstoff oder Phenylthio
bedeutet.
[0011] Unter Alkylresten sind erfindungsgemäss generell geradkettige, verzweigte oder cyclische
Alkylgruppen zu verstehen. Es handelt sich z.B. um Methyl, Ethyl, Propyl, i-Propyl,
Butyl, i-Butyl, tert.-Butyl, Amyl, tert.-Amyl(1,1-Dimethylpropyl), 1,1,3,3-Tetramethylbutyl,
Hexyl, 1-Methylpentyl, Neopentyl, 1-, 2- oder 3- Methylhexyl, Heptyl, n-Octyl, tert.-Octyl,
2-Ethylhexyl, n-Nonyl, Isononyl, Decyl, Dodecyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Methylcyclohexyl
sowie die dazugehörenden Isomeren. Die Alkylreste enthalten vorzugsweise 1 bis 6 C-Atome,
vor allem 1 bis 4 C-Atome.
[0012] Diese Alkylreste können substituiert sein, z.B. durch Halogen, Hydroxy, Alkoxy, Cyan
oder Phenyl. Beispiele für solche substituierten Alkylreste sind Hydroxyethyl, Methoxymethyl,
Ethoxyethyl, Cyanethyl, Propoxypropyl, Benzyl, Chlorethyl oder Cyanoethyl.
[0013] Geeignete Alkoxyreste sind vorzugsweise soclhe mit 1 bis 4 C-Atomen z.B. Methoxy,
Ethoxy, Propoxy, iso-Propoxy, n-Butoxy, iso-Butoxy oder tert.-Butoxy.
[0014] Auch die Phenylreste können substituiert sein, z.B. durch Chlor, Brom, C₁-C₄-Alkyl,
C₁-C₄-Alkoxy, Nitro oder Cyan.
[0015] R und R₄ können zusammen mit dem Stickstoffatom und den beiden sie verbindenden Kohlenstoffatomen
einen 5- oder 6-gliedrigen Ring bilden, welcher ein weiteres Heteroatom, z.B. Sauerstoff
oder Schwefel, enthalten kann. Ausserdem kann der Ring substituiert sein, z.B. durch
Hydroxy, Alkoxy, Alkyl, Halogen, CN oder Phenyl, oder einen weiteren ankondensierten
Benzolring tragen. Bevorzugte Ringe, welche durch R, R₄ und die verbindenden Kohlenstoffatome
und das Stickstoffatom gebildet werden, sind Dihydrooxazin- und Di- oder Tetrahydropyridinringe,
welche 0 bis 4 Methylgruppen tragen.
[0016] R₄ und R₅ können auch zusammen mit dem sie verbindenden N-Atom einen Piperidin-,
Morpholin- oder Piperazinrest bilden. Der Piperazinrest kann am nicht mit dem Phenylring
verbundenen N-Atom durch C₁-C₄-Alkyl oder Hydroxy-C₁-C₄-alkyl oder Amino-C₁-C₄-alkyl
substituiert sein. Der bevorzugte Substituent ist Hydroxyethyl.
[0017] Wegen ihrer guten färberischen Eigenschaften im erfindungsgemässen Verfahren sind
die in den Beispielen aufgeführten Farbstoffe ganz besonders bevorzugt.
[0018] Die Farbstoffe der Formeln (1) bis (10) sind bekannt oder können auf an sich bekannte
Art hergestellt werden.
[0019] Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich zum Färben von halbsynthetischen und
insbesondere synthetischen hydrophoben Fasermaterialien, vor allem Textilmaterialien.
Textilmaterialien aus Mischgeweben, die derartige halbsynthetische beziehungsweise
synthetische hydrophobe Textilmaterialien enthalten, können ebenfalls nach dem erfindungsgemässen
Verfahren gefärbt werden.
[0020] Als halbsynthetische Textilmaterialien kommen vor allem Cellulose-2½-Acetat und Cellulosetriacetat
in Frage.
[0021] Synthetische hydrophobe Textilmaterialien bestehen vor allem aus linearen, aromatischen
Polyestern, beispielsweise solchen aus Terephthalsäure und Glykolen, besonders Ethylenglykol
oder Kondensationsprodukten aus Terephthalsäure und 1,4-Bis-(hydroxymethyl)-cyclohexan;
aus Polycarbonaten, z.B. aus α,α-Dimethyl-4,4'-dihydroxy-diphenylmethan und Phosgen,
aus Fasern auf Polyvinylchlorid-, Polypropylen- oder Polyamid-Basis, z.B. Polyamid
6.6, Polyamid 6.10, Polyamid 6, Polyamid 11 oder Poly(1,4-phenylenterephthalamid).
[0022] Die bei dem erfindungsgemässen Verfahren angewendete Färbetemperatur richtet sich
im wesentlichen nach dem zu färbenden Substrat. Normalerweise liegt sie etwa zwischen
90 und 200°C, vorzugsweise zwischen etwa 100 und 150°C.
[0023] Der anzuwendende Druck muss mindestens so gross sein, dass das CO₂ in überkritischem
Zustand vorliegt. Vorzugsweise liegt der Druck zwischen etwa 73 und 400 bar, insbesondere
zwischen 150 und 250 bar. Bei der bevorzugten Färbetemperatur für Polyestermaterial
von ca. 130°C beträgt der Druck etwa 200 bar.
[0024] Das Flottenverhältnis (Massenverhältnis Textilmaterial: CO₂) beim Färben nach dem
erfindungsgemässen Verfahren richtet sich nach der zu behandelnden Ware und deren
Aufmachung. Ueblicherweise variiert es zwischen einem Wert von 1 : 2 bis 1:100, vorzugsweise
etwa 1:5 bis 1:75. Sollen beispielsweise Polyestergarne, die auf entsprechende Kreuzspulen
aufgewickelt sind, nach dem erfindungsgemässen Verfahren gefärbt werden, so geschieht
dies vorzugsweise bei relativ kurzen Flottenverhältnissen, d.h. Flottenverhältnissen
zwischen 1:2 bis 1:5. Derartige kurze Flottenverhältnisse bereiten in der Regel bei
dem herkömmlichen Färbeverfahren im wässrigen System Schwierigkeiten, da hierbei bedingt
durch die hohe Farbstoffkonzentration häufig die Gefahr besteht, dass die feindispersen
Systeme agglomerieren. Dies tritt jedoch bei dem erfindungsgemässen Verfahren nicht
auf.
[0025] Zur Reinigung des überkritischen CO₂ nach der Färbung bestehen mehrere Möglichkeiten.
Man kann z.B. den in dem überkritischen CO₂ verbleibenden Farbstoffrest über entsprechende
Filter ad- beziehungsweise absorbieren. Hierfür eignen sich insbesondere die an sich
bekannten Kieselgel-, Kieselgur-, Kohle-, Zeolith- und Aluminiumoxidfilter.
[0026] Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, die nach der Färbung in dem überkritischen
CO₂ verbleibenden Farbstoffe durch eine Temperatur- und/oder Druckerniedrigung und/oder
eine Volumenvergrösserung zu entfernen. Hierbei wandelt sich das überkritische CO₂
in das entsprechende Gas um, das dann aufgefangen wird und erneut nach Ueberführung
in den überkritischen Zustand zur Färbung von weiteren Substraten verwendet wird.
Hierbei scheiden sich die Farbstoffe als flüssige oder feste Farbstoffe ab, die entsprechend
gesammelt und für weitere Färbungen weiterverwendet werden können.
[0027] Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
[0028] 24,5 µmol des Farbstoffes der Formel

werden auf dem Boden eines Autoklaven mit einem Innenvolumen von 500 ml vorgelegt.
330g CO₂ werden in fester Form (Trockenreis) eingewogen. Ein Streifen Polyestergewebe
von 5 g wird um die im Deckel des Autoklaven eingebauten Sensoren für Druck und Temperatur
gewickelt und mit einem Faden zusammengeheftet.
[0029] Nach dem Verschliessen des Autoklaven geht die Innentemperatur sehr schnell auf ca.
-10°C zurück. Nachdem die Innentemperatur 0°C erreicht hat, wird der Inhalt des Autoklaven
mit etwa 3°C/min auf 130°C aufgeheizt. Der Innendruck steigt dabei auf ca. 200 bar
an. Diese Bedingungen werden 30 Minuten lang konstant gehalten. Danach wird bei ausgeschalteter
Heizung mit Druckluft gekühlt. Druck und Temperatur nehmen dabei exponentiell ab.
Nach zwei Stunden werden ca 70 bar erreicht, danach wird durch Oeffnen eines Ventils
entspannt.
[0030] Man erhält gelb gefärbtes Polyestergewebe in ähnlicher Qualität wie beim Färben nach
üblichen Methoden aus wässriger Flotte. Insbesondere die Reib-, Licht- und Waschechtheit
der Färbung sind gleich gut
Beispiele 2 bis 15
1. Verfahren zum Färben von hydrophobem Textilmaterial mit Dispersionsfarbstoffen, dadurch
gekennzeichnet, dass man das Textilmaterial in überkritischem Kohlendioxid mit einem
Farbstoff der Formel

oder

behandelt, worin
R Wasserstoff oder R und R₄ zusammen mit dem N-Atom und den beiden sie verbindenden
C-Atomen einen 5- oder 6-gliedrigen Ring,
R₁ Cyan oder ein Rest der Formel

ist, wobei X -NH, -N-C₁-C₄-Alkyl, O oder S bedeutet,
R₂ Wasserstoff oder Cyan,
R₃ Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
R₄ und R₅ unabhängig voneinander je gegebenenfalls substituiertes C₁-C₆-Alkyl oder
R₄ und R₅ zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen 5- oder
6-gliedrigen Ring,
R₆ und R₇ unabhängig voneinander je C₁-C₁₂-Alkyl,
R₈ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder C₂-C₄-Alkenyl,
R₉ C₁-C₆-Alkyl,
R₁₀ C₁-C₆-Alkyl oder Phenyl-C₁-C₆-alkyl,
R₁₁ und R₁₂ unabhängig voneinander je C₁-C₄-Alkyl,
Y einen Rest der Formel (11) oder der Formel

n 0 oder 1,
R₁₃ C₁-C₆-Alkoxy, C₁-C₆-Alkoxy-C₂-C₄-alkoxy, C₁-C₄-Alkoxycarbonyl-C₂-C₄-alkoxy oder
C₁-C₄-Alkoxy-C₁-C₄-alkoxycarbonyl-C₂-C₄-alkoxy und
R₁₄ Wasserstoff, Phenoxy oder Phenylthio bedeuten.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (1) verwendet, worin
R₁ Cyan oder ein Rest der Formel (11) ist, worin X -NH bedeutet,
R₂ Wasserstoff oder Cyan,
R₃ Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,
R₄ C₁-C₄-Alkyl,
R₅ C₁-C₄-Alkyl, welches durch Cyan, Phenyl, Phenoxy, Phenylthio, Phenylcarbonyloxy,
Phenylaminocarbonyloxy oder einen Rest der Formel

substituiert sein kann, bedeutet oder worin R und R₄ zusammen mit dem N-Atom und
den beiden sie verbindenden C-Atomen einen Tetrahydropyridinring mit 0 bis 4 Methylgruppen
bildet.
3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (2) verwendet, worin
R₃ Wasserstoff, Methyl oder Ethyl und
R₆ und R₇ je C₄-C₈-Alkyl bedeuten.
4. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (3) verwendet, worin
R₈ Wasserstoff oder Allyl,
R₉ C₁-C₄-Alkyl und
R₁₀ C₁-C₄-Alkyl oder Phenyl-C₁-C₄-alkyl bedeutet.
5. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (4) verwendet, worin
R₁₁ und R₁₂ je Methyl oder Ethyl,
R₂ Wasserstoff oder Cyan und
Y einen Rest der Formel

der im Phenylring durch C₁-C₄-Alkyl oder Chlor substituiert sein kann, bedeutet.
6. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (5) verwendet, worin n 1 bedeutet
7. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (6) verwendet, worin R₁₃ C₁-C₄-Alkoxy oder C₁-C₄-Alkoxy-C₂-C₄-alkoxycarbonyl
C₂-C₄-alkoxy bedeutet
8. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (7) verwendet, worin R₁₄ Wasserstoff oder Phenylthio bedeutet.
9. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Farbstoff der
Formel (8), (9) oder (10) verwendet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass man einen
Farbstoff einsetzt, der frei von Zusätzen, insbesondere frei von Stellmitteln und
Dispergiermitteln, ist
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass man bei
Temperaturen zwischen etwa 90°C und etwa 200°C, vorzugsweise zwischen etwa 100°C und
etwa 150°C, färbt
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man bei
einem Druck zwischen etwa 73 bar und etwa 400 bar, vorzugsweise zwischen etwa 150
bar und etwa 250 bar, färbt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass man das
Substrat in einem Flottenverhältnis zwischen etwa 1:2 bis etwa 1:100, vorzugsweise
zwischen etwa 1 : 5 und etwa 1 : 75, färbt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass man nach
der Färbung das verwendete überkritische CO₂ reinigt und erneut zum Färben verwendet.
15. Verfahren nach einem der Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass man das überkritische
CO₂ mittels eines Filters reinigt.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass man das überkritische
CO₂ durch eine Temperatur- und/oder Druckerniedrigung und/oder Volumenvergrösserung
reinigt.
17. Anwendung des Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16 zum Färben von Textilmaterial
aus Polyester.
1. A process for dyeing hydrophobic textile material with disperse dyes, which comprises
treating said textile material in supercritical carbon dioxide with a dye of formula

or

wherein
R is hydrogen or R and R₄, together with the N atom and the two linking carbon atoms,
are a 5- or 6-membered ring,
R₁ is cyano or a radical of formula

wherein X is -NH, -N-C₁-C₄alkyl, O or S,
R₂ is hydrogen or cyano,
R₃ is hydrogen or C₁-C₄alkyl,
R₄ and R₅ are each independently of the other unsubstituted or substituted C₁-C₆alkyl,
or R₄ and R₅, together with the linking nitrogen atom, are a 5- or 6-membered ring,
R₆ and R₇ are each independently of the other C₁-C₁₂alkyl,
R₈ is hydrogen, C₁-C₄alkyl or C₂-C₄alkenyl,
R₉ is C₁-C₆alkyl,
R₁₀ is C₁-C₆alkyl or phenyl-C₁-C₆alkyl,
R₁₁ and R₁₂ are each independently of the other C₁-C₄alkyl,
Y is a radical of formula (11) or of formula

n is 0 or 1,
R₁₃ is C₁-C₆alkoxy, C₁-C₆alkoxy-C₂-C₄alkoxy, C₁-C₄alkoxycarbonyl-C₂-C₄alkoxy or
C₁-C₄alkoxy-C₁-C₄alkoxycarbonyl-C₂-C₄alkoxy, and
R₁₄ is hydrogen, phenoxy or phenylthio.
2. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (1), in
which
R₁ is cyano or a radical of formula (11), in which X is -NH,
R₂ is hydrogen or cyano,
R₃ is hydrogen, methyl or ethyl,
R₄ is C₁-C₄alkyl,
R₅ is C₁-C₄alkyl which may be substituted by cyano, phenyl, phenoxy, phenylthio,
phenylcarbonyloxy, phenylaminocarbonyloxy or a radical of formula

or in which R and R₄, together with the N atom and the two linking carbon atoms,
form a tetrahydropyridine ring containing 0 to 4 methyl groups.
3. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (2), in
which
R₃ is hydrogen, methyl or ethyl, and
R₆ and R₇ are each C₄-C₈alkyl.
4. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (3), in
which
R₈ is hydrogen or allyl,
R₉ is C₁-C₄alkyl, and
R₁₀ is C₁-C₄alkyl or phenyl-C₁-C₄alkyl.
5. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (4), in
which
R₁₁ and R₁₂ are each methyl or ethyl,
R₁₂ is hydrogen or cyano, and
Y is a radical of formula

which may be substituted in the phenyl ring by C₁-C₄alkyl or chlorine.
6. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (5), in
which n is 1.
7. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (6), in
which R₁₃ is C₁-C₄alkoxy or C₁-C₄alkoxy-C₂-C₄alkoxy-carbonyl-C₂-C₄alkoxy.
8. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (7), in
which R₁₄ is hydrogen or phenylthio.
9. A process according to claim 1, which comprises the use of a dye of formula (8), (9)
or (10).
10. A process according to any one of claims 1 to 9, which comprises the use of a dye
which contains no auxiliaries, especially no diluents and dispersants.
11. A process according to any one of claims 1 to 10, wherein dyeing is carried out in
the temperature range from about 90°C to about 200°C, preferably from about 100°C
to about 150°C.
12. A process according to any one of claims 1 to 11, wherein dyeing is carried out at
a pressure from about 73 bar to about 400 bar, preferably from about 150 bar to about
250 bar.
13. A process according to any one of claims 1 to 12, wherein the substrate is dyed at
a liquor ratio of about 1:2 to about 1:100, preferably about 1:5 to about 1:75.
14. A process according to any one of claims 1 to 13, wherein the supercritical CO₂ used
is purified after dyeing and reused for dyeing.
15. A process according to claim 14, wherein the supercritical CO₂ is purified with a
filter.
16. A process according to either claim 14 or claim 15, wherein the supercritical CO₂
is purified by a temperature and/or pressure reduction and/or by an increase in volume.
17. Use of a process according to any one of claims 1 to 16 for dyeing polyester textile
material.
1. Procédé de teinture de matériaux textiles hydrophobes par des colorants de dispersion,
caractérisé en ce que l'on traite le matériau textile dans du CO₂ supercritique avec
un colorant de formule

dans lesquelles
R représente un atome d'hydrogène ou R et R₄ représentent, ensemble avec l'atome d'azote
et les deux atomes de carbone les reliant, un cycle à 5 ou 6 chaînons,
R₁ représente un groupe cyano ou un résidu de formule

où X est un résidu -NH, -N-(alkyle en C₁₋₄), O ou S,
R₂ représente un atome d'hydrogène ou un groupe cyano,
R₃ représente un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C₁₋₄,
R₄ et R₅ représentent chacun indépendamment un groupe alkyle en C₁₋₆ pouvant être
substitué, ou R₄ et R₅ représentent, ensemble avec l'atome d'azote auquel ils sont
liés, un cycle à 5 ou 6 chaînons,
R₆ et R₇ représentent indépendamment chacun un groupe alkyle en C₁₋₁₂,
R₈ représente un atome d'hydrogène, un groupe alkyle en C₁₋₄ ou un groupe alcényle
en C₂₋₄,
R₉ représente un groupe alkyle en C₁₋₆,
R₁₀ représente un groupe alkyle en C₁₋₆ ou phényl-(alkyle en C₁₋₆),
R₁₁ et R₁₂ représentent indépendamment chacun un groupe alkyle en C₁₋₄,
Y un résidu de formule (11) ou de formule

n vaut 0 ou 1,
R₁₃ représente un groupe alcoxy en C₁₋₆, alcoxy en C₁₋₆-alcoxy en C₂₋₄, (alcoxy en
C₁₋₄)-carbonyle-alcoxy en C₂₋₄, ou alcoxy en C₁₋₄-alcoxy(en C₁₋₄)-carbonyl -alcoxy
en C₂₋₄ et
R₁₄ représente un atome d'hydrogène, un groupe phénoxy ou phénylthio.
2. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (1) dans laquelle R₁ représente un groupe cyano ou un résidu de formule
(11) où X est un groupe -NH,
R₂ représente un atome d'hydrogène ou un groupe cyano,
R₃ représente un atome d'hydrogène ou un groupe méthyle ou éthyle,
R₄ représente un groupe alkyle en C₁₋₄,
R₅ représente un groupe alkyle en C₁₋₄ pouvant être substitué par un résidu cyano,
phényle, phénoxy, phénylthio, phénylcarbonyloxy, phénylaminocarbonyloxy ou par un
résidu de formule

ou R₄ et R₅ forment, ensemble avec l'atome d'azote et les deux atomes de carbone
les reliant, un cycle tétrahydropyridine comportant de 0 à 4 groupes méthyle.
3. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (2), dans lequel
R₃ représente un atome d'hydrogène, un groupe méthyle ou éthyle et R₆ et R₇ représentent
indépendamment un groupe alkyle en C₄₋₈.
4. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (3) dans laquelle R₈ représente un atome d'hydrogène ou un groupe allyle,
R₉ représente un groupe alkyle en C₁₋₄ et R₁₀ représente un groupe alkyle en C₁₋₄
ou phényl-(alkyle en C₁₋₄).
5. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (4), dans laquelle R₁₁ et R₁₂ représentent un groupe méthyle ou éthyle,
R₂ représente un atome d'hydrogène ou un groupe cyano et Y un résidu de formule (11)
ou de formule

dont le noyau phényle peut être substitué par un groupe alkyle en C₁₋₄ ou par un
atome de chlore.
6. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (5) dans laquelle n vaut 1.
7. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (6) dans laquelle R₁₃ représente un groupe alcoxy en C₁₋₄ ou alcoxy en
C₁₋₄ -(alcoxy en C₂₋₄)-carbonyl-alcoxy en C₂₋₄.
8. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (7) dans laquelle R₁₄ représente un atome d'hydrogène, un groupe phénylthio.
9. Procédé conforme à la revendication 1 , caractérisé en ce que l'on utilise un colorant
de formule (8), (9) ou (10).
10. Procédé conforme à une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'on utilise
un colorant exempt d'adjuvants, en particulier exempt d'agents d'ajustement et d'agents
de dispersion.
11. Procédé conforme à une des revendication 1 à 10, caractérisé en ce que l'on teint
à des températures comprises entre environ 90 °C et environ 200 °C, de préférence
entre environ 100 °C et environ 150 °C.
12. Procédé conforme à une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'on teint
à une pression comprise entre environ 73 bar et environ 400 bar, de préférence entre
environ 150 bar et environ 250 bar.
13. Procédé conforme à une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le substrat
est teint avec un rapport de bain compris entre environ 1/2 et environ 1/100, de préférence
entre environ 1/5 et environ 1/75.
14. Procédé conforme à une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'on épure
le CO₂ supercritique utilisé apre's la teinture et que l'on l'utilise de nouveau pour
une teinture ultérieure.
15. Procédé conforme à la revendication 14, caractérisé en ce que l'on épure le CO₂ supercritique
à l'aide d'un filtre.
16. Procédé conforme à la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que l'on épure le
CO₂ supercritique par abaissement de la température et/ou de la pression et/ou par
augmentation du volume.
17. Utilisation du procédé conforme à une des revendications 1 à 16 pour la teinture de
matériaux textiles en polyester.