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EP 0 474 628 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.1993 Patentblatt 1993/30 |
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Anmeldetag: 31.05.1989 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8900/344 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9015/425 (13.12.1990 Gazette 1990/28) |
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VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES CuCr-KONTAKTWERKSTOFFES FÜR VAKUUMSCHÜTZE SOWIE ZUGEHÖRIGER
KONTAKTWERKSTOFF
PROCESS FOR PRODUCING A CuCr CONTACT MATERIAL FOR VACUUM SWITCHES AND APPROPRIATE
CONTACT MATERIAL
PROCEDE DE FABRICATION D'UN MATERIAU DE CONTACT AU CuCr POUR DES INTERRUPTEURS A VIDE,
ET MATERIAU DE CONTACT CORRESPONDANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.1992 Patentblatt 1992/12 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- KIPPENBERG, Horst
D-8522 Herzogenaurach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 027 893 EP-A- 0 178 796 DE-A- 3 604 681
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EP-A- 0 172 411 DE-A- 2 436 927
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- SIEMENS FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSBERICHTE, vol. 17, no. 3, 14 Januar 1988, Berlin
DE, Seiten 105-111, R. Müller: "arc-melted CuCr alloys as contact materials for vacuum
interrupters"
- k*ektrotechnik, no. 11, November 1952, Seiten 548-553, F. Eisenkolb; "Pulvermetallurgische
Werkstoff der Elektotegni"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Kontaktwerkstoffes
für Kontaktstücke von Vakuumschützrohren, der im wesentlichen aus Kupfer und Chrom
im Verhältnis von 50 bis 70 Gew.-% Cu und 30 bis 50 Gew.-% Cr besteht. Daneben bezieht
sich die Erfindung auch auf einen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Kontaktwerkstoff.
[0002] Nachdem sich das Vakuumschaltprinzip im Bereich der Mittelspannung, d.h. im Bereich
von ca. 7,2 bis 40 kV weltweit als führendes Schaltprinzip durchgesetzt hat, gewinnt
es auch für den Schützeinsatz zunehmend an Bedeutung. Nach den Hochspannungsschützen
für den Spannungsbereich von ca. 1 bis 10 kV wurden inzwischen auch Vakuumschütze
für Niederspannung entwickelt und eingesetzt.
[0003] Die Anforderungen an Vakuumschütze und Vakuummittelspannungs-Leistungsschalter unterscheiden
sich grundsätzlich. So werden beim Schütz elektrische Schaltspiele unter Nennstrom
von mindestens 1 Million gefordert. Da hierbei auch Einsatzfälle wie Wendeschaltungen
beherrscht werden müssen, dürfen beim Ausschalten keine Fehler wie insbesondere elektrische
Wiederzündungen auftreten, die zu unmittelbaren Phasenkurzschlüssen führen können.
Vom Leistungsschalter werden dagegen deutlich geringere Schaltzahlen erwartet, wie
beispielsweise 20.000 Schaltspiele bei Nennstrom. Wendeschaltungen sind bei Leistungsschaltern
nicht üblich.
[0004] Beim Schütz müssen zwar auch um Faktoren höhere Ströme als der Nennstrom noch sicher
aus- und verschweißfrei eingeschaltet werden können; es wird jedoch kein Kurzschlußstrom-Ausschaltvermögen
wie beim Leistungsschalter verlangt, da Schütze vorgeschaltete Sicherungen besitzen.
[0005] Entsprechend den abweichenden Anforderungen an die Schalteigenschaften von Schützen
im Vergleich zu Leistungsschaltern unterscheiden sich auch die Anforderungen an das
Kontaktmaterial. Beim Vakuumleistungsschalter haben sich als am besten geeignete Werkstoffe
Kontaktmaterialien auf der Basis von CuCr durchgesetzt. Für Vakuumschütze sind dagegen
nach wie vor Werkstoffe wie WCu, MoCu oder WCAg -gegebenenfalls mit weiteren Zusätzen
- üblich, obwohl sie unter anderem mit steigender Schaltzahl im Schaltvermögen und
in der dielektrischen Festigkeit nachlassen. Bei Versuchen, auch für Schütze CuCr-Werkstoffe
einzusetzen und ihre Vorteile wie gleichbleibend hohes Schaltvermögen, gute Getterfähigkeit
oder große dielektrische Festigkeit zu nutzen, zeigte sich, daß herkömmlich gefertigte
CuCr-Werkstoffe - wie sie beispielsweise in der DE-OS 29 14 186, der DE-OS 34 06 535,
der DE-OS 25 21 504 oder der EP-A-0 178 796 beschrieben sind - die Erwartungen nicht
erfüllen. Probleme werden bei solchen Sinter- bzw. Sinter-Tränk-Werkstoffen durch
das Abbrandverhalten bei hohen Schaltzahlen verursacht: Der beim Abbrand entstehende
Materialverlust überschreitet die tolerierbaren Grenzwerte, wodurch die gewünschten
Nennstromschaltzahlen nicht mehr erreicht werden. Außerdem ergeben sich stark zerklüftete
Strukturen auf den Schaltflächen, was mit der Tendenz zu dielektrischem Fehlverhalten
in Form von Wiederzündungen nach Stromnull verbunden ist.
[0006] In der EP-B-0 172 411 wird erstmals ein Vakuumschütz mit Kontaktstücken aus CuCr-Kontaktmaterial
und ein Verfahren zur Herstellung der Kontaktstücke angegeben. Das Kontaktmaterial
wird dabei durch Umschmelzen im Lichtbogen erzeugt und besitzt eine sehr feine, homogene
Verteilung von Chrom in der Kupfermatrix und eine hervorragende Bindung zwischen beiden
Komponenten. Aufgrund dieser Besonderheiten erhöht sich die Abbrandfestigkeit derartiger
CuCr-Kontaktwerkstoffe deutlich, so daß sie den Anforderungen im Vakuumschütz-Betrieb
genügen; zugleich wird das Abbrandbild der Kontaktstücke gleichmäßig, womit die Ursache
für Wiederzündungen nach Stromnull beseitigt ist.
[0007] Das Verfahren des Lichtbogenumschmelzens ist nur bei Umschmelzelektroden großen Durchmessers
wirtschaftlich einsetzbar. Für Schütze werden aber Kontaktstücke mit vergleichsweise
kleinem Durchmesser benötigt. Im Ergebnis ist dadurch die Materialausnutzung des umgeschmolzenen
Materials vergleichsweise gering, was die Wirtschaftlichkeit verschlechtert.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein weiteres Verfahren, mit dem ebenfalls Kontaktmaterial
auf der Basis von CuCr zur Verwendung in Vakuumschützen hergestellt werden kann, sowie
den damit geschaffenen Kontaktwerkstoff anzugeben.
[0009] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß beim Verfahren der eingangs genannten
Art mit folgenden Verfahrensschritten gearbeitet wird:
- Aus Pulvern der Komponenten wird eine Pulvermischung hergestellt,
- die Pulvermischung wird gepreßt und gesintert, bis eine geschlossene Porosität erreicht
ist,
- anschließend wird der Sinterkörper mit einem Umformgrad von mindestens 40 % kaltverformt,
- wodurch eine Endverdichtung mit einer Raumerfüllung von wenigstens 99 % erreicht wird.
Ein nach diesem Verfahren hergestellter Kontaktwerkstoff auf der Basis von Kupfer
und Chrom ist dadurch gekennzeichnet, daß Chromteilchen in einer Kupfermatrix eingebettet
sind, die Chromteilchen mit dem sie umgebenden Kupfer verschweißt sind und daß die
Chromteilchen in der Kupfermatrix zeilenförmig gestreckt sind.
[0010] Vom Stand der Technik sind zwar bereits Teilmerkmale der Erfindung vorbekannt: So
wird beispielsweise in der DE-A-24 36 927 ein Verfahren zur Herstellung von Formteilen
mit geringer Restporosität aus einem dispersionsgehärteten Silber-Metalloxid-Verbundpulver
beschrieben, bei dem die Verbundpulver zunächst zu einer Vorform preßverdichtet, anschließend
die Vorform zu einer Zwischenform warm nachgepreßt und schließlich die Zwischenform
kalt gepreßt wird. Dabei kann gegebenenfalls zusätzlich auch ein Zwischensintern erfolgen.
[0011] Letzteres Verfahren ist speziell auf Silber-Metalloxid-Werkstoffe abgestellt. Für
das Aufbringen von Kontaktkörpern auf gleicher Werkstoffbasis durch Ultraschallschweißen
wird in der EP-A- 0 027 893 mittels eines Prägestempels eine Kaltverformung des Materials
erreicht, wobei durch die gleichzeitige Ultraschalleinwirkung ein Verschweißen mit
dem Träger bewirkt werden soll. Für einen Kontaktwerkstoff für Kontaktstücke von Vakuumschützröhren
ist dieses Verfahren jedoch nicht relevant.
[0012] Für Kontaktwerkstoffe auf der Basis von Kuper-Chrom wird dagegen in der DE-A-36 04
861 ein Verfahren beschrieben, das speziell einen heißisostatischen Preßvorgang (HIP)
beinhaltet. Dagegen wird in der EP-A-0 178 796 die pulvermetallurgische Herstellung
von Kontaktstücken für Vakuumschalter der Konstitution CuCrBi beschrieben, wobei Ausgangspulver
aus Kupfer, Wismut und Chrom kaltgepreßt und gesintert und anschließend zu Kontaktstücken
geprägt wird. Ein Prägen kann zwar eine Umformung des Werkstoffes bewirken. Aufgrund
des nichtspezifizierten Umformgrades ist jedoch ein Verschweißen der zuvor zu einer
geschlossenen Porosität gesinterten Preßlinge nicht zu erwarten.
[0013] Eine geschlossene Porosität wird beim erfindungsgemäß hergestellten CuCr-Werkstoff
im allgemeinen ab 92 % Raumerfüllung erreicht. Sinterkörper mit einem geringeren Raumerfüllungsgrad
würden aufgrund offener Porositäten einen Gas- bzw. Luftaustausch in das Werkstückinnere
erlauben. Derart eingebrachte Gas- bzw. Luftgehalte werden beim nachfolgenden Kaltverformen
überwiegend eingeschlossen und wirken sich negativ auf die Schalteigenschaften des
Kontaktstückes aus.
[0014] Mit der Erfindung ist ein vakuumschütztauglicher CuCr-Werkstoff geschaffen, der aufgrund
seiner Herstellungsart den Vorteil hat, besonders kostengünstig zu sein. Die Voraussetzung
für die Eignung als Kontaktmatrix, nämlich die innige und störungsfreie Verbindung
der Komponenten Kupfer und Chrom, wird hierbei jedoch nicht durch einen Schmelzvorgang,
sondern durch Kaltverschweißen der Gefügebestandteile erhalten. Dazu wird vorteilhafterweise
von einer gesinterten CuCr-Pulvermischung ausgegangen, die anschließend in eine Form
kaltgestaucht wird, wobei wesentlich ist, daß beim Stauchen ein Umformgrad von mindestens
40 % erzielt wird. Während dieses Umformprozesses erfahren die Bestandteile Kupfer
und Chrom eine starke Deformation: Die Grenzflächen zwischen den einzelnen Bestandteilen
werden aufgerissen und kaltverschweißt. Die daraus resultierende Verbindung der beiden
Komponenten ist so fest, daß überraschenderweise die Anforderungen für den Einsatz
eines derartigen Materials für die Kontaktstücke im Vakuumschütz gut erfüllt werden.
[0015] Die Materialausnützung ist beim erfindungsgemäßen Verfahren sehr hoch. Das Volumen
des Sinterkörpers kann vorteilhafterweise dem der Stauchform angepaßt werden, und
diese wird in ihren Abmessungen möglichst nahe der Endgeometrie der Kontaktstücke
ausgelegt, so daß nur noch ein sparsames Überdrehen der Oberflächen erforderlich ist.
Damit kann mit dem beschriebenen Verfahren sehr kostengünstig gearbeitet werden.
[0016] Um die benötigte Werkstoffverfestigung durch Kaltschweißen zu erhalten, kann anstelle
eines Stauchprozesses auch ein Kaltfließ- oder Walzschritt gewählt werden, wobei ebenfalls
ein Mindestumformgrad von ≧ 40 % eingehalten werden muß.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Beispielen, wobei weiter unten auf ein lichtmikroskopisches Gefügebild
Bezug genommen wird.
Beispiel 1:
[0018] Cu-Pulver mit Teilchengrößenverteilungen < 63 µm und Cr-Pulver mit Korngrößenverteilungen
< 40 µm werden im Verhältnis 60:40 trocken gemischt und mit einem Druck von beispielsweise
800 MPa zu Zylindern verpreßt, deren Durchmesser etwa gleich ihrer Höhe ist. Die Preßlinge
werden unter Hochvakuum mit einem Druck p ≦ 10⁻⁴ mbar bei etwa 1050°C für etwa drei
Stunden gesintert, wonach sich ein Raumerfüllungsgrad von ca. 94 % ergibt. Anschließend
wird der Sinterkörper an Luft in eine Form gestaucht, deren Durchmesser etwa das Fünffache
ihrer Höhe beträgt. Nach Überdrehen der Oberflächen ergeben sich durch Abtrennen einzelne
Kontaktstücke in Scheibenform.
[0019] Eine Variante zu obigem Beispiel besteht darin, über die Geometrie der Stauchform
unmittelbar spezielle Konturen der Kontaktstücke wie z.B. Abrundungen, Schrägen und/oder
Vertiefungen zu erzeugen, ohne daß eine spätere Materialabtragung notwendig wäre.
Beispiel 2:
[0020] Cu-Pulver mit Teilchengrößenverteilungen < 63 µm und Cr-Pulver mit Korngrößenverteilungen
< 63 µm werden im Verhältnis 55:45 trocken gemischt und isostatisch bei einem Druck
von ca. 3000 bar zu Zylindern von 80 mm Durchmesser kalt verpreßt. Die Preßkörper
werden unter hochreinem Wasserstoff, der einen Taupunkt kleiner als -60°C hat, auf
1000°C aufgeheizt und bei etwa 1030°C etwa sechs Stunden lang unter Hochvakuum mit
einem Druck p ≦ 10⁻⁴ mbar gesintert, wonach sich ein Raumerfüllungsgrad von ca. 95
% ergibt. Die Sinterkörper werden anschließend durch Vollvorwärtsfließpressen zu Stangen
von 35 mm Durchmesser umgeformt, wobei der Umformgrad etwa 65 % beträgt. Nach Überdrehen
der Mantelflächen werden durch Ablängen der Stange in Scheiben von 5 mm Höhe eine
Mehrzahl von Kontaktstücken erhalten.
[0021] Aus dem zugehörigen Gefügebild wird deutlich, daß in eine Kupfermatrix 1 Chrompartikel
2 eingebettet sind. Insbesondere durch die Umformung des Sinterkörpers mittels Stauchen
werden die ursprünglich regellos ausgebildeten und durch Sinterbrücken teilweise verbundenen
Chromteilchen vorwiegend zeilenförmig gestreckt und dabei mit dem sie umgebenden Kupfer
kaltverschweißt. Dieser Kaltverschweißung werden die guten Gebrauchseigenschaften
des Kontaktwerkstoffes bei Vakuumschützen zugemessen.
1. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktwerkstoffes für Kontaktstücke von Vakuumschützröhren,
der im wesentlichen aus Kupfer (Cu) und Chrom (Cr) im Verhältnis von 50 bis 70 Gew.-%
Cu und 30 bis 50 Gew.-% Cr besteht, mit folgenden Verfahrensschritten:
- Aus Pulvern der Komponenten wird eine Pulvermischung hergestellt,
- die Pulvermischung wird gepreßt und gesintert, bis eine geschlossene Porosität erreicht
ist,
- anschließend wird der Sinterkörper mit einem Umformgrad von mindestens 40 % kaltverformt,
- wodurch eine Endverdichtung mit einer Raumerfüllung von wenigstens 99 % erreicht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kaltverformen der Sinterkörper durch Stauchen geschieht.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stauchform mit einer Kontur nahe der gewünschten Geometrie des Kontaktstückes
verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulvermischung der Komponenten zu zylindrischen Formkörpern verpreßt wird,
die annahernd die für ein Kontaktstück benötigte Materialmenge enthalten.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zylindrische Formkörper mit einem Druck zwischen 400 und 1000 MPa, vorzugsweise
800 MPa, gepreßt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kaltumformen der Sinterkörper durch Fließpressen geschieht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulvermischung der Komponenten isostatisch mit einem Druck von mehr als
2000 bar zu zylindrischen Formkörpern verpreßt wird, die mindestens das Zwanzigfache
der für ein Kontaktstück benötigten Materialmenge enthalten.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulverpreßlinge bei Temperaturen unterhalb der Schmelztemperatur von Kupfer,
insbesondere zwischen 1000°C und 1070°C, im Hochvakuum mit einem Druck p ≦ 10⁻⁴ mbar
gesintert werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinterprozeß mindestens teilweise in hochreinem Wasserstoff durchgeführt
wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pulvermischung aus Kupfer und Chrom weitere Zusätze zur Verbesserung der
Schalteigenschaften des Kontaktstückes, wie beispielsweise Aluminium (Al), Eisen (Fe),
Molybdän (Mo), Niob (Nb), Tantal (Ta), Titan (Ti), Wolfram (W), Zirkon (Zr) und/oder
Tellur (Te), Selen (Se), Wismut (Bi), Antimon (Sb) enthält.
11. Nach einem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 10 hergestellter
Kontaktwerkstoff für Kontaktstücke von Vakuumschützröhren auf der Basis von Kupfer
(Cu) und Chrom (Cr), dadurch gekennzeichnet, daß Chromteilchen (2) in einer Kupfermatrix (1) eingebettet sind, daß die Chromteilchen
(2) mit dem sie umgebenden Kupfer verschweißt sind und daß die Chromteilchen (2) in
der Kupfermatrix (1) zeilenförmig gestreckt sind.
1. Process for producing a contact material for contact pieces of vacuum-contactor tubes
essentially consisting of copper (Cu) and chromium (Cr) in the proportion of 50 to
70% by weight Cu and 30 to 50% by weight Cr, with the following process steps:
- a powder mixture is prepared from powders of the components,
- the powder mixture is compressed and sintered until a closed porosity is attained,
- then the sintered body is cold-formed with a degree of deformation of at least 40%,
- whereby a final compression with a space filling of at least 99% is achieved.
2. Process according to claim 1, characterised in that the sintered body is cold-formed
by compression.
3. Process according to one of claims 1 to 2, characterised in that a compression form
is used which has a contour which approaches the desired geometry of the contact piece.
4. Process according to one of claims 1 to 3, characterised in that the powder mixture
of the components is pressed into cylindrical moulded bodies which contain approximately
the amount of material needed for a contact piece.
5. Process according to claim 4, characterised in that the cylindrical moulded body is
compressed with a pressure of between 400 and 1000 MPa, preferably 800 MPa.
6. Process according to claim 1, characterised in that the cold deformation of the sintered
bodies is effected by extrusion moulding.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that the powder mixture
of the components is isostatically pressed with a pressure of more than 2000 bar into
cylindrical moulded bodies which contain at least twenty times the amount of material
needed for a contact piece.
8. Process according to one of claims 1 to 7, characterised in that the powder blanks
are sintered at temperatures below the melting temperature of copper, in particular
between 1000°C and 1070°C, in a high vacuum with a pressure of p < 10⁻⁴ mbar.
9. Process according to claim 8, characterised in that the sintering process is carried
out at least partially in highly purified hydrogen.
10. Process according to one of the preceding claims, characterised in that the powder
mixture of copper and chromium contains other additives to improve the switching properties
of the contact piece, such as aluminium (Al), iron (Fe), molybdenum (Mo), niobium
(Nb), tantalum (Ta), titanium (Ti), tungsten (W), zirconium (Zr) and/or tellurium
(Te), selenium (Se), bismuth (Bi), antimony (Sb).
11. A contact material produced by a process according to claim 1 or one of claims 2 to
10 for contact pieces of vacuum-contactor tubes based on copper (Cu) and chromium
(Cr), characterised in that chromium particles (2) are embedded in a copper matrix
(1), in that the chromium particles (2) are welded with the copper surrounding them,
and in that the chromium particles (2) are stretched rectilinearly in the copper matrix
(1).
1. Procédé de fabrication d'un matériau de contact pour des pièces de contact d'interrupteurs
à vide, constitué essentiellement de cuivre (Cu) et de chrome (Cr) en le rapport de
50 à 70 % en poids de Cu et de 30 à 50 % en poids de Cr, comportant les stades de
procédé suivants :
- préparation à partir des poudres des constituants d'un mélange de poudres,
- compression et frittage du mélange de poudres jusqu'à obtention d'une porosité fermée,
- ensuite formage à froid du corps fritté avec un taux de déformation d'au moins 40
%,
- ce qui permet d'obtenir une densification finale avec une densité relative d'au
moins 99 %.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le formage à froid du corps
fritté s'effectue par refoulement.
3. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'il consiste à
utiliser un moule de refoulement ayant un contour proche de la géométrie qui est souhaitée
pour la pièce de contact.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il consiste à
comprimer le mélange de poudres des constituants en des pièces conformées cylindriques
qui contiennent sensiblement la quantité de matière nécessaire pour une pièce de contact.
5. Procédé suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'il consiste à comprimer la
pièce conformée cylindrique par une pression comprise entre 400 et 1000 MPa et, de
préférence, de 800 Mpa.
6. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'il consiste à effectuer le
formage à froid de la pièce frittée par filage à la presse.
7. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il consiste à
comprimer le mélange de poudres des constituants isostatiquement par une pression
de plus de 2000 bar en des pièces conformées cylindriques qui contiennent au moins
vingt fois la quantité de matière nécessaire pour une pièce de contact.
8. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il consiste à
fritter les comprimés de poudres à des températures supérieures au point de fusion
du cuivre, notamment entre 1000°C et 1060°C, sous un vide poussé à une pression P
≦ 10⁻⁴ mbar.
9. Procédé suivant la revendication 8, caractérisé en ce qu'il consiste à effectuer le
processus de frittage au moins partiellement dans de l'hydrogène très pur.
10. Procédé suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mélange
de poudres de cuivre et de chrome contient d'autres additifs pour améliorer les propriétés
de coupure de la pièce de contact, comme par exemple de l'aluminium (Al), du fer (Fe),
du molybdène (Mo), du niobium (Nb), du tantale (Ta), du titane (Ti), du tungstène
(W), du zirconium (Zr) et/ou du tellure (Te), du sélénium (Se), du bismuth (Bi), de
l'antimoine (Sb).
11. Matériau de contact pour des pièces de contact d'interrupteurs sous vide fabriqué
par un procédé suivant la revendication 1 ou l'une des revendications 2 à 10, à base
de cuivre (Cu) et de chrome (Cr), caractérisé en ce que des particules (2) de chrome
sont enrobées dans une matrice (1) de cuivre, en ce que les particules (2) de chrome
sont soudées au cuivre qui les entoure, et en ce que les particules (2) de chrome
s'étendent sous forme de lignes dans la matrice (1) de cuivre.
