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(11) |
EP 0 474 651 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.08.1994 Patentblatt 1994/34 |
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Anmeldetag: 12.05.1990 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9000/341 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9014/929 (13.12.1990 Gazette 1990/28) |
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BOHR- ODER SCHLAGHAMMER MIT KUPPLUNG IM SCHLAGWERKSANTRIEB
DRILL OR PERCUSSION TOOL WITH COUPLING IN THE PERCUSSION DRIVE
MARTEAU PERFORATEUR OU PERCUTEUR AVEC EMBRAYAGE DANS L'ENTRAINEMENT DE LA PERCUSSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE GB LI |
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Priorität: |
31.05.1989 DE 3917644 20.09.1989 DE 3931329
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.1992 Patentblatt 1992/12 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHMID, Wolfgang
D-7024 Filderstadt 4 (DE)
- FAELCHLE, Jörg
D-7445 Bempflingen (DE)
- LAUBENGAIER, Walter
D-7022 Leinfelden-Echterdingen 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 503 507
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DE-A- 3 506 695
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Bohr- oder Schlaghammer nach der Gattung des Anspruchs
1. Aus der DE-A-35 06 695 (= US-A-4 719 976) ist bereits ein motorisch angetriebener
Bohrhammer bekannt, dessen Schlagwerk mittels einer Kupplung zwischen einer vom Motor
angetriebenen Zwischenwelle und dem Bewegungswandlungsgetriebe zur Erzeugung der hin-
und hergehenden Kolbenbewegung abschaltbar ist. Die Kupplungskraft wird dabei von
einem Hebel verstärkt, der von den Reaktionskräften des Schlagwerks beaufschlagt ist.
Die auf die Kupplung ausgeübte Verstärkungskraft wird dabei von einem Stift im Gehäuse
und einem Lager der Zwischenwelle aufgenommen, das in einer besonderen Lagerbrücke
aus Metall abgestützt ist. Die Wirksamkeit der Kraftverstärkung kann durch Toleranzen
des Hebels, des Lagerstifts und der Lagerbrücke vermindert werden. Im Betrieb kann
es unter sehr ungünstigen Bedingungen bei Hitzeentwicklung zum Fließen des Kunststoffgehäuses
und damit zu einer Lageveränderung des Stiftes kommen. Außerdem führt eine erwünschte
Verringerung der Anpreßkraft bei derartigen Hebelkonstruktionen zu einer Verlängerung
des Einrückweges.
[0002] Der erfindungsgemäße Bohr- oder Schlaghammer mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß sowohl Anpreßkraft als auch Anpreßweg
zum Einschalten des Schlagwerks verringert werden. Dies wird durch eine selbstverstärkende
Kupplung erreicht, die zur Erhöhung der Kupplungskraft die Motorkraft des Hammers
ausnutzt.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen 2ff aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in Anspruch 1 angegebenen Hammers möglich. Getriebeverbindungen
mit in Axialrichtung schräg verlaufenden Steuerflächen- oder kurven ermöglichen eine
Umwandlung der Drehbewegung der vom Motor angetriebenen Welle in eine Axialverschiebung
einer Steuerhülse, solange diese eine Differenzdrehzahl zu der Welle aufweist. Das
Merkmal in Anspruch 3 ermöglicht ein gezieltes Einkuppeln der Kupplung dann, wenn
das Schlagwerk tatsächlich gebraucht wird.
[0004] Die Ausbildung des Hammers nach den Ansprüchen 5ff hat den Vorteil, daß die Wirksamkeit
der Kupplungskraftverstärkung unabhängig von Rückwirkungen nicht zugehöriger Bauteile,
wie Gehäuse usw. ist. Dies wird dadurch erreicht, daß die Zwischenwelle nach außen
hin frei von Kupplungskräften ist. Damit entfallen alle von außerhalb, also von Gehäuseteilen,
Hebeln oder dgl. herrührenden Toleranzen, die die Funktion beeinträchtigen. Das Kunststoffgehäuse
nimmt keinerlei Kräfte aus der Kupplungskraftverstärkung auf. Die Maßnahmen der Ansprüche
13 bis 15 betreffen ein weiter Ausführungsbeispiel, das zum schnelleren Auskuppeln
zusätzlich eine Bremseinrichtung aufweist.
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt in einem ersten Ausführungsbeispiel
einen Längsschnitt durch den vorderen Teil eines Bohrhammers, Figur 2 zeigt in einem
zweiten Ausführungsbeispiel einen Längsschnitt durch ein Schlagwerk eines Bohrhammers.
[0006] Der Bohrhammer 2 ist von einem Gehäuse 3 aus Kunststoff umgeben und weist vorne eine
Werkzeughalterung 4 auf, in die ein Werkzeug 5 einsetzbar ist. Innerhalb des Gehäuses
3 befindet sich ein nicht gezeigte Motor, von dem nur das Mototrritzel 7 sichtbar
ist. Das Ritzel 7 kämmt mit einem fest mit einer Welle 8 verbundenen Zahnrad 9. Die
auch als Zwischenwelle bezeichnete Welle 8 ist beidseitig in Lagern 10,11 in dem Gehäuse
3 gelagert. Im Anschluß an das Zahnrad 9 sitzt auf der Zwischenwelle frei drehbar
aber axial fest ein Kupplungsteil 12, auf dem als Antriebsglied 13 eines Bewegungswandlungsgetriebes
14 eine Taumelscheibe angeordnet ist. Die Ausbildung des Taumelscheiben-Getriebes
14 und des davon angetriebenen Schlagwerks 15 ist in der DE-A-35 06 695 (US-A-4 719
976) ausführlich beschrieben.
[0007] Das Kupplungsteil 12 hat auf der dem Zahnrad 9 abgekehrten Seite einen Innenkonus
17 mit einer in spitzem Winkel zur Wellenachse stehenden Kegelmantelfläche. Das Kupplungsteil
12 ist mit einem Sprengring 18 an der Zwischenwelle 8 axial fixiert. Mit dem Kupplungsteil
12 ist ein auf der Welle 8 drehbares und axial verschiebbares Kupplungsteil 20 mit
Außenkonus 21 kuppelbar. Der Außenkonus 21 weist eine dem Innenkonus 17 entsprechende
Kegelmantelfläche auf und ist mit diesem kraftschlüssig kuppelbar. Das Kupplungsteil
20 hat eine von dem festen Kupplungsteil 12 wegweisende, radiale ringförmige Anschlagfläche
22, die zum Angriff eines Betätigungsgliedes für die Kupplung vorgesehen ist.
[0008] Das Kupplungsteil 20 weist weiter eine trommelförmige, die Welle 8 umgebende Steuerhülse
23 auf, die an ihrer der Konusfläche 21 abgewandten Stirnseite eine im wesentlichen
schraubenförmige Steuerfläche 24 hat. Die Steigung der Steuerfläche 24 ist nicht selbsthemmend.
Die Steuerfläche weist einen Sprung mit einem kurzem axial gerichteten Abschnitt 25
auf. An dem Kupplungteil 20 greift eine im Sinne einer Öffnung der Kupplung wirkende
Trennfeder 26 an, die gegen den Sprengring 18 abgestützt ist.
[0009] An der Steuerfläche 24 liegt eine korrespondierende Steuerfläche 27 einer Steuerscheibe
28, fest oder auch einstückig mit der Welle 8 verbunden ist. Die Steuerfläche 27 weist
ebenfalls einen Sprung mit kurzem axial gerichteten Abschnitt 29 auf. Die Steuerscheibe
28 ist einstückig mit einem Stirnrad 30 verbunden, das in ein Zahnrad 31 an der Werkzeugspindel
32 des Motorhammers eingreift und diese permanent drehend antreibt. Neben dem Zahnrad
31 ist an der Hauptspindel ein mit Wälzkörpern versehenes Axiallager 33 angeordnet,
das gegen die Anschlagfläche 22 des Kupplungsteils 20 preßbar ist. Die Hauptspindel
32 ist über die Werkzeughalterung 4 mit dem Werkzeug 5 verbunden und axial in Grenzen
verschieblich. Innerhalb der Hauptspindel ist das Schlagwerk 15 untergebracht.
[0010] Zu Beginn eines Bohrvorganges wird der Motor eingeschaltet, der über die Zahnräder
7, 9, 30 und 31 die Werkzeugspindel antreibt. Das Kupplungsteil 20 wird von der Feder
26 gegen die Steuerscheibe 28 gedrängt, so daß die Steuerflächen 24 und 27 spaltfrei
aneinander und die Abschnitte 25 und 29 einander gegenüber liegen. In dieser Stellung
wird das Kupplungsteil 20 von der Steuerscheibe 28 drehend mitgenommen und verschiebt
sich axial nicht gegenüber der Steuerscheibe 28.
[0011] Sobald das Werkzeug 5 gegen die Bearbeitungsstelle gedrückt wird, verschiebt es die
Werkzeugspindel 32 entsprechend ihrem Axialspiel nach innen. Dabei drängt das Axiallager
33 das verschiebliche Kupplungsteil 20 gegen das feste Kupplungsteil 12. Gleichzeitig
entsteht ein Spalt zwischen den Steuerflachen 24 und 27. Sobald dieser Spalt breiter
als die Länge der Axialabschnitte 25 bzw. 29 wird und die Konusflächen 17 und 21 sich
berühren, wird das Kupplungsteil 20 von dem stillstehenden Kupplungsteil 12 abgebremst
und die Getriebeverbindung 23, 24, 27, 28 wird zum Einrücken der Kupplung und zur
Verstärkung der Kupplungskraft wirksam. Dabei verdrehen sich die Teile 20 und 28 gegeneinander,
sodaß nun die über die Abschnitte 25 und 29 axial hinausstehenden Teile der Steuerflächen
24 und 27 einander berühren, wie dies in Figur 1 dargestellt ist. Das Kupplungsteil
20 wird kraftschlüssig über die Steuerflächen 24 und 27 von der Steuerscheibe 28 drehend
angetrieben und gleichzeitig entgegen der Kraft der Feder 26 axial gegen das Kupplungsteil
12 gepreßt. Dabei verkeilt sich das Kupplungsteil 20 zwischen dem festen Kupplungsteil
12 und der Steuerscheibe 28, womit eine Selbstverstärkung der Kupplungskraft eintritt.
Bei geschlossener Kupplung 12, 20 wird die Drehbewegung der Zwischenwelle 8 über das
Stirnrad 30 und das Kupplungsteil 20 auf das zum Taumelgetriebe 14 gehörige Kupplungsteil
12 übertragen und das Schlagwerk 15 in Gang gesetzt.
[0012] Beim Abheben des Werkzeugs 5 von der Bearbeitungsstelle entfällt der Andruck des
Axiallagers 33 auf das Kupplungsteil 12. Wenn sich nun das Schlagwerk 15 in der Schubphase
befindet, also nicht von der Zwischenwelle 8 aktiv angetrieben wird, sondern beim
Rückhub seinerseits kurzzeitig die Zwischenwelle treibt, fällt kurzzeitig auch die
Selbstverstärkungswirkung der Steuerflächen 24 und 27 weg. In diesem Moment reicht
die Kraft der Feder 26, die Kupplungsteile 12 und 20 auseinanderzutreiben und damit
die Kupplung zu lösen, was zu dem erwünschten Stillstand des Schlagwerks 15 führt.
[0013] Bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel sind Teile, die denen im ersten
Ausführungsbeispiel entsprechen, mit um 100 erhöhten Bezugsziffern versehen. Die Drehung
des Motorritzels 107 wird auf die Welle 108 über ein fest mit dieser verbundenes,
zum Beispiel aufgeschweißtes Zahnrad 109 übertragen. Die Welle 108 ist in zwei Lagern
110 und 111 parallel zur Achse des Motorritzel 107 gelagert. Das Zahnrad 109 bildet
gleichzeitig ein axial feststehendes Kupplungsteil 112 mit einem als Kupplungsfläche
dienenden Innenkonus 117. Mit dem Innenkonus 117 wirkt ein Außenkonus 121 an einem
axial beweglichen Kupplungsteil 120 zusammen. An dem Kupplungsteil 120 ist ein Antriebsglied
113 des Bewegungswandlungsgetriebes 114 angeordnet, mit dem das Schlagwerk 115 angetrieben
wird. Das Kupplungsteil 120 ist drehbar in einem Nadellager 140 und einem Axiallager
141 auf einer Steuerhülse 123 gelagert. Das Kupplungsteil 120 trägt eine Nase 142
die in ausgekuppeltem Zustand der Kupplung mit einem axial feststehenden Bremsblech
143 zusammenwirken kann.
[0014] Die Steuerhülse 123 weist in ihrer inneren Bohrung 119 eine Steuerkurve 124 in Form
einer schraubenlinienförmigen Rille auf. Eine dazu korrespondierende Rille ist als
Steuerkurve 127 in der Welle 108 angeordnet. In den Rillen 124, 127 sind Kugeln 144
gehalten so daß sich ein Kugelgewinde bildet. An der Stirnfläche 122 der Steuerhülse
123 liegt ein Andruckbügel 145 an, der über ein Axiallager 133 mit einer axial verschieblichen
Werkzeugspindel 132 in Verbindung steht. Auf der Werkzeugspindel 132 ist ein Zahnrad
131 befestigt, das mit einem Stirnrad 130 auf der Welle 108 kämmt.
[0015] Die Funktion der Kupplung 112/120 im zweiten Ausführungsbeispiel entspricht der des
ersten Ausführungsbeispiels. Sobald die Werkzeugspindel 132 durch Andruck eines Werkzeugs
gegen eine Bearbeitungsstelle entsprechend ihrem Axialspiel nach innen verschoben
wird, drückt der Andruckhebel 145 gegen die Steuerhülse 123 und verschiebt sie in
Richtung auf das Kupplungsteil 112. Unter Wirksamwerden der Getriebeverbindung 123,
124, 127, 144 gelangt dann das Kupplungsteil 112 in eine Stellung wie dies in Figur
2 gezeigt ist. Dabei wird die Steuerhülse 123 gegenüber der Welle 108 abgebremst und
wegen der Differenzdrehzahl in Folge des Kugelgewindes 124, 127, 144 in Richtung auf
das feststehende Kupplungsteil 112 bewegt.
[0016] Beim Abheben des Werkzeugs vom Gestein wird auch der Andrückhebel 145 von der Stirnfläche
122 abgehoben und die Trennfeder 126 sowie die Gaskräfte des Schlagwerks 115 die phasenweise
Zugkräfte auf das Antriebsglied ausüben, führen zu einem Lösen der Kupplung 112/120.
Bei gelöster Kupplung dreht sich nur noch die Steuerhülse 123 mit der Welle 108 mit;
das Kupplungsteil 120 dreht sich über die Lager 140, 141 relativ zur Steuerhülse 123
und steht gegenüber dem Schlagwerk 115. Das Abschalten des Schlagwerks wird erleichtert
durch das Bremsblech 143 an dem das Kupplungsteil 120 durch Streifen mit seiner Nase
142 abgebremst wird.
[0017] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Ausführungsbeispiele. Vielmehr sind die
einzelnen Merkmale aus den Ausführungsbeispielen auch in anderer Weise miteinander
oder mit Merkmalen aus dem zitierten Stand der Technik kombinierbar, wie z.B. die
Anordnung eines Nadellagers auf der Zwischenwelle zur Lagerung des Kupplungsteils
12.
[0018] Die Kupplung 12/20 bzw. 112/120 kann auch statt rein kraftschlüssig formschlüssig
z. B. mit mehr oder weniger flachen Klauen in Axialrichtung ausgebildet werden.
[0019] Die Trennfeder 26 kann auch in eines der Kupplungsteile 12, 20 integriert sein, z.B.
derart, daß dieses aus Federstahl besteht oder Federstahleinlagen aufweist.
[0020] Die Erfindung ist auch für reine Schlaghämmer geeignet. Dazu brauchten z.B. nur die
Zahnräder 30 und 31 bzw. 130 und 131 fortgelassen zu werden.
1. Bohr- oder Schlaghammer (2) mit einer Werkzeugspindel (32) und einem darin untergebrachten
vorzugsweise pneumatischem Schlagwerk, das über eine zwischen dem Motor und einem
Bewegungswandlungsgetriebe (14) zur Erzeugung einer hin- und hergehenden Kolbenbewegung
angeordneten lösbaren Kupplung (20, 12) zuschaltbar ist, die zwei von einer Trennfeder
(26) auseinander gehaltene Kupplungsteile (12, 20) aufweist, wovon eines (12) axial
fest und das andere Kupplungsteil (20) axial verschiebbar und auf einer vom Motor
angetriebenen Welle (8) gegenüber dieser Welle (8) drehbar angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das axial verschiebliche Kupplungsteil (20, 120) mit der Welle
(8, 108) über eine Getriebeverbindung (23, 24, 27, 28; 123, 124, 127, 144) in Verbindung
steht, die Anteile des Drehmoments der Welle (8, 108) in Form einer axial gerichteten
Schließkraft auf das Kupplungsteil (20, 120) überträgt.
2. Bohr- oder Schlaghammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Welle
(8, 108) eine in Axialrichtung schräg verlaufende Steuerfläche (27, 127) fest verbunden
ist, die mit einer korrespondierenden, ebenfalls schräg verlaufenden, mit dem axial
verschiebbaren Kupplungsteil (20, 120) in Verbindung stehenden Steuerfläche (24, 124)
an einer Steuerhülse (23, 123) zusammenwirkt und die Kupplung (12/20, 112/120) durch
schraubenlinienförmige Verschiebung der Steuerhülse (23, 123) entlang der Steuerkurven
(24, 27, 124, 127) in Eingriff bringbar ist.
3. Bohr- oder Schlaghammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiebbare
Steuerhülse (23, 123) von der axial verschiebbaren Werkzeugspindel (32 132) des Hammers
in Schließrichtung bewegbar ist.
4. Bohr- oder Schlaghammer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Werkzeugspindel (32, 132) und der Steuerhülse (23, 123) ein reibungsminderndes Axiallager
(33, 133) angeordnet ist.
5. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das axial feststehende Kupplungsteil (12) gegenüber der Welle (8) drehbar ist
und die Steuerfläche (27) an einer Steuerscheibe (28) angeordnet ist.
6. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß durch Drehen des axial verschiebbaren Kupplungsteils (20) gegenüber der Steuerscheibe
(28) das Kupplungsteil (20) sowohl mit dem axial festen Kupplungsteil (12) als auch
mit der Steuerscheibe (28) zur Übertragung eines Drehmomentes in Wirkanlage kommt.
7. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das verschiebbare Kupplungsteil (20) unter Wirkung der Trennfeder (26) gegen die
Steuerfläche (24) angepreßt wird.
8. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das axial feste Kupplungsteil (12) an dem Antriebsglied (13) des Bewegungswandlungsgetriebes
(14) angeordnet ist.
9. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerscheibe (28) mit einem Stirnrad zum Drehantrieb der Werkzeugspindel
(32) des Hammers verbunden ist.
10. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerflächen (24, 27) jeweils Sprünge mit axial verlaufenden Abschnitten
(25, 29) zur Drehmitnahme aufweisen, die bei ausgekuppelter Kupplung (12, 20) einander
gegenüber liegen.
11. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Kupplungsteilen (12, 20) eine diese auseinanderdrängende Feder (26)
angeordnet ist.
12. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß eines der Kupplungsteile (12, 20) in Axialrichtung elastisch ist oder elastische
Bereiche aufweist, die bei geschlossener Kupplung eine Öffnungskraft entfalten.
13. Bohr- oder Schlaghammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dessen axial feststehendes
Kupplungsteil auch radial fest mit der Welle verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das axial verschiebbare Kupplungsteil (120) gegenüber der Steuerhülse (123) drehbar
ist.
14. Bohr- oder Schlaghammer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (108)
und die Steuerhülse (123) jeweils spiralförmige Rillen als Steuerkurven (124, 127)
aufweisen, in denen Kugeln (144) gehalten sind.
15. Bohr- oder Schlaghammer nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch eine Bremseinrichtung
mit einem feststehenden Bremsblech (143), an dem das Kupplungsteil (120) in entkuppelter
Axialstellung zur Anlage kommt und abgebremst wird.
1. Hammer drill or percussion hammer (2) comprising a tool spindle (32) and a preferably
pneumatic percussion mechanism which is accommodated therein and which can be put
into action by means of a releasable coupling (20, 12) arranged between the motor
and a movement transforming transmission mechanism (14) for the production of a reciprocating
piston movement and having two coupling parts (12, 20) which are held apart by a separating
spring (26) and of which one (12) is arranged axially fast and the other coupling
part (20) axially displaceably on a shaft (8) driven by the motor, for rotation relative
to said shaft (8), characterized in that the axially displaceable coupling part (20,
120) is connected to the shaft (8, 108) by means of a transmission connection (23,
24, 27, 28; 123, 124, 127, 144) which transmits parts of the torque of the shaft (8,
108) in the form of an axially directed closing force to the coupling part (20, 120).
2. Hammer drill or percussion hammer according to Claim 1, characterized in that a control
surface (27, 127) extending obliquely in the axial direction is made fast to the shaft
(8, 108) and cooperates with a corresponding, likewise obliquely extending control
surface (24, 124) provided on a control sleeve (23, 123) and connected to the axially
displaceable coupling part (20, 120), and the coupling (12/20, 112/120) can be brought
into engagement by helical displacement of the control sleeve (23, 123) along the
control cams (24, 27, 124, 127).
3. Hammer drill or percussion hammer according to Claim 2, characterized in that the
displaceable control sleeve (23, 123) can be moved in the closing direction by the
axially displaceable tool spindle (32, 132) of the drill or hammer.
4. Hammer drill or percussion hammer according to Claim 3, characterized in that a friction-reducing
thrust bearing (33, 133) is arranged between the tool spindle (32, 132) and the control
sleeve (23, 123).
5. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that the axially fixed coupling part (12) is rotatable relative to the shaft (8)
and the control surface (27) is arranged on a control disc (28).
6. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that by means of the rotation of the axially displaceable coupling part (20) relative
to the control disc (28) the coupling part (20) comes into operative contact both
with the axially fast coupling part (12) and with the control disc (28) for the transmission
of a torque.
7. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that the displaceable coupling part (20) is pressed against the control surface
(24) by the action of the separating spring (26).
8. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that the axially fast coupling part (12) is arranged on the drive member (13) of
the movement transforming transmission mechanism (14).
9. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that the control disc (28) is connected to a spur gear for the rotational driving
of the tool spindle (32) of the drill or hammer.
10. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that the control surfaces (24, 27) each have a break having an axially extending
portion (25, 29) for rotational driving, said portions lying opposite one another
when the coupling (12, 20) is disengaged.
11. Hammer drill or percussion hammer according to one of the preceding claims, characterized
in that between the coupling parts (12, 20) a spring (26) forcing them apart is arranged.
12. Hammer drill or percussion hammer according to one of Claims 1 to 10, characterized
in that one of the coupling parts (12, 20) is resilient in the axial direction or
has resilient regions which develop an opening force when the coupling is closed.
13. Hammer drill or percussion hammer according to one of Claims 1 to 4, in which the
axially fixed coupling part is also made radially fast to the shaft, characterized
in that the axially displaceable coupling part (120) is rotatable relative to the
control sleeve (123).
14. Hammer drill or percussion hammer according to Claim 13, characterized in that the
shaft (108) and the control sleeve (123) each have spiral grooves as control cams
(124, 127), in which balls (144) are held.
15. Hammer drill or percussion hammer according to Claim 13 or 14, characterized by a
brake device having a fixed brake plate (143) against which the coupling part (120)
comes to bear and is braked in the uncoupled axial position.
1. Marteau perforateur ou percuteur (2) avec une broche d'outil (32) et avec une percussion
pneumatique logée de préférence dedans, qui peut être mise en marche au moyen d'un
embrayage (12, 20) détachable disposé entre le moteur et un mécanisme de changement
du mouvement (14) servant à produire un mouvement de piston à va et vient, embrayage
qui présente des pièces d'accouplement (12, 20) maintenues séparées l'une de l'autre
par un ressort de séparation (26), l'une de ces pièces (12) étant disposée axialement
de façon fixe et l'autre pièce de l'embrayage (20) étant disposée axialement de façon
à pouvoir se déplacer et à pouvoir tourner sur un arbre (8), entraîné par le moteur,
par rapport à cet arbre (8), marteau perforateur ou percuteur caractérisé en ce que
la pièce de l'embrayage (20, 120) qui coulisse axialement est en liaison avec l'arbre
(8, 108) par l'intermédiaire d'une liaison d'entraînement (23, 24, 27, 28 ; 123, 124,
127, 144) qui transmet les fractions du couple de rotation de l'arbre (8, 108) sous
la forme d'une force de serrage orientée axialement, à la pièce d'embrayage (20, 120).
2. Marteau perforateur ou percuteur selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une
surface de commande (27, 127) s'étendant obliquement dans le sens axial est reliée
de façon solidaire à l'arbre (8, 108), surface qui coopère avec une surface de commande
(24, 124) sur une douille de commande (23, 123), surface qui est en liaison avec une
pièce d'embrayage correspondante (20, 120) s'étendant également de façon oblique,
et pouvant coulisser axialement, et en ce que l'embrayage (12/20, 112/120) peut être
mis en prise par un mouvement de poussée de la douille de commande (23, 123) le long
des courbes de commande (24, 27, 124, 127), mouvement qui suit une ligne hélicoïdale.
3. Marteau perforateur ou percuteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que la
douille de commande qui peut coulisser (23, 123) peut être déplacée par la broche
qui peut coulisser axialement (32, 132) du marteau dans le sens de la fermeture.
4. Marteau perforateur ou percuteur selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on
dispose un roulement axial (33, 133) réduisant les frottements, entre la broche de
l'outil (32, 132) et la douille de commande (23, 123).
5. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la pièce d'embrayage axialement fixe (12) peut tourner par rapport à l'arbre
(8) et la surface de commande (27) est disposée sur un disque de commande (28).
6. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que pour faire tourner la pièce d'embrayage pouvant coulisser axialement (20)
par rapport au disque de commande (28), la pièce d'embrayage (20) vient en position
opérationnelle aussi bien avec la partie axialement fixe de l'embrayage (12) qu'avec
le disque de commande (28) pour transmettre un couple de rotation.
7. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la pièce d'embrayage pouvant coulisser (20) est comprimée sous l'action
du ressort de séparation (26) contre la face de commande (24).
8. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la pièce d'embrayage axialement fixe (12) est disposée sur l'organe d'entraînement
(13) du mécanisme de changement du mouvement (14).
9. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que le disque de commande (28) est relié à une roue droite pour entraîner en
rotation la broche (32) du marteau.
10. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les surfaces de commande (24, 27) présentent respectivement des bossages
avec des découpes (25, 29) s'étendant axialement pour l'entraînement en rotation qui
dans le cas où l'embrayage est débrayé, se trouvent l'une en regard de l'autre.
11. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'entre les pièces de l'embrayage (12, 20) on dispose un ressort (26) qui les
écarte l'une de l'autre.
12. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé
en ce que l'une des pièces de l'embrayage (12, 20) est élastique dans le sens axial
ou présente des zones élastiques qui déploient une force d'ouverture quand l'embrayage
est fermé.
13. Marteau perforateur ou percuteur selon l'une des revendications 1 à 4, dont la pièce
axialement fixe de l'embrayage est reliée également de façon fixe radialement à l'arbre,
marteau caractérisé en ce que la pièce d'embrayage qui peut coulisser axialement (120)
peut tourner par rapport à la douille de commande (123).
14. Marteau perforateur ou percuteur selon la revendication 13, caractérisé en ce que
l'arbre (108) et la douille de commande 123) présentent des rainures en forme de spirale
en tant que courbes de commande (124, 127), dans lesquelles sont maintenues des billes
(144).
15. Marteau perforateur ou percuteur selon la revendication 13 ou 14, caractérisé par
un dispositif de freinage avec une tôle de freinage fixe (143), sur laquelle vient
en appui la pièce d'embrayage (120) en position axiale débrayée et par laquelle elle
est freinée.

