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EP 0 474 983 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.07.1996 Patentblatt 1996/28 |
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Anmeldetag: 19.06.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D04B 1/24 |
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Verfahren zur Herstellung eines formgerechten Flachgestrickes für ein mit Ärmeln versehenes
Kleidungsstück
Method of manufacturing a fashioned flat knitted article for a sleeved garment
Procédé pour la fabrication d'un article tricoté rectiligne façonné pour un vêtement
à manches
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE ES FR GB IT LI |
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Priorität: |
31.08.1990 DE 4027606
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.03.1992 Patentblatt 1992/12 |
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Patentinhaber: H. Stoll GmbH & Co. |
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D-72760 Reutlingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Essig, Horst
W-7435 Hülben (DE)
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Vertreter: Möbus, Rudolf, Dipl.-Ing. |
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Hindenburgstrasse 65 D-72762 Reutlingen D-72762 Reutlingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 811 029 DE-A- 2 803 338 FR-A- 1 525 787 GB-A- 2 114 170
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DE-A- 2 614 283 DE-A- 3 939 584 FR-A- 2 353 665 GB-A- 2 183 264
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines formgerechten Gestrickes
für ein mit Ärmeln versehenes Kleidungsstück auf einer zweibettigen Flachstrickmaschine
mit Nadelbett-Versatzeinrichtung, Maschenumhängeeinrichtung und Mustervorrichtung
mit den aus dem Oberbegriff des Hauptanspruches ersichtlichen Verfahrensmerkmalen.
[0002] Ein solches Verfahren ist durch die EP-A-0 460 915 und teils durch die FR-C-1 525
787 bekannt. Bei dem Verfahren nach der FR-C-1 525 787 werden die Ärmel und das Körperteil
des Kleidungsstückes jeweils als Schlauchabschnitte mit den beiden Nadelbetten der
Flachstrickmaschine gebildet, mit dem Nachteil, daß eine nur aus Rechts/Links-Maschenreihen
bestehende Ware entsteht, die nur eine begrenzte Möglichkeit einer Gestrickmusterung
bietet. Die festen Anfänge der Ärmel und des Körperteiles können nicht als Schlauchware
gefertigt werden, sondern müssen hälftig mittels beider Nadelbetten erstellt werden,
zunächst die eine Hälfte und anschließend die andere Hälfte. Somit muß auch dieses
Gestrick nach seiner Fertigstellung auf einer Nähmaschine nachbearbeitet werden, wo
die Hälften der festen Gestrickanfänge der genannten Gestrickteile miteinander zusammengenäht
werden müssen. Es wird dort vorgeschlagen, die inneren Ärmelränder durch Maschenübertragung
in einen Schulterabschnitt des Schlauchgestrickes einzubinden, was aber bei einer
gleichzeitigen Minderung des Schlauchabschnittes technisch nicht machbar erscheint.
[0003] Bei dem Verfahren nach der EP-A-0 460 915 werden die inneren Ränder der als Flachware
hergestellten Ärmel durch Maschenübertragung in einen auf einen Körperabschnitt folgenden
Schulterabschnitt eingebunden, wobei der Schulterabschnitt mit dem gleichen Fadenführer
gestrickt wird, mit welchem auch der Körperabschnitt des Kleidungsstückes gefertigt
worden ist. Die Maschenreihen des Schulterabschnittes verlaufen dabei aber nur über
die Breite des vorher gebildeten Körperabschnittes, so daß sich bei der Einbindung
der Ärmelränder in den Schulterabschnitt starke Spannungsbelastungen der Maschen des
inneren Ärmelendes ergeben müssen.
[0004] Es sind auch bereits andere Verfahren zum Herstellen eines einstückigen Bekleidungsstückrohlings
auf einer Flachstrickmaschine vorgeschlagen worden. So ist beispielsweise durch die
DE-A 18 11 029 ein Verfahren bekannt, bei welchem an dem flachgestrickten einteiligen
Bekleidungsstückrohling das Stricken an demjenigen Ende beginnt, das die Halsöffnung
in dem fertigen Kleidungsstück begrenzen soll, und dann unter Anwendung der sogenannten
Spickeltechnik die Anzahl der Maschenstäbchen beim Stricken des Schulterbereiches
des Kleidungsstückes erhöht wird, um die Ärmelabschnitte in eine gewünschte Winkellage
zu den Körperteilen des Rohlings zu bringen. In der DE-A 26 14 283 ist ein Verfahren
vorgeschlagen worden, bei welchem der einstückige Bekleidungsstückrohling an den Enden
der Ärmelabschnitte und am halsfernen Ende eines Vorderteiles oder Rückenteiles begonnen
und anschließend im Schulterbereich durch ein fortlaufendes Ineinanderformen der äußeren
Abschnittbereiche entsprechend eines gewünschten Verlaufes der Übergänge zwischen
den Ärmeln und dem Schulterbereich mit durchlaufenden Maschenreihen gestrickt wird.
Aus der DE-C 28 03 338 ist ein Verfahren bekannt, bei welchem die Ärmelabschnitte
eines einstückig hergestellten Kleidungsstückrohlings durch die Bildung von Ausbuchtungen
im Schulterbereich, erzielt durch eine Vergrößerung der Maschenzahl der im allgemeinen
durchgehenden Maschenstäbchen, in eine gewünschte Endlage zu den Körperteilen des
Kleidungsstückrohlings gebracht werden.
[0005] Bei allen vorbekannten Verfahren müssen verschiedene Nachteile in Kauf genommen werden.
Entweder sind zur Herstellung des Kleidungsstückrohlings Flachstrickmaschinen mit
großer Nadelbettlänge erforderlich, oder die Ärmel müssen durch Nähte nicht nur geschlossen,
sondern mindestens teilweise auch noch mit den Körperteilen des Rohgestrickes verbunden
werden. Dabei sind starke Einschränkungen in der Formgebung des fertigen Bekleidungsstückes
und starke Begrenzungen in der Musterungsmöglichkeit der Bekleidungsstückbereiche
gegeben.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
so auszubilden, daß bei dem Gestrick volle Freiheit in der Mustergestaltung der Ärmel
und der Körperteile des Bekleidungsstückes entsprechend den Möglichkeiten einer verwendeten
Mustervorrichtung besteht und die Verbindung der Ärmelteile mit den Körperteilen unter
Vermeidung einer zeitraubenden Spickeltechnik und ohne Nähte im Schulterbereich erreicht
wird.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird mit dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß durch
die im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches aufgeführten Verfahrensmerkmale unter
Bildung eines vollständigen einstückigen Bekleidungsstückrohlings gelöst. Alle in
Verbindung miteinander stehende Bereiche des Bekleidungsstückrohlings liegen als Flachware
vor, so daß Ärmel, Vorderteil und Rückenteil mit großer Gestrickmusterungsmöglichkeit
geschaffen werden können. Beim Einbinden der inneren Ärmelenden in den Schulterbereich
oder die angrenzenden Körperteile wird eine für das Gestrickbild wichtige Spannungsentlastung
der einzubindenden Randmaschen der inneren Ärmelenden erreicht. Der gebildete Bekleidungsstückrohling
weist allseitig feste Ränder auf. Nach Fertigstellung des gesamten Gestrickes und
nach dem Aufeinanderlegen des Vorderteiles und des Rückenteiles kann das Kleidungsstück
durch die Bildung von zwei Seitennähten, welche die Seitenränder von Vorderteil und
Rückenteil miteinander verbinden und welche durch die Achselhöhle verlaufend die Ärmel
schließen, fertiggestellt werden.
[0008] Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung ist keine Spickelbildung im Flachgestrick erforderlich.
Da die Ärmel unter Einsatz gesonderter Fadenführer gestrickt werden, können sie über
ihre volle Länge eine beliebige und auch von der Musterung der Körperteile des Gestrickes
abweichende Musterung aufweisen. Da beim Einschwenken der fertiggestrickten Ärmelbereiche
in den Schulterbereich mit dem für den zwischen den Ärmeln liegenden Körperteil verwendeten
Fadenführer gearbeitet wird, entsteht ein sauberer Maschenübergang ohne die Bildung
von Löchern an den Ansatzstellen der Ärmel. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des
Verfahrens gemäß der Erfindung besteht darin, daß der zuletzt gestrickte Körperteil,
beispielsweise der Rückenteil, mit einem festen Abschluß gestrickt wird. Hierzu kann
beispielsweise am Ende des Rückenteiles ein Patentrand gestrickt werden, wobei erfindungsgemäß
zunächst alle Maschen auf eines der beiden Nadelbetten umgehängt werden, anschließend
eine Netzreihe und je eine Halbschlauchmaschenreihe in jedem Nadelbett gestrickt werden,
bevor auf beiden Nadelbetten der Patentrand in gewünschter Länge gestrickt wird. Zur
Bildung des festen Gestrickabschlusses können erfindungsgemäß zunächst alle Maschen
auf eines der beiden Nadelbetten umgehängt werden und anschließend ein maschenfestes
Abketteln des Gestrickes durch aufeinanderfolgendes Umhängen der einzelnen Maschen
von einem Gestrickrand her in das freie Nadelbett und nach Versatz des freien Nadelbettes
ein einzelnes Rückhängen der Maschen erfolgen. Hierbei, und auch zur Bildung eines
maschenfesten Randes am Halsausschnitt des Flachgestrickes, kann zweckmäßig ein Verfahren
zur Anwendung kommen, das Gegenstand der deutschen Patentanmeldung P 39 39 584.7 vom
30.11.1989 der Anmelderin ist.
[0009] Nachfolgend wird das Verfahren gemäß der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung
näher erläutert.
[0010] Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf ein nach dem Verfahren formgerecht hergestelltes
Flachgestrick;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung eines Flachgestrickes, in welche die Führungsbahnen
der einzelnen eingesetzten Fadenführer eingezeichnet sind;
- Fig. 3
- eine Fadenlaufdarstellung von der Bildung eines festen Abschlusses des zuletzt gefertigten
Körperteiles des Flachgestrickes.
[0011] Fig. 1 zeigt ein einstückig hergestelltes Flachgestrick für einen langärmeligen Pullover,
wie es nach der Freigabe aus der Flachstrickmaschine vorliegt. Das einstückige, auf
einer zweibettigen Flachstrickmaschine mit Nadelbett-Versatzeinrichtung, Maschenumhängeeinrichtung
und Mustervorrichtung hergestellte Flachgestrick gliedert sich in einen Vorderteil
10, zwei Ärmelteile 11, 12, ein Rückenteil 13 und - zwischen Vorderteil 10 und Rückenteil
13 - einen Schulterbereich 14 mit einer schlitzartigen Halsöffnung 15. Jeder Teil
des Flachgestrickes kann eine beliebige Musterung aufweisen. Mit strichpunktierten
Linien sind die beiden Ärmelteile 11 und 12 eingezeichnet, wie sie zunächst zusammen
mit dem Vorderteil 10 auf der Flachstrickmaschine gestrickt werden, um dann beim Fertigstricken
des Vorderteiles 10, des Schulterbereiches 14 und des Anfangs des Rückenteiles 13
mit ihrer Abschlußmaschenreihe 11a, 12a an die vorstehend genannten Körperteile angekoppelt
zu werden, was durch Pfeile 16 angedeutet ist.
[0012] Vorderteil 10 und Rückenteil 13 sowie die beiden Ärmelteile 11, 12 weisen an ihren
freien Enden jeweils einen Ripprand 10b, 11b, 12b, 13b auf. Linien 22 deuten die Nahtlinien
an, entlang welchen das einstückige Flachgestrick nachträglich zu einem Pullover zusammengenäht
wird, nachdem das Flachgestrick entlang der Symmetrielinie S gefaltet worden ist.
Dabei ergeben sich zwei Seitennähte, die vom Körperteil über die Armhöhlen in die
Ärmel verlaufen.
[0013] In der Darstellung des Flachgestrickes in Fig. 2 sind am unteren Rand drei Fadenführer
A, B und C angedeutet, und in den einzelnen Gestrickbereichen ist mit die Führung
der Fadenführer andeutenden Pfeillinien die Gestrickbildung veranschaulicht. Zunächst
wird mit dem Stricken der Rippränder 10b-12b des Vorderteiles 10 und der beiden Ärmel
11 und 12 begonnen. Dabei wird für das Stricken des Vorderteiles 10 der Fadenführer
A, für das Stricken des Ärmelteiles 11 der Fadenführer B und für das Stricken des
zweiten Ärmelteiles 12 der Fadenführer C eingesetzt. Die Pfeillinien A.1, B.1 und
C.1 zeigen die Bewegung der Fadenführer bei der Bildung der einzelnen Maschenreihen.
Wenn die beiden Ärmelteile 11 und 12 mit den Abschlußmaschenreihen 11a und 12a fertiggestrickt
sind, wird nur noch mit dem Fadenführer A weitergearbeitet. Die Pfeillinie A.2 deutet
den Gestrickverlauf in dem Übergangsbereich zwischen dem Vorderteil 10 und dem Rückenteil
13 des Flachgestrickes an, in welchem das Querschwenken der Ärmelteile 11 und 12 und
deren Ankoppelung an die Körperteile des Flachgestrickes erfolgt. An den Maschinenschlittenumkehrstellen
die den Fadenführer-Umkehrstellen 17 entsprechen, werden die Abschlußreihen 11a, 12a
der Ärmelteile 11, 12 maschenweise einwärts umgehängt. Die sich dabei ergebende, durch
eine Klammer 18 angedeutete Verbindung der Ärmelteile 11, 12 mit den angrenzenden
Körperteilen des Flachgestrickes ist in der Flachstrickmaschine natürlich in der Nadelbettrichtung
gestreckt und nimmt erst nach dem Austreten des Gestrickes aus der Maschine die in
Fig. 2 dargestellte Endform an. Um die umgehängten Maschen in dem gestreckten Verbindungsbereich
18 zu entlasten, werden in regelmäßigen Abständen Entlastungsmaschenreihen mit Hilfe
des Fadenführers A gestrickt, die sich jeweils über die Breite des Vorderteiles 10
oder des Schulterbereiches 14 und die gesamte Breite eines der beiden Ärmel 11, 12
erstrecken, bevor dann ein erneutes Umhängen von Maschen zur Fortsetzung des Anhängens
der Ärmelteile 11, 12 erfolgt. Sobald an den Stellen 19 das Anhängen der beiden Ärmelteile
11, 12 an die Körperteile des Flachgestrickes beendet ist, wird unter Einsatz des
Fadenführers A entsprechend der Pfeillinie A.3 der Rückenteil 13 mit einer beliebigen
Musterung angestrickt. Eine strichpunktierte Linie 20 markiert den Übergang des gemusterten
Bereiches des Rückenteiles 13 in seinem Ripprandbereich 13b. Diese Übergangsstelle
und der mit einem maschenfesten Abschlußrand 21 endende Bereich 13b werden nachfolgend
anhand der Fadenlaufdarstellung der Fig. 3 erläutert.
[0014] Am Halsausschnitt 15 wird ebenfalls eine maschenfeste Kettelkante gebildet. Ein Strickverfahren
zur Herstellung einer solchen Kettelkante ist in der deutschen Patentanmeldung P 39
39 584.7 beschrieben.
[0015] Fig. 3 zeigt aufeinanderfolgende Maschenreihen in bekannter Fadenlaufdarstellung,
wobei jede Maschenreihe in ein Strichreihenpaar eingezeichnet ist, von denen die untere
Strichreihe die Nadeln des vorderen Nadelbettes I und die obere Strichreihe die Nadeln
des hinteren Nadelbettes II symbolisiert. Die einzelnen dargestellten Maschenreihen
sind von unten nach oben mit den Buchstaben a, b, c usw. bezeichnet. Die unterste
Maschenreihe a ist eine letzte Rechts/Rechts-Maschenreihe des gemusterten Bereiches
des Rückenteiles 13, vor Erreichen der Übergangsstelle 20. In der anschließenden Maschenreihe
b wird eine 1:1-Randreihe gestrickt und werden alle Maschen des vorderen Nadelbettes
auf Nadeln des hinteren Nadelbettes umgehängt. Anschließend wird eine Maschenreihe
c als sog. Netzreihe mit Nadeln beider Nadelbetten I und II gestrickt. Daran schließt
sich eine nur mit Nadeln des hinteren Nadelbettes II gestrickte Halbschlauchmaschenreihe
d und anschließend eine nur mit Nadeln des vorderen Nadelbettes I gestrickte Halbschlauchmaschenreihe
e an. Auf diese Übergangsmaschenreihen b-e schließen sich dann eine von der Breite
des gewünschten Ripprandbereiches 13b abhängige Anzahl von Rippmaschenreihen f an,
die von den Nadeln beider Nadelbetten in einer für einen sog. Patentrand bekannten
Auswahl der Nadeln gestrickt werden.
[0016] Am Ende 21 des Ripprandbereiches 13b werden in einer Maschenreihe g alle Maschen
des vorderen Nadelbettes auf das hintere Nadelbett umgehängt, und ab dem folgenden
Schlittendurchgang wird ein maschenfestes Abketteln des Gestrickes durch aufeinanderfolgendes
Umhängen der einzelnen Maschen von einem seitlichen Gestrickrand her in das frei gewordene
vordere Nadelbett, und nach einem Versatz dieses freien Nadelbettes durch ein einzelnes
Rückhängen der Maschen in das hintere Nadelbett - wie dies in Fig. 3 ab der Maschenreihe
h angedeutet ist - erreicht. Die Kettelrandbildung erfolgt also in Fig. 3 von rechts
nach links. Dabei erfolgt nach dem Umhängen einer Masche vom hinteren Nadelbett in
das vordere Nadelbett ein Versatz des vorderen Nadelbettes nach links und anschließend
ein Zurückhängen der Masche in das hintere Nadelbett. Auch hier kann ein Verfahren
angewandt werden, wie es in der älteren Patentanmeldung P 39 39 584.7 der Anmelderin
vorgeschlagen wird.
1. Verfahren zur Herstellung eines formgerechten Gestrickes für ein mit Ärmeln versehenes
Kleidungsstück auf einer zweibettigen Flachstrickmaschine mit Nadelbett-Versatzeinrichtung,
Maschenumhängeeinrichtung und Mustervorrichtung, wobei die Ärmel (11, 12) und mindestens
ein Körperteil (10) zunächst mit von gesonderten Fadenführern (A, B, C) zugeführten
Fäden getrennt und von deren Enden her bis zu den inneren Ärmelenden (11a, 12a) gestrickt
und anschließend die Abschlußmaschenreihe der inneren Ärmelenden (11, 12) maschenweise
einwärts in Richtung auf einen an den mindestens einen Körperteil (10) anschließenden,
mit dem für den Körperteil (10) verwendeten Fadenführer (A) gebildeten Schulterbereich
(14) umgehängt wird, bis die inneren Ärmelenden (11a, 12a) vollständig gegen den Schulterbereich
(14) einwärts geschwenkt sind, wobei die Ärmel (11, 12) und die Körperteile (10, 13)
als Flachgestrick mit beliebiger Musterung und mit beiden Nadelbetten (I, II) der
Flachstrickmaschine mit gesonderten Fadenführern (A, B, C) gestrickt werden, und nach
Erreichen der inneren Ärmelenden (11a, 12a) der Schulterbereich (14) zwischen einem
ersten Körperteil (10), beispielsweise Vorderteil, und einem zweiten Körperteil (13),
beispielsweise Rückenteil, unter Einsatz des bisher nur für den ersten Körperteil
(10) verwendeten Fadenführers (A) gestrickt wird und dabei das maschenweise Einwärts-Umhängen
der Abschlußmaschenreihen der inneren Ärmelenden (11a, 12a) in Richtung auf den Schulterbereich
(14) und die beiden Körperteile (12, 13) erfolgt, wobei beim Stricken des Schulterbereiches
(14) zur Entlastung der umgehängten Maschen in regelmäßigen Abständen über den Schulterbereich
(14) und abwechselnd jeweils einen Ärmelabschlußrand durchgehende Entlastungsmaschenreihen
gestrickt werden, bevor ein erneutes Umhängen der Maschen zur Fortsetzung des Anhängens
der Ärmel (11, 12) an den Schulterbereich (14) oder die Körperteile (10, 13) erfolgt,
und ein im Schulterbereich (14) gebildeter Halsausschnitt (15) mit einem im Strickverlauf
gebildeten maschenfesten Rand versehen wird und schließlich unter Einsatz desselben
Fadenführers (A) der zweite Körperteil (13) mit einem festen Abschluß (21) gestrickt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Rückenteiles (13)
ein Ripprandbereich (13b) gestrickt wird, wobei zunächst alle Maschen auf eines der
beiden Nadelbetten (I, II) umgehängt werden, anschließend eine Netzreihe (c) und je
eine Halbschlauchmaschenreihe (d, e) in jedem Nadelbett (I, II) gestrickt werden,
bevor auf beiden Nadelbetten der Ripprand (Maschenreihe f) in gewünschter Länge gestrickt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des festen Gestrickabschlusses
(21) am Rückenteil (13) zunächst alle Maschen auf eines der beiden Nadelbetten (I,
II) umgehängt werden und anschließend ein maschenfestes Abketteln des Gestrickes durch
aufeinanderfolgendes Umhängen der einzelnen Maschen von einem Gestrickrand her in
das freie Nadelbett (I) und nach Versatz des freien Nadelbettes (I) ein einzelnes
Rückhängen der Maschen erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung des maschenfesten
Randes am Halsausschnitt (15) im Strickverlauf von einem Halsausschnittende ausgehend
ein sich wiederholendes Versetzen der Nadelbetten, Umhängen von Maschen und Abstricken
von Maschen erfolgt.
1. Method of manufacturing a fashioned knitted article for a sleeved garment on a rib
flat knitting machine comprising a needle bed racking mechanism, a stitch transfer
mechanism and a patterning attachment, the sleeves (11, 12) and at least one body
part (10) first being knitted separately from their ends to the inner ends (lla, 12a)
of the sleeves with yarns delivered by separate yarn guides (A, B, C) and then the
final course of the inner ends (11, 12) of the sleeves being transferred stitch by
stitch inwardly in the direction of a shoulder region (14) joined to the at least
one body part (10) and formed by the yarn guide (A) used for the body part (10) until
the inner ends (11a, 12a) of the sleeves are swung inwards completely towards the
shoulder region (14), the sleeves (11, 12) and the body parts (10, 13) being knitted
as a flat knitted article with any desired patterning by two needle beds (I, II) of
the flat knitting machine with separate yarn guides (A, B, C), and, once the inner
ends (11a, 12a) of the sleeves have been reached, the shoulder region (14) being knitted
between a first body part (10), e.g. the front part, and a second body part (13),
e.g. the back part, using the yarn guide (A) hitherto used only for the first body
part (10) and the final course of the inner ends (11a, 12a) of the sleeves being transferred
inwardly stitch by stitch in the direction of the shoulder region (14) and the two
body parts (12, 13), wherein when knitting the shoulder region (14), alternate relief
courses traversing a sleeve edge are knitted at regular intervals over the shoulder
region (14) in order to relieve the transferred stitches before the stitches are transferred
once again in order to continue the attachment of the sleeves (11, 12) to the shoulder
region (14) or the body parts (10, 13), and a neckhole (15) formed in the shoulder
region (14) being provided with a non-run edge formed during the knitting operation
and finally the second body part (13) being knitted with a firm edge (21) using the
same yarn guide (A).
2. Method according to claim 1, characterised in that a rib border region (13b) is knitted
at the end of the back part (13), all of the stitches first being transferred to one
of the two needle beds (I, II), then a first course (c) and a combined rib-tubular
course (d, e) being knitted in each needle bed (I, II) before the rib border (course
f) is knitted to the desired length on both needle beds.
3. Method according to claim 1, characterised in that, in order to form the firm knitted
edge (21) on the back part (13), all of the stitches are first transferred to one
of the two needle beds (I, II) and then the knitted article is cast off in a non-run
manner by successively transferring the individual stitches of one knitted edge into
the free needle bed (I) and, following racking of the free needle bed (I), transferring
the stitches back individually.
4. Method according to claim 1, characterised in that, in order to form the non-run edge
at the neckhole (15) during the knitting operation, departing from one end of the
neckhole, there is repeated racking of the needle beds, transfer of stitches and knitting
off of stitches.
1. Procédé de fabrication d'un tricot aux formes, pour une pièce d'habillement pourvue
de manches, sur une machine à tricoter rectiligne à deux bancs équipée d'un dispositif
de déplacement de planche à aiguilles, un dispositif de report-réaccrochage de mailles
et un dispositif à formation de motifs, les manches (11, 12) et au moins une partie
corps (10) étant d'abord tricotées séparément avec des fils amenés depuis des guide-fils
(A, B, C) séparés et le tricotage évoluant depuis leurs extrémités jusqu'aux extrémités
internes (11a, 12a) des manches, puis la rangée de mailles de terminaison des extrémités
internes de manches (11, 12) étant réaccrochée, maille par maille, contre le côté
intérieur dans la direction d'une zone d'épaules (14) se raccordant à au moins une
partie corps (10) et constituée avec le guide-fil (A) utilisé pour la partie corps
(10), jusqu'à ce que les extrémités internes de manches (lla, 12a) soient totalement
tournées contre la zone d'épaules (14), les manches (11, 12) et les parties corps
(10, 13) étant tricotées sous forme de tricot rectiligne avec un motif quelconque
et avec deux planches à aiguilles (I, II) de la machine à tricoter rectiligne, avec
des guide-fils (A, B, C) séparés et, après atteinte des extrémités internes de manches
(11a, 12a) , la zone d'épaules (14) étant tricotée entre une première partie corps
(10), par exemple la partie avant, et une deuxième partie corps (13), par exemple
la partie dos, en utilisant le guide-fil (A) utilisé jusqu'ici seulement pour la première
partie corps (10) et le réaccrochage intérieur, maille par maille, des rangées de
mailles de terminaison des extrémités internes de manches (11a, 12a) s'effectuant
dans la direction de la zone d'épaules (14) et des deux parties corps (12, 13), des
rangées de mailles de décharge étant tricotées lors du tricotage de la zone d'épaules
(14) pour décharger les mailles réaccrochées, ceci étant fait suivant des espacements
réguliers sur la zone d'épaules (14) et en alternant en suivant chaque bordure de
terminaison de manche, avant qu'un nouveau réaccrochage des mailles s'effectue pour
continuer l'accrochage des manches (11, 12) sur la zone d'épaules (14) ou les parties
corps (10,13), et une encolure (15) constituée dans la zone d'épaules (14) étant pourvue
d'une bordure indémaillable constituée dans l'évolution du tricotage, et enfin la
deuxième partie corps (13) étant tricotée avec une terminaison indémaillable (21)
en utilisant le même guide-fil (A).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à l'extrémité de la partie
dos (13) est tricotée une zone de bord (13b), toutes les mailles étant d'abord réaccrochées
sur l'une des deux planches à aiguilles (I, II), puis une rangée de filet (c) et respectivement
une rangée de mailles en demi-tuyau (d, e) étant tricotées dans chaque planche à aiguilles
(I, II) avant de tricoter le bord (rangée de mailles f) à la longueur souhaitée sur
les deux planches à aiguilles.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour constituer la terminaison
indémaillable de tricot (21) sur la partie dos (13), on réaccroche d'abord toutes
les mailles sur l'une des deux planches à aiguilles (I, II), puis on effectue un rabat
indémaillable du tricot en effectuant un réaccrochage successif des différentes mailles,
en partant depuis un bord, dans la planche à aiguilles (I) libre et, après déplacement
de la planche à aiguilles (I) libre, on effectue un réaccrochage individuel des mailles.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour constituer la bordure
à mailles indémaillable sur l'encolure (15), on effectue lors du tricotage, en partant
d'une extrémité d'encolure, une répétition du déplacement des planches à aiguilles,
du report des mailles et du rabattement des mailles.