(57) Eine mikrobielle in-situ Dekontaminierung von mit Xenobiotika verseuchtem Erdreich
war bisher nur durch Auftragen von Mikroorganismen, insbesondere zusammen mit biotensiden
Schäumen, auf die Oberfläche des zu behandelnden Erdreichs erfolgt. Mit einem solchen
Verfahren konnten aber nur die obersten Bodenschichten dekontaminiert werden. Das
neue Verfahren sowie die Vorrichtung zu seiner Durchführung sollen es ermöglichen,
das mit Xenobiotika kontaminierte Erdreich tiefgreifend, möglichst unter Erhalt der
natürlich gewachsenen Bodentextur und angepaßt an großtechnische Erfordernisse zu
entsorgen. Eine an ein Bodenmeliorationsgerät (5) anbringbare Schar (3) ist an ihrer Rückseite
mit über Leitungssysteme (8,9) an unterschiedliche Vorratsbehältnisse (6,7) angeschlossenen
Düsen (10,11) bestückt, die in diskreten Abständen voneinander angebracht unterschiedlichen
Bodentiefenzonen zugeordnet sind. Der von der Schar aufgeschlossene Boden kann in
unterschiedlichen Bodentiefenzonen (1,2,17) gleichzeitig jeweils mit anaeroben, aeroben
und fakultativ anaeroben Mikroorganismen inokuliert werden.
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