| (19) |
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(11) |
EP 0 476 084 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.11.1994 Patentblatt 1994/45 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.03.1991 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9100/270 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9115/673 (17.10.1991 Gazette 1991/24) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFEINSPRITZVENTIL
FUEL INJECTION VALVE
SOUPAPE INJECTRICE DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
07.04.1990 DE 4011372 13.09.1990 DE 4029056
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1992 Patentblatt 1992/13 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHIRMER, Günter
D-7121 Ingersheim (DE)
- LEHR, Walter
D-7000 Stuttgart 30 (DE)
- KELLY, Arnold
Princeton Jct., NJ 08550 (US)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 4 051 826 US-A- 4 150 644 US-A- 4 581 675
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US-A- 4 077 374 US-A- 4 364 342
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoffeinspritzventil für Kraftstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
[0002] Solche Kraftstoffeinspritzventile, auch Kraftstoffeinspritzdüsen genannt, sind beispielsweise
aus der DE 35 40 660 A1 oder DE 37 05 848 A1 bekannt. Die Betätigung des Ventilglieds
erfolgt durch einen Aktuator, der im allgemeinen aus einem Elektromagneten und einer
Schließfeder besteht, die mit einander entgegengesetzten Kräften auf das Ventilglied
einwirken. Durch die Dauer der Erregung des Elektromagneten kann die mittels des Kraftstoffeinspritzventils
in ein Ansaugrohr oder unmittelbar in die Brennkammer der Brennkraftmaschine eingespritzte
Kraftstoffmenge hochgenau dosiert werden. Für eine hohe Ausnutzung des Kraftstoffs
ist eine optimale Verbrennung Voraussetzung und hierfür ist wiederum eine sehr gute
Kraftstoffzerstäubung beim Einspritzen erforderlich. Eine solche versucht man durch
geeignete Ausbildung der Düsenöffnung und hohen Einspritzdruck zu erreichen.
[0003] Aus der DE 28 50 116 A1 ist eine elektrostatische Zerstäubungsvorrichtung zur elektrostatischen
Zerstäubung von fließenden Medien bekannt, die ein von dem Medium durchflossenes Gehäuse
aufweist, in welchem zwei Elektroden im Abstand voneinander angeordnet sind, die an
einer Hochspannung von beispielsweise 100 V bis 30 kV liegen. Mindestens eine Elektrode
ist aus einem für Feldemission von elektrischen Ladungsträgern geeigneten Material
hergestellt. Ein solches Material hat viele feine Spitzen und/oder Kanten, so daß
zum einen an der Elektrodenoberfläche die zur Feldemission notwendigen starken elektrischen
Felder erzeugt werden und zum andern ein ausreichend großer Strom fließt, um auch
bei hohen Fließraten eine ausreichende Aufladung der Flüssigkeit zu erzielen. Als
Beispiel für ein geeignetes Material wird auf ein eutektisches Gemisch aus Uranoxid
und Wolfram hingewiesen, wobei hier das Wolfram in Form feiner Fasern in das Uranoxid
eingelagert ist. Die zweite Elektrode wird bevorzugt aus Platin, Nickel oder rostfreiem
Stahl hergestellt. Von dem durch das elektrische Feld im Zwischenelektrodenraum geführten
Medium werden emittierte Ladungen mitgenommen, und das Medium wird dadurch elektrisch
aufgeladen. Diese Aufladung bewirkt, daß nach Verlassen der Vorrichtung das Medium
zerstäubt. Als Anwendungsgebiete der elektrostatischen Zerstäubungsvorrichtung werden
angegeben: Brenner für Ölheizungen, Spritzeinrichtungen für Insektizide in der Landwirtschaft,
Sprüheinrichtungen zum Auftragen von Farben, Ölen, Kunststoffen auf Gegenstände, Injektionseinrichtungen
für Kraftstoff in Verbrennungsmotoren.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß eine elektrische Aufladung und die Zumessung
des Kraftstoffs im Kraftstoffeinspritzventil selbst durchgeführt wird. Durch die unipolare
elektrische Aufladung des Kraftstoffs zerstäubt dieser aufgrund der zwischen den Ladungen
wirkenden Kräfte. Diese elektrostatische Zerstäubung kann die Zerstäubungsqualität
des Einspritzventils verbessern, indem eine geringere Tröpfchengröße und eine schmale
Tropfengrößenverteilung bewirkt werden. Die elektrostatische Zerstäubung ist unabhängig
von der konstruktiv bedingten Zumeß- und Zerstäubungsfunktion des Kraftstoffeinspritzventils.
Der für die elektrostatische Zerstäubung erforderliche Energieaufwand ist gering und
liegt typischerweise bei 50 bis 100 mW. Aufgrund der elektrischen Aufladung der Tröpfchen
weitet sich der Kraftstoffsprühnebel nach Verlassen der Düsenöffnung selbsttätig auf.
Der Sprühnebel läßt sich durch elektrische und/oder magnetische Felder beeinflußen,
so daß der Sprühnebel geführt bzw. in seiner Gestalt verändert werden kann. Wegen
der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen Tröpfchen wird die Tropfenkoagulation
vermindert. Die Ladung auf den verbrennenden Tröpfchen bzw. Kraftstoffmolekülen beeinflußt
den Verbrennungsablauf positiv. Daneben ist eine Verringerung der Rußentwicklung zu
erwarten, da die geladenen Rußprimärpartikel schlechter koagulieren und somit besser
verbrennen.
[0005] Als Hochspannung für die Elektroden wird bevorzugt eine Gleichspannung verwendet,
wobei vorteilhaft das negative Potential an der Emitter-Elektrode liegt. Die Verwendung
von Wechselspannung ist möglich, wobei dann beide Elektroden Ladungsträger emittieren
können. Die angelegte Hochspannung kann nach Polarität und Betrag zeitlich verändert
werden, wobei die Veränderung im Vergleich zur Dauer des Einspritzzyklus langsam oder
schnell vorgenommen oder mit dem Einspritzzyklus synchronisiert werden kann. Als Elektrodenformen
kommen grundsätzlich Spitzen, Kanten, Kugeln, Platten, Ringe, Tori, koaxiale Ringelektroden
oder andere geometrische Formen in Frage.
[0006] Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Kraftstoffeinspritzventils möglich.
[0007] Durch das Vorsehen einer auf Spannung liegenden dritten Elektrode in Fließrichtung
des Kraftstoffs gesehen nach der Düsenöffnung kann im Außenraum ein elektrische Feld
geformt und damit der Kraftstoffsprühnebel beeinflußt werden.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das Ventilglied als
eine in der Ventilkammer axial geführte Ventilnadel ausgebildet ist, die endseitig
eine mit dem der Düsenöffnung vorgelagerten Ventilsitz zusammenwirkende ringförmige
Schließfläche trägt, ist die Emitter-Elektrode an der der Düsenöffnung zugekehrten
Stirnseite der Ventilnadel angeordnet. Dabei kann einmal die Emitter-Elektrode isoliert
in die Ventilnadel koaxial so eingesetzt werden, daß sie mit einem Kegel stirnseitig
aus dieser vorsteht. Die Hochspannungszuleitung zu der Emitter-Elektrode erfolgt zentral
durch die Ventilnadel hindurch, wobei die elektrische Zuleitung gegenüber der Ventilnadel
isoliert ist. Die Gegenelektrode wird von dem Düsenkörper gebildet, der an einem relativ
zur Emitter-Elektrode positiven Spannungspotential, vorzugsweise an Masse, liegt.
Andererseits kann die Emitter-Elektrode auch von einem an der Stirnseite der Ventilnadel
befestigten Ring aus geeignetem Material gebildet werden, dessen Ringwand sich zum
freien Ende hin verjüngt und in einen ringförmigen Grat ausläuft. In diesem Fall ist
die Gegenelektrode von einer die Düsenöffnung umgebenden Ringfläche gebildet, die
an einem positiven Hochspannungspotential liegt, während die Ventilnadel an einem
relativ zur Gegenelektrode negativen Spannungspotential, vorzugsweise an Masse, angeschlossen
ist. Diese Ausführungsvariante hat den Vorteil, daß die Hochspannungszuführung durch
den Düsenkörper einfacher zu realisieren ist als eine in die bewegliche und typischerweise
schmale Ventilnadel einzufügende, ausreichend zu isolierende Hochspannungsleitung.
[0009] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Emitter-Elektrode in die
isoliert ausgebildete Spitze der Ventilnadel integriert und steht mit einer Ringfläche
aus dieser vor. Die Emitter-Elektrode ist an Hochspannungspotential gelegt. Als Gegenelektrode
dient wiederum der Düsenkörper, hier aber insbesondere eine in die Düsenöffnung eingesetzte
Lochplatte. Dies hat den Vorteil, daß bei vorgegebener Düsenquerschnittsfläche der
Durchmesser der einzelnen austretenden Kraftstoffäden durch die Düsenöffnungen variiert
werden kann. Damit kann die elektrische Feldstärke an der Außenseite der austretenden
Kraftstoffäden gesteuert werden, was vorteilhaft ist, da bei zu hohen Feldstärken
Koronaentladungen an der Kraftstoffoberfläche auftreten, die den Ladezustand des Kraftstoffs
erniedrigen und die Zerstäubungsqualität herabsetzen.
[0010] Die elektrische Hochspannungszuleitung zu der Emitter-Elektrode ist vorteilhaft in
zwei Zuleitungsabschnitte unterteilt, von denen der eine an der Emitter-Elektrode
angeschlossen ist und in dem Außenmantel eines Gleitabschnittes der Ventilnadel endet,
mit welchem die Ventilnadel an der Innenwand des Düsenkörpers verschieblich geführt
ist. Der andere Zuleitungsabschnitt liegt an dem negativen Hochspannungspotential
und endet in der Innenwand des Düsenkörpers. Die beiden Endungsstellen der beiden
Leitungsabschnitte sind relativ zueinander so gelegt, daß sie bei vom Ventilsitz abgehobener
Ventilnadel sich kontaktieren und bei auf dem Ventilsitz aufliegender Ventilnadel
voneinander getrennt sind. Durch diese Art der Hochspannungszuführung liegt die Emitter-Elektrode
nur bei abgehobener Ventilnadel, also nur während des Einspritzvorgangs, an Spannung
und emittiert Ladungen.
[0011] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Ventilnadel stirnseitig
kegelstumpfförmig ausgebildet und trägt auf ihrer endseitigen Kegelstumpffläche einen
Isolierzylinder, der durch die Düsenöffnung hindurchragt. Die Emitter-Elektrode ist
als Ringfläche auf dem Isolierzylinder ausgebildet und über eine durch die Ventilnadel
isoliert hindurchgeführte elektrische Zuleitung an einem negativen Hochspannungspotential
angeschlossen. Die Gegenelektrode wird von dem Düsenkörper gebildet, der an einem
relativ zu der Emitter-Elektrode positiven Spannungspotential, vorzugsweise an Masse,
liegt. Vorteilhaft ist bei dieser Konstruktion, daß sich der Elektrodenabstand während
der Bewegung der Ventilnadel nicht verändert und eine ausgleichende Anpassung der
angelegten Spannung nicht vorgenommen werden muß. Die ringförmige Austrittsfläche
der Emitter-Elektrode erlaubt eine Steuerbarkeit der Oberflächenfeldstärke des austretenden
Kraftstoffs. Die Austritts- oder Oberfläche der ringförmigen Emitter-Elektrode kann
vorteilhaft als spitze Ringkante ausgebildet werden.
[0012] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Emitter-Elektrode von einem
die Düsenöffnung enthaltenden Bereich des Düsenkörpers gebildet, der aus einem für
Feldemission von elektrischen Ladungsträgern geeigneten Material besteht und gegenüber
dem übrigen Düsenkörper elektrisch isoliert ist. Dieser Bereich liegt am negativen
Hochspannungspotential, während die Ventilnadel, die an ihrem der Düsenöffnung zugekehrten
Stirnende eine Kegelspitze trägt, die Gegenelektrode bildet und an Massepotential
gelegt ist. Eine solche Realisierung des elektrostatischen Einspritzventils hat den
Vorteil, daß alle für die elektrische Aufladung erforderlichen Bauteile konstruktiv
einfach in das Einspritzventil eingefügt sind.
[0013] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Emitter-Elektrode als Ringfläche
isoliert in der Ventilkammer unmittelbar vor dem Ventilsitz angeordnet und an Hochspannungspotential
gelegt. Als Gegenelektrode dienen der Düsenkörper und vor allem die Ventilnadel. Durch
diese konstruktive Gestaltung liegt die Aufladezone des Kraftstoffs vor dem Ventilsitz.
Dies ist günstig, da dadurch die Elektroden nicht der äußeren Atmosphäre ausgesetzt
sind und somit nicht verschmutzen. Bei dieser Anordnung kann zwischen den Elektroden
eine Funkenentladung deshalb nicht auftreten, weil keine Gasatmosphäre in den Zwischenelektrodenbereich
eintreten kann. Zusätzlich kann zur Ausbildung eines Mehrstrahleinspritzventils die
Düsenöffnung von einem nicht metallischen Körper, vorzugsweise einem Keramikkörper,
abgeschlossen sein, der ein zur Düsenöffnung koaxiales Sackloch und mindestens eine
unter einem Winkel zur Düsenkörperachse verlaufenden Kraftstoffaustrittsbohrung aufweist,
die im Sackloch mündet. Ein solcher Keramikkörper verhindert, daß die in den Kraftstoff
injizierten elektrischen Ladungen vor Austritt aus dem Kraftstoffeinspritzventil über
den Düsenkörper abfließen.
[0014] Bei einem nach außen öffnenden Kraftstoffeinspritzventil, bei welchem das Ventilglied
von einem Kegelstumpf gebildet wird, der an einer durch die vom Ventilsitz umschlossenen
Öffnung hindurchragenden Betätigungsstange befestigt ist, und bei welcher der Ventilsitz
auf der von der Ventilkammer abgekehrten Seite der Öffnung am Ventilkörper ausgebildet
ist, ist die Emitter-Elektrode wiederum von einer Ringfläche gebildet, die isoliert
am Düsenkörper unmittelbar vor dem Ventilsitz angeordnet ist. Vorzugsweise wird die
Emitter-Elektrode von einer Ringscheibe gebildet, die elektrisch isoliert quer zur
Düsenkörperachse in den Düsenkörper so eingesetzt ist, daß ihr innerer, vorzugsweise
spitz zulaufende Ringrand geringfügig aus der Innenwand des Düsenkörpers vorsteht
oder mit dieser bündig abschließt. Die elektrische Hochspannung wird über den Düsenkörper
zugeführt. Vorteilhaft ist hier neben der Anordnung der Elektroden vor dem Ventilsitz
das Fehlen eines Totvolumens. Dies ist insofern günstig, da die in einem Totvolumen
befindliche Kraftstoffmenge mitunter nur schlecht bzw. nicht zerstäubt das Einspritzventil
verlassen kann.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist auf der freien, vom Ventilsitz
abgekehrten Stirnfläche des Ventilglieds eine stiftförmige Verlängerung befestigt
und/oder am Ende des Düsenkörpers eine koaxiale Ringelektrode isoliert aufgesetzt.
Diese Elektroden im Außenraum gestatten die Erzeugung elektrischer Felder zur Beeinflussung
des geladenen Kraftstoffs nach Verlassen des Kraftstoffeinspritzventils. Beispielsweise
kann durch ein solches externes elektrisches Feld verhindert werden, daß Tröpfchen
aus dem Sprühnebel zurück zur Düsenaußenseite gezogen werden und den Zerstäubungsvorgang
negativ beeinflussen. Ein möglicher Verlängerungsstift kann isoliert an dem Ventilglied
befestigt und an ein geeignetes elektrisches Potential angeschlossen werden, was die
Variationsmöglichkeit für die elektrischen Felder im Außenraum erhöht.
Zeichnung
[0016] Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 bis 8
- jeweils ausschnittsweise einen Längsschnitt eines Einspritzventils für Kraftstoffeinspritzanlagen
gemäß mehreren Ausführungsbeispielen.
- Fig. 9
- eine vergrößerte Darstellung der Ausschnitts IX in Fig. 8.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0017] Das in Fig. 1 im Längsschnitt ausschnittweise dargestellte Kraftstoffeinspritzventil
ist im Wesentlichen bekannt, so daß hier nur das für die Erfindung wesentliche dargestellt
ist. Ein solche Kraftstoffeinspritzventil findet sich als top-feed-Ventil in der DE
35 40 660 und als side-feed-Ventil in der DE 37 05 848 A1 dargestellt und beschrieben.
Es weist im allgemeinen ein hier nicht dargestelltes Ventilgehäuse aus ferromagnetischem
Material auf, das in seinem unteren Ende einen in Fig. 1 mit 10 bezeichneten hohlen
metallischen Düsenkörper aufnimmt. Der Düsenkörper 10 umschließt eine kraftstoffgefüllte
Ventilkammer 11, die über radiale Bohrungen 12 mit einem kraftstoffgefüllten Gehäuseraum
in Verbindung steht, der seinerseits über einen Anschlußstutzen des Ventilgehäuses
mit Kraftstoff versorgt wird. An seinem unteren Ende ist der Düsenkörper 10 kegelstumpfförmig
ausgebildet und trägt in seiner freien Stirnfläche eine koaxiale Düsenöffnung 13.
An der Innenwand des kegelstumpfförmigen Bereiches ist mit Abstand von der Düsenöffnung
13 ein Ventilsitz 14 ausgebildet, der mit einer Ventilschließfläche 15 an einer Ventilnadel
16 zum Öffnen und Schließen des Einspritzventils, mitunter auch Einspritzdüse genannt,
zusammenwirkt. Der Ventilsitz 14 mit aufliegender Ventilnadel 16 begrenzt zusammen
mit den die Düsenöffnung 13 enthaltenden unteren Wandbereich des Düsenkörpers 10 einen
Zwischenraum 19, den der Kraftstoff bei geöffnetem Ventil durchströmt, um dann aus
der Düsenöffnung 13 auszutreten. Die Ventilnadel 16 ist in der Ventilkammer 11 axial
verschieblich geführt, wozu sie zwei durchmessergrößere Gleitabschnitte 17,18 aufweist,
die an der Innenwand des Düsenkörpers 10 anliegen. Wie in Fig. 1 angedeutet, sind
die Gleitabschnitte 17,18 abgeflacht, so daß ein Kraftstoffluß von den Radialbohrungen
12 zu dem Ventilsitz 14 möglich ist. Die Ventilnadel 16 wird von einem hier nicht
dargestellten, im oberen Teil des Ventilgehäuses angeordneten Elektromagneten oder
bei Dieseleinspritzpumpen vom Pumpendruck betätigt. Mittels einer hier nicht dargestellten
Schließfeder wird die Schließfläche 15 der Ventilnadel 16 auf den Ventilsitz 12 aufgepreßt
und das Ventil geschlossen. Zur Einspritzung wird für eine vorgegebene Dauer der Elektromagnet
erregt, dessen Anker mit der Ventilnadel 16 verbunden ist. Der Anker wird angezogen
und die Ventilnadel 16 gegen die Schließfeder vom Ventilsitz 12 abgehoben. Das Einspritzventil
ist für eine vorgegebene Einspritzdauer geöffnet, und Kraftstoff tritt über die Düsenöffnung
13 aus.
[0018] Zur Erzielung einer guten Zerstäubung des austretenden Kraftstoffs in Form eines
Sprühnebels sind in das Kraftstoffeinspritzventil zwei Elektroden 21,22 integriert,
die an einer von einer Hochspannungsquelle 20 gelieferten Hochspannung angeschlossen
sind. Mindestens eine der Elektroden 21,22, die sog. Emitter-Elektrode, besteht aus
einem für Feldemission von elektrischen Ladungsträgern geeignetem Material, während
die andere Elektrode die Gegenelektrode bildet. Ein Beispiel eines solchen Materials
ist ein eutektisches Gemisch aus Uranoxid und Wolram, wobei das Wolfram in Form feiner
Fasern in das Uranoxid eingelagert ist. Das Material hat genügend viele feine Spitzen
oder Kanten, so daß an der Materialoberfläche zur Feldemission ausreichend hohe elektrische
Felder erzeugt werden. Die beiden Elektroden 21,22 sind dabei so angeordnet, daß in
Fließrichtung des Kraftstoffs gesehen unmittelbar vor oder hinter dem Ventilsitz 14
ein den Kraftstoff durchsetzendes elektrisches Feld ausgebildet ist.
[0019] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das elektrische Feld hinter
dem Ventilsitz 14 im Zwischenraum 19 erzeugt. Hierzu ist die Emitter-Elektrode 21
an der Stirnseite der Ventilnadel 16 angeordnet, die den Zwischenraum 19 zur Düsenöffnung
13 hin begrenzt. Die Emitter-Elektrode 21 ist als Zapfen 23 ausgebildet, der stirnseitig
eine Kegelspitze 231 trägt. Der Zapfen 23 ist isoliert in die Ventilnadel 16 derart
eingesetzt, das im wesentlichen die Kegelspitze 231 vorsteht und in den Zwischenraum
19 hineinragt. Hierzu ist der Zapfen 23 in einem Isolierzylinder 24 eingesetzt, der
koaxial in eine von der Stirnseite her eingebrachte Ausnehmung 25 in der Ventilnadel
16 eingesetzt ist. Am flachen Ende ist der Zapfen 23 mit einer elektrischen Anschlußleitung
26 verbunden, die, von einer Isolierhülle 27 umgeben, koaxial durch die Ventilnadel
16 hindurchgeführt ist. Die Emitter-Elektrode 21 ist an dem negativen Hochspannungspotential
der Hochspannungsquelle 20 angeschlossen, während der Düsenkörper 10 ein demgegenüber
positiveres Potential aufweisen muß und hierzu an dem Massepotential der Hochspannungsquelle
20 liegt. Bei geöffnetem Ventil wird der Kraftstoffstrom durch das im Zwischenraum
19 ausgebildete elektrostatische Feld geführt, wobei Ladungen vom Kraftstoff mitgenommen
werden und der Kraftstoff den Zwischenraum 19 elektrisch unipolar aufgeladen durch
die Düsenöffnung 13 verläßt. Aufgrund der so erreichten Aufladung zerstäubt der Kraftstoff
infolge der zwischen den Ladungen wirkenden elektrischen Abstoßungskräfte nach Austritt
aus der Düsenöffnung 13.
[0020] Bei den in den weiteren Fig. 2 - 7 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
eines Kraftstoffeinspritzventils sind diejenigen Bauteile, die mit denen in Fig. 1
übereinstimmen, mit gleichen Bezugszeichen versehen. Diese Kraftstoffeinspritzventile
werden auch nur insoweit beschrieben, als Unterschiede gegenüber dem zu Fig. 1 beschriebenen
Kraftstoffeinspritzventil bestehen.
[0021] Bei dem in Fig. 2 ausschnittweise und im Längsschnitt dargestellten Kraftstoffeinspritzventil
ist die Emitter-Elektrode 21 von einem an der Stirnseite der Ventilnadel 16 befestigten
Ringzylinder 28 gebildet, dessen Ringwand sich zum freien Ende hin verjüngt und in
einen ringförmigen Grat 281 ausläuft. Der Ringzylinder 28 ist in einer Ringnut 29
an der Stirnseite der Ventilnadel 16 eingeklebt. Die Gegenelektrode 22 wird von einer
die Düsenöffnung 13 umgebenden Ringfläche 30 gebildet, die an dem positiven Hochspannungspotential
der Hochspannungsquelle 20 liegt. Konstruktiv wird diese Ringfläche 30 durch eine
elektrisch leitende Platte 31 realisiert die im Bereich der Düsenöffnung 13 quer zur
Düsenkörperachse eingeschoben ist und eine mit der Düsenöffnung 13 kongruente Durchtrittsöffnung
32 trägt. Die Bohrungswand in der Platte 31 kann abgeschrägt werden, so daß die Ringfläche
30 in einer ringförmigen Spitze ausläuft. Die Platte 31 ist mit dem positiven Hochspannungspotential
der Hochspannungsquelle 20 verbunden und gegenüber dem Düsenkörper 10 durch eine die
Platte 31 voll umschließende Isolierschicht 33 elektrisch isoliert. Die die Emitter-Elektrode
21 tragende Ventilnadel 16 ist an dem Massepotential der Hochspannungsquelle 20 angeschlossen.
[0022] Bei dem in Fig. 3 ausschnittweise im Längsschnitt dargestellten Kraftstoffeinspritzventil
trägt die Ventilnadel 16 an ihrem den Zwischenraum 19 begrenzenden Stirnende einen
Isolierkegel 34, an dem die Emitter-Elektrode 21 als Ringfläche 35 ausgebildet ist.
Die Ringfläche 35 wird mittels einer Vollscheibe 36 realisiert, die quer zur Ventilnadelachse
in den Isolierkegel 34 derart eingesetzt ist, daß ihr die Ringfläche 35 bildender
Scheibenrand aus dem Isolierkegel 34 geringfügig vorsteht. Die Vollscheibe 36 ist
mit einer ersten elektrischen Zuleitung 37 verbunden, die in einer Isolierhülse 38
teilweise durch die Ventilnadel 16 hindurchgeführt ist und im Außenmantel des Gleitabschnitts
17 der Ventilnadel 16 endet. Eine zweite elektrische Zuleitung 39 ist an dem negativen
Hochspannungspotential der Hochspannungsquelle 20 angeschlossen und mittels eines
Isolierstücks 40 durch eine in den Düsenkörper 10 im Bereich des Gleitabschnittes
17 der Ventilnadel 16 eingebrachte Radialbohrung 68 hindurchgeführt. Die zweite Zuleitung
39 endet bündig mit der Innenwand des Düsenkörpers 10. Die einander zugekehrten Endflächen
371 und 391 der beiden Zuleitungen 37,39 sind dabei so gelegt, daß sie bei vom Ventilsitz
14 abgehobener Schließfläche 15 der Ventilnadel 16 sich kontaktieren und bei auf dem
Ventilsitz 14 aufliegender Schließfläche 15 voneinander getrennt sind. Dadurch ist
sichergestellt, daß das elektrostatische Feld zwischen der Emitter-Elektrode 21 und
der Gegenelektrode 22 nur bei geöffnetem Einspritzventil während der Einspritzdauer
vorhanden ist. Als Gegenelektrode 22 dient eine in die Düsenöffnung 13 eingesetzte
Lochplatte 41, die über den Düsenkörper 10 mit dem Massepotential der Hochspannungsquelle
20 verbunden ist.
[0023] Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Kraftstoffeinspritzventils
ist die Ventilnadel 16 stirnseitig kegelstumpfförmig ausgebildet, wobei der stirnseitige
Kegelstumpf das gesamte Innere des Düsenkörpers 10 bis hin zur Düsenöffnung 13 ausfüllt.
Die Schließfläche 15 der Ventilnadel 16 wird von einem Teil des Mantels des Kegelstumpfes
gebildet. An der endseitigen Kegelstumpffläche ist ein Isolierzylinder 42 befestigt,
der durch die Düsenöffnung 13 mit Spiel hindurchragt. Die Emitter-Elektrode 21 ist
als Ringfläche 43 im Bereich der Düsenöffnung 13 auf dem Isolierzylinder 42 ausgebildet,
was durch eine Vollscheibe 44 realisiert wird, die quer zur Ventinadelachse in den
Isolierzylinder 42 derart eingesetzt ist, daß ihr die Ringfläche 43 bildender Scheibenumfang
mit dem Außenmantel des Isolierzylinders 42 bündig ist. Die Scheibe 44 ist über eine
elektrische Anschlußleitung 45 mit dem negativen Hochspannungspotential der Hochspannungsquelle
20 verbunden. Die Anschlußleitung 45 ist von einer Isolierhülle 46 umgeben und koaxial
durch die Ventilnadel 16 hindurchgeführt. Der die Gegenelektrode 22 bildende Düsenkörper
10 ist an dem Massepotential der Hochspannungsquelle angeschlossen.
[0024] Bei dem in Fig. 5 ausschnittsweise dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel eines
Kraftstoffeinspritzventils ist die Emitter-Elektrode 21 am Düsenkörper 10 und die
Gegenelektrode 22 an der Ventilnadel 16 ausgebildet. Hierzu ist der die Düsenöffnung
13 enthaltende Bereich 47 des Düsenkörpers 10 aus für Feldemission von elektrischen
Ladungsträgern geeignetem Material hergestellt und gegenüber dem übrigen Düsenkörper
10 elektrisch isoliert. Zu diesem Bereich 47 führt eine gegenüber dem Düsenkörper
10 isolierte Anschlußfahne 48, über die die Emitter-Elektrode 21 an dem negativen
Hochspannungspotential der Hochspannungsquelle 20 angeschlossen ist. Die Ventilnadel
16 trägt an ihrer den Zwischenraum 19 abschließenden Stirnseite eine kleine Kegelspitze
49, die koaxial angeordnet ist und bei geschlossenem Einspritzventil bis hin zur Düsenöffnung
13 reicht. Die Ventilnadel 16 bildet die Gegenelektrode 22 und ist hierzu an das Massepotential
der Hochspannungsquelle 20 gelegt.
[0025] Bei den in Fig. 6 und 7 ausschnittweise im Längsschnitt dargestellten Kraftstoffeinspritzventilen
wird das elektrische Feld vor dem Ventilsitz 14 in der Ventilkammer 11 erzeugt. Hierzu
ist die Emitter-Elektrode 21 als isolierte Ringfläche 50 in der Ventilkammer 11 in
Kraftstoffließrichtung gesehen unmittelbar vor dem Ventilsitz 14 angeordnet und liegt
am negativen oder positiven Hochspannungspotential der Hochspannungsquelle. Zur praktischen
Realisierung dieser Emitter-Elektrode 21 ist eine Ringscheibe 51 quer zur Düsenkörperachse
elektrisch isoliert in den Düsenkörper 10 so eingesetzt, daß ihr innerer, die Ringfläche
50 bildender Ringrand geringfügig aus der Innenwand des Düsenkörpers 10 vorsteht oder
mit dieser bündig abschließt. Der innere Ringrand der Ringscheibe 51 kann abgeschrägt
sein, so daß die Ringfläche 50 spitz zuläuft. Die Ringscheibe 51 ist mit einem elektrischen
Leiter 52 verbunden und über diesen vorzugsweise am negativen Hochspannungspotential
einer Hochspannungsquelle angeschlossen. Die elektrische Isolierung von Ringscheibe
51 und Leiter 52 erfolgt durch eine Isolierschicht 53, die die Ringscheibe 51 und
den Leiter 52 vollständig umschließt.
[0026] Bei dem Kraftstoffeinspritzventil gemäß Fig. 6 ist die Ventilnadel 16 stirnseitig
zu einem Kegel 54 ausgeformt, der den gesamten unteren Raum des Düsenkörpers 10 bis
hin zur Düsenöffnung 13 ausfüllt und bei geschlossenem Ventil mit seiner Spitze durch
die Düsenöffnung 13 hindurchragt. Die Ventilnadel 16 bildet die Gegenelektrode 22
und ist hierzu an das Massepotential der Hochspannungsquelle gelegt. Die Düsenöffnung
13 kann von einem nichtmetallischen Körper, hier einem Keramikkörper 55, abgeschlossen
sein, der endseitig in den Düsenkörper 10 eingesetzt ist und ein zur Düsenöffnung
13 kaoxiales Sackloch 55 trägt. Vom Sackloch 55 aus verlaufen ein oder mehrere Kraftstoffaustrittsbohrungen
57,58 nach außen, die mit der Düsenkörperachse einen spitzen, je nach Anwendungsfall
auch einen rechten Winkel einschließen.
[0027] Im Gegensatz zu den Kraftstoffeinspritzventilen gemäß Fig. 1 - 6 ist das in Fig.
7 ausschnittweise zu sehende Kraftstoffeinspritzventil ein nach außen öffnendes Ventil.
Die vom Ventilsitz 14 umschlossene Ventilöffnung und die Düsenöffnung 13 sind unmittelbar
aneinander angeordnet, so daß der bei den Ventilen gemäß Fig. 1 - 6 vorhandene Zwischenraum
19 entfällt, somit auch jegliches Totvolumen. Das Ventilglied wird von einem Kegelstumpf
59 gebildet, der auf einer mit dem Anker des Elektromagneten verbundenen Betätigungsstange
60 befestigt ist, die durch die Ventilöffnung hindurchragt. Die Schließfläche 15 wird
von einem Teil des Kegelmantels gebildet. Der Ventilsitz 14 ist auf der von der Ventilkammer
11 abgekehrten Seite der Ventilöffnung am Düsenkörper 10 ausgebildet. Im dargestellten
Beispiel ist der Ventilsitz 14 an der Isolierschicht 53 ausgebildet, kann jedoch auch
am Düsenkörper 10 selbst angeordnet sein. Der Kegelstumpf 59 und die Betätigungsstange
60 bilden die Gegenelektrode 22 zur Emitter-Elektrode 21 am Düsenkörper 10 und sind
an dem Massepotential der Hochspannungsquelle angeschlossen. Auf der freien Stirnseite
des Düsenkörpers 10 ist eine Ringelektrode 61 isoliert und koaxial zur Düsenöffnung
13 angeordnet. Außerdem trägt der Kegelstumpf 59 auf seiner äußeren Kegelstumpffläche
einen koaxialen Stift 62. Die Ringelektrode 61 weist ein Potential auf, das zwischen
dem der Emitter-Elektrode 21 und der Gegenelektrode 22 liegt. Der Stift 62 ist elektrisch
leitend mit dem Kegelstumpf 59 verbunden. Durch diese von Ringelektrode 61 und Stift
62 gebildeten Elektroden wird im Außenraum ein elektrisches Feld erzeugt, durch welches
der mit Ladungsträgern geladene Kraftstoff nach Verlassen der Düsenöffnung 13 beeinflußt
und gesteuert werden kann. Der Stift 62 kann auch gegenüber dem Kegelstumpf 59 isoliert
und mit einem geeigneten elektrischen Potential belegt sein, was die Variationsmöglichkeit
für die Erzeugung elektrischer Felder im Außenraum erhöht.
[0028] Bei dem Kraftstoffeinspritzventil gemäß Fig. 8 und 9 ist die Ventilnadel 16 wie bei
Fig. 7 stirnseitig zu einem Kegel 63 ausgeformt, der von der Ventilkammer 11 aus gesehen
jenseits des Ventilsitzes 14 liegt und in den Zwischenraum 19 hineinragt, der von
einer Sacklochbohrung 64 gebildet ist und über die Düsenöffnung 13 bildende Kraftstoffaustrittsbohrungen
65 eine Verbindung nach außen hat. In dem Kegel 63 ist Emittermaterial eingebracht
bzw. ist der Kegel vollständig aus diesem gefertigt und bildet die Emitter-Elektrode
21. Die Ventilnadel 16 ist im unteren, dem Ventilsitz 14 vorgelagerten Bereich der
Ventilkammer 11 vom Kraftstoff umspült und im oberen Bereich der Ventilkammer 11 mit
einem Gleitabschnitt 66 axial verschieblich geführt. Auf dem Gleitabschnitt 66 oder
auf der Innenwand der Ventilkammer 11 im Bereich des Verschiebewegs des Gleitabschnitts
66 ist eine Isolierschicht 67 aufgebracht. Die Ventilnadel 16 ist an einem Hochspannungspotential
angeschlossen, während der Düsenkörper 10 als Gegenelektrode 22 an Masse liegt. Solange
die Ventilnadel 16 auf dem Ventilsitz 14 aufliegt, besteht elektrischer Kontakt zwischen
Emitter-Elektrode 21 und Gegenelektrode 22. Sobald sich die Ventilnadel 16 vom Ventilsitz
14 abhebt, wird der Kontakt unterbrochen und eine Spannung aufgebaut. Diese Ausbildung
des Kraftstoffeinspritzventils ist konstruktiv einfach und besonders für Ventile mit
sehr dünnen Ventilnadeln geeignet.
[0029] Bei allen beschriebenen Kraftstoffeinspritzventilen ist als Hochspannungsquelle eine
Gleichspannungsquelle verwendet. Die Verwendung einer Wechselspannungsquelle ist ebenfalls
möglich, wobei jedoch vorteilhaft beide Elektroden aus einem für Feldemission von
elektrischen Ladungsträger geeigneten Material hergestellt sind, also beide Elektroden
Ladungsträger emittieren. Die angelegte Hochspannung kann im Betrag zeitlich verändert
werden, wobei die Veränderung im Vergleich zur Dauer des Einspritzzykluses langsam
oder schnell oder auch mit dem Einspritzzyklus synchronisiert sein kann. Damit wird
eine Anpassung an veränderliche Elektrodenabstände beim Öffnen und Schließen des Einspritzventils
möglich, der elektrische Aufladevorgang des Kraftstoffs wird kontrollierbar und eine
Veränderung der Zerstäubung während des Einspritzvorgangs räumlich und zeitlich erreichbar.
Die Tröpfchengröße und die Sprühstrahlausbreitung können damit kontrolliert eingestellt
werden.
[0030] Die zur elektrischen Isolierung vorgesehenen Teile wie z.B. Isolierzylinder 24 und
42, Isolierschicht 33 und 53, Isolierhülle 38 und 46, Isolierkegel 34 sowie Isolierstück
40 können aus allen hierfür geeigneten Materialien bestehen, wie Kunststoff (z.B.
Figur 1), Gummi, Glas, Keramik (z.B. Figur 6) u.a.. Die Schraffur dieser elektrisch
isolierenden Teile ist somit nur beispielhaft als Hinweis auf ein bestimmtes isolierendes
Material zu sehen, das aber durch jedes andere isolierende Material ersetzbar ist.
1. Kraftstoffeinspritzventil für Kraftstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen mit
einem hohlen Düsenkörper, der eine kraftstoffgefüllte Ventilkammer einschließt und
endseitig eine Düsenöffnung für den Kraftstoffaustritt trägt, mit einem am Düsenkörper
ausgebildeten Ventilsitz und mit einem zusammen mit dem Ventilsitz die Ventilkammer
abschließenden Ventilglied, das zum Abheben vom und Aufpressen auf den Ventilsitz
axial verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei an einer Hochspannung
liegende Elektroden (21,22) vorgesehen sind, von denen mindestens eine Elektrode bzw.
Emitter-Elektrode (21) aus einem für Feldemission von elektrischen Ladungsträgern
geeigneten Material besteht, daß die eine Elektrode (21 bzw. 22) an dem Ventilglied
(16) und die andere Elektrode (22 bzw. 21) an dem Düsenkörper (10) so angeordnet ist,
daß unmittelbar vor, hinter oder in dem Ventilsitz (14) ein den Kraftstoffluß durchsetzendes
elektrisches Feld ausgebildet ist, und daß die an dem Hochspannungspotential liegende
Elektrode (21 bzw. 22) mindestens für die Dauer der Ventilöffnung gegenüber dem Ventilglied
(16) bzw. dem Düsenkörper (10) isoliert ist.
2. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenöffnung
(13) mindestens eine weitere Elektrode (61,62) in Fließrichtung des Kraftstoffs gesehen
nachgeordnet ist.
3. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied
als eine in der Ventilkammer (11) axial verschieblich geführte Ventilnadel (16) ausgebildet
ist, die endseitig eine mit dem Ventilsitz (14) zusammenwirkende ringförmige Schließfläche
(15) trägt, daß der Ventilsitz (14) der Ventilkammer (11) zugekehrt und mit Abstand
vor der Düsenöffnung (13) angeordnet ist, so daß zwischen dieser und der auf dem Ventilsitz
(14) aufliegenden Ventilnadel (16) ein Zwischenraum (19) vorhanden ist, und daß die
Emitter-Elektrode (21) an der den Zwischenraum (19) begrenzenden Stirnseite der Ventilnadel
(16) liegt.
4. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) in die Ventilnadel (16) koaxial eingesetzt ist und mit einem Kegel (231) stirnseitig
aus dieser in den Zwischenraum (19) vorsteht.
5. Einspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) gegenüber der Ventilnadel (16) isoliert ist und mittels einer zentral durch die
Ventilnadel (16) isoliert hindurchgeführten Anschlußleitung (26) an einem vorzugsweisen
negativen Hochspannungspotential liegt und daß die Gegenelektrode (22) von dem Düsenkörper
(10) gebildet ist, der an einem zum Hochspannungspotential unterschiedlichen Spannungspotential,
vorzugsweise an Masse, liegt (Fig. 1).
6. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) von einem an der Stirnseite der Ventilnadel (16) befestigten Ringzylinder (28)
gebildet ist, dessen Ringwand sich zum freien Ende hin verjüngt und in einen ringförmigen
Grat (281) ausläuft.
7. Einspritzventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenelektrode (22)
von einer die Düsenöffnung (13) umgebenden Ringfläche (30) gebildet ist.
8. Einspritzventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche (30) mittels
einer in dem Düsenkörper (10) im Bereich der Düsenöffnung (13) quer zur Düsenkörperachse
isoliert eingeschobenen elektrisch leitenden Platte (31) realisiert ist, die eine
mit der Düsenöffnung (13) konkruente Durchtrittsbohrung (32) aufweist und an einem
vorzugsweisen positiven Hochspannungspotential liegt, und daß die Ventilnadel (16)
an einem zum Hochspannungspotential unterschiedlichen Spannungspotential, vorzugsweise
an Masse, liegt (Fig. 2).
9. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) von einer Ringfläche (35) auf einem an der Stirnseite der Ventilnadel (16) befestigten
Isolierkegel (34) gebildet ist, die mittels einer durch die Ventilnadel (16) isoliert
hindurchgeführten elektrischen Zuleitung (37,39) an einem vorzugsweisen negativen
Hochspannungspotential liegt, und daß die Gegenelektrode (22) von dem an einem davon
abweichenden Spannungspotential, vorzugsweise an Masse, liegenden Düsenkörper (10)
gebildet ist.
10. Einspritzventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Düsenöffnung (13)
des Düsenkörpers (10) eine Lochplatte (41) eingesetzt ist (Fig. 3).
11. Einspritzventil nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche
(35) mittels einer Scheibe (36) realisiert ist, die quer zur Ventilnadelachse in dem
Isolierkegel (34) derart eingesetzt ist, daß ihr Scheibenrand aus dem Isolierkegel
(34) geringfügig vorsteht. (Fig. 3).
12. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ventilnadel (16) mit mindestens einem im Durchmesser größeren Gleitabschnitt (17,18)
an der Innenwand des Düsenkörpers (10) geführt ist, daß die elektrische Zuleitung
(37,39) zu der Elektroden-Ringfläche (35) in zwei Zuleitungsabschnitte (37,39) unterteilt
ist, von denen der eine Zuleitungsabschnitt (37) an der Ringfläche (35) angeschlossen
ist und in dem Außenmantel des Gleitabschnitts (17) der Ventilnadel (16) endet und
der andere Zuleitungsabschnitt (39) an dem Hochpotential liegt und in der Innenwand
des Düsenkörpers (10) endet, und daß die Endungsstellen (371,391) der beiden Leitungsabschnitte
(37,39) relativ zueinander so gelegt sind, daß sie bei vom Ventilsitz (14) abgehobener
Schließfläche (15) der Ventilnadel (16) sich kontaktieren und bei auf dem Ventilsitz
(14) aufliegender Schließfläche (15) der Ventilnadel (16) voneinander getrennt sind
(Fig. 3).
13. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel (16)
stirnseitig kegelstumpfförmig ausgebildet ist und auf der endseitigen Kegelstumpffläche
einen Isolierzylinder (42) trägt, der durch die Düsenöffnung (13) hindurchragt, daß
die Emitter-Elektrode (21) als Ringfläche (43) auf dem Isolierzylinder (42), vorzugsweise
im Bereich der Düsenöffnung, ausgebildet und über eine durch die Ventilnadel (16)
isoliert hindurchgeführte elektrische Zuleitung (45) an einem vorzugsweisen negativen
Hochspannungspotential liegt und daß die Gegenelektrode (22) von dem Düsenkörper (10)
gebildet ist, der an einem dazu unterschiedlichen Spannungspotential, vorzugsweise
an Masse, liegt (Fig. 4).
14. Einspritzventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche (43)
mittels einer Scheibe (44) realisiert ist, die quer zur Ventilnadelachse in den Isolierzylinder
(42) derart eingesetzt ist, daß ihr Scheibenumfang mit dem Außenmantel des Isolierzylinders
(42) bündig ist (Fig. 4).
15. Einspritzventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) von einem auf der Stirnseite der Ventilnadel (16) angeordneten Kegel (63) gebildet
ist (Fig. 8).
16. Einspritzventil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel (16)
mit mindestens einem Gleitabschnitt (66) an der Innenwand des Düsenkörpers (10) geführt
ist, daß zwischen dem Gleitabschnitt (66) und der Innenwand des Düsenkörpers (10)
eine Isolierschicht (67) angeordnet ist und daß die Ventilnadel (16) oder der Düsenkörper
(10) an einem Hochspannungspotential liegen (Fig. 8).
17. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) von einem die Düsenöffnung (13) enthaltenden Bereich (47) des Düsenkörpers (10)
gebildet ist (Fig. 5).
18. Einspritzventil nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der die Emitter-Elektrode
(21) bildende Bereich (47) des Düsenkörpers (10) gegenüber dem übrigen Düsenkörper
(10) elektrisch isoliert ist und an Hochspannungspotential liegt (Fig. 5).
19. Einspritzventil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied als
eine in der Ventilkammer (11) axial verschieblich geführte Ventilnadel (16) ausgebildet
ist, die endseitig eine mit dem Ventisitz (14) zusammenwirkende Schließfläche (15)
trägt, daß der Ventilsitz (15) der Ventilkammer (11) zugekehrt und mit Abstand vor
der Düsenöffnung (13) angeordnet ist, so daß zwischen dieser und der auf dem Ventilsitz
(14) aufliegenden Ventilnadel (16) ein Zwischenraum (19) vorhanden ist, und daß die
Ventilnadel (16) stirnseitig eine in den Zwischenraum (19) hineinragende Kegelspitze
(49) trägt und an einem zum Hochspannungspotential unterschiedlichen Spannungspotential,
vorzugsweise an Masse, liegt (Fig. 5).
20. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitter-Elektrode
(21) als Ringfläche (50) in der Ventilkammer (11) unmittelbar vor dem Ventilsitz (14)
angeordnet ist.
21. Einspritzventil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche (50)
isoliert am Düsenkörper (10) angebracht ist und an Hochspannungspotential liegt und
das Ventilglied die einem dazu unterschiedlichen Spannungspotential, vorzugsweise
an Masse, liegt.
22. Einspritzventil nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringfläche (50)
von einer Ringscheibe (51) realisiert ist, die elektrisch isoliert quer zur Düsenkörperachse
in den Düsenkörper (10) so eingesetzt ist, daß ihr innerer Ringrand geringfügig aus
der Innenwand des Düsenkörpers (10) vorsteht oder mit dieser bündig abschließt (Fig.
5 und 6).
23. Einspritzventil nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenrand der Ringscheibe
(51) sich in Radialrichtung zu einer ringförmigen Spitze verjüngt.
24. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 20 - 23, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventilglied als eine in der Ventilkammer (11) axial verschieblich geführte Ventilnadel
(16) mit endseitigem Kegel (54) ausgebildet ist, dessen Kegelmantel zumindest teilweise
eine mit dem Ventilsitz (14) zusammenwirkende Schließfläche (15) bildet und der vorzugsweise
durch die Düsenöffnung (13) hindurchragt.
25. Einspritzventil nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenöffnung (13)
von einem Körper (55) aus einem Material mit gegenüber dem Düsenkörper (10) gleicher
oder unterschiedlicher elektrischer Leitfähigkeit abgeschlossen ist, der ein zur Düsenöffnung
(13) koaxiales Sackloch (56) und mindestens eine unter einem Winkel zur Düsenkörperachse
verlaufende, im Sackloch (56) mündende Kraftstoffaustrittsbohrung (57,58) aufweist
(Fig. 6).
26. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 21 - 23, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ventilglied von einem Kegelstumpf (59) gebildet wird, dessen Kegelmantel zumindest
teilweise eine mit dem Ventilsitz (14) zusammenwirkende Schließfläche (15) bildet,
daß der Kegelstumpf (59) an einer durch die vom Ventilsitz (14) umschlossenen Öffnung
hindurchragenden Betätigungsstange (60) befestigt und der Ventilsitz (14) auf der
von der Ventilkammer (11) abgekehrten Seite der Öffnung am Düsenkörper (10) ausgebildet
ist (Fig. 7).
27. Einspritzventil nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelstumpf (59)
auf seiner im Durchmesser größeren freien Kegelstumpffläche eine stiftförmige Verlängerung
(62) trägt und/oder daß am Ende des Düsenkörpers (10) eine Ringelektrode (61) koaxial
zur Düsenöffnung (13) isoliert aufgesetzt ist.
28. Einspritzventil nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die stiftförmige Verlängerung
(62) gegenüber dem Kegelstumpf (59) isoliert ist und an einem relativ zur Ringelektrode
(61) positiven oder negativen Spannungspotential liegt.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal-combustion engines, with
a hollow nozzle body which encloses a fuel-filled valve chamber and, at the end, bears
a nozzle opening for the emergence of the fuel, with a valve seat formed on the nozzle
body and with a valve member which, together with the valve seat, closes off the valve
chamber and can be displaced axially for the purpose of lifting off from and pressing
onto the valve seat, characterised in that at least two electrodes (21, 22) connected
to a high voltage are provided, of which at least one electrode or emitter electrode
(21) is composed of a material suitable for field emission of electrical charge carriers,
in that one electrode (21 or 22) is arranged on the valve member (16) and the other
electrode (22 or 21) is arranged on the nozzle body (10) in such a way that an electric
field passing through the fuel flow is formed directly upstream of, downstream of
or in the valve seat (14), and in that the electrode (21 or 22) connected to the high-voltage
potential is insulated from the valve member (16) or the nozzle body (10) at least
for the duration of the valve opening.
2. Injection valve according to Claim 1 or 2, characterised in that at least one further
electrode (61, 62) is arranged downstream of the nozzle opening (13), as seen in the
direction of flow of the fuel.
3. Injection valve according to Claim 1 or 2, characterised in that the valve member
is designed as a valve needle (16) which is guided in axially displaceable fashion
in the valve chamber (11) and, at the end, bears an annular closing face (15) which
interacts with the valve seat (14), in that the valve seat (14) faces the valve chamber
(11) and is arranged at a distance from and upstream of the nozzle opening (13), with
the result that an intermediate space (19) is present between the said opening and
the valve needle (16) resting on the valve seat (14), and in that the emitter electrode
(21) is situated on that front end of the valve needle (16) which delimits the intermediate
space (19).
4. Injection valve according to Claim 3, characterised in that the emitter electrode
(21) is inserted coaxially into the valve needle (16) and protrudes from the latter
at the front end into the intermediate space (19), with a cone (231).
5. Injection valve according to Claim 4, characterised in that the emitter electrode
(21) is insulated from the valve needle (16) and is connected by means of a connecting
lead (26) passed centrally through the valve needle (16) in insulated fashion to a
preferably negative high-voltage potential, and in that the counterelectrode (22)
is formed by the nozzle body (10), which is connected to a voltage potential different
from the high-voltage potential, preferably to earth (Fig. 1).
6. Injection valve according to Claim 3, characterised in that the emitter electrode
(21) is formed by an annular cylinder (28) which is secured on the front end of the
valve needle (16) and the annular wall of which tapers towards the free end and ends
in an annular ridge (281).
7. Injection valve according to Claim 6, characterised in that the counterelectrode (22)
is formed by an annular face (30) surrounding the nozzle opening (13).
8. Injection valve according to Claim 7, characterised in that the annular face (30)
is realised by means of an electrically conducting plate (31) which is inserted in
insulated fashion in the nozzle body (10) in the region of the nozzle opening (13),
transversely to the axis of the nozzle body, has a passage bore (32) congruent with
the nozzle opening (13) and is connected to a preferably positive high-voltage potential,
and in that the valve needle (16) is connected to a voltage potential different from
the high-voltage potential, preferably to earth (Fig. 2).
9. Injection valve according to Claim 3, characterised in that the emitter electrode
(21) is formed by an annular face (35) on an insulating cone (34) secured on the front
end of the valve needle (16), the said annular face being connected to a preferably
negative high-voltage potential by means of an electrical supply lead (37, 39) passed
through the valve needle (16) in insulated fashion, and in that the counterelectrode
(22) is formed by the nozzle body (10), which is connected to a voltage potential
differing from the said high-voltage potential, preferably to earth.
10. Injection valve according to Claim 9, characterised in that a perforated plate (41)
is inserted in the nozzle opening (13) of the nozzle body (10) (Fig. 3).
11. Injection valve according to Claim 9 or 10, characterised in that the annular face
(35) is realised by means of a disc (36) which is inserted in the insulating cone
(34) transversely to the axis of the valve needle in such a way that its disc edge
protrudes slightly from the insulating cone (34). (Fig. 3).
12. Injection valve according to one of Claims 9 to 11, characterised in that the valve
needle (16) is guided on the inner wall of the nozzle body (10) by at least one sliding
portion (17, 18) of relatively large diameter, in that the electrical supply lead
(37, 39) to the annular electrode face (35) is divided into two supply lead portions
(37, 39), of which one supply lead portion (37) is connected to the annular face (35)
and ends in the outer surface of the sliding portion (17) of the valve needle (16)
and the other supply lead portion (39) is connected to the high potential and ends
in the inner wall of the nozzle body (10), and in that the end points (371, 391) of
the two lead portions (37, 39) are placed in such a way relative to one another that,
with the closing face (15) of the valve needle (16) lifted off from the valve seat
(14), they contact each other and, with the closing face (15) of the valve needle
(16) resting on the valve seat (14), they are separated from each other (Fig. 3).
13. Injection valve according to Claim 3, characterised in that, at the front end, the
valve needle (16) is of frustoconical design and, on the end face of the truncated
cone, bears an insulating cylinder (42) which projects through the nozzle opening
(13), in that the emitter electrode (21) is designed as an annular face (43) on the
insulating cylinder (42), preferably in the region of the nozzle opening, and is connected
via an electrical supply lead (45) passed through the valve needle (16) in insulated
fashion to a preferably negative high-voltage potential, and in that the counterelectrode
(22) is formed by the nozzle body (10), which is connected to a voltage potential
different from the said high-voltage potential, preferably to earth (Fig. 4).
14. Injection valve according to Claim 13, characterised in that the annular face (43)
is realised by means of a disc (44) which is inserted into the insulating cylinder
(42) transversely to the axis of the valve needle in such a way that its disc circumference
is flush with the outer surface of the insulating cylinder (42) (Fig. 4).
15. Injection valve according to Claim 3, characterised in that the emitter electrode
(21) is formed by a cone (63) arranged on the front end of the valve needle (16) (Fig.
8).
16. Injection valve according to Claim 15, characterised in that the valve needle (16)
is guided with at least one sliding portion (66) on the inner wall of the nozzle body
(10), in that an insulating layer (67) is arranged between the sliding portion (66)
and the inner wall of the nozzle body (10) and in that the valve needle (16) or the
nozzle body (10) are connected to a high-voltage potential (Fig. 8).
17. Injection valve according to Claim 1 or 2, characterised in that the emitter electrode
(21) is formed by a region (47) of the nozzle body (10) which contains the nozzle
opening (13) (Fig. 5).
18. Injection valve according to Claim 17, characterised in that that region (47) of the
nozzle body (10) which forms the emitter electrode (21) is electrically insulated
from the remainder of the nozzle body (10) and is connected to high-voltage potential
(Fig. 5).
19. Injection valve according to Claim 18, characterised in that the valve member is designed
as a valve needle (16) which is guided in axially displaceable fashion in the valve
chamber (11) and, at the end, bears a closing face (15) which interacts with the valve
seat (14), in that the valve seat (14) is arranged facing the valve chamber (11) and
at a distance from and upstream of the nozzle opening (13), with the result that an
intermediate space (19) is present between the said opening and the valve needle (16)
resting on the valve seat (14), and in that, on the front end, the valve needle (16)
bears a conical tip (49) projecting into the intermediate space (19) and is connected
to a voltage potential different from the high-voltage potential, preferably to earth
(Fig. 5).
20. Injection valve according to Claim 1 or 2, characterised in that the emitter electrode
(21) is arranged as an annular face (50) in the valve chamber (11), directly upstream
of the valve seat (14).
21. Injection valve according to Claim 20, characterised in that annular face (50) is
attached to the nozzle body (10) in insulated fashion and is connected to high-voltage
potential, and the valve member is connected to a voltage potential different from
the high-voltage potential, preferably to earth.
22. Injection valve according to Claim 21, characterised in that the annular face (50)
is realised by an annular disc (51) which is inserted in electrically insulated fashion
into the nozzle body (10), transversely to the axis of the nozzle body, in such a
way that its inner annular edge protrudes slightly from the inner wall of the nozzle
body (10) or ends flush with the latter (Figs. 5 and 6).
23. Injection valve according to Claim 22, characterised in that the inner wall of the
annular disc (51) tapers in the radial direction to an annular tip.
24. Injection valve according to one of Claims 20-23, characterised in that the valve
member is designed as a valve needle (16) which is guided in axially displaceable
fashion in the valve chamber (11) and has a cone (54) at the end, the lateral surface
of which cone forms, at least in part, a closing face (15) interacting with the valve
seat (14) and which preferably projects through the nozzle opening (13).
25. Injection valve according to Claim 24, characterised in that the nozzle opening (13)
is closed off by a body (55) made of a material having an electrical conductivity
the same as or different from that of the nozzle body (10), the said body having a
blind hole (56) coaxial to the nozzle opening (13) and at least one fuel outlet bore
(57, 58) extending at an angle to the axis of the nozzle body and opening into the
blind hole (56) (Fig. 6).
26. Injection valve according to one of Claims 21-23, characterised in that the valve
member is formed by a truncated cone (59), the lateral surface of which cone forms,
at least in part, a closing face (15) interacting with the valve seat (14), in that
the truncated cone (59) is secured on an actuating rod (60) projecting through the
opening surrounded by the valve seat (14) and the valve seat (14) is formed on the
nozzle body (10) on that side of the opening which faces away from the valve chamber
(11) (Fig. 7).
27. Injection valve according to Claim 26, characterised in that, on its free truncated-cone
face of larger diameter, the truncated cone (59) bears a pin-shaped extension (62)
and/or in that an annular electrode (61) is mounted in insulated fashion on the end
of the nozzle body (10), coaxially to the nozzle opening (13).
28. Injection valve according to Claim 27, characterised in that the pin-shaped extension
(62) is insulated from the truncated cone (59) and is connected to a voltage potential
which is positive or negative relative to the annular electrode (61).
1. Injecteur de carburant pour installations d'injection de carburant de moteurs à combustion
interne avec un corps d'injecteur creux, qui enferme une chambre d'injecteur remplie
de carburant et du côté terminal porte un orifice d'injecteur pour la sortie du carburant,
avec un siège d'injecteur constitué sur le corps de l'injecteur et avec un organe
d'injecteur fermant la chambre d'injecteur en même temps que le siège de l'injecteur,
organe qui peut coulisser axialement pour se soulever du siège de l'injecteur et se
presser sur celui-ci, injecteur de carburant caractérisée en ce qu'au moins deux électrodes
(21, 22) se trouvant sous haute tension sont prévues dont au moins l'une électrode
émettrice (21) est en un matériau approprié pour l'émission par effet de champ d'électrons
porteurs de charges électriques, en ce que l'une des électrodes (21 ou 22) est disposée
sur l'organe de l'injecteur (16) et l'autre électrode (22 ou 21) est disposée sur
le corps de l'injecteur (10) de telle façon que soit constitué un champ électrique
traversant le flux de carburant directement en avant, en arrière ou dans le siège
de l'injecteur (14) et que l'électrode (21 ou 22) se trouvant sous haute tension,
soit au moins pour la durée de l'ouverture de l'injecteur, soit isolée par rapport
à l'organe de l'injecteur (16) ou au corps de l'injecteur (10).
2. Injecteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins une autre
électrode (61, 62) est montée en aval de l'orifice de l'injecteur (13) vu dans le
sens de l'écoulement du carburant.
3. Injecteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'organe de l'injecteur
est constitué comme un pointeau (16) guidé de façon à coulisser axialement dans la
chambre de l'injecteur (11), pointeau qui du côté terminal porte une surface de fermeture
(15) de forme annulaire coopérant avec le siège de l'injecteur (14), en ce que le
siège de l'injecteur (14) est disposé tourné vers la chambre de l'injecteur (11) et
à une certaine distance avant l'orifice de l'injecteur (13), de telle sorte qu'entre
celui-ci et le pointeau (16) reposant sur le siège de l'injecteur (14) il y ait un
espace intermédiaire (19) et que l'électrode émettrice (21) repose sur la face frontale
du pointeau de l'injecteur (16) délimitant l'espace intermédiaire (19).
4. Injecteur selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'électrode émettrice (21)
est montée de façon coaxiale dans le pointeau de l'injecteur (16) et fait saillie
par un cône (231) du côté frontal à partir de celui-ci dans la chambre intermédiaire
(19).
5. Injecteur selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'électrode émettrice (21)
est isolée par rapport au pointeau de l'injecteur (16) et se trouve sous haute tension
négative de préférence au moyen d'une ligne de raccordement (26) passant à travers
le pointeau (16) en étant isolée et en ce que la contre-électrode (22) est formée
par le corps de l'injecteur (10) qui se trouve à un potentiel différent du potentiel
haute tension, de préférence à la masse (figure 1).
6. Injecteur selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'électrode émettrice (21)
est formée par un cylindre annulaire (28) fixé sur la face frontale du pointeau de
l'injecteur (16), cylindre dont la paroi annulaire va en se rétrécissant vers l'extrémité
libre et se termine par une crête de forme annulaire (281).
7. Injecteur selon la revendication 6, caractérisée en ce que la contre-électrode (22)
est formée par une surface annulaire (30) entourant l'orifice de l'injecteur (13).
8. Injecteur selon la revendication 7, caractérisée en ce que la surface annulaire (30)
est réalisée au moyen d'un disque (31) électriquement conducteur enfoncé dans le corps
de l'injecteur (10) dans la zone de l'orifice de l'injecteur (13) perpendiculairement
à l'axe du corps de l'injecteur en étant isolé, disque qui présente un alésage de
passage (32) qui se recouvre avec l'orifice de l'injecteur (13) et se trouve sous
haute tension à un potentiel de préférence positif et en ce que le pointeau de l'injecteur
(16) se trouve à un potentiel différent du potentiel haute tension de préférence à
la masse (figure 2).
9. Injecteur selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'électrode émettrice (21)
est formée par une surface annulaire (35) sur un cône isolant (34) fixé sur la face
frontale du pointeau de l'injecteur (16), cône qui se trouve à un potentiel haute
tension de préférence négatif au moyen d'une ligne électrique d'alimentation passant
à travers le pointeau de l'injecteur (16) en étant isolée et en ce que la contre-électrode
(22) est formée par le corps de l'injecteur (10) se trouvant à une tension s'en écartant,
de préférence à la masse.
10. Injecteur selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'on insère dans l'orifice
de l'injecteur (13) du corps de l'injecteur (10) une plaque à trous (41) (figure 3).
11. Injecteur selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que la surface annulaire
(35) est réalisée au moyen d'une rondelle (36), qui est insérée perpendiculairement
à l'axe du pointeau de l'injecteur dans le cône isolant (34) d'une manière telle que
le bord de la rondelle fait légèrement saillie à partir du cône isolant (34) (figure
3).
12. Injecteur selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisée en ce que le pointeau
de l'injecteur (16) est guidé sur la paroi intérieure du corps de l'injecteur (10)
par au moins une section de glissement de diamètre plus grand, en ce que la ligne
électrique d'alimentation (37, 39) allant à la surface annulaire (35) d'électrode
est subdivisée en deux sections d'alimentation (37, 39), dont l'une, la section d'alimentation
(37) est raccordée à la surface annulaire (35) et se termine dans l'enveloppe extérieure
de la section de glissement (17) du pointeau de l'injecteur (16) et l'autre section
d'alimentation (39) se trouve au potentiel élevé et se termine dans la paroi intérieure
du corps de l'injecteur (10) et en ce que les points terminaux (371, 391) des deux
sections d'alimentation (37, 39) sont mis l'un par rapport à l'autre de telle façon
qu'ils se touchent quand la surface de fermeture (15) du pointeau de l'injecteur (16)
se soulève du siège de l'injecteur (14) et en ce que les points terminaux se séparent
l'un de l'autre quand la surface de fermeture (15) du pointeau de l'injecteur (16)
repose sur le siège de l'injecteur (14) (figure 3).
13. Injecteur selon la revendication 3, caractérisée en ce que le pointeau de l'injecteur
(16) est constitué en forme de tronc de cône frontal et porte sur la surface du tronc
de cône située du côté terminal un cylindre isolant (42), qui pénètre à travers l'orifice
d'injecteur (13), en ce que l'électrode émettrice (21) est constituée sous la forme
d'une surface annulaire (43) sur le cylindre isolant (42) de préférence dans la zone
de l'orifice de l'injecteur et se trouve à un potentiel haute tension de préférence
négative au moyen d'une ligne électrique d'alimentation passant à travers le pointeau
de l'injecteur (16) en étant isolé et en ce que la contre-électrode (22) est formée
par le corps de l'injecteur (10), qui se trouve à un potentiel différent, de préférence
à la masse (figure 4).
14. Injecteur selon la revendication 13, caractérisée en ce que la surface annulaire (43)
est réalisée au moyen d'une rondelle (44) qui est insérée perpendiculairement à l'axe
du pointeau de l'injecteur dans le cylindre isolant (42) de telle façon que le pourtour
de la rondelle affleure à l'enveloppe extérieure du cylindre isolant (42) (figure
4).
15. Injecteur selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'électrode émettrice (21)
est formée par un cône (63) disposé sur la face frontale du pointeau de l'injecteur
(16).
16. Injecteur selon la revendication 15, caractérisée en ce que le pointeau de l'injecteur
(16) est guidé avec au moins une section de glissière (66) sur la paroi intérieure
du corps de l'injecteur (10), en ce qu'entre la section de glissement (66) et la paroi
intérieure du corps de l'injecteur (10), on dispose une couche isolante (67) et en
ce que le pointeau de l'injecteur (16) ou le corps de l'injecteur (10) se trouvent
à un potentiel haute tension (figure 8).
17. Injecteur selon la revendication 1 ou 3, caractérisée en ce que l'électrode émettrice
(21) est formée par une zone (47) du corps de l'injecteur (10) contenant l'orifice
de l'injecteur (13) (figure 5).
18. Injecteur selon la revendication 17, caractérisée en ce que la zone (47) du corps
de l'injecteur (10) formant l'électrode émettrice (21) est isolée électriquement par
rapport au reste du corps de l'injecteur (10) et se trouve à un potentiel haute tension
(figure 5).
19. Injecteur selon la revendication 18, caractérisée en ce que l'organe de l'injecteur
est constitué comme un pointeau de l'injecteur (16) guidé de façon à coulisser axialement
dans la chambre de l'injecteur (11), qui porte du côté terminal une surface de fermeture
(15) coopérant avec le siège de l'injecteur (14), en ce que le siège de l'injecteur
(14) est disposé tourné vers la chambre de l'injecteur (11) et est disposé à une certaine
distance avant l'orifice de l'injecteur (13), de telle sorte qu'entre celui-ci et
le pointeau (16) reposant sur le siège de l'injecteur (14) il y ait un espace intermédiaire
(19) et en ce que le pointeau de l'injecteur (16) porte du côté frontal une pointe
de cône (49) pénétrant dans l'espace intermédiaire (19) et se trouve à un potentiel
différent du potentiel haute tension, de préférence à la masse (figure 5).
20. Injecteur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'électrode émettrice
(21) est disposée sous la forme d'une surface annulaire (50) dans la chambre de l'injecteur
(11) directement avant le siège de l'injecteur (14).
21. Injecteur selon la revendication 20, caractérisée en ce que la surface annulaire (50)
est mise de façon isolée sur le corps de l'injecteur (10) et se trouve à un potentiel
haute tension et l'organe de l'injecteur se trouve à un potentiel différent de préférence
à la masse.
22. Injecteur selon la revendication 21, caractérisée en ce que la surface annulaire (50)
est réalisée par un disque annulaire (51) qui est inséré dans le corps de l'injecteur
(10) perpendiculairement à l'axe du corps de l'injecteur, en étant électriquement
isolé, de telle façon que son bord intérieur annulaire fasse légèrement saillie à
partir de la paroi intérieure du corps de l'injecteur (10) ou se trouve à fleur avec
celle-ci (figures 5 et 6).
23. Injecteur selon la revendication 22, caractérisée en ce que le bord intérieur du disque
annulaire (51) va en se rétrécissant dans le sens radial jusqu'à une pointe de forme
annulaire.
24. Injecteur selon l'une des revendications 20 à 23, caractérisée en ce que l'organe
de l'injecteur est constitué sous la forme d'un pointeau d'injecteur (16), avec un
cône (54) du côté terminal, pointeau guidé de façon à coulisser axialement dans la
chambre de l'injecteur (11), l'enveloppe du cône formant au moins en partie une surface
de fermeture (15) coopérant avec le siège de l'injecteur (14) et le cône pénétrant
de préférence à travers l'orifice de l'injecteur (13).
25. Injecteur selon la revendication 24, caractérisée en ce que l'orifice de l'injecteur
(13) est fermé par un corps (55) qui a la même conductibilité électrique ou une conductibilité
électrique différente par rapport au corps de l'injecteur (10), corps qui présente
un trou borgne (56) coaxial à l'orifice de l'injecteur (13) et au moins un alésage
de sortie de carburant (57, 58) débouchant dans le trou borgne (56) sous un certain
angle par rapport à l'axe du corps de l'injecteur (figure 6).
26. Injecteur selon l'une des revendications 21 à 23, caractérisée en ce que l'organe
de l'injecteur est formé par un tronc de cône (59), dont l'enveloppe forme au moins
en partie une surface de fermeture (15) coopérant avec le siège de l'injecteur (14),
en ce que le tronc de cône (59) est fixé sur une tige d'actionnement (60) pénétrant
à travers l'orifice entouré par le siège de l'injecteur (14) et le siège de l'injecteur
(14) est constitué sur le côté de l'orifice situé à l'opposé de la chambre de l'injecteur
(11) sur le corps de l'injecteur (10) (figure 7).
27. Injecteur selon la revendication 26, caractérisée en ce que le tronc de cône (59)
porte sur sa surface libre, ayant un plus grand diamètre, une prolongation en forme
de tige (62) et/ou en ce qu'à l'extrémité du corps de l'injecteur (10) on met une
électrode annulaire (61) coaxialement à l'orifice de l'injecteur (13) en l'isolant.
28. Injecteur selon la revendication 27, caractérisée en ce que la prolongation en forme
de tige (62) est isolée par rapport au tronc de cône (59) et se trouve à un potentiel
positif ou négatif par rapport à l'électrode annulaire (61).