| (19) |
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(11) |
EP 0 476 246 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.09.1994 Patentblatt 1994/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.07.1991 |
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| (54) |
Möbel-Scharnier mit Montageplatte und Verfahren zur Herstellung derselben.
Furniture hinge with mounting plate and process to manufacture the same
Charnière de meuble avec placque de montage et son procédé de fabrication
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT ES GB IT SE |
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Priorität: |
10.09.1990 DE 4028653
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1992 Patentblatt 1992/13 |
| (73) |
Patentinhaber: KARL LAUTENSCHLÄGER GMBH & CO. KG. |
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D-64354 Reinheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Lautenschläger, Karl
W-6107 Reinheim 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Helber, Friedrich G., Dipl.-Ing. et al |
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Zenz, Helber & Hosbach
Patentanwälte
Scheuergasse 24 64673 Zwingenberg 64673 Zwingenberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 342 293 FR-A- 2 441 709
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DE-A- 3 803 830
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel-Scharnier, dessen am Korpus eines Möbelstücks zu
befestigender Teil eine an der Tragwand des Korpus befestigbare Montageplatte aus
Metallblech und einen verstellbar auf der Montageplatte gehalterten Tragarm aufweist,
wobei die Montageplatte zumindest in einem oberen, dem zu halternden Tragarm zugewandten
Teilabschnitt in Querschnitt umgekehrt U-förmig profiliert ist und im im eingebauten
Zustand korpusinneren Endbereich eine Gewindebohrung für eine den Scharnier-Tragarm
festlegende Befestigungsschraube und an ihrem aus dem Korpusinnern herausweisenden
Ende einen offen mündenden Längsschlitz aufweist, in welchen ein am montageplattenseitigen
unteren Ende eines in eine Gewindebohrung im Tragarm einschraubbaren Gewindeabschnitts
vorgesehener, im Durchmesser verringerter Halsabschnitt eines Gewindestifts eingeschoben
ist, an dessen dem Gewindeabschnitt abgewandten Ende ein im Durchmesser vergrößerter
Haltekopf angesetzt ist, wobei die Länge des Halsabschnitts größer als die Dicke des
Metallblech-Ausgangsmaterials der Montageplatte ist, sowie ein Verfahren zur Herstellung
des Scharniers.
[0002] In mehrfach aufeinanderfolgenden Stanz-Preß-Schritten aus metallischem Bandmaterial
hergestellte Montageplatten setzen sich gegenüber den im Spritzgußverfahren aus Kunststoff
und den im Druckgußverfahren aus Metallegierungen hergestellten Montageplatten in
zunehmendem Maße durch, weil sie gegenüber den Kunststoff-Montageplatten erheblich
höhere Festigkeit und gegenüber den Druckguß-Montageplatten deutlich geringeres Gewicht
bei ebenfalls mindestens gleicher Festigkeit und dementsprechend geringere Herstellungskosten
aufweisen. Außerdem ist es bei der Herstellung der Montageplatten aus federelastischem
Blechmaterial möglich, durch geeignete konstruktive Ausgestaltung die federelastischen
Eigenschaften für Rastmechanismen zu verwenden. Eine solche Anwendung ist beispielsweise
aus der DE-OS 38 03 830 bekannt, welche eine zweiteilige Montageplatte offenbart,
deren Oberteil aus Metallblech hergestellt ist, und die mit dem Unterteil über zwei
integrale federnde Zungen verrastbar ist, dabei jedoch sehr einfach durch zusammendrücken
der Zungen entrastet und dann - gegebenenfalls gemeinsam mit einem auf dem Oberteil
gehaltenen Scharnier-Tragarm - vom Unterteil abgenommen werden kann. Die verstellbare
Halterung des Tragarms eines zugehörigen Möbelscharniers auf der Montageplatte - bzw.
einem oberen Montageplattenteil - erfolgt dabei einerseits durch die in die Gewindebohrung
im korpusinneren Endbereich eingeschraubte und dabei den Tragarm klemmend und - durch
Rastzähne od.dgl. - zusätzlich formschlüssig auf der Montageplatte festlegende Befestigungsschrauben
und andererseits durch einen Gewindestift, dessen Gewindeschaft in einer Gewindebohrung
im vorderen Endbereich des Tragarms eingeschraubt ist, während die Halterung auf der
Montageplatte dadurch längsverschieblich ausgebildet ist, daß am montageplattenseitigen
Ende des Gewindeschafts ein im Durchmesser verringerter gewindeloser Halsabschnitt
angesetzt ist, der dann wieder in einen im Durchmesser vergrößerten Haltekopf übergeht.
Der Halsabschnitt ist in einen vorn offen mündenden Längsschlitz passender Breite
in der Stegfläche der Montageplatte eingeschoben und im Rahmen der Länge des Längsschlitzes
somit verschieblich, jedoch gegen Abheben von der Montageplatte gesichert. Es ist
klar, daß der Halsabschnitt nicht nur in seinem Durchmesser der Breite des Längsschlitzes,
sondern auch in seiner Länge der Materialstärke des Stegabschnitts angepaßt sein muß,
um unzulässiges Spiel zwischen dem Halsabschnitt - und somit dem Scharnier-Tragarm
- und der Montageplatte im vorderen Tragarmbereich zu vermeiden. Gewindestifte mit
Halsabschnitt und Haltekopf für die verstellbare Halterung des Scharnier-Tragarms
werden von den Scharnierherstelltern auch für die Halterung der Tragarme auf Montageplatten
aus Kunststoff und Metall-Druckguß verwendet. Dabei haben die Scharnier-Hersteller
die unterschiedlichen Montageplatten und die Befestigungsmittel für die Tragarme,
d.h. auch die Gewindestifte, so bemessen, daß die Tragarme von Scharnieren in gleicher
Weise auf Montageplatten aus Kunststoff, Metall-Druckguß oder Blech montiert werden
können. Das hat aber zur Folge, daß der Halsabschnitt des Gewindestifts in seiner
Länge entsprechend der Wandstärke der den Längsschlitz seitlich begrenzenden Bereich
von Kunststoff-Montageplatten abgestimmt sein muß. Da Kunststoff vergleichsweise geringere
Festigkeit als Metallblech hat, sind im Schlitzbereich relativ große Wandstärken vorzusehen,
d.h. der Halsabschnitt des Gewindestifts hat eine vorgegebene Länge, welche es bisher
erforderlich machte, daß Blech-Montageplatten aus einem Blechmaterial mit einer Materialstärke
hergestellt wurden, welche etwa der Länge des Halsabschnitts der Gewindestifte entsprach.
Unter dem Gesichtspunkt der Festigkeit waren Montageplatten aus Metallblech solche
Stärke dann in der Regel überdimensioniert. Die Herstellung aus dünnerem Metallblech
verbot sich jedoch, da dann spezielle Gewindestifte mit verkürztem Halsabschnitt hätten
verwendet werden müssen, was die wahlweise Montage der Scharnier-Tragarme auf Montageplatten
aus unterschiedlichen Materialien unmöglich gemacht hätte.
[0003] In der EP-A-0342293 ist in den Figuren 1 bis 3 ein Scharnier der eingangs erwähnten
Art gezeigt, dessen aus Metallblech hergestellte Montageplatte in dem an den den Halsabschnitt
des Gewindestifts aufnehmende Längsschlitz anschließenden Bereich aus der Ebene der
Stegfläche heraus nach oben verformt ist. Der verformte Bereich ist jedoch ersichtlich
breiter als der den Halsabschnitt unten abschließende Haltekopf bemessen. D.h. der
Halsabschnitt des Gewindestifts kann - falls er im Längsschlitz in Richtung der Gewindestift-Längsachse
kein merkliches Spiel haben soll - nur eine der Dicke des Metallblech-Ausgangsmaterials
der Montageplatte im wesentlichen entsprechende Länge haben. Auf einer Montageplatte
aus anderem dickerem Material, z.B. aus Zink-Druckguß, ist das Scharnier mit diesem
Gewindestift also nicht montierbar.
[0004] Aus der EP-A-0342293 ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Scharniers
bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, ein Scharnier mit einer im
Stanz-Preßverfahren hergestellten Montageplatte bzw. einem Montageplattenteil und
ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Scharniers zu schaffen, die bzw. der
aus Blechmaterial mit verringerter Materialstärke hergestellt ist und trotzdem eine
belastbare und spielfreie Halterung von Scharnier-Tragarmen ermöglicht, wobei der
zu Halterung im Bereich des Längsschlitzes in der Stegfläche der Montageplatte dienende
Gewindestift gegenüber den zur Halterung auf Montageplatten aus Kunststoff oder Metall-Druckguß
verwendeten Gewindestift unverändert ist, d.h. eine Montage des Tragarms auf Montageplatten
aus unterschiedlichen Materialien möglich ist.
[0006] Ausgehend von einem Scharnier der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß entlang der den Längsschlitz seitlich begrenzenden Ränder der
Stegfläche der Montageplatte streifenförmige Bereiche um ein solches Maß aus der Ebene
der Stegfläche herausgeformt sind, daß der von der den herausgeformten streifenförmigen
Bereichen gegenüberliegenden Flachseite der unverformten Stegfläche zur gegenüberliegenden
Begrenzungsfläche der herausgeformten streifenförmigen Bereiche parallel zur Gewindestiftachse
gemessene Abstand größer als die Materialstärke der Stegfläche (52) im unverformten
Bereich ist und gleich der Länge des Halsabschnitts des Gewindestifts ist, so daß
der Halsabschnitt in Gewindestift-Längsrichtung im wesentlichen spielfrei im Längsschlitz
der Montageplatte gehalten ist. Somit ist es möglich, im Bereich des Längsschlitzes
der Montageplatte in Richtung der Längserstrekkung des Halsabschnitts des zugehörigen
Gewindestifts eine hinreichende Materialstärke zur Verfügung zu stellen, obwohl die
Materialstärke der Montageplatte deutlich geringer als die Länge des Halsabschnitts
des Gewindestifts ist. Über die reine Funktion von Abstandsleisten, welche den Unterschied
zwischen der Materialstärke der Montageplatte und der Länge des Halsabschnitts des
Gewindestifts ausgleichen, haben die herausgeformten streifenförmigen Bereiche aber
auch noch die Funktion von Versteifungsrippen, welche eine Verbiegung oder Verformung
der seitlichen Schlitzränder entgegenwirken. Die erfindungsgemäße Montageplatte ist
also aus deutlich dünneren Blechmaterialien herstellbar, was - nicht nur wegen des
Preisvorteils des Ausgangsmaterials, sondern auch des geringeren Verschleißes der
Stanz- und Preßwerkzeuge - zu einer wesentlichen Verbilligung der Herstellungskosten
führt.
[0007] Ein weiterer Vorteil der Montageplatte wird sich daraus ergeben, daß auch Gewindestifte
zur Anwendung kommen können, deren an der gewindeschaftabgewandten Stirnseite der
Halsabschnitte angeordneten Halteköpfe unterschiedliche Form haben können. Während
ursprünglich flache scheibenförmige Halteköpfe vorgesehen wurden, sind von der Anmelderin
Gewindestifte mit kugelförmigem oder teilweise kugelförmigem Haltekopf entwickelt
und verwendet worden, welche gegenüber den scheibenförmigen Halteköpfe deutliche Verbesserungen
bezüglich der Verstellbarkeit des Tragarms auf der Montageplatte brachten. Für die
Montage von Scharnier-Tragarmen mit solchen Gewindestiften mit kugel- bzw. kugelabschnittsförmigem
Haltekopf empfiehlt sich eine Weiterbildung der Montageplatte derart, daß die beiden
den Längsschlitz begrenzenden herausgeformten streifenförmige Bereiche die tragwandabgewandte
obere Flachseite der Stegfläche der Montageplatte überragen, und daß der Übergang
der den Längsschlitz begrenzenden Seitenflächen in die tragwandzugewandte Flachseite
der Stegfläche die Form einer sich zur Stegfläche erweiternden Fase hat, wobei diese
Fase unter einem mittleren Winkel von etwa 45° zur zugeordneten Stegfläche und zur
jeweils zugeordneten Längsschlitz-Seitenfläche verlaufen. Der unmittelbar an den Halsabschnitt
anschließende kugelige Bereich des Haltekopfs legt sich dann also an die von diesen
Fasen gebildeten Flächen und nicht etwa eine durch den Stanzschnitt erzeugte scharfe
Kante an. Die Fasen haben dabei zweckmäßig einen im Querschnitt bogenförmigen abgerundeten
Verlauf.
[0008] Bei der Herstellung der Montageplatte für das erfindungsgemäße Scharnier wird neben
den üblichen aufeinanderfolgenden Stanz- und Preßschritten so verfahren, daß vor dem
Arbeitsschritt des Ausstanzens des Längsschlitzes aus dem aus dem Korpusinnern herausweisenden
vorderen Endbereich der Stegfläche im Abstand der seitlich herausgeformten streifenförmigen
Bereiche und über deren Länge ein mittig in Tragarm-Längsrichtung verlaufender, bandförmiger
Stegflächenabschnitt hochgeprägt oder gezogen wird, dessen längsschlitzparallele Breite
größer als die Breite des späteren Längsschlitzes in der fertigen Montageplatte ist,
und daß dann aus dem bandförmigen Stegflächenabschnitt der Längsschlitz herausgestanzt
wird.
[0009] Die die Seitenflächen des Längsschlitzes bildenden Stanzschnitte werden dabei derart
durch den hochgeprägten oder gezogenen bandförmigen Stegflächenabschnitt gelegt, daß
dieser bis auf die an den Längsschlitzrändern verbleibenden hochgekanteten Bereiche
entfernt wird.
[0010] Der mit dem Längsschlitz zu versehende vordere Endbereich der Stegfläche der Montageplatte
wird zweckmäßig vor dem Hochprägen oder -ziehen des langgestreckten bandförmigen Stegflächenabschnitts
insgesamt um das Maß des Überstands der später verbleibenden hochgekanteten streifenförmigen
Bereiche entgegengesetzt zu diesen in eine parallel zur restlichen Stegfläche verlaufende
Ebene verformt. D.h. die freien Oberkanten der hochgekanteten streifenförmigen Bereiche
liegen somit also in Flucht mit dem unverformten Teil der Stegfläche.
[0011] Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer in der erfindungsgemäßen
Weise ausgebildeten, zweiteiligen Montageplatte;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Montageplatte, gesehen in Richtung des Pfeils 2 in Fig. 1,
wobei der im vorliegenden Zusammenhang interessierende obere Montageplattenteil mit
gegenüber dem unteren Montageplattenteil hochgeschwenktem Endbereich und die Endbereiche
beider Montageplattenteile zur veranschaulichung eines dort vorgesehenen Rastmechanismus
aufgebrochen dargestellt sind;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den oberen Montageplattenteil der in den Figuren 1 und 2 gezeigten
Montageplatte in der durch die Pfeile 3-3 in Fig. 4 definierten Schnittebene;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den oberen Montageplattenteil, gesehen in Richtung des Pfeils
4 in Fig. 3;
- Fig. 5
- eine gegenüber der Darstellung in Fig. 4 im Maßstab vergrößerte Darstellung des vorderen
Endbereichs des oberen Montageplattenteils;
- Fig. 6
- eine Ansicht, gesehen in Richtung des Pfeils 6 in Fig. 5;
- Fig. 7
- eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht des oberen Montageplattenteils in einer um 90o
gedrehten Darstellung, wobei zusätzlich der mit dem Gewindestift versehene Tragarm
eines zugehörigen Scharniers im Schnitt dargestellt ist, und der Haltekopf des Gewindestifts
die Form einer flachen Scheibe hat; und
- Fig. 8
- eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht des oberen Montageplattenteils in einer Fertigungs-Vorstufe,
in welcher der Längsschlitz noch nicht aus der Montageplatten-Stegfläche ausgestanzt
ist.
[0012] In den Figuren 1 und 2 ist ein in seiner Gesamtheit mit 30 bezeichnetes erstes Ausführungsbeispiel
einer in der erfindungsgemäßen Weise ausgestalteten Montageplatte gezeigt, auf welcher
der als langgestreckter Tragarm ausgebildete Tragwand-Anschlagteil eines im übrigen
dem Stand der Technik entsprechenden - und deshalb nicht dargestellten - Gelenkscharniers
einstellbar befestigt ist. Hinsichtlich der Art und Weise der Ausgestaltung des auf
der Montageplatte 30 zu befestigenden Scharnier-Tragarms möge es genügen, auf die
Ausgestaltung des in den Figuren 1 und 2 der DE-OS 35 25 279 gezeigten und der zugehörigen
Beschreibung beschriebenen Scharniers zu verweisen.
[0013] Die Montageplatte 30 weist einen langgestreckten leistenförmigen Halterungsabschnitt
32 auf, in dessen rückwärtigem, d.h. ins Korpusinnere weisenden Endbereich innerhalb
eines mit Querriffelungen 34 versehenen Bereichs eine Gewindebohrung 36 vorgesehen
ist, in welche der Schaft einer zur Befestigung des Scharnier-Tragarms dienenden Befestigungsschraube
38 einschraubbar ist. Im vorderen, d.h. aus dem Korpusinnern herausweisenden Endbereich
weist der Halterungsabschnitt 32 eine in der vorderen Stirnfläche des Halterungsabschnitts
32 offen mündende und an der Oberseite für den Durchtritt des Halsabschnitts eines
(nicht gezeigten) Gewindestifts zur Verstellung des Türflügel-Aufschlagmaßes schlitzförmig
geöffnete Aussparungen 39 auf.
[0014] Die Montageplatte 30 ist im dargestellten Fall zweiteilig ausgeführt und setzt sich
aus einem direkt auf der Korpus-Tragwand zu befestigenden unteren Montageplattenteil
40, der nicht aus Metallblech, sondern aus Metall-Druckguß hergestellt ist, und einem
auf dem unteren Montageplattenteil 40 verrasteten, im Rahmen der vorliegenden Erfindung
interessierenden oberen Montageplattenteil 42 (Fig. 2, 3 und 4) aus Metallblech zusammen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Montageplatte 30 als sogenannte Flügelplatte
ausgebildet, bei denen von dem zur einstellbaren Befestigung eines zugehörigen Scharnier-Tragarms
dienenden leistenförmigen mittleren Halterungsabschnitt 32 an gegenüberliegenden Seiten
je ein Flügelansatz 44 vortritt, die üblicherweise zur Befestigung der Montageplatte
auf der Tragwand dienen. Der im wesentlichen den oberen Halterungsabschnitt 32 bildenden
obere Montageplattenteil 42 ist auf dem unteren Montageplattenteil 40 aufgesetzt und
in der nachfolgend noch beschriebenen Weise mit ihm verrastet. Die Flügelansätze 44
sind die äußeren Endabschnitte einer - beispielsweise wiederum im Stanz-Preßverfahren
aus Metallblech - gesondert hergestellten, in einer passenden Ausnehmung in der Unterseite
des unteren Montageplattenteils 40 liegenden und mit diesem verschraubten einstückigen
Flügelplatte. Zur Befestigung der Montageplatte 30 auf einer Korpus-Tragwand werden
(nicht gezeigte) Befestigungsschrauben durch angesenkte Öffnungen 46 in den Flügelansätzen
44 (Fig. 1) in Bohrungen im Korpus-Tragwandteil geschraubt. Die von den Flügelansätzen
44 gebildete Flügelplatte und der untere Montageplattenteil 42 ihrerseits sind durch
eine Befestigungsschraube 48 (Fig. 1 und 2) miteinander verbunden, deren Schaft durch
ein quer zur Montageplatten-Längsrichtung verlaufendes Langloch 50 in eine (nicht
gezeigte) Gewindebohrung in der Flügelplatte eingeschraubt ist. Bei gelockerter Befestigungsschraube
48 ist also eine gewisse, durch die Länge des Langlochs 50 vorgegebene Verschiebung
des unteren Montageplattenteils 44 relativ zur Flügelplatte, d.h. eine Höheneinstellung
eines auf der Montageplatte 30 gehalterten Scharniers möglich.
[0015] Der in den Figuren 3 und 4 gesondert dargestellte obere Montageplattenteil 42 weist
einen umgekehrt U-förmigen Querschnitt auf, d.h. er setzt sich aus einer oberen langgestreckten
Stegfläche 52 und an deren gegenüberliegenden Längsrändern angesetzten, den unteren
Montageplattenteil 40 seitlich teilweise umgreifenden Wangen 54 zusammen, wobei in
der Stegfläche 52 der offen mündende Längsschlitz 39 und eine durchgehende Öffnung
56 vorgesehen ist, welche das Lösen bzw. Anziehen der Befestigungsschraube 48 ermöglicht.
Im rückwärtigen, d.h. ins Korpusinnere weisenden Endbereich ist die Stegfläche 52
in Abwärtsrichtung zu einer Stirnwand 58 umgekantet, in welcher eine querverlaufende,
fensterartige Öffnung 60 (oder zwei in seitlichem Abstand benachbarte fensterartige
Öffnungen 60) vorgesehen sind.
[0016] Durch einen vom korpusinneren Ende her parallel zur Stegfläche 52 in die Wangen 54
eingearbeiteten Trennschnitt oder Schlitz 62 sind in den rückwärtigen Bereichen der
Wangen langgestreckte streifenförmige Abschnitte freigeschnitten, welche die im folgenden
noch näher erläuterten federnden Zungen 64 bilden, die ihrerseits Teil eines Rastmechanismus
sind, welche die lösbare Verrastung des rückwärtigen Endes des oberen und des unteren
Montageplattenteils 42 bzw. 40 ermöglicht.
[0017] Die die Zungen bildenden freigeschnittenen streifenförmigen Abschnitte 64 sind also
an ihrem Vorderende einstückig mit den Wangen 54 verbunden.Die Zungen verbiegen sich
bei seitlich aufgebrachtem Druck vorzugsweise im Bereich der Zungen-Teilabschnitte
66 federnd elastisch. Im Anschluß an den federnden Teilabschnitt 66 ist jeweils ein
Zungenabschnitt 68 schräg nach außen und ins Korpusinnere weisend gebogen, an welchen
sich jeweils ein in eine etwa parallel zur Längsmittelachse verlaufende Lage zurückgebogener,
eine Handhabe bildender Zungenabschnitt 70 anschließt, von dem wiederum jeweils ein
Zungenabschnitt 72 nach innen zur Längsmittelachse umgekantet ist, von welchem schließlich
jeweils ein letzter, den eigentlichen Rastabschnitt 74 der jeweiligen federnden Zunge
64 bildender Zungenabschnitt zurückgekantet ist, und zwar so, daß diese Zungen- oder
Rastabschnitte 74 durch die fensterartige(n) Öffnung(en) 60 in der rückwärtigen Stirnwand
58 hindurch ins Innere des oberen Montageplattenteils 42 eintreten.
[0018] Im vorderen Endbereich ist in jeder Wange 54 des oberen Montageplattenteils 42 je
eine schräg nach rückwärts geöffnete Hakenaufnahme 76 mit einer abschnittsweise kreisbogenförmigen
Eingriffsfläche ausgebildet.
[0019] Den Hakenaufnahmen 76 sind am unteren Montageplattenteil 40 seitlich vortretende
Hakenvorsprünge 78 mit ebenfalls zumindest abschnittsweise komplementär kreisbogenförmig
ausgebildeten Eingriffsflächen zugeordnet, so daß es möglich ist, die Hakenaufnahmen
76 des oberen Montageplattenteils 52 mit hochgeschwenktem rückwärtigem Ende in der
in Fig. 2 veranschaulichten Weise über die Hakenvorsprünge 78 zu führen und dann nach
Anlage der Eingriffsflächen aneinander das rückwärtige Ende des oberen Montageplattenteils
42 in Abwärtsrichtung auf den unteren Montageplattenteil 40 herabzuschwenken. Dabei
treten dann die ins Innere des Montageplattenteils 52 zurückgekanteten Rastabschnitte
74 der Zungen 64 in eine am rückwärtigen Ende des unteren Montageplattenteils 40 vorgesehene,
an der Oberseite und der rückwärtigen Stirnkante offen mündende Aussparung 80 ein,
welche an der Oberseite durch einwärts aufeinanderzu gerichtete Vorsprünge 82 verengt
ist. An der Unterseite bilden die leistenartigen Vorsprünge 82 daher Hinterschnittflächen
84, während die gegenüberliegenden oberen Flächen als sich von oben nach unten schräg
verjüngende Anlauf-Schrägflächen 86 ausgebildet sind. Beim Herabschwenken des rückwärtigen
Endes des Montageplattenteils 42 auf den Montageplattenteil 40 treffen die inneren
Enden der Rastabschnitte 74 auf die Anlauf-Schrägflächen 86 und gleiten dann - unter
federnder Verformung der Zungen 64 insgesamt - auf den Schrägflächen 86 herab, bis
ihre oberen Ränder bei Erreichen der bestimmungsgemäßen Raststellung über die zwischen
den leistenartigen Vorsprüngen 82 gebildete Engstelle hinwegtreten und hinter die
den Hinterschnittflächen 84 auffedern, wobei dann die obere Kante der Rastabschnitte
74 an der zugeordneten Hinterschnittfläche 84 verriegelt, während ihre untere Kante
an der unteren horizontalen Kante der fensterartigen Öffnung 60 als Gegenlager abgestützt
ist. Dann ist ein Zurückschwenken des oberen Montageplattenteils 42 nicht mehr möglich,
es sei denn, daß zuvor die Rastabschnitt 74 durch Ausübung eines Drucks auf die die
Handhaben bildenden Zungenabschnitte 70 so weit nach innen gedrängt werden, daß sie
von den Hinterschnittflächen 84 freikommen. Dabei ist wesentlich, daß beiden Rastabschnitte
74 von der jeweils zugeordneten Hinterschnittfläche 84 freikommen, was also ersichtlich
die Ausübung von entgegengesetzt gerichteten Entriegelungskräften auf die beiden Zungenabschnitte
erfordert. In der Praxis erfolgt dies zweckmäßig so, daß die Entriegelungskräfte durch
Ausübung von entgegengesetzt gerichtetem Druck auf die Außenseiten der Zungenabschnitte
70 mittels des Daumens und des Zeigefingers der entriegelten Person erfolgt. Sobald
der obere Montageplattenteil vom unteren Montageplattenteil entriegelt ist, d.h. die
Rastabschnitte 74 von den Hinterschnittflächen 84 freikommen, kann dann das rückwärtige
Ende des oberen Montageplattenteils 42 mit den Druck ausübenden Fingern nach oben
gezogen und so der obere Montageplattenteil 42 hochgeschwenkt werden. Sofern dabei
auf dem oberen Montageplattenteil 42 der Tragarm eines Scharniers befestigt ist, wird
dieser dann natürlich mitverschwenkt, was ja möglich ist, da er seinerseits über seinen
Gelenkmechanismus mit dem Türflügel-Anschlagteil verschwenkbar verbunden ist. Insoweit
entspricht die beschriebene Montageplatte 30 der aus der DE-OS 38 03 830 bekannten
Montageplatte, bei welcher die Materialstärke des zur Herstellung des oberen Montageplattenteils
verwendeten Metallblechs etwa entsprechend der Länge des Halsabschnitts eines im Tragarm
eines Möbelscharniers eingeschraubten zur Halterung und Verstellung auf der Montageplatte
dienenden Gewindestifts gewählt ist.
[0020] Demgegenüber sei die Materialstärke des oberen Montageplattenteils 42 (oder - bei
einer einstückigen Montageplatte - der Gesamtmontageplatte) geringer. Wenn bei der
bekannten Montageplatte eine Blechstärke von 1,5 mm verwendet wurde, soll der Montageplattenteil
42 nunmehr beispielsweise aus 1 mm starkem Blech hergestellt werden. Es entsteht dann
das früher geschilderte Problem, daß die Länge des in den Längsschlitz 39 einzuführenden
Halsabschnitts 90 des Gewindestifts 92 eines zugehörigen Scharnier-Tragarms 94 (Fig.
7) entsprechend der ursprünglichen Materialstärke von 1,5 mm der bekannten Montageplatte
bemessen ist, d.h. daß bei Herstellung des Längsschlitzes 39 im erfindungsgemäßen
Montageplattenteil 42 durch einfaches Ausstanzen von Material aus der Stegfläche 52
der Zwischenraum zwischen der unteren halsabschnittsseitigen Stirnfläche des Gewindeschafts
96 und dem auf der gegenüberliegenden Seite des Halsabschnitts 90 angesetzten scheibenförmigen
Haltekopf 98 (Fig. 7) bzw. kugelförmigen Haltekopf des Gewindestifts 92 größer als
die Bereiche der den Längsschlitz 39 begrenzenden Schlitzränder oder -Seitenflächen
wären und der Tragarm 94 also in Richtung der Längsmittelachse des Gewindestifts 92
mit merklichem Spiel (etwa 0,5 mm) auf der Montageplatte gehalten wäre. Ein solches
Spiel wurde den Tragarm 94 auch dann, wenn er durch die Befestigungsschraube 38 fest
auf den Montageplattenteil 42 aufgepreßt ist, labil machen und ist deshalb nicht hinnehmbar.
[0021] Um dieses Spiel auszugleichen sind entlang der seitlichen Längsränder des Längsschlitzes
39 der Montageplatte 42 streifenförmige Bereiche 100 aus der Ebene der Stegfläche
52 heraus verformt, deren Überstand über die Stegfläche gerade dem Unterschied zwischen
der Länge des Halsabschnitts 90 und der Materialstärke der (unverformten) Stegfläche
52 entspricht. Auf der den hochgeformten streifenförmigen Bereichen 100 gegenüberliegenden
Unterseite sind die Übergänge zwischen den streifenförmigen Bereichen 100 und der
unteren Flachseite der Stegfläche 52 jeweils als Fase 102 ausgebildet, die jeweils
gegensinnig unter einem mittleren Winkel von etwa 45° zur Stegfläche und zur jeweils
zugeordneten Längsschlitz-Seitenfläche verlaufen.
[0022] Die Fasen 102 können entweder ebenflächig sein oder einen im Querschnitt bogenförmigen
Verlauf haben. An diesen Fasen 102 legt sich im Falle der Verwendung eines Gewindestifts
92 mit kugelförmigem oder zumindest teilweise kugelförmigem Haltekopf dieser Haltekopf
an, während bei Verwendung des in Fig. 7 gezeigten Gewindestifts 92 mit scheibenförmigem
Haltekopf 98 dessen dem Gewindeschaft 96 zugewandten Flachseite an der unteren Flachseite
der Stegfläche 52 anliegt.
[0023] Bei der Herstellung des Montageplattenteils 42 (oder einer einstückigen Montageplatte)
wird in grundsätzlich bekannter weise aus metallischem Bandmaterial in aufeinanderfolgenden
Stanz- und Preßschritten, d.h. in Folgestationen, der Montageplattenteil hergestellt,
wobei vor dem Arbeitsschritt des Ausstanzens des Längsschlitzes 39 im Bereich der
späteren Längsränder des Längsschlitzes die in Fig. 8 gezeigten langgestreckten Wülste
104 in die Stegfläche 52 eingeprägt werden, deren Höhe bezogen auf die obere Flachseite
der Stegfläche 52 dem gewünschten Überstand der den Längsschlitz 39 später, d.h. nach
dessen Einstanzen in die Stegfläche, überragenden streifenförmigen Bereiche 100 entspricht.
Der seitliche Abstand der Wülste 104 ist dabei so gewählt, daß beim anschließenden
Stanz-Arbeitsschritt die die seitlichen Ränder des Längsschlitzes 39 bildenden Stanzschnitte
106 durch den Scheitelbereich der Wülste 104 verlaufen. Bei dem als Ausführungsbeispiel
beschriebenen und in den Zeichnungsfiguren gezeigten Montageplattenteil 42 sind die
Wülste 104 von der Stegfläche 52 aus nach oben hochgeprägt, so daß sie von der Flachseite
vortreten und dementsprechend ist der den Längsschlitz aufnehmende vordere Bereich
52a der Stegfläche 52 um das Maß des Überstandes der streifenförmigen Bereiche 100
über die Oberfläche dieses Stegflächen-Bereichs 52a in eine parallel zum rückwärtigen
Teil der Stegfläche 52 verlaufende Ebene nach unten verformt, wodurch die oberen freien
Stirnkanten der streifenförmigen Bereiche 100 bündig mit der oberen Flachseite des
rückwärtigen Bereichs der Stegfläche 52 verlaufen.
[0024] Anstelle einer Verformung der Wülste 104 nach oben ist grundsätzlich auch eine entgegengesetzte
Verformung möglich, wobei dann das parallele Verformen des vorderen Bereichs 52a der
Stegfläche 52 entfallen kann. Allerdings kann sich bei dieser Ausgestaltung der Haltekopf
98 eines Gewindestifts 92 nur an den Stirnkanten der streifenförmigen Bereiche abstützen.
1. Möbel-Scharnier, dessen am Korpus eines Möbelstücks zu befestigender Teil eine an
der Tragwand des Korpus befestigbare Montageplatte (42) aus Metallblech und einen
verstellbar auf der Montageplatte gehalterten Tragarm (94) aufweist, wobei die Montageplatte
(42) zumindest in einem oberen, dem zu halternden Tragarm zugewandten Teilabschnitt
im Querschnitt umgekehrt U-förmig profiliert ist und im im eingebauten Zustand korpusinneren
Endbereich eine Gewindebohrung (36) für eine den Scharnier-Tragarm (94) festlegende
Befestigungsschraube (38) und an ihrem aus dem Korpusinnern herausweisenden Ende einen
offen mündenden Längsschlitz (39) aufweist, in welchen ein am montageplattenseitigen
unteren Ende eines in eine Gewindebohrung im Tragarm einschraubbaren Gewindeabschnitts
(96) vorgesehener, im Durchmesser verringerter Halsabschnitt (90) eines Gewindestifts
(92) eingeschoben ist, an dessen dem Gewindeabschnitt abgewandten Ende ein im Durchmesser
vergrößerter Haltekopf (98) angesetzt ist, wobei die Länge des Halsabschnitts (90)
größer als die Dicke des Metallblech-Ausgangsmaterials der Montageplatte (42) ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß entlang der den Längsschlitz (39) seitlich begrenzenden Ränder der Stegfläche
(52) der Montageplatte (42) streifenförmige Bereiche (100) um ein solches Maß aus
der Ebene der Stegfläche (52) herausgeformt sind, daß der von der den herausgeformten
streifenförmigen Bereichen gegenüberliegenden Flachseite der unverformten Stegfläche
(52) zur gegenüberliegenden Begrenzungsfläche der herausgeformten streifenförmigen
Bereiche (100) parallel zur Gewindestiftachse gemessene Abstand größer als die Materialstärke
der Stegfläche (52) im unverformten Bereich ist und gleich der Länge des Halsabschnitts
(90) des Gewindestifts (92) ist, so daß der Halsabschnitt (90) in Gewindestift-Längsrichtung
im wesentlichen spielfrei im Längsschlitz (39) der Montageplatte (42)gehalten ist.
2. Scharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden den Längsschlitz
(39) begrenzenden herausgeformten streifenförmigen Bereiche (100) die tragwandabgewandte
obere Flachseite der Stegfläche (52) der Montageplatte (42) überragen, und daß der
Übergang der den Längsschlitz (39) begrenzenden Seitenflächen in die tragwandzugewandte
Flachseite der Stegfläche (52) die Form einer sich zur Stegfläche erweiternden Fase
(102) hat.
3. Scharnier nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasen (102) unter einem
mittleren Winkel von etwa 45° zur zugeordneten Stegfläche (52) und zur jeweils zugeordneten
Längsschlitz-Seitenfläche verlaufen.
4. Scharnier nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasen (102) einen im Querschnitt
bogenförmigen Verlauf haben.
5. Verfahren zur Herstellung eines Schärniers nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
die Montageplatte im Stanz-Preßverfahren aus Metallblech hergestellt wird und wobei
vor dem Arbeitsschritt des Ausstanzens des Längsschlitzes (39) aus dem aus dem Korpusinnern
herausweisenden vorderen Endbereich der Stegfläche (52) im Abstand der seitlich herausgeformten
streifenförmigen Bereiche (100) und über deren Länge streifenförmige Wulste (104)
hochgeprägt oder gezogen werden, deren längsschlitzparallele Breite größer als die
Breite der herausgeformten streifenförmigen Bereiche (100) ist, und daß dann zwischen
den Wülsten liegendes Stegflächen-Material herausgestanzt und so der Längsschlitz
(39) gebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Seitenflächen des Längsschlitzes
(39) bildenden Stanzschnitte (106) derart durch die hochgeprägten oder gezogenen Wülste
(104) gelegt werden, daß die Stanzschnitte (106) im Scheitelbereich durch die Wülste
(104) verlaufen.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Längsschlitz
(39) zu versehende vordere Endbereich (52a) der Stegfläche (52) der Montageplatte
(42) vor dem Hochprägen oder -ziehen der langgestreckten Wülste (104) insgesamt um
das Maß des Überstands der später verbleibenden hochgekanteten streifenförmigen Bereiche
(100) entgegengesetzt zu diesen in eine parallel zur restlichen Stegfläche verlaufende
Ebene verformt wird.
1. Furniture hinge, whose part to be fastened to the carcase of a furniture piece has
a mounting plate (42) of sheet metal which can be fastened to the supporting wall
of the carcase, and a supporting arm (94) adjustably held on the mounting plate, the
mounting plate (42) being made, at least in an upper portion facing the supporting
arm, with an inverted U-shaped profile by punching and pressing from sheet metal,
and has in the carcase-interior end area in the installed state a tap (36) for a screw
(38) mounting the hinge's supporting arm (94), and on its end pointing out of the
carcase interior an open-ended longitudinal slot (39) into which there can be inserted
a reduced-diameter neck section (90) of a threaded spindle (92) provided at the mounting-plate-side
bottom end of a threaded section (96) which can be screwed into a threaded bore in
the supporting arm, on whose end remote from the threaded section a holding head (98)
of increased diameter is set, the length of the neck section (90) being greater than
the thickness of the sheet metal starting material of the mounting plate 42,
characterized in that, along the margins of the web (52) of the mounting plate (42) which define
the longitudinal slot (39), ridges (100) are formed outwardly from the plane of the
web (52) to such a degree that the distance measured from one flat side of the undeformed
web (52) to the opposite boundary surface of the ridges (100) formed outwardly parallel
to the threaded spindle axis is greater than the material thickness of the web (52)
in the undeformed area and is equal to the length of the neck section (90) of the
threaded spindle (92), so that the neck section (90) in the direction of the length
of the threaded spindle is held substantially free of loose play in the longitudinal
slot (39) of the mounting plate (42).
2. Hinge according to claim 1, characterized in that the two outwardly formed ridges
(100) bordering the slot (39) rise above the upper flat side of the web (52) of the
mounting plate (42) facing away from the supporting wall, and that the transition
from the lateral surfaces bordering the slot (39) to the flat side of the web facing
the supporting wall is in the form of a chamfer (102) flaring outwardly toward the
web.
3. Hinge according to claim 2, characterized in that the chamfers (102) are at an average
angle of about 45° to the associated web (52) and to the associated slot side surfaces.
4. Hinge according to claim 3, characterized in that the chamfers (102) have an arcuate
shape in cross section.
5. Method for manufacturing a hinge according to any one of claims 1 to 4, wherein the
mounting plate is made from sheet metal by punching and forming, and wherein elongated
protuberances (104) are embossed or raised from the front end portion of the web (52)
pointing outwardly from the carcase interior, at a distance from the laterally raised
ridges (100) and over their length, and their width parallel to the slot is greater
than the width of the ridges (100), and that then web material lying between the protuberances
is punched out and thus the slot (39) is formed.
6. Method according to claim 5, characterized in that the punch cuts (106) forming the
lateral surfaces of the slot (39) are laid through the embossed or raised protuberances
(104) such that the punch cuts (106) run through the protuberances (104) at their
apex.
7. Method according to claim 5 or 6, characterized in that prior to the embossing or
raising of the protuberances (104) the front end area (52a) of the web (52) of the
mounting plate (42), namely the area to be provided with the slot (39), is deformed
in the opposite direction, by an amount equal to the height of the later-to-remain
upturned ridges (100), to a plane running parallel to the rest of the web.
1. Charnière de meuble, dont une partie, à fixer au corps d'un meuble, présente une plaque
de montage (42) en tôle susceptible d'être fixée à la paroi-support du corps et un
bras-support (94) pouvant être placé, de façon réglable, sur la plaque de montage,
la plaque de montage (42) étant profilée avec une section transversale en U renversé,
au moins dans un tronçon partiel, supérieur, tourné vers le bras-support à soutenir,
et présentant dans la zone d'extrémité se situant à l'intérieur du corps à l'état
monté un taraudage (36) pour une vis de fixation (38) fixant le bras-support à charnière
(94), et sur son extrémité, sortant de l'intérieur du corps, une fente en long (39)
ouverte, débouchante, dans laquelle est inséré un tronçon de gorge (90), diminué en
diamètre, d'une tige filetée (92), prévu sur l'extrémité inférieure, située du côté
de la plaque de montage, d'un tronçon fileté (96) susceptible d'être vissé dans un
taraudage ménagé dans le bras-support, tronçon de gorge à l'extrémité, opposée au
tronçon fileté, duquel est montée une tête support (98), de plus grand diamètre, la
longueur du tronçon de gorge (90) étant supérieure à l'épaisseur du matériau initial
en tôle de la plaque de montage (42), caractérisée en ce que, le long des bords, limitant
latéralement la fente en long (39), de la face à nervures (52) de la plaque de montage
(42), sont formées des zones (100) en forme de bandes se projetant depuis un plan
de la face de nervure (52) d'une telle distance que la distance mesurée, depuis le
côté plat déformé de la face de nervure (52), situé à l'opposé des zones découpées
en forme de bandes, jusqu'à la face de délimitation, située en regard des zones (100),
découpées en forme de bandes, placées parallèlement à l'axe de la tige d'ajustage
(92), est supérieure à l'épaisseur du matériau constituant la face de nervure (52),
dans la zone non déformée, et est égale à la longueur du tronçon de gorge (90) de
la tige filetée (92), de manière que le tronçon de gorge (90) soit bloqué dans la
direction longitudinale de la tige filetée, pratiquement sans jeu dans la fente en
long (39) de la plaque de montage (42).
2. Charnière selon la revendication 1, caractérisée en ce que les deux zones (100), découpées
en forme de bandes, délimitant la fente en long (39) dépassent du côté plat supérieur,
opposé à la paroi-support, de la face de nervure (52) de la plaque de montage (42),
et en ce que la transition entre les faces latérales délimitant la fente en long (39)
et le côté plat, tourné vers la paroi-support, de la face de nervure (52) a la forme
d'un chanfrein (102) allant en s'élargissant en direction de la face de nervure (52).
3. Charnière selon la revendication 2, caractérisée en ce que les chanfreins (102) s'étendent
sous un angle moyen d'à peu près 45° par rapport à la face de nervure (52) et par
rapport à la face latérale de la fente en long associée à chacun.
4. Charnière selon la revendication 3, caractérisée en ce que les chanfreins (102) ont
en coupe transversale une allure en forme d'arc.
5. Procédé de fabrication d'une charnière selon l'une des revendications 1 à 4, la plaque
de montage étant fabriquée, au cours d'un processus d'estampage à la presse, en tôle,
et des renflements (104) en forme de bandes étant formés, ou estampés avant l'étape
opératoire d'estampage de la fente en long (39), à partir de la zone d'extrémité avant,
sortant de l'intérieur du corps, de la face de nervure (52), à distance des zones
(100) en forme de bandes formées latéralement et sur toute leur longueur, renflements
dont la largeur, mesurée parallèlement à la £ente en long, est supérieure à la largeur
des zones (100) en forme de bandes formées, et alors le matériau de la face de nervure
se trouvant entre les renflements est relevé lors de l'estampage et la fente en long
(39) étant ainsi formée.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les parties d'estampage (106)
formant les faces latérales de la fente en long (39) sont placées, entre les renflements
(104), formés ou estampés, de telle manière que les parties d'estampage (106) s'étendent
dans la zone du sommet formé par les renflements (104).
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que la zone d'extrémité avant
(52a), devant être pourvue de la fente en long (39), de la face de nervure (52) de
la plaque de montage (42) est déformée, avant l'estampage ou l'étirage des renflements
(104) allongés, globalement de la longueur de la saillie des zones (100) en forme
de bandes, rabattues vers le haut et subsistant ultérieurement, en direction opposée
à celles-ci, dans un plan s'étendant parallèlement à la zone de nervure restante.