[0001] Die Erfindung betrifft ein Teleskopierzylindersystem der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 umrissenen Gattung. Ein solches Teleskopierzylindersystem ist bis auf die Durchführung
in der US-A-4,125,974 beschrieben.
[0002] Bei gattungsgemäßen Teleskopierzylindersystemen kommt es bei der Einleitung des Einfahrvorganges
zu Druckschlägen, die Zylinderstufen fahren dann auch unkontrolliert ein, es sei denn,
man sieht weitere, die Zylinderkonstruktion komplizierende abgesicherte Druckmittelanschlüsse
vor, Maßnahmen, die sich insbesondere auch in größeren Querschnitten der Zylinder
niederschlagen, was zumal bei beengten Einbauverhältnissen nicht nur unerwünscht ist,
sondern den Einbau dann auch unmöglich machen kann.
[0003] Nach der US-A-4,125,974 erfolgt die ausfahrseitige Druckmittelbeaufschlagung des
zweiten Teleskopzylinders über eine Verzweigung der Ausfahrdruckmittelleitung zwischen
dem Steuerschieber und dem ersten Teleskopzylinder. Die den zweiten Teleskopzylinder
beaufschlagende Zweigleitung muß hierbei als Schlauchleitung ausgebildet werden. Eine
ausfahrseitige Druckmittelbeaufschlagung des zweiten Teleskopzylinders eines zweiten
Teleskopzylinder umfassenden Kopierzylindersystems über eine sich durch den ersten
Teleskopierzylinder erstreckende Durchführung ist der DE-A-33 24 270 zu entnehmen.
[0004] Ausgehend vom im Vorausgehenden umrissenen Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, bei aus mindestens zwei Teleskopzylindern gebildetem Teleskopierzylindersystemen
auch das einwandfreie Einfahren der Teleskopzylinder bei reduziertem Aufwand an Leitungsführungen
für das Druckmittel zur Betätigung der Zylinder wie auch Absicherungen für die Zylinderdruckräume
bzw. die Druckmittelleitungen unter Einhaltung vergleichsweise kleiner Zylinderquerschnitte
zu ermöglichen, wobei dann auch eine wahlweise Fahrfolge zumindest eines Teiles der
Stufen des Systems möglich sein soll.
[0005] Die Aufgabe wird bei gattungsgemäßen Teleskopierzylindersystemen erfindungsgemäß
mit einer Absicherung der Ausfahrdruckräume entsprechend dem kennzeichnenden Teil
des Patentanspruches 1 gelöst.
[0006] Die Funktion der erfindungsgemäßen Absicherung von Ausfahrdruckräumen des Teleskopierzylindersystems
ergibt sich aus der Zeichnungsbeschreibung. In vorteilhafter Weise kommt man dabei
mit zwei Druckmittelanschlüssen am ersten Teleskopzylinder und zwei Verbindungsleitungen
zwischen dem ersten und dem zweiten Zylinder des Teleskopierzylindersystems aus, dann
auch mit nur einer Durchführung durch den ersten Teleskopzylinder des Systems. Möglich
ist die Kombination eines ersten einstufigen Teleskopzylinders mit einem zweiten zweistufigen
Teleskopzylinder, wie auch die Kombination eines ersten zweistufigen Teleskopzylinders
mit einem zweiten zweistufigen Teleskopzylinder, wobei der zweite zweistufige Teleskopzylinder
ein Zylinder mit Zwangsfahrfolge oder aber ein Zylinder mit wahlweiser Fahrfolge der
Stufen sein kann. Es lassen sich dann auch mehr zwei zu einem Teleskopierzylindersystem
zusammengefaßte einstufige Teleskopzylinder erfindungsgemäß absichern. Dabei kann
es sich beispielsweise auch um Abstützzylinder, Vordruck- bzw. Rückzylinder und dergleichen
handeln. In erster Linie ist das neue Teleskopierzylindersystem jedoch für teleskopierbare
Ausleger mit begrenztem für das Teleskopierzylindersystem zur Verfügung stehendem
Freiraum vorgesehen. Im Umfang der erfindungsgemäßen Absicherung der Ausfahrdruckräume
des Systems ist dann auch die wahlweise Aus- und Einfahrfolge der Stufen des Systems
möglich.
[0007] In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen weitergehend
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein aus einem einstufigen und aus einem zweistufigen Zylinder gebildetes Teleskopierzylindersystem
mit einem zweistufigen in Zwangsfahrfolge verfahrenden Zylinder,
- Figur 2
- ein der Fig. 1 entsprechendes Teleskopierzylindersystem mit einem zweistufigen, wahlweise
verfahrbaren Zyinder,
- Figur 3
- ein aus zwei zweistufigen Zylindern gebildetes Teleskopierzylindersystem mit einem
zweiten wahlweise verfahrbaren Zylinder
- Figur 4a
- die konventionelle Absicherung der ausfahrseitigen Verbindungsleitung zwischen dem
ersten Teleskopzylinder und den Ausfahrdruckräumen im zweiten Teleskopzylinder (Einzelheit
IVA in Fig. 1)
- Figur 4b
- die erfindungsgemäße Absicherung von Ausfahrdruckräumen (Einzelheit IVB in Fig. 1).
[0008] In den Figuren sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugsziffern versehen.
[0009] Das Teleskopierzylindersystem nach Fig. 1 besteht aus dem einstufigen Teleskopzylinder
11 mit ortsfestem (31) Kolben 111 und aus dem dem Teleskopzylinder 11 gegenläufig
zugeordneten Teleskopzylinder 21, wobei der Zylinder 112 des einstufigen Teleskopzylinders
11 mit dem Zylinder 211 des zweistufigen Teleskopzylinders mechanisch starr verbunden
(32) ist. Bei der gewählten Anordnung des Teleskopzylinders 11 liegen die von dem
Steuerschieber 41 ausgehenden Leitungen, nämlich die Ausfahrdruckmittelleitung 42
und die Einfahrdruckmittelleitung 43, an der Stirnseite des Kolbens 111. Die Ausfahrdruckmittelleitung
42 geht in eine teleskopierbare sich durch den Teleskopzylinder 11 bis zum Boden 113
des Zylinders 112 erstreckende Durchführung 114, 115 über. Die Einfahrdruckmittelleitung
43 mündet in den Innenraum 116 des Kolbens 111, der mit dem zwischen dem Zylinder
112 und dem Kolben 111 ausgebildeten Ringraum 117 verbunden ist (118). Der Zylinderdruckraum
ist mit 119 bezeichnet. Bei dem dem einstufigen Teleskopzylinder 11 zugeordneten zweistufigen
Teleskopzylinder 21 handelt es sich um einen Teleskopzylinder mit den Zwangsfahrfolgen
erste Stufe bzw. Zwischenkolben 212 - zweite Stufe bzw. Endkolben 213 beim Ausfahren
und zweite Stufe 213 - erste Stufe 212 beim Einfahren. Die in den Ausfahrdruckraum
216 des Zylinders 211 mündende Ausfahrdruckmittelleitung 441 ist eine Zweigleitung
der von der Durchführung 114, 115 im ersten Teleskopzylinder 11 ausgehenden ausfahrseitigen
Verbindungsleitung 44 zwischen dem ersten Teleskopzylinder 11 und dem zweiten Teleskopzylinder
21. Die Leitung 441 ist abgesichert durch das aufsteuerbare Rückschlagventil 46 und
die ringraumseitige, vom Ringraum 117 des ersten Teleskopzylinders 11 ausgehende Einfahrdruckmittelleitung
45 durch eine Sperrventil-Wegeventil-Kombination 47, die es ermöglicht, den Teleskopzylinder
21 in Differentialschaltung auszufahren. Die Zweigleitung 441 der Verbindungsleitung
44 ist abgesichert durch die aus Fig. 4a entnehmbare Ventilkombination IVA, die dann
noch von der Verbindungsleitung 44 ausgehende, in den Zylinderdruckraum 119 des ersten
Teleskopzylinders 11 mündende Zweigleitung 442 ist abgesichert durch die aus Fig.
4b entnehmbare Ventilkombination IVB. Beide Ventilkombinationen werden anhand der
Figuren 4a und 4b erläutert. Bei diesem System ist zwar die Aus- und die Einfahrfolge
der Stufen des zweiten Zylinders vorgegeben, die Zylinder selbst können aber wahlweise
verfahren werden.
[0010] Das Teleskopierzylindersystem nach Figur 2 unterscheidet sich von dem nach Fig. 1
darin, daß der zweite Teleskopzylinder 21' - wiederum ein zweistufiger Zylinder -
ein Teleskopzylinder mit wahlweiser Aus- und Einfahrfolge seiner beiden Stufen 212'
und 213' ist. Hierbei ist jeder der Ausfahrdruckräume, also der Ausfahrdruckraum 119
des ersten Teleskopzylinders 11 sowie die Ausfahrdruckräume 216 und 217 des zweiten
Zylinders 21', durch eine Schaltung IVB gemäß Fig. 4b bei Fortfall der Schaltung gemäß
Fig. 4a abgesichert. Hierbei sind also sämtliche Stufen des Systems wahlweise verfahrbar.
[0011] Das Teleskopierzylindersystem nach Figur 3 setzt sich zusammen aus zwei zweistufigen
Teleskopzylindern 11' und 21'. Was den ersten zweistufigen Teleskopzylinder 11' betrifft,
können auch die Stufen dieses Zylinders in beliebiger Fahrfolge aus- und eingefahren
werden. Man gibt der Fahrfolge Zwischenstufe - Endstufe (vom Zylinder gebildete Stufe)
beim Ausfahren und Endstufe - Zwischenstufe beim Einfahren hierbei jedoch aus statischen
Gründen den Vorzug.
[0012] Die in die Verbindungsleitung 441 zwischen dem ersten Teleskopzylinder 11 und dem
zweiten Teleskopzylinder 21 des Teleskopzylindersystems in Fig. 1 eingefügte konventionelle
Absicherung (insb. Fig. 4a) besteht aus einem in die Leitung 441 eingefügten blockierbaren
Rückschlagventil 51 mit federbelastetem (53) Schließkörper 52 mit einem diesem ventil
51 zugeordneten Vorsteuerventil in Gestalt eines 3/2-Wege-Magnetventil 54, über das
die Rückseite des Hauptventils einerseits vom Pumpendruck (Anschluß 55) und andererseits
vom Druckraumdruck (Anschluß 56) beaufschlagbar ist. Bei der dargestellten Schaltung
des Magnetventils 54 steht hinter dem Schließkörper 52 des Ventils 51 der Pumpen-
bzw. Ausfahrdruck an, in der zweiten nicht dargestellten Schaltung des Ventils der
Druck aus den Ausfahrdruckräumen 216, 217 des Teleskopzylinders 21 (Fig. 1). Damit
ist die Möglichkeit eröffnet, entweder den Durchfluß von Druckmittel zunächst zum
Druckraum 216 des Teleskopzylinders 21 zu sperren oder aber den Abfluß von Druckmittel
aus den Ausfahrdruckräumen 216, 217 des Teleskopzylinders 21, und zwar bei jeweils
gegenläufiger Durchströmbarkeit des Ventils. Bei der dargestellten Schaltung des Magnetventils
54 ist also das Ventil 51 für den Pumpendruck blockiert, gleichwohl besteht die Möglichkeit
der Öffnung des Ventils über in den Ausfahrdruckräumen anstehenden Druck. Bei dieser
Schaltung kann in den Druckräumen anstehendes Druckmittel somit über das Ventil 51
abströmen, wenn der Einfahrvorgang eingeleitet wird. In der anderen nicht dargestellten
Schaltung ist die Möglichkeit eröffnet, zum Ausfahren des Teleskopzylinders 21 Druckmittel
in dessen Ausfahrdruckräume 216, 217 zu überführen. Diese Schaltung unterbindet weitergehend
dann auch das Abströmen von Druckmittel aus den Ausfahrdruckräumen 216, 217 des Teleskopzylinders
21 in der Haltesituation, da der im Ausfahrdruckraum anstehende Druck über das geschaltete
Vorsteuerventil 54 auch hinter dem Schließkörper 52 des Ventils 51 ansteht. Diese
Absicherung ist allerdings mit dem Nachteil behaftet, daß es bei der Einleitung des
Einfahrvorganges zu Spannungsschlägen und dann auch zu einem spontanen Druckabbau,
und somit zu einem unkontrollierten Einfahren des Teleskopzylinders kommt, ein Nachteil,
der sich beim Ausfahren des Teleskopzylinders naturgemäß nicht einstellt. Die bekannte
Schaltung kann gleichwohl in der Verbindungsleitung zwischen dem ersten Teleskopzylinder
eines von zwei Teleskopzylindern gebildeten Teleskopiersystem zum zweiten Zylinder
jedenfalls dann belassen bleiben, wenn der zweite Zylinder zusätzlich abgesichert
ist, wie das bei dem Teleskopiersystem nach Figur 1 der Fall ist, das als zweiten
Zylinder einen in Zwangsfahrfolge verfahrenden zweistufigen Zylinder vorsieht, bei
dem die Zylinderräume durch eigenständige, aus dem System heraus betätigte Sperrventile
abgesichert sind.
[0013] Um die aufgezeigten Nachteile der bekannten Absicherung nach Fig. 4a zu vermeiden
und weitergehend dann auch eigenständige Sperrventile für die Absicherung der Druckräume,
insbesondere des zweiten Zylinders des Teleskopiersystems, einzusparen, kommt erfindungsgemäß
die Absicherung nach Fig. 4b zum Einsatz. Hierbei ist beispielsweise in die von der
vom ersten Teleskopzylinder 11 in Fig. 1 ausgehenden Verbindungsleitungen 44 abgehende,
in den Ausfahrdruckraum 119 des ersten Teleskopzylinders 21 mündende Zweigleitung
442 ein blockierbares Rückschlagventil 61 eingefügt, in dessen federbelasteten (63)
Schließkörper 62 ein federbelasteter (65) in Schließstellung den Durchgang zur Rückseite
des Schließkörpers 62 sperrender Vorsteuerkegel 64 integriert ist. Vorgelagert ist
dem Ventil 61 ein unter Federdruck 72 seine Ausgangslage einnehmender Steuerkolben
71, der in einen Regelbereich 711 ausläuft. Hinter dem Steuerkolben 71 steht über
ein 2/2-Wege-Magnetventil 81 bei entsprechender Schaltung des Ventils über die Steuerleitung
48 der ringraumseitige Druck. Dem Ventil 61 ist im übrigen - wie bei der bekannten
Absicherung (Fig. 4a) - ein 3/2-Magnetventil 82 zugeordnet, über das am Schließkörper
62 des Ventils 61 je nach Stellung des Magnetventils 82 einerseits der Pumpendruck
und andererseits der Druckraumdruck ansteht, wobei anweichend von der bekannten Absicherung
(Fig. 4a) dem Magnetventil 82 ein Wechselventil 83 vorgelagert ist, an dessen Anschlüssen
einerseits die Druckraumseite und andererseits die Pumpenseite liegt. In der dargestellten
Schaltung kann sich jeder der Drucke hinter dem Schließkörper 62 des Ventils 61 aufbauen.
Das Ventil ist damit blockiert. In der anderen nicht dargestellten Schaltung steht
allein der Druck aus dem Ausfahrdruckraum, z.B. 119, hinter dem Ventil 61 an und das
Ventil 61 öffnet beim Ausfahrvorgang unter der Einwirkung des vor ihm anstehenden
höheren Pumpendrucks. Die dann auch beim Einfahren erforderlich werdende Öffnung des
Ventils 61 setzt die Überführung des Magnetventils 81 in die andere Schaltstellung
voraus, so daß ringraumseitig (48) anstehender Druck hinter den Steuerkolben 71 gelangen
kann. Über den gegen den Schließkörper 62 des Ventils 61 verlagernden Steuerkolben
71 erfolgt das kontrollierte Öffnen des Ventils 61. Dabei läuft der Steuerkolben 71
zunächst mit seinem Regelbereich 711 vorweg selbst den Leitungszug 442 unterbrechend
gegen den in den Schließkörper 62 des Ventils 61 integrierten Vorsteuerkegel 64, diesen
öffnend auf, so daß druckraumseitig anstehendes Druckmittel überströmen kann, das
den Steuerkolben 71 durchströmend (712) dann auch an einer Ringschulter 713 des Steuerkolbens
71 ansteht, so daß sich der Steuerkolben 71 insoweit im Druckausgleich befindet. Bei
stetig fortschreitender Verlagerung des Steuerkolbens 71 in Richtung auf den Schließkörper
62 läuft dieser schließlich gegen den Schließkörper 62 selbst auf und hebt ihn von
seinem Sitz ab. Nachdem der Steuerkolben 71 mit seinem Regelbereich 711 zunächst selbst
eine Schließposition eingenommen hat, gibt er sodann über Regelnuten 714 stetig zunehmenden
Durchflußquerschnitts den Durchgang im Leitungszug 442 frei. Damit ist das gewünschte
kontrollierte Einfahren sichergestellt. Nach Abschluß des Einfahrvorganges geht der
Steuerkolben 71 unter der Einwirkung der Rückstellfeder 72 wieder in seine Ausgangslage
über. Einher geht im Gleichlauf damit der stetige Übergang des Schließkörpers 62 des
Ventils 61 und danach des Vorsteuerkegels 64 in die Schließlage.
[0014] Das bei dem Teleskopierzylindersystem nach Fig. 3 in die Ausfahrdruckmittelleitung
zwischen dem Steuerschieber 41 und dem ersten Teleskopzylinder 11' eingefügte aufsteuerbare
Rückschlagventil 49 mit Drosselfunktion unterbindet den spontanen Druckabbau auch
in der Zwischenstufe dieses Teleskopzylinders beim Einfahren.
[0015] Der Vorteil der neuen Schaltung ist in erster Linie darin zu sehen, daß man unter
Sicherstellung des kontrollierten Einfahrens mit zwei hydraulischen Verbindungsleitungen
zwischen den das Teleskopiersystem bildenden Teleskopzylindern auskommt, dementsprechend
dann auch mit zwei Leitungen für den Anschluß des Systems einerseits an die Pumpe
und andererseits an den Tank. Beim ersten Zylinder kommt man dann auch in vorteilhafter
Weise mit einer Durchführung aus. Die den Ausfahrdruckräumen vorgelagerten Sperrventilen
zugeordneten Magnetventile, mit denen die Hauptventile blockierbar sind, ermöglichen
die Vorgabe der Aus- und Einfahrfolge, ohne zusätzliche hydraulische Ventile, wobei
zu berücksichtigen ist, daß die erforderlichen elektrischen Anschlüsse für die Magnetventile
kein solches Problem darstellen, wie die Anschlüsse für hydraulisch zu betätigende
Ventile, und sich elektrische Leitungen ohnehin über die gesamte Länge der Zylinder
erstrecken.
1. Teleskopierzylindersystem, bestehend aus einem ersten Teleskopzylinder (11) und einem
zweiten Teleskopzylinder (21), wobei beide Teleskopzylinder (11, 21) über jeweils
eines ihrer Glieder (z.B. 112, 211) mechanisch miteinander verbunden sind (32), einem
dem ersten Teleskopzylinder (11) vorgelagerten Steuerschieber (41), von diesem Steuerschieber
(41) ausgehenden, einerseits die Ausfahrseite und andererseits die Einfahrseite des
ersten Teleskopzylinders (11) beaufschlagenden Druckmittelleitungen (42, 43), einer
von einer Durchführung (114, 115) durch den ersten Teleskopzylinder (11) ausgehenden,
zur Ausfahrseite des zweiten Teleskopzylinders (21) führenden Verbindungsleitung (44)
und einer vom Ringraum (117) des ersten Teleskopzylinders (21) zur Einfahrseite des
zweiten Teleskopzylinders (21) führenden Verbindungsleitung (45) mit einer ausfahrseitig
hinter dem Steuerschieber (41) ausgebildeten Verzweigung und einem ein Magnetventil
zum Ausfahren, ein Magnetventil zum Einfahren und ein 2/2-Wege-Halteventil aufweisenden
Steuerblock, dadurch gekennzeichnet, daß
a. die ausfahrseitige Verbindungsleitung (44) hinter der Durchführung (114, 115) durch
den ersten Teleskopzylinder (11) eine Verzweigung mit einem den zweiten Teleskopzylinder
(21) beaufschlagenden Zweig (441) und mit einem den Ausfahrdruckraum (119) des ersten
Teleskopzylinders (11) beaufschlagenden Zweig (442) aufweist,
b. in den Zweigleitungen (441, 442) vom Ausfahrdruck aufsteuerbare, durch Magnetventile
(81, 82) blockierbare Rückschlagventile (51, 61) eingefügt sind, an deren Schließkörpern
rückseitig je nach Schaltstellung der Magnetventile (81, 82) Druck aus dem System
ansteht,
c. mindestens das in die Zweigleitung (442) zum Ausfahrdruckraum (119) des ersten
Teleskopzylinders (11) eingefügte Ventil ein blockierbares Rückschlagventil (61) ist,
an dessen Rückseite sowohl der Ausfahrdruck als auch der Druck im Ausfahrdruckraum
(119) über durch ein unter der Einwirkung des höheren Drucks öffnendes Wechselventil
(83) abgesicherte Steuerleitungen ansteht, von denen der Pumpendruck bei geschaltetem
Magnetventil (82) abgeworfen ist, so daß das Ventil (61) gegen den Druckmitteldruck
im Ausfahrdruckraum (119) öffnet und die Verbindung zum Druckraum (119) des Teleskopzylinders
(11) freigibt, und
d. dem Ventil (61) ein vom einfahrseitigen Druckmitteldruck bei geöffnetem, in die
ringraumseitige Steuerleitung (48) eingefügtem 2/2-Wege-Magnetventil (81) beaufschlagter,
das Ventil (61) öffnender Steuerkolben (71) mit gegen einen Vorsteuerkegel (64) im
Schließkörper (62) des Ventils (61) auflaufendem, vorweg eine Schließstellung durchlaufenden
Regelbereich (714) zugeordnet ist.
2. Teleskopierzylindersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teleskopzylinder
ein zweistufiger Zylinder (11') mit einer ständig offenen Verbindung zwischen seiner
teleskopierbaren Durchführung und dem Druckraum der Zwischenstufe ist, wobei zwischen
Steuerschieber und Durchführung ein aufsteuerbares, gedrosseltes Rückschlagventil
(49) eingefügt ist.
3. Teleskopierzylindersystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Teleskopzylinder (21) ein zweistufiger Zylinder mit Zwangsfahrfolge
mit in an sich bekannter Weise durch Sperrventile (46, 47) abgesicherten Anschlüssen
ist.
4. Teleskopierzylindersystem nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 mit einem zweistufigen zweiten
Telekopzylinder (21') mit wahlweiser Aus- bzw. Einfahrfolge, gekennzeichnet, durch
eine Absicherung der Ausfahrdruckräume des zweiten Teleskopylinders (21') entsprechend
der Absicherung des bzw. der Ausfahrdruckräume (119) des ersten Teleskopzylinders
(11 bzw. 11').
1. Telescopic cylinder system, comprising a first telescopic cylinder (11) and a second
telescopic cylinder (21), both telescopic cylinders (11, 21) being mechanically interconnected
(32) via one of their respective members (e.g. 112, 211), a slidable controller (41)
which is mounted upstream of the first telescopic cylinder (11), pressure medium lines
(42, 43) which extend from this slidable controller (41) and act, on the one hand,
on the outlet end and, on the other hand, on the inlet end of the first telescopic
cylinder (11), a connection line (44) which extends from a duct (114, 115) through
the first telescopic cylinder (11) and leads to the extension end of the second telescopic
cylinder (21), and a connection line (45) which leads from the annular chamber (117)
of the first telescopic cylinder (21) to the retraction end of the second telescopic
cylinder (21) and has a junction, which is provided at the extension end downstream
of the slidable controller (41), and a control block, which includes a solenoid valve
for the extension movement, a solenoid valve for the retraction movement and a 2/2-directional
holding valve, characterised in that
a) the connection line (44) at the extension end upstream of the duct (114, 115) through
the first telescopic cylinder (11) has a junction with a branch (441), which acts
on the second telescopic cylinder (21), and with a branch (442), which acts on the
outlet pressure chamber (119) of the first telescopic cylinder (11),
b) non-return valves (51, 61), which are openable by the extension pressure and are
blockable by solenoid valves (81, 82), are inserted in the branch lines (441, 442),
pressure from the system being set at the rear end of the closure members of said
non-return valves depending on the switching position of the solenoid valves (81,
82),
c) at least the valve which is inserted in the branch line (442) extending to the
extension pressure chamber (119) of the first telescopic cylinder (11) is a blockable
non-return valve (61), at the rear end of which both the extension pressure and the
pressure in the extension pressure chamber (119) are set via control lines which are
safeguarded by a changeover valve (83), which opens by the action of the higher pressure,
the pump pressure being released from said control lines when the solenoid valve (82)
is switched, so that the valve (61) opens in opposition to the pressure medium pressure
in the extension pressure chamber (119) and releases the connection to the pressure
chamber (119) of the telescopic cylinder (11), and
d) the valve (61) has associated therewith a control piston (71), which is actuated
by the pressure medium pressure at the retraction end when the 2/2-directional solenoid
valve (81) is opened, said solenoid valve being inserted in the control line (48)
at the annular chamber end, and which opens the valve (61) and has a control region
(714) which abuts against a pilot cone (64) in the closure member (62) of the valve
(61) and traverses a closing position beforehand.
2. Telescopic cylinder system according to claim 1, characterised in that the first telescopic
cylinder is a two-stage cylinder (11') having a permanently open connection between
its telescopic duct and the pressure chamber of the intermediate stage, an openable,
throttled non-return valve (49) being inserted between the slidable controller and
duct.
3. Telescopic cylinder system according to claim 1 or claim 2, characterised in that
the second telescopic cylinder (21) is a two-stage cylinder having a compulsory sequence
of movement with connections which are safeguarded in a manner known per se by check
valves (46, 47).
4. Telescopic cylinder system according to claim 1 or claim 2, having a two-stage second
telescopic cylinder (21') with a selective extension and/or retraction sequence, characterised
by a safeguarding of the extension pressure chambers of the second telescopic cylinder
(21') corresponding to the safeguarding of the extension pressure chamber or chambers
(119) of the first telescopic cylinder (11 or 11' respectively).
1. Système à vérin télescopique, composé d'un premier vérin télescopique (11) et d'un
deuxième vérin télescopique (21), les deux vérins télescopiques (11, 21) étant reliés
ensemble mécaniquement (32) par l'une de leurs éléments respectifs (par exemple 112,
211), d'un tiroir de commande (41) monté devant le premier vérin télescopique (11),
de ce tiroir de commande (41) partant des conduites de fluide sous pression (42, 43)
alimentant, d'une part, le côté déploiement et, d'autre part, le côté rétraction du
premier vérin télescopique (11), d'une conduite de liaison (44), partant d'un passage
(114, 115) passant à travers le premier vérin télescopique (11), menant au côté déploiement
du deuxième vérin télescopique (21), et d'une conduite de liaison (45) allant de l'espace
annulaire (117) du premier vérin télescopique (11), menant au côté rétraction du deuxième
vérin télescopique (21), avec une ramification réalisée du côté déploiement, derrière
le tiroir de commande (41), et un bloc de commande, présentant une électrovanne pour
le déploiement, une électrovanne pour la rétraction et une soupape de maintien de
type 2/2, caractérisé en ce que
a. la conduite de liaison (44) située côté déploiement présente, derrière le passage
(114, 115) à travers le premier vérin télescopique (11), une ramification avec une
branche (441) alimentant le deuxième vérin télescopique (21), et avec une branche
(442) alimentant l'enceinte de pression de déploiement (119) du premier vérin télescopique
(11),
b. dans les conduites de ramification (441, 442) sont montés des clapets anti-retour
(51, 61) à possibilité de blocage par des électrovannes (81, 82), pouvant être commandés
par la pression de déploiement, en face arrière des obturateurs de chacun desquels
est appliquée une pression venant du système, selon la position de commutation des
électrovannes (81, 82),
c. au moins le clapet monté dans la conduite de ramification (442) allant à l'enceinte
de pression de déploiement (119) du premier vérin télescopique (11) est un clapet
anti-retour blocable (61), en face arrière duquel tant la pression de déploiement
qu'également la pression régnant dans l'enceinte de pression de déploiement (119)
peut être appliquée, au moyen de conduites de commande isolées sous l'effet de la
soupape à deux voies (83) s'ouvrant lorsqu'il y a augmentation de la pression, lignes
de commande d'où la pression de pompage est envoyée lorsque d'électrovanne (82) est
connectée, de sorte que la soupape (61) s'ouvre à l'encontre de la pression de fluide
sous pression régnant dans l'enceinte de pression de déploiement (119) et libère la
liaison allant à l'enceinte de pression (119) du vérin télescopique (11), et
d. un piston de commande (71), ouvrant la soupape (61), alimenté par la pression de
fluide sous pression, côté rétraction, lorsque l'électrovanne (81) de type 2/2, montée
dans la conduite de commande (48) située du côté enceinte annulaire, est ouverte,
avec une plage de régulation (714) prévoyant le passage d'une position de fermeture
et allant vers un cône de commande de pilotage (64) monté dans l'opercule (62) de
la soupape (61), est associé à la soupape (61).
2. Système à vérin télescopique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier
vérin télescopique est un vérin à deux étages (11'), avec une liaison, ouverte en
permanence, entre son passage télescopique et l'enceinte de pression de l'étage intermédiaire,
un clapet anti-retour (49), étranglé, pouvant être commandé, étant monté entre le
tiroir de commande et le passage..
3. Système à vérin télescopique selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en
ce que le deuxième vérin télescopique (21) est un vérin à deux étages, avec une ordre
de succession cinématique obligatoire, avec des raccordements isolés de manière connue
en soi au moyen de soupapes d'isolement (66, 47).
4. Système à vérin télescopique selon la revendication 1 ou la revendication 2, avec
un deuxième vérin télescopique (21') à deux étages, avec un ordre de succession de
déploiement, et respectivement de rétraction pouvant être choisi à volonté, caractérisé
par une isolation des enceinte de pression de déploiement du deuxième vérin télescopique
(21'), de manière correspondante à l'isolation du ou des enceintes de pression de
déploiement (119) du premier vérin télescopique 11, respectivement 11').