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EP 0 476 529 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.1994 Patentblatt 1994/28 |
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Anmeldetag: 13.09.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D03J 1/00 |
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Verfahren und Düsenanordnung zum Reinigen von Luftdüsen und Webblättern bei Luftdüsenwebmaschinen
Process and jet arrangement for cleaning the air jet nozzles and the reeds in air
jet looms
Procédé et dispositif de soufflage pour nettoyer les tuyères à jet d'air et les peignes
dans les métiers à jet d'air
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
20.09.1990 DE 4029743
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1992 Patentblatt 1992/13 |
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Patentinhaber: Picanol N.V. |
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8900 Ieper (BE) |
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Erfinder: |
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- Reimertz, Heinz
W-5628 Heiligenhaus (DE)
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Vertreter: Wilhelm & Dauster
Patentanwälte
European Patent Attorneys |
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Hospitalstrasse 8 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Luftdüsen und Webblättern bei
Lüftdüsen-Webmaschinen, bei denen Luftdüsen über gesteuerte Ventile mit einer Druckluftquelle
verbindbar sind derart, dass der Schuss in einen Führungskanal im Blatt eingeschossen
und durch die erzeugten Luftströme zur gegenüberliegenden Gewebekante transportiert
wird.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Düsenanordnung zur Durchführung eines solchen
Verfahrens.
Zugrundeliegender Stand der Technik
[0003] Bei Luftdüsen-Webmaschinen wird der Schuss mit Hilfe eines Luftstromes durch das
Fach transportiert. Zu diesem Zweck ist das Blatt mit einem Führungskanal versehen.
Der Schuss wird durch eine Hauptdüse in den Führungskanal eingeschossen und dann durch
Luftströme, die von Staffettendüsen erzeugt werden, zur gegenüberliegenden Gewebekante
weitertransportiert. Die Staffettendüsen werden über gesteuerte Ventile in Form von
Magnetventilen nacheinander mit Druckluft beaufschlagt. Solche Luftdüsen-Webmaschinen
sind beispielsweise beschrieben in EP-A-0 114 047 und in einer Firmendruckschrift
"PAT W Airtronic" vom Juni 1986 der PICANOL N.V., Polenlaan 3-7, B-89oo Ieper, Belgien.
[0004] Für die einwandfreie Funktion solcher Luftdüsen-Webmaschinen ist die genaue Dosierung
und Richtung der austretenden Luft sehr wesentlich, und damit die Form und der Querschnitt
der Luftdüsen und des Führungskanals. Veränderungen des Düsenquerschnitts bzw. Anderungen
des Strömungsprofils im Führungskanal durch sich ansetzenden Staub, der mit der Druckluft
mitgerührt wird, oder Ablagerungen im Führungskanal können zu erheblichen Störungen
der Funktion der Luftdüsen-Webmaschine führen. Es ist daher erforderlich, die Luftdüsen
und den Führungskanal von Zeit zu Zeit zu reinigen. Das geschieht nach dem Stand der
Technik manuell mittels Bürsten. Eine solche manuelle Reinigung ist aufwendig und
unzuverlässig. Es besteht die Gefahr, dass bei der Reinigung Teile der Luftdüsen-Webmaschine
beschädigt werden.
Offenbarung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Reinigung der Luftdüsen und des Webblattes
zu verbessern und zu erleichtern und die Gefahr einer Beschädigung von Maschinenteilen
bei der Reinigung zu vermeiden.
[0006] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zu Reinigungszwecken in
zeitlichen Abständen Reinigungsflüssigkeit durch die Luftdüsen geleitet wird.
[0007] Eine Düsenanordnung zur Durchführung dieses Verfahrens ist Gegenstand des Patentanspruchs
2.
[0008] Nach der Erfindung wird zu Reinigungszwecken bei laufender Maschine eine Reinigungsflüssigkeit
durch die Luftdüsen gedrückt. Diese Reinigungsflüssigkeit spült Staub und sonstige
Partikel aus den Luftdüsen und dem Führungskanal heraus. Beim Arbeiten der Luftdüsen-Webmaschine
werden die Luftdüsen sowie das Webblatt durch die hin- und hergehenden Kettfäden "geputzt",
d.h., die Reinigungsflüssigkeit und die herausgespülten Partikel werden abgestrichen.
Die Luftdüsen und der Führungskanal arbeiten dann wieder einwandfrei. Es ist nicht
erforderlich, mit einer Bürste an die einzelnen Luftdüsen heranzugehen.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörige
Zeichnung näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0010] Die Figur zeigt schematisch eine Anordnung von Luftdüsen einer Luftdüsen-Webmaschine
mit den steuernden Magnetventilen und einer Reinigungsvorrichtung für die Luftdüsen
und das Webblatt.
Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
[0011] Der mechanische Aufbau einer Luftdüsen-Webmaschine mit den Luftdüsen, dem Fach und
dem Blatt ist allgemein bekannt und daher hier nicht im einzelnen dargestellt.
[0012] Mit 1o bis 24 ist eine Reihe von Magnetventilen bezeichnet. Die Magnetventile werden
in bekannter Weise nacheinander angesteuert. Jedes Magnetventil 1o bis 24 beherrscht
die Zufuhr von Druckluft von Druckluftanschlüssen 26 bis 38 zu jeweils mehreren in
einer Reihe längs eines Führungskanals 52 angeordneten Luftdüsen. Dem Magnetventil
10 sind drei Luftdüsen 40, 42, und 44 zugeordnet. Jedes der Magnetventile 10 bis 24
ist über den zugehörigen Druckluftanschluß 26 bis 38 mit einer Druckluftquelle verbunden.
Zwischen den Luftdüsen 40, 42 und 44 und dem Magnetventil 10 zweigt ein Anschlußkanal
46 ab. In dem Anschlußkanal 46 sitzt ein Rückschlagventil 48. Das Rückschlagventil
48 öffnet in Richtung auf die Luftdüsen 40, 42, 44 hin. An den Anschlußkanal 46 ist
über eine Anschlußvorrichtung 50 eine Quelle von Reinigungsflüssigkeit anschließbar.
Diese Quelle von Reinigungsflüssigkeit kann ein mit Reinigungsflüssigkeit gefüllter
Behälter mit einer Handpumpe sein. Die Handpumpe gibt einen Stoß von Reinigungsflüssigkeit
von etwa 5 cm³ auf den Anschlußkanal 46. Das Rückschlagventil 48 ist für die Druckluft
gesperrt. Die Reinigungsflüssigkeit strömt durch die Luftdüsen 40,42,44 und den Führungskanal
und nimmt dort festsitzende Partikel mit. Diese Partikel werden zur Außenseite der
Luftdüsen 40,42,44 in den Führungskanal gespült. Beim weiteren Arbeiten der Luftdüsen-
Webmaschine wird durch die Reinigungsflüssigkeit der Schmutz im Führungskanal und
an dem Webblatt angelöst und von den auf und ab bewegten Kettfäden abgestreift
1. Verfahren zum Reinigen von Luftdüsen bei Luftdüsen-Webmaschinen, bei denen Luftdüsen
(4o, 42, 44) über gesteuerte Ventile (1o bis 24) mit einer Druckluftquelle verbindbar
sind derart, dass der Schuss in einen Führungskanal im Blatt eingeschossen und durch
die erzeugten Luftströme zur gegenüberliegenden Gewebekante transportiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zu Reinigungszwecken in zeitlichen Abständen Reinigungsflüssigkeit durch die
Luftdüsen (4o, 42, 44) geleitet wird.
2. Düsenanordnung für Luftdüsen-Webmaschinen mit Luftdüsen (4o, 42, 44), die über gesteuerte
Ventile (1o bis 24) mit einer Druckluftquelle verbindbar sind derart, dass der Schuss
in einen Führungskanal im Blatt eingeschossen und durch die erzeugten Luftströme zur
gegenüberliegenden Gewebekante transportiert wird, zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gesteuerten Ventile (1o bis 24) je einen zusätzlichen Anschluss (46) aufweisen,
über welchen die Luftdüsen (4o, 42, 44) wahlweise mit einer Quelle einer Reinigungsflüssigkeit
verbindbar sind.
1. A process for the cleaning of air nozzles in air nozzle weaving looms wherein air
nozzles (40, 42, 44) are connected by means of controlled valves (10 to 24) with a
source of compressed air in such a manner that the weft is injected into a guide channel
in the reed and is carried by the flows of air produced to the opposite side of the
fabric, characterized in that, for cleaning purposes, cleaning fluid is passed at
intervals through the air nozzles (40, 42, 44).
2. A nozzle arrangement for air nozzle looms with air nozzles (40, 42, 44) which, by
means of controlled valves (10 to 24), are connectable with a source of compressed
air in such a manner that the weft is injected into a guide channel in the reed and
is carried by the flows of air produced to the opposite side of the fabric to carry
out the process according to claim 1, characterized in that the controlled valves
(10 to 24) each have an additional connection (46) by means of which the air nozzles
(40, 42, 44) can be connected as desired with a source of cleaning fluid.
1. Procédé pour nettoyer des tuyères de machines à tisser pneumatiques, dans lequel des
tuyères (40, 42, 44) peuvent, par l'intermédiaire de vannes commandées (10 à 24),
être raccordées à une source d'air comprimé de façon que la trame soit insérée dans
une gaine de guidage aménagée dans le peigne et soit, sous l'effet des courants d'air
ainsi formés, transportée vers le bord opposé du tissu, caractérisé en ce que, pour
assurer le nettoyage, on envoie périodiquement un liquide de nettoyage dans les tuyères
(40, 42, 44).
2. Arrangement de tuyères pour machines à tisser pneumatiques comportant des tuyères
(40, 42, 44), qui par l'intermédiaire de vannes commandées (10 à 24) peuvent être
raccordées à une source d'air comprimé de façon que la trame soit insérée dans une
gaine de guidage aménagée dans le peigne et soit transportée, sous l'effet des courants
d'air ainsi formés, vers le bord opposé du tissu, et ce pour mettre en oeuvre le procédé
selon la revendication 1, caractérisé en ce que les vannes commandées (10 à 24) possèdent
chacune une prise supplémentaire (46), par laquelle les tuyères (40, 42, 44) peuvent,
au choix, être reliées à une source d'un liquide de nettoyage.
