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EP 0 476 775 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.12.1995 Patentblatt 1995/49 |
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Anmeldetag: 17.09.1991 |
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Schaltungsanordnung zum Kompensieren des Steuerstromes eines Transistors
Circuit arrangement to compensate the base current of a transistor
Circuit pour compenser le courant de base d'un transistor
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
21.09.1990 DE 4029889
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.03.1992 Patentblatt 1992/13 |
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Patentinhaber: |
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- Philips Patentverwaltung GmbH
22335 Hamburg (DE) Benannte Vertragsstaaten: DE
- Philips Electronics N.V.
5621 BA Eindhoven (NL) Benannte Vertragsstaaten: FR GB IT NL
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Erfinder: |
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- Kröner, Klaus
W-2000 Hamburg 65 (DE)
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Vertreter: Peters, Carl Heinrich, Dipl.-Ing. et al |
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Philips Patentverwaltung GmbH,
Röntgenstrasse 24 22335 Hamburg 22335 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 714 600 US-A- 4 451 800
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US-A- 3 800 239 US-A- 4 755 770
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zum Kompensieren des Steuerstromes
eines (ersten) Transistors, dessen Hauptstrompfad in Reihe mit dem Hauptstrompfad
eines zweiten Transistors zwischen den Polen einer Speisespannungsquelle angeordnet
ist, mit einer aus zwei Transistoren gebildeten Stromspiegelanordnung, deren gemeinsamer
Anschluß mit dem Pol der Speisespannungsquelle, der mit dem zweiten Transistor gekoppelt
ist, verbunden ist, deren Eingangsanschluß mit dem Steueranschluß des zweiten Transistors
verbunden ist und von dessen Ausgangsanschluß ein Kompensationsstrom dem Steueranschluß
des ersten Transistors zugeleitet werden kann.
[0002] Aus der DE-AS 21 08 550 (entspricht US-A-3,714,600) ist ein Transistorverstärker
mit einem ersten Transistor bekannt, dessen Basis ein zu verstärkendes Signal zugeführt
wird. Der Emitter des ersten Transistors ist über einen Widerstand mit einem Punkt
konstanten Potentials verbunden, vorzugsweise mit Masse. Der Kollektor des Transistors
ist mit dem Emitter eines Meßtransistors verbunden. Der Kollektor des Meßtransistors
ist über einen zweiten Widerstand mit einer Speisespannungsquelle verbunden. Die Basis
des Meßtransistors ist mit einem Stromeingang einer gesteuerten Stromquelle verbunden,
während die Basis des ersten Transistors mit einem Stromausgang der gesteuerten Stromquelle
verbunden ist. Des weiteren ist ein gemeinsamer Anschlußpunkt der Stromquelle mit
dem Kollektor des Meßtransistors verbunden. Die Stromquelle enthält einen Transistor
und eine Diode. Der Emitter des Transistors der Stromquelle und die Anode der Diode
sind mit dem gemeinsamen Anschlußpunkt der Stromquelle verbunden. Der Kollektor des
Transistors der Stromquelle ist mit deren Stromausgang und die Basis des Transistors
der Stromquelle sowie die Kathode der Diode sind mit den Stromeingang der Stromquelle
verbunden.
[0003] Die Stromquelle in dieser Schaltungsanordnung bewirkt, daß der Eingangsstrom des
Verstärkers um einen im wesentlichen dem Basis-Kollektorstromverstärkungsfaktor des
ersten Transistors und des Meßtransistors entsprechenden Faktor verringert wird.
[0004] Aus der DE-AS 21 08 550 ist es weiterhin bekannt, die beschriebene Stromquelle durch
eine allgemein auch als "Wilson-Stromspiegel" bezeichnete Stromquelle zu ersetzen.
Dieser "Wilson-Stromspiegel" enthält einen dritten und einen vierten Transistor sowie
eine Diode. Der Emitter des dritten Transistors und die Anode der Diode sind mit dem
oben genannten, gemeinsamen Anschlußpunkt der Stromquelle verbunden. Die Basis des
dritten Transistors und die Kathode der Diode sind mit dem Emitter des vierten Transistors
verbunden, dessen Basis mit dem Kollektor des dritten Transistors verbunden ist. Der
Kollektor des vierten Transistors ist mit dem Ausgang des "Wilson-Stromspiegels" verbunden,
während der Kollektor des dritten Transistors mit dem Eingang des "Wilson-Stromspiegels"
verbunden ist. Die Anwendung des "Wilson-Stromspiegels" hat gegenüber der zuerst beschriebenen
Stromquelle den Vorteil, daß die am Ausgang und am Eingang des "Wilson-Stromspiegels"
auftretenden Ströme besser miteinander übereinstimmen. Dadurch kann eine verbesserte
Kompensation des Basisstroms des ersten Transistors erreicht werden.
[0005] Bei der letztgenannten Schaltungsanordnung entsteht jedoch gegenüber der erstgenannten
der Nachteil, daß durch Verwendung des "Wilson-Stromspiegels" das Spannungspotential
am Kollektor des ersten Transistors gegenüber dem Potential am Kollektor des Meßtransistors
und am gemeinsamen Anschlußpunkt der Stromquelle um eine weitere Basis-Emitter-Flußspannung
herabgesetzt wird. Um diesen Betrag verringert sich dann der Aussteuerungsbereich
für ein von dem durch den ersten Transistor gebildeten Transistorverstärker zu verarbeitendes
Signal. Dies führt insbesondere dann zu einer starken Einschränkung, wenn die Versorgungsspannung
für den Transistorverstärker sehr gering ausgelegt werden soll und damit die Basis-Emitter-Flußspannung
einen nicht mehr vernachlässigbaren Teil dieser Versorgungsspannung ausmacht.
[0006] Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Schaltungsanordnung zu schaffen, bei der einerseits
eine möglichst vollständige Kompensation des Steuerstromes des Transistorverstärkers
erzielt und die andererseits auch bei niedrigen Versorgungsspannungen einen möglichst
hohen Aussteuerungsbereich des Transistors bietet.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Schaltungsanordnung der gattungsgemäßen Art gelöst durch
einen dritten Transistor, über dessen Hauptstrompfad der Kompensationsstrom geleitet
wird und dessen Steueranschluß mit dem Verbindungspunkt der Hauptstrompfade des ersten
und zweiten Transistors verbunden ist.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung werden in einfacher und vorteilhafter
Weise die günstigen Eigenschaften der aus dem Stand der Technik bekannten Schaltungsanordnungen
miteinander verbunden. Bei der Erfindung wird erreicht, daß der Spannungspegel am
Kollektor des (ersten) Transistors des Transistorverstärkers um lediglich zwei Basis-Emitter-Flußspannungen
gegenüber der Versorgungsspannung abgesenkt ist, während zugleich eine Kompensation
des Steuerstromes erreicht wird, wie sie bisher nur mit dem "Wilson-Stromspiegel"
erreichbar war.
[0009] Die Erfindung wird bevorzugt ausgeführt mit Transistoren vom bipolaren Typ. Dabei
sind insbesondere der erste und zweite Transistor von einem ersten und die übrigen
Transistoren von einem zweiten Leitfähigkeitstyp, wodurch auch ein für eine Integration
auf einem Halbleiterkörper besonders günstiger Aufbau erhalten wird.
[0010] Die Figur zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
mit einem einen Transistorverstärker bildenden ersten Transistor 1, dessen Basisanschluß
mit einem Eingang 2 für ein zu verstärkendes Signal verbunden ist. Über den Basisanschluß
wird dem ersten Transistor 1, der im vorliegenden Beispiel vom npn-Typ ist, ein Steuerstrom
zugeführt. Dieser Steuerstrom soll derart kompensiert werden, daß am Eingang 2 ein
möglichst geringer Signalstrom fließt, vorzugsweise, daß der Eingang 2 stromlos wird.
Damit wird im Idealfall eine leistungslose Aussteuerung des Transistorverstärkers,
d.h. des ersten Transistors 1, erreicht.
[0011] Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zum Kompensieren des Steuerstromes des ersten
Transistors 1 umfaßt einen zweiten Transistor 3, der auch als Meßtransistor bezeichnet
wird. Dieser Meßtransistor 3 ist ebenfalls vom npn-Typ und mit seinem Hauptstrompfad
zwischen Kollektor und Emitter in Reihe mit dem entsprechenden Hauptstrompfad des
ersten Transistors 1 derart verbunden, daß der Emitter des Meßtransistors 3 mit dem
Kollektor des ersten Transistors 1 gekoppelt ist, während der Kollektor des Meßtransistors
3 mit einem positiven Speisespannungsanschluß 4 verbunden ist. In Reihe mit den Hauptstrompfaden
ist zwischen dem Emitter des ersten Transistors 1 und Masse außerdem eine Gleichstromquelle
5 zur Einstellung des Arbeitspunktes geschaltet. Der positive Speisespannungsanschluß
4 und Masse bilden die Pole der Speisespannungsquelle.
[0012] Die Schaltungsanordnung nach dem vorliegenden Ausführungsbeispiel umfaßt weiterhin
eine Stromspiegelanordnung aus einem ersten Stromspiegeltransistor 6 und einem zweiten
Stromspiegeltransistor 7, deren Emitter gemeinsam mit dem Speisespannungsanschluß
4 und deren Basisanschlüsse miteinander und mit der Basis des Meßtransistors 3 verbunden
sind. Der Kollektor des ersten Stromspiegeltransistors 6 ist mit den Basisanschlüssen
der Transistoren 3, 6 und 7 verbunden. Die Verbindung zwischen den Basisanschlüssen
der Stromspiegeltransistoren 6, 7 und dem Kollektor des ersten Stromspiegeltransistors
6 bildet den Eingangsanschluß der Stromspiegelanordnung 6, 7. Ihr Ausgangsanschluß
wird durch den Kollektor des zweiten Stromspiegeltransistors 7 gebildet und ist über
den Hauptstrompfad eines dritten Transistors 8 mit dem Eingang 2 und damit der Basis
des ersten Transistors 1 verbunden. Die Basis des dritten Transistors 8, der vom pnp-Typ
ist, wie im übrigen auch die Stromspiegeltransistoren 6, 7, ist mit dem Verbindungspunkt
9 des Emitters des zweiten Transistors 3 und des Kollektors des ersten Transistors
1, d.h. dem Verbindungspunkt der Hauptstrompfade dieser Transistoren, verbunden.
[0013] In der Figur sind mit UBE im Betrieb der Schaltungsanordnung an den Transistoren
auftretende Basis-Emitter-Flußspannungen eingetragen, und zwar an den Basis-Emitter-Strecken
der Stromspiegeltransistoren 6, 7, des Meßtransistors 3 und des dritten Transistors
8. Am Kollektor des zweiten Stromspiegeltransistors 7 liegt im Betrieb das gleiche
Potential an wie an der Basis des Meßtransistors 3 und damit am Kollektor des ersten
Stromspiegeltransistors 6. Damit weisen die Stromspiegeltransistoren 6, 7 gleiche
Kollektor-Emitter-Spannungen auf, so daß eine besonders symmetrische Betriebsart des
Stromspiegels 6, 7 erreicht wird. Außerdem ist zu erkennen, daß das Potential am Verbindungspunkt
9 lediglich um zwei Basis-Emitter-Flußspannungen UBE gegenüber der Speisespannung
am Speisespannungsanschluß 4 niedriger ist.
1. Schaltungsanordnung zum Kompensieren des Steuerstromes eines ersten Transistors (1),
dessen Hauptstrompfad in Reihe mit dem Hauptstrompfad eines zweiten Transistors (3)
zwischen den Polen (4; Masse) einer Speisespannungsquelle angeordnet ist; mit einer
aus zwei Transistoren (6,7) gebildeten Stromspiegelanordnung, deren Emitter gemeinsam
mit dem Pol (4) der Speisespannungsquelle, der mit dem zweiten Transistor (3)gekoppelt
ist, verbunden sind, deren aus der Verbindung zwischen den Basisanschlüssen mit dem
Kollektor eines der Transistoren bestehender Eingangsanschluß mit dem Steueranschluß
des zweiten Transistors (3) verbunden ist und von dessen Ausgangsanschluß ein Kompensationsstrom
dem Steueranschluß des ersten Transistors (1) zugeleitet werden kann;
gekennzeichnet durch einen dritten Transistor (8), über dessen Hauptstrompfad der
Kompensationsstrom geleitet wird und dessen Steueranschluß mit dem Verbindungspunkt
(9) der Hauptstrompfade des ersten (1) und zweiten (3) Transistors verbunden ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (1,3,6,7,8) vom bipolaren Typ sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste (1) und zweite (3) Transistor von einem ersten
und die übrigen Transistoren (6,7,8) von einem zweiten Leitfähigkeitstyp sind.
1. A circuit arrangement for the compensation of the control current of a first transistor
(1) whose main current path in series with the main current path of a second transistor
(3) is arranged between the terminals (4; earth) of a supply voltage source, the arrangement
comprising a current mirror circuit having two transistors (6, 7) whose emitters are
both connected to that terminal (4) of the supply voltage source, which is coupled
to the second transistor (3), said current mirror having its input terminal, which
is formed by the connection between the base terminals and the collector of one of
the transistors, connected to a control terminal of the second transistor (3) and
having its output terminal arranged to supply a compensation current to the control
terminal of the first transistor (1),
characterised by a third transistor (8) via whose main current path the compensation current is applied and whose control terminal
is connected to the node (9) between the main current paths of the first (1) and the
second (3) transistor.
2. A circuit arrangement as claimed in Claim 1,
characterised in that the transistors (1, 3, 6, 7, 8) are of the bipolar type.
3. A circuit arrangement as claimed in Claim 2,
characterised in that the first (1) and the second (3) transistor are of a first conductivity
type and the other transistors (6, 7, 8) are of a second conductivity type.
1. Montage de circuit pour compenser le courant de commande d'un premier transistor (1)
dont le trajet de courant principal est agencé en série avec le trajet de courant
principal d'un deuxième transistor (3) entre les pôles (4; masse) d'une source de
tension d'alimentation, comprenant un agencement de miroir de courant formé par deux
transistors (6, 7), dont les émetteurs sont connectés conjointement avec le pôle (4)
de la source de tension d'alimentation, qui est couplé au deuxième transistor (3),
dont la borne d'entrée, constituée de la liaison entre les bornes de base et le collecteur
d'un des transistors, est connectée à la borne de commande du deuxième transistor
(3) et de la borne de sortie duquel un courant de compensation peut être acheminé
à la borne de commande du premier transistor (1), caractérisé par un troisième transistor
(8) via le trajet de courant principal duquel le courant de compensation est acheminé
et dont la borne de commande est connectée au point de connexion (9) des trajets de
courant principaux du premier (1) et du deuxième (3) transistors.
2. Montage de circuit selon la revendication 1, caractérisé en ce que les transistors
(1, 3, 6, 7, 8) sont du type bipolaire.
3. Montage de circuit selon la revendication 2, caractérisé en ce que le premier (1)
et le deuxième (3) transistors sont d'un premier type de conductivité et les autres
transistors (6, 7, 8) sont d'un deuxième type de conductivité.
