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EP 0 477 411 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.11.1996 Patentblatt 1996/48 |
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Anmeldetag: 27.09.1990 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: G08C 19/28 |
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Fernsteuersystem für Grossräume
Remote control for wide area
Système de télécommande pour espaces étendues
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES FR GB IT LI NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.04.1992 Patentblatt 1992/14 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Zirkl, Siegmar
D-8400 Regensburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 253 156 DE-A- 3 119 876
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EP-A- 0 316 853 GB-A- 2 183 377
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Fernsteuersystem für Großräume. Es arbeitet mit
Sendern und Dekodern in Empfängern, von denen Aktoren geschaltet werden. Die Sender
geben hierzu geeignete Telegramme ab.
[0002] Werden in Großräumen Fernsteuerungen auf der Basis von Infrarot-Übertragungen eingerichtet,
so hat jeder Empfänger einen gewissen Empfangsbereich, der durch die Gerätecharakteristik,
die Sender-Empfänger-Leistung sowie die Empfangsverhältnisse gegeben ist. Idealisiert
kann man von kugelförmigen Empfangsbereichen ausgehen, die auf eine gedachte Installationsebene
projiziert, kreisförmigen Empfangsbereichen entspricht. Innerhalb des Empfangsbereichs
kann ein Sender einen Empfänger unter gegebenen Verhältnissen erreichen.
[0003] Aufgrund dieser Grenzen der Reichweite ist es schwierig, Schaltvorgänge über mehrere
Erfassungsbereiche hinweg sicherzustellen. Das ist jedoch in vielen Fällen wünschenswert,
beispielsweise um eine Wechselschaltung unter Einbeziehung der gesamten Raumbeleuchchtung
durch Infrarotsender aus verschiedenen Erfassungsbereichen heraus sicherzustellen.
Da in der Praxis ein Empfänger für Infrarot-Übertragungsmedium im allgemeinen aus
den Komponenten Vorverstärker und Dekoder besteht, der einen Aktor bzw. ein Schaltleistungsteil
ansteuert, könnte man daran denken, zwischen Vorverstärker und Dekoder entsprechend
lange Zuleitungen zu setzen. Auf dieser Leitung könnte das Format der Infrarotübertragung
oder auch ein abgeändertes Format bzw. Telegramm weitergeleitet werden. Wenn man danach
den Empfangsbereich eines Dekoders erweitern möchte, hätte man Vorverstärker auch
in benachbarten Erfassungsbereichen zu installieren. Eine derartige Installation würde
jedoch soviele Eingänge und Vorverstärker benötigen, wie insgesamt je Dekoder erfassungsbereiche
zu bedienen wären. Dennoch hätte man keine definierten Schaltzustände. Es könnte also
vorkommen, daß mit einer Betätigung eines Handbedienungsorgans, beispielsweise einer
Taste, ein Einschaltbefehl gegeben würde, dem einige Aktoren nicht folgen würden,
so daß bei einem zweiten Schaltbefehl die eingeschaltete Installationsguppe ausschalten
und die zunächst ausgeschaltete einschalten würde. Dieser unbefriedigende Schaltzustand
wäre nicht zu beheben.
[0004] Eine derartige Installation hätte auch den Nachteil, verhältnismäßig aufwendig zu
sein und organisatorisch bedingte nachträgliche Änderungen nur erschwert zu ermöglichen.
Außerdem wäre die Anzahl der Erfassungsbereiche auf die Anzahl begrenzt, die durch
die installierten Eingänge der Dekoder vorgegeben wären. Auch Multiplexverfahren scheiden
wegen der unzulässigen Verlängerung der Reaktionszeiten eines derartige Fernsteuersystems
aus.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fernsteuersystem für Großräume zu entwickeln,
das eine Erweiterung der Erfassungsbereiche mit einfachen Mitteln in der Montage und
bei nachträglichen Änderungen ermöglicht.
[0006] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt durch ein Fernsteuersystem nach Patentanspruch
1. Danach sind zwei oder mehrere Dekoder untereinander durch Leitung verbunden, die
im Zugriff auf diese Leitung mit Kollisionserkennung arbeiten. Die Telegramme sind
mit Kodierungsmerkmalen für den Schaltzustand "ein", "aus" versehen.
[0007] Auf den Verbund aus Dekodern wird vom jeweiligen, durch gültiges Telegramm aktivierten
Dekoder die gesamte ankommende Adresse oder auch eine übersetzte Adresse weitergegeben.
Zusätzlich wird der aktuelle Schaltzustand für das Leistungsteil vom aktiven Dekoder
weitergegeben. Unabhängig vom Schaltzustand wird durch das empfangene Telegramm ein
bestimmter Schaltzustand bestätigt oder verlangt, so daß ein Außertrittfallen der
Aktoren und der zugeordneten Installationsgeräte nicht möglich ist. Andere Aktoren
weiterer, über Leitung angeschlossener Dekoder ziehen durch die Zwangssynchronisation
gleich. Bei mehrfacher Ersterkennung eines Telegramms durch mehrere Dekoder wird ein
störender Mehrfachzugriff auf die verbindende Leitung durch Kollisionserkennung in
an sich bekannter Weise vermieden. Bei zwei erkennenden Dekodern sendet also nur der
schnellere Dekoder auf die Leitung.
[0008] Die verbindende Leitung kann ein Bus- oder je nach Anwendungsfall auch ein Einfachleiter
mit Rückleitung über Erde sein.
[0009] Vorteilhafterweise kann die Leitung durch Trennstellen mit der ergebnisbezogenen
Wirkungsweise von Steckverbindern an organisatorischen Raumachsen trennbar bzw. erweiterungsfähig
ausgeführt sein. Das Fernsteuersystem kann dann organisatorischen Änderungen, neu
einzuführenden Wänden, oder bei zu entfernenden Wänden an die neuen Gegebenheiten
besonders leicht angepaßt werden.
[0010] Aus der GB-A-2 183 377 ist eine Fernsteuereinrichtung bekannt, bei der von einem
Sender ein Signal zu einem bestimmten Empfänger mittels eines Feldes übertragen wird
und über Leitung zu einem bestimmten Gerät unter Einsatz einer Kodierung weitergeleitet
wird.
[0011] Die Erfindung soll anhand eines in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden:
[0012] Zu einem Fernsteuersystem sind beispielhaft zwei Übertragungsbereiche wiedergegeben.
Das Fernsteuersystem arbeitet mit Sendern 1 und Dekodern 2 in Empfängern 3. Die Dekoder
2 bzw. die Empfänger 3 Schalten Aktoren 4 bzw. Schaltleistungsteile. Die Aktoren 4
sind mit den Empfängern im einfachsten Fall über Leitung verbunden. Im wesentlichen
bestehen die Empfänger 3 aus einem Vorverstärker 5 für das über das Übertragungsmedium,
beispielsweise Infrarotlicht, empfangene Telegramm. Die Dekoder 2 sind untereinander
durch Leitung 6 miteinander verbunden. Jeder Dekoder hat einen Empfangsbereich, in
dem er Telegramme von Sendern empfangen kann. Im Ausführungsbeispiel sind von Empfangsbereichen
7 der Empfangsbereich Ek und der Empfangsbereich Ek+1 dargestellt. Diese Empfangsbereiche
sind Teil eines Fernsteuersystems für einen Großraum mit der Wand 8 und den organisatorischen
Raumachsen 9. An den Dekoderverbund können auch Sensoren angeschlossen werden. Diese
Sensoren können vorteilhafterweise als Schwellwertschalter ausgeführt sein und bei
jedem Schaltstellungswechsel wunschgemäß ein "ein" oder "aus" an die am Sensor zuvor
eingestellte Adresse über die verbindende Leitung weitergeben. Aktoren an Dekodern,
die auf diese Adresse programmiert sind, werden dann definiert geschaltet.
[0013] Um die Leitung besonders leicht verlängern oder verkürzen zu können, sind Trennstellen
10 vorteilhaft, die günstigerweise an organisatorischen Raumachsen angeordnet werden
können. Diese Trennstellen können auf die verschiedenartigste an sich bekannte Weise
ausgeführt sein, wenn sie bezogen auf das Ergebnis die Wirkungsweise von Steckverbindern
sicherstellen.
[0014] Die Trennstellen können auch mittels Software erzeugt werden, indem verschiedene
Adressen den entsprechenden verschiedenen Raumbereichen zugeordnet werden. Raumübergreifende
Funktionen können verwirklicht werden, indem einige der Adressen für mehrere Raumbereiche
gleich gewählt werden. Diese gleichen Adressen ermöglichen dann raumübergreifende
Funktionen für die entsprechenden Raumbereiche.
1. Fernsteuersystem mit Sender (1) bzw. Sendern (1) für drahtlose Übertragung mit Telegrammen,
wobei zumindest ein Empfänger (3) einen Dekoder (2) aufweist, der auf einen oder mehrere
Aktoren (4) arbeitet, die durch Verdrahtung jeweils einem Dekoder (2) zugeordnet sind,
die über freie Adressierbarkeit über den Dekoder (2) nicht in einer festen Zuordnung
stehen, wobei die Dekoder (2) durch Leitung (6) miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Empfänger (3) eines Großraums jeweils mit einem eigenen Dekoder (2)
arbeiten, wobei die Dekoder (2) mit Kollisionserkennung auf die Leitung (6) arbeiten
und wobei die Telegramme Kodierungsmerkmale für den Schaltzustand "ein", "aus" enthalten.
2. Fernsteuersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (6) als Busleitung ausgeführt ist.
3. Fernsteuersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (6) durch Trennstellen (10) mit der ergebnisbezogenen Wirkungsweise
von Steckverbindern an organisatorischen Raumachsen (9) zu trennen bzw. zu erweitern
ist.
4. Fernsteuersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen durch mittels Software realisierte Trennstellen dadurch zu trennen
bzw. dadurch zu erweitern sind, daß angrenzenden Raumbereichen unterschiedliche Adressen
zugeordnet sind.
5. Fernsteuersystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß raumübergreifende Funktionen durch zusätzliche gleiche Adressen vorgesehen sind.
1. Remote-control system having a transmitter (1) or transmitters (1) for wireless transmission
using messages, wherein at least one receiver (3) has a decoder (2) which operates
one or more actuators (4), each of which is assigned to a decoder (2) by wiring and
which are not assigned in a fixed manner by free addressability by way of the decoder
(2), wherein the decoders (2) are connected together by means of a line (6), characterised
in that each of several receivers (3) in a wide area operates using its own decoder
(2), wherein the decoders (2) operate on the line (6) using collision detection and
wherein the messages contain coding features for the circuit state "on", "off".
2. Remote-control system according to claim 1, characterised in that the line (6) is
formed as a bus line.
3. Remote-control system according to claim 1 or 2, characterised in that the line (6)
can be disconnected and/or extended on organisational spatial axes (9) by means of
disconnecting points (10) having the result-related method of operation of connectors.
4. Remote-control system according to claim 1 or 2, characterised in that the lines can
be disconnected and/or extended by means of disconnecting points produced using software,
by assigning different addresses to adjacent spatial regions.
5. Remote-control system according to claim 4, characterised in that spatially overlapping
functions are provided by means of additional identical addresses.
1. Système de télécommande à un émetteur (1) ou à plusieurs émetteurs (1) pour la transmission
sans fil de télégrammes, au moins un récepteur (3) comportant un décodeur (2), qui
agit sur un ou plusieurs actionneurs (4), qui sont affectés chacun par câblage à un
décodeur (2) et n'ont pas une affectation fixe du fait d'une possibilité d'adressage
libre par l'intermédiaire du décodeur (2), les décodeurs (2) étant reliés entre eux
par un conducteur (6), caractérisé en ce que plusieurs récepteurs (3) d'un grand espace
fonctionnent chacun avec un décodeur (2) qui leur est propre, les décodeurs (2) fonctionnant
par reconnaissance de collision sur le conducteur (6) et les télégrammes comprenant
des caractéristiques de codage pour l'état de commutation "branché", "débranché".
2. Système de télécommande suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le conducteur
(6) est sous forme de conducteur de bus.
3. Système de télécommande suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le
conducteur (6) doit être séparé par des points (10) de séparation ayant comme effet
résultant celui de connecteurs multipolaires, et se trouvant en des axes (9) d'organisation
de l'espace ou doit être complétés par ceux-ci.
4. Système de télécommande suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les
conducteurs sont séparés par des points de séparation mis en oeuvre par logiciel ou
sont complétés par ceux-ci, par le fait qu'il est affecté des adresses différentes
à des zones contiguës de l'espace.
5. Système de télécommande suivant la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu
des fonctions d'empiétement dans l'espace par des adresses supplémentaires égales.
