[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Hubankermagneten, insbesondere für Kraftfahrzeuge,
mit einer Magnetspule, mit einem in der Magnetspule verschieblich angeordneten Hubanker
und mit einer Rückstellfeder, die den Hubanker belastet, wobei der Hubanker einen
Magnetanker und einen Ankerbolzen aufweist, wobei ein derartiges mechanisches Spiel
vorgesehen ist, daß der Ankerbolzen eine kippende Bewegung relativ zur Magnetspule
ausführen kann.
[0002] Ein derartiger elektrischer Hubankermagnet ist aus der GB 21 45 879 A vorbekannt.
Dieser vorbekannte Hubankermagnet weist einen zweiteiligen Hubanker auf, der aus einem
Magnetanker und einem Ankerbolzen besteht. Es ist ein derartiges mechanisches Spiel
vorgesehen, daß der Ankerbolzen eine kippende Bewegung relativ zur Magnetspule ausführen
kann, um eventuell vorhandene axiale Toleranzen beim Zusammenwirken des Ankerbolzen
mit anderen Teilen auszugleichen. Es sind jedoch keine Maßnahmen vorgesehen, um den
Hubanker im ausgefahrenen Zustand unabhängig vom Stromfluß durch die Magnetspule zu
arretieren.
[0003] Ein elektrischer Hubankermagnet ist auch aus der DE-PS 36 27 036 vorbekannt. Der
dortige Hubankermagnet wird als Diebstahlsicherungssperrelement in Kraftfahrzeugen
verwendet, wobei im Falle eines Versuches des unbefugten öffnens einer Kraftfahrzeugtür
über das Innenverriegelungselement, die Magnetspule mit Strom versorgt wird. Dadurch
wird der Hubanker gegen die Kraft der Rückstellfeder aus dem Inneren der Magnetspule
herausgetrieben, so daß ein bei stromdurchflossener Magnetspule herausragender Teil
des Hubankers in die Bewegungsbahn des Innenverriegelungselements hineingreift.
[0004] Mittels einer balligen Ausformung an dem beschriebenen Ende des Hubankers, der in
eine entsprechende Einsenkung des Innenverriegelungselements eingreift, wird dafür
gesorgt, daß auch bei einer Stromunterbrechung der Hubanker weiterhin in die Bewegungsbahn
des Innenverriegelungselements eingreift. Hierzu ist jedoch eine aufwendige Gestaltung
des Innenverriegelungselements mit einer entsprechenden Einsenkung und des Hubankers
mit einer balligen Ausformung an seinem Ende erforderlich. Andererseits kann die Verwendung
des beschriebenen Hubankermagneten dort zu Schwierigkeiten führen, wo der Hubanker
nicht in die lineare Bewegungsbahn eines Innenverriegelungselements, sondern z. B.
in die Schwenkbewegungsbahn eines Hebels einer Schloßmechanik einer Kraftfahrzeugtür
eingreifen soll. Dort ist das Vorsehen einer entsprechenden Einsenkung häufig nahezu
ausgeschlossen, da diese Hebelmechaniken aufgrund der wirkenden Kräfte einerseits
einen vorgegebenen Mindestquerschnitt aufweisen müssen, andererseits jedoch die gesamte
Schloßmechanik eine geringe Baugröße aufweisen muß, um in dem Inneren der Kraftfahrzeugtür
untergebracht werden zu können.
[0005] Demgemäß hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, einen elektrischen Hubankermagneten
zu schaffen, bei dem die Arretierung des Hubankers im ausgefahrenen Zustand ohne weitere
Maßnahmen an anderen Teilen als an den Teilen des Hubankers gewährleistet ist.
[0006] In eingangsgenannten Hubankermagneten wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß bei einer nicht mit elektrischen Strom versorgten Magnetspule ein Bereich
des Hubankers in einer Bohrung des im Spulenkörper eingesetzten Magnetkerns geführt
ist, daß dieser Bereich bei einer mit elektrischen Strom versorgten Magnetspule aus
der Bohrung hinausragt, und daß der Hubanker eine derartig neben dem vorgenannten
Bereich angeordnete Hinterschneidung aufweist, daß bei einer radial auf den aus der
Bohrung hinausragenden Teil des ausgefahrenen Hubankers ausgeübten Kraft, der Hubanker
relativ zur Magnetspule verkippt wird und der vorgenannte Bereich axial auf dem Rand
der Bohrung aufliegt.
[0007] Durch das mechanische Spiel zwischen dem Inneren der Magnetspule und dem Äkußeren
des Hubankers ist es möglich, daß bei einer radial wirkenden Kraft auf den aus der
Magnetspule herausragenden Teil des Hubankers, wie sie z.B. durch einen federbelasteten
Hebel, der an diesem Teil anliegt, ausgeübt wird, der Hubanker gegen die Magnetspule
verkippt wird.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Hinterschneidung wird es ermöglicht, daß die Hinterschneidung
beim Verkippen des Hubankers gegenüber der Magnetspule derart auf dem Rand einer Bohrung
der Magnetspule aufliegt, daß der Hubanker durch die Federkraft nicht mehr in das
Innere der Magnetspule hineingezogen werden kann, wenn die Magnetspule nicht mehr
mit Strom versorgt wird. Durch die Hinterschneidung und die erfindungsgemäß vorgesehene
Verkippung des Hubankers gegenüber der Magnetspule ist also ein Festhalten des Ankers
an der Magnetspule im ausgefahrenen Zustand bei einer radial auf den Anker wirkenden
Kraft möglich.
[0009] Der Magnetkern kann die magnetische Ankopplung des Magnetankers an die Magnetspule
verbessern. Zudem wird die Kraftwirkung, insbesondere des Hubankers, beim Festhängen
am Magnetkern auf den mechanisch stabilen Magnetkern abgeleitet, so daß keine Beschädigung
der Magnetspule durch den Hubanker zu befürchten ist.
[0010] Dabei sind die erfindungsgemäß vorgesehenen Maßnahmen einfach und kostengünstig durchführbar,
da für die Ausbildung des erfindungsgemäßen elektrischen Hubankermagneten allein geringfügige
Änderungen an der Formgestalt des Hubankers erforderlich sind. üblicherweise ist allein
die Verringerung des Außendurchmessers des Hubankers und das Vorsehen der Hinterschneidung
erforderlich.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen elektrischen
Hubankermagneten ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Hubanker einen hohlgebohrten Magnetanker aufweist,
wenn der Ankerbolzen einen umlaufenden Bund aufweist, der sich an dem Magnetanker
abstützt und an dem sich die Rückstellfeder abstützt und wenn der Ankerbolzen die
Hinterschneidung aufweist. Durch die zweiteilige Ausbildung des Hubankers und dadurch,
daß der Ankerbolzen mittels des vorgesehenen mechanischen Spiels gegenüber dem Magnetanker
verkippen kann, ist es möglich, daß der Magnetanker mit möglichst geringer Toleranz
in die Bohrung der Magnetspule eingesetzt werden kann. Durch diese Maßnahme ist eine
gute magnetische Ankopplung des Magnetankers an die Magnetspule gewährleistet. Die
erfindungsgemäß vorgesehene Haltefunktion des Hubankers im ausgefahrenen Zustand wird
hierbei durch das Verkippen des Ankerbolzens gegenüber der Magnetspule gewährleistet,
wobei der Ankerbolzen auch die erfindungsgemäß vorgesehene Hinterschneidung aufweist.
[0013] Es ist weiterhin besonders vorteilhaft, wenn die Hinterschneidung Teil einer kolbenförmigen
Verdickung ist und wenn die Hinterschneidung in Form einer Einlaufschräge gestaltet
ist. Durch das Vorsehen einer kolbenförmigen Verdickung am Hubankerende kann die Hinterschneidung
besonders einfach und kostengünstig ausgebildet werden.
[0014] Die genannte Einlaufschräge gewährleistet ein sicheres Zurückgleiten des Hubankers
in die Magnetspule, wenn die Magnetspule nicht mehr stromdurchflossen ist und wenn
die auf den Hubanker wirkende radiale Kraft aufgehoben wird, da ein ungewolltes Festhängen
des Hubankers an der Magnetspule vermieden wird.
[0015] Um ein sicheres Zurückgleiten des Hubankers in die Magnetspule bzw. den Spulenkörper
zu gewährleisten, wenn die radial wirkende Kraft aufgehoben wird, ist es besonders
vorteilhaft, wenn die Bohrung im Magnetkern ebenfalls eine Einlaufschräge aufweist.
[0016] Um eine einfache aufbauende Montage des erfindungsgemäßen elektrischen Hubankermagneten
zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn der Spulenkörper einen Magnetkern aufweist,
der die Bohrung aufweist und der ein Widerlager für die Rückstellfeder aufweist.
[0017] Zur zusätzlichen Führung des Ankerbolzens im Spulenkörper kann der Spulenkörper am
von der Hinterschneidung abgewandten Ende eine zweite Bohrung aufweisen, in die das
entsprechende Ende des Ankerbolzens mit mechnischem Spiel eingesetzt ist. Durch das
mechanische Spiel zwischen dieser zweiten Bohrung und dem Ankerbolzen ist das erforderliche
Verkippen des Ankerbolzens bei einer radial wirkenden Kraft gewährleistet.
[0018] Die verwendete Rückstellfeder kann vorteilhaft eine Schraubendruckfeder sein, da
derartige Schraubendruckfedern auf den Hubanker bzw. den Ankerbolzen eine zentrierende
Wirkung in der Bohrung der Magnetspule ausüben. Diese zentrierende Wirkung sichert
das Zurückgleiten des Hubankers bzw. des Ankerbolzens in die Magnetspule immer dann,
wenn die radialwirkende Kraft aufgehoben wird.
[0019] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Magnetspule zumindest teilweise durch ein,
insbesondere U-förmiges Magnetjoch umfaßt ist, da durch das Magnetjoch einerseits
eine Verbesserung des elektromagnetischen Wirkungsgrades des erfindungsgemäßen elektrischen
Hubankermagneten möglich ist. Andererseits kann durch das U-förmig ausgebildete Magnetjoch
der Hubankermagnet mit allen seinen Teilen zusammengehalten werden, so daß eine weitere
Befestigung der verschiedenen Teile des Hubankermagneten aneinander nicht erforderlich
ist.
[0020] Zur Abdichtung des Luftspaltes zwischen dem Hubanker und der Magnetspule kann vorteilhaft
zwischen dem Spulenkörper und dem Ankerbolzen eine Dichtung vorgesehen sein, die insbesondere
als hutförmiges, gummielastisches Rollelement ausgebildet ist. Ein derartiges hutförmiges,
gummielastisches Rollelement hat den Vorteil, daß es nur geringfügig und vernachlässigbar
die erforderliche Bewegung des Hubankers gegenüber der Magnetspule in radialer Richtung,
also die Kippbewegung behindert, so daß schon bei geringfügigen, radialwirkenden Kräften
die Verkippung des Hubankers gegenüber der Magnetspule gewährleistet ist.
[0021] Es ist besonders vorteilhaft, zwischen dem Magnetkern und der Hinterschneidung einen
Überhub vorzusehen, der im Falle des Auftretens geringer Verspannungen zwischen dem
Hubanker und der Magnetspule deren Überwindung aufgrund der Dynamik der Einwärtsbewegung
des Hubankers in das Innere der Magnetspule gewährleistet.
[0022] Es ist schließlich besonders vorteilhaft, zwischen dem Hubanker und dem Spulenkörper
eine Führungshülse aus unmagnetischem Material anzuordnen, die zur Führung des Hubankers
und zur Abstützung des Spulenkörpers dient.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Hubankermagneten ist in
den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0024] Es zeigen
Figur 1 einen Schnitt durch die Mittelachse eines erfindungsgemäßen elektrischen Hubankermagneten
im Ruhezustand, das heißt im eingefahrenen Zustand des Hubankers in die Magnetspule
und
Figur 2 denselben Hubankermagneten wie in Figur 1 im ausgefahrenen Zustand des Hubankers
aus der Magnetspule im Schnitt.
[0025] In der Figur 1 weist der erfindungsgemäße elektrische Hubankermagnet eine Magnetspule
(1) auf, die auf einem Spulenkörper (7) aufgewickelt ist. Der Spulenkörper (7) und
damit die Magnetspule (1) weist eine Bohrung auf, in der ein Hubanker verschieblich
angeordnet ist, der aus einem Magnetanker (2) und aus einem Ankerbolzen (3) besteht.
[0026] Dazu weist der Magnetanker (2) eine Hohlbohrung (4) auf, in die der Ankerbolzen (3)
bis zu einem umlaufenden Bund (5) eingesteckt ist. An der dem Magnetanker (2) gegenüberliegenden
Seite des Bundes (5) greift eine Rückstellfeder (6) an, die als Schraubendruckfeder
ausgebildet ist und im in der Figur 1 dargestellten Ruhezustand durch seine Federkraft
den Ankerbolzen (3) und damit den Magnetanker (2) in das Innere der Magnetspule (1)
bzw. des Spulenkerns (7) hineindrückt.
[0027] Zwischen der Hohlbohrung (4) und dem Ankerbolzen (3) ist mechanisches Spiel vorgesehen.
Der Ankerbolzen (3) wird durch eine erste Bohrung (10) in einem Magnetkern (9) und
durch eine zweite Bohrung (8) in dem Spulenkörper (7) geführt. Dabei entspricht der
Durchmesser der ersten Bohrung (10) in etwa dem Außendurchmesser einer kolbenförmigen
Verdickung (12) des Ankerbolzens (3), wogegen der Innendurchmesser der zweiten Bohrung
(8) größer ist als der Außendurchmesser des Ankerbolzens (3) in diesem Bereich, so
daß zwischen dieser zweiten Bohrung (8) und dem Ankerbolzen (3) wiederum mechanisches
Spiel vorgesehen ist.
[0028] Der Magnetkern (9), die in den Spulenkern (7) eingesteckt ist, weist weiterhin eine
Abstützung (11) für die Rückstellfeder (6) auf. Am Übergang von der kolbenförmigen
Verdickung (12) zum restlichen Teil des Ankerbolzens (3) ist eine Hinterschneidung
(13) vorgesehen, die mit einer Einlaufschräge (14) versehen ist. An der von der Magnetspule
(1) abgewandten Seite der ersten Bohrung (10) ist eine weitere Einlaufschräge (15)
vorgesehen.
[0029] Zur Abdichtung des Luftspaltes zwischen dem Magnetkern (9) und dem Ankerbolzen (3)
gegen Umwelteinflüsse, wie Feuchtigkeit und Schmutz, ist eine Dichtung (16) vorgesehen,
die als hutförmiges, gummielastisches Rollelement ausgebildet ist. Zur Versorgung
der Magnetspule (1) mit elektrischem Strom weist der in Figur 1 dargestellte elektrische
Hubankermagnet elektrische Anschlüsse (17) auf. Schließlich ist zur Verbesserung des
elektromagnetischen Wirkungsgrades des Hubankermagneten ein Magnetjoch (18) vorgesehen,
das U-förmig gestaltet ist und dessen beide U-Schenkel in dem Schnitt gemäß Figur
1 erkennbar sind. Eine Führungshülse (19) ist in die Bohrung des Spulenkörpers (7)
eingepreßt und führt den Magnetanker (2) bei seiner Bewegung.
[0030] Gleiche oder gleichwirkende Einrichtungsteile wie in der Figur 1 sind in der Figur
2 mit den gleichen Bezugszeichen versehen. In der Figur 1 ist der elektrische Hubankermagnet
in seiner Ruhestellung dargestellt, in der die Magnetspule (1) nicht mit elektrischem
Strom versorgt wird, so daß keine elektromagnetische Kraftwirkung auf den Magnetanker
(2) ausgeübt wird. In diesem Fall ist allein die Rückstellkraft der Rückstellfeder
(6) wirksam, die den Ankerbolzen (3) und damit den Magnetanker (2) in das Innere der
Magnetspule derart hineindrückt, daß nur ein geringfügiger Teil der kolbenförmigen
Verdickung (12) aus der ersten Bohrung (10) herausragt.
[0031] Wird nun die Magnetspule (1) gemäß Figur 2 mit Strom versorgt, so wird eine elektromagnetische
Kraft wirksam, die den Magnetanker (2) gemeinsam mit dem Ankerbolzen (3) gegen die
Kraft der Rückstellfeder (6) derart verschiebt, daß nunmehr die kolbenförmige Verdickung
(12) vollständig aus der ersten Bohrung (10) herausragt. Zusätzlich ist in Figur 2
vorausgesetzt, daß eine radial auf die kolbenförmige Verdickung (12) gerichtete Kraft
(F) wirksam ist, die aufgrund des mechanischen Spiels des Ankerbolzens (3) in der
ersten Bohrung (10), in der zweiten Bohrung (8) und in der Hohlbohrung (4) zu einem
Verkippen des Ankerbolzens (3) gegenüber dem Magnetanker (2) und der Magnetspule (1)
um einen Kippwinkel (W) führt.
[0032] Durch die beschriebene Verkippung wird der Ankerbolzen (3) mit seiner Hinterschneidung
(13) an der ersten Bohrung (10) derart festgehängt, daß auch bei einer Unterbrechung
des Stromflusses zu der Magnetspule (1) trotz der dann nur noch vorhandenen Wirkung
der Rückstellfeder (6) der Ankerbolzen (3) in der in Figur 2 ausgefahrenen Stellung
verbleibt. Dies gilt solange, wie die radial gerichtete Kraft (F) auf die kolbenförmige
Verdickung (12) wirksam ist.
[0033] Sobald diese radial gerichtete Kraft (F) aufgehoben wird, wird durch die zentrierende
Wirkung der Rückstellfeder (6) und der hutförmigen, gummielastischen Rollelementdichtung
(16) und durch die Rückstellkraft der Rückstellfeder (6) der Ankerbolzen (3) in das
Innere der Magnetspule (1) gemäß Figur 1 wieder hineingezogen. Die hierzu erforderliche
Zentrierung des Ankerbolzens (3) relativ zu den anderen Teilen wird dabei unterstützt
durch die Einlaufschräge (14) an der Hinterschneidung (13) und durch die Einlaufschräge
(15) an der ersten Bohrung (10). Ein geringfügiges Festhaken der Hinterschneidung
(13) an der Bohrung (10) wird durch den vorgesehenen Überhub (H) zwischen der Hinterschneidung
(13) und dem Rand der Bohrung (10) überwunden, da im Bereich dieses Überhubes durch
die Kraftwirkung der Rückstellfeder (6) eine nennenswerte Beschleunigung der Bewegung
des Ankerbolzens (3) in das Innere der Magnetspule (1) erfolgt, die ausreicht, die
beschriebene Verhakung zu überwinden.
[0034] Der beschriebene elektrische Hubankermagnet gemäß den Figuren 1 und 2 ist aufgrund
seiner konstruktiven Merkmale für eine sogenannte aufbauende Montage geeignet. Diese
aufbauende Montage ist dadurch gekennzeichnet, daß in das Innere des Spulenkörpers
(7) die übrigen Teile bis auf die Dichtung (16) und das Magnetjoch (18) eingesetzt
werden können. Nach dem Einsetzen dieser Teile kann das U-förmige Magnetjoch (18)
in den Figuren von hinten oder vorne auf den Spulenkern (7) bzw. der Magnetkern (9)
aufgeschoben werden, wodurch die Lage aller Teile bis auf die Dichtung (16) zueinander
fixiert und die Teile miteinander verbunden werden. Abschließend kann die Dichtung
(16) einerseits auf die Führungshülse (9) aufgeknöpft und andererseits auf die kolbenförmige
Verdickung (12) aufgeschoben werden.
1. Elektrischer Hubankermagnet, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einer Magnetspule
(1), mit einem in der Magnetspule (1) verschieblich angeordneten Hubanker und mit
einer Rückstellfeder (6), die den Hubanker belastet, wobei der Hubanker einen Magnetanker
(2) und einen Ankerbolzen (3) aufweist, wobei ein derartiges mechanisches Spiel vorgesehen
ist, daß der Ankerbolzen (3) eine kippende Bewegung relativ zur Magnetspule (1) ausführen
kann, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer nicht mit elektrischen Strom versorgten
Magnetspule (1) ein Bereich des Hubankers in einer Bohrung (10) des im Spulenkörper
eingesetzten Magnetkerns (9) geführt ist, daß dieser Bereich bei einer mit elektrischen
Strom versorgten Magnetspule (1) aus der Bohrung (10) hinausragt, und daß der Hubanker
eine derartig neben dem vorgenannten Bereich angeordnete Hinterschneidung (13) aufweist,
daß bei einer radial auf den aus der Bohrung (10) hinausragenden Teil des ausgefahrenen
Hubankers ausgeübten Kraft (F), der Hubanker relativ zur Magnetspule (1) verkippt
wird und der vorgenannte Bereich axial auf dem Rand der Bohrung (10) aufliegt.
2. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubanker
einen hohlgebohrten Magnetanker (2) aufweist, daß der Ankerbolzen (3) einen umlaufenden
Bund (5) aufweist, der sich an dem Magnetanker (2) abstützt und an dem sich die Rückstellfeder
(6) abstützt und daß der Ankerbolzen (3) die Hinterschneidung (13) aufweist.
3. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterschneidung
(13) Teil einer kolbenförmigen Verdickung (12) ist und daß die Hinterschneidung (13)
in Form einer Einlaufschräge (14) gestaltet ist.
4. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung
(10) eine Einlaufschräge (15) aufweist.
5. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern
(9) mit der Bohrung (10) ein Widerlager (11) für die Rückstellfeder (6) aufweist.
6. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spulenkörper
(7) am von der Hinterschneidung (13) abgewandten Ende eine zweite Bohrung (8) aufweist,
in die das entsprechende Ende des Ankerbolzens (3) mit mechanischem Spiel eingesetzt
ist.
7. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellfeder
(6) eine Schraubendruckfeder ist.
8. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnetspule
(1) zumindest teilweise durch ein insbesondere U-förmiges Magnetjoch (18) umfaßt ist.
9. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Spulenkörper (7) und dem Ankerbolzen (3) eine Dichtung (16) vorgesehen ist, die
insbesondere als hutförmiges, gummielastisches Rollelement ausgebildet ist.
10. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Magnetkern (9) und der Hinterschneidung (13) ein überhub (H) vorgesehen ist.
11. Elektrischer Hubankermagnet nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Hubanker und dem Spulenkörper (7) eine Führungshülse (19) aus unmagnetischem Material
angeordnet ist.
1. An electrical lifting armature magnet, particularly for motor vehicles, having a magnet
coil (1), having a lifting armature displaceably disposed in the magnet coil (1) and
having a restoring spring (6) which loads the lifting armature, wherein the lifting
armature comprises a magnet armature (2) and an armature pin (3), wherein a mechanical
clearance is provided such that the armature pin (3) can execute a tilting movement
in relation to the magnet coil (1), characterised in that when the magnet coil (1)
is not supplied with electric current a region of the lifting armature is guided in
a bore (10) in the magnet core (9) which is inserted in the coil body, that when the
magnet coil (1) is supplied with electric current this region protrudes from the bore
(10), and that the lifting armature has an undercut (13) disposed near the aforementioned
region in such a way that when a radial force (F) is exerted on the part of the extended
lifting armature protruding from the bore (10) the lifting armature is tilted in relation
to the magnet coil (1) and the aforementioned region is supported axially on the edge
of the bore (10).
2. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the lifting armature has a hollow bored magnet armature (2), that the armature pin
(3) has a surrounding collar (5) which is supported on the magnet armature (2) and
on which the restoring spring (6) is supported, and that the armature pin (3) has
the undercut (13) .
3. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the undercut (13) is part of a piston-shaped enlargement (12) and that the undercut
(13) is fashioned in the form of a lead-in bevel (14).
4. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the bore (10) has a lead-in bevel (15).
5. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the magnet core (9) with the bore (10) has an abutment (11) for the restoring spring
(6).
6. An electrical lifting armature magnet according to claim 2, characterised in that
at its end remote from the undercut (13) the coil body (7) has a second bore (8) into
which the corresponding end of the armature pin (3) is inserted with a mechanical
clearance.
7. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the restoring spring (6) is a helical pressure spring.
8. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
the magnet coil (1) is at least partially surrounded by a magnet yoke (18), particularly
a U-shaped magnet yoke.
9. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
a seal (16) is provided between the coil body (7) and the armature pin (3), which
seal is constructed in particular as a cup-shaped, resilient rubber curl-up element.
10. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
an excess travel (H) is provided between the magnet core (9) and the undercut (13)
.
11. An electrical lifting armature magnet according to claim 1, characterised in that
a guide bush (19) of nonmagnetic material is disposed between the lifting armature
and the coil body (7).
1. Electroaimant à induit de levage, en particulier pour véhicules automobiles, comportant
une bobine excitatrice (1), un induit de levage agencé en déplacement dans la bobine
excitatrice (1) et un ressort de rappel (6) qui sollicite l'induit de levage, l'induit
de levage présentant un induit magnétique (2) et un barreau d'induit (3), un jeu mécanique
étant prévu de telle sorte que le barreau d'induit (3) puisse effectuer un mouvement
de basculement par rapport à la bobine excitatrice (1), caractérisé en ce que dans
le cas d'un bobine excitatrice (1) qui n'est pas alimentée en courant électrique,
une région de l'induit de levage est guidée dans un perçage du noyau (9) de l'aimant
introduit dans la carcasse de la bobine, en ce que cette région fait saillie du perçage
(10) dans le cas où la bobine excitatrice (1) est alimentée en courant, et en ce que
l'induit de levage présente une contre-dépouille (13) agencée de telle manière à côté
de ladite région que dans le cas où une force (F) est exercée radialement sur la partie
de l'induit de levage déployé, qui fait saillie en du perçage (10), l'induit de levage
est basculé par rapport à la bobine excitatrice (1), et la région précitée repose
axialement sur le bord du perçage (10).
2. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'induit
de levage présente un induit magnétique (2) à perçage creux, en ce que le barreau
d'induit (3) présente une collerette (5) circonférentielle qui prend appui sur l'induit
magnétique (2) et sur laquelle le ressort de rappel (6) prend appui, et en ce que
le barreau d'induit (3) présente la contre-dépouille (13).
3. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la
contre-dépouille (13) fait partie d'un renflement (12) en forme de piston et que la
contre-dépouille (13) a la forme d'une pente d'introduction (14).
4. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
perçage (10) présente une pente d'introduction (15).
5. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
noyau (9) de l'aimant comportant le perçage (10) présente une contre-butée (11) pour
le ressort de rappel (6).
6. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la
carcasse (7) de la bobine présente à l'extrémité détournée de la contre-dépouille
(13) un second perçage (8) dans lequel l'extrémité correspondante du barreau d'induit
(3) est introduite avec jeu mécanique.
7. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
ressort de rappel (6) est un ressort hélicoïdal de compression.
8. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la
bobine excitatrice (1) est entourée au moins partiellement par une culasse (18) d'aimant
en particulier en forme de U.
9. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il
est prévu, entre la carcasse (7) de la bobine et le barreau d'induit (3), un joint
(16) qui est réalisé en particulier en tant qu'élément de roulement en caoutchouc
élastique en forme de chape.
10. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il
est prévu entre le noyau (9) de l'aimant et la contre-dépouille (13) une marge de
levage (H).
11. Electroaimant à induit de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une
douille de guidage (19) en matériau non-magnétique est agencée entre l'induit de levage
et la carcasse (7) de la bobine.